{"id":50871,"date":"2021-03-27T15:00:36","date_gmt":"2021-03-27T14:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/palmsonntag-b-mk-141-1547-2\/"},"modified":"2024-03-20T15:53:55","modified_gmt":"2024-03-20T14:53:55","slug":"palmsonntag-b-mk-141-1547","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/palmsonntag-b-mk-141-1547\/","title":{"rendered":"PALMSONNTAG \u2013 B \u2013 (MK 14,1-15,47)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1Es war zwei Tage vor dem Pascha und dem Fest der Unges\u00e4uerten Brote. Die Hohepriester und die Schriftgelehrten suchten nach einer M\u00f6glichkeit, Jesus mit List in ihre Gewalt zu bringen, um ihn zu t\u00f6ten. 2Sie sagten aber: Ja nicht am Fest, damit es im Volk keinen Aufruhr gibt!<br \/>\n3Als Jesus in Betanien im Haus Simons des Auss\u00e4tzigen zu Tisch war, kam eine Frau mit einem Alabastergef\u00e4\u00df voll echtem, kostbarem Narden\u00f6l, zerbrach es und goss das \u00d6l \u00fcber sein Haupt. 4Einige aber wurden unwillig und sagten zueinander: Wozu diese Verschwendung?<br \/>\n5Man h\u00e4tte das \u00d6l um mehr als dreihundert Denare verkaufen und das Geld den Armen geben k\u00f6nnen. Und sie fuhren die Frau heftig an. 6Jesus aber sagte: H\u00f6rt auf! Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7Denn die Armen habt ihr immer bei euch und ihr k\u00f6nnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht immer.<br \/>\n8Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat im Voraus meinen Leib f\u00fcr das Begr\u00e4bnis gesalbt. 9Amen, ich sage euch: Auf der ganzen Welt, wo das Evangelium verk\u00fcndet wird, wird man auch erz\u00e4hlen, was sie getan hat, zu ihrem Ged\u00e4chtnis.<br \/>\n10Judas Iskariot, einer der Zw\u00f6lf, ging zu den Hohepriestern. Er wollte Jesus an sie ausliefern. 11Als sie das h\u00f6rten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld daf\u00fcr zu geben. Von da an suchte er nach einer g\u00fcnstigen Gelegenheit, ihn auszuliefern.<br \/>\n12Am ersten Tag des Festes der Unges\u00e4uerten Brote, an dem man das Paschalamm zu schlachten pflegte, sagten die J\u00fcnger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl f\u00fcr dich vorbereiten? 13Da schickte er zwei seiner J\u00fcnger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug tr\u00e4gt. Folgt ihm, 14bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister l\u00e4sst dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen J\u00fcngern das Paschalamm essen kann?<br \/>\n15Und der Hausherr wird euch einen gro\u00dfen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon f\u00fcr das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles f\u00fcr uns vor! 16Die J\u00fcnger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.<br \/>\n17Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zw\u00f6lf. 18W\u00e4hrend sie nun zu Tisch waren und a\u00dfen, sagte Jesus: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern, einer, der mit mir isst. 19Da wurden sie traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich?<br \/>\n20Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zw\u00f6lf, der mit mir in dieselbe Sch\u00fcssel eintunkt. 21Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift \u00fcber ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! F\u00fcr ihn w\u00e4re es besser, wenn er nie geboren w\u00e4re.<br \/>\n22W\u00e4hrend des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. 23Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den J\u00fcngern und sie tranken alle daraus.<br \/>\n24Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das f\u00fcr viele vergossen wird. 25Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes.<br \/>\n26Nach dem Lobgesang gingen sie zum \u00d6lberg hinaus. 27Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet alle Ansto\u00df nehmen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen.<br \/>\n28Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galil\u00e4a vorausgehen. 29Da sagte Petrus zu ihm: Auch wenn alle Ansto\u00df nehmen \u2013 ich nicht! 30Jesus sagte ihm: Amen, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kr\u00e4ht, wirst du mich dreimal verleugnen.<br \/>\n31Petrus aber beteuerte: Und wenn ich mit dir sterben m\u00fcsste \u2013 ich werde dich nie verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle anderen. 32Sie kamen zu einem Grundst\u00fcck, das Getsemani hei\u00dft, und er sagte zu seinen J\u00fcngern: Setzt euch hier, w\u00e4hrend ich bete!<br \/>\n33Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst 34und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betr\u00fcbt. Bleibt hier und wacht!<br \/>\n35Und er ging ein St\u00fcck weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn m\u00f6glich, an ihm vor\u00fcbergehe. 36Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir m\u00f6glich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst.<br \/>\n37Und er ging zur\u00fcck und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schl\u00e4fst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben? 38Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.<br \/>\n39Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten. 40Als er zur\u00fcckkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.<br \/>\n41Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; siehe, jetzt wird der Menschensohn in die H\u00e4nde der S\u00fcnder ausgeliefert. 42Steht auf, wir wollen gehen! Siehe, der mich ausliefert, ist da. Die Gefangennahme 43Noch w\u00e4hrend er redete, kam Judas, einer der Zw\u00f6lf, mit einer Schar von M\u00e4nnern, die mit Schwertern und Kn\u00fcppeln bewaffnet waren; sie waren von den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den \u00c4ltesten geschickt worden.<br \/>\n44Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich k\u00fcssen werde, der ist es. Nehmt ihn fest, f\u00fchrt ihn sicher ab! 45Und als er kam, ging er sogleich auf Jesus zu und sagte: Rabbi! Und er k\u00fcsste ihn. 46Da legten sie Hand an ihn und nahmen ihn fest.<br \/>\n47Einer von denen, die dabeistanden, zog das Schwert, schlug auf den Diener des Hohepriesters ein und hieb ihm das Ohr ab. 48Da sagte Jesus zu ihnen: Wie gegen einen R\u00e4uber seid ihr mit Schwertern und Kn\u00fcppeln ausgezogen, um mich festzunehmen.<br \/>\n49Tag f\u00fcr Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte und ihr habt mich nicht verhaftet; aber so mussten die Schriften erf\u00fcllt werden. 50Da verlie\u00dfen ihn alle und flohen.<br \/>\n51Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinenen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachfolgen. Da packten sie ihn; 52er aber lie\u00df das Tuch fallen und lief nackt davon. 53Darauf f\u00fchrten sie Jesus zum Hohepriester und es versammelten sich alle Hohepriester und \u00c4ltesten und Schriftgelehrten.<br \/>\n54Petrus aber war Jesus von Weitem bis in den Hof des Hohepriesters gefolgt; nun sa\u00df er dort bei den Dienern und w\u00e4rmte sich am Feuer. 55Die Hohepriester und der ganze Hohe Rat bem\u00fchten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu k\u00f6nnen; sie fanden aber nichts.<br \/>\n56Viele machten zwar falsche Aussagen gegen ihn, aber die Aussagen stimmten nicht \u00fcberein. 57Einige der falschen Zeugen, die gegen ihn auftraten, behaupteten: 58Wir haben ihn sagen h\u00f6ren: Ich werde diesen von Menschenhand gemachten Tempel niederrei\u00dfen und in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht von Menschenhand gemacht ist.<br \/>\n59Aber auch in diesem Fall stimmten die Aussagen nicht \u00fcberein. 60Da stand der Hohepriester auf, trat in die Mitte und fragte Jesus: Willst du denn nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen?<br \/>\n61Er aber schwieg und gab keine Antwort. Da wandte sich der Hohepriester nochmals an ihn und fragte: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? 62Jesus sagte: Ich bin es. Und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen.<br \/>\n63Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Wozu brauchen wir noch Zeugen? 64Ihr habt die Gottesl\u00e4sterung geh\u00f6rt. Was ist eure Meinung? Und sie f\u00e4llten einstimmig das Urteil: Er ist des Todes schuldig.<br \/>\n65Und einige spuckten ihn an, verh\u00fcllten sein Gesicht, schlugen ihn und riefen: Zeig, dass du ein Prophet bist! Auch die Diener schlugen ihn ins Gesicht. 66Als Petrus unten im Hof war, kam eine von den M\u00e4gden des Hohepriesters.<br \/>\n67Sie sah, wie Petrus sich w\u00e4rmte, blickte ihn an und sagte: Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen. 68Doch er leugnete und sagte: Ich wei\u00df nicht und verstehe nicht, wovon du redest. Dann ging er in den Vorhof hinaus.<br \/>\n69Als die Magd ihn dort bemerkte, sagte sie zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der geh\u00f6rt zu ihnen. 70Er aber leugnete wieder. Wenig sp\u00e4ter sagten die Leute, die dort standen, von Neuem zu Petrus: Du geh\u00f6rst wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein Galil\u00e4er.<br \/>\n71Da fing er an zu fluchen und zu schw\u00f6ren: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. 72Gleich darauf kr\u00e4hte der Hahn zum zweiten Mal und Petrus erinnerte sich an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kr\u00e4ht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen.<br \/>\n1Gleich in der Fr\u00fche fassten die Hohepriester, die \u00c4ltesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat, \u00fcber Jesus einen Beschluss. Sie lie\u00dfen ihn fesseln und abf\u00fchren und lieferten ihn Pilatus aus.<br \/>\n2Pilatus fragte ihn: Bist du der K\u00f6nig der Juden? Antwortete ihm: Du sagst es. 3Die Hohepriester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. 4Da wandte sich Pilatus wieder an ihn und fragte: Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie gegen dich vorbringen.<br \/>\n5Jesus aber gab keine Antwort mehr, sodass Pilatus sich wunderte. 6Jeweils zum Fest lie\u00df Pilatus einen Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften.<br \/>\n7Damals sa\u00df gerade ein Mann namens Barabbas im Gef\u00e4ngnis, zusammen mit anderen Aufr\u00fchrern, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten. 8Die Volksmenge zog zu Pilatus hinauf und verlangte, ihnen die gleiche Gunst zu gew\u00e4hren wie sonst.<br \/>\n9Pilatus fragte sie: Wollt ihr, dass ich euch den K\u00f6nig der Juden freilasse? 10Er merkte n\u00e4mlich, dass die Hohepriester Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatten. 11Die Hohepriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern.<br \/>\n12Pilatus wandte sich von Neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den K\u00f6nig der Juden nennt? 13Da schrien sie: Kreuzige ihn! 14Pilatus entgegnete: Was hat er denn f\u00fcr ein Verbrechen begangen? Sie aber schrien noch lauter: Kreuzige ihn!<br \/>\n15Darauf lie\u00df Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen, Barabbas frei. Jesus lieferte er, nachdem er ihn hatte gei\u00dfeln lassen, zur Kreuzigung aus. 16Die Soldaten f\u00fchrten ihn ab, in den Hof hinein, der Pr\u00e4torium hei\u00dft, und riefen die ganze Kohorte zusammen. 17Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf 18und gr\u00fc\u00dften ihn: Sei gegr\u00fc\u00dft, K\u00f6nig der Juden!<br \/>\n19Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, beugten die Knie und huldigten ihm. 20Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann f\u00fchrten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.<br \/>\n21Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen. 22Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Sch\u00e4delh\u00f6he. 23Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gew\u00fcrzt war; er aber nahm ihn nicht.<br \/>\n24Dann kreuzigten sie ihn. Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los \u00fcber sie warfen, wer was bekommen sollte. 25Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. 26Und eine Aufschrift gab seine Schuld an: Der K\u00f6nig der Juden.<br \/>\n27Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei R\u00e4uber, den einen rechts von ihm, den andern links. 28 29Die Leute, die vorbeikamen, verh\u00f6hnten ihn, sch\u00fcttelten den Kopf und riefen: Ach, du willst den Tempel niederrei\u00dfen und in drei Tagen wieder aufbauen?<br \/>\n30Rette dich selbst und steig herab vom Kreuz! 31Ebenso verh\u00f6hnten ihn auch die Hohepriester und die Schriftgelehrten und sagten untereinander: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.<br \/>\n32Der Christus, der K\u00f6nig von Israel! Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. Auch die beiden M\u00e4nner, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, beschimpften ihn. 33Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis \u00fcber das ganze Land herein \u2013 bis zur neunten Stunde.<br \/>\n34Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Elo\u00ef, Elo\u00ef, lema sabachtani?, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 35Einige von denen, die dabeistanden und es h\u00f6rten, sagten: H\u00f6rt, er ruft nach Elija!<br \/>\n36Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. 37Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus.<br \/>\n38Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. 39Als der Hauptmann, der Jesus gegen\u00fcberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.<br \/>\n40Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; 41sie waren Jesus schon in Galil\u00e4a nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.<br \/>\n42Da es R\u00fcsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde, 43ging Josef von Arimath\u00e4a, ein vornehmes Mitglied des Hohen Rats, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten.<br \/>\n44Pilatus war \u00fcberrascht, als er h\u00f6rte, dass Jesus schon tot sei. Er lie\u00df den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei. 45Als er es vom Hauptmann erfahren hatte, \u00fcberlie\u00df er Josef den Leichnam.<br \/>\n46Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann w\u00e4lzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes. 47Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin er gelegt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAls es Abend wurde, kam Jesus mit den Zw\u00f6lf\u201d (Mk 14,17)<br \/>\nJesus, schon kommst du im Abendmahlsaal mit deinen geliebten J\u00fcngern an und setzt dich mit ihnen zu Tisch. Welche Anmut, welche Liebensw\u00fcrdigkeit bekundet deine ganze Person, da du dich anschickst, zum letzten Mal irdische Speise zu genie\u00dfen! Alles an dir ist Liebe.<br \/>\nDamit s\u00fchnst du nicht allein die S\u00fcnden der Gaumenlust, sondern bittest auch um die Segnung der Speise. Jesus, mein Leben! Dein sanfter Blick scheint die Herzen deiner J\u00fcnger zu erforschen.<br \/>\nAuch in diesem Augenblick, wo du Speise nimmst, wird dein Herz betr\u00fcbt bei dem Gedanken, dass deine dir so teuren Apostel noch schwach und haltlos sind.<br \/>\nDu denkst besonders an den treulosen Judas, der schon mit einem Fu\u00dfe in der H\u00f6lle steht, und sprichst in der Tiefe deines Herzens mit Wehmut: \u201eWas n\u00fctzt mein Blut, das ich vergie\u00dfe? Siehe da eine Seele, die, von mir mit so vielen Wohltaten bereichert, dennoch verlorengeht!\u201c<br \/>\nMit deinen Augen, die Licht und Liebe ausstrahlen, schaust du ihn an, als wollest du ihm das gro\u00dfe \u00dcbel zu verstehen geben, das er sich zuf\u00fcgen will. Aber deine ma\u00dflose Liebe l\u00e4sst dich diesen Schmerz ertragen. Du gibst ihn nicht einmal deinen J\u00fcngern kund.<br \/>\nW\u00e4hrend du betr\u00fcbt bist \u00fcber Judas, erf\u00fcllt sich dein Herz mit Freude, da du zur Linken deinen Liebesj\u00fcnger Johannes erblickst. Da du deine Liebe nicht l\u00e4nger zur\u00fcckhalten kannst, ziehst du ihn sanft an dich und l\u00e4sst sein Haupt an deinem Herzen ruhen, um ihm einen Vorgeschmack der Paradiesesfreuden kosten zu lassen.<br \/>\nIn den beiden J\u00fcngern sind die Verworfenen und die Auserw\u00e4hlten dargestellt: die Verworfenen in Judas, der schon die H\u00f6lle in seinem Herzen f\u00fchlt, die Auserw\u00e4hlten in Johannes, der an deiner Brust gl\u00fcckselig ruht.<br \/>\nMein s\u00fc\u00dfes Gut! Auch ich n\u00e4here mich dir, und mit deinem Liebesj\u00fcnger m\u00f6chte ich mein m\u00fcdes Haupt an dein anbetungsw\u00fcrdiges Herz schmiegen und dich bitten: Lass auch mich auf dieser Erde die Freuden des Himmels verkosten, dass die Erde f\u00fcr mich nicht mehr Erde, sondern Himmel sei und ich hingerissen werde von den s\u00fc\u00dfen Harmonien, die in deinem Herzen erklingen.<br \/>\nAber im Wohllaut dieser g\u00f6ttlichen Harmonien nehme ich wahr, dass mancher Herzschlag von Schmerz begleitet ist. Er gilt den verlorenen Seelen. O Jesus, gestatte doch nicht, dass noch Seelen zugrunde gehen.<br \/>\nMach, dass dein Herzschlag in den ihrigen \u00fcbergehe und sie die Schl\u00e4ge eines himmlischen Lebens f\u00fchlen, wie es auch bei deinem geliebten J\u00fcnger Johannes der Fall war. Angezogen von der S\u00fc\u00dfigkeit und dem Wohlgeschmack deiner Liebe, m\u00f6gen sie alle sich dir ergeben.<br \/>\nMein Jesus! W\u00e4hrend ich an deinem Herzen ruhe, gib auch mir die Speise, die du den Aposteln gegeben: die Speise der Liebe, die Speise deines g\u00f6ttlichen Wortes, die Speise deines g\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nO verweigere sie mir nicht, die du selbst so sehnlichst geben m\u00f6chtest, damit in mir sich dein Leben bilde. Mein h\u00f6chstes Gut! So nahe bei dir, sehe ich, dass die Speise, die du im Verein mit deinen lieben J\u00fcngern genie\u00dft, ein Lamm ist.<br \/>\nDieses Lamm ist ein Sinnbild. Wie in ihm durch die Gewalt des Feuers kein Lebenssaft mehr vorhanden ist, so musst auch du, das mystische Lamm Gottes, durch die Gewalt der Liebe verzehrt werden.<br \/>\nNicht ein Tropfen deines Blutes wird f\u00fcr dich \u00fcbrigbleiben, da du es ja aus Liebe zu uns vergie\u00dft. So tust du nichts, mein Jesus, was nicht lebendig dein schmerzvolles Leiden vor Augen stellt, das du best\u00e4ndig in deinem Geiste, in deinem Herzen und in allem gegenw\u00e4rtig hast.<br \/>\nDaraus ziehe ich die Lehre, dass du mir niemals die Speise deiner Liebe versagen wirst, wenn ich das Ged\u00e4chtnis deines Leidens meinem Geiste und meinem Herzen gegenw\u00e4rtig halte.<br \/>\nWie danke ich dir, o Jesus! Kein Akt geht aus dir hervor, der mich dir nicht gegenw\u00e4rtig h\u00e4tte und nicht bestrebt w\u00e4re, mir eine besondere Gunst zu erweisen.<br \/>\nDeswegen bitte ich dich, dass dein Leiden stets in meinem Geiste, in meinem Herzen, in meinen Blicken, in meinen Schritten, in meinen Schmerzen sei, damit ich dich immer mir gegenw\u00e4rtig finde, wo ich mich auch rege und bewege, innerlich oder \u00e4u\u00dferlich. Erweise mir aber auch die Gnade, dass ich nie vergesse, was du f\u00fcr mich getan und gelitten hast.<br \/>\nDiese Gnade sei mir die Magnetnadel, welche mein ganzes Wesen anzieht, in dich hineinzieht und mich niemals mehr von dir entfernen l\u00e4sst. (Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi; Stunde von 19 bis 20 Uhr: Das gesetzliche Abendmahl)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #c81818;\">\u201eNehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den J\u00fcngern, und sie tranken alle daraus\u201c (Mk 14,22-23)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Morgen nach der Heiligen Kommunion f\u00fchlte ich, wie mein liebensw\u00fcrdiger Jesus mich in besonderer Weise in seinen Willen absorbierte, und ich schwamm gleichsam in diesem Willen. Aber wer kann wiedergeben, was ich erlebte? Ich finde keine Worte, um mich auszudr\u00fccken, und Jesus sprach zu mir:<br \/>\n&#8222;Meine Tochter, wie lange die Seele in meinem Willen weilt, soviel an g\u00f6ttlichem Leben, kann sie sagen, dass sie auf Erden lebt! Wie gef\u00e4llt es Mir, wenn Ich sehe, wie die Seele in meinen Willen eingeht, um dort das g\u00f6ttliche Leben zu leben!<br \/>\nIch habe gro\u00dfes Wohlgefallen daran, Seelen zu sehen, die in meinem Willen das wiederholen, was meine Menschheit in Ihm tat! Ich empfing die Kommunion, und empfing Mich selbst im Willen des Vaters, und dadurch leistete Ich nicht nur f\u00fcr alles S\u00fchne, sondern, da Ich im G\u00f6ttlichen Willen die Unermesslichkeit und die AllSicht von allem und von allen vorfand, umschloss Ich daher alle und reichte allen die Kommunion.<br \/>\nUnd da Ich sah, dass viele nicht am Sakrament teilnehmen w\u00fcrden, und der Vater dadurch beleidigt w\u00fcrde, weil sie nicht das Leben empfangen wollten, leistete Ich Ihm die Genugtuung und die Ehre, wie wenn alle kommuniziert h\u00e4tten, das hei\u00dft f\u00fcr jeden einzelnen gab Ich Ihm die Genugtuung und die Glorie eines g\u00f6ttlichen Lebens.<br \/>\nAuch du kommuniziere in meinem Willen, wiederhole das, was Ich tat; und so wirst du nicht nur f\u00fcr alles Wiedergutmachung leisten, sondern du wirst Mich Selbst allen geben, wie Ich w\u00fcnschte, Mich allen zu schenken, und du wirst Mir die Ehre geben, als h\u00e4tten alle kommuniziert.<br \/>\nMein Herz ist ger\u00fchrt, wenn es sieht, dass das Gesch\u00f6pf, das Mir nichts aus sich heraus geben kann, was Meiner w\u00fcrdig w\u00e4re, von dem Meinen nimmt, es sich zu eigen macht und nachahmt, was Ich getan habe, und dies Mir gibt, um Mir zu gefallen; worauf Ich voll Wohlgefallen wiederhole: &#8222;Bravo, meine Tochter, du hast genau das gemacht, was Ich getan habe.\u201c<br \/>\nDann f\u00fcgte Er hinzu: &#8222;Die Akte in meinem Willen sind die einfachsten Akte, aber weil sie einfach sind, teilen sie sich allen mit. Das Sonnenlicht ist, weil es einfach ist, Licht f\u00fcr jedes Auge, die Sonne aber ist nur eine; so verbreitet sich ein einziger Akt in meinem Willen wie einfachstes Licht in jedem Herzen, in jedem Werk, in allen, aber der Akt ist einer.<br \/>\nMein eigenes Wesen ist \u2013 weil es h\u00f6chst einfach ist \u2013 ein einziger Akt, aber ein Akt, der alles einschlie\u00dft; er hat keine F\u00fc\u00dfe und ist der Schritt f\u00fcr alle, keine Augen und bildet das Auge und das Licht aller, er spendet allen Leben, aber ohne Anstrengung, ohne Erm\u00fcdung, und doch verleiht Er allen den Akt des Wirkens; daher wird die Seele in meinem Willen einfach, und gemeinsam mit Mir vervielf\u00e4ltigt sie sich in allen und tut allen Gutes.<br \/>\nO! Wenn doch alle den unermesslichen Wert der in meinem Willen getanen Akte, auch der kleinsten, verst\u00fcnden, sie w\u00fcrden sich keinen einzigen Akt entgehen lassen!&#8220; (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 11; 8. September 1916)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #c81818;\">\u201cMeine Seele ist zu Tode betr\u00fcbt\u201d (Mk 14, 34)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war weiterhin in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand der Beraubungen und Bitterkeit und dachte \u00fcber die Todesangst Unseres Herrn nach; da sprach der Herr zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, Ich wollte in besonderer Weise meine Todesangst im \u00d6lgarten erleiden, um allen Sterbenden zu einem guten Tod zu verhelfen. Du siehst gut, wie sich meine Agonie mit der Agonie der Christen verbindet: \u00dcberdruss, Traurigkeit, \u00c4ngste, Blutschwei\u00df; Ich empfand den Tod von allen und von jedem einzelnen, als w\u00fcrde Ich wirklich f\u00fcr jeden einzelnen im Besonderen sterben.<br \/>\nSo f\u00fchlte Ich in Mir den \u00dcberdruss, die Traurigkeit, die \u00c4ngste jedes einzelnen, und allen reichte Ich zusammen mit den Meinen, Hilfe, Trost und Hoffnung, damit sie \u2013 so wie Ich ihren Tod in Mir empfand \u2013 sie alle die Gnade h\u00e4tten, in Mir zu sterben wie in einem einzigen Atemzug \u2013 mit meinem Atemzug, und sofort mit meiner Gottheit beseligt zu werden.<br \/>\nWenn die Todesangst im Garten von Getsemani in besonderer Weise den Sterbenden galt, dann sollte die Agonie am Kreuz eine Hilfe sein f\u00fcr die letzten Augenblicke des Lebens, gerade f\u00fcr den letzten Atemzug.<br \/>\nAlle beide sind Agonien, aber doch verschieden voneinander: die Todesangst im Garten war voller Traurigkeit, \u00c4ngste, Besorgnisse, Schrecken, die Agonie am Kreuz voller Frieden und unersch\u00fctterlicher Ruhe; und wenn Ich ausrief \u201aMich d\u00fcrstet\u2018, war dies der uners\u00e4ttliche Durst, dass alle ihr Leben in meinem letzten Atemzug aushauchen m\u00f6gen; und da Ich sah, dass viele aus diesem meinem letzten Atemzug hinaustraten, rief Ich vor Schmerz: \u201aSitio!\u2019 [\u201aMich d\u00fcrstet!\u2019], und dieses \u201aSitio!\u2019 rufe Ich noch immer allen und jedem einzelnen wie eine Glocke an der T\u00fcr jedes Herzens zu: \u201eIch d\u00fcrste nach dir, o Seele! Ach, gehe nicht aus Mir heraus, sondern tritt in Mich ein und hauche mit Mir dein Leben aus!\u201c<br \/>\nSo habe Ich sechs Stunden meiner Passion den Menschen geschenkt, damit sie gut sterben k\u00f6nnen: die drei Stunden im Garten als Hilfe f\u00fcr ihre Todesangst, die drei am Kreuz als Hilfe f\u00fcr den letzten Seufzer im Tod. Wer sollte also danach den Tod nicht mit einem L\u00e4cheln ansehen?<br \/>\nUmso mehr f\u00fcr einen, der Mich liebt, der sich auf meinem Kreuz selbst zu opfern sucht. Siehst du, wie sch\u00f6n der Tod ist, und wie sich die Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndern? Im Leben wurde Ich verachtet, selbst die Wunder zeigten nicht jene Wirkungen wie mein Tod; bis ans Kreuz hinauf wurde Ich beleidigt,\u2026 aber kaum war Ich gestorben, hatte der Tod die Macht, alles zu ver\u00e4ndern, alle schlugen sich an die Brust und bekannten Mich als wahren Sohn Gottes, meine J\u00fcnger selbst fassten Mut, und auch jene Verborgenen [J\u00fcnger] verlangten voll K\u00fchnheit die Herausgabe meines Leichnams f\u00fcr ein ehrenvolles Begr\u00e4bnis; Himmel und Erde verk\u00fcndeten Mich mit lauter Stimme als Sohn Gottes.<br \/>\nDer Tod ist etwas Gro\u00dfes, Erhabenes, und dies gilt auch f\u00fcr meine Kinder selbst: im Leben sind sie verachtet und unterdr\u00fcckt, selbst die Tugenden, die wie Licht jene einh\u00fcllen sollen, die rings um meine Kinder sind, bleiben zum Teil verschleiert; ihr Heroismus im Leiden, ihre Abt\u00f6tungen, ihr Eifer f\u00fcr die Seelen, s\u00e4en in jene, die um sie herum sind, Klarheit und [zugleich] Zweifel, und Ich selbst lasse diese Schleier zu, um die Tugend meiner teuren Kinder sicherer zu bewahren. Aber sobald sie sterben, ziehe Ich jene H\u00fcllen zur\u00fcck, da sie nicht mehr n\u00f6tig sind, und die Zweifel werden zu Sicherheiten, das Licht wird klar, und in diesem Licht kann man ihren Heroismus sch\u00e4tzen, man ehrt alles [an ihnen], auch die geringsten Dinge.<br \/>\nSo erg\u00e4nzt der Tod das, was im Leben nicht m\u00f6glich war. Und dies gilt f\u00fcr das, was hier unten geschieht; was dann dort oben geschieht, ist wahrhaft \u00fcberraschend und beneidenswert f\u00fcr alle Sterblichen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 9; 4. Juli 1910)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #c81818;\">\u201eAbba, Vater, alles ist dir m\u00f6glich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen\u201c (Mc 14, 36)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte \u00fcber die Worte Jesu am \u00d6lberg nach: \u201eVater, wenn es m\u00f6glich ist, lasse diesen Kelch an Mir vor\u00fcber gehen, doch non mea voluntas, sed Tua Fiat (nicht mein Wille geschehe, sondern der Deine).\u201d<br \/>\nDa bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, glaubst du, dass Ich wegen des Kelches meiner Passion zum Vater sagte: \u201aVater, wenn es m\u00f6glich ist, gehe dieser Kelch an Mir vor\u00fcber?\u2018 \u00dcberhaupt nicht!<br \/>\nEs war der Kelch des menschlichen Willens, der so viel Bitterkeit und die F\u00fclle der Laster enthielt, dass mein menschlicher, mit dem G\u00f6ttlichen vereinter Wille, solchen Widerwillen, Schrecken und Entsetzen empfand, dass Ich ausrief: \u201aVater, wenn es m\u00f6glich ist, gehe dieser Kelch an Mir vor\u00fcber\u2026!\u2018 Wie h\u00e4sslich ist der menschliche Wille ohne den G\u00f6ttlichen, der sich fast wie in einem Kelch in jedem Gesch\u00f6pf eingeschlossen hat!<br \/>\nEs gibt kein \u00dcbel in den Generationen, dessen Ursprung, Saat und Quelle er nicht w\u00e4re, und als Ich Mich von all jenen \u00dcbeln bedeckt sah, welche der menschliche Wille hervorgebracht hat, glaubte Ich angesichts der Heiligkeit des Meinen zu sterben und w\u00e4re auch tats\u00e4chlich gestorben, wenn die Gottheit Mich nicht unterst\u00fctzt h\u00e4tte.<br \/>\nDoch wei\u00dft du, warum Ich gleich drei Mal hinzuf\u00fcgte: \u201aNicht mein Wille geschehe, sondern der Deine\u2018? Ich f\u00fchlte zugleich alle menschlichen Willen, alle ihre \u00dcbel auf Mir [lasten] und rief im Namen aller zum Vater: \u201eNicht mehr der menschliche Wille geschehe auf Erden, sondern der G\u00f6ttliche! Der menschliche Wille werde verbannt, und der Deine m\u00f6ge herrschen.\u201c<br \/>\nSo betete Ich schon von da an \u2013 und Ich wollte dies am Anfang meiner Passion tun, denn es lag Mir am meisten am Herzen und war Mir am wichtigsten, das \u201eFIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden\u201c auf die Erde herabzurufen \u2013 im Namen aller: \u201eNon mea voluntas, sed Tua fiat, nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe.\u201d<br \/>\nVon diesem Zeitpunkt an begr\u00fcndete Ich die Epoche des FIAT VOLUNTAS TUA auf Erden, und indem Ich es dreimal wiederholte, erflehte Ich beim ersten Mal den G\u00f6ttlichen Willen, beim zweiten Mal hie\u00df Ich Ihn herabzusteigen, und beim dritten Mal setzte Ich Ihn zum Regenten und Herrscher ein.<br \/>\nUnd mit den Worten, Non mea voluntas, sed Tua fiat\u2019, Nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe, beabsichtigte Ich, die Gesch\u00f6pfe ihres Willens zu entleeren, und sie mit dem G\u00f6ttlichen auszuf\u00fcllen.<br \/>\nDa Mir vor meinem Sterben nur noch wenige Stunden blieben, wollte Ich mit meinem Vater im Himmel \u00fcber den prim\u00e4ren Zweck meines Kommens auf Erden verhandeln, dass n\u00e4mlich der G\u00f6ttliche Wille seinen ersten Ehrenplatz im Gesch\u00f6pf einnehme.<br \/>\nDieser R\u00fcckzug aus dem H\u00f6chsten Willen war der erste Akt des Menschen gewesen und daher die erste Uns zugef\u00fcgte Beleidigung, all seine anderen \u00dcbel sind zweitrangig.<br \/>\nIch musste zuerst den Zweck des \u201aFIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden\u2018 verwirklichen und dann mit meinen Leiden die Erl\u00f6sung bewirken. Tats\u00e4chlich tritt selbst die Erl\u00f6sung in die sekund\u00e4re Ordnung ein, und es ist stets mein Wille, der die Oberherrschaft in allem besitzt.<br \/>\nUnd obwohl man aus den Fr\u00fcchten der Erl\u00f6sung die Wirkungen ersehen konnte (obwohl die Fr\u00fcchte der Erl\u00f6sung fr\u00fcher sichtbar waren als die Wirkungen), war es dennoch kraft dieses Vertrages, den Ich mit meinem Himmlischen Vater schloss \u2013 dass n\u00e4mlich sein FIAT kommen sollte, um auf Erden zu herrschen, und hierdurch der wahre Zweck der Erschaffung des Menschen verwirklicht werde und der prim\u00e4re Zweck, wozu Ich auf die Erde kam \u2013 dass der Mensch die Fr\u00fcchte der Erl\u00f6sung empfangen konnte, sonst h\u00e4tte es an der Ordnung meiner Weisheit gefehlt.<br \/>\nDa der Ursprung des B\u00f6sen der menschliche Wille war, musste Ich diesen ordnen und wiederherstellen, und ihn wieder mit dem G\u00f6ttlichen vereinen. Und obwohl die Fr\u00fcchte der Erl\u00f6sung zuerst sichtbar waren, bedeutet dies nichts.<br \/>\nMein Wille ist wie ein K\u00f6nig, der als Letzter kommt, obwohl er der Erste von allen ist. Ihm voran gehen zu seiner Ehre und Zierde, seine V\u00f6lker, die Heere, Minister, F\u00fchrenden und der ganze k\u00f6nigliche Hof.<br \/>\nSo waren die Erl\u00f6sungsfr\u00fcchte zuerst notwendig, damit die Erhabenheit der Majest\u00e4t meines Willens das k\u00f6nigliche Gefolge, die V\u00f6lker, Heere, Minister und F\u00fcrsten haben (finden) m\u00f6ge. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 16; 4. Januar 1924)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #c81818;\">\u201eDann kreuzigten sie ihn. Sie warfen das Los und verteilten seine Kleider unter sich und gaben jedem, was ihm zufiel\u201c (Mk 15, 24)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich verrichtete meine gewohnten Akte im H\u00f6chsten FIAT, und mein angebeteter Jesus trat aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, in meiner Passion \u00e4u\u00dferte Ich eine Klage, die meinem gequ\u00e4lten Herzen mit unermesslichem Schmerz entquoll, und zwar diese: \u201aSie teilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand\u2019.<br \/>\nWie schmerzvoll war es f\u00fcr Mich zu sehen, dass sie meine Kleider unter meinen eigenen Henkern aufteilten und um meine Tunika im Spiel losten! Sie war der einzige Gegenstand, den Ich besa\u00df, den Mir meine schmerzhafte Mutter mit so viel Liebe gegeben hatte, und jetzt entkleideten sie Mich nicht nur davon, sondern trieben damit ihr Spiel.<br \/>\nDoch wei\u00dft du, wer Mich noch mehr durchbohrte? In jenen Kleidern wurde Mir Adam gegenw\u00e4rtig, bekleidet mit dem Gewand der Unschuld, und bedeckt mit der unteilbaren Tunika meines H\u00f6chsten Willens.<br \/>\nDie unerschaffene Weisheit handelte bei seiner Erschaffung mehr als eine \u00fcberaus liebende Mutter. Sie kleidete ihn weit erhabener als eine Tunika mit dem grenzenlosen Licht meines Willens, einem Gewand, das weder der Zersetzung, noch der Teilung, noch dem Verfall unterworfen war.<br \/>\nEs war ein Kleid, das dem Menschen als Bewahrung des Bildes seines Sch\u00f6pfers und der Gaben dienen sollte, mit denen Er ihn ausgestattet hatte und das ihn in allen seinen Dingen wunderbar und heilig machen sollte, ja nicht nur das, sondern es bedeckte ihn mit dem \u00dcbergewand der Unschuld.<br \/>\nAdam jedoch zerteilte im Garten Eden mit seinen Leidenschaften die Kleider der Unschuld und verspielte die Tunika meines Willens, das unvergleichliche Gewand von blendendem Licht. Was Adam im Garten Eden tat, wiederholte sich unter meinen Augen auf dem Berg Kalvaria.<br \/>\nAls Ich sah, dass meine Kleider aufgeteilt wurden und man um meine Tunika loste, das Symbol des k\u00f6niglichen Gewandes, das dem Menschen verliehen worden war, war mein Schmerz so intensiv, dass Ich dar\u00fcber klagte.<br \/>\nMir wurden die Gesch\u00f6pfe gegenw\u00e4rtig, wie sie, indem sie ihren eigenen Willen tun, mit dem meinen spielen, sooft sie mit ihren Leidenschaften das Kleid der Unschuld zerteilen. Alle G\u00fcter wurden im Menschen kraft dieses k\u00f6niglichen Gewandes des G\u00f6ttlichen Willens eingeschlossen.<br \/>\nAls dieser verspielt wurde, war der Mensch entbl\u00f6\u00dft und b\u00fc\u00dfte alle G\u00fcter ein, weil ihm das Gewand fehlte, das diese G\u00fcter in ihm eingeschlossen hielt.<br \/>\nSo f\u00fcgen die Gesch\u00f6pfe zu den vielen \u00dcbeln, die sie bewirken, wenn sie ihren Willen tun, das irreparable \u00dcbel hinzu, das K\u00f6nigsgewand meines Willens zu verspielen, das Kleid, das durch kein anderes Kleid ersetzt werden kann.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 20; 12. Dezember 1926)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #c81818;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchle das Leben des G\u00f6ttlichen FIAT in meiner Seele, das f\u00fcr mich Bewegung, Atmung und Herzschlag sein m\u00f6chte. Der G\u00f6ttliche Wille ersehnt eine so gro\u00dfe Einheit mit dem menschlichen Willen, dass dieser sich in nichts dem widersetzen darf, was Er tun will, sonst beklagt Er sich entt\u00e4uscht und f\u00fchlt sich durch den menschlichen Willen gekreuzigt. Da wiederholte mein geliebter Jesus seinen kurzen Besuch und sprach zu mir:<br \/>\n\u201eMeine gesegnete Tochter, wie sehr leidet doch mein Wille im Gesch\u00f6pf! Es gen\u00fcgt, wenn Ich dir sage, dass der Mensch jedes Mal, wenn er seinen eigenen Willen tut, den Meinen kreuzigt.<br \/>\nSo ist das Kreuz meines Willens das menschliche Wollen, doch nicht mit drei N\u00e4geln, wie Ich am Kreuz angenagelt wurde, sondern mit so vielen N\u00e4geln, als sich die Seele meinem Willen widersetzt und Ihn nicht anerkennt. W\u00e4hrend Er Gutes tun m\u00f6chte, wird Er mit den N\u00e4geln der Undankbarkeit zur\u00fcckgewiesen.<br \/>\nWie qualvoll ist diese Kreuzigung meines Willens im Gesch\u00f6pf! Wie oft f\u00fchlt Er seinen Atem, Herzschlag und seine Bewegung mit N\u00e4geln angenagelt, denn da Er nicht als das Leben des Atems, des Herzschlags und der Bewegung erkannt wird, werden f\u00fcr Ihn Atmung, Bewegung und Herzschlag des Menschen zu N\u00e4geln, die Ihn daran hindern, in den Seelen das Gute zu wirken, das Er tun m\u00f6chte.<br \/>\nO, wie f\u00fchlt Er sich im menschlichen Willen gekreuzigt! Er will mit seiner g\u00f6ttlichen Bewegung den Tag in der Bewegung des Menschen aufgehen lassen, aber die Seele kreuzigt die g\u00f6ttliche Bewegung und l\u00e4sst mit ihrer [eigenen] Bewegung die Nacht hereinbrechen und kreuzigt das Licht. Wie leidet mein Licht darunter, sich durch den menschlichen Willen unterdr\u00fcckt, gekreuzigt und in den Zustand der Unf\u00e4higkeit versetzt zu sehen!<br \/>\nMit seinem Atem m\u00f6chte Er seinen Willen in der Seele atmen lassen, um ihr das Leben seiner Heiligkeit und St\u00e4rke zu verleihen. Wenn Ihn aber die Seele nicht aufnimmt, treibt sie Ihm die N\u00e4gel der S\u00fcnde, Leidenschaften und Schw\u00e4chen hinein. Mein armer Wille! In welchem Zustand des Leidens und der st\u00e4ndigen Kreuzigung befindet Er sich im menschlichen Willen, der unsere Liebe ununterbrochen kreuzigt und alle Wohltaten, die Wir ihm geben wollen, mit seinen N\u00e4geln anf\u00fcllt.<br \/>\nAllein die Seele, die in meinem Willen lebt, kreuzigt meinen Willen nicht, vielmehr kann Ich behaupten, dass Ich ihr Kreuz bilde, das jedoch ganz anders ist als mein Kreuz [von Golgota]. Mein Wille versteht es, N\u00e4gel des Lichts, der Heiligkeit und der Liebe zu setzen, welche die Seele mit unserer eigenen g\u00f6ttlichen Kraft stark machen.<br \/>\nDiese N\u00e4gel f\u00fcgen keinen Schmerz zu, sondern machen die Seele gl\u00fccklich, schm\u00fccken sie mit einer bezaubernden Sch\u00f6nheit und sind Tr\u00e4ger gro\u00dfer Eroberungen. Wer sie erfahren hat, ist so gl\u00fccklich, dass er Uns bittet und anfleht, ihn stets mit unseren g\u00f6ttlichen N\u00e4geln am Kreuz zu behalten.<br \/>\nDieser Situation kann man nicht entgehen: wenn die zwei Willen, der menschliche und der G\u00f6ttliche, nicht geeint sind, wird der eine Wille unweigerlich das Kreuz des anderen bilden.<br \/>\nZudem sind unsere Liebe und Eifersucht so gro\u00df, dass Wir der Seele nicht einmal einen freien Atemzug ohne unseren Nagel des Lichtes und der Liebe gew\u00e4hren, damit Wir sie stets bei Uns behalten und sagen k\u00f6nnen: \u201aWas Wir tun, das tut sie, und sie will das, was Wir wollen.\u2018\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 36; 5. September 1938)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":77783,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-50871","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50871\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77783"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}