{"id":62458,"date":"2025-10-19T21:00:03","date_gmt":"2025-10-19T19:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/montag-der-29-woche-im-jahreskreis-lk-1213-21\/"},"modified":"2025-10-19T21:26:07","modified_gmt":"2025-10-19T19:26:07","slug":"montag-der-29-woche-im-jahreskreis-lk-1213-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/montag-der-29-woche-im-jahreskreis-lk-1213-21\/","title":{"rendered":"Montag der 29. Woche im Jahreskreis (Lk 12,13-21)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. 14Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?<br \/>\n15Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, h\u00fctet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines gro\u00dfen Verm\u00f6gens im \u00dcberfluss lebt. 16Und er erz\u00e4hlte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.<br \/>\n17Da \u00fcberlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich wei\u00df nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. 18Schlie\u00dflich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abrei\u00dfen und gr\u00f6\u00dfere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorr\u00e4te unterbringen.<br \/>\n19Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen gro\u00dfen Vorrat, der f\u00fcr viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens! 20Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zur\u00fcckfordern. Wem wird dann all das geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast?<br \/>\n21So geht es jedem, der nur f\u00fcr sich selbst Sch\u00e4tze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eDann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, h\u00fctet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines gro\u00dfen Verm\u00f6gens im \u00dcberfluss lebt\u201c (Lk 12,15)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Danach fu\u0308hlte ich mich au\u00dferhalb meiner selbst, zusammen mit Jesus. Dort waren viele Leute, manche strebten nach Reichtum, manche nach Ehre oder Ruhm, und manche sogar nach Heiligkeit und nach vielen anderen Dingen \u2013 doch nicht fu\u0308r Gott, sondern eher, um von den Gesch\u00f6pfen als jemand besonderer angesehen zu werden.<br \/>\nJesus wandte sich zu ihnen, schu\u0308ttelte den Kopf und sagte: \u201eT\u00f6richte, die ihr seid \u2013 ihr bereitet das Netz, um euch selbst darin zu verstricken.\u201c<br \/>\nDann wandte Er sich zu mir und sagte:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, deshalb ist das erste, was ich dir empfehle, die Losl\u00f6sung von allen Dingen, und auch von den Menschen selbst. Wenn die Seele sich von allem losgel\u00f6st hat, muss sie sich nicht Gewalt antun, um allen irdischen Dingen, welche die Seele von sich aus umgeben, fern zu bleiben.<br \/>\nDa sich diese nicht beachtet, ja sogar verachtet sehen, sagen sie ihr Adieu und verlassen sie, ohne sie noch weiter zu bel\u00e4stigen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 2; 23. Mai 1899)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich in meinem gewohnten Zustand war, befand ich mich zusammen mit dem gebenedeiten Jesus, der ein B\u00fcndel von Kreuzen und Dornen in seinen Armen trug, ganz m\u00fcde und ersch\u00f6pft. Als ich Ihn in diesem Zustand sah, fragte ich: \u201eHerr, zu welchem Zweck m\u00fchst Du Dich so sehr mit diesem B\u00fcndel in den Armen ab?\u201c<br \/>\nUnd Er: \u201eMeine Tochter, dies sind die Kreuze der Entt\u00e4uschung, die Ich stets bereithalte, um die Gesch\u00f6pfe zu ern\u00fcchtern.\u201c<br \/>\nAls Er dies sagte, befanden wir uns mitten unter Menschen, und sobald der gebenedeite Jesus einen sah, der sich an die Gesch\u00f6pfe h\u00e4ngte, nahm Er das Kreuz der Verfolgung aus diesem B\u00fcndel und gab es ihm; und als sich diese Person verfolgt und unbeliebt sah, war sie entt\u00e4uscht und begriff, was die Gesch\u00f6pfe waren, und dass Gott allein verdient, geliebt zu werden.<br \/>\nWenn jemand dem Reichtum gegen\u00fcber anh\u00e4nglich wurde, nahm Jesus aus diesem B\u00fcndel das Kreuz der Armut und reichte es ihm; und als jener sah, dass sich seine Reicht\u00fcmer zerschlagen hatten und er nun arm war, verstand er, dass alles hier unten Rauch ist und die wahren Reicht\u00fcmer jene sind, die ewig bleiben, und so h\u00e4ngte er sein Herz an alles, was ewig ist.<br \/>\nWenn jemand anderer an seine Selbstsch\u00e4tzung und an Wissen gebunden war, nahm der gebenedeite Jesus voller Milde das Kreuz der Verleumdungen und Dem\u00fctigungen und gab es ihm; und jener, besch\u00e4mt und verleumdet, nahm sich gleichsam eine Maske ab und verstand seine eigene Nichtigkeit, sein Wesen und ordnete sein ganzes Inneres in der Ordnung auf Gott hin und nicht mehr auf sich selbst. Und so war es mit allen anderen Kreuzen.<br \/>\nDann sprach mein gebenedeiter Jesus: \u201eHast du den Grund gesehen, weshalb Ich dieses B\u00fcndel von Kreuzen in meinen Armen trage? Die Liebe zu den Gesch\u00f6pfen zwingt Mich dazu, der Ich in st\u00e4ndiger Bereitschaft f\u00fcr sie bin.<br \/>\nTats\u00e4chlich, das Kreuz ist die erste Ern\u00fcchterung und das Erste, das die Werke der Gesch\u00f6pfe richtet, sodass, wenn das Gesch\u00f6pf sich ergibt, das Kreuz bewirkt, dass die Seele das Gericht Gottes umgehen kann, da Ich befriedigt bin, wenn sich jemand w\u00e4hrend seines Lebens dem Urteil des Kreuzes unterwirft.<br \/>\nWenn er sich dann aber nicht ergibt, wird er sich in der Sph\u00e4re der zweiten Ern\u00fcchterung des Todes wiederfinden und mit h\u00e4rterer Strenge von Gott gerichtet werden; umso mehr, da er dem Urteil des Kreuzes ausgewichen ist, welches ein Gericht voller Liebe ist.\u201c<br \/>\nDann verschwand Er, und ich verstand auch, dass es zwar stimmt, dass Jesus das Kreuz liebt, doch oft ist es der Mensch selbst, der Jesus antreibt und provoziert, ihm das Kreuz zu geben; denn wenn der Mensch geordnet w\u00e4re, in Ordnung mit Gott, mit sich selbst und mit den Gesch\u00f6pfen, w\u00e4re der Herr, keine Unordnung in ihm erblickend, befriedigt und w\u00fcrde ihm Frieden verleihen. (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 4; 5. M\u00e4rz 1903)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte an die Passion meines s\u00fc\u00dfen Jesus und f\u00fchlte mir diese Leiden so nahe, als w\u00fcrde Er sie gerade jetzt erleiden; da blickte Er mich an und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, Ich litt alle Peinen in meinem Willen, und als Ich sie litt, \u00f6ffneten sie in meinem Willen ebenso viele Wege, um jedes Gesch\u00f6pf zu erreichen.<br \/>\nH\u00e4tte Ich nicht in meinem Willen gelitten, der alles miteinschlie\u00dft, so w\u00e4ren meine Leiden nicht zu dir und zu jedem gelangt, sondern w\u00e4ren in meiner Menschheit geblieben.<br \/>\nDa Ich sie jedoch in meinem Willen erlitt, taten sie nicht nur so viele Wege von Mir zu ihnen hin auf, sondern \u00f6ffneten ebenso viele andere, damit die Seelen in Mich eintreten konnten, um sich mit diesen Leiden zu vereinigen, und damit Mir jede Seele die Pein zuf\u00fcge, die sie Mir mit ihren Beleidigungen im Laufe aller Jahrhunderte zuf\u00fcgen sollte.<br \/>\nW\u00e4hrend Ich unter dem Sturm der Schl\u00e4ge war, brachte mein Wille Mir jedes Gesch\u00f6pf nahe, dass es Mich schlage; so waren es nicht nur die Schergen, die Mich gei\u00dfelten, sondern die Gesch\u00f6pfe aller Zeiten, die mit ihren S\u00fcnden an der barbarischen Gei\u00dfelung mitwirken sollten; und so war es auch in all den anderen Leiden: mein Wille brachte Mir alle, niemand entzog sich dem Aufruf.<br \/>\nAlle waren Mir gegenw\u00e4rtig, niemand entging Mir. Deshalb waren meine Leiden um vieles h\u00e4rter und vielf\u00e4ltiger als jene sichtbaren!<br \/>\nWenn du also m\u00f6chtest, dass die Aufopferung meiner Leiden, dein Mitleid, deine Wiedergutmachung und deine kleinen Leiden nicht nur zu Mir gelangen, sondern denselben Weg wie die Meinigen nehmen, dann lasse alles in meinen Willen eingehen, und alle Generationen werden die Wirkungen davon erfahren.<br \/>\nUnd dies betrifft nicht nur meine Leiden, sondern auch meine Worte, denn in meinem Willen gesprochen, erreichten sie alle; wie zum Beispiel, als Pilatus Mich fragte, ob Ich ein K\u00f6nig sei, und Ich ihm antwortete: \u201eMein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt w\u00e4re, so w\u00fcrden Millionen von Engelslegionen Mich verteidigen.\u201d<br \/>\nAls Mich Pilatus so arm, gedem\u00fctigt und verachtet sah, wunderte er sich und sagte mit gr\u00f6\u00dferem Nachdruck: \u201eWie, Du bist ein K\u00f6nig?\u201d<br \/>\nUnd Ich erwiderte ihm und allen, die sich wie er in einer Machtposition befinden, mit Festigkeit: \u201eIch bin ein K\u00f6nig und bin dazu in die Welt gekommen, die Wahrheit zu lehren, und die Wahrheit ist dies, dass es keineswegs hohe Posten, Reiche, W\u00fcrden und Befehlsgewalt sind, die den Menschen zum Herrscher machen, ihn adeln und \u00fcber alle erheben; dies ist vielmehr Sklaverei und Elend und unterwirft ihn niedrigen Leidenschaften und ungerechten Menschen, sodass auch er viele ungerechte Akte begeht, die ihn entw\u00fcrdigen, beschmutzen und ihm den Hass seiner Untergebenen zuziehen.<br \/>\nSo bedeuten die Reicht\u00fcmer Sklaverei, und die hohen Posten sind Schwerter, die viele t\u00f6ten oder verwunden. Die wahre Herrschaft ist die Tugend, die Losl\u00f6sung von allem, es bedeutet, sich f\u00fcr alle zu opfern und sich allen zu unterwerfen; dies ist die wahre Herrschaft, die alle fesselt und die Liebe aller auf sich zieht. So wird also meine Herrschaft kein Ende haben, w\u00e4hrend die deine nahe daran ist, zu vergehen.\u201d<br \/>\nDiese Worte lie\u00df Ich in meinem Willen an das Ohr aller dringen, die sich in hohen Stellungen befinden, um ihnen die gro\u00dfe Gefahr zu zeigen, in der sie sich befinden, und jene zu warnen, die Posten, W\u00fcrden und F\u00fchrung anstreben.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den priva-ten Gebrauch &#8211; Band 16; 16. Juli 1923)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eSo geht es jedem, der nur f\u00fcr sich selbst Sch\u00e4tze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist\u201c (Lk 12, 21)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eSollst du wissen, dass unser H\u00f6chster Wille bei der Erschaffung des Menschen w\u00fcnschte, dass dieser in unserem Wollen lebe; da er in Ihm leben sollte, sollte er von dem Unsrigen nehmen, um auf Unsere Kosten zu leben, und unserem Willen mit so vielen G\u00f6ttlichen Akten vergelten, wie viele menschliche Akte er in unserem Willen tun w\u00fcrde, und zwar deshalb, um den Menschen mit allen G\u00fctern zu bereichern, die unser Wille enth\u00e4lt; doch er wollte in seinem Willen und auf seine eigenen Kosten leben, und deshalb verbannte er sich selbst aus seinem Vaterland und verlor all diese G\u00fcter.<br \/>\nSo blieben meine G\u00fcter ohne Erben; es waren unermessliche Sch\u00e4tze, die niemand besa\u00df, und so sprang meine Menschheit daf\u00fcr ein, um dadurch, dass sie in jedem Augenblick in diesem Ewigen Wollen lebte, all diese G\u00fcter in Besitz zu nehmen.<br \/>\nSie wollte stets auf seine Kosten leben und im ewigen Kuss des H\u00f6chsten Wollens geboren werden, aufwachsen, leiden, arbeiten und sterben, und da Ich in Ihm lebte, kam Ich in den Besitz vieler ungenutzter (brach liegender) G\u00fcter, die der undankbare Mensch in Vergessenheit geraten hatte lassen.<br \/>\nNun, meine Tochter, wenn Ich dir in meiner unendlichen Weisheit so viel \u00fcber meinen Willen mitgeteilt habe, war das nicht blo\u00df, um dir eine einfache Neuigkeiten zu bringen, nein, sondern, um dich das Leben in meinem Wollen und die G\u00fcter, die Es enth\u00e4lt, kennenlernen zu lassen.<br \/>\nUnd w\u00e4hrend du deinen Weg in Ihm gehst, ergreifst du von ihnen Besitz. Meine Menschheit tat [schon] alles und eignete sich alles an, nicht nur f\u00fcr Mich allein, sondern um f\u00fcr meine anderen Br\u00fcder die Pforten zu \u00f6ffnen.<br \/>\nIch habe so viele Jahrhunderte lang gewartet, viele Generationen sind vor\u00fcbergegangen, und Ich werde weiterhin warten, doch der Mensch muss auf den Fl\u00fcgeln meines Willens zu Mir zur\u00fcckkehren, von Dem er ausging.<br \/>\nSei daher die erste, die willkommen gehei\u00dfen wird, und meine Worte seien dir Ansporn, die G\u00fcter in Besitz zu nehmen, und Ketten, die dich so stark fesseln m\u00f6gen, dass du nie aus meinem Willen heraustrittst.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 15; 18. M\u00e4rz 1923)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich segelte im Lichtmeer des G\u00f6ttlichen FIAT und folgte seinen Akten: o, wie gut begriff ich, dass alles Gute in Ihm ist! Da bewegte sich mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, solange die Seele nicht den G\u00f6ttlichen Willen in sich herrschen l\u00e4sst, wird sie stets ungl\u00fccklich und unruhig sein; denn wie gut, heilig, gelehrt, reich sie auch sei, wird sie sp\u00fcren, dass ihr die F\u00fclle der Seligkeit und das Meer des Friedens fehlt, damit sie von keiner Seite beunruhigt und ihre Freude geschm\u00e4lert werden kann.<br \/>\nSo wird ihre Gl\u00fcckseligkeit nur halb so gro\u00df und ihr Friede vermindert sein, und da er nicht vollst\u00e4ndig ist, wird die fehlende H\u00e4lfte die T\u00fcr f\u00fcr Traurigkeit und Beunruhigung offenhalten. Siehst du, auch in der nat\u00fcrlichen Ordnung ist dies so.<br \/>\nWenn einer reich ist und ihm nichts fehlt und seine zehn, zwanzig Millionen oder Milliarden besitzt, aber wei\u00df, dass er noch mehr erwerben und noch reicher sein k\u00f6nnte, ist er unruhig und ungl\u00fccklich.<br \/>\nSeine Reicht\u00fcmer gleichsam zur Seite stellend, ist er ganz Fu\u00df, ganz Werk, ganz Wort, ganz Auge f\u00fcr den Erwerb weiterer Reicht\u00fcmer.<br \/>\nDer Arme, wie k\u00f6nnte er gl\u00fccklich und zufrieden sein, wenn ihm die Quelle der G\u00fcter fehlt, die zu ihm sagt: \u201eRuhe dich aus, alles ist dein, und alles, was du willst, ist in deiner Macht\u201c?<br \/>\nEin anderer ist K\u00f6nig, aber wie ungl\u00fccklich ist er unter dieser Krone: Angst um den Verlust seines Reiches, Hoffnung und Begierde, weitere Reiche zu erwerben, auf Kosten von Kriegen die ganze Welt zu beherrschen!<br \/>\nSo ist der Besitz eines Reiches nichts anderes als ein Einfallstor, um den armen K\u00f6nig ungl\u00fccklich und unruhig zu machen. Ein dritter ist gelehrt, doch da er nicht alle Wissenschaften besitzt und sich bewusst ist, dass er sich noch weitere aneignen k\u00f6nnte, ruht er nicht und f\u00fchlt sich weder gl\u00fccklich noch zufrieden.<br \/>\nWie oft f\u00fchlt er sich vor einem anderen, gebildeterem als er selbst, gedem\u00fctigt und ist ungl\u00fccklich, da ihm die F\u00fclle der Wissenschaft fehlt! So ist es auch in der \u00fcbernat\u00fcrlichen Ordnung.<br \/>\nEiner ist gut, aber nimmt in sich nicht den Besitz der Quelle der G\u00fcte wahr, da er f\u00fchlt, dass bei Gelegenheit seine Geduld schwach, seine Best\u00e4ndigkeit im Guten unregelm\u00e4\u00dfig ist, seine N\u00e4chstenliebe sehr oft hinkt, sein Gebet unbest\u00e4ndig ist.<br \/>\nDas macht ihn ungl\u00fccklich und unruhig, denn er sieht, dass seine G\u00fcte nicht vollst\u00e4ndig ist, sie ist gleichsam halbiert, und die fehlende H\u00e4lfte gereicht ihm zur Qual und macht ihn ungl\u00fccklich. Der \u00c4rmste!<br \/>\nWie klar erkennt man, dass ihm das Reich meines Willens fehlt, denn wenn Er in ihm regieren w\u00fcrde, bes\u00e4\u00dfe er die Quelle der G\u00fcte, die zu ihm spr\u00e4che: \u201eRuh dich aus, alles ist in deiner Macht: die Quelle der Geduld, der Festigkeit, der N\u00e4chstenliebe, des Gebetes.\u201c<br \/>\nWenn er in sich die Quelle wahrnimmt, w\u00fcrde er sp\u00fcren, wie sich in und au\u00dferhalb von ihm das Meer der Seligkeit und des Friedens ausbreitet, und Traurigkeit und Unruhe f\u00e4nden keinen Weg mehr in sein Inneres.<br \/>\nWieder ein anderer ist heilig, doch in gewissen Umst\u00e4nden f\u00fchlt er die Quelle der Heiligkeit nicht in sich, das Licht, das alles erkennen l\u00e4sst und ihm alles zeigt \u2013 den Weg und die Seligkeit. Seine Gotteserkenntnis ist nicht vollst\u00e4ndig, der Heroismus der Tugenden schwankt in ihm.<br \/>\nSo ist er bei all seiner Heiligkeit weder gl\u00fccklich noch friedvoll, denn da ihm die totale Herrschaft meines G\u00f6ttlichen FIAT fehlt, mangelt ihm die Quelle des Lichtes, welche den Keim aller \u00dcbel in den Schatten stellt und diesen durch die Quelle des Gl\u00fccks und des Friedens ersetzt.<br \/>\nSolange also die Gesch\u00f6pfe nicht meinen Willen herrschen lassen, wird man in der Welt nicht einmal eine Idee, noch wahre Kenntnis davon haben, was der wahre Friede und die F\u00fclle der Seligkeit bedeuten.<br \/>\nKeine Dinge, so gut und heilig sie auch seien, werden ihre F\u00fclle besitzen, denn da ihnen die Herrschaft und Regierung meines H\u00f6chsten Willens fehlt, fehlt ihnen das, was ihnen die Quelle aller Gl\u00fcckseligkeit mitteilt. Da Er n\u00e4mlich die Quelle ist, kann man [aus ihr] das entnehmen, was man will und wie man will.<br \/>\nDies ist der Grund f\u00fcr meine Bem\u00fchungen, dass mein Wille bekannt werde und sein Reich unter den Menschen errichte: weil Ich sie gl\u00fccklich sehen m\u00f6chte mit jener Seligkeit, die Ich ihnen bei ihrer Erschaffung verlieh, als sie aus dem Scho\u00df ihres Sch\u00f6pfers hervorgingen, Der alle m\u00f6glichen und vorstellbaren Gl\u00fcckseligkeiten besitzt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 22; 3. September 1927)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-62458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62458"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62458\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}