{"id":45068,"date":"2026-08-15T12:00:59","date_gmt":"2026-08-15T10:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/20-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1521-28\/"},"modified":"2026-08-15T18:34:15","modified_gmt":"2026-08-15T16:34:15","slug":"20-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1521-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/20-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-1521-28\/","title":{"rendered":"20. Sonntag im Jahreskreis &#8211; A &#8211; (Mt 15,21-28)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">21In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zur\u00fcck. 22Da kam eine kanaan\u00e4ische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem D\u00e4mon gequ\u00e4lt.<br \/>\n23Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine J\u00fcnger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her. 24Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.<br \/>\n25Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! 26Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.<br \/>\n27Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist gro\u00df. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDoch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!\u201c (Mt 15,25)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen empfing ich die Kommunion, und da ich zusammen mit Jesus war, war die K\u00f6nigin Mutter auch hier, und \u2013 o, Wunder! Ich schaute auf die Mutter und konnte ihr Herz in das Jesuskind verwandelt sehen; ich blickte auf den Sohn und konnte die Mutter im Herzen des Kindes sehen.<br \/>\nInzwischen erinnerte ich mich, dass heute Erscheinung des Herrn ist, und nach dem Vorbild der Drei Weisen sollte ich dem Jesuskind etwas anbieten, doch ich sah, dass ich nichts hatte, um es Ihm zu geben.<br \/>\nAls ich mein Elend sah, kam mir der Gedanke, meinen Leib als Myrrhe anzubieten, mit all den Leiden der zw\u00f6lf Jahre, welche ich im Bett verbracht hatte, bereit zu leiden und hier zu bleiben, so lange wie es Ihm gefiel; als Gold die Pein, die ich empfinde, wenn Er mich seiner Gegenwart beraubt, welche die schmerzlichste und kummervollste Sache f\u00fcr mich ist; als Weihrauch meine armen Gebete, vereint mit jenen der K\u00f6nigin Mama, damit sie dem Jesuskind mehr gefielen.<br \/>\nSo machte ich mein Anerbieten mit vollem Vertrauen, dass das Kind alles annehmen w\u00fcrde. Jesus schien mein armes Angebot mit gro\u00dfem Wohlgefallen anzunehmen, doch was Ihn am meisten Freude bereitete war das Vertrauen, mit dem ich es ihm gemacht hatte, daher sprach Er zu mir:<br \/>\n\u201eDas Vertrauen hat zwei Arme: mit dem einen umarmt es meine Menschheit und bedient sich meiner Menschheit als Treppe, um zu meiner Gottheit aufzusteigen; mit dem anderen umf\u00e4ngt es die Gottheit und zieht himmlische Gnaden in Sturzb\u00e4chen herab, sodass die Seele ganz vom G\u00f6ttlichen Wesen \u00fcberflutet wird.<br \/>\nWenn die Seele vertrauensvoll ist, ist sie gewiss, das zu erhalten, worum sie bittet. Ich lasse meine Arme binden, Ich lasse sie tun, was immer sie will, Ich lasse sie bis in mein Herz eindringen und lasse sie das selber nehmen, worum sie Mich gebeten hat. Wenn Ich nicht so t\u00e4te, w\u00e4re es Mir, als w\u00fcrde Mir Gewalt angetan.\u201c<br \/>\nW\u00e4hrend Er dies sagte, kamen viele Fl\u00fcsschen einer Fl\u00fcssigkeit (ich nenne es \u201aFl\u00fcssigkeit\u2019, doch ich kann nicht wirklich sagen, was es war) aus der Brust des Kindes und der Mutter, welche meine Seele vollst\u00e4ndig \u00fcberfluteten.<br \/>\nDann verschwand die K\u00f6nigin Mutter. Danach ging ich zusammen mit dem Kind hinaus ins Himmelsgew\u00f6lbe. Ich sah, dass sein zartes Angesicht traurig war und sagte mir selbst: \u201eVielleicht will Er Milch trinken und ist deshalb traurig.\u201c<br \/>\nSo sagte ich zu Ihm: \u201eWillst Du vielleicht bei mir saugen, da die K\u00f6nigin Mama nicht da ist?\u201c<br \/>\nDoch ehe ich dies tat, kamen mir Bedenken, dass es der Teufel sein k\u00f6nnte; und um sicher zu sein, bezeichnete ich ihn mehrmals mit dem Kreuz und sprach: \u201eBist du wirklich Jesus von Nazareth, die Zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, Sohn der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes?\u201c Und das Kind versicherte, Er sei es. Da ich nun sicher war, nahm ich Ihn, damit Er von mir sauge.<br \/>\nDas Kind schien aufzuleben und nahm ein frohes Aussehen an, und ich sah, dass Er einen Teil dieser Fl\u00fcsschen saugte, mit denen Er mich \u00fcberflutet hatte.<br \/>\nW\u00e4hrend Er dies tat, f\u00fchlte ich an meinem Herzen gezogen, und es schien, dass diese Milch, welche Jesus von mir sog, aus Ihm herauskam. Wer kann schildern, was zwischen mir und dem Jesuskind geschah?<br \/>\nIch habe keine Zunge, die imstande w\u00e4re, es zu bekunden, und keine Worte, um es beschreiben zu k\u00f6nnen. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 3; 6. Januar 1900)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indem ich in meinem gewohnten Zustand der Leiden und der Beraubungen fortfuhr, verbringe ich diese Zeit mit Jesus gleichsam im Schweigen, ganz an Ihn hingegeben wie ein kleiner S\u00e4ugling.<br \/>\nMein s\u00fc\u00dfer Jesus lie\u00df sich also in meinem Inneren erblicken und sprach zu mir: \u201eMeine Tochter, das Vertrauen auf Mich ist die kleine Wolke aus Licht, in der die Seele so eingeh\u00fcllt ist, dass alle ihre \u00c4ngste, alle Zweifel und Schw\u00e4chen verschwinden.<br \/>\nDenn das Vertrauen auf Mich bildet f\u00fcr sie nicht nur diese Lichtwolke, die sie ganz einh\u00fcllt, sondern ern\u00e4hrt sie mit entgegengesetzten Speisen, die die Kraft haben, alle \u00c4ngste, Zweifel und Schw\u00e4chen zu zerstreuen. I<br \/>\nn der Tat zerstreut das Vertrauen auf Mich die Furcht und ern\u00e4hrt die Seele mit reiner Liebe, l\u00f6st die Zweifel auf und gibt ihr die Sicherheit, nimmt die Schw\u00e4che hinweg und verleiht ihr St\u00e4rke, ja macht sie sogar so k\u00fchn im Umgang mit Mir, dass sie sich an meine Brust heftet und saugt.<br \/>\nSie saugt und ern\u00e4hrt sich, und will auch keine andere Nahrung. Und wenn sie sieht, dass sie beim Saugen nichts bekommt \u2013 was Ich zulasse, um sie zu gr\u00f6\u00dftem Vertrauen anzuregen \u2013 wird sie weder m\u00fcde noch trennt sie sich von meiner Brust, sondern saugt noch st\u00e4rker und st\u00f6\u00dft mit dem Kopf gegen meine Brust, und Ich lache dar\u00fcber und lasse sie gew\u00e4hren.<br \/>\nDie vertrauende Seele ist also mein L\u00e4cheln und meine Unterhaltung; denn wer auf Mich vertraut, liebt Mich, sch\u00e4tzt Mich, h\u00e4lt Mich f\u00fcr reich, m\u00e4chtig und unermesslich.<br \/>\nWer Mir hingegen misstraut, liebt Mich nicht wirklich, entehrt Mich, h\u00e4lt Mich f\u00fcr arm, machtlos und klein.<br \/>\nWelche Beleidigung meiner G\u00fcte!&#8220; (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 12; 8. Oktober 1919)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDa entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen\u201c (Mt 15,27)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich durch einige Tage der Beraubungen und der Tr\u00e4nen gegangen war, fand ich mich ganz verwirrt und vernichtet in mir selbst. In meinem Innern sagte ich mir st\u00e4ndig: \u201eSag mir, o mein Gott, warum hast Du dich von mir entfernt?<br \/>\nWo habe ich Dich beleidigt, dass Du Dich nicht l\u00e4nger sehen l\u00e4sst \u2013 und wenn Du Dich sehen l\u00e4sst, bist Du beinahe verborgen, und still? O bitte, lasse mich nicht l\u00e4nger warten und warten, denn mein Herz kann es nicht mehr ertragen!\u201c<br \/>\nSchlie\u00dflich zeigte Sich Jesus ein wenig deutlicher, und als Er mich so vernichtet sah, sagte Er mir: \u201eWenn du w\u00fcsstest, wie sehr Ich die Demut liebe!<br \/>\nDie Demut ist die kleinste Pflanze, die man finden kann, doch ihre Zweige sind so hoch, dass sie den Himmel erreichen, sich um meinen Thron winden und bis in mein Herz eindringen.<br \/>\nDiese kleine Pflanze ist die Demut, und die Zweige, welche diese Pflanze hervorbringt, sind Vertrauen; so kann es keine wahre Demut ohne Vertrauen geben. Demut ohne Vertrauen ist eine falsche Tugend.\u201c<br \/>\nAus den Worten Jesu zeigte sich, dass mein Herz nicht nur vernichtet, sondern auch ein wenig entmutigt war. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 3. April 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen war ich in einem derartigen Zustand der Selbstvernichtung, bis ich so weit kam, mich widerw\u00e4rtig und l\u00e4stig zu finden. Mir schien, ich w\u00e4re das verabscheuungsw\u00fcrdigste Wesen, das man finden k\u00f6nnte.<br \/>\nIch sah mich wie ein kleiner Wurm, der sich warf und wand, doch immer dort im Schmutz blieb, unf\u00e4hig, einen Schritt zu tun. O Gott, welch menschliches Elend! Obwohl ich so viele Gnaden empfangen habe, bin ich immer noch so schlecht!<br \/>\nMein guter Jesus, stets g\u00fctig mit dieser elenden S\u00fcnderin, kam und sagte mir: \u201eVerachtung deiner selbst ist dann lobenswert, wenn sie gut mit dem Geist des Glaubens bekleidet ist; doch wenn sie nicht mit dem Geist des Glaubens umh\u00fcllt ist, kann sie dir, anstatt dir Gutes zu tun, Schaden zuf\u00fcgen.<br \/>\nTats\u00e4chlich w\u00e4rest du, dich so zu sehen wie du bist, unf\u00e4hig, irgendetwas Gutes zu tun, ohne Vertrauen, bedr\u00fcckt, w\u00fcrdest nicht wagen, einen Schritt auf dem Weg des Guten zu tun.<br \/>\nAber wenn du dich an Mich lehnst, d.h., dich mit dem Geist des Glaubens kleidest \u2013 wirst du dich selbst kennen und verachten, und zugleich, indem du Mich kennst, voll Vertrauen sein, alles mit Meiner Hilfe tun k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd so, wenn du auf diese Weise handelst, wirst du entsprechend der Wahrheit deinen Weg gehen.\u201c<br \/>\nWie viel Gutes bewirkten diese Worte Jesu in meiner Seele! Ich verstand, dass ich in meine Nichtigkeit eintreten musste und wissen, wer ich bin, doch ich durfte hier nicht stehen bleiben, sondern gleich nachdem ich mich erkannt habe, muss ich in das unermessliche Meer Gottes eintauchen und dort Halt machen, um alle Gnaden zu sch\u00f6pfen, die meine Seele ben\u00f6tigt; sonst ermattet meine Natur, und der D\u00e4mon wird sich um Mittel umsehen, um mich in das Misstrauen zu st\u00fcrzen.<br \/>\nDer Herr sei stets gepriesen, und m\u00f6ge alles zu seiner Ehre sein! (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 26. Mai 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eEine Dem\u00fctigung muss nicht nur angenommen, sondern auch geliebt werden, so wie man eine Speise zerkaut. Und wie eine bittere Speise sich noch bitterer anf\u00fchlt, je mehr man sie kaut, so bringt die Erniedrigung, wenn sie gut gekaut wird, die Abt\u00f6tung hervor.<br \/>\nUnd diese \u2013 d.h. Dem\u00fctigung und Abt\u00f6tung \u2013 sind zwei \u00fcberaus machtvolle Mittel, um aus bestimmten Schwierigkeiten herauszukommen und die n\u00f6tigen Gnaden zu erhalten.<br \/>\nW\u00e4hrend es f\u00fcr die menschliche Natur sch\u00e4dlich erscheint, wie das bittere Essen, welches eher sch\u00e4dlich als gut scheint \u2013 so scheint es mit Dem\u00fctigung und Abt\u00f6tung, doch es ist nicht so.<br \/>\nJe mehr das St\u00fcck Eisen auf dem Amboss geschlagen wird, umso mehr spr\u00fcht es vor Feuer und wird gereinigt. So ist es mit der Seele: je mehr sie auf dem Amboss der Abt\u00f6tung erniedrigt und geschlagen wird, umso mehr spr\u00fcht sie Funken von himmlischem Feuer und ist gel\u00e4utert, wenn sie wirklich den Weg des Guten gehen will.<br \/>\nWenn sie aber falsch ist, geschieht in allem das Gegenteil.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 3; 30. Dezember 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eDoch meine verg\u00f6ttlichte Menschheit hatte keine Grenzen, sondern schr\u00e4nkte sich freiwillig in sich selbst ein, und damit wurden alle meine Werke wie mit einem Band mit heroischer Demut umflochten.<br \/>\nDieser Mangel an Demut war die Ursache von allen \u00dcbeln gewesen, welche die Erde \u00fcberfluteten; und durch das \u00dcben dieser Tugend musste Ich alle G\u00fcter von der G\u00f6ttlichen Gerechtigkeit herabziehen.<br \/>\nAch ja, keine Zugest\u00e4ndnisse von Gnaden kommen von meinem Thron, wenn nicht mittels der Demut, noch kann man eine Eintrittskarte von Mir erhalten, die nicht die Unterschrift der Demut tr\u00e4gt. Kein Gebet erh\u00f6ren meine Ohren, und nichts bewegt mein Herz zu Mitleid, wenn es nicht in den Duft des Wohlgeruchs der Demut geh\u00fcllt ist.<br \/>\nWenn es die Seele nicht fertigbringt, diesen Keim von Ehre und [Selbst]sch\u00e4tzung in sich zu zerst\u00f6ren \u2013 und er wird vernichtet, wenn man so weit kommt, Verachtung, Dem\u00fctigung, Verlegenheit zu lieben \u2013 wird sie ein Dornengeflecht um ihr Herz f\u00fchlen und eine Leere in ihrem Herzen wahrnehmen, die ihr stets Unbehagen verschafft und sie meiner Heiligsten Menschheit sehr un\u00e4hnlich macht.<br \/>\nWenn sie nicht so weit kommt, Dem\u00fctigungen zu lieben, wird sie sich h\u00f6chstens selbst ein wenig erkennen k\u00f6nnen, doch wird sie nicht vor Mir leuchten, bekleidet mit dem sch\u00f6nen und sympathischen Gewand der Demut.\u201c\u2026. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 3; 12. Januar 1900)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eFrau, dein Glaube ist gro\u00df\u201c (Mt 15, 28)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Nun, zum Glauben zur\u00fcckkehrend, sagte Jesus: \u201eUm zu empfangen, muss man glauben.<br \/>\nWie f\u00fcr das Haupt ohne das Augenlicht alles Finsternis und Verwirrung ist, sodass man beim Gehen einmal an dieser, dann an jener Stelle stolpern und schlie\u00dflich ganz fallen w\u00fcrde, so geht es der Seele ohne Glauben \u2013 sie tut nichts anderes als von Abgrund zu Abgrund zu st\u00fcrzen.<br \/>\nAber der Glaube dient der Seele als Sehverm\u00f6gen und als Licht, welches sie zum ewigen Leben f\u00fchrt. Nun, wovon wird dieses Licht des Glaubens gen\u00e4hrt? Von der Hoffnung. Und was ist die Substanz dieses Lichtes des Glaubens und dieser Nahrung der Hoffnung? Es ist die Liebe. Alle diese drei Tugenden sind so ineinander verflochten, dass keine ohne die andere bestehen kann.<br \/>\nTats\u00e4chlich, was w\u00fcrde dem Menschen der Glaube an die unermesslichen Reicht\u00fcmer des Glaubens n\u00fctzen, wenn er sie nicht f\u00fcr sich selbst erhoffen w\u00fcrde? Er w\u00fcrde sie wohl ansehen, aber mit einem gleichg\u00fcltigen Blick, weil er wei\u00df, dass sie nicht ihm geh\u00f6ren.<br \/>\nAber die Hoffnung verleiht dem Licht des Glaubens Fl\u00fcgel, und in der Hoffnung auf die Verdienste Jesu Christi betrachtet sie diese Sch\u00e4tze als die ihren, und beginnt sie zu lieben\u2026\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 1; 227+228)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, hier unten ist alles verschleiert, sowohl in der \u00fcbernat\u00fcrlichen wie auch in der nat\u00fcrlichen Ordnung. Nur im Himmel sind die Dinge unverh\u00fcllt, da es in der Himmlischen Heimat keine Schleier gibt, sondern man sieht dort die Dinge, wie sie in sich selbst sind.<br \/>\nDer Verstand braucht sich dort oben daher nicht abm\u00fchen, um sie zu begreifen, da sie sich von selbst so zeigen, wie sie sind. Wenn es in der Wohnstatt der Seligen eine Arbeit gibt \u2013 wenn man sie wirklich Arbeit nennen kann \u2013 dann ist es diese, sich an den Dingen zu erfreuen und zu beseligen, die man unverh\u00fcllt sieht; hier unten ist es jedoch nicht so.<br \/>\nDa die menschliche Natur aus Geist und Leib besteht, hindert die H\u00fclle des K\u00f6rpers die Seele daran, meine Wahrheiten zu sehen. Die Sakramente und alles andere sind verh\u00fcllt, und sogar Ich selbst, das Wort des Vaters, hatte den Schleier meiner Menschheit.<br \/>\nAlle meine Worte und mein Evangelium gab Ich unter der Gestalt von Beispielen und Gleichnissen. Jeder konnte Mich verstehen, der sich Mir n\u00e4herte, um Mich mit gl\u00e4ubigem Herzen, mit Demut und dem Wunsch anzuh\u00f6ren, die Wahrheiten, die Ich ihnen mitteilte, kennenzulernen, um sie in die Tat umzusetzen.<br \/>\nIndem sie so handelten, zerrissen sie den Schleier, der meine Wahrheiten verbarg und entdeckten den darin verborgenen Schatz. Der Glaube, die Demut und der Wunsch nach der Erkenntnis meiner Wahrheiten war das Werk, das sie taten, wodurch sie den Schleier zerrissen und meine Wahrheiten entdeckten, wie sie in sich selbst sind.<br \/>\nSo blieben sie mit Mir und mit dem Gut verbunden, das meine Wahrheiten enthielten. Andere, die sich dieser Arbeit nicht unterzogen, erreichten zwar den Schleier meiner Wahrheiten, aber nicht die Frucht, die darin war: so gingen sie leer aus und verstanden \u00fcberhaupt nichts, kehrten Mir den R\u00fccken zu und verlie\u00dfen Mich.<br \/>\nSo sind auch meine Wahrheiten, die Ich dir mit so viel Liebe \u00fcber meinen G\u00f6ttlichen Willen offenbarte. Damit meine Wahrheiten wie unverh\u00fcllte Sonnen \u2013 wie sie wirklich sind \u2013 erstrahlen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Menschen ihre Arbeit tun und den Weg gehen, um sie zu erreichen \u2013 was der Glaube ist.<br \/>\nSie m\u00fcssen meine Wahrheiten ersehnen, sie kennen wollen, beten und ihren Verstand dem\u00fctigen, damit er den Schatz und das Leben meiner Wahrheiten aufnehmen kann. Dadurch werden sie die H\u00fclle zerrei\u00dfen und meine Wahrheiten finden \u2013 leuchtender als eine Sonne.<br \/>\nSonst bleiben sie blind, und Ich wiederhole das Wort des Evangeliums an sie: \u2018Ihr habt Augen und seht nicht, Ohren und h\u00f6rt nicht, eine Zunge und ihr seid stumm.\u2019 Siehst du, auch in der nat\u00fcrlichen Ordnung sind die Dinge verh\u00fcllt.<br \/>\nDie Fr\u00fcchte haben die H\u00fclle der Schale, aber wer hat das Gl\u00fcck, sie zu verkosten? Wer sich die M\u00fche macht, zu einem Baum zu gehen, die Frucht zu pfl\u00fccken und die Schale zu entfernen, die diese Frucht verbirgt: dieser verkostet die ersehnte Frucht und ern\u00e4hrt sich von ihr.<br \/>\nDieser liebt sie und macht aus der ersehnten Frucht seine Speise. Die Felder sind mit Stroh verdeckt. Wer empf\u00e4ngt das Gute, das unter den [Stroh]halmen verh\u00fcllt ist? Wer diese Halme entkleidet, kann die K\u00f6rner ernten, um das Brot f\u00fcr seine t\u00e4gliche Nahrung daraus zu bereiten.<br \/>\nMit einem Wort, alle Dinge hier unten sind mit einem Schleier verh\u00fcllt, damit der Mensch die Arbeit, den Willen und die Liebe aufbringe, die Dinge zu besitzen und zu verkosten.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 28; 2. August 1930)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[164,17],"tags":[],"class_list":["post-45068","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jeden-tag-ein-schritt","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}