{"id":51663,"date":"2024-04-20T13:00:51","date_gmt":"2024-04-20T11:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/4-sonntag-in-der-osterzeit-b-joh-1011-18\/"},"modified":"2024-04-19T12:06:12","modified_gmt":"2024-04-19T10:06:12","slug":"4-sonntag-in-der-osterzeit-b-joh-1011-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/4-sonntag-in-der-osterzeit-b-joh-1011-18\/","title":{"rendered":"4. SONNTAG IN DER OSTERZEIT \u2013 B (Joh 10,11-18)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->11In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin f\u00fcr die Schafe. 12Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht geh\u00f6ren, l\u00e4sst die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf rei\u00dft sie und jagt sie auseinander. Er flieht, 13weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.<br \/>\n14Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 15wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin f\u00fcr die Schafe. 16Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich f\u00fchren, und sie werden auf meine Stimme h\u00f6ren; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.<br \/>\n17Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. 18Niemand entrei\u00dft es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #d49d3f;\">\u201eIch bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin f\u00fcr die Schafe\u201c (Joh 10,11)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war an diesem Morgen in meinem \u00fcblichen Zustand, als ich mich \u00fcber einer Person befand, die wie ein Schaf gekleidet schien. Ich wurde auf ihren Schultern getragen, doch ging diese Person mit langsamem Schritt, w\u00e4hrend vor ihr etwas wie ein Auto war, das sich schneller bewegte.<br \/>\nIch sagte innerlich: \u201eDieser hier geht langsam; ich w\u00fcrde lieber ins Auto steigen, denn das geht schneller.\u201c Ich wei\u00df nicht warum, doch kaum hatte ich diesen Gedanken, da befand ich mich in jenem Auto bei anderen Leuten, die zu mir sagten: \u201eWas hast du getan \u2013 warum hast du den Hirten verlassen? Und was f\u00fcr einen Hirten! Denn er f\u00fchrt sein Leben mitten in den Feldern und alle Arzneikr\u00e4uter geh\u00f6ren ihm, die giftigen wie die heilsamen; wenn man bei ihm ist, kann man sich stets guter Gesundheit erfreuen, und wenn du ihn wie ein Schaf gekleidet siehst, dann deshalb, damit er sich den Schafen angleichen und ihnen erlauben kann, sich ihm ohne Furcht zu n\u00e4hern; und wenn er auch langsamen Schrittes geht, ist er doch sicherer.\u201c Als ich das h\u00f6rte, sagte ich mir: \u201eWenn es so ist, dann m\u00f6chte ich ihm gerne etwas \u00fcber meine Krankheit sagen.\u201c<br \/>\nW\u00e4hrend ich dies dachte, fand ich Ihn bei mir, n\u00e4herte mich ganz gl\u00fccklich seinem Ohr und sagte zu Ihm: \u201eGuter Hirte, wenn du ein so gro\u00dfer Experte bist, gib mir ein Heilmittel f\u00fcr meine \u00dcbel, denn ich bin in diesem Leidenszustand.\u201c Als ich mehr sagen wollte, schnitt Er mir das Wort im Mund ab und sagte zu mir: \u201eWahre Ergebung, nicht eine eingebildete, unterzieht die Dinge keiner \u00dcberpr\u00fcfung, sondern betet schweigend die G\u00f6ttlichen Verf\u00fcgungen an.\u201c<br \/>\nBei diesen seinen Worten schien das Schaffell zu rei\u00dfen, und ich konnte das Gesicht Unseres Herrn und sein dornengekr\u00f6ntes Haupt sehen\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 16. M\u00e4rz 1904)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #d49d3f;\">\u201eIch gebe mein Leben hin f\u00fcr die Schafe\u201c (Jhn 10, 15)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, Wir beide m\u00fcssen Geduld haben und an die Arbeit der Bildung des Reiches des G\u00f6ttlichen Willens denken. Niemand wei\u00df davon, was Wir gerade tun, die Opfer, die n\u00f6tig sind, die st\u00e4ndigen Akte, die Gebete, die erforderlich sind, um ein solches Gut zu bilden und zu erlangen.<br \/>\nNiemand nimmt an unseren Opfern teil, niemand hilft uns, dieses Reich zu bilden, das ihnen ein solches Gut bringen wird.<br \/>\nW\u00e4hrend sie Uns keinerlei Aufmerksamkeit schenken, denken sie daran, das elende Leben zu genie\u00dfen, ohne sich auch nur daf\u00fcr zu disponieren, das Gut zu empfangen, das Wir gerade vorbereiten.<br \/>\nO, wenn die Menschen sehen k\u00f6nnten, was im Verborgenen unserer Herzen geschieht, wie \u00fcberrascht w\u00e4ren sie vor Verwunderung! So geschah es auch, als Ich und meine Mutter auf Erden waren.<br \/>\nAls Wir das Reich der Erl\u00f6sung vorbereiteten und alle n\u00f6tigen Heilmittel, damit alle das Heil finden k\u00f6nnten, ersparten Wir Uns weder Opfer noch M\u00fchen, noch Leben und Gebet.<br \/>\nW\u00e4hrend wir damit besch\u00e4ftigt waren, an alle zu denken, das Leben f\u00fcr alle zu geben, dachte niemand an Uns und wusste niemand, was Wir gerade taten.<br \/>\nMeine Himmlische Mama war die Schatzwalterin des Reiches der Erl\u00f6sung, daher nahm Sie teil an allen Opfern und allen Schmerzen. Nur der heilige Josef wusste, was Wir taten, doch trat er nicht in alle unsere Schmerzen ein.<br \/>\nO, wie schmerzte unser Herz, als Wir dies sahen: w\u00e4hrend Mutter und Sohn sich vor Leiden und Liebe f\u00fcr alle verzehrten, um alle m\u00f6glichen und vorstellbaren Heilmittel f\u00fcr alle zu bereiten, sie zu heilen und in Sicherheit zu bringen, da dachten sie nicht nur nicht an Uns, sondern beleidigten und verachteten Uns.<br \/>\nAndere wieder trachteten Mir sogar von meiner Geburt an nach dem Leben! Dies wiederhole Ich mit dir, meine Tochter, um das Reich meines G\u00f6ttlichen FIAT aufzubauen.<br \/>\nDie Welt empf\u00e4ngt von Uns, obwohl sie Uns nicht kennt, und nur mein assistierender (Beistand leistender) Diener wei\u00df, was Wir tun, nimmt aber weder an unseren Opfern noch an unserer Arbeit Teil.<br \/>\nWir sind allein, habe also Geduld bei dieser langen Arbeit: je mehr Wir arbeiten, desto mehr Fr\u00fcchte dieses himmlischen Reiches werden Wir genie\u00dfen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 21; 30. April 1927)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #d49d3f;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Dann folgte ich den Akten des G\u00f6ttlichen Fiat und wanderte durch die Werke der Sch\u00f6pfung. Ich kam zum Garten Eden und besuchte die bedeutendsten Episoden und Personen der Weltgeschichte, um im Namen aller um das Reich des G\u00f6ttlichen Willens auf Erden zu flehen. Da bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, als sich der Mensch aus meinem G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckzog, versetzte er allen G\u00fctern den Tod, die mein G\u00f6ttliches Fiat in ihm hervorgebracht h\u00e4tte, wenn er Es nicht zur\u00fcckgewiesen h\u00e4tte. Als der Mensch meinen Willen verlie\u00df, starb der kontinuierliche Akt des G\u00f6ttlichen Lebens im Menschen.<br \/>\nEs starb die Heiligkeit, die stets zunimmt. Es starb das immer aufstrahlende Licht, die Sch\u00f6nheit, welche [die Seele] ununterbrochen sch\u00f6ner macht. Es starb die unerm\u00fcdliche Liebe, die nie Genug sagt und in einem fort geben m\u00f6chte \u2013 umso mehr, da mit meinem zur\u00fcckgewiesenen Willen zugleich die Ordnung, die Luft und die Nahrung starb, die den Menschen st\u00e4ndig n\u00e4hren sollte.<br \/>\nDu siehst also, wie viele G\u00f6ttliche G\u00fcter der Mensch durch seinen R\u00fcckzug aus meinem G\u00f6ttlichen Willen in sich sterben lie\u00df. Nun, wo ein Gut gestorben ist, ist das Opfer des Lebens f\u00fcr die Wieder-Auferstehung dieses zerst\u00f6rten Gutes erforderlich.<br \/>\nAls Ich die Welt erneuern und den Menschen eine Wohltat spenden wollte, verlangte Ich daher aus Gerechtigkeit und Weisheit das Opfer des Lebens: so wie Ich von Abraham forderte, dass er Mir seinen einzigen Sohn opfern sollte, wie Er es auch wirklich tun wollte und von Mir an der Ausf\u00fchrung gehindert wurde.<br \/>\nUnd in jenem Opfer, das Abraham mehr als sein eigenes Leben kostete, erstand von neuem die neue Generation, in welche der G\u00f6ttliche Erl\u00f6ser und Befreier hinabsteigen sollte, um das Gute, das im Menschen tot war, wieder auferstehen zu lassen.<br \/>\nNach einiger Zeit lie\u00df Ich bei[m Patriarchen] Jakob das Opfer und den Kummer \u00fcber den Tod seines geliebten Sohnes Josef zu, und wenn dieser auch nicht starb, so war es f\u00fcr Jakob doch so, als sei er wirklich gestorben.<br \/>\nEs war der neue Aufruf, der in jenem Opfer wiederauflebte. Der Himmlische Befreier berief das verlorene Gut zur Wieder-Auferstehung. \u00dcberdies, als Ich auf die Erde kam, wollte Ich selbst sterben, aber mit meinem Lebensopfer bewirkte Ich, dass viele Leben auferstanden, sowie das Gute, das der Mensch sterben hatte lassen.<br \/>\nSodann wollte Ich auferstehen, um das Leben des Guten zu bekr\u00e4ftigen und f\u00fcr die Menschheitsfamilie die Auferstehung zu best\u00e4tigen. Welch gro\u00dfes Verbrechen ist es, das Gute sterben zu lassen, dass sogar das Opfer weiterer Leben erforderlich ist, damit dieses Gute wiederauflebe!<br \/>\nDa aber mein G\u00f6ttlicher Wille nicht [in den Menschen] herrscht, ist trotz meiner Erl\u00f6sung und meines Lebensopfers, noch nicht das Gesamte Gute im Menschen wiederauferstanden. Mein Wille ist zur\u00fcckgedr\u00e4ngt und kann die gew\u00fcnschte Heiligkeit nicht entfalten.<br \/>\nDas Gute leidet an Unterbrechungen, bald taucht es auf (zeigt es sich), bald verschwindet es wieder. Mein Fiat muss mit dem st\u00e4ndigen Schmerz leben, im Gesch\u00f6pf nicht all das Gute hervorbringen zu k\u00f6nnen, wie Es m\u00f6chte. Daher blieb Ich im Sakrament in der kleinen Hostie zur\u00fcck.<br \/>\nObwohl Ich zum Himmel aufstieg, blieb Ich zugleich auf der Erde unter den Menschen.<br \/>\nSomit konnte Ich \u2013 wenngleich auf mystische Weise \u2013 geboren werden, leben, sterben und in ihnen all das Gute wieder aufleben lassen, das der Mensch mit dem R\u00fcckzug aus meinem G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckgewiesen hatte.<br \/>\nUnd, vereint mit meinem Opfer verlangte Ich von dir das Opfer deines Lebens, damit mein Wille wieder unter den Generationen herrsche. Von jedem Tabernakel aus bin Ich gleichsam auf einem Wachtposten, um aus der Erl\u00f6sung und dem Werk des \u201eFiat Voluntas Tua wie im Himmel so auf Erden\u201c ein vollendetes Werk zu machen.<br \/>\nIch tue das, indem Ich Mich darauf beschr\u00e4nke, Mich in jeder Hostie zu opfern und zu sterben, um die Sonne meines G\u00f6ttlichen Fiat aufgehen zu lassen, die neue \u00c4ra und seinen vollen Triumph.<br \/>\nAls Ich die Erde wieder verlie\u00df, sagte Ich: \u201eIch gehe zum Himmel und bleibe zugleich im Sakrament auf der Erde zur\u00fcck. Ich wei\u00df, dass Ich Jahrhunderte warten muss und dass es Mich viel kosten wird \u2013 unerh\u00f6rte Schm\u00e4hungen, vielleicht mehr als bei meiner Passion selbst, werden Mir nicht fehlen; aber Ich werde Mich mit G\u00f6ttlicher Geduld bewaffnen und von der kleinen Hostie aus ein vollendetes Werk ausf\u00fchren.<br \/>\nIch werde meinen Willen in den Herzen herrschen lassen und weiterhin in ihrer Mitte bleiben, um mich an den Fr\u00fcchten meiner vielen Opfer zu erfreuen.\u2018<br \/>\nVereinige dich also zusammen mit Mir im Opfer f\u00fcr eine so heilige Sache und f\u00fcr den gerechten Triumph der Regentschaft und Herrschaft meines Willens.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 28; 22. februar 1930)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #d49d3f;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Hingabe im G\u00f6ttlichen Willen dauert an. Als ich meine Akte tat, \u00fcberlegte ich: \u2018Doch gefallen Jesus meine fortgesetzten kleinen Akte wirklich?\u2019 Da lie\u00df sich Jesus vernehmen und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, eine unstete Liebe kann nie heroisch sein, da sie mangels Kontinuit\u00e4t viele leere Stellen in der Seele hervorbringt. Diese machen sie schwach und kalt, l\u00f6schen die kleine entz\u00fcndete Flamme fast aus und rauben der Seele daher die Kraft der Liebe.<br \/>\nDie Liebe zeigt der Seele mit ihrem Licht, Wer es ist, Den sie liebt, und h\u00e4lt mit ihrer Glut die Flamme am Brennen, die den Heroismus wahrer Liebe hervorbringt, die sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzt, ihr Leben f\u00fcr den Geliebten hinzugeben.<br \/>\nEine best\u00e4ndige Liebe kann in der Seele Den generieren, Den sie immer liebt, und diese Hervorbringung geschieht im Mittelpunkt ihrer kontinuierlichen Liebe. Erkennst du also die Wichtigkeit der unaufh\u00f6rlichen Liebe?<br \/>\nDie Seele errichtet sich damit gleichsam den \u201aScheiterhaufen\u2018, auf dem sie sich verzehrt und verbrennt, um in diesem Feuer das Leben des geliebten Jesus bilden und sagen zu k\u00f6nnen: \u2018Ich verzehre mein Leben in kontinuierlicher Liebe, damit Jener lebe, Den ich unaufh\u00f6rlich liebe.\u2019<br \/>\nO, h\u00e4tte Ich die Seelen nicht stets geliebt und zwar mit einer Liebe, die niemals Genug sagt, so w\u00e4re Ich nie vom Himmel auf die Erde herabgestiegen, um ihnen mein Leben unter so vielen Leiden und heroischer Liebe zu ihnen zu schenken!<br \/>\nEs war meine kontinuierliche Liebe, die Mich wie eine s\u00fc\u00dfe Kette fesselte und Mich den heroischen Akt der Hingabe meines Lebens vollbringen lie\u00df, um ihnen das Leben zu erwerben. Eine kontinuierliche Liebe erreicht alles, kann alles tun, erleichtert alles und vermag alles in Liebe umzuwandeln.<br \/>\nEine unstete Liebe hingegen k\u00f6nnte man eine Liebe unter bestimmten Umst\u00e4nden nennen, eine eigenn\u00fctzige und feige Liebe: wenn die Umst\u00e4nde sich \u00e4ndern, k\u00f6nnte es sogar so weit kommen, dass sie jenen, den sie liebte, verkennt und vielleicht verachtet; zumal \u2013 weil nur die kontinuierlichen Akte Leben in der Seele bilden \u2013 wenn die Seele ihren Akt vollbringt, in eben diesem Akt das Licht, die Liebe, die Heiligkeit, die Gnade aufscheinen, je nach dem Akt, den sie tut.<br \/>\nDarum kann eine unstete Liebe und etwas Gutes, das unterbrochen ist, weder wahre Liebe, noch wahres Leben, noch wahres Gut genannt werden.\u201d<br \/>\nDann f\u00fcgte Er mit einem z\u00e4rtlicheren Tonfall hinzu: \u201eMeine Tochter, wenn du m\u00f6chtest, dass dein Jesus in dir seine liebevollen Pl\u00e4ne vollende, dann lass deine Liebe und deine Akte in meinem Willen kontinuierlich sein.<br \/>\nWenn Er n\u00e4mlich Kontinuit\u00e4t antrifft, so findet Er seine [eigene] g\u00f6ttliche Handlungsweise und bleibt in den best\u00e4ndigen Akt der Seele miteinbezogen und mitbeteiligt.<br \/>\nDann beeilt Er sich, seine Ratschl\u00fcsse mit ihr auszuf\u00fchren, da Er kraft ihrer unaufh\u00f6rlichen Akte den Platz, die notwendigen Vorbereitungen und das Leben selbst vorfindet, wo Er seine wunderbaren Pl\u00e4ne [wahr]machen und seine sch\u00f6nsten Werke vollenden kann; zumal jeder in meinem Willen getane Akt eine weitere Verkn\u00fcpfung zwischen dem G\u00f6ttlichen und dem menschlichen Willen ist, ein weiterer Schritt der Seele, tiefer ins Meer des Fiat hinein und ein gr\u00f6\u00dferer Anspruch, den sie erwirbt.\u201d<br \/>\nDann setzte ich mein Gebet vor dem Tabernakel der Liebe fort und sagte in meinem Inneren: \u2018Was tust Du, meine Liebe, in diesem Gef\u00e4ngnis der Liebe?\u2019 Und Jesus antwortete mir voller G\u00fcte:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, willst du wissen, was Ich mache? Ich gestalte meinen Tagesablauf. Wisse, dass Ich mein ganzes irdisches Leben in den Verlauf eines Tages einschlie\u00dfe. Mein Tag beginnt mit meiner Empf\u00e4ngnis und Geburt, die Schleier der Akzidenzien des Sakraments dienen Mir als Windel in meinem Kindesalter.<br \/>\nWenn die Menschen Mich aus Undank allein lassen und zu beleidigen suchen, gehe Ich in die Verbannung, in der Gesellschaft nur einiger liebender Seelen, die Mich wie eine zweite Mutter nicht verlassen k\u00f6nnen und Mir treue Gesellschaft leisten.<br \/>\nVom Exil ziehe Ich nach Nazareth und f\u00fchre mein verborgenes Leben in der Gesellschaft jener wenigen Guten, die Mich umgeben. Im weiteren Tagesverlauf gehe Ich, wenn die Gesch\u00f6pfe zu Mir kommen und Mich empfangen, in mein \u00f6ffentliches Leben, verk\u00fcnde wiederum das Evangelium und schenke allen meine Lehren, Hilfen und Tr\u00f6stungen, die sie brauchen.<br \/>\nIch handle als Vater, Lehrer und Arzt und wenn n\u00f6tig, auch als Richter. So verbringe Ich meinen Tag, indem Ich alle erwarte und allen Gutes tue. Wie oft ist es mein Los, alleine zu bleiben \u2013 ohne ein pochendes Herz in meiner N\u00e4he!<br \/>\nIch f\u00fchle eine W\u00fcste um Mich und bleibe allein \u2013 allein, um zu beten. Ich empfinde die Einsamkeit meiner in der W\u00fcste hier unten verbrachten Tage \u2013 o, wie leidvoll ist das f\u00fcr Mich!<br \/>\nIch, der Ich f\u00fcr alle der Herzschlag in jedem Herzen bin und eifers\u00fcchtig \u00fcber alle wache \u2013 f\u00fchle Mich einsam und verlassen! Doch mein Tag endet nicht blo\u00df in der Verlassenheit; es gibt keinen Tag, an dem Mich undankbare Seelen nicht beleidigen und sakrilegisch empfangen und somit bewirken, dass Ich meinen Tag mit meiner Passion und meinem Kreuzestod vollende.<br \/>\nAch, die sakrilegische Kommunion ist der grausamste Tod, den Ich in diesem Sakrament der Liebe empfange! So durchlebe Ich in diesem Tabernakel meinen Tag, an dem Ich all das vollbringe, was Ich in den dreiunddrei\u00dfig Jahren meines sterblichen Lebens erf\u00fcllte.<br \/>\nUnd da in allem, was Ich tat und tue, die erste Absicht, der erste Akt des Lebens der Wille meines Vaters ist, das \u201aDein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden\u2018, so tue Ich in dieser kleinen Hostie nichts anderes als Ihn anzuflehen, dass mein Wille und der meiner Kinder nur einer sei.<br \/>\nIch rufe dich in diesen G\u00f6ttlichen Willen, in Dem du mein ganzes Leben im Akt findest. Und wenn du diesem Leben nachfolgst, es gut erw\u00e4gst und aufopferst, dann vereinst du dich mit Mir in meinem eucharistischen Tag, damit mein Wille bekannt werde und auf Erden regiere.<br \/>\nSo kannst auch du sagen: \u2018Ich verbringe meinen Tag zusammen mit Jesus.\u2019\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 29; 12. September 1931)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #d49d3f;\">\u201eIch mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entrei\u00dft es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin\u201c (Jhn 10, 17-18)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte im ersten Band meiner Schriften gelesen, dass Unser Herr w\u00fcnschte, dass ich es bei den harten Pr\u00fcfungen, denen der Herr mich unterzog, akzeptieren solle, in den Kampf mit dem h\u00f6llischen Feind einzutreten.<br \/>\nDa \u00fcberlegte ich: \u2018Hier scheint mir ein Widerspruch vorzuliegen. Jesus hat mir n\u00e4mlich oft gesagt, dass die Seele, die in seinem G\u00f6ttlichen Willen lebt, weder Versuchungen noch Beunruhigungen ausgesetzt ist, und der Feind auch nicht die Macht hat, in das G\u00f6ttliche Fiat einzudringen, da Es ihn mehr brennen w\u00fcrde als das Feuer der H\u00f6lle selbst.<br \/>\nUm nicht noch mehr verbrannt zu werden, flieht er vor der Seele, die in Ihm lebt.\u2019 Als ich nun dies und vieles andere erwog, da bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:<br \/>\n\u201cMeine Tochter, du irrst dich, und es gibt auch keine Widerspr\u00fcche. Wisse dies: Ich sollte dich auf ganz besondere Weise rufen, in meinem G\u00f6ttlichen Willen zu leben, damit du selbst Ihn kennenlernst und anderen die Heiligkeit des Lebens in Ihm bekannt machst, damit Er auf Erden herrschen m\u00f6ge.<br \/>\nDarum musste Ich in dir die gesamte menschliche Heiligkeit zentrieren, um sie in dir zu vollenden und mit der wahren Heiligkeit des Lebens in meinem Willen den Anfang zu machen. Die Heiligkeit in der menschlichen Ordnung sollte der Fu\u00dfschemel sein, der Thron der Heiligkeit in der Ordnung meines G\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nDaher sagte Ich dir dies, seit damals, als Ich dich zum Stand des S\u00fchneopfers berief und zu allem, was du in jenem Zeitabschnitt erlittest, und ersuchte dich um deine Einwilligung. Nachdem du eingewilligt hattest, versetzte Ich dich in diesen Leidenszustand.<br \/>\nVon dir wollte Ich freiwilliges, und kein erzwungenes Leiden, denn es war dein Wille, den Ich sterben lassen und \u00fcber deinem Willen \u2013 gleichsam \u00fcber einem erloschenen Fl\u00e4mmchen, das gro\u00dfe Feuer der Sonne meines Fiat entz\u00fcnden wollte. Das freiwillige Leiden ist etwas Gro\u00dfes vor unserer H\u00f6chsten Majest\u00e4t.<br \/>\nDarum konnte unser Wille \u00fcber dem Tod deines in Leiden gleichsam ertr\u00e4nkten Willens, die Herrschaft f\u00fchren und dich zum Empfang des noch gr\u00f6\u00dferen Schatzes seiner Wahrheiten disponieren. War es nicht mein ganz freiwilliges Leiden \u2013 niemand konnte Mich dazu zwingen \u2013 welches das gro\u00dfe Gut der Erl\u00f6sung bewirkte?<br \/>\nSo war alles, was du damals littest, nichts anderes als die Vervollst\u00e4ndigung der Ordnung der Heiligkeit [in] menschlicher Art. Daher sagte Ich dir fast nichts \u00fcber die Heiligkeit des Lebens in meinem G\u00f6ttlichen Willen, Ich wollte n\u00e4mlich die eine [Heiligkeit] abschlie\u00dfen, um die andere zu beginnen.<br \/>\nUnd als Ich sah, dass du Mir \u2013 selbst um den Preis deines Lebens \u2013 nichts von dem, was Ich w\u00fcnschte, verweigert hast, und dein Wille dabei seinen Weg verlor und sich im st\u00e4ndigen Akt des Sterbens befand, da ging mein Wille seinen Weg und erlangte sein Leben in dir zur\u00fcck.<br \/>\nIm Ma\u00df, wie mein Wille sein Leben in dir zur\u00fcckgewann, offenbarte Er sich und erz\u00e4hlte dir seine lange Geschichte, seinen Kummer, und wie sehr Er sich nach seiner Herrschaft unter den V\u00f6lkern sehnt.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 26; 9. Mai 1929)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #d49d3f;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin immer unterwegs im G\u00f6ttlichen Fiat. Meine kleine Intelligenz bleibt nie stehen, sondern eilt stets dahin, damit ich, soweit ich kann, zusammen mit den unaufh\u00f6rlichen Akten str\u00f6men kann, die der G\u00f6ttliche Wille aus Liebe zu den Gesch\u00f6pfen vollbringt. Wenn ich daran denke, dass Er mich immer und unaufh\u00f6rlich liebt, dann kann ich nicht anders als [auch] in seiner Liebe zu str\u00f6men, um Ihn zu lieben \u2013 ich sp\u00fcre, dass ich Ihm [sonst] Unrecht t\u00e4te. Ich f\u00fchle mich vielmehr im Labyrinth seiner Liebe, und ohne Anstrengung liebe ich Ihn und m\u00f6chte seine Liebe erforschen, um wie viel mehr Er mich liebt.<br \/>\nIch bin \u00fcberrascht beim Anblick seiner unermesslichen Liebesmeere, w\u00e4hrend meine Liebe kaum ein paar kleine Tropfen umfasst, und was noch mehr ist, sie sind aus demselben Meer gesch\u00f6pft. Deshalb ist es angemessen f\u00fcr mich, in seinem Meer zu bleiben und Ihm zu sagen: \u201aDeine Liebe ist mein, lieben Wir einander also mit einer einzigen Liebe.\u2019 So beruhige ich mich und der G\u00f6ttliche Wille ist zufrieden. Man muss seine Liebe annehmen und k\u00fchn sein, sonst gibt man schlie\u00dflich gar nichts \u2013 bei einer so kleinen Liebe, dass sie quasi auf den Lippen stirbt. Doch als mein Geist Torheiten redete, machte mein guter Jesus, mein teures Leben, einen kurzen Besuch bei mir; Er schien mir wohlgef\u00e4llig zuzuh\u00f6ren und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine kleine Tochter, die Liebe, die Akte, die spontanen, zwanglosen Opfer, die Mir die Seele darbringt, sind Mir so wohlgef\u00e4llig, dass Ich sie, um sie noch mehr zu genie\u00dfen, in mein Herz einschlie\u00dfe, und meine Freude ist so gro\u00df, dass Ich stets wiederhole: \u201aWie sch\u00f6n sind sie, wie s\u00fc\u00df ist ihre Liebe! Ach, in ihnen finde Ich meine g\u00f6ttliche Weise, meine spontanen Leiden, meine Liebe, die immer liebt, ohne dass jemand Mich zwingen oder bitten w\u00fcrde.\u2019<br \/>\nWisse, dass eines der sch\u00f6nsten Charakteristika und gleichsam legitimes Eigentum und Tugend im Wesen meines G\u00f6ttlichen Willens die Spontaneit\u00e4t ist. Alles ist spontan in Ihm. Wenn Er liebt, wenn Er wirkt, wenn Er mit einem einzigen Akt Leben gibt und alles bewahrt, macht Er keinerlei Anstrengung, noch l\u00e4sst Er sich von jemandem dazu bitten. Sein Motto ist: \u201aIch will es, und Ich tue es.\u2019 Denn Anstrengung bedeutet Notwendigkeit, und Wir haben weder etwas noch irgendjemanden n\u00f6tig. Anstrengung bedeutet Mangel an Macht, w\u00e4hrend Wir doch von Natur aus m\u00e4chtig sind und alle von unserer Macht abh\u00e4ngen, und Wir in einem Augenblick alles tun k\u00f6nnen, und im n\u00e4chsten Augenblick, wenn Wir w\u00fcnschen, alles vernichten k\u00f6nnen. Zwang deutet hin auf Mangel an Liebe, w\u00e4hrend unsere Liebe so gro\u00df ist, dass es fast unglaublich ist.<br \/>\nDaher schufen Wir alles, ohne dass Uns jemand darum gebeten oder etwas gesagt h\u00e4tte. Selbst bei der Erl\u00f6sung gab es kein einziges Gesetz \u00fcber Mir, niemand konnte Mich verpflichten, so viel zu leiden bis hin zum Tod. Mein Gesetz war vielmehr die Liebe und die wirksame Kraft meiner g\u00f6ttlichen Spontaneit\u00e4t, sodass die Leiden zuerst in Mir gebildet wurden, Ich ihnen Leben verlieh, und Ich dann die Gesch\u00f6pfe erf\u00fcllte, und sie Mir die Leiden dann zur\u00fcckgaben. Und mit dieser spontanen Liebe, mit der Ich ihnen Leben gegeben hatte, nahm Ich diese [Leiden] entgegen. Niemand h\u00e4tte Mich gegen meinen Willen antasten k\u00f6nnen.<br \/>\nSo liegt alles Sch\u00f6ne, Gute, Heilige, Gro\u00dfe im spontanen Wirken, w\u00e4hrend einer, der gezwungenerma\u00dfen arbeitet und liebt, das Sch\u00f6nste einb\u00fc\u00dft. Man k\u00f6nnte dieses Wirken als Werke und Liebe ohne Leben bezeichnen, wie es auch tats\u00e4chlich so ist und folglich der Ver\u00e4nderlichkeit unterworfen, w\u00e4hrend die Spontaneit\u00e4t die Festigkeit im Guten hervorbringt. Nun, meine Tochter, das Zeichen, ob die Seele in meinem G\u00f6ttlichen Willen lebt, ist dies, dass sie spontan liebt, arbeitet und auch leidet. Zwang gibt es hier nicht.<br \/>\nMein Wille, der sie bei sich h\u00e4lt, teilt ihr seine Spontaneit\u00e4t mit, damit sie Ihn in seiner str\u00f6menden Liebe und seinen unaufh\u00f6rlichen Werken begleite. Ohne dieses sein charakteristisches spontanes Handeln, w\u00e4re es n\u00e4mlich eine Last f\u00fcr Ihn, die Seele in seinem lichtvollen Scho\u00df zu behalten. Vielmehr ist die Seele ganz darauf bedacht, auf mein G\u00f6ttliches Fiat zu schauen. Sie m\u00f6chte n\u00e4mlich nicht zur\u00fcckbleiben, sondern mit Ihm zugleich str\u00f6men, um mit seiner Liebe zu lieben und um sich in seinen Werken zu befinden, damit sie meinem Willen f\u00fcr diese Werke Vergeltung darbringe und seine Macht und sch\u00f6pferische Pracht lobpreise. So laufe und eile daher immer, und lass deine Seele zwanglos in meinen G\u00f6ttlichen Willen eintauchen, um gemeinsam seine liebenden Wege zur\u00fcckzulegen, die voller Kunstgriffe aus Liebe zu den Gesch\u00f6pfen sind.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 33; 21. Oktober 1934)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin in den Armen meines liebensw\u00fcrdigen Jesus, Der mich so sehr mit seinem Heiligen Willen umgibt, dass ich nicht ohne Ihn leben k\u00f6nnte. Ich f\u00fchle Den in mir, Der mit seiner lieblichen Herrschaft \u00fcber mein ganzes Inneres herrscht und sich mit unbeschreiblicher Liebe zum Leben meines Gedankens, meines Herzschlages und Atems macht. Er denkt, pocht, atmet zusammen mit mir und scheint mir zu sagen:<br \/>\n\u201aWie gl\u00fccklich bin Ich, dass du das Leben deines Gedankens, deines Herzschlages, von allem in dir f\u00fchlst und erkennst, dass Ich es bin! Du f\u00fchlst Mich in dir, und Ich f\u00fchle dich in Mir.<br \/>\nWir sind beide gl\u00fccklich, zu zweit nur eine einziges zu tun. So ist es mein Wille, dass das Gesch\u00f6pf f\u00fchlt und wei\u00df, dass Ich mit ihm bin, Mich zu allen seinen Akten herabneige und sie gemeinsam mit ihm vollbringe, um ihm die \u00c4hnlichkeit mit meinem Leben und meinen G\u00f6ttlichen Akten zu verleihen.<br \/>\nWie schmerzt es Mich, wenn sie Mich beiseite stellen und meine Herrschaft nicht anerkennen, und dass Ich wirklich Der bin, Der ihr Leben darstellt!\u2019<br \/>\nIndessen dachte ich mir: \u201aDas Kommen des Reiches des G\u00f6ttlichen Willens scheint mir unm\u00f6glich. Wie kann es kommen, wenn die \u00dcbel auf erschreckende Weise \u00fcberhandnehmen?\u2019<br \/>\nDiese Worte aber erregten den Unmut meines s\u00fc\u00dfen Jesus, und Er sagte zu mir: \u201eMeine gesegnete Tochter, wenn du daran zweifelst, glaubst du nicht an meine Macht und erkennst sie nicht an, die doch keine Grenzen hat und alles kann, wenn Ich es will.<br \/>\nDu sollst wissen, dass Wir bei der Erschaffung des Menschen unser Leben in ihn legten, er war unsere Wohnst\u00e4tte. Wenn Wir nun dieses unser Leben nicht mit seiner Zierde und Herrschaft, mit unserem vollen Triumph in Sicherheit bringen, indem Wir dem Menschen bekanntmachen, dass Wir in dieser Wohnung leben, und er sich geehrt f\u00fchlen m\u00f6ge, von einem Gott beherrscht und bewohnt zu sein; wenn Wir also das nicht tun, bedeutet dies, dass unsere Macht begrenzt, ihr Verm\u00f6gen nicht unendlich ist.<br \/>\nWer nicht die Macht hat, sich selbst zu retten, kann noch viel weniger die anderen retten. Vielmehr dient aber das wahre Gute, die grenzenlose Macht zuerst dazu, sich selbst zu retten und dann flie\u00dft sie in die anderen \u00fcber. Nun, als Ich auf die Erde kam, um zu leiden und zu sterben, wollte Ich den Menschen, d.h. meine Wohnst\u00e4tte, in Sicherheit bringen.<br \/>\nW\u00fcrde es nicht auch dir befremdlich scheinen, dass, w\u00e4hrend Ich die Wohnung in Sicherheit brachte, Ich als ihr Besitzer und Bewohner, ohne seine Rechte, ohne Herrschaft und unverm\u00f6gend sein sollte, sich selbst in Sicherheit zu bringen?<br \/>\nAch nein, nein, meine Tochter! Dies w\u00e4re absurd und gegen die Ordnung unserer unendlichen Weisheit gewesen. Die Erl\u00f6sung und das Reich meines Willens sind ganz eins und unzertrennlich miteinander verbunden.<br \/>\nMein Kommen auf die Erde bewirkte die Erl\u00f6sung des Menschen und sollte zugleich das Reich meines Willens errichten, damit Ich Mich selbst rette und Mir meine Rechte wieder nehme, die Mir als Sch\u00f6pfer mit Recht geb\u00fchren.<br \/>\nIch unterwarf Mich in der Erl\u00f6sung so vielen Dem\u00fctigungen, unerh\u00f6rten Leiden, ja sogar dem Kreuzestod und unterzog Mich allem, um meine Wohnung in Sicherheit zu bringen und die ganze Pracht, Sch\u00f6nheit und Herrlichkeit wiederherzustellen, mit der Ich sie errichtet hatte, damit sie von neuem Meiner w\u00fcrdig sei. \u2013 Als nun alles zu Ende schien und meine Feinde Genugtuung \u00fcber meinen Tod empfanden, da rief meine grenzenlose Macht meine Menschheit wieder zum Leben.<br \/>\nUnd mit der Auferstehung erstand alles zugleich mit Mir wieder auf: die Gesch\u00f6pfe, meine Leiden und die G\u00fcter, die Ich f\u00fcr sie erworben hatte. Wie meine Menschheit \u00fcber den Tod triumphierte, so erstand auch mein Wille wieder auf und triumphierte in den Gesch\u00f6pfen, wo (indem) Er sein Reich erwartet.<br \/>\nW\u00e4re meine Menschheit nicht auferstanden und h\u00e4tte Ich diese Macht nicht besessen, so w\u00e4re die Erl\u00f6sung gescheitert und man h\u00e4tte daran zweifeln k\u00f6nnen, ob es das Werk eines Gottes w\u00e4re. Es war meine Auferstehung, die zu erkennen gab, wer Ich war, und die alle Sch\u00e4tze besiegelte, die auf Erden zu bringen Ich gekommen war.<br \/>\nSo wird mein G\u00f6ttlicher Wille das doppelte Siegel sein, die \u00dcbertragung seines Reiches, das meine Menschheit besa\u00df, in die Seelen; zumal Ich ja f\u00fcr die Seelen dieses Reich meines G\u00f6ttlichen Willens in meiner Menschheit gebildet hatte. Warum also sollte Ich es ihnen nicht gew\u00e4hren? Es ist h\u00f6chstens eine Frage der Zeit, doch f\u00fcr Uns sind die Zeiten wie ein einziger Punkt.<br \/>\nUnsere Macht wird so gro\u00dfe Wunder wirken und den Menschen mit neuen Gnaden, neuer Liebe und neuem Licht \u00fcberh\u00e4ufen, dass unsere Wohnst\u00e4tten Uns erkennen und Uns freiwillig und spontan die Herrschaft \u00fcberlassen werden. Dann wird unser Leben mit seinen vollen Rechten im Menschen sichergestellt sein.<br \/>\nMit der Zeit wirst du sehen, was meine Macht zu tun vermag und tun kann, wie sie alles zu erobern versteht und die verstocktesten Rebellen \u00fcberw\u00e4ltigen kann. Wer kann je meiner Macht widerstehen?<br \/>\nMit einem einzigen Hauch werfe Ich alles nieder, vernichte und stelle alles wieder her, wie es Mir am besten gef\u00e4llt. Bete daher und lass deinen st\u00e4ndigen Ruf erschallen: \u201aEs komme das Reich deines Fiat, und dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.\u2018\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 33; 31. Mai 1935)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":78759,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-51663","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=51663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/51663\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=51663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=51663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=51663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}