{"id":56543,"date":"2024-11-09T12:00:51","date_gmt":"2024-11-09T11:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/32-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1238-44-2\/"},"modified":"2024-11-06T21:24:05","modified_gmt":"2024-11-06T20:24:05","slug":"32-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1238-44","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/32-sonntag-im-jahreskreis-b-mk-1238-44\/","title":{"rendered":"32. SONNTAG IM JAHRESKREIS &#8211; B &#8211; (Mk 12,38-44)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">38In jener Zeit lehrte Jesus eine gro\u00dfe Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gew\u00e4ndern umher, lieben es, wenn man sie auf den Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen gr\u00fc\u00dft, 39und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenpl\u00e4tze haben.<br \/>\n40Sie bringen die Witwen um ihre H\u00e4user und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so h\u00e4rter wird das Urteil sein, das sie erwartet. 41Als Jesus einmal dem Opferkasten gegen\u00fcbersa\u00df, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel.<br \/>\n42Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine M\u00fcnzen hinein. 43Er rief seine J\u00fcnger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern.<br \/>\n44Denn sie alle haben nur etwas von ihrem \u00dcberfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das N\u00f6tigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besa\u00df, ihren ganzen Lebensunterhalt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eSie\u2026 verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete\u201c (Mk 12, 40)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Ich folgte also in meinem Inneren dem Heiligsten und anbetungsw\u00fcrdigen G\u00f6ttlichen Willen, und mein s\u00fc\u00dfer Jesus f\u00fcgte hinzu: \u201eMeine Tochter, die inneren Akte einer Seele, die den Willen Gottes tut, sind frei von jedem \u00dcbel und Schatten eines Mangels.<br \/>\nNur Gott ist Zeuge eines inneren Aktes, und w\u00e4hrend niemand auf ihn hinzeigt, niemand ihn betrachtet, niemand davon spricht, so weist Gott als Zeuge des Wirkens des Gesch\u00f6pfs, in dessen Inneres es niemandem gegeben ist einzutreten, auf diesen Akt hin, betrachtet ihn, und spricht zum ganzen Himmel und sehr oft auch zur Erde von den gro\u00dfen Wundern des inneren Wirkens dieses Gesch\u00f6pfs.<br \/>\nEs ist der gr\u00f6\u00dfte Akt und die gr\u00f6\u00dfte Ehre f\u00fcr eine Seele, wenn Gott auf sie hinweist, sie betrachtet und von ihr spricht, und kann nicht von den gro\u00dfen Werken ausgeschlossen werden, die Gott durch sie vollbringen wird.<br \/>\nDie inneren Akte sind wie Wunden, Pfeile, Stiche f\u00fcr die Brust Gottes, wie himmlische Boten, die aus dem Gesch\u00f6pf hervorgehen und eilends zu ihrem Sch\u00f6pfer fliegen und die Pr\u00e4gung der Glorie und der Liebe tragen und [des Wunsches,] nur Dem zu gefallen, Der es erschaffen hat.<br \/>\nTats\u00e4chlich, wer sieht, h\u00f6rt und sch\u00e4tzt all das, was du in deinem Inneren tust? Niemand, nur Ich bin Zeuge davon, ich h\u00f6re und sch\u00e4tze sie (die Akte).<br \/>\nDeshalb w\u00e4hlen Wir bei unseren gr\u00f6\u00dften Werken Seelen, die scheinbar nichts Gro\u00dfes und Wunderbares an sich haben, sondern innerliche Seelen, die weder von menschlichem Ansehen beeintr\u00e4chtigt sind, noch von l\u00e4rmender Gro\u00dfartigkeit, Ehre und Selbstsch\u00e4tzung, welche \u00e4u\u00dferliche Werke mit sich bringen.<br \/>\nIn der Tat erw\u00e4hlten Wir bei der Erl\u00f6sung eine einfache Jungfrau, ohne \u00e4u\u00dferen Glanz, doch ihr Inneres war [so] sprechend, dass sie ihrem Sch\u00f6pfer stets von Du zu Du etwas zu sagen wusste, dass sie Ihn besiegte und die Erl\u00f6sung erlangte.<br \/>\nSo handelten Wir auch beim Reich des G\u00f6ttlichen FIAT. Wir haben eine weitere, ganz innerliche Seele auserw\u00e4hlt, die Uns viel sagen und Gott anflehen wird, das hei\u00df ersehnte Reich zu gew\u00e4hren.<br \/>\nDie \u00e4u\u00dferen Akte, auch die guten und heiligen, k\u00f6nnen Mir nicht so wie die inneren Akte gefallen, denn die \u00e4u\u00dferen sind fast immer von der Luft der eigenen Ehre, der menschlichen Wertsch\u00e4tzung und zuweilen auch vom Tadel durchtr\u00e4nkt, und ein armes Herz f\u00fchlt in sich die Wirkungen des Lobes wie auch des Tadels, nachdem es Opfer gebracht hat; das [ungeordnet] Menschliche tritt auf und erf\u00fcllt mit seiner dunklen Aura die Akte der Seele, und diese Akte erreichen Mich nicht so rein, wie sie sein sollten.<br \/>\nEin innerlicher Akt jedoch wird weder getadelt, noch gelobt, und nichts Menschliches kann da eintreten. Da sich die Seele selbst von niemandem beobachtet sieht, kommt es ihr vor, als tue sie nichts Gro\u00dfes, und daher sind ihre Akte alle von himmlischer Luft getr\u00e4nkt.<br \/>\nSei daher aufmerksam und lass dein Inneres stets in meinem Willen kreisen.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 22; 30. Juli 1927)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein armer Geist befasst sich stets mit dem G\u00f6ttlichen Fiat, das sich nicht nur zum Leben, sondern auch zur Speise machen will, da das Leben ohne Speise vor Hunger sterben w\u00fcrde.<br \/>\nDaher n\u00e4hrt Er mich sehr h\u00e4ufig mit der k\u00f6stlichen und himmlischen Speise neuer Wahrheiten \u00fcber den G\u00f6ttlichen Willen, damit Er mich nicht nur n\u00e4hrt, sondern auch sein Leben in mir wachsen l\u00e4sst.<br \/>\nO, wie oft f\u00fchle ich das Bed\u00fcrfnis, dass der gebenedeite Jesus mir \u00fcber seinen Willen erz\u00e4hle, da ich vor Hunger zu sterben glaube! Da mein liebensw\u00fcrdiger Jesus selbst diesen Hunger in mir w\u00fcnscht und erweckt, besuchte Er meine kleine Seele und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, dein Wunsch, von meinem n\u00e4hrenden Wort gespeist zu werden, verwundet mein Herz. So eile Ich verwundet zu dir und reiche dir meine g\u00f6ttliche Speise, die nur Ich allein zu geben vermag.<br \/>\nMein Wort ist Leben und bildet in dir das Leben Gottes, es ist Licht und erleuchtet dich und l\u00e4sst in dir die Kraft zur Erleuchtung zur\u00fcck, die dir stets Licht gibt. Mein Wort ist Feuer, das dir Glut bringt, es ist Speise und n\u00e4hrt dich.<br \/>\nNun musst du wissen, dass Ich nicht auf die \u00e4u\u00dfere Handlung des Menschen sehe, sondern auf seine Absicht, die das Leben der Handlung darstellt und gleichsam ihre Seele ist; die Handlung verh\u00fcllt quasi die Absicht.<br \/>\nAuch beim Paar von Seele und Leib ist es nicht [blo\u00df] der K\u00f6rper, der denkt, spricht, arbeitet, geht und den Herzschlag ausf\u00fchrt.<br \/>\nVielmehr ist es die Seele, die den Gedanken, Worten und Bewegungen Leben verleiht, sodass der Leib wie eine H\u00fclle f\u00fcr die Seele ist, die sie bedeckt und sich zu deren Tr\u00e4ger macht. Aber der vitale Teil, die Handlungen und Schritte liegen bei der Seele. So ist die Absicht das wahre Leben der Handlung.<br \/>\nWenn du nun meinen G\u00f6ttlichen Willen als Leben deines Geistes, als Schlag deines Herzens, als Handlung deiner H\u00e4nde usw. herbeirufst, so formst du das Leben der Intelligenz meines G\u00f6ttlichen Willens in deinem Geist; das Leben seiner Handlungen in deinen H\u00e4nden, seinen g\u00f6ttlichen Schritt in deinen F\u00fc\u00dfen; sodass all deine Akte das g\u00f6ttliche Leben verh\u00fcllen, das du mit deiner Absicht im Inneren deiner Akte gebildet hast.<br \/>\nWas aber ist diese Absicht? Es ist dein Wille, der an den Meinen appellierend, sich von sich selbst leermacht und in seinem Akt einen freien Raum schafft, um der Handlung meines Willens Platz zu machen. Der Wille des Menschen verh\u00fcllt und verbirgt in seinen Handlungen \u2013 selbst in den gew\u00f6hnlichsten und nat\u00fcrlichsten \u2013 wie ein Schleier das au\u00dfergew\u00f6hnliche Wirken eines Gottes.<br \/>\nSo sieht man nach au\u00dfen hin gew\u00f6hnliche Handlungen, doch wenn der Schleier des menschlichen Willens gel\u00fcftet wird, findet man in ihnen die wirkende Kraft der g\u00f6ttlichen Handlung eingeschlossen.<br \/>\nSo besteht die Heiligkeit der Seele weder in der Vielzahl der Werke, noch in [aufsehenerregenden] lauten Werken, sondern in den Akten des gew\u00f6hnlichen Lebens und den f\u00fcr das Leben notwendigen und unvermeidlichen Handlungen; all diese k\u00f6nnen wie Schleier unseren Willen verh\u00fcllen und sich zum Feld machen, wo sich Gott selbst zum verborgenen Protagonisten seiner g\u00f6ttlichen Handlungen herabl\u00e4sst.<br \/>\nWie der Leib die Seele verh\u00fcllt, so verbirgt und verh\u00fcllt der [menschliche] Wille Gott und formt mittels seiner gew\u00f6hnlichen Handlungen die Kette der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Handlungen Gottes in seiner Seele. Sei daher aufmerksam und rufe meinen Willen in all deine Akte.<br \/>\nSo wird Er dir niemals seinen Akt verweigern, um in dir, soweit es einem Gesch\u00f6pf m\u00f6glich ist, die F\u00fclle seiner Heiligkeit zu bilden.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 32; 15. Juni 1933)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDenn sie alle haben nur etwas von ihrem \u00dcberfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das N\u00f6tigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besa\u00df, ihren ganzen Lebensunterhalt\u201c (Mk 12,44)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen sagte der gebenedeite Jesus bei seinem Kommen zu mir: \u201eMeine Tochter, wenn die Seele in ihren Handlungen alles f\u00fcr Gott tut und um Gott allein zu gefallen, tritt die Gnade von allen Seiten in die Seele ein, so wie das Sonnenlicht von allen Seiten ins Haus dringt, wenn die Balkone, T\u00fcren und Fenster offen sind und man sich der F\u00fclle des Lichtes erfreut.<br \/>\nAuf dieselbe Weise erfreut sich die Seele der F\u00fclle des G\u00f6ttlichen Lichtes, und wenn sie [mit der Gnade] mitwirkt, nimmt das Licht immer mehr zu, bis die Seele ganz Licht wird; wenn sie jedoch gegenteilig handelt, dringt das Licht [nur] durch die Ritzen ein, und in der Seele ist alles Finsternis.<br \/>\nMeine Tochter, wer Mir alles gibt, dem gebe Ich alles. Und da die Seele nicht imstande ist, mein ganzes Wesen zugleich aufzunehmen, nimmt die Gnade so viele Bilder um die Seele an, wie es Vollkommenheiten und Tugenden von Mir gibt.<br \/>\nSo nimmt sie das Bild der Sch\u00f6nheit an und teilt der Seele das Licht der Sch\u00f6nheit mit; sie nimmt das Bild der Weisheit an und teilt ihr das Licht der Weisheit mit, das Bild der G\u00fcte und teilt ihr die G\u00fcte mit, das Bild der Heiligkeit, der Gerechtigkeit, der St\u00e4rke, der Macht, der Reinheit, und teilt ihr das Licht der Heiligkeit, der Gerechtigkeit, St\u00e4rke, Macht und Reinheit mit, und so ist es mit allem \u00dcbrigen.<br \/>\nDie Seele wird also nicht nur mit einer Sonne, sondern mit so vielen Sonnen ausgestattet, wie es Vollkommenheiten von Mir gibt. Diese Bilder sind um jede Seele gegenw\u00e4rtig, aber nur f\u00fcr jene, die offen sind und ihnen entsprechen, sind sie aktiv und wirkend.<br \/>\nF\u00fcr die anderen Seelen sind sie wie passiv und k\u00f6nnen ihre Aktivit\u00e4t nur wenig oder gar nicht einsetzen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 20. August 1905)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand, und da der gebenedeite Jesus nicht kam, fragte ich mich, was wohl der sch\u00f6nste und Unserem Herrn wohlgef\u00e4lligste Akt sei, der Ihn leichter zum Kommen bewegen k\u00f6nne: der Schmerz \u00fcber die eigenen S\u00fcnden oder die Ergebung. Da kam Jesus kurz und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eTochter, der sch\u00f6nste Akt, der Mir am meisten gef\u00e4llt, ist die Hingabe an meinen Willen, aber so, dass sich die Seele gar nicht mehr an die Existenz des eigenen Seins erinnert, sondern der G\u00f6ttliche Wille f\u00fcr die Seele alles ist.<br \/>\nDer Schmerz \u00fcber die eigenen S\u00fcnden ist gut und lobenswert, aber er macht das eigene Wesen nicht zunichte, sondern nur die vollst\u00e4ndige Hingabe an meinen Willen vernichtet das eigene Sein und l\u00e4sst die Seele das g\u00f6ttliche Sein wiedererlangen.<br \/>\nDaher erweist Mir die Seele, die sich meinem Willen hingibt, mehr Ehre, weil sie Mir alles gibt, was Ich vom Gesch\u00f6pf verlangen kann, indem sie so in Mir wiedererlangt, was von Mir ausgegangen ist; so erlangt die Seele schlie\u00dflich alles wieder, was allein sie wiedergewinnen sollte \u2013 n\u00e4mlich Gott, mit allen G\u00fctern, die Gott selbst besitzt.<br \/>\nSolange die Seele also ganz im Willen Gottes steht, erlangt sie Gott wieder; doch sobald sie aus meinem Willen heraustritt, gewinnt sie das eigene Sein wieder, mit allen \u00dcbeln der verdorbenen Natur.&#8220; (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 8; 23. Juni 1907)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte \u00fcber den G\u00f6ttlichen Willen nach, wobei mir tausend Gedanken durch den Kopf gingen, und ich sagte mir: \u2018Warum eigentlich m\u00f6chte Jesus so gerne meinen Willen haben?<br \/>\nWenn Er es liebt, mir den Seinen zu geben, dann ist der Gewinn auf meiner Seite. Mit einem G\u00f6ttlichen Willen in meiner Gewalt, besitze ich alles, schlie\u00dfe ich alles ein, sogar Gott selbst, doch dass Er den meinen will, sogar als Austausch f\u00fcr den Seinen, das ist das Erstaunliche!<br \/>\nWas kann Ihm ein so schwacher und unbedeutender Wille schon bringen und n\u00fctzen, der doch mehr B\u00f6ses als Gutes hervorzubringen vermag?<br \/>\nMan sieht, dass Jesus weder etwas von Buchhaltung versteht, noch dem, was Er als Vergeltung f\u00fcr das Empfangene schenkt, den rechten Wert beizumessen versteht; oder besser gesagt \u2013 Er will es nicht.<br \/>\nSolange Er nur seine Absicht erreicht, ist es Ihm egal, ob Er f\u00fcr das Viele, das Er gegeben hat, wenig oder nichts bekommt; daraus sieht man jedoch, dass seine Liebe eine wahre Liebe ist, weil sie uneigenn\u00fctzig ist.\u2019<br \/>\nDoch als mein Geist diese Ungereimtheiten vorbrachte, erschien mein s\u00fc\u00dfester Jesus, wie Er ganz aufmerksam meine Torheiten anh\u00f6rte und mit Wohlgefallen zu mir sprach:<br \/>\n\u201eMeine gesegnete Tochter, wenn Ich mit den Gesch\u00f6pfen abrechnen wollte, k\u00f6nnte Ich ihnen nie etwas geben; denn was sie Mir geben k\u00f6nnen, haben sie alles zuvor schon von Mir erhalten, daher k\u00f6nnen sie Mir nur das geben, was Mir bereits geh\u00f6rt.<br \/>\nDaher dr\u00e4ngt Mich meine Liebe, auf jede Abrechnung mit ihnen zu verzichten. Buch zu f\u00fchren w\u00fcrde n\u00e4mlich meine Liebe blockieren und meinen Willen in seiner Freiheit einschr\u00e4nken, der Seele zu geben, was Er will, und dies w\u00e4re Ihm peinlich.<br \/>\nDamit Ich dir meinen G\u00f6ttlichen Willen gebe, ist es zudem n\u00f6tig, dass du Mir den deinen gibst, denn es k\u00f6nnen nicht zwei Willen in einem Herzen das Sagen haben: sie w\u00fcrden sich bekriegen, der deine w\u00e4re ein Hindernis f\u00fcr den Meinen, und dieser k\u00f6nnte daher nicht frei tun, was Er m\u00f6chte.<br \/>\nDamit mein Wille ganz frei in dir sei, verlange Ich den deinen so nachdr\u00fccklich von dir. Dar\u00fcber hinaus musst du wissen, dass dein Wille schwach und unbedeutend in dir ist, doch in meinen H\u00e4nden, die schaffen und umwandeln k\u00f6nnen, ver\u00e4ndert er sein Aussehen.<br \/>\nIch mache ihn machtvoll, lebendig und verleihe ihm das Verm\u00f6gen, Gutes hervorzubringen und bediene mich seiner, um nicht m\u00fc\u00dfig zu bleiben.<br \/>\nIch arbeite als himmlischer G\u00e4rtner auf diesem Feld deines Willens und mache eine sch\u00f6ne Blumenwiese und meinen Wonnegarten daraus.<br \/>\nWas in deinen H\u00e4nden unbedeutend und vielleicht sogar sch\u00e4dlich ist, ver\u00e4ndert also in meinen H\u00e4nden sein Wesen. Es dient Mir zu meinem Vergn\u00fcgen, und damit Ich ein kleines St\u00fcck Land f\u00fcr den sch\u00f6nsten Blumenschmuck zur Verf\u00fcgung habe.<br \/>\n\u00dcberdies w\u00fcnsche Ich, um geben zu k\u00f6nnen, das Kleine und Unbedeutende \u2013 auch als Vorwand, damit Ich Gro\u00dfes schenken und sagen kann: \u201aDie Seele hat Mir gegeben, und Ich habe ihr gegeben\u2018.<br \/>\nEs stimmt, sie hat Mir zwar wenig gegeben, aber sie gab Mir das, was sie hatte. Und dass sie sich sogar von dem Wenigen um Meinetwillen getrennt hat, ist die gr\u00f6\u00dfte Gabe.<br \/>\nIch vertraue sie meiner \u00fcbergro\u00dfen Liebe an, damit Ich alles ersetzen kann, was der Seele fehlt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 31; 22. Januar 1933)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchle eine unwiderstehliche Kraft, die mich nicht stillstehen l\u00e4sst. Bei allem Geschaffenen und allem, was mein guter Jesus getan und gelitten hat, scheint Er mir zu sagen: \u201aF\u00fcr dich habe Ich es geschaffen, aus Liebe zu dir, und willst du nicht aus Liebe zu Mir dem, was Ich f\u00fcr dich tat, etwas von Dir dazu f\u00fcgen?<br \/>\nIch habe f\u00fcr dich geweint und gelitten, bin gestorben f\u00fcr dich, und du, willst du nichts in meine Tr\u00e4nen legen, in meine Leiden, in meinen Tod? Mein ganzes Wesen sucht dich, und willst du nicht alle meine Dinge umh\u00fcllen und suchen, um sie zu erf\u00fcllen und in dein \u201aIch liebe Dich\u2019 einschlie\u00dfen? Ich bin ganz Liebe, und willst du nicht ganz Liebe zu Mir sein?\u2019<br \/>\nIch war verlegen, und mein armer Geist nahm den Lauf der vom G\u00f6ttlichen Willen vollbrachten Akte auf, um sagen zu k\u00f6nnen: \u201aAuch ich habe von mir etwas in deine Akte gelegt, und sei es nur ein kleines \u201aIch liebe Dich\u2019 von mir, doch lege ich mich selbst ganz in mein \u201aIch liebe Dich\u2019 hinein.\u2019<br \/>\nAls ich nun meinen Lauf machte, \u00fcberraschte mich mein guter Jesus mit seinem kurzen Besuch und sprach voller G\u00fcte zu mir: \u201eMeine gesegnete Tochter, wisse, dass die wahre Liebe in der Seele Mich so weit bringt, dass Ich alles vergesse und bereit werde, die Herrschaft meines Willens auf Erden zu gew\u00e4hren.<br \/>\nNicht, dass Ich an Vergesslichkeit leiden w\u00fcrde \u2013 was in Mir nicht m\u00f6glich ist, da es ein Fehler w\u00e4re, vielmehr finde Ich solchen Geschmack an der wahren Liebe der Seele, wenn Mir alle Teile ihres Wesens ihre Liebe beteuern.<br \/>\nDiese Liebe der Seele zu Mir flie\u00dft \u00fcber, erf\u00fcllt Mich und str\u00f6mt in meinem ganzen Sein, in meinen Werken, und sich gleichsam mit Mir vermischend, l\u00e4sst sie Mich ihre Liebe \u00fcberall und allerorts f\u00fchlen.<br \/>\nUm diese Liebe der Seele zu verkosten, stelle Ich alles beiseite, und als w\u00fcrde Ich alles vergessen, macht sie Mich so geneigt, dass sie Mich dr\u00e4ngt, ihr \u00fcberraschende Dinge zu gew\u00e4hren und das, was sie w\u00fcnscht \u2013 und schlie\u00dflich sogar das Reich meines Willens.<br \/>\nDie wahre Liebe hat eine solche Macht, dass sie meinen Willen als Leben in das menschliche Wesen ruft. Du musst wissen, als Ich die Himmel ausbreitete und die Sonne erschuf, sah Ich in meiner Allsicht schon damals, wie deine Liebe im Himmel str\u00f6mte, das Licht der Sonne umh\u00fcllte, und du dir in allen geschaffenen Dingen einen kleinen Platz schufst, um Mich zu lieben.<br \/>\nWie gro\u00df war meine Freude! Und mein Wille lief sogar schon damals auf dich und auf jene zu, die Mich lieben w\u00fcrden, um sich an diesem kleinen Platz der Liebe als Leben zu schenken.<br \/>\nDu siehst also, mein Wille durcheilte die Jahrhunderte, vereinte sie zu einem einzigen Punkt \u2013 alle im Akt \u2013 und Ich fand den Platz der Liebe, wohin Ich sein Leben legte, um es mit all seiner Majest\u00e4t und G\u00f6ttlicher Zierde fortzusetzen. Ich kam auf die Erde, doch wei\u00dft du, in wem Ich den kleinen Platz fand, wo Ich mein Leben einschlie\u00dfen konnte?<br \/>\nIn der wahren Liebe der Seele. Damals schon sah Ich deine Liebe, die Mich wie eine Krone umgab, meine ganze Menschheit umh\u00fcllte und in meinem Blut und all meinen Teilen floss und Mich gleichsam durchwirkte, sich mit Mir vermischte. Alles war im Akt f\u00fcr Mich und gleichsam gegenw\u00e4rtig.<br \/>\nMeine Tr\u00e4nen fanden den kleinen Platz, wo sie sich ergie\u00dfen konnten, meine Liebe, meine Leiden, mein Leben fanden ein sicheres Refugium, sogar mein Tod fand die Auferstehung in der wahren Liebe des Gesch\u00f6pfs. Und mein G\u00f6ttlicher Wille fand sein Reich, wo Er herrschen konnte.<br \/>\nWenn du also willst, dass mein G\u00f6ttlicher Wille zur Herrschaft als Leben in den Menschen gelange, lass Mich deine Liebe \u00fcberall, allerorten und in jedem Ding finden, lasse sie Mich immer f\u00fchlen.<br \/>\nSo wirst du die Feuersglut bilden, die alles verbrennend und verzehrend, was nicht von meinem Willen ist, den Platz schaffen wird, wo sich mein Wille einschlie\u00dfen kann. Dann werden alle meine Werke ihren Platz und ihren Unterschlupf finden, wo sie das Gute und die t\u00e4tige Wirksamkeit fortsetzen k\u00f6nnen, die ihnen zu eigen ist.<br \/>\nSo werden Wir unsere Pl\u00e4tze tauschen: du wirst deinen kleinen Platz in Mir und in all meinen Werken finden, und Ich werde ihn in dir und in all deinen Akten finden. Gehe daher immer voran in meinem G\u00f6ttlichen Willen, um den Feuerbrand der Liebe zu entz\u00fcnden, um dich selbst und alle Hindernisse zu verbrennen, die seine Herrschaft in der Menschheit verhindern.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 33; 5. November 1934)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":82932,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-56543","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56543","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56543"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56543\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56543"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56543"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56543"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}