{"id":61188,"date":"2025-07-12T12:00:52","date_gmt":"2025-07-12T10:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/15-sonntag-im-jahreskreis-lk-1025-37\/"},"modified":"2025-07-12T13:12:51","modified_gmt":"2025-07-12T11:12:51","slug":"15-sonntag-im-jahreskreis-c-lk-1025-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/15-sonntag-im-jahreskreis-c-lk-1025-37\/","title":{"rendered":"15. Sonntag im Jahreskreis &#8211; C &#8211; (Lk 10,25-37)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">25Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? 26Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort?<br \/>\n27Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen N\u00e4chsten sollst du lieben wie dich selbst. 28Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.<br \/>\n29Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein N\u00e4chster? 30Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von R\u00e4ubern \u00fcberfallen. Sie pl\u00fcnderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und lie\u00dfen ihn halbtot liegen.<br \/>\n31Zuf\u00e4llig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. 32Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.<br \/>\n33Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, 34ging zu ihm hin, goss \u00d6l und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte f\u00fcr ihn.<br \/>\n35Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge f\u00fcr ihn, und wenn du mehr f\u00fcr ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der N\u00e4chste dessen erwiesen, der von den R\u00e4ubern \u00fcberfallen wurde?<br \/>\n37Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eEr antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen N\u00e4chsten sollst du lieben wie dich selbst\u201c (Lk 10,27)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Er mich einige Zeit hatte warten lassen, kam mein anbetungsw\u00fcrdiger Jesus diesen Morgen und sagte mir: \u201eMeine Tochter, diesen Morgen will Ich dich vollkommen Mir gleichf\u00f6rmig machen. Ich w\u00fcnsche, dass du mit meinem eigenen Geist denkst, mit meinen eigenen Augen schaust, mit meinen eigenen Ohren h\u00f6rst, mit meiner eigenen Zunge sprichst, mit meinen eigenen H\u00e4nden arbeitest, mit meinen eigenen F\u00fc\u00dfen gehst und mit meinem eigenen Herzen liebst.\u201c<br \/>\nDanach vereinigte Jesus seine oben erw\u00e4hnten Sinne[sorgane] mit den meinen, und ich sah, dass Er mir seine eigene Gestalt gab; nicht nur das, sondern Er verlieh mir die Gnade, davon Gebrauch zu machen, wie Er Selbst es tat. Dann fuhr Er fort: \u201eGro\u00dfe Gnaden gie\u00dfe Ich in dich, Ich empfehle dir, sie gut zu bewahren.\u201c<br \/>\nUnd ich: \u201eIch f\u00fcrchte sehr, o mein geliebter Jesus, da ich mich selbst als voller Elend erkenne, dass ich, anstatt Gutes zu tun, schlechten Gebrauch von deinen Gnaden machen k\u00f6nnte. Doch was ich am meisten f\u00fcrchte, ist meine Zunge, die mich oft in der Liebe gegen meinen N\u00e4chsten ausgleiten l\u00e4sst.\u201c<br \/>\nUnd Jesus: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, Ich Selbst werde dich die Art lehren, wie du mit deinem N\u00e4chsten sprechen musst. Wenn dir etwas \u00fcber deinen N\u00e4chsten gesagt wird, wirf zuerst einen Blick auf dich selbst und pr\u00fcfe, ob du desselben Fehlers schuldig bist, und wenn dem so ist und du ihn dann korrigieren m\u00f6chtest, machst du Mich ungehalten und erregst Ansto\u00df bei deinem N\u00e4chsten.<br \/>\nZweitens, wenn du dich selbst frei von diesem Fehler erkennst, erhebe dich und versuche zu sprechen, wie Ich es getan h\u00e4tte; so wirst du mit meiner eigenen Zunge sprechen.<br \/>\nWenn du so tust, wirst du nie in der Liebe zum N\u00e4chsten fehlen, sondern mit deinen Worten dir selbst und deinem N\u00e4chsten Gutes tun und Mir Ehre und Verherrlichung erweisen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 12. August 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Er weiterhin nicht kam, versuchte ich, mich der Betrachtung des Geheimnisses der Gei\u00dfelung zu widmen. W\u00e4hrend ich dies tat, sah ich den gebenedeiten Jesus nur kurz, ganz verwundet und blut\u00fcberstr\u00f6mt, und Er sagte mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, die Himmel und die ganze Sch\u00f6pfung verweisen auf die Liebe Gottes; mein verwundeter Leib macht dich auf die Liebe zum N\u00e4chsten aufmerksam; so sehr ist meine Menschheit mit der Gottheit vereinigt, dass Ich aus zwei Naturen eine einzige Person gebildet habe, und die zwei Naturen so in Mir unzertrennlich gemacht habe, denn Ich habe nicht nur die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit zufriedengestellt, sondern wirkte auch die Erl\u00f6sung der Menschen.<br \/>\nUnd damit jeder diese Verpflichtung, Gott und seinen N\u00e4chsten zu lieben, annehme, machte Ich nicht nur eine einzige daraus, sondern sogar eine g\u00f6ttliche Vorschrift. So sind meine Wunden und mein Blut so viele Zungen, die jeden lehren, wie man einander lieben soll, und dass alle die Pflicht haben, sich um das Heil der anderen zu k\u00fcmmern.\u201c<br \/>\nDanach nahm Er ein betr\u00fcbteres Aussehen an und f\u00fcgte hinzu: \u201eWelch unbarmherziger Tyrann ist die Liebe f\u00fcr Mich, da Ich nicht nur den Lauf meines sterb-lichen Lebens in st\u00e4ndigen Opfern verbrachte, bis Ich ausgeblutet an einem Kreuz starb, sondern Ich hinterlie\u00df Mich selbst als immerw\u00e4hrendes Opfer im Sakrament der Eucharistie.<br \/>\nUnd nicht nur das, sondern Ich halte alle meine bevorzugten Glieder als lebendige Opfer in best\u00e4ndigen Leiden mit der Rettung der Menschen besch\u00e4ftigt; so wie Ich dich unter vielen erw\u00e4hlte, um dich aus Liebe zu Mir und den Menschen geopfert zu halten.<br \/>\nAch, ja! Mein Herz findet keine Atempause noch Ruhe, wenn Es nicht den Menschen findet! Und der Mensch, wie vergilt er es Mir? Mit \u00fcberaus gro\u00dfem Undank!\u201c Nach diesen Worten verschwand Er. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 3; 18. Juni 1900)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand war, betete ich f\u00fcr bestimmte Bed\u00fcrfnisse anderer; der gebenedeite Jesus regte sich in meinem Inneren und fragte mich:<br \/>\n\u201eAus welchem Grund betest du f\u00fcr diese Leute?\u201c<br \/>\nIch erwiderte: \u201eHerr, und Du, mit welcher Absicht hast Du uns geliebt?\u201c<br \/>\nEr antwortete: \u201eIch liebe euch, da ihr meine eigene Sache seid, und wenn jemandem ein Gegenstand geh\u00f6rt, f\u00fchlt er sich angetrieben, ihn zu lieben \u2013 es ist wie eine Notwendigkeit.\u201c<br \/>\nIch sagte: \u201eHerr, ich bete f\u00fcr diese Menschen, da sie dein Eigentum sind, sonst h\u00e4tte mich das nicht interessiert.\u201c Er legte seine Hand auf meine Stirn und dr\u00fcckte sie beinahe, dann f\u00fcgte Er hinzu:<br \/>\n\u201eAch, so ist es also, weil sie Mir geh\u00f6ren? Dann ist die N\u00e4chstenliebe in Ordnung.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 8. November 1903)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war wegen des Verlustes meines guten Jesus sehr traurig und leidend; da sah ich Ihn nur kurz, und Er sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, deine Seele muss trachten, den Flug eines Adlers beizubehalten, d.h., hoch oben zu leben, \u00fcber all den niederen Dingen dieser Erde, und so hoch, dass kein Feind ihr schaden kann.<br \/>\nDenn wer hoch oben lebt, kann den Feinden schaden, doch ihm selbst kann kein Schaden zugef\u00fcgt werden. Und die Seele muss nicht nur hoch oben leben, sondern auch trachten, die Reinheit und Sch\u00e4rfe eines Adlerblickes zu besitzen. Obwohl sie in der H\u00f6he lebt, dringt ihr scharfer Blick in die G\u00f6ttlichen Dinge ein \u2013 nicht im Vor\u00fcbergehen, sondern sie kaut sie solange, bis sie ihre bevorzugte Nahrung daraus macht, und verachtet alles andere.<br \/>\nEbenso dringt sie auch in die Bed\u00fcrfnisse ihrer N\u00e4chsten ein und f\u00fcrchtet sich nicht, in ihre Mitte hinabzusteigen und ihnen Gutes zu tun, und wenn n\u00f6tig, gibt sie ihr Leben hin. Durch die Reinheit ihres Blickes macht sie aus der Liebe zu Gott und zum N\u00e4chsten eine einzige, indem sie alles f\u00fcr Gott richtigstellt.<br \/>\nSo muss die Seele sein, wenn sie Mir gefallen will.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 4. M\u00e4rz 1904)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin in meiner Betr\u00fcbnis sagte ich zu mir: \u201aIch erkenne mich nicht mehr, mein s\u00fc\u00dfes Leben, wo bist Du? Was sollte ich tun, um Dich wiederzufinden? Ohne Dich, meine Liebe, finde ich nicht die Sch\u00f6nheit, die mich schm\u00fcckt, die St\u00e4rke, die mich st\u00e4rkt, das Leben, das mich belebt, mir fehlt alles.<br \/>\nAlles ist Tod f\u00fcr mich, und das Leben selbst ohne Dich ist qualvoller als jeglicher Tod. Ach, es bedeutet st\u00e4ndiges Sterben. Komm, o Jesus, ich kann nicht mehr! O h\u00f6chstes Licht, komm, lass mich nicht mehr warten. Du l\u00e4sst mich die Ber\u00fchrungen deiner H\u00e4nde f\u00fchlen, doch wenn ich versuche, Dich zu fassen, entfliehst Du mir.<br \/>\nDu l\u00e4sst mich deinen Schatten sehen, und w\u00e4hrend ich in diesem Schatten die Majest\u00e4t und Sch\u00f6nheit meiner Sonne Jesus anzusehen versuche, verliere ich Schatten und Sonne.<br \/>\nO bitte, hab Mitleid! Mein Herz ist gequ\u00e4lt und in St\u00fccke gerissen, ich kann nicht mehr leben. Ach, k\u00f6nnte ich wenigstens sterben!\u2019 W\u00e4hrend ich das sagte, kam mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus kurz und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, Ich bin hier, in dir. Wenn du dich selbst erkennen willst, komm in Mich, und in Mir wirst du dich erkennen.<br \/>\nWenn du in Mich kommst, um dich zu erkennen, wirst du dich in die Ordnung stellen, denn in Mir wirst du dein Bild finden, von Mir gemacht und Mir \u00e4hnlich, du wirst alles finden, was n\u00f6tig ist, dieses Bild zu bewahren und zu versch\u00f6nern, und wenn du kommst, dich in Mir zu erkennen, wirst du auch den N\u00e4chsten in Mir erkennen, und da du siehst, wie Ich dich liebe und wie Ich den N\u00e4chsten liebe, wirst du zum Grad der wahren g\u00f6ttlichen Liebe aufsteigen, und alle Dinge, innerhalb und au\u00dferhalb von dir, werden die wahre Ordnung einnehmen, welche die g\u00f6ttliche Ordnung ist.<br \/>\nWenn du dich aber innerhalb deiner selbst erkennen willst, wirst du dich erstens nicht wahrhaft erkennen, da dir das g\u00f6ttliche Licht fehlt, und zweitens wirst du alle Dinge in Unordnung und gegeneinander sto\u00dfend finden: die Armseligkeit, die Schw\u00e4che, die Finsternisse, die Leidenschaften und alles \u00dcbrige.<br \/>\nEs wird die Unordnung sein, die du innerhalb und au\u00dferhalb von dir findest, denn diese Dinge werden nicht nur Krieg gegen dich f\u00fchren, sondern auch untereinander, um zu sehen, was dich am meisten verletzen kann; und stelle dir selbst vor, in welche Ordnung sie dich mit dem N\u00e4chsten versetzen werden.<br \/>\nUnd Ich will nicht nur, dass du dich in Mir erkennst, sondern wenn du dich an dich erinnern willst, musst du kommen, um es in Mir zu tun, sonst, wenn du dich ohne Mich an dich erinnern willst, wirst du mehr Schlechtes als Gutes tun.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 11; 2. November 1912)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Jesus wird dem Hohenpriester Hannas vorgestellt und von ihm \u00fcber seine Lehre und seine J\u00fcnger ausgefragt. Um den Vater zu verherrlichen, gibt er Antwort \u00fcber seine Lehre, aber nicht \u00fcber seine J\u00fcnger, um nicht gegen die Liebe zu versto\u00dfen. Sind wir unerschrocken und mutig, wenn es sich darum handelt, den Herrn zu verherrlichen, oder lassen wir uns von der Menschenfurcht besiegen?<br \/>\nImmer sollen wir die Wahrheit sagen, auch vor Personen von hohem Rang. Suchen wir in unseren Reden immer die Ehre Gottes? Ertragen wir alles mit Geduld wie Jesus, um den Herrn zu verherrlichen? Vermeiden wir es, vom N\u00e4chsten schlecht zu sprechen, und entschuldigen wir ihn, wenn andere so \u00fcber ihn reden?<br \/>\nJesus bewacht unser Herz. Bewachen auch wir das Herz Jesu, auf dass ihm keine Beleidigung zuteilwird, die wir nicht s\u00fchnen? Bewachen wir uns selbst in allem so, dass jeder unserer Gedanken, jeder Blick, jedes Wort, jede Neigung, jede Begierde, jeder Schlag unseres Herzens ebenso viele W\u00e4chter um Jesus bildet, die sein Herz beh\u00fcten und alle Beleidigungen von ihm abwehren?<br \/>\nBeten wir darum zu Jesus, dass er \u00fcber jede unserer Handlungen und \u00fcber unser eigenes Herz wache\u2026 (aus \u201eDie Stundenuhr der Passion Jesu Christi\u201c nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 2 bis 3 Uhr: Jesus von Hannas verh\u00f6rt, beschimpft und ins Angesicht geschlagen)<br \/>\n\u201eDu sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen N\u00e4chsten sollst du lieben wie dich selbst\u201c (Lk 10, 27)<br \/>\n\u201eWas bewegt dich, meine Tochter, Mich zu bitten, die Gesch\u00f6pfe nicht zu zu\u0308chtigen?\u201c<br \/>\nSofort antwortete ich: \u201eWeil sie deine Abbilder sind, und wenn die Gesch\u00f6pfe leiden mu\u0308ssen, wu\u0308rdest Du selber leiden.\u201c Und Jesus sagte seufzend zu mir: \u201eDie N\u00e4chstenliebe ist mir so teuer, dass du es nicht begreifen kannst.<br \/>\nDie Liebe ist einfach wie mein Wesen, das, obwohl unermesslich, doch h\u00f6chst einfach ist, sodass es keinen Ort gibt, wo sie nicht eindringt. So verbreitet sich die N\u00e4chstenliebe, einfach wie sie ist, u\u0308berall; sie achtet nicht darauf, ob einer Freund oder Feind, Bu\u0308rger oder Fremder ist, sie liebt alle.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 18. M\u00e4rz 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich in meinem gew\u00f6hnlichen Zustand war, kam der gebenedeite Jesus nur kurz und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, die wahre N\u00e4chstenliebe besteht darin, seinem N\u00e4chsten Gutes zu tun, und zwar deshalb, weil er mein Abbild ist. Jede N\u00e4chstenliebe, die dieses Umfeld verl\u00e4sst, kann nicht N\u00e4chstenliebe genannt werden.<br \/>\nWenn die Seele das Verdienst der N\u00e4chstenliebe erstrebt, darf sie niemals aus diesem Milieu heraustreten, in allem auf mein Abbild zu blicken. So wahr ist es, dass darin die wahre N\u00e4chstenliebe besteht, dass auch meine eigene N\u00e4chstenliebe sich nie aus dieser Sph\u00e4re hinausbewegt.<br \/>\nIch liebe das Gesch\u00f6pf insofern, als es mein Abbild ist, und wenn es dieses mein Abbild durch die Su\u0308nde entstellt, ist Mir nicht mehr danach, es zu lieben, sondern Ich verabscheue es.<br \/>\nIch erhalte die Pflanzen und Tiere nur insoweit, als sie meinen Abbildern dienen; Und das Gesch\u00f6pf muss sich ganz nach dem Beispiel seines Sch\u00f6pfers um\u00e4ndern (formen).\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 8. September 1905)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eGing zu ihm hin, goss \u00d6l und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte f\u00fcr ihn. Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge f\u00fcr ihn, und wenn du mehr f\u00fcr ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme\u201c (Lk 10, 34+35)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch lebte in Ketten, als Sklave des Teufels, verdammt zum ewigen Tod, ohne Hoffnung, wieder zum ewigen Leben aufleben zu k\u00f6nnen. Alles war verloren und seine Bestimmung zugrunde gegangen.<br \/>\nDiese Mutter lebte im Himmel, vereint mit dem Vater und dem Heiligen Geist, selig und glu\u0308cklich mit Ihnen; doch es schien, dass sie nicht zufrieden war \u2013 sie wollte ihre Kinder um sich, ihre teuren Abbilder, das sch\u00f6nste Werk ihrer H\u00e4nde.<br \/>\nW\u00e4hrend sie nun im Himmel war, waren ihre Augen auf den Menschen gerichtet, der auf Erden verloren war. Sie ist ganz damit besch\u00e4ftigt, wie sie diese ihre geliebten Kinder retten k\u00f6nne, und da sie sieht, dass diese Kinder die Gottheit auf keine Weise zufrieden stellen k\u00f6nnen, selbst nicht um den Preis jedes beliebigen Opfers, weil sie Ihr gegenu\u0308ber in gro\u00dfem Ma\u00dfe unterlegen sind, was tut diese mitleidsvolle Mutter da?<br \/>\nSie sieht, dass es kein anderes Mittel zur Rettung dieser Kinder gibt, als ihr eigenes Leben zu geben, um das ihre zu retten, und ihr Leid und Elend auf sich zu nehmen und alles zu tun, was sie fu\u0308r sich selbst tun sollten.<br \/>\nWas gedenkt sie zu tun? Diese liebende Mutter stellt sich vor die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit mit Tr\u00e4nen in ihren Augen, mit den zartesten Stimmen, mit den machtvollsten Begru\u0308ndungen, die ihr gro\u00dfmu\u0308tiges Herz ihr diktiert und spricht: \u201eIch bitte um Gnade fu\u0308r meine verlorenen Kinder, Ich habe nicht das Herz, sie von Mir getrennt zu sehen.<br \/>\nIch will sie um jeden Preis retten, und obwohl Ich keinen anderen Weg sehe, als mein Leben hinzugeben, will Ich es tun, wenn sie dafu\u0308r nur das ihre wieder erlangen k\u00f6nnen.<br \/>\nWas willst Du von ihnen? Wiedergutmachung? Ich werde fu\u0308r sie Ersatz leisten. Verherrlichung, Ehre? Ich verherrliche und ehre Dich fu\u0308r sie. Danksagung? Ich danke Dir fu\u0308r sie. Alles, was Du von ihnen willst, gebe Ich Dir fu\u0308r sie, wenn Ich sie nur bei Mir haben darf, damit sie [mit Mir] herrschen.\u201c<br \/>\nDie Gottheit ist bewegt, als Sie die Tr\u00e4nen und die Liebe dieser mitleidsvollen Mutter sieht, und von ihren starken Argumenten u\u0308berzeugt, fu\u0308hlt Sie sich angezogen, diese Kinder zu lieben.<br \/>\nDie G\u00f6ttlichen Personen weinen gemeinsam u\u0308ber ihr Unglu\u0308ck und beschlie\u00dfen u\u0308bereinstimmend, dass sie das Opfer des Lebens dieser Mutter annehmen, und voll befriedigt werden, um diese Kinder wieder zu gewinnen.<br \/>\nKaum ist das Dekret unterzeichnet, steigt sie sofort vom Himmel herab und kommt auf die Erde, legt ihre k\u00f6niglichen Gew\u00e4nder ab, die sie im Himmel hatte, kleidet sich mit den menschlichen Armseligkeiten, als w\u00e4re sie der elendste Sklave und lebt in der \u00e4u\u00dfersten Armut und inmitten unerh\u00f6rtesten Leiden, unter Schm\u00e4hungen, die der menschlichen Natur h\u00f6chst unertr\u00e4glich sind.<br \/>\nSie tut nichts anderes als zu weinen und fu\u0308r ihre geliebten Kinder einzutreten. Doch was am meisten bei dieser Mutter und diesen Kinder verwundert, ist dies: w\u00e4hrend sie diese Kinder so sehr liebt, tun jene das Gegenteil, anstatt diese Mutter mit offenen Armen zu empfangen, die zu ihrer Rettung gekommen ist.<br \/>\nNiemand will sie aufnehmen oder anerkennen, sondern sie lassen sie umherwandern, verachten sie und beginnen Pl\u00e4ne zu schmieden, wie sie diese so zar-te Mutter t\u00f6ten k\u00f6nnten, die sie so leidenschaftlich liebt.<br \/>\nWas wird jene z\u00e4rtliche Mutter tun, wenn sie diese so geringe Entsprechung ihrer undankbaren Kinder sieht? Wird sie aufh\u00f6ren? Ach, nein! Im Gegenteil, sie entbrennt noch mehr in Liebe zu ihnen und l\u00e4uft von einem Ort zum anderen, um sie in ihrem Scho\u00df zu vereinen!<br \/>\nO, wie plagt und bemu\u0308ht sie sich, dass sie sogar Blut schwitzt, nicht nur Wasser! Sie erlaubt sich keinen Augenblick Ruhe, sie ist stets dabei, ihre Erl\u00f6sung zu bewirken, sie sorgt fu\u0308r all ihre Bedu\u0308rfnisse, sie schafft Abhilfe fu\u0308r all ihre \u00dcbel, die vergangenen, gegenw\u00e4rtigen und zuku\u0308nftigen; kurz, es gibt nichts, das sie nicht zu ihrem Wohl ordnet und verfu\u0308gt.<br \/>\nDoch was tun diese Kinder? Haben sie etwa ihren Undank bereut, mit dem sie sie aufnahmen? Haben sie ihr Denken zugunsten dieser Mutter ge\u00e4ndert? Ach nein! Sie blicken sie b\u00f6se an, entehren sie mit gemeinsten Verleumdungen, bereiten ihr Schande, Schm\u00e4hungen und Besch\u00e4mung, schlagen sie mit allen Arten von Gei\u00dfeln, machen aus ihr eine einzige Wunde, und lassen sie schlie\u00dflich den sch\u00e4ndlichsten Tod sterben, den es geben kann, inmitten grausamer Kr\u00e4mpfe und Schmerzen.<br \/>\nDoch was tut diese Mutter inmitten so vieler Leiden? Wird sie vielleicht diese so liederlichen und arroganten Kinder hassen? Ach, nein \u2013 nie! Dann liebt sie sie noch leidenschaftlicher denn je, und bietet ihre Leiden fu\u0308r ihre Erl\u00f6sung an, und tut ihren letzten Atemzug mit einem Wort des Friedens und der Vergebung.<br \/>\nO, meine sch\u00f6ne Mutter! O teure Hoffnung, wie liebenswu\u0308rdig bist du in dir selbst \u2013 ich liebe dich! Halte mich immer auf deinem Scho\u00df, und ich werde die Glu\u0308cklichste auf der Welt sein!<br \/>\nW\u00e4hrend ich entschlossen bin, meine Rede u\u0308ber die Hoffnung zu beenden, ert\u00f6nt eine Stimme von u\u0308berallher um mich herum und sagt: \u201eDie Hoffnung enth\u00e4lt alle Gu\u0308ter, sowohl gegenw\u00e4rtige als auch zuku\u0308nftige, und jemand, der auf ihrem Scho\u00df lebt und auf ihre Knie erhoben ist, erh\u00e4lt alles, was immer er will.<br \/>\nWas m\u00f6chte die Seele? Verherrlichung, Ehre? Die Hoffnung wird ihr die ganze Ehre und gr\u00f6\u00dfte Glorie auf Erden bei allen Menschen verleihen, und im Himmel wird sie sie ewig verherrlichen. M\u00f6chte sie vielleicht Reichtu\u0308mer?<br \/>\nO! Diese Mutter, die Hoffnung, ist \u00e4u\u00dferst reich, und was noch mehr ist, indem sie ihren Kindern diese Gu\u0308ter gibt, nehmen ihre Reichtu\u0308mer nicht im geringsten ab. Zudem sind diese Reichtu\u0308mer nicht flu\u0308chtig und verg\u00e4nglich, sondern ewig.<br \/>\nWill sie Vergnu\u0308gen, Befriedigungen? Ach, ja! Diese Hoffnung enth\u00e4lt alle m\u00f6glichen Freuden und Geschm\u00e4cker in sich, die es im Himmel und auf Erden geben kann, sodass ihr niemand je gleichen k\u00f6nnen wird; und eine Seele, die sich an ihrer Brust n\u00e4hrt, kostet [die Reichtu\u0308mer] bis zur S\u00e4ttigung, und wie glu\u0308cklich und zufrieden ist sie!<br \/>\nM\u00f6chte sie gelehrt und weise sein? Diese Mutter Hoffnung enth\u00e4lt die erhabensten Wissenschaften in sich, sie ist die Lehrerin aller Lehrer, und jemand, der sich von ihr belehren l\u00e4sst, erwirbt die Wissenschaft wahrer Heiligkeit.\u201c<br \/>\nMit einem Wort, die Hoffnung versorgt uns mit allem; wenn jemand schwach ist, verleiht sie ihm St\u00e4rke; wenn jemand befleckt ist, hat die Hoffnung die Sakramente eingesetzt und in ihnen das Bad fu\u0308r seine Su\u0308nden bereitet.<br \/>\nWenn jemand hungrig oder durstig ist, gibt uns diese mitleidsvolle Mutter die sch\u00f6nste und k\u00f6stlichste Speise, welche aus ihrem wohlschmeckendsten Fleisch besteht, und als Trank ihr kostbarstes Blut. Was kann diese friedenstiftende Mutter der Hoffnung noch mehr tun?<br \/>\nUnd wer anderer kommt ihr je gleich? Ach, sie allein hat Himmel und Erde vers\u00f6hnt, die Hoffnung hat Glaube und Liebe mit sich vereint und jenen unaufl\u00f6slichen Ring zwischen menschlicher und G\u00f6ttlicher Natur gebildet. Doch wer ist diese Mutter?<br \/>\nWer ist diese Hoffnung? Es ist Jesus Christus, der unsere Erl\u00f6sung wirkte und die Hoffnung des verirrten Menschen darstellt.).\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 14. Oktober 1899)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":88083,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-61188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61188\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}