{"id":47007,"date":"2023-11-11T13:00:49","date_gmt":"2023-11-11T12:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/32-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-251-13\/"},"modified":"2023-11-08T14:30:09","modified_gmt":"2023-11-08T13:30:09","slug":"32-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-251-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/32-sonntag-im-jahreskreis-a-mt-251-13\/","title":{"rendered":"32. SONNTAG IM JAHRESKREIS &#8211; A &#8211; (Mt 25,1-13)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->1In jener Zeit erz\u00e4hlte Jesus seinen J\u00fcngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Br\u00e4utigam entgegengingen. 2F\u00fcnf von ihnen waren t\u00f6richt, und f\u00fcnf waren klug.<br \/>\n3Die t\u00f6richten nahmen ihre Lampen mit, aber kein \u00d6l, 4die klugen aber nahmen au\u00dfer den Lampen noch \u00d6l in Kr\u00fcgen mit. 5Als nun der Br\u00e4utigam lange nicht kam, wurden sie alle m\u00fcde und schliefen ein.<br \/>\n6Mitten in der Nacht aber h\u00f6rte man pl\u00f6tzlich laute Rufe: Der Br\u00e4utigam kommt! Geht ihm entgegen! 7Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.<br \/>\n8Die t\u00f6richten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem \u00d6l, sonst gehen unsere Lampen aus. 9Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder f\u00fcr uns noch f\u00fcr euch; geht doch zu den H\u00e4ndlern und kauft, was ihr braucht.<br \/>\n10W\u00e4hrend sie noch unterwegs waren, um das \u00d6l zu kaufen, kam der Br\u00e4utigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die T\u00fcr wurde zugeschlossen. 11Sp\u00e4ter kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!<br \/>\n12Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. 13Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201cMit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Br\u00e4utigam entgegengingen\u201c (Mt 25,1)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">O mein Jesus, Himmlischer Gefangener! Die Sonne geht gerade unter, die Dunkelheit \u00fcberflutet die Erde, und Du bleibst allein im Tabernakel der Liebe.<br \/>\nMir scheint, dass Du wegen der Einsamkeit der Nacht traurig bist, und da Du nicht die Krone deiner Kinder und deiner teuren Br\u00e4ute hast, die Dir wenigstens in deiner freiwilligen Gefangenschaft Gesellschaft leisten.<br \/>\nO mein G\u00f6ttlicher Gefangener, auch ich f\u00fchle Schmerz im Herzen, da ich von Dir scheiden muss, und ich bin gezwungen, Dir Auf-Wiedersehen zu sagen. Doch was sage ich, o Jesus: niemals mehr Lebewohl! Ich habe nicht den Mut, Dich allein zu lassen.<br \/>\nAbschied mit den Lippen \u2013 ja, aber nicht mit dem Herzen, vielmehr lasse ich mein Herz zusammen mit Dir im Tabernakel zur\u00fcck. Ich werde deine Herzschl\u00e4ge z\u00e4hlen und sie mit meinen Herzschl\u00e4gen der Liebe vergelten.<br \/>\nIch werde deine st\u00f6hnenden Seufzer z\u00e4hlen und Dich in meinen Armen ruhen lassen, um Dich aufzuheitern. Ich werde aufmerksame Wache bei Dir halten und ganz darauf bedacht sein, Dich vor allem abzuschirmen, was Dich betr\u00fcben oder schmerzen k\u00f6nnte \u2013 nicht nur, um Dich nie allein zu lassen, sondern um an allen deinen Leiden teilzunehmen.<br \/>\nO Herz meines Herzens! O Liebe meiner Liebe, sei nicht mehr traurig gestimmt, sondern lasse Dich von mir tr\u00f6sten. Ich habe nicht das Herz, Dich betr\u00fcbt zu sehen.<br \/>\nW\u00e4hrend ich Dir mit den Lippen Auf Wiedersehen sage, lasse ich Dir meine Atemz\u00fcge, Neigungen, Gedanken, W\u00fcnsche und alle meine Bewegungen zur\u00fcck, damit sie mit ihren st\u00e4ndigen Liebesakten eine Kette bilden. Vereint mit den Deinen werden sie eine Krone um Dich bilden und Dich f\u00fcr alle lieben.<br \/>\nBist Du nicht zufrieden, o Jesus? Mir scheint, Du sagst ja, nicht wahr? Auf Wiedersehen, o liebender Gefangener \u2013 doch bin ich noch nicht zu Ende.<br \/>\nEhe ich nun weggehe, will Ich auch meinen Leib vor Dir zur\u00fccklassen; ich m\u00f6chte aus meinem Leib und meinem Blut so viele kleine Teilchen machen, um so viele Lampen zu bilden, wie es Tabernakel in der Welt gibt und aus meinem Blut so viele Fl\u00e4mmchen, um diese Lampen anzuz\u00fcnden.<br \/>\nIn jeden Tabernakel m\u00f6chte ich diese meine Lampe stellen, die sich mit der Lampe des Tabernakels vereint, die ganze Nacht hell vor Dir brennt und Dir sagt: \u201aIch liebe Dich, ich bete Dich an, ich lobpreise Dich, Ich leiste Dir Wiedergutmachung und danke Dir f\u00fcr mich und im Namen aller Seelen.\u2019<br \/>\nAuf Wiedersehen, o Jesus, doch h\u00f6re auch noch ein anderes Wort: Lass uns einen Vertrag schlie\u00dfen. Und der Vertrag laute, dass wir Uns noch mehr lieben werden; aber damit ich Dich mehr lieben kann, musst Du mir mehr Liebe geben, indem Du mich in deiner Liebe einschlie\u00dft und begr\u00e4bst und mich in deiner Liebe leben l\u00e4sst.<br \/>\nMachen Wir unser Band der Liebe fester. Ich werde erst dann zufrieden sein, wenn Du mir deine Liebe schenkst, damit ich Dich wahrhaft lieben kann.<br \/>\nAuf Wiedersehen, o Jesus! Segne mich, und [durch mich] segne alle.<br \/>\nDr\u00fccke mich an dein Herz und nimm mich in deiner Liebe gefangen. Ich verlasse Dich jetzt, indem ich dein Herz k\u00fcsse. Auf Wiedersehen, o Jesus. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 11; Verabschiedung am Abend bei Jesus im Heiligsten Sakrament)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eAls nun der Br\u00e4utigam lange nicht kam\u2026\u201c (Mt 25, 5)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich befinde mich in den Armen des G\u00f6ttlichen Willens, doch mit einem Dorn im Herzen wegen der Beraubung meines guten Jesus. Ich warte und warte, und das blo\u00dfe Warten ist das qualvollste Leiden.<br \/>\nDie Stunden scheinen mir wie Jahrhunderte und die Tage endlos; und wenn \u2013 was nie geschehen m\u00f6ge \u2013 mir ein Zweifel kommt, dass mein teures Leben, mein s\u00fc\u00dfer Jesus, nicht mehr kommen wird, o, dann wei\u00df ich nicht, was mit mir passiert! Ich will mich meiner selbst entledigen, selbst vom G\u00f6ttlichen Willen, der mich auf dieser Erde gefangen h\u00e4lt, und mich mit raschem Flug zum Himmel erheben.<br \/>\nDoch nicht einmal das ist mir gegeben, da seine Ketten so stark sind, dass sie nicht brechen k\u00f6nnen: ich f\u00fchle mich noch mehr gefesselt, sodass ich kaum daran denken kann und alles mit einer noch st\u00e4rkeren Hingabe an das H\u00f6chste Fiat beschlie\u00dfe.<br \/>\nAls ich so schmachtete und nicht mehr konnte, kehrte mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus zu seiner kleinen Tochter zur\u00fcck und zeigte sich mit einer Wunde im Herzen, aus der sich Blut und Flammen ergossen, als wollte Er alle Seelen mit seinem Blut bedecken und in seiner Liebe verbrennen. Dann sagte Er ganz g\u00fctig zu mir:<br \/>\n\u201eMut, meine Tochter! Dein Jesus leidet auch und die Leiden, die Mich am meisten schmerzen, sind die inneren Leiden, die Mich Blut und Flammen verstr\u00f6men lassen. Doch mein gr\u00f6\u00dftes Leiden ist das st\u00e4ndige Warten.<br \/>\nMeine Blicke sind stets auf die Seelen gerichtet, und wenn Ich eine Seele in S\u00fcnde gefallen sehe, warte Ich st\u00e4ndig auf ihre R\u00fcckkehr zu meinem Herzen, um ihr zu vergeben. Wenn Ich sie nicht kommen sehe, warte Ich mit der Vergebung in meinen H\u00e4nden.<br \/>\nDieses Warten l\u00e4sst mein Leiden wiederaufleben und stellt f\u00fcr Mich eine solche Qual dar, dass Blut und Flammen aus meinem durchbohrten Herzen hervor str\u00f6men. Die Stunden und Tage, die Ich warte, scheinen Mir wie Jahre zu sein. O, wie hart ist dieses Warten f\u00fcr Mich!<br \/>\nGehen Wir weiter: Meine Liebe liebt den Menschen so sehr, dass Ich, wenn Ich ihn ins Dasein rufe, die Zahl der Akte festlege, die er aus Liebe zu Mir tun, wie viele Gebete und gute Werke er verrichten soll.<br \/>\nDies deshalb, um ihm das Recht zu geben, dass Ich ihn stets liebe und ihm die Gnaden und Hilfen zum Gutestun gew\u00e4hren m\u00f6ge. Doch die Menschen bedienen sich ihrer, um Mich leidvoll warten zu lassen.<br \/>\nO, wie lange warte Ich von einem Liebesakt zum n\u00e4chsten, wenn sie Mir \u00fcberhaupt einen [Liebesakt] schenken! Wie beh\u00e4big sind sie im Tun des Guten, im Gebet, wenn sie es \u00fcberhaupt tun!<br \/>\nIch warte immer wieder darauf; Ich f\u00fchle meine ruhelose Liebe, die Mich sehns\u00fcchtig schmachten l\u00e4sst, und die f\u00fcr Mich ein so gro\u00dfes innerliches Leiden darstellt, dass Ich, wenn Ich dem Tod unterworfen w\u00e4re, ebenso oft gestorben w\u00e4re, wie Ich von den Seelen nicht geliebt werde.<br \/>\nDann ist da das lange Warten im Sakrament meiner Liebe. Ich erwarte alle und z\u00e4hle sogar die Minuten [,bis sie kommen], aber leider warte Ich auf viele von ihnen vergebens. Andere kommen mit eisiger K\u00e4lte, die Mir das gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Martyrium meines Wartens bereiten.<br \/>\nWenige sind jene, wo Wir Uns gegenseitig erwarten: nur in diesen f\u00fchle Ich Mich erquickt, wie heimgekehrt in ihre Herzen, wo Ich meine Liebe ausgie\u00dfe und eine Linderung f\u00fcr das harte Martyrium meines st\u00e4ndigen Wartens finde.<br \/>\nManchen scheint dieses Leiden nichts zu sein, dabei ist es das H\u00f6chstma\u00df und stellt das h\u00e4rteste Martyrium dar. Du kannst es selbst beschreiben, wie viel es dich kostet, auf Mich zu warten, sodass du, wenn Ich dem nicht ein Ende bereiten und dich unterst\u00fctzen w\u00fcrde, nicht f\u00e4hig gewesen w\u00e4rest, es auszuhalten.<br \/>\nSodann gibt es eine weitere, noch leidvollere Erwartung: die Sehnsucht, der brennende Wunsch, das lange Warten auf das Reich meines G\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nSeit etwa sechstausend Jahren warte Ich auf die R\u00fcckkehr des Menschen in dieses Reich. Ich liebe ihn so sehr, dass Ich w\u00fcnsche und danach verlange, ihn gl\u00fccklich zu sehen, doch dazu m\u00fcssen Wir mit einem einzigen Willen leben: so ist jeder, meinem Willen entgegengesetzte Akt ein Nagel, der Mich durchbohrt.<br \/>\nDoch wei\u00dft du, warum? Weil es den Menschen ungl\u00fccklicher und ihn Mir un\u00e4hnlicher macht; und wenn Ich Mich selbst im unermesslichen Ozean meiner Gl\u00fcckseligkeit, meine Kinder aber ungl\u00fccklich sehe \u2013 o wie leide Ich da!<br \/>\nW\u00e4hrend Ich warte und warte, umgebe und \u00fcberh\u00e4ufe Ich sie mit Gnaden und Licht, auf eine Weise, dass sie sich selbst beeilen m\u00f6gen, ihr Leben gemeinsam mit Mir zu f\u00fchren, und mit einem einzigen Willen.<br \/>\nDas wird ihr Los ver\u00e4ndern: Wir werden die G\u00fcter gemeinsam besitzen und ein endloses Gl\u00fcck teilen. Die anderen Leiden erlauben Mir manche Ruhepausen, doch der Schmerz des Wartens h\u00f6rt f\u00fcr Mich nie auf, er h\u00e4lt Mich immer auf dem Wachposten, l\u00e4sst Mich ma\u00dflose Erfindungen anwenden und Erfindungen der Liebe machen, dass Himmel und Erde staunen.<br \/>\nEr l\u00e4sst Mich so weit gehen, dass Ich den Menschen bitte und anbettle, Mich doch nicht l\u00e4nger warten zu lassen, weil Ich nicht mehr kann und Mich dies zu sehr belastet.<br \/>\nDaher, meine Tochter, vereinige dich mit Mir, um das Reich meines Willens zu erwarten und [vereinige dich] mit all dem langen Warten, das die Menschen Mir auferlegen.<br \/>\nSo sind Wir wenigstens zu zweit, und deine Gesellschaft wird Mir in einem so harten Leid eine Erholung bereiten.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 33; 21. Juli 1935)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDie t\u00f6richten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem \u00d6l, sonst gehen unsere Lampen aus\u201c (Mt 25,8)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand war, h\u00f6rte ich eine Stimme zu mir sprechen:<br \/>\n\u201eEs gibt eine Lampe, an der jeder, der sich ihr n\u00e4hert, so viele Flammen anz\u00fcnden kann, wie er will. Und diese kleinen Flammen dienen dazu, eine Ehrenkrone um die Lampe zu bilden und demjenigen Licht zu geben, der sie angez\u00fcndet hat.\u201c<br \/>\nIch sagte mir: \u201eWelch sch\u00f6ne Lampe ist das! Sie besitzt so viel Licht und Macht, dass sie immer bleibt, was sie ist und kein Licht verliert, w\u00e4hrend sie den anderen so viel Licht spendet, wie sie nur wollen. Wer wei\u00df, wer sie besitzt?\u201c<br \/>\nW\u00e4hrend ich dar\u00fcber nachdachte, h\u00f6rte ich, wie die Stimme wiederholte: \u201eDiese Lampe ist die Gnade, und Gott besitzt sie. Sich ihr zu n\u00e4hern, bedeutet den guten Willen der Seele, das Gute zu tun, denn aus der Gnade kann man so viele G\u00fcter sch\u00f6pfen, wie man will.<br \/>\nDie kleinen Flammen, die sich um sie herum bilden, sind die verschiedenen Tugenden, die Gott die Ehre geben und zugleich die Seele erleuchten.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 26. September 1904)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8212;&#8212;-<span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8211;<\/strong><\/span>&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte dar\u00fcber nach, wie es m\u00f6glich sei, dass mein s\u00fc\u00dfer Jesus, wenn Er dachte, sprach, arbeitete usw., seine Gedanken in jedem gesch\u00f6pflichen Gedanken, Wort und Werk ausbreitete.<br \/>\nDa bewegte sich mein geliebter Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, dar\u00fcber braucht man sich nicht zu wundern. In Mir war die Gottheit mit dem grenzenlosen Licht ihres Ewigen Willens, und in diesem Licht erblickte Ich auf einfachste Weise jeden Gedanken, jedes Wort, jeden Herzschlag und Akt der Gesch\u00f6pfe.<br \/>\nWenn Ich dachte, brachte das Licht, das Ich enthielt, meinen Gedanken zu jedem Gedanken der Gesch\u00f6pfe, und so mit meinem Wort und allem \u00dcbrigen, was Ich tat und litt.<br \/>\nSiehst du, auch die Sonne besitzt diese Eigenschaft: ihr Licht ist eines, und doch, wie viele werden von ihrem Licht \u00fcberflutet? Wenn man das ganze Innere des Menschen sehen k\u00f6nnte \u2013 die Gedanken, Herzschl\u00e4ge, Affekte \u2013 so w\u00fcrde, wie die Sonne jeden mit ihrem Licht \u00fcberflutet, sie ihr Licht in jedem Gedanken, Herzschlag und allem anderen flie\u00dfen lassen.<br \/>\nNun, wenn das Sonnenlicht jedem ihre W\u00e4rme und ihr Licht geben kann, ohne von hoch oben in die Tiefe hinabzusteigen, wo sie doch nur ein Schatten meines Lichtes ist, um wieviel mehr kann Ich es tun, der Ich unermessliches und grenzenloses Licht enthalte.<br \/>\nDa mein G\u00f6ttlicher Wille diese Eigenschaft besitzt, verh\u00e4lt es sich zudem so: wenn die Seele in mein Wollen eintritt, so \u00f6ffnet sie den Strom des Lichtes, den mein Wille enth\u00e4lt, und mein Licht \u00fcberflutet alle und bringt den Gedanken, das Wort, den Akt, der in den Strom seines Lichtes eingetreten ist, zu jedem hin.<br \/>\nDeswegen gibt es nichts Erhabeneres, Umfassenderes, G\u00f6ttlicheres, Heiligeres als das Leben in meinem Wollen \u2013 die Generationen seiner Akte sind unz\u00e4hlbar.<br \/>\nWenn die Seele also weder mit meinem Willen vereint ist noch in Ihn eintritt, dann kann sie weder ihren kleinen Rundgang machen, noch den Strom seines grenzenlosen Lichtes \u00f6ffnen; so bleibt alles, was sie tut, pers\u00f6nlich und individuell.<br \/>\nIhr Gut[estun] und ihre Gebete sind wie dieses kleine Licht, das zur Beleuchtung der Zimmer dient und zu schwach ist, um alle Abstellkammern des Hauses zu erleuchten, und noch viel weniger drau\u00dfen Licht spenden kann; und wenn das \u00d6l, d.h. ihre fortgesetzten Akte fehlen, so verl\u00f6scht das kleine Licht und bleibt im Dunkeln.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 16; 2. M\u00e4rz 1924)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine kleine Tochter meines Willens, es ist wirklich wahr, dass die Seele, die nicht in unserem Willen lebt, Ihn einsam macht und zum Schweigen bringt.<br \/>\nDu sollst wissen, dass jede Seele f\u00fcr Uns eine neue und besondere Arbeit ist und Wir somit Neues zu sagen haben. Lebt sie aber nicht in unserem Willen, f\u00fchlen Wir sie ferne von Uns, weil ihr Wille nicht in Unserem ist; so kommen Wir Uns alleingelassen von ihr vor und in unserer Arbeit blockiert.<br \/>\nWenn Wir sprechen m\u00f6chten, ist es, als wollten Wir zu Tauben und Stummen reden. Wer also nicht in unserem Willen lebt, ist unser Kreuz, er hindert unseren Schritt, bindet Uns die Arme und rei\u00dft unsere sch\u00f6nsten Werke nieder, und Ich, der Ich das WORT bin, muss schweigen!<br \/>\nNun sollst du wissen, dass die Seele im Stand der Gnade der Tempel Gottes ist. Wenn jedoch die Seele in unserem Willen lebt, macht sich Gott selbst zum Tempel der Seele.<br \/>\nWie gro\u00df ist doch der Unterschied zwischen dem ersten, der Seele als Tempel Gottes und dem letzteren, Gott als Tempel der Seele! Der erste ist ein Tempel, der Gefahren und Feinden ausgesetzt, sowie Leidenschaften unterworfen ist.<br \/>\nOftmals befindet sich unser H\u00f6chstes Sein in diesen Tempeln wie in steinernen Tempeln, um die sich niemand k\u00fcmmert und die nicht angemessen geliebt werden. Die kleine Lampe ihrer st\u00e4ndigen Liebe, welche die Seele als Huldigung f\u00fcr ihren Gott haben sollte, der in ihr wohnt, verl\u00f6scht ohne das reine \u00d6l.<br \/>\nUnd wenn sie, was nie geschehen m\u00f6ge, je in schwere S\u00fcnde f\u00e4llt, st\u00fcrzt unser Tempel ein und wird von Dieben in Beschlag genommen, von unseren und ihren Feinden, die ihn profanieren und verunstalten.<br \/>\nDer zweite Tempel, d.h. Gott als Tempel der Seele, ist keinen Gefahren ausgesetzt. Die Feinde k\u00f6nnen sich nicht n\u00e4hern, und die Leidenschaften verlieren ihre Kraft.<br \/>\nDie Seele ist in diesem unserem g\u00f6ttlichen Tempel wie die kleine Hostie, die ihren Jesus in sich konsekriert bewahrt. Mit der unverlierbaren Liebe, die sie sch\u00f6pft, empf\u00e4ngt und von der sie gespeist wird, bildet sie die kleine lebendige Lampe, die immer brennt, ohne je zu verl\u00f6schen.<br \/>\nDieser unser Tempel nimmt seinen k\u00f6niglichen Platz ein, sein Wille wird erf\u00fcllt, und er ist unsere Herrlichkeit und unser Triumph. Was tut nun die kleine Hostie in diesem unserem Tempel? Sie betet, liebt und lebt vom G\u00f6ttlichen Willen.<br \/>\nSie ersetzt meine Menschheit auf Erden, nimmt meinen Platz des Leidens ein und ruft die ganze Armee unserer Werke, dass sie unser Gefolge bilden.<br \/>\nSch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung besitzt sie als ihr Eigentum und handelt als Kommandantin dar\u00fcber: bald stellt sie diese wie eine Armee um Uns auf, im Akt des Gebetes und der Anbetung, bald als Heer im Akt, Uns zu lieben und zu verherrlichen.<br \/>\nDoch tut sie immer als Erste das, von dem sie w\u00fcnscht, dass unsere Werke [es] tun, und endet stets mit ihrem kleinen, Uns so wohlgef\u00e4lligen Kehrreim, \u201aDein Wille werde erkannt, geliebt und regiere und herrsche auf der ganzen Welt.\u2019<br \/>\nSo gehen alle Sehns\u00fcchte, Seufzer, Interessen, Sorgen und Gebete dieser kleinen Hostie, die in unserem g\u00f6ttlichen Tempel lebt, dahin, dass unser Fiat alle umfasse, alle \u00dcbel der Gesch\u00f6pfe beiseitestelle und mit seinem allm\u00e4chtigen Hauch sich in den Herzen aller den Platz schaffe, um sich zum Leben eines jeden Menschen zu machen.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 33; 11. M\u00e4rz 1934)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eSeid also wachsam! \u2026\u201c (Mt 25,13)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Nun nehme ich meine Rede wieder auf: des Nachts blieb ich allein mit meinem Jesus im Sakrament, und meine Augen waren fest auf die kleine Tabernakelt\u00fcr gerichtet.<br \/>\nDas st\u00e4ndig flackernde L\u00e4mpchen schien zu verl\u00f6schen, doch dann lebte es wieder auf, und mein Herz zuckte vor Schreck zusammen, dass Jesus im Dunkeln bleiben k\u00f6nnte. Da regte sich mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus in meinem Inneren, nahm mich in seine Arme und sprach zu mir:<br \/>\n\u201cMeine Tochter, f\u00fcrchte dich nicht, denn die Lampe wird nicht ausgehen. Und wenn sie ausgehen sollte, habe Ich dich, eine lebendige Lampe \u2013 eine Lampe, die mit ihrem Flackern mehr als das Flackern der Ewig-Licht Lampe, Mir sagt: \u2018Ich liebe Dich, ich liebe Dich, ich liebe Dich&#8230;\u2019<br \/>\nO wie sch\u00f6n ist das Flackern deines \u2018Ich liebe Dich\u2019! Dein Flackern sagt Liebe zu Mir, und wenn du dich mit meinem Willen vereinigst, werden unsere zwei Willen zu einem einzigen. O wie sch\u00f6n ist deine Lampe und das Flackern deines \u2018Ich liebe Dich\u2019.<br \/>\nEs kann nicht mit der Lampe verglichen werden, die vor meinem Tabernakel der Liebe brennt. Umso mehr, als mein G\u00f6ttlicher Wille in dir ist, und du das Flackern deiner \u2018Ich liebe Dich\u2019 in der Mitte der Sonne meines FIAT bildest, und Ich sehe und h\u00f6re nicht eine Lampe, sondern eine Sonne vor Mir brennen.<br \/>\nMeine Gefangene, sei Mir willkommen! Du bist gekommen, deinem Gefangenen Gesellschaft zu leisten. Wir sind beide im Gef\u00e4ngnis, du im Bett und Ich im Tabernakel.<br \/>\nEs ist recht, dass Wir so nahe beisammen sind, zumal der Zweck, der uns im Gef\u00e4ngnis h\u00e4lt, einer ist: der G\u00f6ttliche Wille, die Liebe, die Seelen. Wie willkommen ist Mir die Gesellschaft meiner Gefangenen!<br \/>\nWir werden sie gemeinsam empfinden, um das Reich des H\u00f6chsten FIAT vorzubereiten. Doch wisse, meine Tochter, dass meine Liebe dir zuvorgekommen ist. Ich habe Mich vorher Selbst als Gefangener in diese Zelle begeben, um auf meine Gefangene und deine s\u00fc\u00dfe Gesellschaft zu warten.<br \/>\nDu siehst also, wie meine Liebe als Erste dir entgegengeeilt ist, wie Ich dich geliebt habe und dich liebe, weil Ich in so vielen Jahrhunderten der Gefangenschaft in diesem Tabernakel nie eine Gefangene hatte, die Mir Gesellschaft leisten und Mir so nahe sein w\u00fcrde.<br \/>\nIch war immer allein, oder h\u00f6chstens in der Gesellschaft von Seelen, die keine Gefangenen waren, in denen Ich nicht meine eigenen Ketten sah. Nun, schlie\u00dflich ist die Zeit f\u00fcr Mich gekommen, dass Ich eine Gefangene habe, und sie st\u00e4ndig in meiner N\u00e4he, unter meinen sakramentalen Blicken, habe \u2013 eine, welche allein die Ketten meines G\u00f6ttlichen Willens gefangen halten.<br \/>\nEine s\u00fc\u00dfere und wohlgef\u00e4lligere Gesellschaft k\u00f6nnte Ich nicht finden. So werden Wir, w\u00e4hrend Wir gemeinsam im Gef\u00e4ngnis sind, Uns um das Reich des G\u00f6ttlichen Willens k\u00fcmmern und zusammenarbeiten und Uns opfern, um Es den Menschen bekannt zu machen. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 25; 7. Oktober 1928)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 So setzte ich meine Runden in den Akten des G\u00f6ttlichen Willens fort. Ich f\u00fchlte mich leidend und voller Unrast, die ich nicht beruhigen konnte. Die Minuten schienen mir Jahrhunderte zu sein. Was f\u00fcr eine ewig lange Nacht!<br \/>\nIch wartete auf das Kommen meines guten Jesus, dass Er mich beruhige. Nach langem Warten schlie\u00dflich zeigte sich mein guter Jesus ganz bek\u00fcmmert und sprach voller G\u00fcte zu mir:<br \/>\n\u201eArme Tochter, wie hart ist doch das Wachen, nicht wahr? Wie oft erduldet dein Jesus diese harten und qualvollen Leiden! Wie lange lassen Mich die Gesch\u00f6pfe wachen! Ich kann sagen, dass Ich stets wache und die Rastlosigkeit meiner Liebe erleide.<br \/>\nWenn die Seele s\u00fcndigt, f\u00fchle Ich, wie sie meinen Armen entgleitet, und Ich wache. Ich schaue sie an und sehe, wie D\u00e4monen sie umgeben, die feiern und sogar das Gute, das sie getan hat, verspotten.<br \/>\nDas arme Gute, wie sehr wird es mit dem Schlamm der Schuld bedeckt! Da Ich sie noch immer liebe, sende Ich ihr kleine Lichtschimmer und wache. Ich gebe ihr Reue, damit sie sich wieder erhebe und Ich wache.<br \/>\nDie Minuten scheinen Mir wie Jahrhunderte, und Ich kann mich nicht beruhigen, wenn Ich sie nicht in meine Arme zur\u00fcckkehren sehe \u2026 und so wache Ich.<br \/>\nIch wache stets und sp\u00e4he ihre Herzschl\u00e4ge und die Gedanken ihres Geistes aus, um in ihr die Erinnerung an meine gro\u00dfe Liebe zu wecken, doch leider vergeblich\u2026. und Ich muss weiter warten.<br \/>\nWelch hartes Wachen! Wenn sie zu Mir zur\u00fcckkehrt, dann ruhe Ich ein wenig, sonst dauert meine Wache an. Wenn eine andere Seele etwas Gutes tun m\u00f6chte, aber sich damit Zeit l\u00e4sst und sich nie entschlie\u00dft, auch dann wache Ich.<br \/>\nIch trachte sie mit meiner Liebe, mit Inspirationen und sogar mit Verhei\u00dfungen anzulocken, aber sie kann sich nicht entscheiden und findet so viele Vorw\u00e4nde und Schwierigkeiten, wodurch sie Mich stets wachh\u00e4lt. Wie viele und verschiedenartige Wachen bereiten Mir die Gesch\u00f6pfe!<br \/>\nSiehe, dies ist der Grund f\u00fcr dein Wachsein, damit du Mir in meinem st\u00e4ndigen Wachen ein wenig Gesellschaft leistest. Leiden Wir darum gemeinsam. Liebe Mich, und Ich werde ein wenig Ruhe in meinem langen Wachen finden.\u201c \u2026(aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 36; 10. Mai 1938)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[164,17],"tags":[],"class_list":["post-47007","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jeden-tag-ein-schritt","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47007"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47007\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}