{"id":60370,"date":"2026-05-06T20:00:12","date_gmt":"2026-05-06T18:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/donnerstag-der-5-osterwoche-joh-159-11\/"},"modified":"2026-05-06T20:33:57","modified_gmt":"2026-05-06T18:33:57","slug":"donnerstag-der-5-osterwoche-joh-159-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/donnerstag-der-5-osterwoche-joh-159-11\/","title":{"rendered":"Donnerstag der 5. Osterwoche (Joh 15,9-11)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! 10Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. 11Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #e0b44c;\">\u201eWenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe\u201c (Joh 15, 10)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich ein Buch gelesen hatte, das von den Tugenden handelte, war ich besorgt, als ich mich selbst ansah, da ich in mir keinerlei Tugend erblickte; wenn es nicht nur das w\u00e4re, dass ich Ihn einfach lieben will, Ihn ersehne, Ihn liebe und vom gebenedeiten Jesus geliebt werden m\u00f6chte, w\u00fcrde nichts, gar nichts von Gott in mir existieren.<br \/>\nAls ich nun in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand war, sagte mein anbetungsw\u00fcrdiger Jesus zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, je n\u00e4her die Seele dem Ende kommt, um sich der Quelle alles Guten zu n\u00e4hern, welche die wahre und vollkommene Liebe Gottes ist, in der alles versenkt bleibt und wo allein die Liebe flie\u00dft, um der Motor von allem zu sein, umso mehr verliert sie alle Tugenden, die sie auf ihrem Weg ge\u00fcbt hat, um alles in die Liebe einzuschlie\u00dfen und von allem auszuruhen, um nur zu lieben.<br \/>\nVerlieren nicht die Seligen im Himmel alles, um allein zu lieben? So empfindet die Seele, je weiter sie voranschreitet, umso weniger das verschiedenartige Wirken der Tugenden, denn die Liebe, die sie alle umh\u00fcllt, wandelt sie in sich selbst um und l\u00e4sst sie in sich ruhen wie viele edle Prinzessinnen, wobei sie allein arbeitet und ihnen allen das Leben gibt.<br \/>\nW\u00e4hrend die Seele sie nicht wahrnimmt, findet sie doch alle in der Liebe, aber noch sch\u00f6ner, reiner, vollkommener, edler. Wenn die Seele die Tugenden bemerkt, ist es ein Zeichen, dass sie von der Liebe getrennt sind.<br \/>\nEin Beispiel: Eine Seele erh\u00e4lt einen Auftrag und sie \u00fcbt den Gehorsam, um jener Person zu gehorchen, um die Tugend zu erwerben, ihren eigenen Willen zu opfern, und aus vielen anderen m\u00f6glichen Gr\u00fcnden.<br \/>\nIndem sie so handelt, merkt sie schon, dass sie den Gehorsam \u00fcbt und sp\u00fcrt die M\u00fche und das Opfer, das diese Tugend mit sich bringt. Ein anderer gehorcht nicht um dieser Person willen, noch aus anderen Gr\u00fcnden, sondern da er wei\u00df, dass sein Ungehorsam Gott missfallen w\u00fcrde, sieht er Gott in jenem, der ihm den Auftrag gibt und opfert aus Liebe zu Gott alles und gehorcht.<br \/>\nDie Seele bemerkt dabei nicht, dass sie gehorcht, sondern nur, dass sie liebt, da sie nur aus Liebe gehorcht hat, sonst w\u00e4re sie [aus demselben Grund] ungehorsam gewesen; und so ist es mit allem \u00dcbrigen.<br \/>\nHabe daher Mut auf der Reise, denn je weiter du vorankommst, umso schneller wirst du schon hier auf der Erde im Voraus die ewige Seligkeit der einzigen und wahren Liebe genie\u00dfen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 6; 16. Oktober 1905)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #e0b44c;\">\u201eDies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird\u201c (Joh 15,11)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen Tagen der Beraubung lie\u00df Er sich diesen Morgen herab, zu kommen, und brachte mich aus mir heraus. Nun, als ich vor dem gebenedeiten Jesus war, konnte ich viele Menschen sehen, und das B\u00f6se der gegenw\u00e4rtigen Generation. Mein anbetungsw\u00fcrdiger Jesus blickte mit Mitleid auf sie, wandte sich mir zu und sagte:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, willst du wissen, wo das B\u00f6se im Menschen begonnen hat? Der Anfang davon ist, dass der Mensch, sobald er sich selbst kennt, d.h., sobald der Vernunftgebrauch beginnt \u2013 zu sich selbst sagt: \u201cIch bin etwas.\u201c<br \/>\nUnd im Glauben, sie w\u00e4ren etwas, entfernen sie sich von Mir, sie vertrauen Mir nicht, der Ich das Alles bin, und sch\u00f6pfen ihr ganzes Vertrauen und ihre Kraft aus sich selbst.<br \/>\nDaher geschieht es, dass sie sogar jeden guten Anfang verlieren, und wenn sie den guten Anfang verlieren, was wird das Ende sein? Stelle es dir selber vor, meine Tochter.<br \/>\nWenn er sich zudem von Mir entfernt, der alles Gute enth\u00e4lt, was Gutes kann der Mensch erhoffen, da er ein Meer des B\u00f6sen ist? Ohne Mich ist alles Verderbnis, Elend, und ohne einen Schatten des wahren Guten, und dies ist die gegenw\u00e4rtige Gesellschaft.\u201c<br \/>\nAls ich dies h\u00f6rte, f\u00fchlte ich solchen Kummer, dass ich es nicht ausdr\u00fccken kann; doch Jesus wollte mich aufheitern und brachte mich anderswo hin, und als ich mich alleine mit meinem geliebten Jesus fand, fragte ich Ihn: \u201eSag mir, liebst Du mich?\u201c Und Er: \u201eJa.\u201c<br \/>\nUnd ich: \u201eIch bin nicht zufrieden mit einem \u201eja\u201c allein, sondern ich h\u00e4tte gerne, dass Du mir besser erkl\u00e4rst, wie sehr Du mich liebst.\u201c Und Er: \u201eMeine Liebe zu dir ist so gro\u00df, dass sie nicht nur keinen Anfang hat, sondern sie wird auch kein Ende haben. In diesen wenigen Worten kannst du verstehen, wie gro\u00df, stark, best\u00e4ndig, meine Liebe zu dir ist.\u201c<br \/>\nIch betrachtete all dies ein wenig und erblickte einen Abgrund der Entfernung zwischen meiner Liebe und der Seinen. Ganz verwirrt sagte ich: \u201eHerr, was f\u00fcr ein Unterschied zwischen meiner Liebe und Deiner.<br \/>\nNicht nur hat meine einen Anfang, sondern was die Vergangenheit betrifft, sehe ich einige leere Stellen in meiner Seele, wo ich Dich nicht geliebt habe.\u201c Und Jesus sprach voller Mitgef\u00fchl zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Geliebte, es kann keine Gleichf\u00f6rmigkeit geben zwischen der Liebe des Sch\u00f6pfers und jener des Gesch\u00f6pfes; heute will Ich dir jedoch etwas sagen, das dir zu gro\u00dfem Trost gereichen wird und was du nie verstanden hast: wisse, dass jede Seele verpflichtet ist, Mich im Lauf ihres Lebens andauernd zu lieben, ohne jegliche Unterbrechung; und wenn sie Mich nicht stets liebt, hinterl\u00e4sst sie in ihrer Seele so viele leere Stellen als sie Tage, Stunden oder Minuten Mich zu lieben vernachl\u00e4ssigt hat; und niemand wird in den Himmel eintreten k\u00f6nnen, wenn er diese leeren Stellen nicht aufgef\u00fcllt hat; man wird sie nur dann f\u00fcllen k\u00f6nnen, wenn man Mich entweder f\u00fcr den Rest des Lebens doppelt so viel liebt, oder \u2013 wenn der Seele dies nicht gelingt, wird sie diese f\u00fcllen durch die Kraft des Feuers im Purgatorium.<br \/>\nWenn du nun Meiner beraubt bist, verdoppelt sich die Liebe durch die Beraubung des Geliebten, und so wirst du die leeren Stellen f\u00fcllen, die in deiner Seele sind.\u201c<br \/>\nDanach sagte ich zu Ihm: \u201eMein s\u00fc\u00dfes Gut, lass mich mit Dir in den Himmel kommen, und wenn Du es nicht f\u00fcr immer willst, wenigstens f\u00fcr eine kleine Weile. O bitte stelle mich zufrieden!\u201c<br \/>\nDa sprach Er zu mir: \u201eWei\u00dft du nicht, dass die Seele, um diese heilige Wohnung zu betreten, vollst\u00e4ndig in Mich umgestaltet sein muss, sodass sie wie ein anderer Christus erscheinen muss? Welchen Eindruck w\u00fcrdest du sonst inmitten der anderen Heiligen machen? Du w\u00fcrdest dich selbst sch\u00e4men, unter ihnen zu sein.\u201c<br \/>\nUnd ich: \u201eEs ist wahr, dass ich Dir sehr un\u00e4hnlich bin, doch wenn Du willst, kannst Du mich wie ein zweiter Christus machen.\u201c<br \/>\nSo schloss Er, um mich zufriedenzustellen, mich vollst\u00e4ndig in sich ein, sodass ich mich nicht mehr selbst sehen konnte, sondern Jesus Christus; und auf diese Weise erhoben Wir uns zum Himmel.<br \/>\nAls Wir einen bestimmten Punkt erreichten, befanden Wir Uns vor einem unbeschreiblichen Licht. Angesichts dieses Lichtes empfand man neues Leben, ungew\u00f6hnliche, nie zuvor versp\u00fcrte Freude.<br \/>\nWie gl\u00fccklich f\u00fchlte ich mich, ja es schien mir, dass ich in der F\u00fclle aller Gl\u00fcckseligkeiten war! Nun, als wir uns diesem Licht n\u00e4herten, f\u00fchlte ich eine gewisse Besorgnis; ich h\u00e4tte Ihn gerne gepriesen, Ihm gedankt, doch da ich nichts zu sagen wusste, sprach ich drei Ehre sei dem Vater, und Jesus antwortete gemeinsam.<br \/>\nKaum hatten Wir geendet, befand ich mich wie ein Blitz im elenden Kerker meines Leibes. Ach, Herr, wie kommt es, so kurz hat mein Gl\u00fcck gedauert? Es scheint, dass der Lehm dieses meines Leibes zu hart ist, da es so viel braucht, damit er zertr\u00fcmmert wird, und er hindert meine Seele daran, aus dieser elenden Erde auszuwandern.<br \/>\nDoch ich hoffe, dass ein heftiger Schlag ihn nicht nur zertr\u00fcmmern, sondern pulverisieren wird, dann wirst Du, da ich hier unten kein Zuhause mehr habe, aus Mitleid mit mir, mich f\u00fcr immer in die himmlische Wohnung aufnehmen. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 4; 16. Juli 1901)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #e0b44c;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte meine Runden in der Sch\u00f6pfung, um den Akten des G\u00f6ttlichen Willens nachzufolgen, die Er in ihr tat. Wie viele \u00dcberraschungen gab es da! Jedes erschaffene Ding enthielt eine so gro\u00dfe Gl\u00fcckseligkeit, um damit alles und alle gl\u00fccklich machen zu k\u00f6nnen. Da sprach mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus, als Er mich so erstaunt sah, voller G\u00fcte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, unser H\u00f6chstes Sein besitzt die Quelle der Gl\u00fcckseligkeit, daher konnten aus Uns keine Dinge oder Wesen hervorgehen, die nicht gl\u00fccklich w\u00e4ren.<br \/>\nSo besitzt die ganze Sch\u00f6pfung eine solche F\u00fclle an Gl\u00fcck, dass sie der ganzen Erde vollkommenes irdisches Gl\u00fcck schenken kann. Daher erfreute sich Adam der F\u00fclle des Gl\u00fccks, alle Dinge lie\u00dfen Str\u00f6me von Freuden und Wonnen auf ihn herabregnen.<br \/>\nIn seinem Inneren schloss er, da er meinen Willen besa\u00df, Meere der Befriedigung, der Seligkeiten und endlosen Freuden ein. F\u00fcr ihn war innen und au\u00dfen alles Gl\u00fcckseligkeit. Als er s\u00fcndigte und sich meinem Willen entzog, trennte sich die Freude von ihm.<br \/>\nAlle geschaffenen Dinge zogen die Freuden, die sie in sich bargen, in ihren Scho\u00df zur\u00fcck und gaben dem Menschen nur [mehr] die n\u00f6tigen Mittel, nicht wie einem Eigent\u00fcmer, sondern wie einem undankbaren Diener. Du siehst also, dass die Ungl\u00fcckseligkeit weder aus Uns hervorging, noch Wir sie geben konnten, da Wir keine besa\u00dfen; und was man nicht hat, kann man unm\u00f6glich geben.<br \/>\nSo war es die S\u00fcnde, die im Menschen den Samen des Ungl\u00fccks, des Schmerzes und aller \u00dcbel s\u00e4te, die ihn innerlich und \u00e4u\u00dferlich umgeben. Als dann die Himmlische Herrin auf die Erde kam und danach meine Heiligste Menschheit, begann die ganze Sch\u00f6pfung zu feiern, l\u00e4chelte Uns vor Freude zu und begann erneut, auf Uns Freuden und Gl\u00fcck herabstr\u00f6men zu lassen.<br \/>\nAls Wir ins Freie traten, liefen die geschaffenen Dinge Uns entgegen, verneigten sich und lie\u00dfen \u00fcber Uns Freuden und Gl\u00fcck herabkommen. Die Sonne schenkte Uns die Wonnen ihres Lichtes, erfreute unseren Blick mit ihren mannigfaltigen Farben, gab Uns voll Freude die K\u00fcsse ihrer Liebe, die sie besa\u00df und breitete sich ehrf\u00fcrchtig in Anbetung unter unseren Schritten aus.<br \/>\nDer Wind regnete auf Uns die Freuden seiner Frische und entfernte mit seinen Windst\u00f6\u00dfen von Uns die faulige Luft so vieler S\u00fcnden. Die V\u00f6gel umgaben Uns, um Uns mit ihren Trillern und Liedern zu erfreuen. Wie viel sch\u00f6ne Musik machten sie Uns, sodass Ich ihnen sogar befehlen musste, sich von Mir zu entfernen und in die Luft aufzufliegen, um ihrem Sch\u00f6pfer zu huldigen!<br \/>\nDie Erde erbl\u00fchte unter meinen Schritten, um Mich mit ihrem gro\u00dfen Blumenschmuck zu erfreuen, und als Ich ihr befahl, Mir keine derartige Bezeigung zu machen, gehorchte sie Mir.<br \/>\nDie Luft brachte Mir die Freuden unseres allm\u00e4chtigen Atems \u2013 denn wenn der Mensch atmete, dann schenkten Wir ihm Leben, indem Wir ihn mit g\u00f6ttlichen Freuden und Wonnen \u00fcberh\u00e4uften; wenn Ich atmete, f\u00fchlte Ich unsere Freuden und Wonnen erneuert, die Wir bei der Erschaffung des Menschen erfuhren.<br \/>\nSo gab es keine geschaffenen Dinge, die nicht die Freuden, die sie besa\u00dfen, ausstr\u00f6men lassen wollten, nicht nur um Mich zu begl\u00fccken, sondern um Mir als ihrem Sch\u00f6pfer Huldigung und Ehre darzubringen.<br \/>\nIch opferte sie meinem Vater im Himmel auf, um Ihm die Herrlichkeit, Ehre, Huldigung und Liebe f\u00fcr so viel Pracht und wunderbare Werke zu geben, die Wir in der Sch\u00f6pfung aus Liebe zum Menschen vollbracht hatten.<br \/>\nNun, meine Tochter, diese Freuden in den geschaffenen Dingen existieren immer noch. Wie die Sch\u00f6pfung von Uns mit solchem Glanz, solcher Pracht und mit der F\u00fclle des Gl\u00fccks gemacht wurde, so hat sie nichts verloren. Wir warten n\u00e4mlich auf unsere Kinder, die S\u00f6hne und T\u00f6chter unseres Willens, die mit Recht die Freuden und irdische Gl\u00fcckseligkeit genie\u00dfen werden, welche die ganze Sch\u00f6pfung besitzt.<br \/>\nIch k\u00f6nnte sagen, dass sie aus Liebe zu diesen immer noch existiert, und die Menschen \u2013 wenn auch nicht die F\u00fclle des Gl\u00fccks \u2013 so doch wenigstens die lebensnotwendigen Dinge genie\u00dfen.<br \/>\nDass die Sch\u00f6pfung nach so viel menschlicher Undankbarkeit und so vielen schaudererregenden S\u00fcnden immer noch existiert, spricht von der Gewissheit des Reiches meines Willens auf Erden; es wird n\u00e4mlich der Mensch, der meinen Willen besitzt, sich bef\u00e4higen, die Freuden der Sch\u00f6pfung zu empfangen und Uns die Herrlichkeit, Liebe und Vergeltung f\u00fcr all das darzubringen, was Wir f\u00fcr ihn getan haben.<br \/>\nEr wird f\u00e4hig werden, alles m\u00f6gliche und vorstellbare Gute zu wirken, das ein Gesch\u00f6pf nur tun kann. Daher kommt alles darauf an, dass die Seelen unseren Willen besitzen, denn dies war der Ursprung der ganzen Sch\u00f6pfung, einschlie\u00dflich des Menschen: alles war unser Wille, alle lebten eingeschlossen in Ihm und fanden in Ihm, was sie wollten: Freuden, Friede, vollkommene Ordnung, alles stand zu ihrer Verf\u00fcgung.<br \/>\nAls sie vom Ursprung abger\u00fcckt waren, ver\u00e4nderten alle Dinge ihr Aussehen: Das Gl\u00fcck verwandelte sich in Schmerz, die St\u00e4rke in Schwachheit, die Ordnung in Unordnung, der Friede in Krieg. Armer Mensch ohne meinen Willen! Er ist der wahrhaft Blinde, der arme Gel\u00e4hmte, und wenn er etwas Gutes tut, dann ist alles M\u00fchsal und Bitterkeit.<br \/>\nAlle Dinge finden, wenn sie sich vom Ursprung her ableiten lassen, aus dem sie ihre Existenz hatten, den Weg, den festen Schritt und den gl\u00fccklichen Ausgang der Werke oder des Guten, die sie unternommen haben.<br \/>\nWenn sie den Ursprung verlieren, werden sie verdreht, schwanken, verirren sich auf dem Weg und k\u00f6nnen schlie\u00dflich nichts bewirken; und wenn sie scheinbar etwas bewirken, dann ist es armselig und mitleiderregend.<br \/>\nAuch in den menschlichen Dingen ist es so: wollte der Lehrer dem Sch\u00fcler [nur] die Konsonanten und nicht die Vokale beibringen, so w\u00fcrde der \u00c4rmste, da es in jedem Wort und in allen Schrifttexten, von der geringsten bis zur h\u00f6chsten Wissenschaft, Selbstlaute gibt, nie lesen lernen. Und wenn er es wollte, w\u00fcrde er verr\u00fcckt werden.<br \/>\nWer hat all dieses \u00dcbel verursacht? Die Entfernung vom Ursprung der Wissenschaft, welche die Vokale sind. Ach, meine Tochter! Solang der Mensch nicht zu seinem Ursprung zur\u00fcckkehrt und nicht wieder in meinen G\u00f6ttlichen Willen eintritt, wird das Werk meiner Sch\u00f6pfung zerbrochen und entstellt sein. Armer Mensch, ohne die ersten Vokale meines G\u00f6ttlichen Willens!<br \/>\nWie viel Licht Ich ihm auch verleihen und zu ihm sprechen mag, so wird er Mich nicht verstehen, weil ihm der Ursprung und die ersten Vokale fehlen, um meine Lehren \u00fcber mein Fiat lesen zu k\u00f6nnen. Daher ist er ohne Grundlage, ohne Fundament, ohne Lehrer, ohne Verteidigung. So gro\u00df ist sein Schwachsinn, dass er seinen armseligen Zustand nicht [einmal] erkennt.<br \/>\nDeshalb fleht er auch nicht darum, wieder in meinen Willen einzutreten, um die ersten Vokale zu lernen, mit denen er von Gott erschaffen worden war, um sich die wahre Himmelswissenschaft weiter aneignen zu k\u00f6nnen und sich so sein ganzes irdisches und himmlisches Gl\u00fcck zu bereiten.<br \/>\nDeshalb fl\u00fcstere Ich stets ans Ohr seines Herzens: \u201aMein Kind, tritt wieder in meinen Willen ein! Komm zur\u00fcck zu deinem Ursprung, wenn du Mir \u00e4hnlich sein willst und w\u00fcnschst, dass Ich dich als meinen Sohn, meine Tochter anerkenne.\u2018 O wie schmerzt es, Kinder zu haben, die Mir nicht \u00e4hnlich sind, die unedel, arm, heruntergekommen, ungl\u00fccklich sind \u2013 und warum all das?<br \/>\nWeil sie das gro\u00dfe Erbe des Himmlischen Vaters zur\u00fcckgewiesen haben und Mich zwingen, \u00fcber ihr Los zu weinen. Tochter, bete, dass alle meinen Willen anerkennen, und du, anerkenne und sch\u00e4tze Ihn, liebe Ihn mehr als dein eigenes Leben und lasse Ihn dir auch nicht einen Augenblick lang entgehen.\u201c<br \/>\nDank sei Gott. Alles zur Ehre Gottes und zur Erf\u00fcllung seines Willens. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 34; 2. August 1937)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-60370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60370"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60370\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}