{"id":60878,"date":"2026-06-14T21:00:43","date_gmt":"2026-06-14T19:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/montag-der-11-woche-im-jahreskreis-mt-538-42\/"},"modified":"2026-06-14T22:28:59","modified_gmt":"2026-06-14T20:28:59","slug":"montag-der-11-woche-im-jahreskreis-mt-538-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/montag-der-11-woche-im-jahreskreis-mt-538-42\/","title":{"rendered":"Montag der 11. Woche im Jahreskreis (Mt 5,38-42)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">38In jener Zeit sprach Jesus zu seinen J\u00fcngern: Ihr habt geh\u00f6rt, dass gesagt worden ist: Auge f\u00fcr Auge und Zahn f\u00fcr Zahn. 39Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas B\u00f6ses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schl\u00e4gt, dann halt ihm auch die andere hin.<br \/>\n40Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 41Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 42Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eIch aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas B\u00f6ses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schl\u00e4gt, dann halt ihm auch die andere hin\u201c (Mt 5, 39)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus \u00fcbergibt sich bereitwillig den H\u00e4nden seiner Feinde, weil er darin den Willen seines Vaters erblickt. Wenn wir von den Gesch\u00f6pfen entt\u00e4uscht und verraten werden, sind auch wir dann sofort bereit zu verzeihen, wie Jesus verziehen hat?<br \/>\nNehmen auch wir alles B\u00f6se, das uns von den Menschen zukommt, als etwas an, das von der Hand Gottes kommt? Sind wir bereit, unverz\u00fcglich das zu tun, was Jesus von uns verlangt? K\u00f6nnen wir sagen, dass in Kreuzen und Tr\u00fcbsalen unsere Geduld der Geduld Jesu nahe kommt?<br \/>\nIn Banden geschlagener Jesus! Deine Ketten m\u00f6gen mein Herz fesseln und festhalten, dass ich stets bereit sei, das zu leiden, was du willst. (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c; Stunde von Mitternacht bis 1 Uhr: Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus steht in dieser Stunde inmitten der Soldaten mit unersch\u00fctterlichem Mut und eiserner Standhaftigkeit. Als Gott duldet er alle Misshandlungen, die ihm die Soldaten antun, betrachtet diese jedoch mit solcher Liebe, als wollte er sie einladen, ihn noch mehr leiden zu lassen.<br \/>\nSind auch wir, wenn Leiden wiederkehren, standhaft? Oder geh\u00f6ren wir zu jenen, die sich beklagen, ihren Widerwillen zeigen und jenen Frieden des Herzens verlieren, der so notwendig ist, wenn Jesus in uns eine begl\u00fcckende Wohnung finden soll?<br \/>\nDie Tugend der Standhaftigkeit l\u00e4sst erkennen, ob der Herr wahrhaftig in uns herrscht. Ist unsere Tugend echt, dann werden wir einen Starkmut in der Pr\u00fcfung bewahren, der nicht zeitweise anh\u00e4lt, sondern sich immer gleich bleibt. Nur dieser Starkmut gibt uns den Frieden.<br \/>\nJe mehr Festigkeit wir in der \u00dcbung des Guten, im Arbeiten und Leiden zeigen, desto eher und mehr gelangen wir dazu, das Wirkungsfeld in unserer Umgebung zu erweitern, und dann wird Jesus auch die Mitteilung seiner Gnaden ausdehnen.<br \/>\nSind wir unbest\u00e4ndig, dann ist unser Wirkungskreis beschr\u00e4nkt, und Jesus kann gar nicht oder nur wenig Raum gewinnen. Sind wir hingegen stark und best\u00e4ndig, dann findet Jesus einen ausgedehnten Wirkungskreis und eine St\u00fctze und einen Halt an uns, von dem aus er das Reich seiner Gnaden erweitert.<br \/>\nWenn wir wollen, dass unser geliebter Jesus in uns ruhe, dann umg\u00fcrten wir uns mit derselben Standhaftigkeit, mit der er f\u00fcr das Heil der Seelen gewirkt hat. So wird er in uns eine Verteidigung finden und einen s\u00fc\u00dfen Ruheort in unserem Herzen.<br \/>\nJesus hat seine Peiniger mit Liebe betrachtet. Betrachten auch wir jene mit Liebe, die uns beleidigen? Ist die Liebe, die wir ihnen gegen\u00fcber an den Tag legen, so stark, dass ihre Stimme machtvoll in ihre Herzen dringt und sie f\u00fcr Jesus gewinnt?<br \/>\nMein Jesus, Liebe ohne Grenzen, gib mir diese Liebe und bewirke, dass mich jedes Leid zu dir ruft. (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c; Stunde von 4 bis 5 Uhr: Jesus dem Spott der Soldaten preisgegeben, mit Schm\u00e4hungen und Beschimpfungen<br \/>\n\u00fcberh\u00e4uft)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich mich nach meinem anbetungsw\u00fcrdigen Jesus sehnte, kam Er in dem Aussehen, das Er hatte, als seine Feinde Ihn ohrfeigten, sein Gesicht mit Spucke bedeckten und Ihm die Augen verbanden.<br \/>\nMit bewundernswerter Geduld erlitt Er alles; mehr noch, Er schien sie nicht einmal zu beachten, so sehr war Er auf sein Inneres gerichtet, um auf die Frucht zu sehen, welche diese Leiden hervorbringen w\u00fcrden. Ich bewunderte alles mit Staunen, und Jesus sagte mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, in meinem Tun und Leiden sah Ich nie nach au\u00dfen, sondern stets nach innen; und da Ich die Frucht erblickte, wollte Ich, was immer es war, nicht nur leiden, sondern alles mit Sehnsucht und Begierde leiden. Ganz im Gegensatz dazu sieht der Mensch, wenn er Gutes tut, nicht auf das Innere der Arbeit, und da er ihre Frucht nicht sieht, wird es ihm schnell langweilig, alles wird ihm l\u00e4stig, und oft vernachl\u00e4ssigt er das Gutestun.<br \/>\nWenn er leidet, verliert er leicht die Geduld; und wenn er B\u00f6ses tut, tut er dies, da er nicht auf das Innere des B\u00f6sen schaut, mit Leichtigkeit.\u201c<br \/>\nDann f\u00fcgte Er hinzu: \u201eDie Gesch\u00f6pfe wollen sich nicht \u00fcberzeugen lassen, dass das Leben von verschiedenen Umst\u00e4nden begleitet wird, bald von Leiden, bald von Trost.<br \/>\nDoch sogar die Pflanzen und Blumen geben ihnen ein Beispiel davon, da sie Winden, Schnee, Hagel und Hitze unterworfen sind.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 4; 9. November 1902)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen dachte ich daran, wie Jesus ganz verrenkt auf dem Kreuz hing, und ich sagte mir: \u201eAch Herr, von welch schrecklichen Leiden musst Du gequ\u00e4lt worden, und wie traurig muss deine Seele gewesen sein!\u201c<br \/>\nIn diesem Moment kam Er, gleichsam wie ein Schatten und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, Ich besch\u00e4ftigte Mich nicht mit meinen Leiden, sondern vielmehr mit dem Zweck meiner Leiden; und da Ich in meinen Leiden den Willen meines Vaters erf\u00fcllt sah, litt Ich und fand in meinem eigenen Leiden die s\u00fc\u00dfeste Ruhe.<br \/>\nIn der Tat, das Tun des G\u00f6ttlichen Willens schlie\u00dft dieses Gut ein, dass man w\u00e4hrend des Leidens zugleich die sch\u00f6nste Ruhe findet. Und wenn man etwas genie\u00dft, diese Freude aber nicht von Gott gewollt ist, empfindet man im Genuss selbst die schrecklichste Qual.<br \/>\nJa, je n\u00e4her Ich, der Ich Mich danach sehnte, den Willen des Vaters in allem zu tun, dem Ende meiner Leiden kam, umso mehr f\u00fchlte Ich Mich erleichtert, und meine Ruhe wurde noch angenehmer.<br \/>\nO, wie ganz anders handeln die Seelen! Wenn sie leiden oder arbeiten, richten sie ihren Blick weder auf die Frucht, die sie erlangen k\u00f6nnen, noch auf die Erf\u00fcllung des G\u00f6ttlichen Willens, sondern konzentrieren sich ganz auf das, was sie tun und sehen nicht auf die G\u00fcter, die sie verdienen k\u00f6nnen, noch auf die s\u00fc\u00dfe Ruhe, die der Wille Gottes mit sich bringt.<br \/>\nSie sind verdrossen und geplagt und meiden so viel wie m\u00f6glich das Leiden und Arbeiten, wobei sie glauben, Ruhe zu finden. Doch sie bleiben mehr gepeinigt als zuvor.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 20. Mai 1905)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Flug im G\u00f6ttlichen Willen dauert an. Ich f\u00fchle, dass Er in mir atmen, pochen, sich bewegen und denken will. Mir scheint, dass Er seine Unermesslichkeit \u2013 seine H\u00f6he, Tiefe und Macht \u2013 beiseitestellt und sich in mir klein macht, um zu tun, was ich tue, und dass Er Vergn\u00fcgen daran findet, sich aus seinen H\u00f6hen zu mir herabzulassen: zu atmen, wie ich atme, zu pochen und sich in meiner Bewegung zu bewegen, w\u00e4hrend Er au\u00dferhalb von mir immer der bleibt, der Er ist: unermesslich und m\u00e4chtig, alles erf\u00fcllend und umgebend.<br \/>\nW\u00e4hrend mein Geist den G\u00f6ttlichen Willen in meinem Inneren genie\u00dfen wollte, um Ihm mein Leben zu geben und seines zu empfangen, wollte ich zugleich auch aus mir herausgehen und seine Unermesslichkeit, Macht, H\u00f6he und Tiefe durcheilen, die keine Grenzen kennen.<br \/>\nWelch ein Abgrund von Licht, wo weder der Grund, noch die H\u00f6he, noch Begrenzungen zu finden sind! Als sich mein Geist darin verlieren wollte, besuchte mein s\u00fc\u00dfer Jesus meine kleine Seele und sprach voller G\u00fcte zu mir: \u201eKleine Tochter meines Willens, mein Wille erf\u00fcllt und umh\u00fcllt alles und alle in seinem Licht-Scho\u00df. Er besitzt alles, und niemand kann Ihm entrinnen.<br \/>\nAlle leben in Ihm, nur erkennen sie nicht, wer es ist, Der ihnen Leben, Bewegung, Schritte und W\u00e4rme, ja sogar den Atem gibt. Das Gesch\u00f6pf wohnt in unserem Willen sozusagen wie in unserem Haus.<br \/>\nWir reichen ihm alles N\u00f6tige und ern\u00e4hren es z\u00e4rtlicher als ein Vater, doch das Gesch\u00f6pf erkennt Uns nicht. Oft schreibt es sich selber zu, was es tut, w\u00e4hrend Wir es doch tun, und kommt sogar so weit, den zu beleidigen, der ihm das Leben gibt und es bewahrt.<br \/>\nWir k\u00f6nnen sagen, dass Wir in unserem Haus viele Feinde haben, die auf unsere Kosten leben und unsere G\u00fcter stehlen. Unsere Liebe ist aber so gro\u00df, dass sie Uns n\u00f6tigt, ihnen Leben und Nahrung zu geben, als w\u00e4ren sie unsere Freunde.<br \/>\nWie schmerzlich ist es, dass unser Wille jenen als Wohnung dient, die Uns nicht kennen und Uns beleidigen! Sie sind in unserem Willen, aufgrund der Sch\u00f6pfung und wegen unserer Unermesslichkeit, denn auch wenn sie nicht in Ihm sein wollten, g\u00e4be es keinen [anderen] Platz f\u00fcr sie, da unser Wille \u00fcberall im Himmel und auf Erden ist.<br \/>\nDamit die Seele nun behaupten kann, in unserem Willen zu leben, muss sie Ihn wollen und [an]erkennen. Wenn die Seele Ihn will, f\u00fchlt sie, dass alles Wille Gottes f\u00fcr sie ist, und indem sie Ihn erkennt, f\u00fchlt sie unseren wirkenden Akt \u00fcber sich.<br \/>\nDarin besteht das Leben im G\u00f6ttlichen Willen, dass die Seele unsere wirkende Macht in und au\u00dferhalb von sich selbst wahrnimmt, und, sobald sie sein Wirken versp\u00fcrt, mit Ihm zusammenarbeitet.<br \/>\nWenn sie f\u00fchlt, dass Wir lieben, liebt sie mit Uns. Wenn Wir Uns noch mehr bekannt machen wollen, h\u00f6rt sie Uns ganz aufmerksam zu und nimmt in Liebe das neue Leben unserer Wahrheit auf.<br \/>\nMit einem Wort, sie f\u00fchlt unser wirkendes Leben und will tun, was Wir tun und tut es auch und folgt Uns in allem. Das ist das Leben in unserem Willen: Unser Leben zu f\u00fchlen, welches der Seele das Leben gibt, unseren wirkenden Akt wahrzunehmen, der sich in ihrem Wesen bewegt, atmet und arbeitet.<br \/>\nDiese Seelen sind unsere Himmelsbewohner, unsere Glorie in unserer Wohnung. Wir leben zusammen wie Kinder und Vater \u2013 was Uns geh\u00f6rt, geh\u00f6rt ihnen, aber sie erkennen es und sind nicht blind und auch keine Diebe, die weder Augen f\u00fcr unser Licht, noch Ohren f\u00fcr unsere v\u00e4terliche F\u00fcrsorglichkeit haben, noch unseren wirkenden Akt \u00fcber sich wahrnehmen.<br \/>\nWer aber in unserem Willen lebt, f\u00fchlt die T\u00e4tigkeit, die Kraft unseres wirkenden Aktes, was die gr\u00f6\u00dfte Gabe ist, die Wir dem Gesch\u00f6pf machen k\u00f6nnen.<br \/>\nSei also aufmerksam und erkenne, dass dein Leben von Uns kommt, die Wir dir alles geben, Atmung und Bewegung, um gemeinsam mit dir zu leben.\u201c\u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 36; 5. Juni 1938)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eUnd wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel\u201c (Mt 5,40)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich betrachtete das Geheimnis der Gei\u00dfelung, und bemitleidete meinen s\u00fc\u00dfen Jesus, als Er sich so gedem\u00fctigt inmitten seiner Feinde sah, seines Gewandes entkleidet, unter einem Sturm von Schl\u00e4gen; da trat mein liebensw\u00fcrdiger Jesus in dem Zustand, in dem Er war, als Er gegei\u00dfelt wurde, aus meinem Inneren heraus und fragte mich:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, willst du wissen, warum man Mich entkleidete, als Ich gegei\u00dfelt wurde? In jedem Geheimnis meiner Passion k\u00fcmmerte Ich Mich zuerst darum, wie Ich den Bruch zwischen dem menschlichen und dem G\u00f6ttlichen Willen ausbessern k\u00f6nne, und dann erst um die Beleidigungen, welche dieser Bruch hervorgebracht hat.<br \/>\nAls der Mensch im Garten Eden die Bande der Einheit zwischen dem H\u00f6chsten Willen und dem seinen zerriss, beraubte er sich der k\u00f6niglichen Kleider meines Willens und kleidete sich in die elenden Lumpen seines eigenen, der schwach, unbest\u00e4ndig und unf\u00e4hig zum Gutestun war.<br \/>\nMein Wille war ein s\u00fc\u00dfer Zauber f\u00fcr Adam, der ihn in einem ganz reinen Licht eingetaucht hielt und ihn nichts anderes kennen lie\u00df als seinen Gott, von Dem er ausgegangen war, Der ihm nichts anderes schenkte als Wonnen ohne Zahl.<br \/>\nUnd er war so ganz davon in Anspruch genommen, welch gro\u00dfe Sch\u00e4tze sein Gott ihm gab, dass er keinen Gedanken an sich selbst hatte. O wie gl\u00fccklich war der Mensch, und wie freute sich die Gottheit, ihm so viele Vollkommenheiten ihres Wesens mitzuteilen, wie viel ein Gesch\u00f6pf nur aufnehmen kann, um es sich \u00e4hnlich zu machen! Kaum hatte Adam die Verbindung mit unserem Willen gebrochen, verlor er das k\u00f6nigliche Gewand, den Zauber, das Licht und die Seligkeit.<br \/>\nEr betrachtete sich selbst ohne das Licht meines Willens, und als er sich ohne den Zauber, der ihn gefesselt hatte, betrachtete, erkannte er sich [, und wie unf\u00e4hig er ohne mein Licht war], er sch\u00e4mte sich und versp\u00fcrte Angst vor Gott, sodass sogar seine eigene Natur die traurigen Wirkungen davon empfand: er f\u00fchlte die K\u00e4lte und Nacktheit und sp\u00fcrte das lebhafte Bed\u00fcrfnis, sich zu bedecken.<br \/>\nWie unser Wille ihn im Hafen unermesslicher Wonnen bewahrte, so versetzte ihn sein eigener Wille in den Hafen des Elends. Unser Wille war alles f\u00fcr den Menschen, und in Ihm fand er alles.<br \/>\nEs war gerecht, dass er, da er aus Uns hervorgegangen war und als unser geliebter Sohn in unserem Willen lebte, von dem Unsrigen lebte, und dieser unser Wille sollte f\u00fcr alles aufkommen, was er ben\u00f6tigte.<br \/>\nAls er nun in seinem eigenen Willen leben wollte, hatte er alles n\u00f6tig, denn der menschliche Wille hat nicht die Macht, f\u00fcr alle Bed\u00fcrfnisse aufzukommen, noch beinhaltet er die Quelle des Guten in sich; so war er gezwungen, sich die zum Leben notwendigen Dinge m\u00fchsam zu verschaffen.<br \/>\nSiehst du also, was es bedeutet, nicht mit meinem Willen vereint zu sein? O, wenn alle das w\u00fcssten, h\u00e4tten sie nur diese eine Sehnsucht, dass mein Wille komme und auf der Erde herrsche!<br \/>\nSo h\u00e4tte, wenn Adam sich nicht vom G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckgezogen h\u00e4tte, auch seine Natur keine [materiellen] Kleider gebraucht, und er h\u00e4tte sich nicht seiner Nacktheit gesch\u00e4mt, noch w\u00e4re er dem Leiden wegen der K\u00e4lte, der Hitze, des Hungers oder der Schw\u00e4che unterworfen gewesen.<br \/>\nDoch diese nat\u00fcrlichen Dinge waren [im Vergleich dazu] beinahe nichts, sie waren vielmehr Symbol des gro\u00dfen Gutes, das seine Seele verloren hatte. Nun, meine Tochter, bevor Ich zur Gei\u00dfelung an die S\u00e4ule gebunden wurde, wollte Ich entkleidet werden, um die Nacktheit des Menschen zu erleiden und sie wieder gutzumachen, als er sich des k\u00f6niglichen Gewandes meines Willens entkleidete.<br \/>\nIch f\u00fchlte in Mir eine so gro\u00dfe Besch\u00e4mung und Pein, als Ich Mich inmitten von Feinden, die Mich verspotteten, so entbl\u00f6\u00dft sah, dass Ich \u00fcber die Nacktheit des Menschen weinte und meinem Himmlischen Vater meine Bl\u00f6\u00dfe aufopferte, damit der Mensch von neuem mit dem K\u00f6nigsgewand meines Willens bekleidet werde.<br \/>\nUnd damit Mir dies nicht verweigert werde, opferte Ich als Preis daf\u00fcr mein Blut, mein in St\u00fccken herausgerissenes Fleisch auf, und lie\u00df Mich nicht nur der Kleider entbl\u00f6\u00dfen, sondern auch meiner Haut, um den Preis zahlen zu k\u00f6nnen und f\u00fcr das Verbrechen dieser Nacktheit des Menschen Genugtuung zu leisten.<br \/>\nIch vergoss so viel Blut in diesem Geheimnis, wie in keinem anderen, sodass es ausreichte, um den Menschen wie mit einem zweiten Gewand, einem Gewand aus Blut zu bekleiden, um ihn von neuem zu bedecken und ihn dadurch zu w\u00e4rmen, rein zu waschen und ihn zu disponieren, das k\u00f6nigliche Gewand meines Willens zu empfangen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 16; 14. Januar 1924)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-60878","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60878\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}