{"id":66044,"date":"2026-03-06T21:00:54","date_gmt":"2026-03-06T20:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/samstag-der-2-fastenwoche-lk-151-3-11-32\/"},"modified":"2026-03-07T08:20:47","modified_gmt":"2026-03-07T07:20:47","slug":"samstag-der-2-fastenwoche-lk-151-3-11-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/samstag-der-2-fastenwoche-lk-151-3-11-32\/","title":{"rendered":"Samstag der 2. Fastenwoche (Lk 15,1-3.11-32)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1In jener Zeit kamen alle Z\u00f6llner und S\u00fcnder zu Jesus, um ihn zu h\u00f6ren. 2Die Pharis\u00e4er und die Schriftgelehrten emp\u00f6rten sich dar\u00fcber und sagten: Er gibt sich mit S\u00fcndern ab und isst sogar mit ihnen. 3Da erz\u00e4hlte er ihnen ein Gleichnis und sagte:<br \/>\n11Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei S\u00f6hne. 12Der j\u00fcngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Verm\u00f6gen auf.<br \/>\n13Nach wenigen Tagen packte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort f\u00fchrte er ein z\u00fcgelloses Leben und verschleuderte sein Verm\u00f6gen. 14Als er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das Land, und es ging ihm sehr schlecht.<br \/>\n15Da ging er zu einem B\u00fcrger des Landes und dr\u00e4ngte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweineh\u00fcten. 16Er h\u00e4tte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fra\u00dfen; aber niemand gab ihm davon.<br \/>\n17Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagel\u00f6hner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. 18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt.<br \/>\n19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner. 20Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn.<br \/>\n21Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich vers\u00fcndigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. 22Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an.<br \/>\n23Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fr\u00f6hlich sein. 24Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fr\u00f6hliches Fest zu feiern.<br \/>\n25Sein \u00e4lterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die N\u00e4he des Hauses kam, h\u00f6rte er Musik und Tanz. 26Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.<br \/>\n27Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. 28Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.<br \/>\n29Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. 30Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Verm\u00f6gen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du f\u00fcr ihn das Mastkalb geschlachtet.<br \/>\n31Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. 32Aber jetzt m\u00fcssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #7a2dcc;\">\u201eAls er alles durchgebracht hatte, kam eine gro\u00dfe Hungersnot \u00fcber das Land, und es ging ihm sehr schlecht\u201c (Lc 15, 14)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setze meine gewohnte Hingabe an das G\u00f6ttliche FIAT fort. W\u00e4hrend ich seinen Akten folgte, sah ich eine Menge Leute, die alle von kleiner Gestalt waren \u2013 schlecht ern\u00e4hrt, kr\u00e4nklich, rachitisch und einige mit Wunden.<br \/>\nIn dieser Menge konnte man weder kindliche Frische, noch die Sch\u00f6nheit jugendlichen Alters, noch die W\u00fcrde des reifen Menschen entdecken. Sie erschienen wie eine Ansammlung von Leuten ohne Ordnung, nicht gut gen\u00e4hrt, ausgehungert, und wenn sie a\u00dfen, wurden sie nie satt.<br \/>\nWie viel Mitleid erregte diese gro\u00dfe Menge, welche fast die ganze Welt zu sein schien! Ich wusste nicht, wer sie waren, noch die Bedeutung ihres Wesens \u2013 dass niemand von ihnen zur rechten Statur herangewachsen war. Da trat mein geliebter Jesus seufzend aus meinem Inneren heraus und sagte zu mir:<br \/>\n\u201cMeine Tochter, welch ungl\u00fcckliche Menschenmenge! Diese sind nichts anderes als jene vielen, die das v\u00e4terliche Erbe verlassen haben, das ihnen ihr Himmlischer Vater gegeben hat.<br \/>\nArme Kinder, ohne v\u00e4terliches Erbe! Sie besitzen weder ihre L\u00e4ndereien, wo sie sicher leben k\u00f6nnten, noch haben sie genug Nahrung, um sich zu ern\u00e4hren, und sind gen\u00f6tigt, von Diebstahl und Raub und von substanzlosen Speisen zu leben.<br \/>\nDaher ist es f\u00fcr sie recht schwierig, zur rechten Gestalt heranzuwachsen, da ihre Glieder nicht kr\u00e4ftig genug sind, um sich zu entwickeln. So sind sie rachitisch, schwach, am Verhungern, ohne je satt zu werden.<br \/>\nAlles, was sie zu sich nehmen, ist ihrem Wachstum nicht zutr\u00e4glich, da es keine passenden und ihnen zugedachten Speisen sind, und auch nicht zu ihrem Erbe geh\u00f6ren.<br \/>\nMeine Tochter, das Erbe, das mein Himmlischer Vater diesen Menschen gegeben hatte, war mein G\u00f6ttlicher Wille. In Ihm sollten sie [ad\u00e4quate] Speise finden, um zur rechten Gestalt heranzuwachsen, balsamische Luft, um gesund und stark zu werden, und die ihrem Gesicht eine kindliche Frische, die Sch\u00f6nheit des Jugendalters und die W\u00fcrde eines reifen Menschen einpr\u00e4gen sollte.<br \/>\nNichts Gutes gab es in diesem Erbe, wor\u00fcber der Mensch nicht Besitzer sein sollte. Er sollte alle G\u00fcter, die er wollte, zu seiner Verf\u00fcgung haben, in der Seele und im Leib.<br \/>\nAls der Mensch das Erbe meines G\u00f6ttlichen Willens verlie\u00df, fand er die Dinge nicht mehr zu seiner Verf\u00fcgung und war nicht mehr Herr, sondern Diener und gezwungen, von M\u00fchsalen zu leben. Wie kann er dann zur rechten Gestalt heranwachsen?<br \/>\nDeshalb erwarte Ich mit so viel Liebe die vielen, die in unserem Erbe des G\u00f6ttlichen FIAT leben sollen. Dieses Erbe wird Uns sch\u00f6ne Menschen mit richtigen Proportionen heranbilden, sch\u00f6n und frisch, die sich mit nahrhaften Speisen ern\u00e4hren, sodass sie stark und voll entwickelt sein werden und den ganzen Ruhm unseres sch\u00f6pferischen Werkes ausmachen.<br \/>\nUnser Kummer ist gro\u00df, wenn Wir diese ungl\u00fcckliche und entstellte Schar ansehen, und voll Schmerz wiederholen Wir: \u2018Ach, unser Werk kam nicht schwach aus unseren H\u00e4nden hervor, ohne Sch\u00f6nheit und Frische, sondern sein blo\u00dfer Anblick erf\u00fcllte Uns mit Liebe, ja entz\u00fcckte Uns, so sch\u00f6n war es.\u2019<br \/>\nBei diesen Worten schwillt unsere Liebe an, m\u00f6chte nach au\u00dfen \u00fcberflie\u00dfen und unseren G\u00f6ttlichen Willen auf den Weg senden, damit Er unter den Gesch\u00f6pfen herrsche und unser Werk so sch\u00f6n und grazi\u00f6s wiederherstelle, wie es aus unseren Sch\u00f6pferh\u00e4nden hervorging.\u201d \u2026 (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 25; 6. Januar 1929)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #7a2dcc;\">\u201eDer Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn\u201c (Lk 15,20)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMut, meine Tochter! Dein Jesus leidet auch und die Leiden, die Mich am meisten schmerzen, sind die inneren Leiden, die Mich Blut und Flammen verstr\u00f6men lassen. Doch mein gr\u00f6\u00dftes Leiden ist das st\u00e4ndige Warten.<br \/>\nMeine Blicke sind stets auf die Seelen gerichtet, und wenn Ich eine Seele in S\u00fcnde gefallen sehe, warte Ich st\u00e4ndig auf ihre R\u00fcckkehr zu meinem Herzen, um ihr zu vergeben. Wenn Ich sie nicht kommen sehe, warte Ich mit der Vergebung in meinen H\u00e4nden.<br \/>\nDieses Warten l\u00e4sst mein Leiden wiederaufleben und stellt f\u00fcr Mich eine solche Qual dar, dass Blut und Flammen aus meinem durchbohrten Herzen hervor str\u00f6men. Die Stunden und Tage, die Ich warte, scheinen Mir wie Jahre zu sein. O, wie hart ist dieses Warten f\u00fcr Mich!<br \/>\nGehen Wir weiter: Meine Liebe liebt den Menschen so sehr, dass Ich, wenn Ich ihn ins Dasein rufe, die Zahl der Akte festlege, die er aus Liebe zu Mir tun, wie viele Gebete und gute Werke er verrichten soll.<br \/>\nDies deshalb, um ihm das Recht zu geben, dass Ich ihn stets liebe und ihm die Gnaden und Hilfen zum Gutestun gew\u00e4hren m\u00f6ge. Doch die Menschen bedienen sich ihrer, um Mich leidvoll warten zu lassen. O, wie lange warte Ich von einem Liebesakt zum n\u00e4chsten, wenn sie Mir \u00fcberhaupt einen [Liebesakt] schenken!<br \/>\nWie beh\u00e4big sind sie im Tun des Guten, im Gebet, wenn sie es \u00fcberhaupt tun! Ich warte immer wieder darauf; Ich f\u00fchle meine ruhelose Liebe, die Mich sehns\u00fcchtig schmachten l\u00e4sst, und die f\u00fcr Mich ein so gro\u00dfes innerliches Leiden darstellt, dass Ich, wenn Ich dem Tod unterworfen w\u00e4re, ebenso oft gestorben w\u00e4re, wie Ich von den Seelen nicht geliebt werde.<br \/>\nDann ist da das lange Warten im Sakrament meiner Liebe. Ich erwarte alle und z\u00e4hle sogar die Minuten [,bis sie kommen], aber leider warte Ich auf viele von ihnen vergebens. Andere kommen mit eisiger K\u00e4lte, die Mir das gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Martyrium meines Wartens bereiten.<br \/>\nWenige sind jene, wo Wir Uns gegenseitig erwarten: nur in diesen f\u00fchle Ich Mich erquickt, wie heimgekehrt in ihre Herzen, wo Ich meine Liebe ausgie\u00dfe und eine Linderung f\u00fcr das harte Martyrium meines st\u00e4ndigen Wartens finde.<br \/>\nManchen scheint dieses Leiden nichts zu sein, dabei ist es das H\u00f6chstma\u00df und stellt das h\u00e4rteste Martyrium dar. Du kannst es selbst beschreiben, wie viel es dich kostet, auf Mich zu warten, sodass du, wenn Ich dem nicht ein Ende bereiten und dich unterst\u00fctzen w\u00fcrde, nicht f\u00e4hig gewesen w\u00e4rest, es auszuhalten.<br \/>\nSodann gibt es eine weitere, noch leidvollere Erwartung: die Sehnsucht, der brennende Wunsch, das lange Warten auf das Reich meines G\u00f6ttlichen Willens. Seit etwa sechstausend Jahren warte Ich auf die R\u00fcckkehr des Menschen in dieses Reich.<br \/>\nIch liebe ihn so sehr, dass Ich w\u00fcnsche und danach verlange, ihn gl\u00fccklich zu sehen, doch dazu m\u00fcssen Wir mit einem einzigen Willen leben: so ist jeder, meinem Willen entgegengesetzte Akt ein Nagel, der Mich durchbohrt.<br \/>\nDoch wei\u00dft du, warum? Weil es den Menschen ungl\u00fccklicher und ihn Mir un\u00e4hnlicher macht; und wenn Ich Mich selbst im unermesslichen Ozean meiner Gl\u00fcckseligkeit, meine Kinder aber ungl\u00fccklich sehe \u2013 o wie leide Ich da!<br \/>\nW\u00e4hrend Ich warte und warte, umgebe und \u00fcberh\u00e4ufe Ich sie mit Gnaden und Licht, auf eine Weise, dass sie sich selbst beeilen m\u00f6gen, ihr Leben gemeinsam mit Mir zu f\u00fchren, und mit einem einzigen Willen. Das wird ihr Los ver\u00e4ndern: Wir werden die G\u00fcter gemeinsam besitzen und ein endloses Gl\u00fcck teilen.<br \/>\nDie anderen Leiden erlauben Mir manche Ruhepausen, doch der Schmerz des Wartens h\u00f6rt f\u00fcr Mich nie auf, er h\u00e4lt Mich immer auf dem Wachposten, l\u00e4sst Mich ma\u00dflose Erfindungen anwenden und Erfindungen der Liebe machen, dass Himmel und Erde staunen.<br \/>\nEr l\u00e4sst Mich so weit gehen, dass Ich den Menschen bitte und anbettle, Mich doch nicht l\u00e4nger warten zu lassen, weil Ich nicht mehr kann und Mich dies zu sehr belastet.<br \/>\nDaher, meine Tochter, vereinige dich mit Mir, um das Reich meines Willens zu erwarten und [vereinige dich] mit all dem langen Warten, das die Menschen Mir auferlegen.<br \/>\nSo sind Wir wenigstens zu zweit, und deine Gesellschaft wird Mir in einem so harten Leid eine Erholung bereiten.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 33; 21. Juli 1935)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #7a2dcc;\">\u201eHolt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an\u2026\u201c (Lk 15, 22)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201eMeine Tochter, willst du wissen, warum man Mich entkleidete, als Ich gegei\u00dfelt wurde? In jedem Geheimnis meiner Passion k\u00fcmmerte Ich Mich zuerst darum, wie Ich den Bruch zwischen dem menschlichen und dem G\u00f6ttlichen Willen ausbessern k\u00f6nne, und dann erst um die Beleidigungen, welche dieser Bruch hervorgebracht hat.<br \/>\nAls der Mensch im Garten Eden die Bande der Einheit zwischen dem H\u00f6chsten Willen und dem seinen zerriss, beraubte er sich der k\u00f6niglichen Kleider meines Willens und kleidete sich in die elenden Lumpen seines eigenen, der schwach, unbest\u00e4ndig und unf\u00e4hig zum Gutestun war.<br \/>\nMein Wille war ein s\u00fc\u00dfer Zauber f\u00fcr Adam, der ihn in einem ganz reinen Licht eingetaucht hielt und ihn nichts anderes kennen lie\u00df als seinen Gott, von Dem er ausgegangen war, Der ihm nichts anderes schenkte als Wonnen ohne Zahl.<br \/>\nUnd er war so ganz davon in Anspruch genommen, welch gro\u00dfe Sch\u00e4tze sein Gott ihm gab, dass er keinen Gedanken an sich selbst hatte. O wie gl\u00fccklich war der Mensch, und wie freute sich die Gottheit, ihm so viele Vollkommenheiten ihres Wesens mitzuteilen, wie viel ein Gesch\u00f6pf nur aufnehmen kann, um es sich \u00e4hnlich zu machen!\u201c<br \/>\nKaum hatte Adam die Verbindung mit unserem Willen gebrochen, verlor er das k\u00f6nigliche Gewand, den Zauber, das Licht und die Seligkeit.<br \/>\nEr betrachtete sich selbst ohne das Licht meines Willens, und als er sich ohne den Zauber, der ihn gefesselt hatte, betrachtete, erkannte er sich [, und wie unf\u00e4hig er ohne mein Licht war], er sch\u00e4mte sich und versp\u00fcrte Angst vor Gott, sodass sogar seine eigene Natur die traurigen Wirkungen davon empfand: er f\u00fchlte die K\u00e4lte und Nacktheit und sp\u00fcrte das lebhafte Bed\u00fcrfnis, sich zu bedecken.<br \/>\nWie unser Wille ihn im Hafen unermesslicher Wonnen bewahrte, so versetzte ihn sein eigener Wille in den Hafen des Elends. Unser Wille war alles f\u00fcr den Menschen, und in Ihm fand er alles.<br \/>\nEs war gerecht, dass er, da er aus Uns hervorgegangen war und als unser geliebter Sohn in unserem Willen lebte, von dem Unsrigen lebte, und dieser unser Wille sollte f\u00fcr alles aufkommen, was er ben\u00f6tigte.<br \/>\nAls er nun in seinem eigenen Willen leben wollte, hatte er alles n\u00f6tig, denn der menschliche Wille hat nicht die Macht, f\u00fcr alle Bed\u00fcrfnisse aufzukommen, noch beinhaltet er die Quelle des Guten in sich; so war er gezwungen, sich die zum Leben notwendigen Dinge m\u00fchsam zu verschaffen. Siehst du also, was es bedeutet, nicht mit meinem Willen vereint zu sein?<br \/>\nO, wenn alle das w\u00fcssten, h\u00e4tten sie nur diese eine Sehn-sucht, dass mein Wille komme und auf der Erde herrsche! So h\u00e4tte, wenn Adam sich nicht vom G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckgezogen h\u00e4tte, auch seine Natur keine [materiellen] Kleider gebraucht, und er h\u00e4tte sich nicht seiner Nacktheit gesch\u00e4mt, noch w\u00e4re er dem Leiden wegen der K\u00e4lte, der Hitze, des Hungers oder der Schw\u00e4che unterworfen gewesen.<br \/>\nDoch diese nat\u00fcrlichen Dinge waren [im Vergleich dazu] beinahe nichts, sie waren vielmehr Symbol des gro\u00dfen Gutes, das seine Seele verloren hatte. Nun, meine Tochter, bevor Ich zur Gei\u00dfelung an die S\u00e4ule gebunden wurde, wollte Ich entkleidet werden, um die Nacktheit des Menschen zu erleiden und sie wieder gutzumachen, als er sich des k\u00f6niglichen Gewandes meines Willens entkleidete.<br \/>\nIch f\u00fchlte in Mir eine so gro\u00dfe Besch\u00e4mung und Pein, als Ich Mich inmitten von Feinden, die Mich verspotteten, so entbl\u00f6\u00dft sah, dass Ich \u00fcber die Nacktheit des Menschen weinte und meinem Himmlischen Vater meine Bl\u00f6\u00dfe aufopferte, damit der Mensch von neuem mit dem K\u00f6nigsgewand meines Willens bekleidet werde.<br \/>\nUnd damit Mir dies nicht verweigert werde, opferte Ich als Preis daf\u00fcr mein Blut, mein in St\u00fccken herausgerissenes Fleisch auf, und lie\u00df Mich nicht nur der Kleider entbl\u00f6\u00dfen, sondern auch meiner Haut, um den Preis zahlen zu k\u00f6nnen und f\u00fcr das Verbrechen dieser Nacktheit des Menschen Genugtuung zu leisten.<br \/>\nIch vergoss so viel Blut in diesem Geheimnis, wie in keinem anderen, sodass es ausreichte, um den Menschen wie mit einem zweiten Gewand, einem Gewand aus Blut zu bekleiden, um ihn von neuem zu bedecken und ihn dadurch zu w\u00e4rmen, rein zu waschen und ihn zu disponieren, das k\u00f6nigliche Gewand meines Willens zu empfangen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 16; 14. Januar 1924)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #7a2dcc;\">\u201eDenn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden\u201c (Lk 15,24)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201cMeine Tochter, es ist unser Wille, dass das Gesch\u00f6pf wieder in unseren Scho\u00df und in unsere Sch\u00f6pferarme aufsteige, damit Wir ihm von neuem unseren st\u00e4ndigen Hauch mitteilen, und ihm in diesem Hauch den Strom schenken, der alle G\u00fcter, Freuden und Wonnen erzeugt.<br \/>\nDoch damit Wir dem Menschen diesen Hauch geben k\u00f6nnen, muss er in unserem Willen leben, denn nur in Ihm kann er ihn empfangen und ihn Uns geben. Unser Fiat hat die Eigenschaft, dass Es das Gesch\u00f6pf unzertrennlich von Uns macht \u2013 und was Wir von Natur aus tun und sind, das kann es durch Gnade tun.<br \/>\nBei der Erschaffung des Menschen stellten Wir ihn nicht in eine Entfernung von Uns. Vielmehr gaben Wir ihm, damit er mit Uns zusammen sei, unseren eigenen G\u00f6ttlichen Willen, der ihm den ersten Akt geben sollte, damit er gemeinsam mit seinem Sch\u00f6pfer handle.<br \/>\nDas war der Grund, warum unsere Liebe, Macht und Sch\u00f6nheit, unser Licht und unsere Freuden alle zugleich hervorquollen, aus unserem G\u00f6ttlichen Sein \u00fcberflossen, und jenem den Tisch deckten, den Wir mit so gro\u00dfer Liebe mit unseren Sch\u00f6pferh\u00e4nden geformt und mit unserem eigenen Hauch gezeugt hatten.<br \/>\nWir wollten Uns an unserem Werk erfreuen, ihn gl\u00fccklich sehen mit unserem eigenen Gl\u00fcck, sch\u00f6n mit unserer Sch\u00f6nheit, reich an unserem Reichtum. Umso mehr, da es unser Wille war, dem Gesch\u00f6pf nahe zu bleiben, gemeinsam zu wirken und Uns gemeinsam mit ihm zu unterhalten.<br \/>\nSpiele kann man nicht aus einer Entfernung spielen, sondern in der N\u00e4he. Deshalb war das einzige Mittel, das sich zwangsl\u00e4ufig aus der Erschaffung heraus ergab und um unser Werk und die Zielsetzung zu wahren, f\u00fcr die Wir es erschaffen haben, dass Wir den Menschen mit dem G\u00f6ttlichen Willen ausstatteten.<br \/>\nDieser sollte ihn genauso bewahren, wie er aus unseren Sch\u00f6pferh\u00e4nden hervorgegangen ist, und der Mensch w\u00fcrde sich all unserer G\u00fcter erfreuen, und Wir k\u00f6nnten Uns an seinem Gl\u00fcck freuen.<br \/>\nDaher gibt es \u2013 damit der Mensch an seinen Ehrenplatz zur\u00fcckkehre und abermals zusammen mit seinem Sch\u00f6pfer wirke, und Sie sich gegenseitig unterhalten \u2013 keine anderen Mittel als seinen Wiedereintritt in unser Fiat.<br \/>\nDieses Fiat soll den Menschen triumphierend in unsere Arme legen, die ihn schon erwarten, um ihn eng an unsere g\u00f6ttliche Brust zu dr\u00fccken und ihm zu beteuern: \u2018Endlich bist du nach sechstausend Jahren zur\u00fcckgekehrt!<br \/>\nDu bist umhergeirrt, hast alle \u00dcbel durchgemacht \u2013 weil es nichts Gutes ohne unser Fiat gibt \u2013 , du hast genug Erfahrungen gesammelt und am eigenen Leib versp\u00fcrt, was es hei\u00dft, aus Ihm herauszugehen. So tritt niemals mehr aus Ihm heraus \u2013 und nun komm und ruhe dich aus und freue dich an dem, was dir geh\u00f6rt, denn in unserem Willen wurde dir alles gegeben.\u2019<br \/>\nSei daher achtsam, meine Tochter. Wir werden dir alles geben, wenn du stets in unserem Fiat lebst. Unser Atem wird seine Wonne darin finden, immer \u00fcber dir zu hauchen, um unsere Freuden, unser Licht und unsere Heiligkeit in dich \u00fcberflie\u00dfen zu lassen.<br \/>\nEr wird dir auch die Gesinnung unserer Werke mitteilen, damit Wir die kleine Tochter, die aus unserem G\u00f6ttlichen Willen neu generiert wurde, immer zusammen mit Uns behalten k\u00f6nnen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 26; 4. Juni 1919)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #7a2dcc;\">\u201eAber jetzt m\u00fcssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden\u201c (Lk 15, 32)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 \u201cMeine Tochter, in der Sch\u00f6pfung war es mein G\u00f6ttlicher Wille, der sein [freies] Handlungsfeld hatte. Und obwohl unsere Gottheit mitwirkte, da Wir unzertrennlich sind von Ihm, war doch der erste Akt, die Handlung ganz von unserem Willen [gewirkt].<br \/>\nEr sprach und wirkte; Er sprach und ordnete. Wir waren Zuseher dessen, was unser H\u00f6chster Wille mit solcher Meisterhaftigkeit, Ordnung und Harmonie tat, dass Wir Uns auf w\u00fcrdige Weise verherrlicht und von unserem eigenen Willen doppelt begl\u00fcckt f\u00fchlten.<br \/>\nDa die Sch\u00f6pfung sein Werk ist, liegen die ganze Kraft der Sch\u00f6pfung und alle G\u00fcter, mit denen sie bereichert wurde, in meinem H\u00f6chsten Willen. Er ist das prim\u00e4re Leben von allem.<br \/>\nDaher liebt Er die Sch\u00f6pfung so sehr, da Er sein eigenes Leben in allen geschaffenen Dingen versp\u00fcrt und flie\u00dfen f\u00fchlt, sodass Er bei der Erschaffung des Menschen seine Macht, Liebe und Meisterhaftigkeit noch mehr entfalten und im Menschen die ganze Kunst der gesamten Sch\u00f6pfung einschlie\u00dfen wollte. Und nicht nur das, sondern Er wollte sie noch \u00fcbertreffen, indem Er dem Menschen solche Pinselstriche G\u00f6ttlicher Kunst verlieh, dass Er aus ihm den kleinen Gott machte.<br \/>\nIndem Er Sich in und au\u00dferhalb von ihm, links und rechts, \u00fcber seinem Haupt und unter seinen F\u00fc\u00dfen ausbreitete, trug Ich ihn in meinem G\u00f6ttlichen Willen als Erguss unserer Liebe, und als Triumphator und Bewunderer seiner un\u00fcbertrefflichen Meisterhaftigkeit.<br \/>\nDarum hatte mein G\u00f6ttlicher Wille ein Recht darauf, dass der Mensch nur und stets vom G\u00f6ttlichen Willen lebe. Was hatte Er nicht alles f\u00fcr ihn getan? Er rief ihn aus dem Nichts, formte ihn, gab ihm das Sein, und verlieh ihm doppeltes Leben \u2013 das menschliche Leben und jenes meines G\u00f6ttlichen Willens, um ihn immer fest in seinen sch\u00f6pferischen Armen zu halten und ihn sch\u00f6n, frisch und gl\u00fccklich zu bewahren, wie Er ihn geschaffen hatte.<br \/>\nAls daher der Mensch s\u00fcndigte, f\u00fchlte mein FIAT, wie Ihm dieses Leben, das Es in seinem eigenen Scho\u00df trug, entrissen wurde: wie gro\u00df war nicht sein Schmerz!<br \/>\nMein Wille blieb zur\u00fcck mit dem leeren Platz in seinem Scho\u00df, der von seinem Sohn stammte, f\u00fcr den Er mit so viel Liebe in seinem eigenen Leben einen weitr\u00e4umigen Platz bereitet hatte, um ihn sicher und gl\u00fccklich zu bewahren.<br \/>\nGlaubst du etwa, dass es bei der Erl\u00f6sung nicht mein G\u00f6ttlicher Wille war, Der Fleisch annahm, damit Er komme und den verlorenen Menschen wiederfinde?<br \/>\nGerade Er war es, denn \u201cVerbum\u201d bedeutet \u201cWort\u201d, und unser Wort ist das FIAT, und wie mein Wille in der Sch\u00f6pfung [dieses Fiat] aussprach und schuf, so wollte Er bei der Erl\u00f6sung [FIAT aussprechen und] Fleisch annehmen.<br \/>\nEs war sein leerer Scho\u00df, Der diesen Sohn zur\u00fcckrief, der sich mit solcher Grausamkeit losgerissen hatte. Und was tat dieser mein Wille nicht alles in der Erl\u00f6sung?<br \/>\nDoch war Er noch nicht mit dem zufrieden, was Er tat, sondern Er m\u00f6chte seinen Scho\u00df f\u00fcllen. Er will den Menschen nicht mehr durch S\u00fcnde und Un\u00e4hnlichkeit mit Ihm entstellt sehen, sondern geziert mit den Insignien der Sch\u00f6pfung, geschm\u00fcckt mit seiner Sch\u00f6nheit und Heiligkeit \u2013 wie er noch einmal den Platz in seinem G\u00f6ttlichen Scho\u00df einnimmt.<br \/>\nDas \u201eFIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden\u201c bedeutet genau dies, dass der Mensch in meinen G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckkehrt.<br \/>\nErst dann wird mein Wille Ruhe finden, wenn Er seinen Sohn wieder gl\u00fccklich in seinem Haus mit der \u00dcberf\u00fclle seiner G\u00fcter leben sieht und sagen kann: \u201eMein Sohn ist zur\u00fcckgekehrt, er ist mit seinen k\u00f6niglichen Gew\u00e4ndern bekleidet, tr\u00e4gt die K\u00f6nigskrone, lebt zusammen mit Mir, und Ich habe seine, ihm bei der Erschaffung verliehenen Rechte wiederhergestellt.<br \/>\nSo hat die Unordnung in der Sch\u00f6pfung ein Ende, da der Mensch in meinen G\u00f6ttlichen Willen zur\u00fcckgekehrt ist.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 25; 22. M\u00e4rz 1929)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-66044","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66044"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66044\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}