{"id":59867,"date":"2026-03-27T20:00:47","date_gmt":"2026-03-27T19:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/samstag-der-5-fastenwoche-joh-1145-57\/"},"modified":"2026-03-27T20:53:27","modified_gmt":"2026-03-27T19:53:27","slug":"samstag-der-5-fastenwoche-joh-1145-57","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/samstag-der-5-fastenwoche-joh-1145-57\/","title":{"rendered":"Samstag der 5. Fastenwoche (Joh 11,45-57)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">45In jener Zeit kamen viele der Juden, die zu Maria, der Schwester des Lazarus, gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, zum Glauben an ihn. 46Aber einige von ihnen gingen zu den Pharis\u00e4ern und berichteten ihnen, was er getan hatte.<br \/>\n47Da beriefen die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. 48Wenn wir ihn gew\u00e4hren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die R\u00f6mer kommen und uns die heilige St\u00e4tte und das Volk nehmen.<br \/>\n49Einer von ihnen, Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht \u00fcberhaupt nichts. 50Ihr bedenkt nicht, dass es besser f\u00fcr euch ist, wenn ein einziger Mensch f\u00fcr das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.<br \/>\n51Das sagte er nicht aus sich selbst; sondern weil er der Hohepriester jenes Jahres war, sagte er aus prophetischer Eingebung, dass Jesus f\u00fcr das Volk sterben werde. 52Aber er sollte nicht nur f\u00fcr das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln. 53Von diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu t\u00f6ten.<br \/>\n54Jesus bewegte sich von nun an nicht mehr \u00f6ffentlich unter den Juden, sondern zog sich von dort in die Gegend nahe der W\u00fcste zur\u00fcck, an einen Ort namens Efraim. Dort blieb er mit seinen J\u00fcngern. 55Das Paschafest der Juden war nahe, und viele zogen schon vor dem Paschafest aus dem ganzen Land nach Jerusalem hinauf, um sich zu heiligen.<br \/>\n56Sie fragten nach Jesus und sagten zueinander, w\u00e4hrend sie im Tempel zusammenstanden: Was meint ihr? Er wird wohl kaum zum Fest kommen. 57Die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er hatten n\u00e4mlich, um ihn festnehmen zu k\u00f6nnen, angeordnet: Wenn jemand wei\u00df, wo er sich aufh\u00e4lt, soll er es melden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #a01ec8;\">\u201eDa beriefen die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gew\u00e4hren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die R\u00f6mer kommen und uns die heilige St\u00e4tte und das Volk nehmen \u201c (Joh 11,47-48)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich brachte nach meiner Gewohnheit meinem s\u00fc\u00dfen Jesus die ganze Menschheitsfamilie, betete, s\u00fchnte und leistete Ersatz im Namen aller f\u00fcr das, was jeder zu tun verpflichtet ist; aber w\u00e4hrend ich dies tat, kam mir ein Gedanke: &#8218;Denke und bete f\u00fcr dich selbst, siehst du nicht, in welchen leidvollen Zustand du geraten bist?&#8216; Und ich schickte mich gleichsam an, dies zu tun, als sich mein Jesus in meinem Inneren bewegte, mich an sich zog und zu mir sprach:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, warum willst du dich von meiner \u00c4hnlichkeit entfernen? Ich dachte nie an Mich selbst. Die Heiligkeit meiner Menschheit war v\u00f6llige Uneigenn\u00fctzigkeit. Nichts tat Ich f\u00fcr Mich, sondern litt und tat alles f\u00fcr die Gesch\u00f6pfe.<br \/>\nMeine Liebe kann man eine wahrhafte nennen, weil sie von meiner eigenen Selbstlosigkeit gepr\u00e4gt war. Man kann nicht sagen, dass da, wo Eigennutz ist, eine Quelle der Wahrheit w\u00e4re, andererseits ist die selbstlose Seele diejenige, die am meisten vorw\u00e4rtskommt.<br \/>\nUnd w\u00e4hrend sie vorankommt, ergreift das Meer meiner Gnade sie von hinten und umflutet sie derart, dass sie ganz versenkt wird, ohne dass sie daran denkt.<br \/>\nDie Seele, die hingegen an sich selbst denkt, ist die letzte, das Meer meiner Gnade ist vor ihr, und sie muss mit der Kraft ihrer Arme das Meer durchpfl\u00fcgen, wenn es ihr \u00fcberhaupt gelingt; denn der Gedanke an sich selbst wird ihr viele Hindernisse bereiten, dass es ihr Angst einjagt, sich in mein Meer zu werfen, und sie l\u00e4uft Gefahr, am Ufer stehen zu bleiben.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 12; 22. Juni 1920)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #a01ec8;\">\u201e\u2026 Sagte er aus prophetischer Eingebung, dass Jesus f\u00fcr das Volk sterben werde. 52Aber er sollte nicht nur f\u00fcr das Volk sterben, sondern auch, um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln\u201c (Joh 11,51+52)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich befand mich in meinem gewohnten Zustand, und dachte gerade an die Leiden meines anbetungsw\u00fcrdigen Jesus, besonders an jene, die die Gottheit seine Heiligste Menschheit leiden lie\u00df.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen f\u00fchlte ich mich in das Herz meines Jesus hineingezogen und nahm an den Qualen seines Heiligsten Herzens Teil, die die Gottheit Ihn im Verlauf seines Lebens auf Erden erleiden lie\u00df.<br \/>\nDiese Leiden sind ganz verschieden von jenen, die der geliebte Jesus im Lauf seiner Passion durch die Hand der Juden erlitt; es sind Leiden, die fast nicht beschrieben werden k\u00f6nnen; \u00fcber das wenige, woran ich Teil hatte, kann ich sagen, dass ich einen heftigen, bitteren Schmerz empfand, begleitet von einem Riss des Herzens selbst, dass ich wirklich zu sterben meinte.<br \/>\nDann gab Jesus mir gleichsam durch ein Wunder seiner Liebe das Leben wieder. Nachdem ich das gelitten hatte, sagte Jesus dann zu mir: &#8222;Tochter meiner Leiden, wisse, dass die Leiden, die Mir die Juden zuf\u00fcgten, Schatten waren im Vergleich zu jenen, die Mir die Gottheit zuf\u00fcgte; und dies war gerecht, um v\u00f6llige Genugtuung zu erlangen.<br \/>\nIndem der Mensch s\u00fcndigte, beleidigte er die H\u00f6chste Majest\u00e4t nicht nur \u00e4u\u00dferlich, sondern auch innerlich, und er verunstaltet in seinem Inneren den g\u00f6ttlichen Teil, der ihm bei seiner Erschaffung eingefl\u00f6\u00dft worden war, sodass sich die S\u00fcnde zuerst im Inneren des Menschen bildet und dann nach au\u00dfen dringt. Ja sehr oft ist es der kleinste Teil, der nach au\u00dfen dringt, aber das meiste bleibt im Inneren.<br \/>\nDie Gesch\u00f6pfe nun waren nicht f\u00e4hig, in mein Inneres einzudringen und zu bewirken, dass Ich durch Leiden der Ehre des Vaters genugtat, die sie Ihm durch so viele Beleidigungen in ihrem Inneren verweigert hatten; umso mehr als diese Beleidigungen den edelsten Teil des Gesch\u00f6pfes verletzten, n\u00e4mlich den Intellekt, das Ged\u00e4chtnis und den Willen, wo das g\u00f6ttliche Abbild eingepr\u00e4gt ist; wer sollte also diese Aufgabe \u00fcbernehmen, wenn das Gesch\u00f6pf dazu unf\u00e4hig war?<br \/>\nSo war es daher gleichsam notwendig, dass die Gottheit selbst diese Verpflichtung auf sich nahm und an Mir als liebevoller Henker handelte, und zwar umso fordernder, je liebevoller er war, um volle Genugtuung f\u00fcr alle S\u00fcnden zu erlangen, die im Inneren des Menschen begangen werden.<br \/>\nDie Gottheit wollte das vollst\u00e4ndige Werk und die volle Genugtuung [f\u00fcr die S\u00fcnden] der Gesch\u00f6pfe, sowohl im Inneren als auch im \u00c4u\u00dferen, sodass Ich bei der Passion, die Mir die Juden bereiteten, die \u00e4u\u00dfere Verherrlichung des Vaters zufriedenstellte, die die Gesch\u00f6pfe Ihm geraubt hatten; bei der Passion, die Mir die Gottheit im ganzen Verlauf meines Lebens zuf\u00fcgte, leistete Ich dem Vater Genugtuung f\u00fcr alle S\u00fcnden im Inneren des Menschen; von daher kannst du verstehen, dass die Leiden, die Ich durch die H\u00e4nde der Gottheit erlitt, bei weitem die Leiden \u00fcbertrafen, die Mir die Gesch\u00f6pfe zuf\u00fcgten.<br \/>\nJa man kann sie fast nicht miteinander vergleichen, und sie sind f\u00fcr den menschlichen Geist weniger zug\u00e4nglich. Wie ein gro\u00dfer Unterschied besteht zwischen dem Inneren und dem \u00c4u\u00dferen des Menschen, so ist der Unterschied noch viel gr\u00f6\u00dfer zwischen den Leiden, die Mir die Gottheit, und jenen, die Mir die Gesch\u00f6pfe am Ende meines Lebens zuf\u00fcgten.<br \/>\nDie Ersteren waren grausame Risse, \u00fcbermenschliche Schmerzen, f\u00e4hig, Mir den Tod zu bringen, und wiederholte Tod in den innersten Teilen sowohl der Seele als auch des Leibes; auch nicht eine Faser wurde verschont.<br \/>\nIn den zweiten Leiden gab es bittere Schmerzen, aber keine Risse, die Mir bei jedem Schmerz den Tod verursacht h\u00e4tten, doch die Gottheit hatte die Macht und das Wollen, dies zu tun.<br \/>\nAch, wie viel kostet Mich der Mensch, aber der undankbare Mensch k\u00fcmmert sich nicht um Mich und versucht nicht zu verstehen, wie sehr Ich ihn geliebt und f\u00fcr ihn gelitten habe, sodass er noch nicht einmal alles begriffen hat, was Ich in meiner Passion erlitt, die Mir die Gesch\u00f6pfe zuf\u00fcgten. Und wenn sie das Wenige nicht verstehen, wie k\u00f6nnen sie das Mehr begreifen, das Ich f\u00fcr sie gelitten habe?<br \/>\nDaher z\u00f6gere Ich, die unz\u00e4hligen und unerh\u00f6rten Schmerzen, die Mir die Gottheit ihretwegen zuf\u00fcgte, zu offenbaren; aber meine Liebe m\u00f6chte einen Erguss und eine Vergeltung der Liebe, daher rufe Ich dich in die Unermesslichkeit und Erhabenheit meines Willens, wo alle diese Leiden im Akt sind.<br \/>\nUnd du nimmst nicht nur daran teil, sondern ehrst sie im Namen der ganzen Menschheitsfamilie und erwiderst die Liebe, und gemeinsam mit Mir ersetzt du all das, wozu die Gesch\u00f6pfe verpflichtet sind.<br \/>\nAber zu meinem gr\u00f6\u00dften Schmerz und zu ihrem gr\u00f6\u00dften Schaden k\u00fcmmern sie sich \u00fcberhaupt nicht darum. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 12; 8. Mai 1919)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #a01ec8;\">\u201eVon diesem Tag an waren sie entschlossen, ihn zu t\u00f6ten\u201c (Joh 11,53)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein s\u00fc\u00dfer Jesus sagt mir weiter: \u201eDie Natur der Hoffnung ist Friede, und das, was sie von Natur aus ist, erwirbt die Seele, welche im Scho\u00df dieser friedenstiftenden Mutter lebt, durch die Gnade.\u201c<br \/>\nUnd im selben Akt, als Er diese Worte spricht, l\u00e4sst der gebenedeite Jesus mich durch ein intellektuelles Licht im Gleichnis einer Mutter sehen, was diese Hoffnung f\u00fcr den Menschen getan hat. O, welch bewegende und \u00fcberaus z\u00e4rtliche Szene!<br \/>\nWenn alle dies sehen k\u00f6nnten, w\u00fcrden sogar die h\u00e4rtesten Herzen vor Zerknirschung weinen, und alle w\u00fcrden sie so gerne haben, dass sie sich unm\u00f6glich auch nur einen Augenblick lang von ihrem m\u00fctterlichen Scho\u00df trennen k\u00f6nnten.<br \/>\nIch werde nun versuchen, zu sagen, was ich verstanden habe, und was ich kann. Der Mensch lebte in Ketten, als Sklave des Teufels, verdammt zum ewigen Tod, ohne Hoffnung, wieder zum ewigen Leben aufleben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAlles war verloren und seine Bestimmung zugrunde gegangen. Diese Mutter lebte im Himmel, vereint mit dem Vater und dem Heiligen Geist, selig und gl\u00fccklich mit Ihnen; doch es schien, dass sie nicht zufrieden war \u2013 sie wollte ihre Kinder um sich, ihre teuren Abbilder, das sch\u00f6nste Werk ihrer H\u00e4nde.<br \/>\nW\u00e4hrend sie nun im Himmel war, waren ihre Augen auf den Menschen gerichtet, der auf Erden verloren war. Sie ist ganz damit besch\u00e4ftigt, wie sie diese ihre geliebten Kinder retten k\u00f6nne, und da sie sieht, dass diese Kinder die Gottheit auf keine Weise zufrieden stellen k\u00f6nnen, selbst nicht um den Preis jedes beliebigen Opfers, weil sie Ihr gegen\u00fcber in gro\u00dfem Ma\u00dfe unterlegen sind, was tut diese mitleidsvolle Mutter da?<br \/>\nSie sieht, dass es kein anderes Mittel zur Rettung dieser Kinder gibt, als ihr eigenes Leben zu geben, um das ihre zu retten, und ihr Leid und Elend auf sich zu nehmen und alles zu tun, was sie f\u00fcr sich selbst tun sollten.<br \/>\nWas gedenkt sie zu tun? Diese liebende Mutter stellt sich vor die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit mit Tr\u00e4nen in ihren Augen, mit den zartesten Stimmen, mit den machtvollsten Begr\u00fcndungen, die ihr gro\u00dfm\u00fctiges Herz ihr diktiert und spricht: \u201eIch bitte um Gnade f\u00fcr meine verlorenen Kinder, Ich habe nicht das Herz, sie von Mir getrennt zu sehen.<br \/>\nIch will sie um jeden Preis retten, und obwohl Ich keinen anderen Weg sehe, als mein Leben hinzugeben, will Ich es tun, wenn sie daf\u00fcr nur das ihre wiedererlangen k\u00f6nnen. Was willst Du von ihnen? Wiedergutmachung?<br \/>\nIch werde f\u00fcr sie Ersatz leisten. Verherrlichung, Ehre? Ich verherrliche und ehre Dich f\u00fcr sie. Danksagung? Ich danke Dir f\u00fcr sie. Alles, was Du von ihnen willst, gebe Ich Dir f\u00fcr sie, wenn Ich sie nur bei Mir haben darf, damit sie [mit Mir] herrschen.\u201c<br \/>\nDie Gottheit ist bewegt, als Sie die Tr\u00e4nen und die Liebe dieser mitleidsvollen Mutter sieht, und von ihren starken Argumenten \u00fcberzeugt, f\u00fchlt Sie sich angezogen, diese Kinder zu lieben.<br \/>\nDie G\u00f6ttlichen Personen weinen gemeinsam \u00fcber ihr Ungl\u00fcck und beschlie\u00dfen \u00fcbereinstimmend, dass Sie das Opfer des Lebens dieser Mutter annehmen, und voll befriedigt werden, um diese Kinder wieder zu gewinnen.<br \/>\nKaum ist das Dekret unterzeichnet, steigt sie sofort vom Himmel herab und kommt auf die Erde, legt ihre k\u00f6niglichen Gew\u00e4nder ab, die sie im Himmel hatte, kleidet sich mit den menschlichen Armseligkeiten, als w\u00e4re sie der elendste Sklave und lebt in der \u00e4u\u00dfersten Armut und inmitten unerh\u00f6rtesten Leiden, unter Schm\u00e4hungen, die der menschlichen Natur h\u00f6chst unertr\u00e4glich sind.<br \/>\nSie tut nichts anderes als zu weinen und f\u00fcr ihre geliebten Kinder einzutreten. Doch was am meisten bei dieser Mutter und diesen Kindern verwundert, ist dies: w\u00e4hrend sie diese Kinder so sehr liebt, tun jene das Gegenteil, anstatt diese Mutter mit offenen Armen zu empfangen, die zu ihrer Rettung gekommen ist.<br \/>\nNiemand will sie aufnehmen oder anerkennen, sondern sie lassen sie umherwandern, verachten sie und beginnen Pl\u00e4ne zu schmieden, wie sie diese so zarte Mutter t\u00f6ten k\u00f6nnten, die sie so leidenschaftlich liebt.<br \/>\nWas wird jene z\u00e4rtliche Mutter tun, wenn sie diese so geringe Entsprechung ihrer undankbaren Kinder sieht? Wird sie aufh\u00f6ren? Ach, nein! Im Gegenteil, sie entbrennt noch mehr in Liebe zu ihnen und l\u00e4uft von einem Ort zum anderen, um sie in ihrem Scho\u00df zu vereinen!<br \/>\nO, wie plagt und bem\u00fcht sie sich, dass sie sogar Blut schwitzt, nicht nur Wasser! Sie erlaubt sich keinen Augenblick Ruhe, sie ist stets dabei, ihre Erl\u00f6sung zu bewirken, sie sorgt f\u00fcr all ihre Bed\u00fcrfnisse, sie schafft Abhilfe f\u00fcr all ihre \u00dcbel, die vergangenen, gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen; kurz, es gibt nichts, das sie nicht zu ihrem Wohl ordnet und verf\u00fcgt.<br \/>\nDoch was tun diese Kinder? Haben sie etwa ihren Undank bereut, mit dem sie sie aufnahmen? Haben sie ihr Denken zugunsten dieser Mutter ge\u00e4ndert? Ach nein!<br \/>\nSie blicken sie b\u00f6se an, entehren sie mit gemeinsten Verleumdungen, bereiten ihr Schande, Schm\u00e4hungen und Besch\u00e4mung, schlagen sie mit allen Arten von Gei\u00dfeln, machen aus ihr eine einzige Wunde, und lassen sie schlie\u00dflich den sch\u00e4ndlichsten Tod sterben, den es geben kann, inmitten grausamer Kr\u00e4mpfe und Schmerzen.<br \/>\nDoch was tut diese Mutter inmitten so vieler Leiden? Wird sie vielleicht diese so liederlichen und arroganten Kinder hassen? Ach, nein \u2013 nie! Dann liebt sie sie noch leidenschaftlicher denn je, und bietet ihre Leiden f\u00fcr ihre Erl\u00f6sung an, und tut ihren letzten Atemzug mit einem Wort des Friedens und der Vergebung.<br \/>\nO, meine sch\u00f6ne Mutter! O teure Hoffnung, wie liebensw\u00fcrdig bist du in dir selbst \u2013 ich liebe dich! Halte mich immer auf deinem Scho\u00df, und ich werde die Gl\u00fccklichste auf der Welt sein!<br \/>\nW\u00e4hrend ich entschlossen bin, meine Rede \u00fcber die Hoffnung zu beenden, ert\u00f6nt eine Stimme von \u00fcberallher um mich herum und sagt: \u201eDie Hoffnung enth\u00e4lt alle G\u00fcter, sowohl gegenw\u00e4rtige als auch zuk\u00fcnftige, und jemand, der auf ihrem Scho\u00df lebt und auf ihre Knie erhoben ist, erh\u00e4lt alles, was immer er will.<br \/>\nWas m\u00f6chte die Seele? Verherrlichung, Ehre? Die Hoffnung wird ihr die ganze Ehre und gr\u00f6\u00dfte Glorie auf Erden bei allen Menschen verleihen, und im Himmel wird sie sie ewig verherrlichen. M\u00f6chte sie vielleicht Reicht\u00fcmer?<br \/>\nO! Diese Mutter, die Hoffnung, ist \u00e4u\u00dferst reich, und was noch mehr ist, indem sie ihren Kindern diese G\u00fcter gibt, nehmen ihre Reicht\u00fcmer nicht im Geringsten ab. Zudem sind diese Reicht\u00fcmer nicht fl\u00fcchtig und verg\u00e4nglich, sondern ewig. Will sie Vergn\u00fcgen, Befriedigungen?<br \/>\nAch, ja! Diese Hoffnung enth\u00e4lt alle m\u00f6glichen Freuden und Geschm\u00e4cker in sich, die es im Himmel und auf Erden geben kann, sodass ihr niemand je gleichen k\u00f6nnen wird; und eine Seele, die sich an ihrer Brust n\u00e4hrt, kostet [die Reicht\u00fcmer] bis zur S\u00e4ttigung, und wie gl\u00fccklich und zufrieden ist sie!<br \/>\nM\u00f6chte sie gelehrt und weise sein? Diese Mutter Hoffnung enth\u00e4lt die erhabensten Wissenschaften in sich, sie ist die Lehrerin aller Lehrer, und jemand, der sich von ihr belehren l\u00e4sst, erwirbt die Wissenschaft wahrer Heiligkeit.\u201c<br \/>\nMit einem Wort, die Hoffnung versorgt uns mit allem; wenn jemand schwach ist, verleiht sie ihm St\u00e4rke; wenn jemand befleckt ist, hat die Hoffnung die Sakramente eingesetzt und in ihnen das Bad f\u00fcr seine S\u00fcnden bereitet.<br \/>\nWenn jemand hungrig oder durstig ist, gibt uns diese mitleidsvolle Mutter die sch\u00f6nste und k\u00f6stlichste Speise, welche aus ihrem wohlschmeckendsten Fleisch besteht, und als Trank ihr kostbarstes Blut. Was kann diese friedenstiftende Mutter der Hoffnung noch mehr tun?<br \/>\nUnd wer anderer kommt ihr je gleich? Ach, sie allein hat Himmel und Erde vers\u00f6hnt, die Hoffnung hat Glaube und Liebe mit sich vereint und jenen unaufl\u00f6slichen Ring zwischen menschlicher und G\u00f6ttlicher Natur gebildet. Doch wer ist diese Mutter? Wer ist diese Hoffnung?<br \/>\nEs ist Jesus Christus, der unsere Erl\u00f6sung wirkte und die Hoffnung des verirrten Menschen darstellt. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013Band 2; 14. Oktober 1899)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #a01ec8;\">\u201eJesus\u2026 zog sich von dort in die Gegend nahe der W\u00fcste zur\u00fcck\u2026 Sie fragten nach Jesus\u201c (Joh 11, 55+56)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Dann setzte ich meinen Rundgang im FIAT fort und begleitete meinen liebensw\u00fcrdigen Jesus in seinem irdischen Leben.<br \/>\nIch bemitleidete Ihn, als wir an den Orten ankamen, wo Er ganz allein war und nicht einmal seine Himmlische Mutter hatte: wie z.B. in der W\u00fcste und in den N\u00e4chten w\u00e4hrend seines \u00f6ffentlichen Lebens, als Er sich von allen zur\u00fcckzog und fast immer drau\u00dfen im Freien, au\u00dferhalb der bewohnten Gebiete blieb, wo Er f\u00fcr unser Heil allein betete und auch weinte.<br \/>\nIch sagte: \u201eMein Jesus, deine kleine Tochter bringt es nicht \u00fcbers Herz, Dich allein zu lassen, ich m\u00f6chte mich zu Dir begeben, und wenn ich schon nichts anderes tun kann, will ich Dir ins Ohr fl\u00fcstern: \u2018Ich liebe Dich, ich liebe Dich\u2018.<br \/>\nUm deiner Einsamkeit, deiner Gebete und Tr\u00e4nen willen, gew\u00e4hre mir das Reich deines Willens. Beeile Dich \u2013 sieh, wie die Welt ins Elend st\u00fcrzt. Dein Wille wird sie retten.\u201c<br \/>\nAls ich das dachte, trat mein geliebter Jesus aus meinem Inneren hervor, warf Sich in meine Arme, um sich meiner Gesellschaft zu erfreuen und sagte zu mir: \u201eDanke, meine Tochter. In jedem meiner Akte erwarte Ich dich immer, um sagen zu k\u00f6nnen: \u201eDie kleine Tochter meines Willens hat Mich nie alleingelassen.\u201c<br \/>\nDu musst wissen, dass die Einsamkeit sehr auf Mir lastete, denn Der, Der f\u00fcr alle gekommen war, um alle aufzusuchen, sollte von allen gerufen werden.<br \/>\nF\u00fcr jeden von ihnen f\u00fchlte Ich lebhaft das Leid der Einsamkeit, in der sie Mich lie\u00dfen, und Ich blickte forschend umher, ob jemand Mich aufsuchen und meine Gesellschaft ersehnen w\u00fcrde \u2013 oft aber suchte Ich vergebens nach diesem Trost.<br \/>\nDu sollst jedoch wissen, dass Ich in meiner gro\u00dfen Einsamkeit, in der die Gesch\u00f6pfe Mich lie\u00dfen, nie allein war. Ich hatte die Gesellschaft der Engel, sowie meiner \u2013 obgleich fernen \u2013 Mutter, deren Herzschl\u00e4ge und Akte Mir der G\u00f6ttliche Wille als Gefolge brachte, das Mich umgab und Mir Gesellschaft leistete.<br \/>\nAu\u00dferdem brachte Er Mir schon von dieser Zeit an die Neugeborene meines FIAT, zusammen mit der ganzen kleinen Gruppe der S\u00f6hne und T\u00f6chter meines Reiches als Gesellschaft.<br \/>\nIn der Tat, alle Zeiten geh\u00f6ren meinem G\u00f6ttlichen Willen, und Er hat die Eigenschaft, sie auf einen einzigen Punkt zu reduzieren, um sie zu allen Zeiten st\u00e4ndig und unaufh\u00f6rlich aktiv zu haben.<br \/>\n\u00dcberdies, wenn die Seele sich an das erinnert, was Ich tat, und sie Mich umgeben will, bereitet sie in sich selbst den freien Platz, in den Ich die Frucht dessen legen kann, was Ich tat und litt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 24; 23. August 1928)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59867","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59867"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59867\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}