{"id":61246,"date":"2026-07-16T20:00:29","date_gmt":"2026-07-16T18:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/freitag-der-15-woche-im-jahreskreis-mt-121-8\/"},"modified":"2026-07-17T06:43:32","modified_gmt":"2026-07-17T04:43:32","slug":"freitag-der-15-woche-im-jahreskreis-mt-121-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/freitag-der-15-woche-im-jahreskreis-mt-121-8\/","title":{"rendered":"Freitag der 15. Woche im Jahreskreis (Mt 12,1-8)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine J\u00fcnger hatten Hunger; sie rissen deshalb \u00c4hren ab und a\u00dfen davon. 2Die Pharis\u00e4er sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine J\u00fcnger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.<br \/>\n3Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren &#8211; 4wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote a\u00dfen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?<br \/>\n5Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? 6Ich sage euch: Hier ist einer, der gr\u00f6\u00dfer ist als der Tempel.<br \/>\n7Wenn ihr begriffen h\u00e4ttet, was das hei\u00dft: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann h\u00e4ttet ihr nicht Unschuldige verurteilt; 8denn der Menschensohn ist Herr \u00fcber den Sabbat.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eWenn ihr begriffen h\u00e4ttet, was das hei\u00dft: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann h\u00e4ttet ihr nicht Unschuldige verurteilt\u201c (Mt 12,7)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchlte mich wegen der Beraubungen meines s\u00fc\u00dfen Jesus ganz bedr\u00fcckt. O Gott, welches Leid ohne Erbarmen, ohne Erleichterung, ohne Unterst\u00fctzung!<br \/>\nFehlt Jesus, dann fehlt alles, und man sp\u00fcrt, dass das Leben Dessen fehlt, der Leben geben kann. Es ist ein Schmerz, der das arme menschliche Wesen ganz in Stimmen verwandelt, die nach Dem rufen, der ihm das Leben geben kann, ein Schmerz gleichsam aus Licht, der mit gr\u00f6\u00dferer Klarheit enth\u00fcllt, wer Jesus ist.<br \/>\nDoch als ich in dieser harten Pein seiner Beraubung schwamm, kam noch eine weitere dazu, die meinen armen Geist qu\u00e4lte: man hatte mir von Zweifeln an meinen Schriften berichtet, weil dort geschrieben stand, dass Jesus mich gek\u00fcsst und umarmt hatte und fast t\u00e4glich zu mir gekommen war.<br \/>\nMein armer Geist hielt dem nicht stand, und ich sprach Albernheiten: \u2018Du siehst, meine Liebe, was dabei herauskommt, wenn Du Dich nicht allen zeigst und kundtust.<br \/>\nT\u00e4test Du das, dann w\u00fcrden sie sich so verstricken, dass sie nicht ohne Dich sein k\u00f6nnten, und auch Dich so einwickeln, dass Du nicht ohne sie sein kannst.\u2019 Ich f\u00fchlte mich von Zweifeln und \u00c4ngsten gemartert, die ich nicht aufschreiben brauche. Da sprach Jesus, der Mitleid mit mir hatte, voller G\u00fcte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, beruhige dich, beruhige dich. Du wei\u00dft, dass Ich niemals Zweifel und \u00c4ngste in dir duldete, die alte Lumpen des menschlichen Willens sind.<br \/>\nWo mein G\u00f6ttliches Fiat regiert, erlaubt Es diese Armseligkeiten nicht, da Es von Natur aus Friede und Sicherheit ist, und macht die Seele, die sich unter die Herrschaft seines Lichtes stellt, ebenso [friedlich].<br \/>\nDaher w\u00fcnsche Ich von dir nur, dass dein Atem, dein Herzschlag und dein ganzes Wesen nichts anderes als mein Wille und Liebe sei. Liebe und G\u00f6ttlicher Wille stellen zusammen die gr\u00f6\u00dfte Opfergabe und die sch\u00f6nste Huldigung dar, die das Gesch\u00f6pf seinem Sch\u00f6pfer darbringen kann, den Akt, der unserem Akt am \u00e4hnlichsten ist.<br \/>\nBleiben wir daher dabei, einander stets zu lieben und unsere Liebe nie zu unterbrechen. Es gibt im Himmel und auf Erden nichts Gr\u00f6\u00dferes als einen G\u00f6ttlichen Willen, der stets vollbracht, und eine Liebe, die nie unterbrochen wird.<br \/>\nDies ist allein die Eigenschaft unser G\u00f6ttlichen Wesens und der Seele, die sich in die Gewalt unseres Willens begibt. Warum, meine Tochter, bist du zudem wegen ihrer Worte so betr\u00fcbt?<br \/>\nIch bin der Urheber der Gesetze, und niemand kann Mich einem Gesetz unterstellen, daher tue Ich, was Ich will und was Mir am meisten wohlgef\u00e4llt. \u00dcber die Seelen zu verf\u00fcgen, und dieser Person diesen Plan, jener anderen einen anderen Plan von Mir anzuvertrauen \u2013 dies ist ein Recht, das Ich Mir selbst vorbehalten habe. Und \u00fcberdies, was wiegt schwerer?<br \/>\nDass sie Mich t\u00e4glich im Sakrament empfangen, dass Ich durch ihren Mund eingehe und in den Magen hinabsteige \u2013 vielleicht sogar in Seelen, die voller Leidenschaften sind, um ihnen mein Leben mitzuteilen und mein Blut mit ihrem Blut zu vermischen \u2013 oder einer Seele einen Kuss und eine Umarmung zu geben, die Mich liebt und nur f\u00fcr Mich lebt?<br \/>\nO wie wahr ist es, dass die menschliche Sichtweise kurz[sichtig] ist und dass sie Gro\u00dfes klein und Kleines gro\u00df machen, blo\u00df weil dies nicht allen gel\u00e4ufig ist.<br \/>\n\u00dcberdies war alles, was sich zwischen dir und Mir ereignete, die vielen Vertraulichkeiten, meine \u00fcbergro\u00dfe Liebe und meine wiederholten Besuche, f\u00fcr die Gabe meines G\u00f6ttlichen Willens notwendig, den Ich durch dich bekannt machen sollte.<br \/>\nW\u00e4re Ich nicht so oft gekommen, wie h\u00e4tte Ich dir so viel \u00fcber meinen G\u00f6ttlichen Willen mitteilen k\u00f6nnen? H\u00e4tte Ich nicht meinen Wohnsitz in deinem Herzen als meinen lebenden Tempel aufgeschlagen, w\u00e4ren meine Unterweisungen nicht so anhaltend gewesen.<br \/>\nDeshalb sollten sie verstehen, dass alles, was Ich an deiner Seele tat, meinem G\u00f6ttlichen Willen dienen musste, Der alles verdient.<br \/>\nSo sollten sie, wenn sie von meinen vielen liebevollen Herablassungen h\u00f6ren, begreifen, wie sehr Ich den Menschen liebe und ihn lieben kann, um ihn zu meiner reinen Liebe zu erheben und zum vollen Vertrauen, das er seinem liebenden Sch\u00f6pfer entgegenbringen muss&#8230;\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 28; 2. Juni 1930)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201cDer Menschensohn ist Herr \u00fcber den Sabbat\u201c (Mt 12,7)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesu Beraubungen dauern an, Er erscheint h\u00f6chstens wie ein fl\u00fcchtiger Blitz, und w\u00e4hrend man glaubt, es wird hell, bleibt man in noch mehr Dunkelheit als zuvor.<br \/>\nNun, inmitten dieser Bitterkeit seiner Beraubung, zeigte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren, wie Er ganz mit Schreiben besch\u00e4ftigt war \u2013 nicht mit einer Feder, sondern mit seinem Finger, der Lichtstrahlen aussandte; dieses Licht diente Ihm als Feder, um auf dem Grund meiner Seele zu schreiben.<br \/>\nIch wollte Ihm alles M\u00f6gliche \u00fcber meine arme Seele erz\u00e4hlen, doch Er legte seinen Finger an die Lippen und deutete mir zu schweigen, da Er nicht abgelenkt werden wollte. Als Er dann fertig war, sagte Er zu mir:<br \/>\n\u201eTochter meines H\u00f6chsten Wollens, Ich schreibe in deine Seele das Gesetz meines Willens und das Gute, das Er bringt. Zuerst m\u00f6chte Ich es in deine Seele einschreiben, und dann werde Ich es dir nach und nach erkl\u00e4ren.\u201d<br \/>\nUnd ich: \u201eMein Jesus, ich m\u00f6chte Dir \u00fcber den Zustand meiner Seele berichten \u2013 o, wie schlecht f\u00fchle ich mich! Sag mir, warum verl\u00e4sst Du mich? Was soll ich tun, um Dich nicht zu verlieren?\u201d<br \/>\nUnd Jesus: \u201eBetr\u00fcbe dich nicht, meine Tochter. Du musst wissen, als Ich auf die Erde kam, wollte Ich die alten Gesetze abschaffen und andere vervollkommnen.<br \/>\nDoch obwohl Ich sie abschaffte, nahm Ich Mich nicht davon aus, jene Gesetze zu beobachten, sondern Ich beobachtete sie auf vollkommenere Weise als die anderen.<br \/>\nDoch da Ich in Mir das alte und das neue [Gesetz] vereinigen sollte, wollte Ich sie beobachten, um den alten Gesetzen ihre Erf\u00fcllung zu geben und ihnen das Siegel der Abschaffung aufzupr\u00e4gen.<br \/>\nIch wollte dem neuen Gesetz den Anfang geben, f\u00fcr dessen Einsetzung Ich auf die Erde kam \u2013 ein Gesetz der Gnade und der Liebe \u2013 wodurch Ich alle Opfer in Mir einschloss, da Ich der wahre und einzige Geopferte sein sollte. So waren alle anderen Opfer nicht mehr notwendig, denn da Ich Mensch und Gott war, war dies mehr als ausreichend, um f\u00fcr alle Gen\u00fcge zu tun.<br \/>\nNun, meine geliebte Tochter, da Ich aus dir ein vollkommeneres Abbild von Mir machen und eine so edle und g\u00f6ttliche Heiligkeit begr\u00fcnden m\u00f6chte, n\u00e4mlich das \u201eFIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden\u201c, so will Ich in dir alle Seelenzust\u00e4nde konzentrieren, die es bisher auf dem Weg der Heiligkeit gegeben hat, und [im Ma\u00df,] wie du diese [aszetischen Praktiken dieser Seelenzust\u00e4nde] erleidest und zugleich deine Akte in meinem Willen tust, verleihe Ich ihnen die Erf\u00fcllung, die Krone, Ich versch\u00f6nere sie und dr\u00fccke mein Siegel darauf.<br \/>\nAlles muss in meinem Willen vollendet werden, und wo die anderen Heiligkeiten aufh\u00f6ren, hat die Heiligkeit meines Willens, da sie edel und g\u00f6ttlich ist, ihren Anfang und h\u00e4lt alle anderen Heiligkeiten als ihren Fu\u00dfschemel. Lass Mich deshalb machen, lass Mich mein Leben und das, was Ich mit so viel Liebe bei der Erl\u00f6sung gewirkt habe, wiederholen.<br \/>\nNun will Ich es mit noch gr\u00f6\u00dferer Liebe in dir wiederholen, um [in dir] den Anfang der Gabe des Lebens in meinem Willen zu begr\u00fcnden, sodass seine Gesetze bekannt werden; doch w\u00fcnsche Ich, dass dein Wille mit dem Meinen vereint und in Ihn versenkt sei.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 16; 8. November 1923)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eDies war die Substanz, die Frucht der Sch\u00f6pfung: unser Wille sollte in der Seele des Menschen unser Leben heranbilden. Mit diesem Leben schenkten Wir dem Menschen alles, es gab nichts, was er noch gebraucht h\u00e4tte, das er nicht in diesem unseren Willen finden h\u00e4tte k\u00f6nnen.<br \/>\nMan kann sagen, dass der Mensch alles zur Verf\u00fcgung gehabt h\u00e4tte, was er nur wollte: Hilfe, Kraft, Heiligkeit, Licht, alles wurde in seine Macht gegeben. Mein Wille \u00fcbernahm die Verpflichtung, ihm alles zu gew\u00e4hren, was er wollte, solange der Mensch Ihm nur die Herrschaft \u00fcberlie\u00dfe und in seiner Seele eine Wohnung g\u00e4be.<br \/>\nDaher war es nicht notwendig, Sakramente einzusetzen, als der Mensch erschaffen wurde, da dieser in meinem Willen den Ursprung und das Leben aller G\u00fcter besa\u00df; somit hatten die Sakramente als Hilfsmittel, Heilmittel und Mittel zur Vergebung keine Daseinsberechtigung.<br \/>\nDoch als der Mensch diesen unseren Willen zur\u00fcckwies, zog sich Dieser zur\u00fcck, und der Mensch blieb ohne g\u00f6ttliches Leben und dessen n\u00e4hrende Kraft, ohne den kontinuierlichen Akt, mit dem er stets neues und anwachsendes Leben empfing.<br \/>\nWenn er nicht g\u00e4nzlich starb, dann aufgrund der Wirkungen, die ihm mein G\u00f6ttlicher Wille je nach seiner Disposition, den Umst\u00e4nden und Zeiten schenkte. Da nun unsere Vaterg\u00fcte sah, dass der Mensch immer tiefer st\u00fcrzte, gab Er ihm als Unterst\u00fctzung und Hilfe das Gesetz als Richtschnur f\u00fcr sein Leben.<br \/>\nBei seiner Erschaffung hatte Er ihm n\u00e4mlich weder Gesetze noch etwas anderes gegeben, nur meinen G\u00f6ttlichen Willen, der ihm best\u00e4ndig Leben spendete und ihm somit unser g\u00f6ttliches Gesetz in sein Wesen legte.<br \/>\nDies sollte der Mensch in sich selbst als eigenes Leben wahrnehmen, ohne dass Wir ihm etwas sagen oder befehlen mussten, umso mehr als es dort, wo mein Wille regiert, weder Gesetze noch Befehle gibt.<br \/>\nGesetze sind f\u00fcr Diener und Rebellen, nicht f\u00fcr die Kinder. Zwischen Uns und denen, die in unserem Willen leben, regelt sich alles in Liebe. Doch trotz des ganzen Gesetzeswerkes wurde der Mensch nicht erneuert.<br \/>\nDa aber unser Ideal in der Sch\u00f6pfung der Mensch war, und nur f\u00fcr ihn alles geschaffen wurde, wollte Ich mitten unter sie auf die Erde kommen.<br \/>\nUm ihnen noch wirksamere Hilfen, noch heilsamere Medizin, sicherere Mittel, machtvollere Hilfen zu geben, setzte Ich die Heiligen Sakramente ein.<br \/>\nDiese sind zu bestimmten Zeiten und Umst\u00e4nden wirksam, je nach der Disposition der Seelen, als Wirkungen und Werke meines G\u00f6ttlichen Willens.<br \/>\nDoch wenn die Seele trotz all dieser gro\u00dfen G\u00fcter nicht den G\u00f6ttlichen Willen als Leben in sich eintreten l\u00e4sst, wird sie stets ihre Armseligkeiten haben, ein mittelm\u00e4\u00dfiges Leben f\u00fchren und lebhaft ihre Leidenschaften versp\u00fcren.<br \/>\nDie Heiligkeit, ja selbst ihr Heil werden stets gef\u00e4hrdet sein, denn nur mein Wille, der sich als kontinuierliches Leben schenkt, bildet einen sanften Bann gegen Leidenschaften und Erb\u00e4rmlichkeiten.<br \/>\nEr formt in der Seele die entgegengesetzten Akte der Heiligkeit, der Kraft, des Lichtes, der Liebe f\u00fcr die \u00dcbel der Seele, sodass der menschliche Wille den s\u00fc\u00dfen Zauber wahrnimmt.<br \/>\nDann f\u00fchlt dieser in seinen \u00dcbeln die Sch\u00f6nheit, G\u00fcte und Heiligkeit des kontinuierlichen Aktes des Lebens, das mein Wille der Seele unter seiner lieblichen und s\u00fc\u00dfen Herrschaft gibt. Und sie l\u00e4sst Ihn an sich tun, was Er will.<br \/>\nIn der Tat, ein kontinuierlicher Akt, der immerw\u00e4hrendes Leben gibt, kann niemals von anderen Akten, Hilfen und Mitteln erreicht werden, wie stark und heilig sie auch seien, um das Gute zu tun, das ein kontinuierlicher Akt bewirken kann.<br \/>\nDarum kann die Seele sich selbst nichts Schlimmeres antun, noch unserer Vaterg\u00fcte ein gr\u00f6\u00dferes Unrecht zuf\u00fcgen, als wenn sie unseren Willen nicht in sich herrschen l\u00e4sst.<br \/>\nSt\u00fcnde es in ihrer Macht, w\u00fcrde sie Uns dazu veranlassen, die ganze Sch\u00f6pfung zu vernichten, weil der Mensch n\u00e4mlich dazu geschaffen wurde, unsere Wohnst\u00e4tte zu sein; und nicht nur er allein, sondern Wir haben das Recht, alle geschaffenen Dinge, Himmel, Sonne, Erde, alles \u2013 die ja alles Werke sind, die aus unserer H\u00f6chsten Erhabenheit hervorgegangen sind \u2013 zu bewohnen; indem Wir in ihnen leben, bewahren Wir diese Werke in sch\u00f6nem Schmuck und stets neu, als w\u00fcrden Wir sie gerade ins Dasein treten lassen.<br \/>\nWenn nun der Mensch nicht unseren Willen tut, wirft er Uns aus unserer Wohnst\u00e4tte hinaus. Wir gleichen einem reichen Herrn, der sich einen gro\u00dfen, sch\u00f6nen Palast bauen m\u00f6chte.<br \/>\nNach der Fertigstellung will er in ihn einziehen, doch man schl\u00e4gt ihm die T\u00fcren vor der Nase zu und bewirft ihn mit Steinen, sodass er nicht einmal einen Fu\u00df hinein setzen kann.<br \/>\nDa er nun unm\u00f6glich in dieser Residenz leben kann, die er sich errichtet hat, w\u00fcrde diese nicht verdienen, dass ihr Erbauer sie [wieder] zerst\u00f6rt? Doch er tut es nicht, weil er sein Werk liebt. Er wartet und wartet, ob er die Wohnst\u00e4tte vielleicht in Liebe besiegen kann, und sie ihm von sich aus die T\u00fcren \u00f6ffnet, damit er eintrete und frei darin wohne.<br \/>\nIn eine solche Lage bringt Uns die Seele, die unseren Willen nicht in sich regieren l\u00e4sst: sie schlie\u00dft Uns die T\u00fcren vor der Nase zu und bewirft Uns mit den Steinen ihrer Schuld. Wir aber warten mit unbesiegter und g\u00f6ttlicher Geduld.<br \/>\nUnd da die Seele unseren Willen nicht als Leben in sich will, spenden Wir ihr aus Vaterg\u00fcte seine Wirkungen, das sind die Gesetze, die Sakramente, das Evangelium, die Hilfen meiner Beispiele und Gebete.<br \/>\nDoch keines dieser gro\u00dfen Wohltaten kann dem gro\u00dfen Gut gleichen, das mein Wille als unverlierbares Leben der Seele wirken kann, denn Er ist alles zugleich: Gesetze, Sakramente, Evangelium, Leben. Alles bedeutet, dass Er alles geben kann und alles besitzt.<br \/>\nDas gen\u00fcgt, um den gro\u00dfen Unterschied zwischen meinem Willen als st\u00e4ndigem Leben im Gesch\u00f6pf und seinen Wirkungen zu begreifen, die Er selbst in den Sakramenten nicht fortw\u00e4hrend hervorbringen kann, sondern je nach Umst\u00e4nden und Zeiten.<br \/>\nObwohl [auch] die Wirkungen gro\u00dfe Wohltaten bewirken m\u00f6gen, k\u00f6nnen sie doch nie an all jene Sch\u00e4tze heranreichen, die das Leben meines in der Seele regierenden und herrschenden Willens hervorbringen kann.<br \/>\nSei daher aufmerksam, meine Tochter, und lass Ihn in heiliger Freiheit in deiner Seele tun, was Er will.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 30; 30. Mai 1932)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-61246","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61246"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61246\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}