{"id":59935,"date":"2026-04-02T20:00:23","date_gmt":"2026-04-02T18:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/karfreitag-joh-181-40-191-42-2\/"},"modified":"2026-04-02T20:33:38","modified_gmt":"2026-04-02T18:33:38","slug":"karfreitag-joh-181-40-191-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/karfreitag-joh-181-40-191-42\/","title":{"rendered":"KARFREITAG (Joh 18,1-40.19,1-42)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1Jesus ging mit seinen J\u00fcngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen J\u00fcngern hinein. 2Auch Judas, der Verr\u00e4ter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen J\u00fcngern zusammengekommen war.<br \/>\n3Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharis\u00e4er, und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. 4Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? 5Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der Verr\u00e4ter, stand bei ihnen.<br \/>\n6Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zur\u00fcck und st\u00fcrzten zu Boden. 7Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. 8Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen!<br \/>\n9So sollte sich das Wort erf\u00fcllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. 10Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hie\u00df Malchus. 11Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat \u2013 soll ich ihn nicht trinken?<br \/>\n12Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn 13und f\u00fchrten ihn zuerst zu Hannas; er war n\u00e4mlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hohepriester war.<br \/>\n14Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch f\u00fcr das Volk stirbt. 15Simon Petrus und ein anderer J\u00fcnger folgten Jesus. Dieser J\u00fcnger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes.<br \/>\n16Petrus aber blieb drau\u00dfen am Tor stehen. Da kam der andere J\u00fcnger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus; er sprach mit der Pf\u00f6rtnerin und f\u00fchrte Petrus hinein.<br \/>\n17Da sagte die Pf\u00f6rtnerin zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den J\u00fcngern dieses Menschen? Er antwortete: Nein. 18Die Diener und die Knechte hatten sich ein Kohlenfeuer angez\u00fcndet und standen dabei, um sich zu w\u00e4rmen; denn es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und w\u00e4rmte sich.<br \/>\n19Der Hohepriester befragte Jesus \u00fcber seine J\u00fcnger und \u00fcber seine Lehre. 20Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im Geheimen gesprochen. 21Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich geh\u00f6rt haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe.<br \/>\n22Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester? 23Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schl\u00e4gst du mich?<br \/>\n24Danach schickte ihn Hannas gefesselt zum Hohenpriester Kajaphas. 25Simon Petrus aber stand am Feuer und w\u00e4rmte sich. Sie sagten zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen J\u00fcngern? Er leugnete und sagte: Nein. 26Einer von den Dienern des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen? 27Wieder leugnete Petrus, und gleich darauf kr\u00e4hte ein Hahn.<br \/>\n28Von Kajaphas brachten sie Jesus zum Pr\u00e4torium; es war fr\u00fch am Morgen. Sie selbst gingen nicht in das Geb\u00e4ude hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Paschalamm essen zu k\u00f6nnen. 29Deshalb kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte: Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?<br \/>\n30Sie antworteten ihm: Wenn er kein \u00dcbelt\u00e4ter w\u00e4re, h\u00e4tten wir ihn dir nicht ausgeliefert. 31Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn doch, und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden antworteten ihm: Uns ist es nicht gestattet, jemand hinzurichten. 32So sollte sich das Wort Jesu erf\u00fcllen, mit dem er angedeutet hatte, auf welche Weise er sterben werde.<br \/>\n33Pilatus ging wieder in das Pr\u00e4torium hinein, lie\u00df Jesus rufen und fragte ihn: Bist du der K\u00f6nig der Juden? 34Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere \u00fcber mich gesagt?<br \/>\n35Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan? 36Jesus antwortete: Mein K\u00f6nigtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt w\u00e4re, w\u00fcrden meine Leute k\u00e4mpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert w\u00fcrde. Aber mein K\u00f6nigtum ist nicht von hier.<br \/>\n37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein K\u00f6nig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein K\u00f6nig. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich f\u00fcr die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, h\u00f6rt auf meine Stimme.<br \/>\n38Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit? Nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen. 39Ihr seid gewohnt, dass ich euch am Paschafest einen Gefangenen freilasse. Wollt ihr also, dass ich euch den K\u00f6nig der Juden freilasse? 40Da schrien sie wieder: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Stra\u00dfenr\u00e4uber.<br \/>\n1Darauf lie\u00df Pilatus Jesus gei\u00dfeln. 2Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um. 3Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, K\u00f6nig der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht.<br \/>\n4Pilatus ging wieder hinaus und sagte zu ihnen: Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keinen Grund finde, ihn zu verurteilen. 5Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, da ist der Mensch!<br \/>\n6Als die Hohenpriester und ihre Diener ihn sahen, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn, und kreuzigt ihn! Denn ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen.<br \/>\n7Die Juden entgegneten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat. 8Als Pilatus das h\u00f6rte, wurde er noch \u00e4ngstlicher. 9Er ging wieder in das Pr\u00e4torium hinein und fragte Jesus: Woher stammst du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. 10Da sagte Pilatus zu ihm: Du sprichst nicht mit mir? Wei\u00dft du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?<br \/>\n11Jesus antwortete: Du h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, wenn es dir nicht von oben gegeben w\u00e4re; darum liegt gr\u00f6\u00dfere Schuld bei dem, der mich dir ausgeliefert hat. 12Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrien: Wenn du ihn freil\u00e4sst, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich als K\u00f6nig ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf.<br \/>\n13Auf diese Worte hin lie\u00df Pilatus Jesus herausf\u00fchren, und er setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platz, der Lithostrotos, auf hebr\u00e4isch Gabbata, hei\u00dft. 14Es war am R\u00fcsttag des Paschafestes, ungef\u00e4hr um die sechste Stunde. Pilatus sagte zu den Juden: Da ist euer K\u00f6nig!<br \/>\n15Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn! Pilatus aber sagte zu ihnen: Euren K\u00f6nig soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen K\u00f6nig au\u00dfer dem Kaiser. 16Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt w\u00fcrde. Sie \u00fcbernahmen Jesus. 17Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Sch\u00e4delh\u00f6he, die auf hebr\u00e4isch Golgota hei\u00dft. 18Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus.<br \/>\n19Pilatus lie\u00df auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der K\u00f6nig der Juden. 20Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebr\u00e4isch, lateinisch und griechisch abgefasst.<br \/>\n21Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der K\u00f6nig der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der K\u00f6nig der Juden. 22Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.<br \/>\n23Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, f\u00fcr jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.<br \/>\n24Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es geh\u00f6ren soll. So sollte sich das Schriftwort erf\u00fcllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies f\u00fchrten die Soldaten aus.<br \/>\n25Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den J\u00fcnger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27Dann sagte er zu dem J\u00fcnger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der J\u00fcnger zu sich.<br \/>\n28Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erf\u00fcllte: Mich d\u00fcrstet. 29Ein Gef\u00e4\u00df mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. 30Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.<br \/>\n31Weil R\u00fcsttag war und die K\u00f6rper w\u00e4hrend des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man m\u00f6ge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein gro\u00dfer Feiertag. 32Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war.<br \/>\n33Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 34sondern einer der Soldaten stie\u00df mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. 35Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er wei\u00df, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt.<br \/>\n36Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erf\u00fcllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. 37Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. 38Josef aus Arimath\u00e4a war ein J\u00fcnger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu d\u00fcrfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab.<br \/>\n39Es kam auch Nikodemus, der fr\u00fcher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. 40Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim j\u00fcdischen Begr\u00e4bnis Sitte ist.<br \/>\n41An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. 42Wegen des R\u00fcsttages der Juden und weil das Grab in der N\u00e4he lag, setzten sie Jesus dort bei.<br \/>\n37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein K\u00f6nig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein K\u00f6nig. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich f\u00fcr die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, h\u00f6rt auf meine Stimme.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eJesus ging mit seinen J\u00fcngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen J\u00fcngern hinein\u201c (Joh 18, 1)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sage dir Dank, mein su\u0308\u00dfer Jesus, dass du dich gewu\u0308rdigt hast, mich wenigstens fu\u0308r eine Stunde in deiner Gesellschaft zuzulassen und deiner entsetzlichen Todesangst im O\u0308lgarten beizuwohnen.<br \/>\nAch, welch kla\u0308glichen Trost kannst du an mir haben! Allein deine unendliche Liebe und die u\u0308berschwa\u0308ngliche Gu\u0308te deines mitleidvollen Herzens lassen dich auch in meiner geringen Anteilnahme Erquickung finden.<br \/>\nO niemals wird meinem Geist der Anblick deiner anbetungsw\u00fcrdigen Person entschwinden, die zittert, niedergeschlagen, gebrochen, bis in den Staub gedemu\u0308tigt und ganz mit Blutschwei\u00df \u00fcbergossen ist in der Finsternis des Gartens Gethsemane.<br \/>\nO Jesus, freudig verzichte ich auf die tr\u00fcgerischen Dinge der Erde. Ich will nur dich allein, meinen von Leid niedergebeugten und betru\u0308bten Heiland.<br \/>\nVom O\u0308lberg bis zum Kalvarienberg will ich dir immer treue Gesellschaft leisten. Jesus, lass mich ergriffen und mit dir von einem Richterstuhl zum andern geschleppt werden.<br \/>\nLass mich teilnehmen an den Schma\u0308hungen, Beschimpfungen und Backenstreichen, mit denen deine Feinde dich u\u0308berha\u0308ufen werden. Nimm mich mit dir von Kaiphas zu Pilatus, von Pilatus zu Herodes, von Herodes wieder zuru\u0308ck zu Pilatus.<br \/>\nFessle mich mit dir an die Gei\u00dfelsa\u0308ule und lass mich einen Teil deiner Streiche empfinden. Gib mir auch einige Dornen deiner Krone, dass sie mein Haupt verwunden. Lass mich mit dir zum Kreuzestod verurteilt werden, du als Opfer der Liebe fu\u0308r mich und ich als Opfer der Su\u0308hne fu\u0308r meine Su\u0308nden.<br \/>\nLass mich teilnehmen an der Kreuztragung des Simon von Zyrene bis auf den Kalvarienberg, dort mit dir ans Kreuz genagelt werden, mit dir den Todeskampf erleiden und dann sterben.<br \/>\nSchmerzhafte Mutter, die du mein Vorbild warst in der Teilnahme an der Todesangst Jesu im O\u0308lgarten, verhilf mir dazu, dass ich mit dir an dasselbe Kreuz geheftet werde, das fu\u0308r Jesus bereitsteht.<br \/>\nLehre mich auch, ihm gebu\u0308hrende Genugtuung darzubieten mit den Verdiensten seines eigenen Leidens und Sterbens am Kreuze. Amen. (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Gebet der Danksagung nach jeder Heiligen Stunde am O\u0308lberg)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201ePilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein K\u00f6nig?&#8230; Was ist Wahrheit?\u201c (Joh 18,37+38)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, folgte ich den Stunden der Passion meines s\u00fc\u00dfen Jesus, besonders, als Er Pilatus vorgef\u00fchrt wurde, der Ihn nach seinem Reich fragte.<br \/>\nUnd mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, es war das erste Mal in meinem irdischen Leben, dass Ich es mit einer heidnischen Autorit\u00e4t zu tun hatte, die Mich fragte, was mein Reich sei, und Ich erwiderte ihm, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist; wenn es von dieser Welt w\u00e4re, w\u00fcrden tausende Legionen von Engeln Mich verteidigen.<br \/>\nDoch damit \u00f6ffnete Ich den Heiden mein Reich und teile ihnen meine himmlischen Lehren mit, sodass Pilatus Mich fragte: \u201eWie, du bist ein K\u00f6nig?\u201c Und Ich antwortete ihm sofort: \u201eIch bin ein K\u00f6nig, und Ich bin in die Welt gekommen, um die Wahrheit zu lehren.\u201c<br \/>\nDamit wollte Ich Mir den Weg in seinen Geist bahnen, um Mich zu erkennen zu geben, sodass er ber\u00fchrt wurde und Mich fragte: \u201eWas ist Wahrheit?\u201c Doch er wartete nicht auf meine Antwort, und Ich hatte nicht die Gelegenheit, Mich selbst verst\u00e4ndlich zu machen.<br \/>\nIch h\u00e4tte zu ihm gesagt: \u201eDie Wahrheit bin Ich, alles in Mir ist Wahrheit: Wahrheit ist meine Geduld inmitten so vieler Beleidigungen; Wahrheit ist mein sanfter Blick unter so vielen Verspottungen, Verleumdungen, Schm\u00e4hungen; Wahrheit ist mein liebensw\u00fcrdiges und anziehendes Benehmen inmitten so vieler Feinde, die Mich hassen, w\u00e4hrend Ich sie liebe, und die, w\u00e4hrend sie Mir den Tod bereiten wollen, Ich umarmen und ihnen das Leben geben m\u00f6chte; Wahrheit sind meine Worte voller W\u00fcrde und himmlischer Weisheit; alles in Mir ist Wahrheit.<br \/>\nDie Wahrheit ist majest\u00e4tischer als die Sonne, die, so viel man auch auf ihr herumtrampeln will, umso sch\u00f6ner und leuchtender aufgeht, dass sie sogar ihre eigenen Feinde besch\u00e4mt und sie vor ihren F\u00fc\u00dfen selbst zu Boden wirft.\u201c<br \/>\nPilatus fragte Mich mit aufrichtigem Herzen, und Ich war bereit, ihm zu antworten, Herodes hingegen fragte Mich mit Bosheit und aus Neugier, und Ich antwortete ihm nicht.<br \/>\nDenen also, die die heiligen Dinge mit Aufrichtigkeit wissen wollen, enth\u00fclle Ich sogar noch mehr, als sie wissen wollen; wer sie indessen mit Bosheit und aus Neugier kennen will, dem verberge Ich Mich, und w\u00e4hrend sie Spott mit Mir treiben wollen, verwirre Ich sie und mache Mich \u00fcber sie lustig.<br \/>\nDoch da meine Person die Wahrheit in sich trug, tat sie auch vor Herodes ihren Dienst: mein Schweigen angesichts der st\u00fcrmischen Fragen des Herodes, mein bescheidener Blick, die Haltung meiner Person, voller Sanftheit, W\u00fcrde und Adel, waren alles Wahrheiten, und wirksame Wahrheiten.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 14; 1. Juni 1922)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eDarauf lie\u00df Pilatus Jesus gei\u00dfeln\u201c (Joh 19,1)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, lie\u00df sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus entkleidet sehen, zitternd vor K\u00e4lte, und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, bedecke Mich und w\u00e4rme Mich, denn Mir ist kalt. Siehst du, das Gesch\u00f6pf hat sich durch die S\u00fcnde aller G\u00fcter entbl\u00f6\u00dft, und Ich wollte ihm ein noch sch\u00f6neres Kleid machen, das Ich mit meinen Werken wob, mit meinem Blut benetzte und mit meinen Wunden zierte.<br \/>\nDoch wie gro\u00df ist mein Schmerz, wenn Ich sehe, dass die Seele dieses so sch\u00f6ne Kleid zur\u00fcckweist und sich damit zufriedengibt, nackt zu bleiben! Und Ich f\u00fchle Mich entbl\u00f6\u00dft in ihnen und empfinde ihre K\u00e4lte: bekleide Mich deshalb, denn Ich brauche es.\u201d<br \/>\nUnd ich: \u201eWie kann ich Dich bekleiden? Ich habe nichts.\u201d<br \/>\nUnd Er: \u201eSicher wirst du Mich kleiden k\u00f6nnen, du hast meinen ganzen Willen in deiner Macht, nimm Ihn in dich auf und lasse Ihn aus dir heraus, und du wirst Mir das sch\u00f6nste Kleid bereiten, ein Kleid vom Himmel, und g\u00f6ttlich.<br \/>\nO, wie wird es Mich w\u00e4rmen! Ich werde dich mit dem Gewand meines Willens kleiden, damit Wir mit einer einzigen Uniform bekleidet sein k\u00f6nnen. Deshalb will ich sie von dir, um sie dir mit Recht zu geben: wenn du Mich bekleidest, ist es gerecht, dass Ich dich bekleide, um dir zu vergelten, was du f\u00fcr Mich getan hast.<br \/>\nDas ganze \u00dcbel im Menschen besteht darin, dass er den Keim meines Willens verloren hat, deshalb tut er nichts anderes, als sich mit den gr\u00f6\u00dften Vergehen zu bedecken, die ihn herabsetzen und ihn als Toren handeln lassen. O, wie viele Torheiten sind sie daran, zu begehen!<br \/>\nEine gerechte Strafe, denn sie wollen ihr eigenes Ich zu ihrem Gott haben.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 14; 24. September 1922)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eSie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, K\u00f6nig der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht\u201c (Joh 19,3)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich mich nach meinem anbetungsw\u00fcrdigen Jesus sehnte, kam Er in dem Aussehen, das Er hatte, als seine Feinde Ihn ohrfeigten, sein Gesicht mit Spucke bedeckten und Ihm die Augen verbanden.<br \/>\nMit bewundernswerter Geduld erlitt Er alles; mehr noch, Er schien sie nicht einmal zu beachten, so sehr war Er auf sein Inneres gerichtet, um auf die Frucht zu sehen, welche diese Leiden hervorbringen w\u00fcrden. Ich bewunderte alles mit Staunen, und Jesus sagte mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, in meinem Tun und Leiden sah Ich nie nach au\u00dfen, sondern stets nach innen; und da Ich die Frucht erblickte, wollte Ich, was immer es war, nicht nur leiden, sondern alles mit Sehnsucht und Begierde leiden.<br \/>\nGanz im Gegensatz dazu sieht der Mensch, wenn er Gutes tut, nicht auf das Innere der Arbeit, und da er ihre Frucht nicht sieht, wird es ihm schnell langweilig, alles wird ihm l\u00e4stig, und oft vernachl\u00e4ssigt er das Gutestun.<br \/>\nWenn er leidet, verliert er leicht die Geduld; und wenn er B\u00f6ses tut, tut er dies, da er nicht auf das Innere des B\u00f6sen schaut, mit Leichtigkeit.\u201c<br \/>\nDann f\u00fcgte Er hinzu: \u201eDie Gesch\u00f6pfe wollen sich nicht \u00fcberzeugen lassen, dass das Leben von verschiedenen Umst\u00e4nden begleitet wird, bald von Leiden, bald von Trost.<br \/>\nDoch sogar die Pflanzen und Blumen geben ihnen ein Beispiel davon, da sie Winden, Schnee, Hagel und Hitze unterworfen sind.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 4; 9. November 1902)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eJesus antwortete: Du h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, wenn es dir nicht von oben gegeben w\u00e4re\u2026\u201c (Joh 19, 11)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich diesen Morgen ganz bedr\u00fcckt und leidend war, umso mehr wegen der Beraubung meines s\u00fc\u00dfen Jesus, sah ich Ihn nach langem Warten nur kurz, und Er sagte mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, die wahre Art zu leiden ist es, nicht auf den zu schauen, von dem das Leiden kommt, oder woran jemand leidet, sondern auf das Gute, das aus diesen Leiden werden soll.<br \/>\nDas war die Art, wie Ich litt. Ich schaute weder auf die Henker, noch auf das Leiden, sondern auf das Gute, das Ich durch mein Leiden erreichen wollte, selbst f\u00fcr jene, die Mir das Leiden zuf\u00fcgten.<br \/>\nUnd auf das Gute schauend, das den Menschen daraus erwachsen w\u00fcrde, sch\u00e4tzte Ich alles andere gering und setzte unerschrocken den Lauf meines Leidens fort.<br \/>\nMeine Tochter, dies ist der einfachste und gewinnbringendste Weg um zu leiden \u2013 nicht nur mit Geduld, sondern mit unbesiegtem und mutigem Herzen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 4; 19. M\u00e4rz 1901)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eSie \u00fcbernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur so genannten Sch\u00e4delh\u00f6he, die auf hebr\u00e4isch Golgota hei\u00dft. Dort kreuzigten sie ihn\u201c (Jhn 19, 16-18)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Dann sah ich meinen geliebten Jesus, leidend wie bei seiner Passion, und sprach zu Ihm: \u201eHerr, empfandest Du keinen \u00dcberdruss an so vielen verschiedenen Leiden?\u201c<br \/>\nEr antwortete: \u201eNein, sondern ein Leiden entflammte das Herz noch mehr, weiteres zu leiden \u2013 das ist die G\u00f6ttliche Art zu leiden. Nicht nur das, sondern im Leiden und Wirken blickt man dabei auf nichts anderes als auf die Frucht, die man daraus empf\u00e4ngt.<br \/>\nIch sah, wie durch meine Wunden und mein Blut die Nationen gerettet wurden und die Wohltat, die den Gesch\u00f6pfen daraus zukommen w\u00fcrde, und mein Herz f\u00fchlte statt \u00dcberdruss, Freude und den brennenden Wunsch, noch mehr zu leiden.<br \/>\nSo ist dies das Zeichen, ob die eigenen Leiden Teilnahme an meinen Leiden sind: Wenn das Leiden mit der Freude verbunden ist, noch mehr zu leiden, und [das Zeichen,] ob man f\u00fcr Mich arbeitet, wenn man nicht auf das sieht, was man tut, sondern auf die Herrlichkeit, die man Gott erweist und die Frucht, die Er daraus empf\u00e4ngt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 5; 19. M\u00e4rz 1903)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eAls Jesus seine Mutter sah und bei ihr den J\u00fcnger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem J\u00fcnger: Siehe, deine Mutter!&#8230;\u201c (Joh 19,26+27)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine gute Tochter, der Mangel an Liebe seitens der Seelen l\u00e4sst Mich bitterlich weinen. Wenn Ich Mich nicht geliebt sehe, f\u00fchle Ich Mich verwundet, und mein Schmerz ist so gro\u00df, dass Ich in Schluchzen ausbreche.<br \/>\nMeine Liebe flie\u00dft \u00fcber jede einzelne Seele, bedeckt und verbirgt sie, und Ich mache Mich zum Leben der Liebe f\u00fcr sie. Die Seelen aber sind undankbar und schenken Mir nicht einmal ein \u201aIch liebe Dich\u2019. Wie sollte Ich da nicht weinen? Liebe Mich daher, wenn du meine Tr\u00e4nen stillen willst.<br \/>\nNun, meine Tochter, h\u00f6re Mir zu und leih Mir dein Ohr: Ich will dir eine gro\u00dfe \u00dcberraschung unserer Liebe verraten und m\u00f6chte, dass dir nichts entgeht. Ich will dir zeigen, wie weit die M\u00fctterlichkeit meiner Himmlischen Mutter ging, was Sie tat und wie viel es Sie kostete und immer noch kostet.<br \/>\nWisse, dass die gro\u00dfe K\u00f6nigin an Mir nicht nur als Mutter handelte, indem Sie Mich empfing, zur Welt brachte, mit ihrer Milch n\u00e4hrte und Mir alle m\u00f6gliche F\u00fcrsorge angedeihen lie\u00df, die meine Kindheit ben\u00f6tigte.<br \/>\nDas gen\u00fcgte weder ihrer m\u00fctterlichen Liebe, noch meiner Liebe als Sohn.<br \/>\nDaher str\u00f6mte ihre m\u00fctterliche Liebe in meinem Geist, und wenn Mich betr\u00fcbliche Gedanken qu\u00e4lten, dehnte Sie ihre Mutterschaft in jeden meiner Gedanken aus, verbarg sie in ihrer Liebe und k\u00fcsste sie, so dass Ich meinen Geist unter ihren m\u00fctterlichen Fl\u00fcgeln geborgen f\u00fchlte, die Mich nie allein lie\u00dfen.<br \/>\nJeden meiner Gedanken behielt meine Mutter, die Mich liebte und Mir all ihre m\u00fctterliche F\u00fcrsorge erwies. Ihre Mutterschaft erstreckte sich auf all meine Atemz\u00fcge und Herzschl\u00e4ge; wenn mein Atem und mein Herzschlag von Liebe und Schmerz erstickt waren, eilte Sie als wahre Mutter herbei, damit Ich nicht von der Liebe verzehrt w\u00fcrde und um mein durchbohrtes Herz mit Balsam zu salben.<br \/>\nWenn Ich schaute, wenn Ich sprach, arbeitete, ging \u2013 dann eilte Sie, um meine Blicke, Worte, Werke und Schritte in ihre Mutterliebe aufzunehmen, umkleidete sie mit ihrer m\u00fctterlichen Liebe, verbarg sie in ihrem Herzen und handelte als Mutter an Mir.<br \/>\nSelbst in der Speise, die Sie Mir bereitete, lie\u00df Sie ihre m\u00fctterliche Liebe flie\u00dfen, sodass Ich beim Essen ihre liebende M\u00fctterlichkeit wahrnahm. Und was soll Ich dir dar\u00fcber erz\u00e4hlen, wie viel M\u00fctterlichkeit Sie in meinen Leiden erzeigte? Es gab weder einen Schmerz noch einen Blutstropfen, den Ich vergoss, in denen Ich nicht meine teure Mutter sp\u00fcrte.<br \/>\nNachdem Sie als Mutter an Mir gehandelt hatte, nahm Sie meine Leiden und mein Blut und barg alles in ihrem Mutterherzen, um sie zu lieben und ihre Mutterschaft fortzusetzen.<br \/>\nWer kann dir schildern, wie sehr Sie Mich liebte und wie sehr Ich Sie liebte? Meine Liebe war so gro\u00df, dass Ich in allem, was Ich tat, nicht sein konnte, ohne ihre Mutterschaft gemeinsam mit Mir zu f\u00fchlen; Ich kann sagen, dass Sie eilte, um Mich niemals allein zu lassen, nicht einmal in meinen Atemz\u00fcgen, und Ich rief Sie. Ihre Mutterschaft war f\u00fcr Mich ein Bed\u00fcrfnis, eine Erleichterung, eine St\u00fctze f\u00fcr mein Leben hier unten.<br \/>\nVernimm nun, meine Tochter, eine weitere \u00dcberraschung der Liebe deines Jesus und unserer himmlischen Mutter. Da in allem, was sich zwischen Mir und meiner Mutter abspielte, die Liebe kein Hindernis fand, str\u00f6mte die Liebe der einen [Person] in der Liebe der anderen, um ein einziges Leben zu bilden.<br \/>\nWollte Ich dies nun mit den Menschen tun, w\u00fcrde Ich so viele Hindernisse, Zur\u00fcckweisungen und Undankbarkeit finden! Aber meine Liebe l\u00e4sst sich [trotzdem] nie aufhalten.<br \/>\nDu sollst dies wissen: wie meine unzertrennliche Mama ihre Mutterschaft inner- und au\u00dferhalb meiner Menschheit ausbreitete, so setzte Ich Sie auch zur Mutter eines jeden Gedankens, Atemzuges, Herzschlags, Wortes der Seelen ein; Ich best\u00e4tigte Sie darin und lie\u00df ihre Mutterschaft sich in all ihren Werken, Schritten und Leiden erstrecken.<br \/>\nIhre Mutterschaft wirkt sich \u00fcberall aus: sind die Seelen in Gefahr, in S\u00fcnden zu fallen, eilt Sie herbei und bedeckt sie mit ihrer M\u00fctterlichkeit, damit sie nicht fallen. Wenn sie gefallen sind, \u00fcberl\u00e4sst Sie ihnen ihre Mutterschaft als Hilfe und Verteidigung, damit sie sich wieder erheben.<br \/>\nIhre Mutterschaft eilt und erstreckt sich auf die Seelen, die gut und heilig sein wollen; und als f\u00e4nde Sie ihren Jesus in ihnen, \u00fcbt Sie ihr Mutteramt an ihrem Intellekt aus, lenkt ihre Worte, bedeckt und verbirgt sie in ihrer Mutterliebe, um ebenso viele weitere Jesus gro\u00df zu ziehen.<br \/>\nIhre Mutterschaft zeigt sich an den Betten der Sterbenden. Indem Sie von den Ihr von Mir verliehenen Rechten der Autorit\u00e4t als Mutter Gebrauch macht, sagt Sie mit einem so z\u00e4rtlichen Ton, dass Ich Ihr nichts abschlagen kann, zu Mir: \u201aMein Sohn, Ich bin Mutter, und dies sind meine Kinder. Ich muss sie retten.<br \/>\nWenn Du Mir das nicht gew\u00e4hrst, wird meine Mutterschaft dadurch untergraben, kompromittiert.\u2019 W\u00e4hrend Sie das sagt, bedeckt Sie sie mit ihrer Liebe und verbirgt sie in ihrer M\u00fctterlichkeit, um sie in Sicherheit zu bringen.<br \/>\nMeine Liebe war so gro\u00df, dass Ich zu Ihr sprach: \u201aMeine Mutter, Ich will, dass Du die Mutter aller seiest. Was Du an Mir getan hast, wirst Du an allen Gesch\u00f6pfen tun. Deine Mutterschaft m\u00f6ge sich auf all ihre Akte erstrecken, sodass Ich alle in deiner m\u00fctterlichen Liebe bedeckt und verborgen sehe.\u2019<br \/>\nMeine Mutter willigte ein und wurde nicht nur als Mutter aller best\u00e4tigt, sondern darin, dass Sie einen jeden menschlichen Akt mit ihrer Mutterliebe umkleiden sollte. Das war eine der gr\u00f6\u00dften Gnaden, die Ich allen Menschengeschlechtern erwies.<br \/>\nDoch wie viele Schmerzen werden meiner Mutter zugef\u00fcgt! Sie gehen so weit, ihre Mutterschaft nicht annehmen zu wollen und sie zu verkennen. Daher betet der ganze Himmel und erwartet voll Sehnsucht, dass der G\u00f6ttliche Wille bekanntwerde und herrsche.<br \/>\nDann wird die gro\u00dfe K\u00f6nigin an den Kindern meines Willens das tun, was Sie an ihrem Jesus tat, und ihre Mutterschaft wird in ihren Kindern lebendig sein.<br \/>\nIch werde meinen eigenen Platz in ihrem Mutterherzen dem \u00fcberlassen, der in meinem Willen lebt. Sie wird diese Seelen f\u00fcr Mich aufziehen, ihre Schritte lenken und sie in ihrer Mutterschaft und Heiligkeit verbergen.<br \/>\nMan wird in allen Akten jener Seelen ihre Mutterliebe und Heiligkeit eingepr\u00e4gt sehen. Sie werden ihre wahren Kinder sein, die Mir in allem \u00e4hnlich sind.<br \/>\nO, wie sehr w\u00fcnschte Ich, dass alle dies w\u00fcssten: wer in meinem Willen leben m\u00f6chte, hat eine K\u00f6nigin und eine m\u00e4chtige Mutter, die ersetzen wird, was den Seelen fehlt und sie auf ihrem m\u00fctterlichen Scho\u00df gro\u00dfziehen wird.<br \/>\nIn allem, was sie tun, wird Sie bei ihnen sein, um ihre Akte nach den Ihren zu modellieren, sodass man erkennen wird, dass es Kinder sind, die von der Mutterliebe meiner Mama aufgezogen, beh\u00fctet und erzogen worden sind!<br \/>\nDiese Kinder werden ihr Gl\u00fcck, ihre Herrlichkeit und Ehre ausmachen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 36; 28. Dezember 1938)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #b01a1a;\">\u201eAls Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf\u201c (Jn 19, 30)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setzte meinen Rundgang im G\u00f6ttlichen FIAT fort und dachte mir: \u201eWozu dienen diese st\u00e4ndigen Wiederholungen, immer wieder um das Reich des G\u00f6ttlichen Willens zu bitten, und die Wiederholung der Rundg\u00e4nge in Ihm, um Ihn um das Kommen seines Reiches anzuflehen, damit Er unter den Menschen herrsche?\u201c<br \/>\nDa bewegte sich mein geliebter Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, wenn man einen Kauf t\u00e4tigen will, macht man Anzahlungen. Je mehr angezahlt wird, umso sicherer wird der Kauf, und umso weniger bleibt zu bezahlen, wenn man zu den letzten Schritten des definitiven Gesch\u00e4fts kommt.<br \/>\nDa du nun das Reich meines Willens w\u00fcnschst, musst du Anzahlungen machen: wann immer du in Ihm einen Rundgang machst und immer wieder um sein Reich bittest und deine Akte im Namen aller zu diesem Zweck tust, so viele weitere Anzahlungen machst du, um den Erwerb des Reiches meines G\u00f6ttlichen FIAT abzusichern.<br \/>\nDa es das Reich meines G\u00f6ttlichen Willens ist, das du erwerben m\u00f6chtest, musst du deine Akte in eben diesem G\u00f6ttlichen Willen tun. Deine Akte m\u00fcssen den Wert von M\u00fcnzen erwerben, die von meinem G\u00f6ttlichen Willen gepr\u00e4gt sind; sonst w\u00e4re es keine g\u00fcltige W\u00e4hrung, die f\u00fcr seinen Erwerb in Umlauf w\u00e4re, sondern wie eine W\u00e4hrung au\u00dferhalb des Reiches.<br \/>\nWer deshalb den G\u00f6ttlichen Willen erwerben m\u00f6chte, muss Akte als Anzahlung geben, die in Ihm getan werden. Dann wird Er sich w\u00fcrdigen, sie mit dem Wert seines FIAT zu pr\u00e4gen, auf eine Art, dass die Seele die n\u00f6tigen Anzahlungen f\u00fcr seinen Erwerb geben kann.<br \/>\nDas ist es also, wozu deine Rundg\u00e4nge in meinem FIAT dienen, die Akte, die du in ihm tust, die wiederholten Bitten um das Kommen seines Reiches. All dies sind notwendige Dinge und werden f\u00fcr seinen gro\u00dfen Erwerb gebraucht. Tat Ich dies nicht Selbst bei der Erl\u00f6sung?<br \/>\nIch musste die Anzahlung meiner Akte vor meinem Himmlischen Vater t\u00e4tigen. Ich musste f\u00fcr alle zahlen, um das Reich der Erl\u00f6sung zu erlangen, und erst als Ich die ganze Zahlung erbrachte, wurde Mir von der Gottheit mit Unterzeichnung best\u00e4tigt, dass das Reich Mein war.<br \/>\nMach daher weiter deine Anzahlungen, wenn du die Unterschrift haben willst, dass das Reich meines FIAT dir geh\u00f6rt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 24; 4. Juli 1928)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-59935","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}