{"id":44490,"date":"2026-07-18T12:00:15","date_gmt":"2026-07-18T10:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/16-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1324-43\/"},"modified":"2026-07-18T12:02:55","modified_gmt":"2026-07-18T10:02:55","slug":"16-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1324-43","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/16-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1324-43\/","title":{"rendered":"16. Sonntag im Jahreskreis &#8211; A &#8211; (Mt 13,24-43)"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">24In jener Zeit erz\u00e4hlte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker s\u00e4te. 25W\u00e4hrend nun die Leute schliefen, kam sein Feind, s\u00e4te Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.<br \/>\n26Als die Saat aufging und sich die \u00c4hren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. 27Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker ges\u00e4t? Woher kommt dann das Unkraut?<br \/>\n28Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausrei\u00dfen? 29Er entgegnete: Nein, sonst rei\u00dft ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.<br \/>\n30Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in B\u00fcndel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune. 31Er erz\u00e4hlte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker s\u00e4te.<br \/>\n32Es ist das kleinste von allen Samenk\u00f6rnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es gr\u00f6\u00dfer als die anderen Gew\u00e4chse und wird zu einem Baum, so dass die V\u00f6gel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. 33Und er erz\u00e4hlte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen gro\u00dfen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchs\u00e4uert war.<br \/>\n34Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. 35Damit sollte sich erf\u00fcllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich \u00f6ffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verk\u00fcnde, was seit der Sch\u00f6pfung verborgen war.<br \/>\n36Dann verlie\u00df er die Menge und ging nach Hause. Und seine J\u00fcnger kamen zu ihm und sagten: Erkl\u00e4re uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.<br \/>\n37Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen s\u00e4t, ist der Menschensohn; 38der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die S\u00f6hne des Reiches; das Unkraut sind die S\u00f6hne des B\u00f6sen; 39der Feind, der es ges\u00e4t hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.<br \/>\n40Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: 41Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verf\u00fchrt und Gottes Gesetz \u00fcbertreten haben, 42und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Z\u00e4hnen knirschen.<br \/>\n43Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der h\u00f6re!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eMit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker s\u00e4te\u201d (Mt 13, 24)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchle mich als Beute des G\u00f6ttlichen Willens \u2013 aber nicht gezwungen, sondern freiwillig \u2013 und sehne mich sehr danach, dass auch ich etwas erbeute, was mich in Zeit und Ewigkeit gl\u00fccklich macht.<br \/>\nDaher suche ich in allen meinen Akten das Licht des G\u00f6ttlichen Willens zu erbeuten, seine Heiligkeit, ja sein Leben selbst und rufe, ja dr\u00e4nge Ihn, um Ihn in meinen Akten zu entz\u00fccken, Ihn in sie einzuschlie\u00dfen und sagen zu k\u00f6nnen: \u2018Jeder meiner Akte ist eine Beute und eine Eroberung, die ich mache\u2018 \u2013 ich erbeute und erobere den G\u00f6ttlichen Willen \u2013 zumal Er zuerst den meinen erbeutet hat und ich ohne Willen nicht leben kann. Daher ist es billig und recht, dass ich Ihn erbeute.<br \/>\nIn diesem gegenseitigen Beutemachen scheinen Wir die Korrespondenz und das Spiel aufrechtzuhalten, und die Liebe flammt auf beiden Seiten noch st\u00e4rker auf.\u2019<br \/>\nAls ich dar\u00fcber nachdachte, schien Jesus wohlgef\u00e4llig meine Ungereimtheiten anzuh\u00f6ren, und ich sagte mir: \u2018\u00dcbrigens bin ich ja klein und kaum neugeboren; wenn ich Unsinn daherrede, macht das nicht so viel aus, sondern ist eher ein Grund zum Mitleid mit mir, da die Kleinen leicht Patzer machen.<br \/>\nOft hat mein teurer Jesus sogar Freude an den Ungereimtheiten, die aus reiner Liebe gesagt werden und n\u00fctzt die Gelegenheit, um eine kleine Lektion zu erteilen\u2019, wie Er es in der Tat machte, als Er meine kleine Seele besuchte und zu mir sagte:<br \/>\n\u201eKleine Tochter meines Willens, alles, was zwischen Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf geschieht, die Akte, die es tut und was es von Gott empf\u00e4ngt, dienen in der Tat dazu, die Korrespondenz fortzuf\u00fchren.<br \/>\nSie n\u00fctzen, um sich besser kennenzulernen, sich mehr zu lieben und das gegenseitige Spiel aufrechtzuerhalten, damit Gott seine Absicht im Gesch\u00f6pf erreicht, und damit das Gesch\u00f6pf bekommt, was es von Gott will. So ist jeder Akt ein Spiel, das f\u00fcr die sch\u00f6nsten Eroberungen bereitmacht, und um sich gegenseitig zu erbeuten.<br \/>\nDer Akt ist gleichsam der Rohstoff, das Material f\u00fcr das Spiel und ist wie das Pfand [als Gabe] f\u00fcr den Gewinner. Indem Gott [der Seele Gaben] schenkt, setzt Er sein Pfand ein, und die Seele setzt ihr Pfand ein, indem sie den Akt tut, und dann beginnen sie das Spiel.<br \/>\nUnsere G\u00fcte ist so gro\u00df, dass Wir Uns [zuweilen] schwach stellen, um die Seele siegen zu lassen; ein andermal machen Wir Uns stark und gewinnen Wir, und zwar damit sie gleichsam im Wettstreit noch mehr Akte tut und noch mehr Pf\u00e4nder einsetzt und somit [bei dem Spiel] siegen und sich f\u00fcr die Niederlage schadlos halten kann. Wie bliebe sonst die Einheit gewahrt, wenn Wir nichts geben und die Seele Uns nichts geben sollte?<br \/>\nDu siehst daher, dass jeder deiner Akte Uns verpflichtet, noch gr\u00f6\u00dfere Gnaden zu spenden, [jeder Akt ist] eine Korrespondenz, die du zwischen Himmel und Erde er\u00f6ffnest, ein Spiel, wo du deinen Sch\u00f6pfer rufst, bei dir zu verweilen; umso mehr, als jeder Akt, den der G\u00f6ttliche Wille im Akt der Seele tut, eine g\u00f6ttliche Saat ist, die in der Seele keimt.<br \/>\nDer Akt bereitet das Erdreich, wo mein Wille seinen Samen ausstreut, um ihn zu einer g\u00f6ttlichen Pflanze aufsprie\u00dfen zu lassen, denn die Pflanze entspricht dem in die Erde ges\u00e4ten Samen. Ist es ein Blumensame, so entsteht eine Blume, ist es ein Same von Fr\u00fcchten, so sprie\u00dft eine Frucht.<br \/>\nNun streut mein G\u00f6ttlicher Wille in jeden gesch\u00f6pflichen Akt eine bestimmte Saat: hier den Samen der Heiligkeit, dort den Samen der Liebe, in anderen den Samen der G\u00fcte usw.<br \/>\nJe mehr Akte die Seele in Ihm tut, umso mehr Erde bereitet sie meinem Willen, wo Er seine eigene Saat bereitet, um die Erde mit diesen menschlichen Akten anzuf\u00fcllen. Wer sich also von meinem G\u00f6ttlichen Willen beherrschen l\u00e4sst, ist sch\u00f6n und bemerkenswert.<br \/>\nAlle seine Akte sind \u2013 da sie die verschiedenen g\u00f6ttlichen Samen enthalten \u2013 eine Nachricht von seinem Sch\u00f6pfer: dieser Akt spricht von Heiligkeit, jener von Barmherzigkeit, andere von Gerechtigkeit, Weisheit, Sch\u00f6nheit, Liebe.<br \/>\nMit einem Wort, man sieht eine g\u00f6ttliche Harmonie von solcher Ordnung, dass sie darauf hindeutet, dass der Finger Gottes in der Seele am Werk ist.<br \/>\nSiehst du also, wie wichtig der Akt der Seele ist, damit Wir ein Erdreich vorfinden, wo Wir unseren G\u00f6ttlichen Samen einschlie\u00dfen? Wohin sollten Wir ihn sonst s\u00e4en?<br \/>\nWir haben kein Erdreich, daher muss die Seele diese Erde mit ihren Akten bilden, damit Wir mit unseren Samen unser G\u00f6ttliches Wesen im Gesch\u00f6pf aufkeimen lassen k\u00f6nnen. Wer also unseren G\u00f6ttlichen Willen tut und in Ihm lebt, kann eine Seele genannt werden, die ihren Sch\u00f6pfer \u201areproduziert\u2018, und die Dem in sich Herberge gibt, Der sie erschaffen hat.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 30; 16. November 1931)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin immer mit und im G\u00f6ttlichen Willen besch\u00e4ftigt. In Ihm gibt es immer etwas zu tun; doch es ist keine erm\u00fcdende Arbeit, sondern sie gibt Kraft, l\u00e4sst das g\u00f6ttliche Leben zunehmen und \u00fcberflutet [die Seele] mit Freude und Frieden, die innen und au\u00dfen eine himmlische Atmosph\u00e4re sp\u00fcrt. Als ich in den ewigen Wellen des G\u00f6ttlichen Willens schwamm, besuchte Jesus, mein H\u00f6chstes Gut, meine kleine Seele und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eGesegnete Tochter, Ich bin es, der die himmlische Atmosph\u00e4re innerhalb und au\u00dferhalb der Seele schafft, denn sobald sie in meinen G\u00f6ttlichen Willen eintritt, stelle Ich Mich als Wache \u00fcber den Akt auf, den sie dabei ist zu tun.<br \/>\nDie Seele bildet mit ihren Akten das Erdreich, und Ich forme den g\u00f6ttlichen Samen und s\u00e4e ihn in den Akt der Seele. Ihre Akte dienen daher als Erdreich, und Ich, der himmlische Landwirt, f\u00fclle sie mit meinen Samen an und bringe somit die Ernte der in meinem Willen getanen Werke ein.<br \/>\nSiehst du also, wie n\u00fctzlich die andauernd im G\u00f6ttlichen Willen getanen Akte sind? Sie geben Mir Arbeit und veranlassen Mich, die Seele nie zu verlassen, da sie Mir stets Arbeit bereitet.<br \/>\nWeder will, noch kann Ich ein so kostbares Erdreich leer lassen, das in meinem Willen geformt und den lebensspendenden Strahlen der g\u00f6ttlichen Sonne ausgesetzt wurde. Deshalb ruft Er dich zur Arbeit in meinem Wollen, und du rufst Mich \u2013 o, wie gut ist die Zusammenarbeit in meinem Fiat!<br \/>\nEs ist eine Arbeit, die nicht erm\u00fcdet, vielmehr bringt sie Ruhe und die sch\u00f6nsten Eroberungen mit sich.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 30; 14. Juli 1932)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann folgte ich dem H\u00f6chsten Fiat in der Sch\u00f6pfung, und mein Geist verlor sich dabei, seinen kontinuierlichen Akt nachzuvollziehen; und zwar diesen kontinuierlichen Akt den Gesch\u00f6pfen gegen\u00fcber, sowohl durch die geschaffenen Dinge wie auch auf direkte Weise, indem uns dieser Akt gleichsam im Arm tr\u00e4gt, um f\u00fcr uns Bewegung, Atem, Herzschlag und Leben zu sein.<br \/>\nO, wenn die Menschen sehen k\u00f6nnten, was dieser G\u00f6ttliche Wille f\u00fcr uns tut! Wie sehr w\u00fcrden sie Ihn dann lieben und sich von Ihm beherrschen lassen!<br \/>\nDoch w\u00e4hrend wir vom G\u00f6ttlichen Willen nicht getrennt werden k\u00f6nnen und alles durch Ihn erhalten, und Er mehr als unser eigenes Leben ist, wird Er leider von den Menschen nicht anerkannt.<br \/>\nSie schauen Ihn nicht an und leben so, als w\u00e4ren sie fern von Ihm. Als ich nun meine Rundg\u00e4nge in der Sch\u00f6pfung machte, trat mein geliebter Jesus aus meinem Inneren hervor und sagte:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, alle geschaffenen Dinge sagen \u2018Liebe\u2019, doch die Sonne hat mit ihrem Licht und ihrer Glut die Vorherrschaft \u00fcber alles und ist die Auss\u00e4erin meiner Liebe. Wenn der Morgen anbricht, beginnt sie mit ihrer Aussaat der Liebe.<br \/>\nIhr Licht und ihre W\u00e4rme erf\u00fcllen die Erde. Von Blume zu Blume schreitend, s\u00e4t sie mit ihrer reinen lichtvollen Ber\u00fchrung die Vielfalt der Farben und D\u00fcfte und gie\u00dft das Saatgut der Liebe der verschiedenen g\u00f6ttlichen Eigenschaften und der liebenden Wohlger\u00fcche Gottes aus.<br \/>\nVon Pflanze zu Pflanze, von Baum zu Baum wandernd, gie\u00dft die Sonne mit ihrem lichtvollen Kuss einigen die Saat der S\u00fc\u00dfigkeit der g\u00f6ttlichen Liebe ein, einigen unsere mannigfaltigen liebenden Geschm\u00e4cker, einigen die Substanz der g\u00f6ttlichen Liebe.<br \/>\nMit einem Wort: Es gibt keine Pflanze, keine Blume oder Gr\u00e4slein, das nicht die Saat unserer Liebe empf\u00e4ngt, die ihm die Sonne bringt.<br \/>\nMan kann sagen, dass die Sonne ihren Tag damit verbringt, Liebe auszus\u00e4en. W\u00e4hrend sie mit ihrem Licht die ganze Erde, die Berge und das Meer bescheint, s\u00e4t sie \u00fcberall die Liebe des ewigen Lichtes ihres Sch\u00f6pfers aus.<br \/>\nDoch wei\u00dft du, warum die Sonne diese st\u00e4ndige, ununterbrochene Aussaat unserer Liebe auf so vielf\u00e4ltige Weise auf dem Angesicht der Erde vollzieht? Tut sie es etwa f\u00fcr die Erde, f\u00fcr die Pflanzen? Ach nein! Alles nur f\u00fcr die Gesch\u00f6pfe. O ja, aus Liebe zu ihnen, und damit sie die Liebe erwidern!<br \/>\nO, wie verwundet und betr\u00fcbt es Uns, wenn Wir sehen, dass die Menschen die Blumen, Fr\u00fcchte und anderes gebrauchen, ohne anzuerkennen, dass in allem, was sie erhalten, der Same unserer Liebe ist, den Wir durch die Sonne \u00fcber jedes geschaffene Ding ausgegossen haben. Trotz unserer so gro\u00dfen Liebe verweigern sie Uns ein \u2018Ich liebe Dich\u2019.\u201d<br \/>\nNach diesen Worten verstummte Er. Ich war \u00fcber den gro\u00dfen Schmerz Jesu betr\u00fcbt und setzte meine Akte im G\u00f6ttlichen Fiat fort; dann f\u00fcgte Jesus hinzu:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, die Sonne ist zwar unerm\u00fcdlich als Auss\u00e4erin unserer Liebe auf die Erde t\u00e4tig. Doch scheint sie, wenn sie sich am Abend zur\u00fcckzieht, um in anderen Regionen den Tag aufgehen zu lassen, die Erde in Ruhe zu lassen, indem sie die Erde frei l\u00e4sst, die Saat, die die Sonne ges\u00e4t hat, aufgehen zu lassen oder auch nicht; dabei beh\u00e4lt sie sich vor, [am n\u00e4chsten Tag] die Aussaat der Liebe neuerlich in Angriff zu nehmen.<br \/>\nDie Sonne meines G\u00f6ttlichen Willens hingegen verl\u00e4sst die Seele nie. Wenn sie sich mit ihrem Licht in der Seele spiegelt, und \u2013 mehr als die Sonne \u2013 auf G\u00f6ttliche Weise auss\u00e4t, bildet sie mit ihrem Widerschein in der Seele ihre Sonne.<br \/>\nDarum gibt es f\u00fcr jene, die in meinem G\u00f6ttlichen Willen leben, weder N\u00e4chte, noch Sonnenunterg\u00e4nge, noch Morgend\u00e4mmerung, noch Morgenrot, sondern immer den helllichten Tag, weil das Licht meines Willens sich dem Gesch\u00f6pf als seine eigene Natur schenkt.<br \/>\nUnd das, was eigene Natur ist, bleibt als eigener Besitz, zumal die Sonne meines G\u00f6ttlichen Willens die Quelle des Lichts besitzt und so viele Sonnen bilden kann, wie sie m\u00f6chte.<br \/>\nDoch obwohl jede Seele, die in meinem Willen lebt, ihre eigene Sonne des G\u00f6ttlichen Willens besitzt, die sich nie zur\u00fcckzieht, kann die Sonne meines Fiat stets neues Licht und W\u00e4rme, neue S\u00fc\u00dfigkeit, neuen Wohlgeschmack, neue Sch\u00f6nheit schenken; und die Seele kann stets empfangen.<br \/>\nEs gibt hier keine Pausen wie bei der Sonne am Firmament, denn da diese nicht die Quelle des Lichtes besitzt, kann die Sonne nicht so viele Sonnen bilden, wie oft die Erde sich um sie dreht.<br \/>\nDoch das Licht der Sonne meines G\u00f6ttlichen Willens, welche die Quelle besitzt, trifft stets auf [die Erde] der Seele auf. Und indem mein Wille die Seele zur st\u00e4ndigen Aktivit\u00e4t in Ihm beruft, teilt Er ihr stets seinen neuen, ununterbrochenen Akt mit.\u201d .\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 28; 12. April 1930)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eMit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen gro\u00dfen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchs\u00e4uert war\u201c (Mt 13, 33)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Hingabe ist im G\u00f6ttlichen Wollen, Das mich wie ein m\u00e4chtiger Magnet an sich zieht, um mir Schluck f\u00fcr Schluck sein Leben, sein Licht, seine wunderbaren, bewundernswerten und anbetungsw\u00fcrdigen Kenntnisse zu reichen.<br \/>\nSo verlor sich mein armer Geist in Ihm, und mein s\u00fc\u00dfer Jesus bewegte sich in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201cMeine Tochter, die ersten, die meinen G\u00f6ttlichen Willen tun und in Ihm leben werden, werden wie der Sauerteig f\u00fcr sein Reich sein.<br \/>\nDie vielen Wahrheiten, die Ich dir \u00fcber mein G\u00f6ttliches FIAT offenbarte, werden wie das Mehl f\u00fcr das Brot sein. Das Mehl vermengt sich mit der Hefe und wird durchs\u00e4uert \u2013 so viel Mehl, wie man dazu gibt.<br \/>\nDoch das Mehl gen\u00fcgt nicht, es braucht auch noch den Sauerteig und das Wasser, um das wahre Brot herzustellen, das die Menschengeschlechter n\u00e4hren soll.<br \/>\nSo ist Mir der Sauerteig der Wenigen n\u00f6tig, die in meinem G\u00f6ttlichen Willen leben, wie auch die zahlreichen Wahrheiten \u00fcber Ihn. Diese werden wie eine Menge [von] Licht f\u00fcr die Bereitstellung aller n\u00f6tigen G\u00fcter n\u00fctzlich sein, um all jene n\u00e4hren und gl\u00fccklich machen zu k\u00f6nnen, die im Reich meines G\u00f6ttlichen Willens leben wollen.<br \/>\nMache dir also keine Sorgen, wenn du allein bist und es nur wenige sind, die zum Teil \u00fcber meinen G\u00f6ttlichen Willen Bescheid wissen, solange nur die kleine Portion Sauerteig zusammen mit seinen Kenntnissen gebildet wird.<br \/>\nDas \u00dcbrige wird von selbst kommen.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 25; 4. April 1929)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Dann erwog ich, wie schwierig mir das Kommen des Reiches des G\u00f6ttlichen Willens schien, und mein geliebter Jesus f\u00fcgte hinzu:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, wie der Sauerteig die Kraft hat, das Brot zu durchs\u00e4uern, so ist mein Wille der Sauerteig in den Akten des Gesch\u00f6pfs.<br \/>\nWenn die Seele meinen G\u00f6ttlichen Willen in ihre Akte ruft, so bleiben sie von Ihm durchs\u00e4uert, fermentiert und bilden das Brot des Reiches meines Willens.<br \/>\nNun reicht die Hefe aber nicht aus, um viel Brot herzustellen, sondern es braucht [auch] eine Menge Mehl sowie jemanden, der Mehl und Hefe vermischt.<br \/>\nEs ist Wasser n\u00f6tig, das verbindende Element zur Verknetung von Mehl und Hefe, damit der Sauerteig fermentieren kann und das Mehl diese durchs\u00e4uernde Kraft empf\u00e4ngt.<br \/>\nDann braucht man Feuer, um dieses Brot zu backen, damit es eine n\u00e4hrende und verdauliche Speise wird. Braucht man f\u00fcr die Zubereitung nicht mehr Zeit und mehr Akte, als es zu essen?<br \/>\nDas Opfer besteht in seiner Herstellung, gegessen wird es sofort und dabei verkostet man den Geschmack des Opfers. So ist also, meine Tochter, der Sauerteig meines G\u00f6ttlichen Fiat nicht ausreichend, der nur die Kraft hat, deine Akte zu fermentieren, sie vom menschlichen Willen zu entleeren und in das Brot des G\u00f6ttlichen Willens umzuwandeln.<br \/>\nEs braucht vielmehr fortgesetzte Akte und Opfer, und zwar f\u00fcr eine lange Zeit, sodass mein Wille mit seiner durchs\u00e4uernden Kraft all diese Akte fermentiert, um viel Brot herzustellen und es f\u00fcr die Kinder seines Reiches bereit und in Reserve zu halten.<br \/>\nWenn alles bereitet ist, m\u00fcssen Wir nur noch die [n\u00f6tigen] Ereignisse beschlie\u00dfen, und das ist leichter und wird schneller geschehen, da es in unserer Macht steht, die Zweitursachen zu bewegen, um das zu tun, was Wir wollen.<br \/>\nTat Ich bei der Erl\u00f6sung nicht dasselbe? Meine langen drei\u00dfig Jahre des verborgenen Lebens waren wie die Hefe, in der alle meine Akte fermentiert wurden, um das gro\u00dfe Erl\u00f6sungswerk zu bilden und zu durchs\u00e4uern.<br \/>\nDas kurze \u00f6ffentliche Leben und meine Passion waren mein durchs\u00e4uertes Brot, das mein G\u00f6ttlicher Wille in meinen Akten bereitete und durchs\u00e4uerte.<br \/>\nDies brach Ich allen als Brot und gab es ihnen zum Essen, damit alle das Brot der Erl\u00f6sten empfangen und die n\u00f6tige Kraft erwerben, sich zu retten.<br \/>\nMache dir daher keine Sorgen, sondern tue deine Pflicht und lasse dir keinen Akt entgehen, dem du nicht die Hefe meines Willens hinzuf\u00fcgst, damit dein Wesen von Ihm fermentiert wird, und Ich werde an alles \u00dcbrige denken.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 29; 10. Mai 1931)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen\u201c (Mt 13,34)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Danach folgte ich allen Akten Jesu in der Erl\u00f6sung, und mein s\u00fc\u00dfer Jesus f\u00fcgte hinzu: \u201eMeine Tochter, meine Redeweise in der Erl\u00f6sung war verschieden von jener f\u00fcr das Reich meines G\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nBeim Erl\u00f6sungswerk musste sich n\u00e4mlich meine Sprache unf\u00e4higen, schwachen, kranken, tauben, stummen und blinden Personen anpassen \u2013 viele waren sogar mit einem Fu\u00df im Grab. Im Gespr\u00e4ch mit ihnen gebrauchte Ich daher Parabeln und Gleichnisse dieser niedrigen Welt, die f\u00fcr sie selbst greifbar waren.<br \/>\nSo sprach Ich bald als Arzt und reichte ihnen die Medizin zur Heilung; bald als Vater, der ihre R\u00fcckkehr erwartete, obwohl sie widerspenstige S\u00f6hne waren; bald als Hirte auf der Suche nach den verlorenen Schafen; oder als Richter, der sie nicht auf dem Weg der Liebe erreichen konnte und sie wenigstens mit Drohungen und Furcht anzuziehen versuchte \u2013 und mit vielen anderen Gleichnissen.<br \/>\nDiese meine Sprache zeigt, dass meine Zuh\u00f6rer Mich nicht kannten, nicht liebten und noch weniger meinen Willen taten, sondern ferne von Mir waren.<br \/>\nSo ging Ich mit meinen Gleichnissen auf die Suche und warf das Netz aus, um sie zu fischen und einem jeden die Medizin zur Heilung zu reichen. Doch wie viele entflohen Mir!<br \/>\nUnd Ich intensivierte die Suche und die Lehren, um so vielen Blinden das Licht zu spenden, damit sie aus ihrer hartn\u00e4ckigen Blindheit herauskommen m\u00f6gen.<br \/>\nNun siehst du, wie verschieden die Sprache ist, die Ich bei der Mitteilung der Wahrheiten \u00fcber meinen G\u00f6ttlichen Willen gebrauchte, die den Kindern seines Reiches dienen sollen.<br \/>\nMeine Redeweise \u00fcber das FIAT ist wie die eines Vater unter seinen teuren und geliebten Kindern, die alle gesund sind, und von denen jedes mein eigenes Leben in sich besitzt. Kraft meines Willens werden sie meine h\u00f6chsten Lehren verstehen k\u00f6nnen.<br \/>\nDaher ging Ich noch weiter und stellte ihnen die sch\u00f6nen Gleichnisse der Sonne, der Himmelsk\u00f6rper und der Himmel vor, und dar\u00fcber, wie sie auf g\u00f6ttliche Art selbst wirken k\u00f6nnen, die sich ins Unendliche ausdehnt.<br \/>\nWenn sie n\u00e4mlich mein G\u00f6ttliches FIAT in sich haben, besitzen sie Den selbst in sich, Der Himmel, Sterne und Sonne geschaffen hat.<br \/>\nDann wird Er sie bef\u00e4higen, in sich selbst alles nachzubilden, was Er geschaffen hat, und sogar die eigene Art seines G\u00f6ttlichen Wirkens. So werden diese Seelen die getreuen Nachahmer ihres Sch\u00f6pfers sein.<br \/>\nDeswegen nahm Ich mir so viel Zeit f\u00fcr die Mitteilung der Wahrheiten \u00fcber mein FIAT \u2013 was Ich in der Erl\u00f6sung nicht tat: denn dies waren Gleichnisse, die menschliche und endliche Verhaltensweisen enthielten und Mir nicht so viel Stoff boten, um lange dar\u00fcber zu reden. Andererseits sind die Gleichnisse, die meinen Willen betreffen, von G\u00f6ttlicher Art, und daher kann man dar\u00fcber lange sprechen, dass sie unersch\u00f6pflich werden.<br \/>\nWer kann die Weite des Sonnenlichtes messen und ihre intensive Glut? Niemand! Wer kann je den Himmeln eine Grenze setzen und der Vielzahl meiner G\u00f6ttlichen Werke?<br \/>\nO, wenn du w\u00fcsstest, wie viel Weisheit, Liebe, Gnade und Licht, Ich in die Mitteilung meiner Wahrheiten \u00fcber mein G\u00f6ttliches FIAT gelegt habe, w\u00e4rest du trunken von Freude und k\u00f6nntest nicht mehr weiterleben.<br \/>\nDu w\u00fcrdest dich danach sehnen, dass das Werk deines Jesus bekannt werde, damit ein so \u00fcberflie\u00dfendes Werk von unsch\u00e4tzbarem Preis verherrlicht werde und seine wohltuenden Wirkungen den anderen Gesch\u00f6pfen mitteile.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 24; 30. August 1928)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eIch \u00f6ffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verk\u00fcnde, was seit der Sch\u00f6pfung verborgen war\u201c (Mt 13,35)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Als ich weiter \u00fcber den G\u00f6ttlichen Willen nachdachte, f\u00fcgte mein guter Jesu hinzu: \u201eMeine gesegnete Tochter, wer meinen Willen als Leben besitzt, f\u00fchlt die G\u00f6ttliche Bewegung in sich.<br \/>\nGott bewegt sich im Himmel, und die Seele f\u00fchlt seine Bewegung und nimmt somit die Werke, Schritte und Worte Gottes wahr. Unsere Bewegung ist Werk, Schritt, Wort \u2013 ist alles.<br \/>\nUnd da unser Wille eins ist mit jenem [Willen], den die Seele besitzt, f\u00fchlt diese in sich dieselbe Bewegung str\u00f6men, mit der sich Gott bewegt.<br \/>\nWas mein eigener Wille in Uns selbst tut, das tut Er auch in Seele auf eine Weise, dass sie in sich nicht nur das Leben f\u00fchlt, sondern auch den Adel und die Weise ihres Sch\u00f6pfers. So hat sie kein Bed\u00fcrfnis, Ihn [um etwas] zu bitten, da sie sich [ja selbst] als Besitzerin empfindet.<br \/>\nUnser Wille k\u00fcmmert sich so intensiv um die Seele, dass Er ihr seine Liebe gibt, mit der sie Ihn lieben soll, sein Wort, mit dem sie sprechen soll, seine Bewegung, damit sie sich bewege und arbeite.<br \/>\nO, wie leicht err\u00e4t sie, was Er von ihr w\u00fcnscht! F\u00fcr die Seele, die in unserem Willen lebt, gibt es keine Geheimnisse oder Schleier, sondern ihr ist alles enth\u00fcllt.<br \/>\nWir k\u00f6nnen Uns sozusagen vor ihr nicht verbergen, weil Uns unser eigener Wille schon offenbart. Wer kann sich, seine Geheimnisse und Pl\u00e4ne, vor sich selbst verstecken? Niemand! Vor den anderen kann Er sich verbergen, aber unm\u00f6glich vor sich selbst.<br \/>\nSo ist unser Wille: Er enth\u00fcllt und zeigt der Seele, was Er tut und tun m\u00f6chte und bereitet ihr die gro\u00dfe \u00dcberraschung unseres G\u00f6ttlichen Wesens. Doch wer beschreibt dir, wie weit die Seele gelangen und was sie alles tun kann, wenn sie unseren Willen als Leben besitzt?<br \/>\nEs findet die wahre Umwandlung und Vollendung des Gesch\u00f6pfs in Gott statt, wobei Gott den aktiven Teil \u00fcbernimmt und sagt: \u201aIn diesem Gesch\u00f6pf geh\u00f6rt alles Mir, und Ich tue alles in ihm\u2019.<br \/>\nEs ist die wahre G\u00f6ttliche Verm\u00e4hlung, in der Gott seinem geliebten Gesch\u00f6pf sein eigenes G\u00f6ttliches Sein \u00fcberl\u00e4sst. Wer hingegen im menschlichen Willen lebt, gleicht jemandem, der sich vom Adel seiner Familie degradiert und sich mit einer groben, ungehobelten und schlecht erzogenen Braut verm\u00e4hlt.<br \/>\nDiese l\u00e4sst ihn nach und nach seine edlen und h\u00f6flichen Manieren ablegen und grobe, ungehobelte Sitten annehmen, sodass er nicht wiederzuerkennen ist.<br \/>\nWie gro\u00df ist der Abstand zwischen denen, die im G\u00f6ttlichen Willen und denen, die im menschlichen leben! Die ersten stellen das Himmelreich auf Erden dar, voller G\u00fcte, Friede und Gnaden; man k\u00f6nnte sie den adeligen Teil nennen.<br \/>\nDie zweiten bilden das Reich der Revolutionen, Zwietracht und Laster, die weder Frieden haben, noch Frieden geben k\u00f6nnen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 32; 22. Oktober 1933)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Der gute Jesus verstummte, und ich dachte weiter \u00fcber seine Worte nach. Ich konnte gleichsam mit H\u00e4nden greifen, wie alles, was Jesus getan, gesagt und gelitten hatte, Tr\u00e4ger des G\u00f6ttlichen Willens war.<br \/>\nDa nahm Er seine Rede wieder auf und f\u00fcgte hinzu: \u201eMeine gute Tochter, nicht nur meine Menschheit verh\u00fcllte in ganz einzigartiger Weise meine Gottheit und meinen Willen, sondern alle geschaffenen Dinge und die Menschen selbst sind wie Schleier, die unsere Gottheit und unseren anbetungsw\u00fcrdigen Willen verh\u00fcllen.<br \/>\nDer Himmel ist ein Schleier, der unsere unermessliche Gottheit, unsere Festigkeit und Unwandelbarkeit verbirgt. Das gro\u00dfe Heer der Sterne verbirgt die mannigfaltigen Wirkungen, die unsere Unermesslichkeit, Standhaftigkeit und Unersch\u00fctterlichkeit besitzen.<br \/>\nO, wenn der Mensch unter diesem blauen Himmelszelt unsere unverh\u00fcllte Gottheit ohne den blauen Schleier sehen k\u00f6nnte, der Uns verbirgt und verh\u00fcllt, so w\u00e4re seine begrenzte Natur von unserer Majest\u00e4t \u00fcberw\u00e4ltigt, und er w\u00fcrde zitternd [vor Ehrfurcht] unter dem st\u00e4ndigen Blick eines so reinen, heiligen, starken und m\u00e4chtigen Gottes dahinschreiten.<br \/>\nDoch weil Wir den Menschen lieben, verh\u00fcllen Wir Uns und stellen ihm im Verborgenen alles zur Verf\u00fcgung, was er n\u00f6tig hat.<br \/>\nDie Sonne ist ein Schleier, der unser unzug\u00e4ngliches Licht verbirgt, unsere blendende Majest\u00e4t, ja Wir m\u00fcssen sogar ein Wunder wirken, um unser unerschaffenes Licht einzuschr\u00e4nken, damit es dem Menschen keine Furcht einfl\u00f6\u00dft.<br \/>\nUnter dem Schleier dieses von Uns geschaffenen Lichtes n\u00e4hern Wir uns dem Menschen, k\u00fcssen und w\u00e4rmen ihn und breiten diesen Schleier aus Licht sogar unter seinen Schritten aus, zur Rechten, zur Linken, \u00fcber seinem Kopf.<br \/>\nWir gehen sogar so weit, dass Wir das Auge des Menschen mit Licht erf\u00fcllen, in der Hoffnung, ob vielleicht die zarte Pupille seines Auges Uns erkennen m\u00f6ge! Aber leider vergebens!<br \/>\nDer Mensch nimmt [nur] den Schleier aus Licht, der Uns verbirgt, und Wir bleiben der unbekannte Gott mitten unter den Menschen. Welch ein Schmerz!<br \/>\nSo ist der Wind ein Schleier, der unsere Macht verh\u00fcllt, die Luft ist ein Schleier, der unser Leben verbirgt, das sich best\u00e4ndig den Gesch\u00f6pfen schenkt, das Meer ist ein Schleier, der unsere Reinheit, unsere Labung und g\u00f6ttliche Erfrischung verbirgt.<br \/>\nDas Rauschen des Meeres verh\u00fcllt unsere best\u00e4ndige Liebe, und wenn Wir merken, dass Wir nicht angeh\u00f6rt werden, gehen Wir so weit, dass Wir St\u00fcrme mit gewaltigen Wellen erzeugen, damit Wir erkannt und geliebt werden.<br \/>\nDenn in jeder Wohltat, die der Mensch empf\u00e4ngt, ist unser Leben drinnen verborgen, das ihm alle G\u00fcter anbietet. Unsere Gottheit liebt den Menschen so sehr, dass Sie so weit geht, sich sogar in der Erde zu verbergen, um sie unter seinen Schritten fest und sicher zu machen, damit er nicht schwanke.<br \/>\nJa, auch im Gesang der V\u00f6gel, in der bl\u00fchenden Wiese, in den mannigfaltigen S\u00fc\u00dfigkeiten der Fr\u00fcchte verbirgt sich unsere Gottheit, um ihm unsere Freuden zu reichen und ihn die unschuldigen Wonnen unseres G\u00f6ttlichen Wesens verkosten zu lassen.<br \/>\nUnd wie viel k\u00f6nnte Ich dir noch \u00fcber die zahlreichen Wunder der Liebe erz\u00e4hlen, die Uns im Menschen verh\u00fcllen und verschleiern? Wir verh\u00fcllen Uns in seinem Atem, im Herzschlag, in der Bewegung, im Ged\u00e4chtnis, Intellekt und Willen.<br \/>\nWir verh\u00fcllen Uns in der Pupille seiner Augen, in seinem Wort, in seiner Liebe. Wie schmerzt es Uns doch, weder erkannt noch geliebt zu werden! Wir k\u00f6nnen sagen, dass Wir in ihm leben.<br \/>\nWir tragen ihn und lassen Uns von ihm tragen; nichts k\u00f6nnte er ohne Uns tun, und doch leben Wir zusammen und kennen Uns nicht!\u2019 Welch ein Schmerz! W\u00fcrde er Uns kennen, dann w\u00e4re das Leben des Menschen das gr\u00f6\u00dfte Wunder unserer Liebe und Allmacht.<br \/>\nAus deren Schleiern heraus w\u00fcrden Wir nichts anderes tun, als ihm unsere Heiligkeit und Liebe zu reichen, ihn mit unserer Sch\u00f6nheit zu bedecken und unsere Wonnen genie\u00dfen zu lassen.<br \/>\nDoch da er Uns nicht kennt, h\u00e4lt er Uns f\u00fcr einen fernen Gott, der weit weg ist von ihm. Wenn Wir aber nicht erkannt werden, k\u00f6nnen Wir nichts geben, denn das w\u00e4re so, als g\u00e4ben Wir unsere G\u00fcter blinden Personen.<br \/>\nSo ist der Mensch gezwungen, unter dem Alptraum seines Elends und seiner Leidenschaften zu leben. Der arme Mensch! Er erkennt Uns nicht, weder unter den Schleiern, die Uns in ihm selbst verbergen, noch unter der H\u00fclle aller geschaffenen Dinge!<br \/>\nEr tut nichts anderes, als vor unserem Leben zu fliehen und vor dem Zweck, f\u00fcr den er geschaffen wurde. Und da Wir seine Undankbarkeit oft nicht mehr ertragen k\u00f6nnen, verwandeln sich die G\u00fcter, die unsere Schleier enthalten, f\u00fcr ihn in Z\u00fcchtigungen.<br \/>\nAnerkenne daher, dass du nichts anderes bist als ein Schleier, der deinen Sch\u00f6pfer verbirgt, Den du aufnimmst, und dass Wir dir in all deinen Akten unser g\u00f6ttliches Leben verleihen k\u00f6nnen.<br \/>\nErkenne Uns unter der H\u00fclle aller geschaffenen Dinge, damit alle Dinge dir helfen, ein solches Gut zu empfangen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 36; 8. Dezember 1938)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[164,17],"tags":[],"class_list":["post-44490","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jeden-tag-ein-schritt","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44490"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44490\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}