{"id":59557,"date":"2026-03-04T21:00:19","date_gmt":"2026-03-04T20:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/donnerstag-der-2-fastenwoche-lk-1619-31\/"},"modified":"2026-03-05T06:06:12","modified_gmt":"2026-03-05T05:06:12","slug":"donnerstag-der-2-fastenwoche-lk-1619-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/donnerstag-der-2-fastenwoche-lk-1619-31\/","title":{"rendered":"Donnerstag der 2. Fastenwoche (Lk 16,19-31)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->19In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag f\u00fcr Tag herrlich und in Freuden lebte. 20Vor der T\u00fcr des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschw\u00fcre war.<br \/>\n21Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschw\u00fcren. 22Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Scho\u00df getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.<br \/>\n23In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Scho\u00df. 24Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge k\u00fchlen, denn ich leide gro\u00dfe Qual in diesem Feuer.<br \/>\n25Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er daf\u00fcr getr\u00f6stet, du aber musst leiden. 26Au\u00dferdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, un\u00fcberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.<br \/>\n27Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! 28Denn ich habe noch f\u00fcnf Br\u00fcder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.<br \/>\n29Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie h\u00f6ren. 30Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.<br \/>\n31Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht h\u00f6ren, werden sie sich auch nicht \u00fcberzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #802bbd;\">\u201eEs war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag f\u00fcr Tag herrlich und in Freuden lebte\u201c (Lk 16,19)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein gequ\u00e4lter Jesus! Mein armes Herz folgt dir nach in Sehnsucht und Leid. Da ich dich als Narren gekleidet sehe, w\u00e4hrend ich wei\u00df, dass du, die unendliche Weisheit, allen geistigen Wesen die Vernunft verleihst, m\u00f6chte ich wahnsinnig werden vor Schmerz und fragen: \u201eWie, Jesus ein Narr? Jesus ein Misset\u00e4ter?<br \/>\nMein Jesus, dessen Heiligkeit seinesgleichen nicht hat?\u201c Schon stehst du abermals vor Pilatus. Da er dich in so \u00fcblem Zustand sieht, als Narr gekleidet und doch nicht von Herodes verurteilt, ist der r\u00f6mische Landpfleger noch erbitterter gegen die Juden.<br \/>\nImmer wieder \u00fcberzeugt er sich von deiner Unschuld und m\u00f6chte dich keineswegs verurteilen. Weil er aber den Juden einige Genugtuung geben, ihren Hass, ihre Wut, ihre Rachsucht ersticken und ihren gl\u00fchenden Durst nach deinem Blut stillen m\u00f6chte, stellt er dich neben Barabbas mit den Worten: \u201eWelchen von beiden wollt ihr, dass ich freigebe?\u201c<br \/>\nAber die Juden schreien: \u201eNicht diesen, sondern den Barabbas!\u201c Pilatus fragt: \u201eWas soll ich dann mit Jesus machen, der Christus genannt wird?\u201c Da rufen alle: \u201eEr soll gekreuzigt werden!\u201c O Ungeheuer menschlichen Undanks! Ein Volk, von dir mit so vielen Wohltaten \u00fcberh\u00e4uft, setzt dich jetzt unter einen gro\u00dfen Verbrecher herab und verurteilt dich zum Kreuze.<br \/>\nPilatus, der nicht wei\u00df, was er tun soll, um sie zu beruhigen, verurteilt dich zur Gei\u00dfelung. Mein Jesus, du wirst sogar einem Verbrecher untergeordnet. Mein Herz m\u00f6chte brechen, wenn ich sehe, dass du nur daran denkst, allen das Leben zu geben, w\u00e4hrend die Juden nur daran denken, dich sterben zu lassen.<br \/>\nMir scheint, als wolltest du sagen: \u201eHeiliger Vater! Siehe deinen Sohn als Narren gekleidet, der s\u00fchnt f\u00fcr die Torheit so vieler Menschen, wenn sie in die S\u00fcnde fallen.<br \/>\nDieses wei\u00dfe Spottkleid diene als Entschuldigung f\u00fcr so viele Seelen, die das Totenkleid der Schuld anziehen. Siehe, Vater, der Hass, die Wut, die Rachsucht, die sie gegen dich n\u00e4hren, l\u00e4sst sie das Licht der Vernunft einb\u00fc\u00dfen und nach meinem Blute d\u00fcrsten.<br \/>\nIch aber will s\u00fchnen f\u00fcr allen Hass, f\u00fcr alle Rachsucht, f\u00fcr allen Zorn und jeden Mord, will allen das Licht der Vernunft und des Glaubens erflehen. Schau mich an, Vater!<br \/>\nKann es eine gr\u00f6\u00dfere Beschimpfung geben als jene, die mir zuteilgeworden ist? Sie haben mich einem ber\u00fcchtigten Misset\u00e4ter untergeordnet, und ich m\u00f6chte Genugtuung leisten f\u00fcr alle ungerechten Zur\u00fccksetzungen.<br \/>\nAch, in der ganzen Welt setzt man so gerne andere zur\u00fcck, hier eines kleinen Gewinnes wegen, dort wegen einer Ehrenstellung, der Eitelkeit, der Vergn\u00fcgungen, W\u00fcrden, Schlemmereien, sogar der S\u00fcnde wegen.<br \/>\nEinm\u00fctig zieht die Welt Nichtigkeiten uns vor, ich aber bin bereit, mich Barrabas unterordnen zu lassen, um die Zur\u00fccksetzungen der Menschen zu s\u00fchnen.\u201c<br \/>\nAch, wie oft setzen auch Seelen Jesus zur\u00fcck, die ihn angeblich lieben! Bezeigen wir ihm doch stets jene reine und starke Liebe, die uns alles und alle Jesus hintanstellen l\u00e4sst, sogar Blut und Leben.<br \/>\nMein Jesus! Ich m\u00f6chte sterben vor Schmerz und Leid, wenn ich deine so gro\u00dfe Liebe inmitten der vielf\u00e4ltigen Leiden und deinen Heroismus bei so vielen Beschimpfungen sehe.<br \/>\nDeine Worte und S\u00fchneakte sind ebenso viele Pfeile, die mein armes Herz verwunden. In meinem Herzen wiederhole ich deine Gebete und Genugtuungen. Auch nicht einen Augenblick will ich von dir weichen, sonst werden mir viele Dinge entgehen, die du tust. Was sehe ich nun?<br \/>\nAch, die Soldaten f\u00fchren dich zu einer S\u00e4ule, um dich zu gei\u00dfeln. Meine Liebe, ich folge dir. Sieh mich aber mit einem Blick der Liebe an und verleih mir die St\u00e4rke, bei dieser qualvollen Zerfleischung gegenw\u00e4rtig zu sein\u2026 (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 8 bis 9 Uhr: Jesus zu Pilatus zur\u00fcckgekehrt, dem Barabbas wird der Verzug gegeben. Die Gei\u00dfelung Jesu)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #802bbd;\"><strong>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Dort erwarten dich neue Peinen. Die Soldaten ziehen dich abermals aus, rei\u00dfen dir die Kleider vom Leib und die Krone vom Haupt. Ach, du seufzt bei dieser rohen Behandlung. Denn mit der Krone rei\u00dfen sie dir auch die Dornen aus und mit deinen Kleidern St\u00fccke deines wunden Fleisches weg, das angeklebt war.<br \/>\nDie Wunden brechen wieder auf, das Blut rieselt auf die Erde, und deine Qualen sind so gro\u00df, dass du mehr tot als lebendig erscheinst. Aber niemand wird zum Mitleid bewegt, mein h\u00f6chstes Gut! Im Gegenteil, mit tierischer Wut setzen sie dir aufs Neue die Krone aufs Haupt und dr\u00fccken sie mit Schl\u00e4gen ein.<br \/>\nDie Qualen, die du empfindest, sind so entsetzlich, dass nur die Engel zu sagen verm\u00f6chten, was du leidest. Erschaudernd wenden sie ihre Blicke von dir ab, die Engel des Friedens weinen. Mein der Kleider beraubter Jesus! Lass mich dich erw\u00e4rmen, denn ich sehe, dass du zitterst und kalter Schwei\u00df deinen Leib bedeckt.<br \/>\nWie gerne w\u00fcrde ich mein Leben und mein Blut hingeben, das deine zu ersetzen, das du ja vergossen hast, um uns allen das Leben zu geben. Nun schaust du mich mit tr\u00fcben, halb erloschenen Augen an.<br \/>\nMir ist, als spr\u00e4chest du zu mir: \u201eMein Kind, wie viel kosten mich die Seelen! Hier ist der Ort, wo ich alle erwarte, um sie zu retten; wo ich die S\u00fcnden jener s\u00fchnen will, die sich unter das Tier erniedrigen und so hartn\u00e4ckig ihren S\u00fcnden ergeben sind, dass sie nicht mehr leben k\u00f6nnen, wenn sie mich nicht beleidigen. Ihre Vernunft ist verblendet, und sie s\u00fcndigen wie Wahnsinnige.<br \/>\nWenn sie mir die Kleider vom Leib rei\u00dfen, s\u00fchne ich f\u00fcr jene, die Prunkgew\u00e4nder und schamlose Kleider tragen, s\u00fchne die S\u00fcnden gegen die Z\u00fcchtigkeit und f\u00fcr jene, die so sehr an Reichtum, Ehre und Lustbarkeiten h\u00e4ngen, dass sie aus ihnen den Gott ihres Herzens machen. O gewiss, ein jedes dieser Vergehen l\u00e4sst mich den Tod empfinden.<br \/>\nWenn ich nicht sterbe, geschieht es deswegen, weil das Wollen des ewigen Vaters den Augenblick meines Todes f\u00fcr jetzt noch nicht festgelegt hat.\u201c Mein entbl\u00f6\u00dfter Jesus, w\u00e4hrend ich mit dir S\u00fchne leiste, bitte ich dich, mich von allen irdischen Neigungen zu entbl\u00f6\u00dfen und nicht zuzulassen, dass eine einzige s\u00fcndhafte Neigung in mein Herz eindringe.<br \/>\nWache \u00fcber ihm, umgib es mit deinen Leiden wie mit einer Einfriedung und erf\u00fclle es mit deiner Liebe. Mein Leben sei nichts anderes als die Wiederholung deines Lebens.<br \/>\nSo bekr\u00e4ftige mit deinem Segen meine Ent\u00e4u\u00dferung, segne mich von ganzem Herzen und gib mir die Kraft, deiner schmerzvollen Kreuzigung beiwohnen zu k\u00f6nnen, um mit dir stets ans Kreuz geheftet zu sein\u2026 (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 10 bis 11 Uhr: Jesus nimmt das Kreuz auf die Schulter. Gang auf den Kalvarienberg. Jesus f\u00e4llt unter dem Kreuz und wird seiner Kleider beraubt)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #802bbd;\"><strong>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Danach f\u00fchlte ich mich au\u00dferhalb meiner selbst, zusammen mit Jesus. Dort waren viele Leute, manche strebten nach Reichtum, manche nach Ehre oder Ruhm, und manche sogar nach Heiligkeit und nach vielen anderen Dingen \u2013 doch nicht f\u00fcr Gott, sondern eher, um von den Gesch\u00f6pfen als jemand besonderer angesehen zu werden.<br \/>\nJesus wandte sich zu ihnen, sch\u00fcttelte den Kopf und sagte: \u201eT\u00f6richte, die ihr seid \u2013 ihr bereitet das Netz, um euch selbst darin zu verstricken.\u201c<br \/>\nDann wandte Er sich zu mir und sagte: \u201eMeine Tochter, deshalb ist das erste, was ich dir empfehle, die Losl\u00f6sung von allen Dingen, und sogar von sich selbst. Wenn die Seele sich von allem losgel\u00f6st hat, muss sie sich nicht Gewalt antun, um allen irdischen Dingen, welche die Seele von sich aus umgeben, ferne zu bleiben.<br \/>\nDa sich diese [Dinge] nicht beachtet, ja sogar verachtet sehen, sagen sie ihr Adieu und verlassen sie, ohne sie noch weiter zu bel\u00e4stigen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 2; 23. Mai 1899)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #802bbd;\">\u201eVor der T\u00fcr des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschw\u00fcre war\u201c (Lk 16,20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war weiterhin in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand, da sah ich den gebenedeiten Jesus kurz, und Er sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, f\u00fcr jeden kleinsten Genuss, den sich die Seele in diesem Leben aus Liebe zu Mir versagt, werde Ich ihr ein weiteres Paradies im n\u00e4chsten Leben geben; so bedeutet eine Befriedigung weniger hier unten ein weiteres Paradies dort oben.<br \/>\nStelle dir ein wenig vor, wie viele Beraubungen du in diesen zwanzig Jahren im Bett, meinetwegen erlitten hast, und wie viele zus\u00e4tzliche Paradiese Ich dir im Himmel daf\u00fcr schenke!\u201c<br \/>\nAls ich das h\u00f6rte, sagte ich: \u201eMein Gut, was sagst Du? Ich f\u00fchle mich geehrt und fast als Schuldnerin Dir gegen\u00fcber, weil Du mir die Gelegenheit gegeben hast, mich aus Liebe zu Dir zu berauben, und Du sagst mir, dass Du mir ebenso viele Paradiese geben wirst?\u201c<br \/>\nUnd Er f\u00fcgte hinzu: \u201eGenauso ist es.\u201c Deo Gratias. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 7; 10. August 1906)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #802bbd;\"><strong>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2013<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als mein ganz und stets liebensw\u00fcrdiger Jesus zur\u00fcckkehrte, sagte Er zu mir: \u201eMeine Tochter, Ich bin Liebe und schuf die Menschen \u2013 ganz aus Liebe: die Nerven, die Knochen, das Fleisch sind aus Liebe gewoben.<br \/>\nNachdem Ich sie aus Liebe verfasst habe, lie\u00df Ich Blut in allen ihren Teilchen flie\u00dfen, gleichsam um sie mit einem Kleid zu bedecken, um ihnen das Leben der Liebe zu verleihen.<br \/>\nSo ist das Gesch\u00f6pf nichts anderes als ein Komplex aus Liebe und bewegt sich f\u00fcr nichts anderes als f\u00fcr die Liebe; es kann dabei h\u00f6chstens verschiedene Arten von Liebe geben, aber immer bewegt es sich aus Liebe.<br \/>\nEs kann Liebe zu Gott geben, Liebe zu sich selbst, Liebe zu den Gesch\u00f6pfen, schlechte Liebe, aber immer Liebe. Und der Mensch kann auch nicht anders handeln, denn sein Leben ist Liebe, geschaffen von der ewigen Liebe und wird daher von einer unwiderstehlichen Kraft zur Liebe hingelenkt.<br \/>\nSo muss es auch im B\u00f6sen, in der S\u00fcnde, auf dem Grunde eine Liebe geben, die das Gesch\u00f6pf angetrieben hat, dieses B\u00f6se zu tun. Ach, meine Tochter! Wie gro\u00df muss nicht mein Schmerz sein, den Besitz meiner Liebe, die Ich hervorgebracht habe, in den Gesch\u00f6pfen profaniert und zu anderem Gebrauch verseucht zu sehen!<br \/>\nUm diese Liebe, die aus Mir hervorgegangen ist und die Ich den Gesch\u00f6pfen gab, zu sch\u00fctzen, bleibe Ich um sie herum wie ein armer Bettler, und wenn das Gesch\u00f6pf sich bewegt, sein Herz schl\u00e4gt, wenn es atmet, arbeitet, spricht, geht, gehe Ich, um alles von ihm zu erbetteln, Ich bitte es, flehe es an, Ich beschw\u00f6re es, indem Ich zu ihm sage: \u201eTochter, Ich bitte dich um nichts anderes als um das, was Ich dir gegeben habe.<br \/>\nEs ist zu deinem eigenen Wohl; raube Mir nicht das, was Mir geh\u00f6rt: Der Atem geh\u00f6rt Mir, atme nur f\u00fcr Mich. Der Herzschlag, die Bewegung geh\u00f6ren Mir, lasse dein Herz nur f\u00fcr Mich schlagen und bewege dich nur f\u00fcr Mich, und so ist es mit allem \u00dcbrigen.\u201d<br \/>\nDoch zu meinem h\u00f6chsten Schmerz muss Ich sehen, dass der Herzschlag den einen Weg geht, der Atem einen anderen, und Ich, der arme Bettler, gehe leer aus, w\u00e4hrend die Liebe zu sich selbst, zu den Gesch\u00f6pfen, sogar zu den Leidenschaften, ges\u00e4ttigt wird.<br \/>\nKann es ein gr\u00f6\u00dferes Unrecht geben als dieses? Meine Tochter, Ich will meine Liebe und meinen Kummer bei dir ausgie\u00dfen: nur wer Mich liebt, kann Mich bemitleiden.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 11; 26. Februar 1912)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #802bbd;\">\u201eDu schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er daf\u00fcr getr\u00f6stet, du aber musst leiden\u201c (Lk 16, 25)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine gesegnete Tochter, sag Mir, was willst du? M\u00f6chtest du, dass mein Wille in dir als Leben regiere und lebe? Wenn du es wirklich willst, ist alles getan.<br \/>\nIn der Tat, unsere Liebe und der brennende Wunsch, dass die Seele unseren Willen als Leben besitze und von Ihm lebe, sind so gro\u00df, dass unser Wille, sobald die Seele dies wirklich will, den menschlichen Willen mit unserem H\u00f6chsten Willen erf\u00fcllt, um hier sein Leben zu bilden und in der Seele wie in seinem eigenen Mittelpunkt zu leben.<br \/>\nWisse, dass der G\u00f6ttliche und der menschliche Wille zwei geistliche Kr\u00e4fte sind: der G\u00f6ttliche ist unermesslich und besitzt unerreichbare Macht, der menschliche ist eine kleine Macht, doch wenn auch klein, hat er seine Macht.<br \/>\nDa nun beide spirituell sind, kann sich der eine in den anderen ergie\u00dfen und k\u00f6nnen sie beide ein einziges Leben bilden. Die ganze Macht liegt im Wollen, und da der menschliche Wille eine geistliche Macht ist, hat er einen Platz, um in seinen Willen das Gute hineinstellen zu k\u00f6nnen, das er m\u00f6chte, und auch das B\u00f6se.<br \/>\nWas also der Wille m\u00f6chte, das befindet sich in ihm selbst: W\u00fcnscht er Selbstsch\u00e4tzung, Ehre, Liebe zu den Vergn\u00fcgungen und Reicht\u00fcmern, dann wird sich in seinem Wollen das Leben der Selbstsch\u00e4tzung, der Ehre, das Leben des Genusses, der Reicht\u00fcmer befinden; wenn er die S\u00fcnde will, wird auch die S\u00fcnde ihr Leben [in der Seele] bilden; umso mehr wird dann eine Seele, die in Wahrheit das Leben unseres Willens in dem ihren haben m\u00f6chte \u2013 was Wir mit so vielen Seufzern w\u00fcnschen und anordnen \u2013 die gro\u00dfe Wohltat erlangen, unseren Willen als Leben zu besitzen.<br \/>\nW\u00e4re das nicht so, dann w\u00e4re die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen eine schwierige und fast unm\u00f6gliche Heiligkeit. Ich kann aber weder schwierige Dinge lehren, noch will Ich Unm\u00f6gliches. Es ist vielmehr meine Gewohnheit, dem Gesch\u00f6pf die beschwerlichsten Dinge und die h\u00e4rtesten Opfer, soweit es ihm m\u00f6glich ist, zu erleichtern.<br \/>\nWenn n\u00f6tig, gebe Ich von dem Meinen dazu, damit die kleine Macht seines Wollens unterst\u00fctzt wird, Hilfe erf\u00e4hrt und von der unbesiegbaren Macht meines Willens belebt wird. So mache Ich das Gute leicht und auch das Leben meines Willens, welches die Seele besitzen m\u00f6chte. Meine Liebe ist so gro\u00df, dass Ich, um es der Seele noch leichter zu machen, in das Ohr ihres Herzens fl\u00fcstere: \u201aWenn du wirklich dieses Gute tun willst, werde Ich es gemeinsam mit dir tun.<br \/>\nIch werde dich nicht allein lassen, sondern dir meine Gnade, meine Kraft, mein Licht, meine Heiligkeit zur Verf\u00fcgung stellen. Wir werden zu zweit das Gute tun, das du besitzen willst.\u2019<br \/>\nDeshalb braucht es nicht allzu viel, um von meinem Willen zu leben. Das \u201aallzu viel\u2019 liegt [nur] im Willen. Wenn die Seele sich entschlie\u00dft und es fest und ausdauernd will, hat sie bereits meinen Willen besiegt und sich Ihn zu Eigen gemacht.<br \/>\nO, wie viel kann der menschliche Wille in sich einschlie\u00dfen, da er eine spirituelle Macht ist, die viel einsammelt und nichts verliert! Er gleicht dem Licht der Sonne: Wie viele Dinge schlie\u00dft die Sonne doch ein, w\u00e4hrend man nichts anderes sieht als Licht und Glut.<br \/>\nUnd doch birgt sie fast unz\u00e4hlige G\u00fcter in sich; man erkennt, dass ihr Licht beim Auftreffen auf die Erde Wunderbares mitteilt, obwohl man blo\u00df Licht sieht. So ist der menschliche Wille: wie viele G\u00fcter kann er doch einschlie\u00dfen, wenn er will!<br \/>\nEr kann Liebe, Heiligkeit, Licht, Wiedergutmachung, Geduld, alle Tugenden einschlie\u00dfen, ja selbst seinen Sch\u00f6pfer. Da er eine geistliche Macht ist, hat er die Potenz und die Fassungskraft, alles einzuschlie\u00dfen, was er will.<br \/>\nUnd er hat nicht nur die Macht, das Gute einzuschlie\u00dfen, das er m\u00f6chte, sondern sich dabei auch in das Gut umzuwandeln, das er in sich birgt. So verwandelt sich der menschliche Wille in die Natur des Guten, das er w\u00fcnscht. Obwohl er viele Dinge nicht tut, die er wirklich will, bleiben sie aber im Willen wie [wenn sie] getan [worden w\u00e4ren].<br \/>\nUnd man sieht, dass er bei einer g\u00fcnstigen Gelegenheit, jenes Gute zu tun, das er w\u00fcnschte, nun jenes Gute, das er seit so langer Zeit tun wollte \u2013 da er das Leben jenes Gutes besitzt \u2013 mit Bereitschaft, mit ganzer Liebe, ohne an einem Punkt zu z\u00f6gern, vollbringt.<br \/>\nEin Symbol daf\u00fcr ist wieder die Sonne: wenn sie weder Samen noch Blumen antrifft, kann sie weder die Wohltat der Reifung des Samens noch der F\u00e4rbung der Blumen weitergeben.<br \/>\nDoch sobald sie diese mit ihrem Licht zu ber\u00fchren vermag, teilt sie, da sie das Leben dieses Gutes besitzt, dem Samen sogleich die Reifung, und den Blumen die F\u00e4rbung mit.<br \/>\nDer menschliche Wille besitzt mit unausl\u00f6schlichen Buchstaben [eingeschrieben] all das, was er tut und was er tun will; und wenn das Ged\u00e4chtnis auch vergisst, so verliert der Wille nichts, sondern enth\u00e4lt den Aufbewahrungsort, das Depot all seiner Akte, ohne dass er etwas verlieren kann.<br \/>\nDaher kann man sagen, dass der ganze Mensch im Willen [begr\u00fcndet] ist. Ist dieser heilig, dann sind auch die gleichg\u00fcltigsten Dinge f\u00fcr ihn heilig. Wenn er schlecht ist, verwandelt sich f\u00fcr ihn vielleicht auch das Gute in einen perversen Akt.<br \/>\nWenn du also wirklich meinen G\u00f6ttlichen Willen als Leben willst, braucht es dazu nicht allzu viel, umso mehr, als es der Meine ist, der mit dem deinen vereint, es will.<br \/>\nDies ist eine Macht, die alles vermag, und auf deiner Seite wird man an den Taten sehen, ob du dich in allen Dingen als Besitzerin eines G\u00f6ttlichen Willens verh\u00e4ltst. Sei daher aufmerksam, meine Tochter, und lasse deinen Flug im H\u00f6chsten Fiat stets andauern.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 33; 19. M\u00e4rz 1935)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #802bbd;\">\u201eWenn sie auf Mose und die Propheten nicht h\u00f6ren, werden sie sich auch nicht \u00fcberzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht\u201c (Lk 16, 31)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gab mich meiner Gewohnheit entsprechend ganz dem Heiligsten G\u00f6ttlichen Wollen hin, und mein s\u00fc\u00dfer Jesus zeigte sich, wie Er entgegenkam, um mich in seinem Heiligsten Willen zu empfangen; Er sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, mein Wille ist in st\u00e4ndiger Begegnung mit dem Willen des Gesch\u00f6pfs, und wenn der menschliche Wille sich mit dem Meinigen trifft, so empf\u00e4ngt er das Licht, die Heiligkeit, die Kraft, die mein Wille enth\u00e4lt. Mein Wille ist st\u00e4ndig dabei (im Akt), sich dem Gesch\u00f6pf zu schenken, um ihm schon vorweg das Leben des Himmels mitzuteilen.<br \/>\nWenn die Seele Mich aufnimmt, dann hat sie dieses Himmlische Leben; wenn sie hingegen in jedem Akt, den sie tut, diesen H\u00f6chsten Willen nicht aufnimmt, der ganz auf ihr Wohl bedacht ist, um sie gl\u00fccklich, stark, heilig zu machen, zu verg\u00f6ttlichen und gleichsam in eine Morgenr\u00f6te himmlischen Lichtes zu verwandeln, dann bleibt sie mit ihrem menschlichen Willen allein, der sie schwach, elend, schmutzig macht und mit niedrigen Leidenschaften umringt, dass es Mitleid erregt.<br \/>\nSiehst du nicht, wie viele Seelen sich aus Schw\u00e4che dahinschleppen, da sie sich selbst nicht \u00fcberwinden k\u00f6nnen, um das Gute zu tun? Andere sind nicht imstande, sich selbst zu beherrschen; einige sind unbest\u00e4ndig wie ein Schilfrohr im Wind, wieder andere k\u00f6nnen nicht beten ohne tausend Zerstreuungen, und einige sind stets unzufrieden; andere scheinen dazu geboren, um B\u00f6ses zu tun.<br \/>\nAll dies sind Seelen, die nicht in all ihren Belangen mit meinem Willen \u00fcbereinstimmen. Und doch ist mein Wille f\u00fcr alle da, doch weil sie Ihn meiden, k\u00f6nnen sie das Gute, das Er in sich birgt, nicht empfangen \u2013 eine gerechte Strafe f\u00fcr den, der nach seinem eigenen leben will und sich somit in alles Elend verwickelt.<br \/>\nDieser mein Wille jedoch, dem sie im Leben ausgewichen sind, und der ihnen so oft Gutes erwiesen h\u00e4tte, wie oft sie Ihm begegnet sind, dem werden sie bei ihrem Tod begegnen, und Er wird ihnen so viele Leiden bereiten, wie oft sie vor Ihm geflohen sind.<br \/>\nDenn als sie Ihm ausgewichen sind, haben sie sich schuldig gemacht, sich befleckt und mit Schlamm beschmutzt. Es ist gerecht, dass sie mit einer Strafe bestraft werden, die aus so vielen schmerzvollen Begegnungen bestehen wird, wie oft sie meinem Willen auf Erden ausgewichen sind.<br \/>\nDoch diese leidvollen Begegnungen werden ihnen keine Verdienste und keine neuen Eroberungen bringen, wie wenn sie meinem Willen in ihrem Leben begegnet w\u00e4ren.<br \/>\nO, wie viele schmerzhafte Seufzer dringen aus den Verliesen des Reinigungsortes! Wie viele Verzweiflungsschreie sind aus der H\u00f6lle zu h\u00f6ren, weil sie meinem Willen auf Erden aus dem Weg gingen.<br \/>\nDaher, meine Tochter, sei dein erster Akt die Begegnung mit meinem Willen; dein erster Gedanke und Herzschlag sei es, dich mit dem ewigen Herzschlag meines Willens zu treffen, um meine ganze Liebe zu empfangen.<br \/>\nStrebe danach, in allem best\u00e4ndige Begegnungen zu haben, damit du in meinen Willen umgewandelt wirst, und Ich in den deinen, damit du dich f\u00fcr das letzte Treffen mit meinem Willen in deiner letzten Stunde bereitest; so wird dir nach deinem Tod jede leidvolle Begegnung erspart bleiben.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 16; 23. Juli 1923)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59557","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59557"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59557\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}