{"id":59083,"date":"2026-02-11T20:00:34","date_gmt":"2026-02-11T19:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/donnerstag-der-5-woche-im-jahreskreis-mk-724-30\/"},"modified":"2026-02-11T20:07:38","modified_gmt":"2026-02-11T19:07:38","slug":"donnerstag-der-5-woche-im-jahreskreis-mk-724-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/donnerstag-der-5-woche-im-jahreskreis-mk-724-30\/","title":{"rendered":"Donnerstag der 5. Woche im Jahreskreis (Mk 7,24-30)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">24In jener Zeit brach Jesus auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben. 25Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, h\u00f6rte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu F\u00fc\u00dfen.<br \/>\n26Die Frau, von Geburt Syroph\u00f6nizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den D\u00e4mon auszutreiben. 27Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.<br \/>\n28Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch f\u00fcr die Hunde unter dem Tisch f\u00e4llt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen. 29Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der D\u00e4mon hat deine Tochter verlassen.<br \/>\n30Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der D\u00e4mon es verlassen hatte.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eSie bat ihn\u2026\u201c (Mk 7,26)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich meinen \u00fcblichen Rundgang im H\u00f6chsten Willen gemacht hatte, bat ich den guten Jesus im Namen seiner Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung, im Namen aller, vom ersten bis zum letzten Menschen, im Namen der erhabenen K\u00f6nigin und im Namen all dessen, was Sie tat und litt, dass das H\u00f6chste Fiat bekannt werde, damit sich sein Reich in vollem Triumph und in voller Herrschaft festige.<br \/>\nAber w\u00e4hrend ich das tat, dachte ich bei mir: \u201eWenn Jesus es Selbst will und so sehr liebt, dass sein Reich unter den Menschen errichtet werde, warum will Er, dass man mit solcher Eindringlichkeit darum betet? Wenn Er will, kann Er es ohne so viele st\u00e4ndige Akte gew\u00e4hren.\u201c<br \/>\nDa bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, mein H\u00f6chstes Sein besitzt das vollkommene Gleichgewicht, und verbleibt auch so, wenn Es den Gesch\u00f6pfen meine Gnaden und Gaben schenkt.<br \/>\nUmso mehr wenn Es dieses Reich des H\u00f6chsten Fiat gew\u00e4hrt, welches das gr\u00f6\u00dfte Geschenk ist, das Ich am Anfang der Sch\u00f6pfung schon gegeben hatte, und das der Mensch mit so gro\u00dfer Undankbarkeit zur\u00fcckgewiesen hat.<br \/>\nScheint es dir gering zu sein, dass der Sch\u00f6pfer dem Menschen einen G\u00f6ttlichen Willen mit allen G\u00fctern, die Er enth\u00e4lt, zur Verf\u00fcgung stellt \u2013 und nicht f\u00fcr eine Stunde oder einen Tag, sondern f\u00fcr das ganze Leben?<br \/>\nDass der Sch\u00f6pfer im Gesch\u00f6pf seinen anbetungsw\u00fcrdigen Willen hinterlegt, um mit ihm seine \u00c4hnlichkeit teilen zu k\u00f6nnen, seine Sch\u00f6nheit, seine unendlichen Meere der Reicht\u00fcmer, Freuden und Wonnen ohne Ende?<br \/>\nUnd nur mit dem Besitz unseres Willens, konnte der Mensch die Rechte auf Gemeinsamkeit, auf \u00c4hnlichkeit und auf alle G\u00fcter seines Sch\u00f6pfers erwerben. Ohne Ihn kann es keine Gemeinschaft mit Uns geben, und wenn er sich irgendetwas nimmt, so sind es kaum kleine verbl\u00fchte St\u00fcckchen von Uns und Kr\u00fcmel unserer unendlichen G\u00fcter.<br \/>\nDer Mensch hatte nun eine so gro\u00dfe Gabe, eine solch unermessliche Gl\u00fcckseligkeit, ein Recht auf g\u00f6ttliche \u00c4hnlichkeit mit dem Erwerb des Adels unserer Kindschaft zur\u00fcckgewiesen.<br \/>\nMeinst du etwa, dass es dann eine einfache Angelegenheit w\u00e4re, dass die g\u00f6ttliche Souver\u00e4nit\u00e4t, ohne darum gebeten worden zu sein und ohne dass sich jemand Gedanken dar\u00fcber macht, wie er dieses Reich des H\u00f6chsten Fiat erhalten k\u00f6nne, dieses den Gesch\u00f6pfen gew\u00e4hre?<br \/>\nEs w\u00e4re eine Wiederholung der Geschichte, die sich im irdischen Eden ereignete, und vielleicht noch schlimmer. Au\u00dferdem w\u00fcrde sich unsere Gerechtigkeit zu Recht dem widersetzen.<br \/>\nSo ist alles, was Ich dich tun lasse \u2013 die st\u00e4ndigen Rundg\u00e4nge im H\u00f6chsten Willen, deine unaufh\u00f6rlichen Gebete um die Herrschaft meines Willens, dein seit so langen Jahren geopfertes Leben, wo du weder den Himmel noch die Erde kennst, auf das einzige Ziel gerichtet, dass mein Reich komme \u2013 wie so viele St\u00fctzen, die du vor meine Gerechtigkeit hinstellst, damit sie ihre Rechte abtrete.<br \/>\nIndem sie mit allen unseren Eigenschaften ins Gleichgewicht kommt, m\u00f6ge sie es nun f\u00fcr gerecht erachten, dass das Reich des H\u00f6chsten Fiat den Menschengeschlechtern wieder zur\u00fcckerstattet werde.<br \/>\nSo geschah es bei der Erl\u00f6sung: h\u00e4tte unsere Gerechtigkeit nicht die Gebete, Seufzer, Tr\u00e4nen und Bu\u00df\u00fcbungen der Patriarchen, der Propheten und aller Gerechten des Alten Testaments und au\u00dferdem eine jungfr\u00e4uliche K\u00f6nigin vorgefunden, die unseren Willen unversehrt besa\u00df, die sich alles mit so vielen eindringlichen Gebeten zu Herzen nahm, indem sie die ganze Aufgabe der Genugtuung f\u00fcr das gesamte Menschengeschlecht auf sich nahm, dann h\u00e4tte unsere Gerechtigkeit niemals die Herabkunft des ersehnten Erl\u00f6sers zu den Menschen gew\u00e4hrt.<br \/>\nSie w\u00e4re unerbittlich geblieben und h\u00e4tte zu meinem Kommen auf Erden ein entschiedenes &#8218;Nein&#8216; gesagt. Und wenn es darum geht, das Gleichgewicht unseres H\u00f6chsten Seins aufrecht zu halten, so ist da nichts zu machen.<br \/>\nWer hat nun bis jetzt jemals mit Interesse und Nachdruck und mit dem Opfer seines eigenen Lebens darum gebetet, dass das Reich des H\u00f6chsten Fiat auf Erden komme und triumphiere und herrsche? Niemand.<br \/>\nEs stimmt zwar, dass die Kirche das Vater Unser betet, seit Ich auf die Erde kam, in dem darum gebetet wird, dass mein Reich komme, damit mein Wille wie im Himmel so auf Erden geschehe. Aber wer denkt schon an die Bitte, die er ausspricht?<br \/>\nMan kann sagen, dass die ganze Bedeutung einer derartigen Bitte in meinem Willen verblieb, und die Gesch\u00f6pfe sie nur rezitieren, um sie zu rezitieren, ohne sie zu verstehen und ohne wirkliches Interesse daran, das zu erlangen, worum sie bitten.<br \/>\nDaher, meine Tochter, ist alles im Geheimen verborgen, w\u00e4hrend man auf Erden lebt, alles erscheint mysteri\u00f6s; und wenn man etwas erkennt, ist es so sp\u00e4rlich, dass der Mensch \u00fcber alles, was Ich in meinen Werken durch den Schleier der Gesch\u00f6pfe hindurch wirke, immer etwas auszusetzen hat.<br \/>\nEr fragt schlie\u00dflich sogar: &#8218;Und warum ist dieses Gut, sind diese Erkenntnisse nicht fr\u00fcher mitgeteilt worden, w\u00e4hrend es so viele gro\u00dfe Heilige gab?&#8216;<br \/>\nAber in der Ewigkeit wird es keine Geheimnisse geben. Ich werde alles enth\u00fcllen und alle meine Dinge und Werke mit Gerechtigkeit sichtbar machen, und dass diese [Gerechtigkeit] niemals geben konnte, wenn im Gesch\u00f6pf nicht gen\u00fcgende Akte vorhanden gewesen w\u00e4ren, um das schenken zu k\u00f6nnen, was die H\u00f6chste Majest\u00e4t geben wollte.<br \/>\nEs stimmt zwar, dass alles, was das Gesch\u00f6pf tut, meine Gnade ist, aber diese selbe Gnade will die St\u00fctze der Bereitschaft und des guten Willens im Gesch\u00f6pf vorfinden.<br \/>\nUm also das Reich meines Willens auf Erden wiederherzustellen, bedarf es der ausreichenden Akte des Gesch\u00f6pfes, damit mein Reich nicht in der Luft bleibt, sondern herabsteige, um \u00fcber eben diesen Akten des Gesch\u00f6pfes \u2013 die von ihm verrichtet wurden, um ein solch gro\u00dfes Gut zu erlangen \u2013 Gestalt anzunehmen.<br \/>\nSiehe, daher dr\u00e4nge Ich dich so sehr, den Rundgang in all unseren Werken, in Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung, zu machen, damit du den Anteil deiner Akte vollbringst, dein \u201eIch liebe Dich\u201c, deine Anbetung, deine Erkenntlichkeit, dein &#8218;Danke&#8216; auf alle unsere Werke.<br \/>\nSehr oft habe Ich dies gemeinsam mit dir getan, und nachdem du deinen Rundgang in unserem Willen beendet hast, hast du als Vollendung deinen Kehrreim vorgebracht, der Uns so wohlgef\u00e4llig ist: &#8218;H\u00f6chste Majest\u00e4t, deine kleine Tochter kommt vor Dich, auf deine v\u00e4terlichen Knie, um Dich um dein Fiat und um dein Reich zu bitten und darum, dass es von allen erkannt werde.<br \/>\nIch bitte Dich um den Triumph deines Willens, damit Er \u00fcber alle herrsche und regiere. Nicht ich allein bin es, die Dich darum bittet, sondern mit mir zusammen sind deine Werke, ja dein eigener Wille: daher bitte ich Dich im Namen aller und flehe ich Dich an um dein Fiat.&#8216;<br \/>\nWenn du w\u00fcsstest, wie einnehmend dieser dein Reim f\u00fcr unser H\u00f6chstes Sein ist! Wir vernehmen, wie Uns alle unsere Werke bitten, und unser eigener Wille selbst anfleht. Himmel und Erde beugen die Knie, um von Uns das Reich des ewigen Willens zu erbitten.<br \/>\nWenn du dieses Reich also willst, fahre mit deinen Akten fort, damit du durch das Erreichen der festgesetzten Anzahl erlangen m\u00f6gest, was du mit so gro\u00dfer Eindringlichkeit ersehnst.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 19; 13. September 1926)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eJa, du hast recht, Herr! Aber auch f\u00fcr die Hunde unter dem Tisch f\u00e4llt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen\u201c (Mk 7,28)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen kam der gebenedeite Jesus nur kurz und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, die Demut ist eine Blume ohne Dornen, und da sie ohne Dornen ist, kann man sie in die Hand nehmen, an sich dr\u00fccken, hinlegen, wo man will, ohne Angst vor Bel\u00e4stigung oder Stichen.<br \/>\nSo ist die dem\u00fctige Seele. Man kann sagen, dass sie nicht die Stiche der Fehler hat, und da sie nicht sticht, kann man mit ihr tun, was man will; da sie keine Dornen hat, sticht oder behelligt sie andere nat\u00fcrlich nicht. Denn die Dornen gibt nur einer weiter, der sie besitzt. Wer jedoch keine hat, wie k\u00f6nnte er sie geben?<br \/>\nNicht nur das, sondern die Demut ist eine Blume, die die Sicht st\u00e4rkt und kl\u00e4rt. Mit ihrer Klarheit versteht sie es, sich von den Dornen selbst fernzuhalten.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 24. Februar 1905)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eWeil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der D\u00e4mon hat deine Tochter verlassen\u201c (Mk 7,29)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen war ich in einem derartigen Zustand der Selbstvernichtung, bis ich so weit kam, mich widerw\u00e4rtig und l\u00e4stig zu finden. Mir schien, ich w\u00e4re das verabscheuungsw\u00fcrdigste Wesen, das man finden k\u00f6nnte. Ich sah mich wie ein kleiner Wurm, der sich warf und wand, doch immer dort im Schmutz blieb, unf\u00e4hig, einen Schritt zu tun.<br \/>\nO Gott, welch menschliches Elend! Obwohl ich so viele Gnaden empfangen habe, bin ich immer noch so schlecht! Mein guter Jesus, stets g\u00fctig mit dieser elenden S\u00fcnderin, kam und sagte mir:<br \/>\n\u201eVerachtung deiner selbst ist dann lobenswert, wenn sie gut mit dem Geist des Glaubens bekleidet ist; doch wenn sie nicht mit dem Geist des Glaubens umh\u00fcllt ist, kann sie dir, anstatt dir Gutes zu tun, Schaden zuf\u00fcgen.<br \/>\nTats\u00e4chlich w\u00e4rest du, dich so zu sehen wie du bist, unf\u00e4hig, irgendetwas Gutes zu tun, ohne Vertrauen, bedr\u00fcckt, w\u00fcrdest nicht wagen, einen Schritt auf dem Weg des Guten zu tun.<br \/>\nAber wenn du dich an Mich lehnst, d.h., dich mit dem Geist des Glaubens kleidest \u2013 wirst du dich selbst kennen und verachten, und zugleich, indem du Mich kennst, voll Vertrauen sein, alles mit Meiner Hilfe tun k\u00f6nnen. Und so, wenn du auf diese Weise handelst, wirst du entsprechend der Wahrheit deinen Weg gehen.\u201c<br \/>\nWie viel Gutes bewirkten diese Worte Jesu in meiner Seele! Ich verstand, dass ich in meine Nichtigkeit eintreten musste und wissen, wer ich bin, doch ich durfte hier nicht stehen bleiben, sondern gleich nachdem ich mich erkannt habe, muss ich in das unermessliche Meer Gottes eintauchen und dort Halt machen, um alle Gnaden zu sch\u00f6pfen, die meine Seele ben\u00f6tigt; sonst ermattet meine Natur, und der D\u00e4mon wird sich um Mittel umsehen, um mich in das Misstrauen zu st\u00fcrzen.<br \/>\nDer Herr sei stets gepriesen, und m\u00f6ge alles zu seiner Ehre sein! (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 26. Mai 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, nur mit den Kleinen kann man umgehen, wie man will; nicht jene, die an menschlicher Vernunft klein sind, sondern die klein, aber erf\u00fcllt von g\u00f6ttlicher Vernunft sind.<br \/>\nIch allein kann sagen, dass Ich dem\u00fctig bin, denn im Menschen sollte das, was Demut hei\u00dft, sich eher Selbsterkenntnis nennen; und wer sich nicht selbst kennt, geht bereits in der Unwahrheit.\u201c<br \/>\nJesus blieb f\u00fcr Minuten still, und ich stand da und betrachtete Ihn. W\u00e4hrenddessen sah ich eine Hand, die ein Licht trug, welche in meinem Inneren die intimsten verborgenen Orte durchsuchte, um zu sehen, ob in mir Selbsterkenntnis und Liebe zur Erniedrigung, Dem\u00fctigung und Schmach zu finden sei.<br \/>\nJenes Licht fand einen Leerraum in meinem Inneren, und ich sah auch, dass er mit Dem\u00fctigungen und Besch\u00e4mung gef\u00fcllt werden sollte nach dem Beispiel des gebenedeiten Jesus. O, wie viel lie\u00dfen mich dieses Licht und dieses heilige Angesicht, das vor mir war, verstehen!<br \/>\nIch sagte zu mir selbst: \u201eEin Gott, aus Liebe zu mir erniedrigt und gedem\u00fctigt, und ich, eine S\u00fcnderin, ohne diese Ehrenzeichen! Ein Gott, best\u00e4ndig und fest im Ertragen so vieler Beleidigungen, sodass Er sich nicht einmal ein klein wenig bewegt, um diesen ekelhaften Speichel abzusch\u00fctteln!<br \/>\nAch, mir wird sein Inneres vor dem Angesicht Gottes und sein \u00c4u\u00dferes vor den Menschen gezeigt, und doch k\u00f6nnte Er, wenn Er wollte, sich selbst befreien, denn nicht die Ketten fesseln Ihn, sondern sein fester Wille, die Menschheit um jeden Preis retten zu wollen.<br \/>\nUnd ich? Und ich? Wo sind meine Dem\u00fctigungen, wo die Festigkeit und Best\u00e4ndigkeit im Tun des Guten aus Liebe zu meinem Jesus und aus Liebe zu meinem N\u00e4chsten? Ach, wie verschieden sind wir als Opfer \u2013 ich und Jesus! Ach, wir sehen uns \u00fcberhaupt nicht \u00e4hnlich!\u201c<br \/>\nW\u00e4hrend mein kleines Gehirn sich in diesen \u00dcberlegungen verlor, sagte mir mein anbetungsw\u00fcrdiger Jesus: \u201eNur meine Menschheit war erf\u00fcllt von Schmach und Dem\u00fctigungen, bis sie sogar nach au\u00dfen \u00fcberflossen.<br \/>\nDeshalb zittern Himmel und Erde vor meinen Tugenden, und die Seelen, welche Mich lieben, gebrauchen meine Menschheit als eine Treppe, um h\u00f6herzusteigen und ein paar kleine Tr\u00f6pfchen meiner Tugenden aufzulecken. Sage mir nun: \u201eAngesichts meiner Demut, wo ist die deine?<br \/>\nIch allein kann mich r\u00fchmen, die wahre Demut zu besitzen. Meine, mit meiner Menschheit vereinte Gottheit, k\u00f6nnte bei jedem Schritt, in Worten und Werken Wunder tun; hingegen schloss Ich Mich willentlich in den Umkreis meiner Menschheit ein, Ich zeigte Mich als der \u00c4rmste und ging so weit, mich unter die S\u00fcnder zu mischen.<br \/>\nIch h\u00e4tte das Erl\u00f6sungswerk in k\u00fcrzester Zeit vollbringen k\u00f6nnen, sogar mit einem einzigen Wort; doch wollte Ich im Lauf vieler Jahre, mit vielen Bedr\u00e4ngnissen und Leiden, Mir die Armseligkeiten des Menschen zu eigen machen.<br \/>\nIch wollte Mich selbst in vielen Akten \u00fcben, damit der Mensch vollkommen erneuert und auch in den niedrigsten Werken verg\u00f6ttlicht w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich, als sie von Mir ge\u00fcbt worden sind, der Ich Gott und Mensch war, empfingen sie neuen Glanz und erhielten das Merkmal von g\u00f6ttlichen Werken.<br \/>\nMeine, in meiner Menschheit verborgene Gottheit wollte sich zu solcher Niedrigkeit herablassen und sich dem Lauf der menschlichen Handlungen unterwerfen, w\u00e4hrend Ich mit einem einzigen Willensakt unendliche Welten erschaffen h\u00e4tte k\u00f6nnen.<br \/>\nSie wollte das Elend und die Schw\u00e4chen der anderen f\u00fchlen, als w\u00e4ren sie Ihre eigenen, und wollte meine Menschheit mit allen S\u00fcnden der Menschen vor der G\u00f6ttlichen Gerechtigkeit bedeckt sehen, die daf\u00fcr die Strafe abzuzahlen hatte \u2013 um den Preis unerh\u00f6rter Leiden und mit dem Vergie\u00dfen meines ganzen Blutes.<br \/>\nSo \u00fcbte Ich ununterbrochene Akte von tiefer und heroischer Demut. Hier siehst du, o Tochter, den unermessliche Unterschied zwischen meiner Demut und der Demut der Gesch\u00f6pfe \u2013 sogar jener aller meiner Heiligen \u2013 welche vor meinem Angesicht nur ein Schatten ist; denn das Gesch\u00f6pf ist immer ein Gesch\u00f6pf und wei\u00df nicht, wie Ich es wei\u00df, wie gro\u00df das Gewicht der S\u00fcnde ist.<br \/>\nWenn auch heroische Seelen nach meinem Beispiel sich selbst anboten, die Leiden anderer zu leiden, so sind ihre Leiden nicht verschieden von denen der anderen Gesch\u00f6pfe; sie sind nichts Neues f\u00fcr sie, denn sie sind aus demselben Lehm gemacht.<br \/>\nZudem ist der blo\u00dfe Gedanke, dass diese Leiden die Ursache f\u00fcr neue Gewinne sind und Gott verherrlichen, eine gro\u00dfe Ehre f\u00fcr sie. \u00dcberdies ist das Gesch\u00f6pf in den Umkreis eingeschr\u00e4nkt, in welchen Gott es gesetzt hat, und es kann nicht aus diesen Grenzen heraustreten, in die sie von Gott limitiert wurde.<br \/>\nO, wenn es in ihrer Macht w\u00e4re, Dinge zu tun oder ungeschehen zu machen, wie vieles mehr w\u00fcrden sie noch tun \u2013 jeder w\u00fcrde die Sterne erreichen!<br \/>\nDoch meine verg\u00f6ttlichte Menschheit hatte keine Grenzen, sondern schr\u00e4nkte sich freiwillig in sich selbst ein, und damit wurden alle meine Werke wie mit einem Band mit heroischer Demut umflochten.<br \/>\nDieser Mangel an Demut war die Ursache von allen \u00dcbeln gewesen, welche die Erde \u00fcberfluteten; und durch das \u00dcben dieser Tugend musste Ich alle G\u00fcter von der G\u00f6ttlichen Gerechtigkeit herabziehen.<br \/>\nAch ja, keine Zugest\u00e4ndnisse von Gnaden kommen von meinem Thron, wenn nicht mittels der Demut, noch kann man eine Eintrittskarte von Mir erhalten, die nicht die Unterschrift der Demut tr\u00e4gt. Kein Gebet erh\u00f6ren meine Ohren, und nichts bewegt mein Herz zu Mitleid, wenn es nicht in den Duft des Wohlgeruchs der Demut geh\u00fcllt ist.<br \/>\nWenn es die Seele nicht fertigbringt, diesen Keim von Ehre und [Selbst-]sch\u00e4tzung in sich zu zerst\u00f6ren \u2013 und er wird vernichtet, wenn man so weit kommt, Verachtung, Dem\u00fctigung, Verlegenheit zu lieben \u2013 wird sie ein Dornengeflecht um ihr Herz f\u00fchlen und eine Leere in ihrem Herzen wahrnehmen, die ihr stets Unbehagen verschafft und sie meiner Heiligsten Menschheit sehr un\u00e4hnlich macht.<br \/>\nWenn sie nicht so weit kommt, Dem\u00fctigungen zu lieben, wird sie sich h\u00f6chstens selbst ein wenig erkennen k\u00f6nnen, doch wird sie nicht vor Mir leuchten, bekleidet mit dem sch\u00f6nen und sympathischen Gewand der Demut.\u201c<br \/>\nWer kann beschreiben, wie viele Dinge ich \u00fcber diese Tugend verstand, und den Unterschied zwischen Selbsterkenntnis und Demut?<br \/>\n\u2026<br \/>\nNun, hier ist der Unterschied zur Demut, obwohl mir scheint, dass Selbsterkenntnis und Demut Schwestern sind, die aus demselben Scho\u00df geboren wurden, und man kann nie dem\u00fctig sein, wenn man sich selbst nicht kennt.<br \/>\nEin anderes Beispiel: es gibt einen Reichen, der aus Liebe zur Demut seine vornehmen Gew\u00e4nder ablegt und sich mit armseligen Lumpen bedeckt. Er lebt unbekannt und offenbart niemandem, wer er ist.<br \/>\nEr mengt sich unter die \u00c4rmsten, lebt mit den Armen, als w\u00e4re er einer von ihnen und macht aus Schm\u00e4hungen und Erniedrigungen seine Freuden. Hier ist die sch\u00f6ne Schwester der Selbsterkenntnis, d.h. die Demut.<br \/>\nSowohl im ersten Beispiel von den zwei Armen wie auch im Beispiel des Reichen sieht man, wie die Selbsterkenntnis ohne Demut schadet und zu nichts n\u00fctzt, wenn sie aber Demut hervorbringt, ist sie \u00fcberaus kostbar. Ach ja, die Demut zieht die Gnade an.<br \/>\nDemut bricht die st\u00e4rksten Ketten, welche die S\u00fcnden sind. Demut \u00fcberwindet jede Mauer der Trennung zwischen der Seele und Gott, und bringt sie zu Ihm zur\u00fcck.<br \/>\nDemut ist eine kleine Pflanze, doch stets gr\u00fcn und bl\u00fchend, nicht den W\u00fcrmern ausgesetzt, die sie anfressen k\u00f6nnten; noch werden Winde, Hagel oder Hitze f\u00e4hig sein, ihr zu schaden oder sie im Geringsten welken zu lassen.<br \/>\nObwohl sie die kleinste Pflanze ist, bringt die Demut sehr hohe Zweige hervor, die sogar in den Himmel eindringen und das Herz Unseres Herrn umranken; und nur die Zweige aus dieser kleinen Pflanze haben freien Zugang zu diesem anbetungsw\u00fcrdigen Herz.<br \/>\nDie Demut ist der Anker des Friedens in den Seest\u00fcrmen dieses Lebens. Demut ist das Salz, welches alle Tugenden w\u00fcrzt und die Seele vor der Verderbnis der S\u00fcnde bewahrt.<br \/>\nDemut ist das kleine Gras, das auf den Wegen sprie\u00dft, die von den Reisenden beschritten werden; wenn es zertreten wird, verschwindet es, doch bald kann man es wieder sprie\u00dfen sehen, sch\u00f6ner als vorher.<br \/>\nDemut ist wie eine zarte Veredlung, welche die wilde Pflanze zart macht. Demut ist der [Sonnen]Untergang der Schuld. Demut ist die Neugeborene der Gnade. Demut ist wie der Mond, der uns in der Finsternis der Nacht dieses Lebens f\u00fchrt.<br \/>\nDemut ist wie der kluge H\u00e4ndler, der es wohl versteht, mit seinen Reicht\u00fcmern Gesch\u00e4fte zu machen und nicht einen Cent der Gnade verschwendet, der ihm gegeben wurde. Demut ist der Schl\u00fcssel zur Himmelst\u00fcr, sodass niemand eintreten kann, wenn er diesen Schl\u00fcssel nicht in guter Verwahrung h\u00e4lt.<br \/>\nSchlie\u00dflich \u2013 ansonsten w\u00fcrde ich nie aufh\u00f6ren und es w\u00fcrde zu lange werden \u2013 ist die Demut das L\u00e4cheln Gottes und des ganzen Himmels und das Wehklagen der ganzen H\u00f6lle. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 3; 12. Januar 1900)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59083","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}