{"id":56262,"date":"2024-11-02T13:00:33","date_gmt":"2024-11-02T12:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/31-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1228b-34\/"},"modified":"2024-11-05T16:01:51","modified_gmt":"2024-11-05T15:01:51","slug":"31-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1228b-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/31-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1228b-34\/","title":{"rendered":"31. SONNTAG IM JAHRESKREIS &#8211; B &#8211; (Mk 12,28b-34)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->28bIn jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? 29Jesus antwortete: Das erste ist: H\u00f6re, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. 30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.<br \/>\n31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist gr\u00f6\u00dfer als diese beiden. 32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen au\u00dfer ihm, 33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den N\u00e4chsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.<br \/>\n34Jesus sah, dass er mit Verst\u00e4ndnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eH\u00f6re\u2026\u201c (Mk 12,29)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eH\u00f6re\u2026\u201c (Mk 12,29)<br \/>\nMein armer Geist ist wie belagert vom G\u00f6ttlichen Willen. Ich m\u00f6chte so viele Wahrheiten sagen, die Ihn betreffen, die ich aber nicht fassen kann, weil meine Fassungskraft zu klein ist und ich gezwungen bin zu sagen: \u201aGenug f\u00fcr jetzt, Jesus.<br \/>\nDu willst so viel dar\u00fcber sagen, und ich bin unf\u00e4hig, diese Dinge zu behalten, kann sie auch nicht alle mitteilen, noch weniger sie niederschreiben, wie Du es willst\u2019. Und mein guter Jesus, der mit meiner Begrenztheit Mitleid hatte, sagte g\u00fctig zu mir: \u201eMeine kleine Tochter meines Wollens, f\u00fcrchte dich nicht.<br \/>\nDeine Kleinheit verliert sich in meinem Willen. Nicht du bist es, die seine Wahrheiten offenbaren soll, sondern Er selbst wird die Aufgabe \u00fcbernehmen, das zu erz\u00e4hlen, was Er bekannt machen will; daher wird Er deinen Geist erf\u00fcllen, sich zum Wort auf deinen Lippen machen und offenbaren, wer Er ist. Sicher kannst du es nicht aus dir heraus tun, doch wenn du nur deinen Willen in den Unseren legst, werden Wir alles arrangieren und offenbaren, was Wir sagen wollen.<br \/>\nDu sollst wissen, wenn Wir den Gesch\u00f6pfen Gutes tun oder eine Wahrheit bekanntgeben wollen, so ist dies das Gr\u00f6\u00dfte, was Wir ihnen geben k\u00f6nnen, denn indem Wir ihnen die Wahrheiten verk\u00fcnden, machen Wir eine Gabe daraus: zuerst lassen Wir sie im Scho\u00df unserer Gottheit heranreifen, und wenn Wir sie nicht l\u00e4nger in Uns zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen, geben Wir sie.<br \/>\nUnsere Liebe ist n\u00e4mlich so gro\u00df, dass Wir die Gesch\u00f6pfe im Besitz dieser Gabe sehen wollen, dass Wir Uns innigst danach sehnen und schmachten, ihnen diesen Schatz zu schenken.<br \/>\nWir befinden Uns in der leidvollen Lage einer armen Mutter, die ihre Leibesfrucht herangebildet hat. Kann sie diese nicht auf die Welt bringen, so glaubt sie zu sterben. Wir k\u00f6nnen zwar nicht sterben; doch wenn Wir die Wohltaten, die Wir als unsere Frucht schenken wollen, nicht auf die Welt bringen, ger\u00e4t unsere Liebe in ein gewaltiges \u00dcberma\u00df.<br \/>\nWenn die Menschen dies sehen k\u00f6nnten, w\u00fcrden sie begreifen, wie ein Gott zu lieben versteht und in welche Bedr\u00e4ngnis sie Uns bringen, wenn sie das Gut nicht empfangen [wollen], das Wir ihnen geben m\u00f6chten.<br \/>\nWenn Wir daher jemanden finden, der es aufnimmt, best\u00e4tigen Wir die Gabe, feiern ein Fest und f\u00fchlen Uns siegreich mit dem Gut, das Wir dieser Seele gegeben haben; und zwar deshalb, weil [wenigstens] eine einzige Seele unsere \u201eLeibesfrucht\u201c empfangen hat, die Wir mit so viel Liebe hervorgebracht haben. Diese [Frucht] wird sich von selbst den Weg bahnen, alle Gesch\u00f6pfe aufsuchen und mit seiner zeugenden Kraft so viele weitere Fr\u00fcchte wiedergeboren werden lassen.<br \/>\nSie wird die ganze Welt erf\u00fcllen. Wir werden die gro\u00dfe Ehre haben zu sehen, wie unsere Gabe, unsere G\u00fcter, den Himmel und die Erde erf\u00fcllen, und Seelen als Besitzer, die sie haben wollen.<br \/>\n\u00dcberall werden Wir die liebevollen Stimmen vernehmen, die Noten unserer beredten Liebe, die Uns f\u00fcr die unterdr\u00fcckte Liebe entsch\u00e4digen, denn Wir k\u00f6nnten diese unsere Frucht nicht hervorbringen, wenn Wir nicht wenigstens ein Gesch\u00f6pf f\u00e4nden, das sie empfangen wollte.<br \/>\nF\u00fcr Uns ist das Tun des Guten eine Passion, das Geben ist andauernde Leidenschaft unserer Liebe. Wenn Wir nun eine Seele finden, die dieses Gut aufnimmt, nehmen Wir in der Gabe unser Leben und unsere Ruhe wahr.<br \/>\nDarum lieben Wir die Seele, die sich als erste zur Verf\u00fcgung stellt, unsere Frucht aufzunehmen, so sehr, dass Wir Uns ihr anvertrauen und sie zu unserer Sekret\u00e4rin machen; da sie sich nun von Uns so sehr geliebt sieht, \u00fcbernimmt sie die Verpflichtung, Uns f\u00fcr alle zu lieben.<br \/>\nO, welch ein Wettbewerb entwickelt sich da zwischen Uns beiden! Du musst wissen, dass jedes Wort von Uns ein Ausbruch der Liebe ist, den Wir dem Gesch\u00f6pf zuwenden. So ist jedes Wort \u00fcber unseren G\u00f6ttlichen Willen, ein Liebeserguss von Uns.<br \/>\nDa Uns dieser Liebeserguss erquickt, haben Wir nicht zu sprechen aufgeh\u00f6rt, um die Kette unserer \u201eLiebesausbr\u00fcche\u201c zu bilden, denn Wir hatten die Liebe in Uns zur\u00fcckgedr\u00e4ngt gehabt.<br \/>\nWenn du w\u00fcsstest, was dieser unser Liebesausbruch bedeutet, die Wohltaten, die er mit sich bringt! Er f\u00fcllt Himmel und Erde aus, umh\u00fcllt alle, legt Balsam auf die Leiden, macht sich zum Tag in der Nacht der Schuld, bekehrt die S\u00fcnder, richtet die auf, die im Guten schwanken und best\u00e4rkt die Guten.<br \/>\nKurzum, es gibt nichts Gutes, das ein Wort von Uns, das einen Liebesausbruch in sich schlie\u00dft, nicht tun k\u00f6nnte. Uns zum Sprechen zu bringen ist also die h\u00f6chste Wohltat, die den Gesch\u00f6pfen erwiesen werden kann, es ist die Uns vergoltene Liebe; es bedeutet, den Gesch\u00f6pfen das Leben Gottes zu vermitteln und stellt die gr\u00f6\u00dfte Glorie dar, die Wir empfangen k\u00f6nnen.<br \/>\nWas kann ein Wort von Uns nicht bewirken? Alles! Wer es mit Bereitschaft anh\u00f6rt, der verleiht unserem Wort sozusagen Leben, denn Wir sprechen nie, ohne vorher eine Seele zu finden, die Uns anh\u00f6ren will. Jemand also, der Uns zuh\u00f6rt, liebt Uns so sehr, dass Wir das Gef\u00fchl haben, als ob er Uns mitten unter den Menschen das Leben geben wollte, und Wir stellen ihm unser Leben zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nH\u00f6re Uns daher aufmerksam an und lass zu, dass Wir unser Herz in Liebe [dir gegen\u00fcber] aussch\u00fctten. Oft n\u00e4mlich, wenn Wir niemanden finden, bei dem Wir diese unsere Liebe ergie\u00dfen k\u00f6nnen, verwandeln sich diese Liebesausbr\u00fcche zu Recht in Gerechtigkeit.\u201c \u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 35; 12. September 1937)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Jesus verstummte, und ich dachte \u00fcber seine Worte nach. Ich erblickte alle Leiden in mir aufgereiht, die ich erduldet hatte: sie sandten Lichtstrahlen aus und bildeten, in die Leiden Jesu umgewandelt, die g\u00f6ttliche St\u00fctze und Verteidigung f\u00fcr die Seelen und flehten und seufzten st\u00e4ndig um das Kommen und die Herrschaft des G\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nDann nahm Er seine Rede wieder auf: \u201eMeine gute Tochter, unsere Liebe ist so gro\u00df, dass sie \u00fcberall und allerorts, auch im kleinen Grashalm, in der Luft, die das Gesch\u00f6pf einatmet, im Wasser, das es trinkt, und sogar unter seinen Schritten, wenn es auf der Erde geht, unsere Stimmen h\u00f6ren l\u00e4sst, die vor Liebe schmachtend ausrufen: \u201aIch liebe dich, Ich liebe dich, Ich liebe dich!\u2018<br \/>\nDoch unsere Liebe findet keine Ruhe, wenn sie sich nicht vom Gesch\u00f6pf erh\u00f6rt sieht, das ihr sein \u201aIch liebe Dich, ich liebe Dich\u2019 wiederholt. In unserem Liebestaumel und unserem Schmerz sagen Wir: \u201aAch, h\u00f6rt Uns denn niemand?<br \/>\nAch, niemand wiederholt Uns: \u201aIch liebe Dich, ich liebe Dich?\u2018 Wozu sagen Wir \u201aIch liebe dich, Ich liebe dich\u2019, wenn niemand es Uns erwidert und vergilt? Zu wem sagen Wir \u201aIch liebe dich\u2019? Zur Luft, zum Wind, in die Leere?<br \/>\nUnser \u201aIch liebe dich\u2019 findet niemanden, an den es sich richten, auf den es sich st\u00fctzen kann, wenn es nicht das \u201aIch liebe Dich\u2019 des Menschen findet, das unseren Liebesakt aufnimmt, um mit dem seinen zu vergelten, damit seine Liebe in unserer unermesslichen Liebe Zuflucht findet, um sich aufzust\u00fctzen und immer mehr zu wachsen.<br \/>\nWenn das Gesch\u00f6pf unser \u201aIch liebe dich\u2019 h\u00f6rt und es Uns erwidert, sagen Wir in unserer Liebesglut und wie vers\u00f6hnt von seiner Liebe: \u201aDa Wir geh\u00f6rt worden sind, hat unsere Liebe jemanden gefunden, an den sie sich richten, wo sie Zuflucht finden kann.<br \/>\nWir sind anerkannt worden, denn Wir haben eine Seele gefunden, die Uns ihre Liebe beteuert, und unsere Liebe feiert ein Fest. Finden Wir jedoch niemanden, der Uns einen Liebesakt schenkt, dann haben Wir niemanden, der Uns weder erkennt, noch Uns anh\u00f6rt, noch Uns liebt. Wie hart ist es, zu lieben und nicht geliebt zu werden!<br \/>\nWie gerne m\u00f6chte Ich, dass alle wissen, dass Ich sie mit meiner Liebe st\u00fctze und umarme: sie liebe und atmen lasse, sie liebe und ihnen den Herzschlag gebe, sie liebe und ihnen das Wort verleihe, sie liebe und ihnen den Schritt gebe, sie liebe und ihnen Bewegung, Gedanken, Nahrung und Wasser schenke.<br \/>\nAlles, was sie sind und empfangen, ist die Wirkung meiner t\u00e4tigen Liebe. Ist es daher nicht eine schreckliche Undankbarkeit, Mich nicht zu lieben? Es bedeutet, dass sie unsere Liebe zur M\u00e4rtyrin machen, da Wir lieben und nicht wiedergeliebt werden.\u201c<br \/>\nDa \u00fcberlegte ich: \u201aDoch wie kann die Seele wissen, wenn Unser Herr ihr seine wiederholten und ununterbrochenen \u201aIch liebe dich\u2019 sagt, um diese dann mit ihren Liebesakten zu vergelten?\u2019 Da erwiderte mein s\u00fc\u00dfer Jesus:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, und doch kann sie es leicht wissen. Wenn die Seele meinen G\u00f6ttlichen Willen als eigenes Leben besitzt, verleiht Er ihr sein g\u00f6ttliches Geh\u00f6r und l\u00e4sst sie vernehmen, wann der Sch\u00f6pfer zu ihr sagt: \u201aIch liebe dich\u2019.<br \/>\nEr gibt nicht nur das Geh\u00f6r, sondern auch sein g\u00f6ttliches Wort, sodass das Geh\u00f6r h\u00f6rt und das Wort \u201aIch liebe dich\u2019 spricht. Ja, sogar bevor Er ihr \u201aIch liebe dich\u2019 sagt, macht Er die Seele schon aufmerksam, dass sie das \u201aIch liebe dich\u2019 ihres Gottes empfangen soll, und die Seele geht mit ihrem \u201aIch liebe Dich\u2019 dem g\u00f6ttlichen \u201aIch liebe dich\u2019 entgegen, um gleichsam mit ihrem Sch\u00f6pfer in Wettstreit zu treten\u2026<br \/>\nMein Wille m\u00f6chte der in Ihm lebenden Seele alles geben. Er umf\u00e4ngt sie mit seinen Armen und l\u00e4uft hinter ihr mit seinen Schritten her. Wir f\u00fchlen unsere g\u00f6ttliche Natur ganz [aus] Liebe und haben das Bed\u00fcrfnis, zu lieben \u2013 und zwar so sehr, dass Wir, wenn Uns jemand am Lieben hindern wollte, ersticken w\u00fcrden, als wollte man unserem g\u00f6ttlichen Leben den Atem rauben; in Uns ist n\u00e4mlich die Atmung, die Bewegung, unser eigener Wille nichts als Liebe, und nicht zu lieben ist f\u00fcr Uns unm\u00f6glich.<br \/>\nIn gleicher Weise f\u00fchlt die Seele, die unseren Willen besitzt, das Bed\u00fcrfnis, Uns zu lieben und stets zu lieben. Darum vermag nur unser Wille die Ordnung zwischen Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf herzustellen, Er verleiht ihm Kenntnis \u00fcber unsere Liebe und Heiligkeit und bringt es in Verbindung mit unserem H\u00f6chsten Sein.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 35; 29. November 1937)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDarum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft\u201c (Mk 12, 30)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich ein Buch gelesen hatte, das von den Tugenden handelte, war ich besorgt, als ich mich selbst ansah, da ich in mir keinerlei Tugend erblickte; wenn es nicht nur das w\u00e4re, dass ich Ihn einfach lieben will, Ihn ersehne, Ihn liebe und vom gebenedeiten Jesus geliebt werden m\u00f6chte, w\u00fcrde nichts, gar nichts von Gott in mir existieren.<br \/>\nAls ich nun in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand war, sagte mein anbetungsw\u00fcrdiger Jesus zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, je n\u00e4her die Seele dem Ende kommt, um sich der Quelle alles Guten zu n\u00e4hern, welche die wahre und vollkommene Liebe Gottes ist, in der alles versenkt bleibt und wo allein die Liebe flie\u00dft, um der Motor von allem zu sein, umso mehr verliert sie alle Tugenden, die sie auf ihrem Weg ge\u00fcbt hat, um alles in die Liebe einzuschlie\u00dfen und von allem auszuruhen, um nur zu lieben.<br \/>\nVerlieren nicht die Seligen im Himmel alles, um allein zu lieben? So empfindet die Seele, je weiter sie voranschreitet, umso weniger das verschiedenartige Wirken der Tugenden, denn die Liebe, die sie alle umh\u00fcllt, wandelt sie in sich selbst um und l\u00e4sst sie in sich ruhen wie viele edle Prinzessinnen, wobei sie allein arbeitet und ihnen allen das Leben gibt.<br \/>\nW\u00e4hrend die Seele sie nicht wahrnimmt, findet sie doch alle in der Liebe, aber noch sch\u00f6ner, reiner, vollkommener, edler. Wenn die Seele die Tugenden bemerkt, ist es ein Zeichen, dass sie von der Liebe getrennt sind.<br \/>\nEin Beispiel: Eine Seele erh\u00e4lt einen Auftrag und sie \u00fcbt den Gehorsam, um jener Person zu gehorchen, um die Tugend zu erwerben, ihren eigenen Willen zu opfern, und aus vielen anderen m\u00f6glichen Gr\u00fcnden.<br \/>\nIndem sie so handelt, merkt sie schon, dass sie den Gehorsam \u00fcbt und sp\u00fcrt die M\u00fche und das Opfer, das diese Tugend mit sich bringt. Ein anderer gehorcht nicht um dieser Person willen, noch aus anderen Gr\u00fcnden, sondern da er wei\u00df, dass sein Ungehorsam Gott missfallen w\u00fcrde, sieht er Gott in jenem, der ihm den Auftrag gibt und opfert aus Liebe zu Gott alles und gehorcht.<br \/>\nDie Seele bemerkt dabei nicht, dass sie gehorcht, sondern nur, dass sie liebt, da sie nur aus Liebe gehorcht hat, sonst w\u00e4re sie [aus demselben Grund] ungehorsam gewesen; und so ist es mit allem \u00dcbrigen.<br \/>\nHabe daher Mut auf der Reise, denn je weiter du vorankommst, umso schneller wirst du schon hier auf der Erde im Voraus die ewige Seligkeit der einzigen und wahren Liebe genie\u00dfen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 16. Oktober 1905)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte die Kommunion empfangen, als mir pl\u00f6tzlich der Gedanke kam, wie ich mich noch mehr als zuvor an meinen gebenedeiten Jesus anschmiegen k\u00f6nne; und Er sprach zu mir:<br \/>\n\u201eUm dich noch enger an Mich anzuschmiegen, bis du dein ganzes Wesen in Mir verlierst, so wie Ich das Meine in das deine \u00fcbertrage, musst du in allem das nehmen, was Mir geh\u00f6rt und in allem von dem, was dir geh\u00f6rt, Abstand nehmen; sodass du, wenn deine Gedanken stets auf Heiliges gerichtet sind und auf das, was das Gute, die Ehre und Verherrlichung Gottes betrifft, [dies bedeutet, dass du] deinen Verstand losl\u00e4sst und den Verstand Gottes annimmst; wenn du sprichst, wenn du Gutes tust und das nur aus Liebe zu Gott, dann l\u00e4sst du deinen Mund, deine H\u00e4nde los und nimmst meinen Mund und meine H\u00e4nde; wenn du heilige und aufrichtige Wege gehst, dann wirst du mit meinen eigenen F\u00fc\u00dfen gehen; wenn dein Herz nur Mich liebt, l\u00e4sst du dein Herz zur\u00fcck und nimmst das meine und liebst Mich mit meiner eigenen Liebe, und so ist mit allem \u00fcbrigen; so wirst du also von allen meinen Dingen umh\u00fcllt werden, und Ich mit all den deinen.<br \/>\nKann es eine innigere Vereinigung als diese geben? Wenn die Seele so weit kommt, sich selbst nicht mehr zu erkennen, sondern [nur] das G\u00f6ttliche Wesen in sich selbst, sind das die Fr\u00fcchte der guten Kommunionen, und dies ist ja die Absicht Gottes, wenn Er sich den Seelen [in der Kommunion] mitteilen m\u00f6chte.<br \/>\nDoch wie oft wird meine Liebe vereitelt, und wie wenige Fr\u00fcchte ernten die Seelen von jenem Sakrament, sodass der Gro\u00dfteil von ihnen dieser g\u00f6ttlichen Speise gegen\u00fcber gleichg\u00fcltig und sogar von ihr angewidert ist!\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 8; 8. Januar 1909)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war weiter in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand, als sich Jesus kurz wie ein Blitz sehen lie\u00df und zu mir sagte: \u201eMeine Tochter, es gibt nichts, was die Liebe \u00fcbertreffen kann, weder die Doktrin noch die W\u00fcrde und noch weniger der Adel.<br \/>\nEs kann h\u00f6chstens sein, dass einer diese Dinge zum Guten n\u00fctzt, um Spekulationen \u00fcber mein Wesen anzustellen, und Mich dadurch mehr oder weniger gut erkennt. Aber wem gelingt es, Mich zu seinem eigenen \u201eGegenstand\u201c zu machen? Der Liebe.<br \/>\nWer kommt so weit, Mich wie eine Speise zu essen? Die Liebe. Wer Mich liebt, der \u201everschlingt\u201c Mich. Wer Mich liebt, findet mein Wesen in jedem Partikel seines Wesens gleichgestaltet.<br \/>\nZwischen einem, der Mich wirklich liebt und den anderen \u2013 wie auch immer ihre Verfassung oder Qualit\u00e4t sein mag \u2013 besteht ein solcher Unterschied, wie zwischen dem, der einen wertvollen Gegenstand kennt, sch\u00e4tzt und w\u00fcrdigt, ihn aber nicht besitzt, und dem, der das kostbare Objekt als sein Eigen besitzt; wer ist der Gl\u00fccklichere von beiden, der welcher es kennt, oder der es besitzt? Sicher der Besitzer.<br \/>\nSo ersetzt die Liebe auch die Lehre und \u00fcbertrifft sie noch; sie kommt f\u00fcr die W\u00fcrde auf und \u00fcbertrifft alle m\u00f6gliche W\u00fcrden, indem sie der Seele G\u00f6ttliche W\u00fcrde verleiht; sie ersetzt alles und \u00fcbertrifft alles.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 9; 20. Mai 1909)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin in meinem gewohnten Zustand, lie\u00df sich mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus in einem blendenden Licht sehen, und dieses Licht l\u00f6ste sich in einen Lichtregen auf und regnete \u00fcber die Seelen herab.<br \/>\nDoch viele empfingen diesen Lichtstrom nicht, sie waren wie verschlossen, und der Strom floss dort, wo er offene Seelen vorfand, die ihn aufnahmen. Und mein s\u00fc\u00dfer Jesus sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, der Fluss meiner Gnaden tritt in die Seelen ein, die aus reiner Liebe wirken.<br \/>\nNur die Absicht, Mich zu lieben, h\u00e4lt die Seelen offen, den Fluss aller meiner Gnaden aufzunehmen. Liebe bin Ich, Liebe sind sie, so sind sie in st\u00e4ndigem Fluss f\u00fcr Mich und Ich f\u00fcr sie.<br \/>\nDie jedoch f\u00fcr menschliche Ziele arbeiten, sind f\u00fcr Mich verschlossen, ihre Str\u00f6mung ist offen f\u00fcr alles, was menschlich ist, und sie empfangen den Fluss dessen, was menschlich ist.<br \/>\nWer arbeitet, um zu s\u00fcndigen, empf\u00e4ngt den Strom der Schuld, wer f\u00fcr teuflische Absichten arbeitet, empf\u00e4ngt den Strom der H\u00f6lle. Die Absicht im Handeln verleiht dem Menschen verschiedene Schattierungen, die ihn sch\u00f6n oder h\u00e4sslich machen, in Licht oder Finsternis verwandeln, in die Heiligkeit oder die S\u00fcnde.<br \/>\nWie der Zweck des Handelns ist, so ist der Mensch; deshalb tritt mein Fluss nicht in alle ein, und da er von den vor Mir verschlossenen Seelen zur\u00fcckgewiesen wird, entl\u00e4dt er sich noch m\u00e4chtiger und \u00fcberstr\u00f6mender \u00fcber die offenen Seelen.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 13; 22. Dezember 1921)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie unterscheidet sich doch unser Wirken und die Liebe, mit der Wir handeln, von jener des Gesch\u00f6pfes! Unsere Liebe zu dem Werk, das Wir vollbringen, ist so gro\u00df, dass Wir nicht zulassen, dass es aus Uns heraustrete, damit es seine Sch\u00f6nheit, mit der Wir es schufen, nicht einb\u00fc\u00dfe.<br \/>\nWenn hingegen der Mensch ein sch\u00f6nes Werk oder einen verdienstvollen Akt vollbringt, kann er sein Werk nicht in sich selbst behalten, sondern wei\u00df oft gar nicht, was aus seinem Werk wurde \u2013 ob es verschmutzt oder zerschlissen ist \u2013 was ein Zeichen der geringen Liebe zu seinen eigenen Werken ist.<br \/>\nUnd da der Mensch durch die S\u00fcnde seinen Ursprung verlassen hat, d.h., den prim\u00e4ren Willen Gottes, von Dem er ausging, verlor er die wahre Liebe zu Gott, zu sich selbst und zu seinen eigenen Werken.<br \/>\nIch w\u00fcnschte, dass der Mensch freiwillig und nicht gezwungen in meinem Willen bleibe, denn Ich liebte ihn mehr als alle anderen geschaffenen Dinge und wollte ihn als K\u00f6nig inmitten meiner Werke sehen.<br \/>\nDoch der undankbare Mensch wollte aus seinem Ursprung heraustreten; daher ver\u00e4nderte er sich und verlor seine Frische und Sch\u00f6nheit und wurde dem Wechsel st\u00e4ndiger Ver\u00e4nderungen unterworfen. Und so sehr Ich ihn auch zur R\u00fcckkehr in seinen Ursprung rufe \u2013 er stellt sich taub und gibt vor, Mich nicht zu h\u00f6ren.<br \/>\nDoch meine Liebe ist so gro\u00df, dass Ich auf ihn warte und weiterhin rufe.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 17; 27. Januar 1925)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, die erste Pflicht des Gesch\u00f6pfs ist es, Den anzubeten, Der es erschaffen hat. Der erste Akt, der von Heiligkeit spricht, ist die Pflicht. Die Pflicht ruft die Ordnung nach sich, und die Ordnung l\u00e4sst die sch\u00f6nste Harmonie zwischen Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf erstehen: die Harmonie des Willens, Harmonie der Liebe, der Handlungsweisen und der Nachahmung; die Pflicht ist die Substanz der Heiligkeit.<br \/>\nDa alle geschaffenen Dinge die Pr\u00e4gung der wahren Anbetung besitzen und gleichsam in ihrem Wesen haben, kann das Gesch\u00f6pf, mit diesen Dingen vereint, ihrem Sch\u00f6pfer die vollkommenste Anbetung darbringen.<br \/>\nJedes geschaffene Ding ist also eine tiefe Anbetung Dessen, der es erschaffen hat, und wenn sich das [menschliche] Gesch\u00f6pf mit diesen Dingen vereint, bewirkt es kraft unseres Willens, dass alle anbeten und erweist Gott die Schuldigkeit [im Namen] eines jeden einzelnen.<br \/>\nDie Seele erhebt sich \u00fcber alle Werke und bringt Uns alle und ihr Herzschlag pocht dann in unserem und sie atmet in unserem Atem. O, wie lieblich und wohlgef\u00e4llig ist Uns dieser Herzschlag und dieser Atem in Unserem!<br \/>\nAls Vergeltung daf\u00fcr schlagen Wir im Herzen des Gesch\u00f6pfes und atmen in seinem Atem, wobei Wir ihm den g\u00f6ttlichen Herzschlag und Atem als Leben, als Verm\u00e4chtnis und als Zunahme an unserem H\u00f6chsten Sein in ihm schenken.<br \/>\nUnd siehe, zur Pflicht der Anbetung kommt die erste Pflicht [des Gesch\u00f6pfes] vom Akt der Erschaffung hinzu, dass n\u00e4mlich das Gesch\u00f6pf seinem Sch\u00f6pfer das Leben in seiner eigenen Seele gebe und Ihm die Herrschaft \u00fcberlasse; so kann sich Gott frei [in der Seele] formen, pochen, atmen und die Seele mit Liebe erf\u00fcllen, damit Er konkret sagen kann: \u201aDieses Gesch\u00f6pf ist der Tr\u00e4ger seines Sch\u00f6pfers und l\u00e4sst Mich tun, was Ich will; das ist so wahr, dass Ich sogar seinen Herzschlag besitze.<br \/>\nEs besitzt nichts Eigenes. Was ihm geh\u00f6rt, ist Mein, und was Mein ist, ist sein. Ich habe meinen Ehrenplatz in ihm, und es hat den Ehrenplatz in Mir.\u2019 So geben Himmel und Erde einander den Kuss des Friedens und der immerw\u00e4hrenden Einheit.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 33; 10. Juni 1935)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-56262","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56262"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56262\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}