{"id":59857,"date":"2025-04-12T12:00:30","date_gmt":"2025-04-12T10:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/palmsonntag-c-lk-22-14-2356-2\/"},"modified":"2025-04-14T20:28:36","modified_gmt":"2025-04-14T18:28:36","slug":"palmsonntag-c-lk-22-14-2356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/palmsonntag-c-lk-22-14-2356\/","title":{"rendered":"PALMSONNTAG \u2013 C \u2013 (Lk 22, 14-23,56)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14Als die Stunde gekommen war, begab sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch. 15Und er sagte zu ihnen: Ich habe mich sehr danach gesehnt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen. 16Denn ich sage euch: Ich werde es nicht mehr essen, bis das Mahl seine Erf\u00fcllung findet im Reich Gottes. 17Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt den Wein, und verteilt ihn untereinander! 18Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt.<br \/>\n19Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Ged\u00e4chtnis! 20Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird. 21Doch seht, der Mann, der mich verr\u00e4t und ausliefert, sitzt mit mir am Tisch. 22Der Menschensohn muss zwar den Weg gehen, der ihm bestimmt ist. Aber weh dem Menschen, durch den er verraten wird. 23Da fragte einer den andern, wer von ihnen das wohl sei, der so etwas tun werde.<br \/>\n24So entstand unter ihnen ein Streit dar\u00fcber, wer von ihnen wohl der Gr\u00f6\u00dfte sei. 25Da sagte Jesus: Die K\u00f6nige herrschen \u00fcber ihre V\u00f6lker, und die M\u00e4chtigen lassen sich Wohlt\u00e4ter nennen. 26Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Gr\u00f6\u00dfte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der F\u00fchrende soll werden wie der Dienende.<br \/>\n27Welcher von beiden ist gr\u00f6\u00dfer: wer bei Tisch sitzt oder wer bedient? Nat\u00fcrlich der, der bei Tisch sitzt. Ich aber bin unter euch wie der, der bedient. 28In allen meinen Pr\u00fcfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. 29Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat: 30Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken, und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels richten. 31Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. 32Ich aber habe f\u00fcr dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann st\u00e4rke deine Br\u00fcder.<br \/>\n33Darauf sagte Petrus zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gef\u00e4ngnis und in den Tod zu gehen. 34Jesus erwiderte: Ich sage dir, Petrus, ehe heute der Hahn kr\u00e4ht, wirst du dreimal leugnen, mich zu kennen. 35Dann sagte Jesus zu ihnen: Als ich euch ohne Geldbeutel aussandte, ohne Vorratstasche und ohne Schuhe, habt ihr da etwa Not gelitten? Sie antworteten: Nein.<br \/>\n36Da sagte er: Jetzt aber soll der, der einen Geldbeutel hat, ihn mitnehmen, und ebenso die Tasche. Wer aber kein Geld hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich daf\u00fcr ein Schwert kaufen. 37Ich sage euch: An mir muss sich das Schriftwort erf\u00fcllen: Er wurde zu den Verbrechern gerechnet. Denn alles, was \u00fcber mich gesagt ist, geht in Erf\u00fcllung. 38Da sagten sie: Herr, hier sind zwei Schwerter. Er erwiderte: Genug davon!<br \/>\n39Dann verlie\u00df Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum \u00d6lberg; seine J\u00fcnger folgten ihm. 40Als er dort war, sagte er zu ihnen: Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet! 41Dann entfernte er sich von ihnen ungef\u00e4hr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: 42Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. 43Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft.<br \/>\n44Und er betete in seiner Angst noch inst\u00e4ndiger, und sein Schwei\u00df war wie Blut, das auf die Erde tropfte. 45Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den J\u00fcngern zur\u00fcck und fand sie schlafend; denn sie waren vor Kummer ersch\u00f6pft. 46Da sagte er zu ihnen: Wie k\u00f6nnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. 47W\u00e4hrend er noch redete, kam eine Schar M\u00e4nner; Judas, einer der Zw\u00f6lf, ging ihnen voran. Er n\u00e4herte sich Jesus, um ihn zu k\u00fcssen.<br \/>\n48Jesus aber sagte zu ihm: Judas, mit einem Kuss verr\u00e4tst du den Menschensohn? 49Als seine Begleiter merkten, was ihm drohte, fragten sie: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? 50Und einer von ihnen schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. 51Jesus aber sagte: H\u00f6rt auf damit! Und er ber\u00fchrte das Ohr und heilte den Mann.<br \/>\n52Zu den Hohenpriestern aber, den Hauptleuten der Tempelwache und den \u00c4ltesten, die vor ihm standen, sagte Jesus: Wie gegen einen R\u00e4uber seid ihr mit Schwertern und Kn\u00fcppeln ausgezogen. 53Tag f\u00fcr Tag war ich bei euch im Tempel, und ihr habt nicht gewagt, gegen mich vorzugehen. Aber das ist eure Stunde, jetzt hat die Finsternis die Macht. 54Darauf nahmen sie ihn fest, f\u00fchrten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus folgte von weitem.<br \/>\n55Mitten im Hof hatte man ein Feuer angez\u00fcndet, und Petrus setzte sich zu den Leuten, die dort beieinandersa\u00dfen. 56Eine Magd sah ihn am Feuer sitzen, schaute ihn genau an und sagte: Der war auch mit ihm zusammen. 57Petrus aber leugnete es und sagte: Frau, ich kenne ihn nicht. 58Kurz danach sah ihn ein anderer und bemerkte: Du geh\u00f6rst auch zu ihnen. Petrus aber sagte: Nein, Mensch, ich nicht!<br \/>\n59Etwa eine Stunde sp\u00e4ter behauptete wieder einer: Wahrhaftig, der war auch mit ihm zusammen; er ist doch auch ein Galil\u00e4er. 60Petrus aber erwiderte: Mensch, ich wei\u00df nicht, wovon du sprichst. Im gleichen Augenblick, noch w\u00e4hrend er redete, kr\u00e4hte ein Hahn. 61Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an. Und Petrus erinnerte sich an das, was der Herr zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kr\u00e4ht, wirst du mich dreimal verleugnen.<br \/>\n62Und er ging hinaus und weinte bitterlich. 63Die W\u00e4chter trieben ihren Spott mit Jesus. Sie schlugen ihn, 64verh\u00fcllten ihm das Gesicht und fragten ihn: Du bist doch ein Prophet! Sag uns: Wer hat dich geschlagen? 65Und noch mit vielen anderen L\u00e4sterungen verh\u00f6hnten sie ihn. 66Als es Tag wurde, versammelten sich die \u00c4ltesten des Volkes, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, also der Hohe Rat, und sie lie\u00dfen Jesus vorf\u00fchren.<br \/>\n67Sie sagten zu ihm: Wenn du der Messias bist, dann sag es uns! Er antwortete ihnen: Auch wenn ich es euch sage &#8211; ihr glaubt mir ja doch nicht; 68und wenn ich euch etwas frage, antwortet ihr nicht. 69Von nun an wird der Menschensohn zur Rechten des allm\u00e4chtigen Gottes sitzen. 70Da sagten alle: Du bist also der Sohn Gottes. Er antwortete ihnen: Ihr sagt es &#8211; ich bin es. 71Da riefen sie: Was brauchen wir noch Zeugenaussagen? Wir haben es selbst aus seinem eigenen Mund geh\u00f6rt.<br \/>\n1Daraufhin erhob sich die ganze Versammlung, und man f\u00fchrte Jesus zu Pilatus. 2Dort brachten sie ihre Anklage gegen ihn vor; sie sagten: Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk verf\u00fchrt, es davon abh\u00e4lt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und behauptet, er sei der Messias und K\u00f6nig. 3Pilatus fragte ihn: Bist du der K\u00f6nig der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es.<br \/>\n4Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde nicht, dass dieser Mensch eines Verbrechens schuldig ist. 5Sie aber blieben hartn\u00e4ckig und sagten: Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine Lehre im ganzen j\u00fcdischen Land von Galil\u00e4a bis hierher. 6Als Pilatus das h\u00f6rte, fragte er, ob der Mann ein Galil\u00e4er sei. 7Und als er erfuhr, dass Jesus aus dem Gebiet des Herodes komme, lie\u00df er ihn zu Herodes bringen, der in jenen Tagen ebenfalls in Jerusalem war.<br \/>\n8Herodes freute sich sehr, als er Jesus sah; schon lange hatte er sich gew\u00fcnscht, mit ihm zusammenzutreffen, denn er hatte von ihm geh\u00f6rt. Nun hoffte er, ein Wunder von ihm zu sehen. 9Er stellte ihm viele Fragen, doch Jesus gab ihm keine Antwort. 10Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, die dabeistanden, erhoben schwere Beschuldigungen gegen ihn. 11Herodes und seine Soldaten zeigten ihm offen ihre Verachtung. Er trieb seinen Spott mit Jesus, lie\u00df ihm ein Prunkgewand umh\u00e4ngen und schickte ihn so zu Pilatus zur\u00fcck.<br \/>\n12An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde; vorher waren sie Feinde gewesen. 13Pilatus rief die Hohenpriester und die anderen f\u00fchrenden M\u00e4nner und das Volk zusammen 14und sagte zu ihnen: Ihr habt mir diesen Menschen hergebracht und behauptet, er wiegle das Volk auf. Ich selbst habe ihn in eurer Gegenwart verh\u00f6rt und habe keine der Anklagen, die ihr gegen diesen Menschen vorgebracht habt, best\u00e4tigt gefunden, 15auch Herodes nicht, denn er hat ihn zu uns zur\u00fcckgeschickt. Ihr seht also: Er hat nichts getan, worauf die Todesstrafe steht.<br \/>\n16Daher will ich ihn nur auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen. 17- 18Da schrien sie alle miteinander: Weg mit ihm; lass den Barabbas frei! 19Dieser Mann war wegen eines Aufruhrs in der Stadt und wegen Mordes ins Gef\u00e4ngnis geworfen worden. 20Pilatus aber redete wieder auf sie ein, denn er wollte Jesus freilassen.<br \/>\n21Doch sie schrien: Kreuzige ihn, kreuzige ihn! 22Zum drittenmal sagte er zu ihnen: Was f\u00fcr ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich habe nichts feststellen k\u00f6nnen, wof\u00fcr er den Tod verdient. Daher will ich ihn auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen. 23Sie aber schrien und forderten immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch: 24Pilatus entschied, dass ihre Forderung erf\u00fcllt werden solle.<br \/>\n25Er lie\u00df den Mann frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gef\u00e4ngnis sa\u00df und den sie gefordert hatten. Jesus aber lieferte er ihnen aus, wie sie es verlangten. 26Als sie Jesus hinausf\u00fchrten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage. 27Es folgte eine gro\u00dfe Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten.<br \/>\n28Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht \u00fcber mich; weint \u00fcber euch und eure Kinder! 29Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben. 30Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den H\u00fcgeln: Deckt uns zu! 31Denn wenn das mit dem gr\u00fcnen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem d\u00fcrren werden? 32Zusammen mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher zur Hinrichtung gef\u00fchrt.<br \/>\n33Sie kamen zur Sch\u00e4delh\u00f6he; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links. 34Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Dann warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter sich. 35Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die f\u00fchrenden M\u00e4nner des Volkes verlachten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erw\u00e4hlte Messias Gottes ist.<br \/>\n36Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig 37und sagten: Wenn du der K\u00f6nig der Juden bist, dann hilf dir selbst! 38\u00dcber ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der K\u00f6nig der Juden. 39Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verh\u00f6hnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! 40Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du f\u00fcrchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.<br \/>\n41Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn f\u00fcr unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. 43Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. 44Es war etwa um die sechste Stunde, als eine Finsternis \u00fcber das ganze Land hereinbrach. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.<br \/>\n45Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, 46und Jesus rief laut: Vater, in deine H\u00e4nde lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus. 47Als der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Das war wirklich ein gerechter Mensch. 48Und alle, die zu diesem Schauspiel herbeigestr\u00f6mt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.<br \/>\n49Alle seine Bekannten aber standen in einiger Entfernung vom Kreuz, auch die Frauen, die ihm seit der Zeit in Galil\u00e4a nachgefolgt waren und die alles mit ansahen. 50Damals geh\u00f6rte zu den Mitgliedern des Hohen Rates ein Mann namens Josef, der aus der j\u00fcdischen Stadt Arimath\u00e4a stammte. Er wartete auf das Reich Gottes und hatte dem, was die anderen beschlossen und taten, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. 51- 52Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.<br \/>\n53Und er nahm ihn vom Kreuz, h\u00fcllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. 54Das war am R\u00fcsttag, kurz bevor der Sabbat anbrach. 55Die Frauen, die mit Jesus aus Galil\u00e4a gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. 56Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende \u00d6le und Salben zu. Am Sabbat aber hielten sie die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe ein.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #bf1111;\">\u201eUnd er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Ged\u00e4chtnis!\u201c (Lk 22, 19)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Morgen nach der Heiligen Kommunion f\u00fchlte ich, wie mein liebensw\u00fcrdiger Jesus mich in besonderer Weise in seinen Willen absorbierte, und ich schwamm gleichsam in diesem Willen. Aber wer kann wiedergeben, was ich erlebte? Ich finde keine Worte, um mich auszudr\u00fccken, und Jesus sprach zu mir:<br \/>\n&#8222;Meine Tochter, wie lange die Seele in meinem Willen weilt, soviel an g\u00f6ttlichem Leben, kann sie sagen, dass sie auf Erden lebt! Wie gef\u00e4llt es Mir, wenn Ich sehe, wie die Seele in meinen Willen eingeht, um dort das g\u00f6ttliche Leben zu leben!<br \/>\nIch habe gro\u00dfes Wohlgefallen daran, Seelen zu sehen, die in meinem Willen das wiederholen, was meine Menschheit in Ihm tat! Ich empfing die Kommunion, und empfing Mich selbst im Willen des Vaters, und dadurch leistete Ich nicht nur f\u00fcr alles S\u00fchne, sondern, da Ich im G\u00f6ttlichen Willen die Unermesslichkeit und die AllSicht von allem und von allen vorfand, umschloss Ich daher alle und reichte allen die Kommunion.<br \/>\nUnd da Ich sah, dass viele nicht am Sakrament teilnehmen w\u00fcrden, und der Vater dadurch beleidigt w\u00fcrde, weil sie nicht das Leben empfangen wollten, leistete Ich Ihm die Genugtuung und die Ehre, wie wenn alle kommuniziert h\u00e4tten, das hei\u00dft f\u00fcr jeden einzelnen gab Ich Ihm die Genugtuung und die Glorie eines g\u00f6ttlichen Lebens.<br \/>\nAuch du kommuniziere in meinem Willen, wiederhole das, was Ich tat; und so wirst du nicht nur f\u00fcr alles Wiedergutmachung leisten, sondern du wirst Mich Selbst allen geben, wie Ich w\u00fcnschte, Mich allen zu schenken, und du wirst Mir die Ehre geben, als h\u00e4tten alle kommuniziert.<br \/>\nMein Herz ist ger\u00fchrt, wenn es sieht, dass das Gesch\u00f6pf, das Mir nichts aus sich heraus geben kann, was Meiner w\u00fcrdig w\u00e4re, von dem Meinen nimmt, es sich zu eigen macht und nachahmt, was Ich getan habe, und dies Mir gibt, um Mir zu gefallen; worauf Ich voll Wohlgefallen wiederhole: &#8222;Bravo, meine Tochter, du hast genau das gemacht, was Ich getan habe.\u201c<br \/>\nDann f\u00fcgte Er hinzu: &#8222;Die Akte in meinem Willen sind die einfachsten Akte, aber weil sie einfach sind, teilen sie sich allen mit. Das Sonnenlicht ist, weil es einfach ist, Licht f\u00fcr jedes Auge, die Sonne aber ist nur eine; so verbreitet sich ein einziger Akt in meinem Willen wie einfachstes Licht in jedem Herzen, in jedem Werk, in allen, aber der Akt ist einer.<br \/>\nMein eigenes Wesen ist \u2013 weil es h\u00f6chst einfach ist \u2013 ein einziger Akt, aber ein Akt, der alles einschlie\u00dft; er hat keine F\u00fc\u00dfe und ist der Schritt f\u00fcr alle, keine Augen und bildet das Auge und das Licht aller, er spendet allen Leben, aber ohne Anstrengung, ohne Erm\u00fcdung, und doch verleiht Er allen den Akt des Wirkens; daher wird die Seele in meinem Willen einfach, und gemeinsam mit Mir vervielf\u00e4ltigt sie sich in allen und tut allen Gutes.<br \/>\nO! Wenn doch alle den unermesslichen Wert der in meinem Willen getanen Akte, auch der kleinsten, verst\u00fcnden, sie w\u00fcrden sich keinen einzigen Akt entgehen lassen!&#8220; (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 11; 8. September 1916)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #bf1111;\">\u201eDieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird\u201c (Lk 22, 20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich die Kommunion empfangen hatte, lie\u00df sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus sehen, und sobald ich Ihn sah, warf ich mich zu seinen F\u00fc\u00dfen, um sie zu k\u00fcssen und mich ganz an Ihn zu dr\u00fccken. Jesus streckte mir seine Hand entgegen und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, komm in meine Arme und in mein Herz hinein.<br \/>\nIch habe Mich mit den eucharistischen Schleiern verh\u00fcllt, um keine Angst einzujagen. Ich bin in diesem Sakrament in den tiefsten Abgrund der Dem\u00fctigun-gen hinabgestiegen, um das Gesch\u00f6pf bis zu Mir zu erheben, um es ganz in Mich hineinzuversetzen, sodass Ich mit ihm eine Einheit bilde.<br \/>\nUnd indem Ich mein sakramentales Blut in seinen Adern flie\u00dfen lasse, mache Ich Mich zum Leben seines Herzschlages, seiner Gedanken und seines ganzen Wesens. Meine Liebe verzehrte Mich und wollte das Gesch\u00f6pf in meinen Flammen verzehren, damit es als zweites Ich-Selbst wiedergeboren werde.<br \/>\nDaher wollte Ich Mich unter diesen eucharistischen Schleiern verbergen und so verborgen in das Gesch\u00f6pf eintreten, um diese Umwandlung des Gesch\u00f6pfs in Mich zu bewerkstelligen.<br \/>\nDoch damit diese Umwandlung gelingt, bedarf es der Disposition seitens der Gesch\u00f6pfe, und wie meine bis zum \u00dcberma\u00df gehende Liebe das eucharistische Sakrament einsetzte, so gew\u00e4hrte sie aus dem Inneren meiner Gottheit heraus auch weitere Gnaden, Gaben, Gunst und Licht zum Wohle des Menschen, um ihn zu einem w\u00fcrdigen Kommunionempfang zu bef\u00e4higen.<br \/>\nIch kann behaupten, dass meine Liebe so viel Gutes schenkte, dass es die Gaben der Sch\u00f6pfung \u00fcbertrifft. Ich wollte dem Menschen zuerst die Gna den schenken, Mich zu empfangen, und dann Mich Selbst geben, um ihm die wahre Frucht meines sakramentalen Lebens zu verleihen.<br \/>\nDoch um den Seelen mit diesen Gaben zuvorzukommen, bedarf es ein wenig der Leere von sich selbst, des Hasses gegen die S\u00fcnde, des Verlangens, Mich zu empfangen. Diese [meine] Gaben steigen nicht zur F\u00e4ulnis oder in den Schlamm hinab, deshalb sind die Seelen ohne meine Gaben nicht richtig disponiert f\u00fcr meinen Empfang, und wenn Ich dann zu ihnen hinabsteige, finde Ich nicht den freien Platz, um mein Leben mitzuteilen; Ich bin f\u00fcr sie wie tot, und sie wie tot f\u00fcr Mich.<br \/>\nIch brenne und sie sp\u00fcren meine Flammen nicht, Ich bin Licht und sie werden noch blinder. Ach, wie viele Schmerzen leide Ich in meinem sakramentalen Leben! Viele f\u00fchlen wegen mangelnder Vorbereitung nichts Besonderes (Gutes) bei meinem Empfang und ekeln Mich sogar an, und wenn sie Mich weiterhin empfangen, stellen sie mein st\u00e4ndiges Kalvaria dar und bereiten sich die ewige Verdammnis.<br \/>\nWenn es nicht die Liebe ist, die sie antreibt, Mich zu empfangen, dann f\u00fcgen sie Mir eine weitere Beleidigung zu und h\u00e4ufen in ihrer Seele eine weitere S\u00fcnde auf. Bete also und leiste Wiedergutmachung f\u00fcr so viel Missbrauch und Sakrilegien beim Kommunionempfang.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 15; 27. M\u00e4rz 1923)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #bf1111;\">\u201eBetet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!\u201c (Lk 22, 40)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eWas ich dir empfehle, ist der Geist st\u00e4ndigen Gebetes. Die ununterbrochene Bem\u00fchung der Seele, sich mit Mir zu unterhalten, sei es mit ihrem Herzen, mit ihrem Geist, mit ihrem Mund, oder sogar mit einer einfachen Intention, macht sie in meinen Augen so sch\u00f6n, dass die Noten ihres Herzens mit den Noten meines Herzens harmonieren.<br \/>\nIch f\u00fchle mich so angezogen, Mich mit dieser Seele zu unterhalten, dass Ich ihr nicht nur die ad extra (\u00e4u\u00dferen) Werke meiner Menschheit kundtue, sondern Ich werde ihr etwas von den ad intra (inneren) Werken, welche die Gottheit in meiner Menschheit tat, offenbaren.<br \/>\n\u201eDa erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm neue Kraft\u201c (Lk 22, 43)<br \/>\nIn der dritten Stunde der Todesangst am \u00d6lberg flehte Jesus den Himmel um Beistand an. Seine Seelenleiden waren so gro\u00df, dass er Trost auch von seinen Aposteln begehrte. Nehmen auch wir in allen Wechself\u00e4llen des Lebens, besonders in Schmerz und Ungl\u00fcck, immer unsere Zuflucht zum Himmel?<br \/>\nWenn wir uns auch an die Gesch\u00f6pfe wenden, tun wir es dann der Ordnung gem\u00e4\u00df bei jenen, die uns auf heilige Weise Trost bereiten k\u00f6nnen? Sind wir wenigstens ergeben, wenn wir den erwarteten Trost nicht finden, da sich die Vorsehung der Sorglosigkeit der Gesch\u00f6pfe oft bedient, um uns in die Arme Jesu zu legen?<br \/>\nJesus wurde von einem Engel gest\u00e4rkt. K\u00f6nnen wir sagen, wir seien der Engel Jesu, indem wir uns um ihn scharen, ihm Trost anbieten und an seinen Bitterkeiten teilnehmen? Um aber als wahre Engel Jesu erscheinen zu k\u00f6nnen, ist es notwendig, dass wir unsere Leiden als von ihm geschickt ansehen, also als g\u00f6ttliche Leiden.<br \/>\nNur dann k\u00f6nnen wir es wagen, einen Gott zu tr\u00f6sten, der in so bitteres Leid versenkt ist. Fassen wir dagegen die Leiden rein menschlich auf, dann k\u00f6nnen wir uns ihrer nicht bedienen, dem Gottmenschen eine St\u00e4rkung zu bereiten. In den Leiden, die uns Jesus schickt, reicht er uns den Kelch, in den wir die Frucht unserer Leiden hineinlegen sollen.<br \/>\nDann werden diese Leiden, mit Liebe und Ergebung getragen, sich in s\u00fc\u00dfen Nektar f\u00fcr Jesus verwandeln. In jedem Leid lasst uns sprechen: \u201eJesus ruft uns, ihm als Engel zu dienen. Er begehrt von uns St\u00e4rkung, darum l\u00e4sst er uns an seinen Leiden teilnehmen.\u201c<br \/>\nJesus, meine Liebe! In meinen Leiden suche ich dein Herz als meine Ruhest\u00e4tte auf, und in deinen Leiden will ich dir Abhilfe schaffen durch die meinigen. So nehmen wir gegenseitig einen Austausch vor, und ich werde dein tr\u00f6stender Engel sein. (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von von 23 bis 24 Uhr: Dritte Stunde der Todesangst Jesu am \u00d6lberg)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #bf1111;\">\u201eUnd er betete in seiner Angst noch inst\u00e4ndiger\u201c (Lk 22, 44)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Stellen sich Christus die S\u00fcnden aller Zeiten vor Augen. Er nimmt diese S\u00fcnden auf sich, um dem Vater geb\u00fchrende Verherrlichung zu geben. Er s\u00fchnte demgem\u00e4\u00df f\u00fcr sie und empfand in seinem Herzen die Seelenverfassung eines jeden von uns, ohne sein Gebet zu unterbrechen.<br \/>\nIn welcher Seelenverfassung befinden wir uns? Wenn wir kalt, hart und versucht sind, beten wir dann und sind wir beharrlich im Gebet? Bieten wir Jesus unsere Seelenleiden als S\u00fchne und als Tr\u00f6stung dar?<br \/>\nAls Ursache seines Seelenleidens sollten wir ihn umringen, ihm unser Mitleid bezeigen und ihn tr\u00f6sten, ja, w\u00e4re es m\u00f6glich, ihm sagen: \u201eJesus, du hast zu viel gelitten. G\u00f6nne dir Ruhe, wir werden an deiner statt leiden.\u201c<br \/>\nSind wir niedergeschlagen oder legen wir vielmehr mutig unsere Leiden zu seinen F\u00fc\u00dfen, auf dass er in uns seine Menschheit finde? Stellen wir so unsere Menschheit in den Dienst Jesu? Was tat seine Menschheit?<br \/>\nSie verherrlichte den Vater, s\u00fchnte und flehte um das Heil unserer Seelen. Legen wir in alles, was wir tun, diese drei Intentionen hinein, so dass wir sagen k\u00f6nnten: Wir schlie\u00dfen in uns die ganze Menschheit Jesu ein?<br \/>\nWird es dunkel in unserer Seele, machen wir dann die gute Meinung, wenigstens in anderen das Licht der Wahrheit aufleuchten zu lassen und das Eis von so vielen Herzen zu schmelzen, die in der S\u00fcndenschuld erstarrt sind?<br \/>\nMein Jesus! Um dir mein Mitleid zu zeigen und dich in deiner Niedergeschlagenheit aufzurichten, erhebe ich mich bis zum Himmel und m\u00f6chte mir im Geiste deine Gottheit zu eigen machen.<br \/>\nIndem ich dich damit wie mit einem Schutzwall umgebe, m\u00f6chte ich von dir alle Beleidigungen der Gesch\u00f6pfe fernhalten; m\u00f6chte dir deine Sch\u00f6nheit darbieten, um dich die H\u00e4sslichkeit der S\u00fcnde nicht schauen zu lassen; deine Heiligkeit, damit du bewahrt bleibest vor dem Abscheu gegen jene Seelen, die dich erschauern lassen, weil sie tot sind f\u00fcr die Gnade; deinen Frieden, um alle Zwistigkeiten, alle Emp\u00f6rungen und Verwirrungen unter den Gesch\u00f6pfen zu verscheuchen; deine Harmonien im Gottesreiche, um dein Geh\u00f6r gegen alle b\u00f6sen Zungen zu verschlie\u00dfen.<br \/>\nMein Jesus, ich m\u00f6chte dir als Opfer so viele S\u00fchneakte darbringen, wie dir Beleidigungen widerfahren. Sie m\u00f6chten dir gleichsam den Tod geben, w\u00e4hrend ich dir mit meinen Akten Leben spenden will.<br \/>\nSodann m\u00f6chte ich eine Woge aus dem Meer deiner Gottheit \u00fcber alle Menschen sich ergie\u00dfen lassen, damit sie es infolge der Ber\u00fchrung mit dir nicht mehr wagen, dich zu beleidigen. Auf diese Weise allein werde ich, o Jesus, dir mein Mitleid bezeigen k\u00f6nnen f\u00fcr alle Unbilden, die du von den Menschen erf\u00e4hrst.<br \/>\nJesus, mein s\u00fc\u00dfes Leben! Meine Gebete und meine Leiden m\u00f6gen unabl\u00e4ssig zum Himmel emporsteigen, um auf alle Menschenkinder das Licht der Gnade herabregnen zu lassen und dein eigenes Leben in mich aufnehmen zu k\u00f6nnen. (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 22 bis 23 Uhr: Zweite Stunde der Todesangst Jesu am \u00d6lberg)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #bf1111;\">\u201eFrau, ich kenne ihn nicht\u201c (Lk 22, 57)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, das gr\u00f6\u00dfte Leid in meiner Passion, der Dorn, der mein Herz am schmerzlichsten durchbohrte, war die Verlassenheit und das Verschwinden meiner Apostel. Ich traf auf kein wohlwollendes Auge, dem mein Blick begegnen konnte.<br \/>\nDie Verlassenheit, die Beleidigungen und die Gleichg\u00fcltigkeit von Freunden \u00fcbertrifft bei weitem alle Leiden und selbst den Tod, den die Feinde zuf\u00fcgen k\u00f6nnen. Ich wusste, dass Mir die Apostel diesen durchbohrenden Schmerz zuf\u00fcgen mussten und feige von Mir fliehen w\u00fcrden, doch Ich achtete nicht darauf, denn, meine Tochter, wer ein Werk tun m\u00f6chte, darf nicht auf seine Leiden schauen.<br \/>\nVielmehr muss er in guten Zeiten Freunde finden, wenn alles ihm zul\u00e4chelt und er bei jedem Schritt Triumphe und Wunder auss\u00e4t. Nicht nur das, sondern er teilt die Wunderkraft dem mit, den er zu seinem Freund und J\u00fcnger macht; dann r\u00fchmen sich alle, Freunde dessen zu sein, der von Herrlichkeit und Ehre umgeben ist und alle sind voller Hoffnung.<br \/>\nMan hat so viele Freunde und J\u00fcnger, wie man m\u00f6chte, da Glorie, Triumph und gute Zeiten machtvolle Magneten sind, welche die Menschen anlocken, dem Triumphator zu folgen.<br \/>\nWer will schon einem armen Verleumdeten, Gedem\u00fctigten, Verachteten nachfolgen und sein Freund oder J\u00fcnger sein? Niemand! Vielmehr empfinden sie Angst und Schrecken sich zu n\u00e4hern, und verleugnen schlie\u00dflich den, mit dem sie fr\u00fcher Freundschaft pflegten, wie es der heilige Petrus Mir gegen\u00fcber tat.<br \/>\nSo hofft der arme Mensch vergeblich auf Freunde, wenn er unter dem Alpdruck von Dem\u00fctigungen, Verachtung und Verleumdungen steht. Man muss sich daher zu einer Zeit Freunde machen, wenn der Himmel uns zul\u00e4chelt und das Gl\u00fcck uns auf den Thron zu heben scheint \u2013 wenn man m\u00f6chte, dass die G\u00fcter und n\u00f6tigen Werke am Leben bleiben und in den anderen Menschen eine Fortsetzung finden m\u00f6gen.<br \/>\nIch hatte Mir aber [zu einer Zeit] Freunde gemacht, als Ich Wunder und Triumphe auss\u00e4te, sodass sie Mich sogar f\u00fcr ihren irdischen K\u00f6nig auf Erden hielten und als meine J\u00fcnger die ersten Pl\u00e4tze bei Mir einzunehmen meinten.<br \/>\nUnd obwohl sie Mich in meiner Passion verlie\u00dfen, besannen sich meine Apostel, als meine Auferstehung meinen vollen Triumph verk\u00fcndete, eines Besseren. Sie vereinten sich wieder und folgten wie Triumphatoren meiner Lehre, meinem Leben und bildeten die anbrechende Kirche.<br \/>\nH\u00e4tte Ich auf den Umstand geachtet, dass sie Mich schm\u00e4hlich verlassen w\u00fcrden, und sie zur Zeit meiner Triumphe nicht zu meinen J\u00fcngern gemacht, dann h\u00e4tte Ich niemanden gehabt, der nach meinem Tod \u00fcber Mich gesprochen und Mich bekannt gemacht h\u00e4tte.<br \/>\nDaher ist sowohl die gute Zeit und die Glorie n\u00f6tig, doch ebenso muss man durchbohrende N\u00e4gel erleiden und sie in Geduld ertragen k\u00f6nnen, um den Baustoff, die Materie f\u00fcr meine gr\u00f6\u00dften Werke zu haben, die unter den Menschen lebendig werden sollen.<br \/>\nWar dies nun nicht in allem eine Einheit und \u00c4hnlichkeit mit meinem Leben, was du in deinem leidvollen Zustand an Dem\u00fctigungen, Verleumdungen und Verachtung durchgemacht hast? Ich f\u00fchlte in dir wiederum den Nagel der Verlassenheit und der Flucht der Apostel, indem Ich sah, dass jene, die dir so eifrig beistehen wollten, sich von dir distanzierten und dich verlassen wollten.<br \/>\nAls Ich dich verlassen sah, erblickte Ich dich ganz allein in meinen Armen mit dem Nagel der Verlassenheit von denen, die dich unterst\u00fctzen sollten und sprach in meinem Kummer: \u2018B\u00f6se Welt, wie gut verstehst du es, die Szenen meiner Passion in meinen Kindern zu wiederholen!\u2019 Und Ich habe deine Bitterkeit f\u00fcr den Triumph meines Willens und als Hilfe f\u00fcr jene aufgeopfert, die Ihn bekannt machen sollen.<br \/>\nFasse daher Mut in den leidvollen Umst\u00e4nden des Lebens. Wisse jedoch, dass dein Jesus dich nie verlassen wird, das kann Ich nicht tun. Meine Liebe ist nicht von unbest\u00e4ndiger Natur, sondern fest und best\u00e4ndig, und was Ich mit meinem Mund ausspreche, das geht vom Leben des Herzens aus.<br \/>\nDie Gesch\u00f6pfe hingegen sagen das eine und f\u00fchlen etwas anderes in ihrem Herzen und mischen viele menschliche Absichten hinein, sogar wenn sie Freundschaften schlie\u00dfen; daher \u00e4ndern sie sich je nach den Umst\u00e4nden.<br \/>\nDie Distanzierung jener, die gewillt schienen, ihr Leben zu guten Zeiten hinzugeben und dann in der Zeit der Dem\u00fctigungen und Verachtung feige fliehen \u2013 dies ist alles Auswirkung des menschlichen Willens. Er ist der wahre Kerker f\u00fcr das Gesch\u00f6pf und gut beschlagen in der Kunst, viele kleine R\u00e4ume \u2013 jedoch ganz ohne Fenster \u2013 zu errichten, da er sich nicht darauf versteht, \u00d6ffnungen einzubauen, welche das wohlt\u00e4tige Licht hereinlassen.<br \/>\nDaher sind die Leidenschaften, die Schw\u00e4chen, die Angst, die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Furcht, die Unbest\u00e4ndigkeit so viele finstere Gem\u00e4cher seines Gef\u00e4ngnisses, und die Seele wird bald durch dies, bald durch jenes blockiert; die Angst l\u00e4sst sie sogar Jenen f\u00fcrchten und sich von Ihm distanzieren, Der sein Leben aus Liebe zu ihr hingibt. Die Seele hingegen, in der mein Wille herrscht, lebt in meinem Palast.<br \/>\nHier gibt es so viel Licht, dass die Leiden, Dem\u00fctigungen und Verleumdungen nichts anderes als Stufen von Triumphen und Glorie sind und die Vollendung von gro\u00dfen und g\u00f6ttlichen Werken. Daher dr\u00fcckt sich diese Seele, anstatt den armen M\u00e4rtyrer zu fliehen, der durch menschliche Verderbtheit in den Staub geworfen wurde, n\u00e4her an diesen und wartet geduldig auf die Stunde des neuen Triumphs.<br \/>\nO, h\u00e4tte mein Wille in F\u00fclle in meinen Aposteln geherrscht, dann w\u00e4ren sie in jener Stunde, in der Ich das Bed\u00fcrfnis nach ihrer Gegenwart und Treue in meinen vielen Leiden empfand, mit Sicherheit nicht geflohen! Mitten unter Feinden, die Mich zu verschlingen suchten, wollte Ich meine Getreuen nahe, da es keinen gr\u00f6\u00dferen Trost gibt, als in Zeiten der Bitterkeit einen Freund bei sich zu haben.<br \/>\nIch h\u00e4tte in meinen geliebten Aposteln, die Mir nahe waren, die Fr\u00fcchte meiner Leiden erblickt: o, wie viele s\u00fc\u00dfe Erinnerungen w\u00e4ren in meinem Herzen aufgestiegen, die Balsam f\u00fcr meine intensive Bitterkeit gewesen w\u00e4ren! Mein G\u00f6ttlicher Wille h\u00e4tte sie mit seinem Licht an der Flucht gehindert, und so h\u00e4tten sie sich noch mehr an Mich gedr\u00fcckt.<br \/>\nDoch da sie im finsteren Kerker ihres Willens lebten, war ihr Geist verdunkelt, das Herz erkaltet, die Furcht \u00fcberkam sie und in einem Augenblick verga\u00dfen sie all das Gute, das sie von Mir empfangen hatten. Und sie flohen nicht nur von Mir, sondern zerstreuten sich auch untereinander \u2013 lauter Wirkungen des menschlichen Willens, der es nicht versteht, die Einheit zu bewahren.<br \/>\nEr ist blo\u00df f\u00e4hig, an einem einzigen Tag das Gute zu zerstreuen, das in so vielen Jahren unter so vielen Opfern erbracht worden ist. So soll deine einzige Furcht nur jene sein, nicht meinen Willen zu tun.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 29; 5. Juni 1931)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":79198,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59857","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59857"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59857\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}