{"id":58492,"date":"2026-01-18T20:00:21","date_gmt":"2026-01-18T19:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/montag-der-2-woche-im-jahreskreis-mk-218-22\/"},"modified":"2026-01-18T20:45:31","modified_gmt":"2026-01-18T19:45:31","slug":"montag-der-2-woche-im-jahreskreis-mk-218-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/montag-der-2-woche-im-jahreskreis-mk-218-22\/","title":{"rendered":"Montag der 2. Woche im Jahreskreis (Mk 2,18-22)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->18Da die J\u00fcnger des Johannes und die Pharis\u00e4er zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine J\u00fcnger nicht, w\u00e4hrend die J\u00fcnger des Johannes und die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er fasten? 19Jesus antwortete ihnen: K\u00f6nnen denn die Hochzeitsg\u00e4ste fasten, solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? Solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist, k\u00f6nnen sie nicht fasten.<br \/>\n20Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Br\u00e4utigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten. 21Niemand n\u00e4ht ein St\u00fcck neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff rei\u00dft doch vom alten Kleid ab, und es entsteht ein noch gr\u00f6\u00dferer Riss.<br \/>\n22Auch f\u00fcllt niemand neuen Wein in alte Schl\u00e4uche. Sonst zerrei\u00dft der Wein die Schl\u00e4uche; der Wein ist verloren, und die Schl\u00e4uche sind unbrauchbar. Neuer Wein geh\u00f6rt in neue Schl\u00e4uche.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eWarum fasten deine J\u00fcnger nicht, w\u00e4hrend die J\u00fcnger des Johannes und die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er fasten?\u201c (Mk 2, 18)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e\u2026 Wenn nun jemand diese Zeilen liest, die Ich dich niederschreiben lie\u00df und das Geschrieben nicht versteht; wenn er sich dar\u00fcber wundert, diese hochheiligen Wahrheiten in Zweifel zieht und bezweifelt, dass die Seele wirklich soweit gelangen kann, wenn sie mit meinem Willen zusammenlebt, so ist dies ein Zeichen, dass diese [zweifelnde] Seele nicht mit Ihm lebt.<br \/>\nWie k\u00f6nnte sie Ihn verstehen, wenn sie dieses heilige Leben nicht in sich selbst besitzt, nie seine Wonnen verkostet, nie seine sch\u00f6nen Lehren angeh\u00f6rt und ihr Gaumen nie diese himmlische Speise gekostet hat, die mein Wille zu geben vermag?<br \/>\nSo ignorieren sie das, was mein Fiat zu tun und zu geben versteht; wenn sie es aber nicht beachten, wie k\u00f6nnten sie es da verstehen? Wenn man ein Gut nicht erkennt und nicht wenigstens die Bereitschaft hat, es glauben zu wollen, so f\u00fchrt dies zur Blindheit des Geistes und zur Herzensh\u00e4rte und schlie\u00dflich vielleicht zur Verachtung jenes Gutes.<br \/>\nWer aber meinen Willen kennt und Ihn besitzt, f\u00fcr den ist Er Gl\u00fcck und Herrlichkeit. Diese Seele w\u00fcrde sogar ihr irdisches Leben hingeben, um das Leben meines Fiat zu besitzen und seine G\u00fcter, die sie erkannt hat. Sie erkennt Ihn und ist ganz Ohr, um auf Ihn zu h\u00f6ren, ganz Auge, um Ihn zu betrachten, ganz Herz, um Ihn zu lieben und ganz Zunge, um von Ihm zu sprechen.<br \/>\nJa, sie bes\u00e4\u00dfe gern beliebig viele Zungen, um das Gut zu schildern, das sie erkennt, die wunderbaren Vorz\u00fcge meines Willens, den sie als ihr Leben besitzt, da ihre eigene Zunge nicht gen\u00fcgt, alles aufzuz\u00e4hlen, was sie wei\u00df.<br \/>\nWenn Ich also eine Wohltat oder ein Geschenk gew\u00e4hren will, besonders die gro\u00dfe Gabe meines Willens als Leben des Gesch\u00f6pfs, dann ist das erste, dass Ich es dem Menschen zu erkennen gebe. Ich m\u00f6chte nicht das Licht geben und es unter den Scheffel stellen, so als bes\u00e4\u00dfe es die Seele nicht, noch meine Gaben, um sie zu verbergen und gleichsam in ihr zu begraben.<br \/>\nWozu sollte Ich sie dann geben? Wenn die Seele sie nicht [er]kennt, wie k\u00f6nnte sie Mir dann entsprechen und die Gaben lieben und sch\u00e4tzen? Wenn Ich gebe, so deshalb, weil Ich ein gemeinsames Leben mit der Seele f\u00fchren und zusammen das Gute genie\u00dfen m\u00f6chte, das Ich ihr gegeben habe.<br \/>\nJa, vielmehr beh\u00fctet dein Jesus selbst als aufmerksamer W\u00e4chter die Gaben, die Ich meinem geliebten Gesch\u00f6pf gew\u00e4hrt habe. Zu kennen hei\u00dft daher besitzen, und besitzen hei\u00dft zu wissen. Wer die Wahrheiten nicht kennt, f\u00fcr den werden sie schwierig und leblos. Sei daher aufmerksam und genie\u00dfe, was dein Jesus dir gegeben und dich erkennen lassen hat.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 32; 13. August 1933)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eEs werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Br\u00e4utigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten\u201c (Mk 2,20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">(73) In dieser Art verbrachte ich manchmal zwei Tage, manchmal vier, mehr oder weniger, wie es Ihm gefiel. Mein einziger Trost war es, Ihn im Sakrament zu empfangen&#8230;<br \/>\nAch, ja, sicherlich, dort fand ich Ihn, daran konnte ich nicht zweifeln; und ich entsinne mich, dass Er sich nur selten nicht h\u00f6ren lie\u00df, denn ich bat Ihn immer wieder und bedr\u00e4ngte Ihn so sehr, dass Er mich zufrieden stellte, jedoch nicht liebevoll und milde, sondern streng.<br \/>\n(74) Nachdem ich diese Tage in dem oben beschriebenen Zustand verbracht hatte, f\u00fchlte ich Ihn in mich zur\u00fcckkehren, besonders wenn ich Ihm treu gewesen war.<br \/>\nEr sprach klarer zu mir, und da ich in den vergangenen Tagen nicht imstande gewesen war, ein Wort in meinem Inneren zu empfangen, noch etwas zu empfinden, kam ich zu der Erkenntnis, dass es nicht meine Phantasie war, wie ich es mir zuvor oft gesagt hatte; sodass ich von dem, was ich bis jetzt gesagt habe, nichts erz\u00e4hlt habe, weder dem Beichtvater noch einer anderen lebenden Seele.<br \/>\nAber ich tat, was ich konnte, um Ihm zu entsprechen, denn sonst f\u00fchrte Er einen solchen Krieg gegen mich, dass ich keinen Frieden hatte. Ach, Herr! Du bist so gut zu mir gewesen, und ich bin immer noch so schlecht.<br \/>\n(75) Ich setzte dort fort, wo ich begonnen hatte. Ich f\u00fchlte Ihn in mir, umarmte Ihn, dr\u00fcckte Ihn fest an mich und sagte zu Ihm: &#8222;Geliebtes Gut, schau wie bitter mir unsere Trennung gefallen ist!&#8220; Und Er sagte zu mir:<br \/>\n(76) &#8222;Was du durchgemacht hast, ist nichts, bereite dich auf h\u00e4rtere Pr\u00fcfungen vor. Denn Ich bin gekommen, um dein Herz zu bereiten und es zu st\u00e4rken. Du wirst Mir jetzt alles sagen, was du durchgemacht hast, deine Zweifel und \u00c4ngste, alle deine Schwierigkeiten, damit Ich dich lehren kann, wie du dich w\u00e4hrend Meiner Abwesenheit verhalten sollst.&#8220;<br \/>\n(77) So erz\u00e4hlte ich Ihm \u00fcber meine Leiden und sagte zu Ihm: &#8222;Herr, du siehst, ohne Dich war ich nicht f\u00e4hig, etwas Gutes zu tun. Die Betrachtung habe ich ganz zerstreut verrichtet, so ungen\u00fcgend, dass ich nicht den Mut hatte, sie Dir anzubieten.<br \/>\nBei der Kommunion war ich nicht imstande, f\u00fcr mehrere Stunden zu verweilen wie damals, als ich Dich gef\u00fchlt habe; ich sah mich allein, ich hatte niemanden, mit dem ich mich unterhalten konnte, ich f\u00fchlte mich v\u00f6llig leer. Der Schmerz \u00fcber Deine Abwesenheit lie\u00df mich Todesqualen f\u00fchlen; meine Natur wollte diesem Schmerz rasch entfliehen; umso mehr, als es mir schien, dass ich nichts anderes tat, als Zeit zu verschwenden.<br \/>\nUnd dann hatte ich Angst, dass Du, wenn Du zur\u00fcckkehrst, mich z\u00fcchtigen w\u00fcrdest, weil ich nicht treu gewesen war; so wusste ich nicht, was ich tun sollte\u2026.<br \/>\nUnd dann der Schmerz, weil Du st\u00e4ndig beleidigt wirst, und ich nicht wusste, wann es sein wird wie damals, als Du mich diese Akte der Wiedergutmachung lehrtest, und diese Besuche des Heiligsten Altarsakramentes f\u00fcr die verschiedenen Beleidigungen, die Du erh\u00e4ltst!&#8230; Erkl\u00e4re mir also ein wenig, was ich tun soll?&#8220; Und Er sagte zu mir, indem Er mich g\u00fctig belehrte:<br \/>\n(78) 1. : &#8222;Du tatest Unrecht, dich so zu beunruhigen, wei\u00dft du nicht, dass Ich der Geist des Friedens bin und das Erste, was Ich dir empfehle, ist, den Frieden des Herzens nicht zu st\u00f6ren? Wenn du dich im Gebet nicht zu sammeln vermagst, m\u00f6chte Ich nicht, dass du dies oder jenes denkst, \u2013 ob es ist, oder ob es nicht ist \u2013 weil du, indem du das tust, selbst die Zerstreuung provozierst.<br \/>\nStattdessen ist das erste, was du zu tun hast, wenn du dich in diesem Zustand befindest, dich selbst zu dem\u00fctigen, zu bekennen, dass du diese Leiden verdienst, und dich selbst wie ein dem\u00fctiges kleines Lamm in die Arme des Henkers begibst, das dessen Hand leckt, w\u00e4hrend er es schlachtet; so sollst du, w\u00e4hrend du dich geschlagen, entmutigt und allein siehst, dich Meinen heiligen Verf\u00fcgungen \u00fcberlassen, Mir aus ganzem Herzen danken, Meine Hand, die dich schl\u00e4gt, k\u00fcssen, und dich als dieser Leiden nicht w\u00fcrdig erkennen.<br \/>\nDann wirst du Mir diese Bitterkeit, Bedr\u00e4ngnis und den \u00dcberdruss darbieten, und Mich bitten, sie als Opfer des Lobes, der Genugtuung f\u00fcr deine S\u00fcnden, und der Wiedergutmachung f\u00fcr die Beleidigungen, die sie Mir zuf\u00fcgen, anzunehmen.<br \/>\nWenn du so handelst, wird dein Gebet vor Meinem Thron als der wohlriechendste Duft aufsteigen, es wird Mein Herz verwunden, und du wirst neue Gnaden und neue Gaben auf dich herabziehen.<br \/>\nDer Teufel wird nicht die Macht haben, sich dir zu n\u00e4hern, wenn er dich dem\u00fctig und ergeben sieht und ganz in dein Nichts eingetaucht. Und hier, wo du dachtest, du w\u00fcrdest verlieren, wirst du gro\u00dfe Gewinne machen.<br \/>\n(79) 2. Was die Kommunion betrifft, m\u00f6chte Ich nicht, dass du dich dar\u00fcber betr\u00fcbst, nicht imstande zu sein, wie in der fr\u00fcheren Verfassung zu sein; wisse, dass es ein Schatten der Schmerzen ist, die Ich in Getsemani litt.<br \/>\nWas wird geschehen, wenn Ich dich an der Gei\u00dfelung, den Dornen und den N\u00e4geln teilhaben lassen werde? Der Gedanke an die gr\u00f6\u00dferen Schmerzen wird dich die kleineren Leiden mutiger ertragen lassen.<br \/>\nWenn du dich also w\u00e4hrend der Kommunion allein, in Agonie befindest, denke daran, dass Ich ein wenig deine Gesellschaft in meiner Todesangst im Garten w\u00fcnsche.<br \/>\nBegib dich deshalb in Meine N\u00e4he, und mache einen Vergleich zwischen deinen Schmerzen und den meinen: betrachte dich \u2013 allein und Meiner beraubt, und Ich auch \u2013 allein, verlassen von meinen treuesten Freunden, die hier schlafen; sogar von Gott, meinem Vater alleingelassen; und dann, inmitten der bittersten Leiden, von Schlangen umgeben, von Vipern, von tollw\u00fctigen Hunden, welche die S\u00fcnden der Menschen waren, wo auch die deinen dabei waren, die einen Teil davon ausmachten, die Mir schienen, als wollten sie Mich lebendig verschlingen.<br \/>\nMein Herz war von solcher Beklemmung erfasst, dass Ich mich wie unter einer Presse f\u00fchlte; sodass Ich lebendiges Blut schwitzte. Sag Mir, wann hast du je so viel gelitten?<br \/>\nWenn du dich also Meiner beraubt siehst, betr\u00fcbt, ohne jeden Trost, erf\u00fcllt von Traurigkeit, Sorgen und Schmerzen, dann komme nahe zu Mir, trockne Mir das Blut ab, opfere Mir diese Leiden auf, als Erleichterung f\u00fcr meine bitterste Agonie. Wenn du das tust, wirst du den Weg finden, um nach der Kommunion bei Mir zu bleiben.<br \/>\nEs ist nicht so, dass du nicht leiden wirst, denn das bitterste Leid, das Ich Seelen geben kann, die mir teuer sind, ist, sie Meiner zu berauben, doch indem du denkst, dass du Mir durch deine Leiden Erleichterung verschaffst, wirst du auch zufrieden sein.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 1; (73)-(79))<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich mich sehr abgek\u00e4mpft hatte, kam Er nur f\u00fcr eine kurze Zeit und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, einer Seele, die sich in meinen Willen f\u00fcgt, gleicht einem, der sich einer k\u00f6stlichen Speise n\u00e4hert, um sie anzusehen, den Wunsch versp\u00fcrt, sie zu kosten, und wenn der Appetit angeregt ist, beginnt er diese Speise zu essen und sie in sein Fleisch und Blut umzuwandeln.<br \/>\nH\u00e4tte er diese sch\u00f6ne Speise nicht erblickt, so w\u00e4re der Appetit nicht angeregt worden, er h\u00e4tte ihren Geschmack nicht kosten k\u00f6nnen und w\u00e4re weiter hungrig geblieben.<br \/>\nNun, so wirkt die Ergebung f\u00fcr die Seele. Wenn sie sich f\u00fcgt, erblickt sie in ihrer Ergebung selbst ein g\u00f6ttliches Licht, und das Licht zerstreut alles, was sie daran hindert, Gott zu sehen. Und sobald sie Gott sieht, verlangt sie danach, Ihn zu \u201everkosten\u201c, und w\u00e4hrend sie Ihn \u201everkostet\u201c (genie\u00dft), empfindet sie es, als w\u00fcrde sie Ihn verzehren, auf eine Weise, dass sie Gott selbst ganz in sich umgewandelt f\u00fchlt.<br \/>\nDeshalb folgt daraus, dass der erste Schritt in der Ergebung besteht. Der zweite Schritt ist das Verlangen, den Willen Gottes in allem tun zu wollen, der dritte, daraus t\u00e4glich seine bevorzugte Speise zu machen, der vierte, den Willen Gottes im eigenen Willen zu verzehren.<br \/>\nDoch wenn man den ersten Schritt nicht tut, wird man Gott entbehren m\u00fcssen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 8. November 1905)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eK\u00f6nnen denn die Hochzeitsg\u00e4ste fasten, solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? Solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist, k\u00f6nnen sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Br\u00e4utigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten\u201c (Mk 2, 19-20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte \u00fcber die glorreiche Himmelfahrt meines s\u00fc\u00dfen Jesus nach und den Schmerz der Apostel \u00fcber die Beraubung eines solchen Gutes; da bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, der gr\u00f6\u00dfte Schmerz aller Apostel in ihrem ganzen Leben war, ihres Meisters beraubt zu bleiben.<br \/>\nAls sie Mich zum Himmel aufsteigen sahen, wurden ihre Herzen von der Pein meiner Beraubung verzehrt, und dieser Schmerz war noch viel sch\u00e4rfer und durchdringender, da es kein menschlicher Schmerz war \u2013 sie hatte ja keine materielle Sache verloren \u2013 sondern ein G\u00f6ttlicher Schmerz: es war ein Gott, der von ihnen ging.<br \/>\nUnd obwohl Ich meine Menschheit hatte, war sie, als sie auferstand, vergeistigt und verherrlicht, daher war ihr ganzer Schmerz in ihren Seelen, der ihr gesamtes Wesen durchdrang, und sie sich ganz vom Schmerz verzehrt f\u00fchlten, dass es ihr schrecklichstes und leidvollstes Martyrium darstellte.<br \/>\nDoch all dies war notwendig f\u00fcr sie; man k\u00f6nnte sagen, dass sie bisher nichts anderes als zarte Kinder in den Tugenden und der Kenntnis der G\u00f6ttlichen Dinge und meiner eigenen Person waren. Ich war in ihrer Mitte und sie kannte Mich nicht, noch liebten sie Mich wahrhaft.<br \/>\nDoch als sie Mich zum Himmel aufsteigen sahen, zerriss der Schmerz \u00fcber meinen Verlust den Schleier, und sie erkannten Mich mit solcher Sicherheit als den wahren Sohn Gottes, dass der intensive Schmerz, Mich nicht mehr in ihrer Mitte sehen zu k\u00f6nnen, in ihnen die Festigkeit im Guten und die St\u00e4rke hervorbrachte, alles aus Liebe zu Dem zu erleiden, Den sie verloren hatten; der Schmerz gebar das Licht der G\u00f6ttlichen Wissenschaft, nahm ihnen die Windeln der Kindheit weg und machte unerschrockene M\u00e4nner aus ihnen, die nicht mehr \u00e4ngstlich, sondern mutig waren Der Schmerz verwandelte sie und bildete den wahren Charakter als Apostel aus.<br \/>\nWas sie mit meiner Gegenwart nicht erreichen konnten, erlangten sie durch den Schmerz meiner Beraubung. Nun, meine Tochter, eine kleine Lektion f\u00fcr dich: Dein Leben k\u00f6nnte man einen st\u00e4ndigen Schmerz bezeichnen, Mich zu verlieren, und eine st\u00e4ndige Freude, Mich zu gewinnen, doch zwischen dem Schmerz des Verlustes und der Freude, Mich zu finden, wie viele \u00dcberraschungen habe Ich dir nicht bereitet, wie viele Dinge habe Ich dir nicht gesagt?<br \/>\nEs war der Schmerz und das schmerzhafte Martyrium meines Verlustes, der dich vorbereitete und disponierte, die erhabenen Lektionen \u00fcber meinen Willen anzuh\u00f6ren.<br \/>\nWie oft schien es dir in der Tat so, als h\u00e4ttest du Mich verloren, und w\u00e4hrend du in deinen qualvollen Schmerz versenkt warst, kehrte Ich mit einer der sch\u00f6nsten Lektionen \u00fcber meinen Willen zu dir zur\u00fcck und lie\u00df die erneute Freude \u00fcber meine R\u00fcckkehr zu dir wiederkehren, um dich von neuem f\u00fcr den durchbohrenden Schmerz meiner Abwesenheit zu disponieren.<br \/>\nIch kann behaupten, dass der Schmerz \u00fcber meine Abwesenheit in dir die Wirkungen, den Wert, die Kenntnisse und das Fundament meines Willens hervorgebracht hat. Ich musste Mich dir gegen\u00fcber so verhalten, d.h., sehr oft zu dir zu kommen und dich in der Gewalt des Schmerzes \u00fcber meine Abwesenheit zu belassen.<br \/>\nDa Ich beschlossen hatte, dir auf ganz besondere Weise so viel \u00fcber meinen Willen zu offenbaren, musste Ich dich einem st\u00e4ndigen g\u00f6ttlichen Schmerzes ausliefern, denn da mein Wille G\u00f6ttlich ist, konnte Ich nur auf einem G\u00f6ttlichen Schmerz seinen Thron begr\u00fcnden und seine Herrschaft ausbreiten; und Ich handelte als Lehrer und teilte dir die Kenntnis meines Willens mit, soweit es einem Gesch\u00f6pf m\u00f6glich ist.<br \/>\nViele werden sich \u00fcber meine st\u00e4ndigen Besuche bei dir wundern \u2013 was Ich an den anderen nicht tat \u2013 und \u00fcber deinen st\u00e4ndigen Schmerz meiner Beraubung.<br \/>\nH\u00e4ttest du Mich nicht so oft gesehen, so h\u00e4ttest du Mich weder gekannt, noch so sehr geliebt, denn jeder meiner Besuche vermehrt die Kenntnis \u00fcber Mich und bringt eine neue Liebe; und je mehr die Seele Mich kennt und liebt, umso gr\u00f6\u00dfer wird ihr Schmerz.<br \/>\nUnd Ich regte durch mein Kommen deinen Schmerz noch mehr an, da meinem Willen nicht das edle Gefolge des Schmerzes fehlen sollte, der die Seele festigt und stark macht, sodass mein Wille in ihr meine feste Wohnst\u00e4tte errichten und sie immer neu und andauernd \u00fcber meinen Willen belehren kann.<br \/>\nDaher \u2013 Ich wiederhole es dir \u2013 lass Mich machen und vertraue Mir.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 16; 29. Mai 1924)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":75645,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-58492","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58492"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58492\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/75645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}