{"id":59680,"date":"2025-03-29T12:00:08","date_gmt":"2025-03-29T11:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/4-sonntag-der-fastenzeit-laetare-c-lk-15-1-3-11-32\/"},"modified":"2025-03-29T14:08:12","modified_gmt":"2025-03-29T13:08:12","slug":"4-sonntag-der-fastenzeit-laetare-c-lk-15-1-3-11-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/4-sonntag-der-fastenzeit-laetare-c-lk-15-1-3-11-32\/","title":{"rendered":"4. SONNTAG DER FASTENZEIT \u2013 LAETARE \u2013 C \u2013 (Lk 15, 1-3.11-32)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1In jener Zeit kamen alle Z\u00f6llner und S\u00fcnder zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. 2Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten emp\u00f6rten sich dar\u00fcber und sagten: Er gibt sich mit S\u00fcndern ab und isst sogar mit ihnen. 3Da erz\u00e4hlte er ihnen ein Gleichnis und sagte:<br \/>\n11Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei S\u00f6hne. 12Der j\u00fcngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Verm\u00f6gen auf.<br \/>\n13Nach wenigen Tagen packte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort f\u00fchrte er ein z\u00fcgelloses Leben und verschleuderte sein Verm\u00f6gen. 14Als er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das Land, und es ging ihm sehr schlecht.<br \/>\n15Da ging er zu einem B\u00fcrger des Landes und dr\u00e4ngte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweineh\u00fcten. 16Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fra\u00dfen; aber niemand gab ihm davon.<br \/>\n17Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt.<br \/>\n19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner. 20Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn.<br \/>\n21Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. 22Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.<br \/>\n23Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fr\u00f6hlich sein. 24Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fr\u00f6hliches Fest zu feiern.<br \/>\n25Sein \u00e4lterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die N\u00e4he des Hauses kam, h\u00f6rte er Musik und Tanz. 26Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.<br \/>\n27Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. 28Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.<br \/>\n29Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. 30Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Verm\u00f6gen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du f\u00fcr ihn das Mastkalb geschlachtet.<br \/>\n31Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. 32Aber jetzt m\u00fcssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #cb93cc;\">\u201e(Er) zog in ein fernes Land. Dort f\u00fchrte er ein z\u00fcgelloses Leben und verschleuderte sein Verm\u00f6gen\u201c (Lk 15, 13)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026Und ich: \u201eAch Herr, wie kann eine Seele, die in der Hoffnung lebt, immer im Frieden sein? Wenn eine Seele eine S\u00fcnde begeht, wie kann sie da im Frieden sein?\u201c<br \/>\nUnd Jesus: \u201eIm Akt, da die Seele s\u00fcndigt, tritt sie bereits aus dem Reich der Hoffnung heraus, weil S\u00fcnde und Hoffnung nicht zusammen sein k\u00f6nnen. Jeder gesunde Menschenverstand glaubt, dass jeder das, was ihm geh\u00f6rt, respektieren, bewahren und pflegen muss.<br \/>\nWer ist der Mensch, der in seine Besitzt\u00fcmer geht und niederbrennt, was er besitzt? Wer beh\u00e4lt nicht eifers\u00fcchtig seinen Besitz? Ich glaube, niemand. Nun, die Seele, die in der Hoffnung lebt, beleidigt durch die S\u00fcnde bereits die Hoffnung und w\u00fcrde, wenn es in ihrer Macht st\u00e4nde, alle G\u00fcter, welche die Hoffnung besitzt, verbrennen.<br \/>\nDann w\u00fcrde sie sich in den ungl\u00fccklichen Umst\u00e4nden jener Person befinden, die ihre G\u00fcter verlie\u00df und wegging, um in fremden L\u00e4ndern zu leben.<br \/>\nSo geht die Seele durch die S\u00fcnde von dieser friedenstiftenden Mutter, der Hoffnung, weg, die so zart und mitleidsvoll ist, und sie sogar mit ihrem eigenen Fleisch ern\u00e4hrt, das ist Jesus im Sakrament, der erste Gegenstand unserer Hoffnung; und die Seele geht, um unter barbarischen Leuten zu wohnen, welche die D\u00e4monen sind, die ihr die geringste Erfrischung verweigern und sie mit nichts als mit Gift f\u00fcttern, d.h. mit der S\u00fcnde.<br \/>\nDoch was tut diese mitleidsvolle Mutter der Hoffnung? Bleibt sie vielleicht gleichg\u00fcltig, w\u00e4hrend die Seele sich von ihr entfernt? Ach, nein! Sie weint, sie bittet und ruft sie mit den zartesten und r\u00fchrendsten Stimmen, sie geht ihr nach und ist erst dann zufrieden, wenn sie die Seele in ihr Reich zur\u00fcckholt.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 2; 14. Oktober 1899)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #cb93cc;\">\u201eAls er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das Land, und es ging ihm sehr schlecht\u201c (Lk 15,14)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setze meine gewohnte Hingabe an das G\u00f6ttliche FIAT fort. W\u00e4hrend ich seinen Akten folgte, sah ich eine Menge Leute, die alle von kleiner Gestalt waren \u2013 schlecht ern\u00e4hrt, kr\u00e4nklich, rachitisch und einige mit Wunden.<br \/>\nIn dieser Menge konnte man weder kindliche Frische, noch die Sch\u00f6nheit jugendlichen Alters, noch die W\u00fcrde des reifen Menschen entdecken. Sie erschienen wie eine Ansammlung von Leuten ohne Ordnung, nicht gut gen\u00e4hrt, ausgehungert, und wenn sie a\u00dfen, wurden sie nie satt.<br \/>\nWie viel Mitleid erregte diese gro\u00dfe Menge, welche fast die ganze Welt zu sein schien! Ich wusste nicht, wer sie waren, noch die Bedeutung ihres Wesens \u2013 dass niemand von ihnen zur rechten Statur herangewachsen war. Da trat mein geliebter Jesus seufzend aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir:<br \/>\n\u201cMeine Tochter, welch ungl\u00fcckliche Menschenmenge! Diese sind nichts anderes als jene vielen, die das v\u00e4terliche Erbe verlassen haben, das ihnen ihr Himmlischer Vater gegeben hat. Arme Kinder, ohne v\u00e4terliches Erbe!<br \/>\nSie besitzen weder ihre L\u00e4ndereien, wo sie sicher leben k\u00f6nnten, noch haben sie genug Nahrung, um sich zu ern\u00e4hren, und sind gen\u00f6tigt, von Diebstahl und Raub und von substanzlosen Speisen zu leben.<br \/>\nDaher ist es f\u00fcr sie recht schwierig, zur rechten Gestalt heranzuwachsen, da ihre Glieder nicht kr\u00e4ftig genug sind, um sich zu entwickeln. So sind sie rachitisch, schwach, am Verhungern, ohne je satt zu werden. Alles, was sie zu sich nehmen, ist ihrem Wachstum nicht zutr\u00e4glich, da es keine passenden und ihnen zugedachten Speisen sind, und auch nicht zu ihrem Erbe geh\u00f6ren.<br \/>\nMeine Tochter, das Erbe, das mein Himmlischer Vater diesen Menschen gegeben hatte, war mein G\u00f6ttlicher Wille. In Ihm sollten sie [ad\u00e4quate] Speise finden, um zur rechten Gestalt heranzuwachsen, balsamische Luft, um gesund und stark zu werden, und die ihrem Gesicht eine kindliche Frische, die Sch\u00f6nheit des Jugendalters und die W\u00fcrde eines reifen Menschen einpr\u00e4gen sollte.<br \/>\nNichts Gutes gab es in diesem Erbe, wor\u00fcber der Mensch nicht Besitzer sein sollte. Er sollte alle G\u00fcter, die er wollte, zu seiner Verf\u00fcgung haben, in der Seele und im Leib.<br \/>\nAls der Mensch das Erbe meines G\u00f6ttlichen Willens verlie\u00df, fand er die Dinge nicht mehr zu seiner Verf\u00fcgung und war nicht mehr Herr, sondern Diener und gezwungen, von M\u00fchsalen zu leben. Wie kann er dann zur rechten Gestalt heranwachsen?<br \/>\nDeshalb erwarte Ich mit so viel Liebe die vielen, die in unserem Erbe des G\u00f6ttlichen FIAT leben sollen. Dieses Erbe wird Uns sch\u00f6ne Menschen mit richtigen Proportionen heranbilden, sch\u00f6n und frisch, die sich mit nahrhaften Speisen ern\u00e4hren, sodass sie stark und voll entwickelt sein werden und den ganzen Ruhm unseres sch\u00f6pferischen Werkes ausmachen.<br \/>\nUnser Kummer ist gro\u00df, wenn Wir diese ungl\u00fcckliche und entstellte Schar ansehen, und voll Schmerz wiederholen Wir: \u2018Ach, unser Werk kam nicht schwach aus unseren H\u00e4nden hervor, ohne Sch\u00f6nheit und Frische, sondern sein blo\u00dfer Anblick erf\u00fcllte Uns mit Liebe, ja entz\u00fcckte Uns, so sch\u00f6n war es.\u2019<br \/>\nBei diesen Worten schwillt unsere Liebe an, m\u00f6chte nach au\u00dfen \u00fcberflie\u00dfen und unseren G\u00f6ttlichen Willen auf den Weg senden, damit Er unter den Gesch\u00f6pfen herrsche und unser Werk so sch\u00f6n und grazi\u00f6s wiederherstelle, wie es aus unseren Sch\u00f6pferh\u00e4nden hervorging.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 25; 6. Januar 1929)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #cb93cc;\">\u201eDann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn\u201c (Lk 15,20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine kleine Existenz spielt sich stets im Heiligen G\u00f6ttlichen Willen ab. Ich f\u00fchle, dass Er mich immer st\u00e4rker an sich zieht. Jedes seiner Worte, sein Licht oder eine Wahrheit \u00fcber Ihn ist ein neues Leben, das Er in mich eingie\u00dft, eine ungew\u00f6hnliche Freude, die ich erfahre und ein Gl\u00fcck ohne Ende, das ich nicht in mich einschlie\u00dfen kann, da ich zu klein bin.<br \/>\nDaher f\u00fchle ich mein Herz vor Freude und g\u00f6ttlicher Seligkeit gleichsam zerspringen. O G\u00f6ttlicher Wille, mache Dich bekannt, damit man Dich besitzt und liebt, sodass alle gl\u00fccklich sind \u2013 aber mit himmlischem, nicht irdischem Gl\u00fcck! Als ich dies erwog, stattete mir mein guter Jesus seinen kurzen Besuch ab und sprach zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, wie viele Akte du in meinem G\u00f6ttlichen Willen tust, so viele Schritte machst du zu Gott hin, und Gott macht seine Schritte auf dich zu. Der Schritt des Gesch\u00f6pfs ist der Anruf, der den Schritt Gottes bewegt, ihm entgegenzugehen.<br \/>\nDa Wir Uns aber nie von den gesch\u00f6pflichen Akten besiegen oder \u00fcbertreffen lassen, so tun Wir \u2013 wenn das Gesch\u00f6pf einen Schritt tut \u2013 f\u00fcnf oder zehn Schritte. Unsere Liebe n\u00e4mlich, die gr\u00f6\u00dfer als die seinige ist, beschleunigt und vervielfacht die Schritte, damit Wir Uns rascher begegnen und ineinander eintauchen.<br \/>\nVielmehr sind es oft Wir, die den Schritt machen, um das Gesch\u00f6pf zu rufen, seinen Schritt auf Uns hin zu tun. Wir wollen unser Gesch\u00f6pf, Wir m\u00f6chten ihm etwas von Uns geben, w\u00fcnschen, dass es Uns \u00e4hnlich sei und m\u00f6chten es gl\u00fccklich machen, daher tun Wir Schritte und rufen es; die Seele nun, die in unserem Willen ist \u2013 ja, sie vernimmt den sanften Klang unserer Schritte und l\u00e4uft zu Uns, um die Fr\u00fcchte unserer Schritte zu empfangen!<br \/>\nDoch willst du wissen, was diese Fr\u00fcchte sind? Sobald durch unser sch\u00f6pferisches Wort die Begegnung geschieht, wirft sich die Seele mitten in unser H\u00f6chstes Wesen hinein.<br \/>\nUnd Wir nehmen sie mit so viel Liebe auf, dass Wir diese Liebe nicht in Uns fassen k\u00f6nnen und die Seele daher innig mit Uns vereinen und unsere Kenntnisse mit unserem Wort \u00fcber sie ausgie\u00dfen und sie an unserem G\u00f6ttlichen Wesen teilhaben lassen.<br \/>\nSo ist jedes Wort von Uns eine Ausgie\u00dfung \u00fcber die Seele; je mehr Erkenntnisgrade sie durch unser Wort erwirbt, desto mehr Grade der Teilnahme an ihrem Sch\u00f6pfer empf\u00e4ngt sie von Ihm.<br \/>\nDu siehst also, dass du dir mit jedem, in meinem G\u00f6ttlichen Willen getanen Akt eine Stra\u00dfe baust, auf der du gehst, um dich ganz im G\u00f6ttlichen Willen zu gestalten; und mein Wort wird dich heranbilden, erleuchten und an unserer Gottheit teilhaben lassen.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 29; 20. Oktober 1931)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #cb93cc;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Als ich dann weiter \u00fcber den gro\u00dfen Nutzen des G\u00f6ttlichen Willens f\u00fcr das Gesch\u00f6pf nachdachte, f\u00fcgte mein h\u00f6chster Jesus hinzu:<br \/>\n\u201eMeine gesegnete Tochter, du musst wissen, dass unsere Liebe und der brennende Wunsch nach der Gesellschaft des Gesch\u00f6pfes so gro\u00df sind, dass Wir ihm schon bei seiner Erschaffung den k\u00f6niglichen Platz in unserem G\u00f6ttlichen Willen anweisen.<br \/>\nSomit hat jedes Gesch\u00f6pf seinen Ehrenplatz in unserem g\u00f6ttlichen Palast, und sein Ursprung, sein erster Akt des Lebens, sowohl in der Ewigkeit wie in der Zeit, sind in unserem Fiat.<br \/>\nDer Mensch existierte noch nicht in der Welt, da wiesen Wir ihm schon in Liebe und sehns\u00fcchtiger Erwartung nicht nur seinen Platz an, sondern stellten ihm unsere Liebe, Heiligkeit, Macht, Sch\u00f6nheit und unser Licht als Geleit zur Verf\u00fcgung. Die Kreatur, das Gesch\u00f6pf, ist die edle Prinzessin, die von der Himmelsh\u00f6he herabsteigt, um die Verbannung zu durchwandern.<br \/>\nAber unser Wille verl\u00e4sst sie nicht, sondern steigt gemeinsam mit ihr hinunter, schlie\u00dft sich um sie und geht zusammen mit ihr durch das Exil. In jeden Akt, den sie tut, in die Leiden, Freuden oder diversen Begegnungen legt Er seinen prim\u00e4ren g\u00f6ttlichen Akt hinein, damit sie ihren Adel und ihren Stand als Prinzessin bewahre.<br \/>\nUnd wenn Er sie mit all seinen G\u00fctern angef\u00fcllt hat, sodass sie keine weiteren mehr fassen kann, nimmt Er sie wieder in die Himmelsh\u00f6hen hinauf und pr\u00e4sentiert sie triumphierend dem ganzen Himmlischen Hof. Dies also m\u00f6chte mein G\u00f6ttlicher Wille mit dem Gesch\u00f6pf tun \u2013 und dies vermag Er zu tun.<br \/>\nDoch zu unserem Leidwesen m\u00fcssen Wir sehen, dass die Seele, sobald sie in die Verbannung hinabsteigt, ihren k\u00f6niglichen Platz sowie ihren edlen Ursprung vergisst und sich daf\u00fcr gerne von unserem Willen lossagen m\u00f6chte, Der sie z\u00e4rtlicher als eine Mutter in seinen Armen tr\u00e4gt; und die Tore ihrer Sinne gebrauchend, die Wir ihr geschenkt haben, steigt sie in die Niedrigkeit ihres menschlichen Willens hinab.<br \/>\nWir hatten ihr diese Tore geschenkt, damit sie wieder zu Uns aufsteige und mitten in ihrer Verbannung kleine Abstecher in den Scho\u00df ihres Sch\u00f6pfers mache. Sie jedoch ben\u00fctzt diese Tore, um ihre kleinen Abstecher in Armseligkeit, Schw\u00e4che und Leidenschaften zu machen, die ihr den Adel rauben. So erkennt man in der menschlichen Kreatur nicht mehr die Prinzessin vom Himmel, sondern eine Dienerin der Erde.<br \/>\nTrotzdem verschlie\u00dfen Wir unsere T\u00fcren, d.h. unsere Liebe, Vaterg\u00fcte und mitleidsvolle Barmherzigkeit nicht, sondern erwarten sie weiterhin: sobald Wir sehen, dass sie die T\u00fcren [ihrer Sinne] schlie\u00dft, um in unseren Willen zu kommen, gehen Wir ihr entgegen und \u00f6ffnen weit unsere Tore.<br \/>\nObwohl Wir in ihr eine unattraktive Sch\u00f6nheit erblicken, die ihre k\u00f6nigliche Kleidung zerrissen und beschmutzt hat, machen Wir ihr keinen Vorwurf, sondern fragen sie mit ganz v\u00e4terlichem Erbarmen: \u201aWo bist du gewesen? Arme Tochter, wie bist du heruntergekommen! Hast du gesehen, wie schlecht es dir bekam, in der Niedrigkeit deines menschlichen Willens und getrennt von Uns zu leben?<br \/>\nDu warst ohne F\u00fchrung unterwegs, ohne Licht, Nahrung und Verteidigung. Mach es daher nicht mehr, damit du wiederhergestellt werdest und das verlorene Gut wiedergewinnst.\u2019 Wir wissen, dass die Seele ohne unseren G\u00f6ttlichen Willen nichts Gutes tun kann.<br \/>\nEs ist, als wollte sie ohne Augen sehen, ohne F\u00fc\u00dfe gehen und ohne Speise leben. Gib daher acht und verlass nie meinen G\u00f6ttlichen Willen, wenn du Kraft, Licht, Unterst\u00fctzung, ja deinen Jesus selbst zu deiner Verf\u00fcgung finden m\u00f6chtest.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 32; 29. April 1933)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59680"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59680\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}