{"id":70995,"date":"2026-07-29T21:00:08","date_gmt":"2026-07-29T19:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/donnerstag-der-17-woche-im-jahreskreis-mt-1347-52\/"},"modified":"2026-07-29T21:47:05","modified_gmt":"2026-07-29T19:47:05","slug":"donnerstag-der-17-woche-im-jahreskreis-mt-1347-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/donnerstag-der-17-woche-im-jahreskreis-mt-1347-52\/","title":{"rendered":"Donnerstag der 17. Woche im Jahreskreis (Mt 13,47-52)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">47In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. 48Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in K\u00f6rbe, die schlechten aber warfen sie weg.<br \/>\n49So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die B\u00f6sen von den Gerechten trennen 50und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Z\u00e4hnen knirschen.<br \/>\n51Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. 52Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein J\u00fcnger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eMit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen\u201c (Mt 13,47)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">ls ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, lie\u00df sich mein stets liebensw\u00fcrdiger Jesus blicken, wie aus dem Inneren seiner heiligsten Menschheit alle Gesch\u00f6pfe herauskamen, und voller Z\u00e4rtlichkeit sprach Er zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, betrachte das gro\u00dfe Wunder der Menschwerdung. Als Ich empfangen wurde und meine Menschheit gebildet wurde, lie\u00df Ich alle Gesch\u00f6pfe in Mir neu geboren werden.<br \/>\nSo nahm Ich in meiner Menschheit, w\u00e4hrend sie in Mir wiedergeboren wurden, alle ihre verschiedenen Akte wahr, in meinem Geist fasste Ich jeden Gedanken der Gesch\u00f6pfe, gute und b\u00f6se.<br \/>\nDie guten best\u00e4rkte Ich im Guten, umgab sie mit meiner Gnade, umh\u00fcllte sie mit meinem Licht, damit sie, in der Heiligkeit meines Geistes wiedergeboren, w\u00fcrdiger Teil meiner Intelligenz sein k\u00f6nnten.<br \/>\nF\u00fcr die b\u00f6sen leistete Ich Wiedergutmachung, tat Ich Bu\u00dfe, vervielf\u00e4ltigte meine Gedanken ins Unendliche, um dem Vater die Verherrlichung f\u00fcr jeden gesch\u00f6pflichen Gedanken zu geben.<br \/>\nIn meine Blicke, in meine Worte, H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe und sogar in meine Herzschl\u00e4ge nahm Ich auf die Blicke, die Worte, Werke, Schritte und Herzschl\u00e4ge aller Seelen, und in Mir wiedergeboren, wurden sie in der Heiligkeit meiner Menschheit best\u00e4tigt, alles wurde wiederhergestellt und f\u00fcr jede Beleidigung erlitt Ich einen besonderen Schmerz.<br \/>\nNachdem Ich die Menschen dann alle in Mir gezeugt hatte, trug Ich sie die ganze Zeit meines Lebens in Mir, und wei\u00dft du, wann Ich sie zur Welt brachte?<br \/>\nIch brachte sie am Kreuz zur Welt, auf dem Bett meiner bittersten Schmerzen unter schrecklichen Kr\u00e4mpfen, beim letzten Atemzug meines Lebens. Und als Ich starb, wurden sie zum neuen Leben geboren, alle gesiegelt und gekennzeichnet mit dem ganzen Wirken meiner Menschheit.<br \/>\nNicht zufrieden damit, sie wiedergeboren werden zu lassen, gab Ich jedem von ihnen alles, was Ich erlangt hatte, zu ihrem Schutz und ihrer Sicherheit.<br \/>\nSiehst du also, welche Heiligkeit der Mensch enth\u00e4lt? Er enth\u00e4lt dieselbe Heiligkeit wie meine Menschheit, die nie unw\u00fcrdige Kinder zur Welt bringen kann, die Mir un\u00e4hnlich sind.<br \/>\nDeshalb liebe Ich den Menschen so sehr, weil er ein Teil von Mir ist; doch der Mensch ist stets undankbar, dass er schlie\u00dflich sogar den Vater verkennt, der ihn mit so viel Liebe und Schmerz geboren hat werden lassen.\u201d<br \/>\nDanach zeigte Er sich ganz in Flammen, und Jesus wurde in diesen Flammen verbrannt und verzehrt und war nicht mehr zu sehen, man sah nur mehr Feuer, doch dann sah ich Ihn wiedergeboren werden, und Er wurde ein weiteres Mal im Feuer verzehrt.<br \/>\nDanach f\u00fcgte Er hinzu: \u201eMeine Tochter, Ich brenne, die Liebe verzehrt Mich; so gro\u00df ist die Liebe, sind die Flammen, die Mich verzehren, dass Ich aus Liebe zu jedem Gesch\u00f6pf sterbe.<br \/>\nIch starb nicht nur an den Leiden, sondern die Tode der Liebe sind andauernd, und doch gibt es niemand, der Mir als Trost seine Liebe schenken w\u00fcrde.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 13; 16. Oktober 1921)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Morgen zeigt sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren, wie Er gerade die Arme in Kreuzesform ausstreckte, und ich war zugleich mit Ihm ausgestreckt; dann sagte Er zu mir:<br \/>\n\u201eMeine Tochter, der letzte Akt meines Lebens war, Mich am Kreuz auszustrecken und dort mit offenen Armen zu verbleiben, bis Ich starb; Ich konnte Mich weder bewegen, noch gegen das wehren, was sie Mir antun wollten.<br \/>\nIch war das wahre Portr\u00e4t, das lebendige Abbild dessen, der nicht im menschlichen, sondern im G\u00f6ttlichen Willen lebt. Wie viel sagt doch diese Unf\u00e4higkeit aus, Mich zu bewegen, noch Mich wehren zu k\u00f6nnen, ein jedes Recht \u00fcber Mich verloren zu haben, sowie die schreckliche Spannung meiner Arme!<br \/>\nW\u00e4hrend Ich meine Rechte verlor, erwarben die anderen mein Leben. Das erste Recht hatte mein H\u00f6chster Wille, Der von seiner Unermesslichkeit und Allsicht Gebrauch machte, und alle Seelen sammelte, unschuldige und s\u00fcndige, gute und heilige, und sie in meine offenen Arme legte, damit Ich sie in den Himmel bringe, und Ich wies niemanden ab; so gab der G\u00f6ttliche Wille in meinen Armen allen einen Platz.<br \/>\nNun, der H\u00f6chste Wille ist ein kontinuierlicher, ununterbrochener Akt, und was Er einmal tut, tut Er unentwegt.<br \/>\nObwohl sich meine Menschheit im Himmel befindet und keinem Leiden unterworfen ist, geht sie weiter auf die Suche nach Seelen, die nicht im menschlichen, sondern im G\u00f6ttlichen Willen handeln und sich in nichts widersetzen; Seelen, die sich all ihrer Rechte ent\u00e4u\u00dfern, damit \u2013 wenn ihr eigenes Recht g\u00e4nzlich in der Gewalt meines Willens bleibt \u2013 Dieser seinen Akt fortsetzen und alle Seelen, S\u00fcnder und Heilige, Unschuldige und B\u00f6se, in die Arme jener Seele legen mag, die sich anbietet, sich in meinem Willen auszustrecken, um das zu wiederholen und fortzusetzen, was meine am Kreuz ausgebreiteten Arme taten.<br \/>\nDaher habe Ich Mich in deinem Inneren ausgestreckt, damit der H\u00f6chste Wille weiterhin alle Seelen in meine Arme lege. Die Heiligkeit besteht nicht aus einem einzigen Akt, sondern aus vielen Akten zusammen.<br \/>\nEin einziger Akt begr\u00fcndet weder Heiligkeit noch Schlechtigkeit, denn wenn keine andauernden Akte vollzogen werden, bleibt die \u201eHeiligkeit\u201c farblos und ohne lebendige Nuancen und somit kann man weder der Heiligkeit noch der Perversit\u00e4t eine richtige Bedeutung noch einen Wert zumessen.<br \/>\nWas also die Heiligkeit erstrahlen l\u00e4sst und das Siegel der Heiligkeit aufpr\u00e4gt, das sind die fortgesetzten guten Akte. Niemand kann behaupten, reich zu sein, weil er eine M\u00fcnze besitzt, sondern nur wer ausgedehnte Besitzungen, Villen, Pal\u00e4ste usw. hat.<br \/>\nSo ist es auch mit der Heiligkeit. Und wenn die Heiligkeit so viele gute Taten, Opfer und Heroismus erfordert, aber auch l\u00fcckenhaft und diskontinuierlich sein kann, kennt die Heiligkeit in meinem Willen keine Phasen der Unregelm\u00e4\u00dfigkeit, sondern verkn\u00fcpft sich mit dem kontinuierlichen Akt des Ewigen Willens, der niemals aufh\u00f6rt, sondern stets aktiv, immer am Werk ist, der immer triumphiert, stets liebt und nie anh\u00e4lt.<br \/>\nSo verleiht die Heiligkeit in meinem Willen der Seele die Pr\u00e4gung des Wirkens ihres Sch\u00f6pfers, d.h., seine ununterbrochene Liebe, die kontinuierliche Bewahrung all dessen, was Er geschaffen hat: Er \u00e4ndert sich nie und ist unwandelbar.<br \/>\nWer der Ver\u00e4nderlichkeit unterworfen ist, geh\u00f6rt der Erde an und nicht dem Himmel; wandelbar ist der menschliche Wille, nicht der G\u00f6ttliche, etwas Gutes abzubrechen ist einem Gesch\u00f6pf eigen, nicht dem Sch\u00f6pfer; all dies w\u00fcrde sich f\u00fcr die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen nicht schicken, da sie die Insignien und das Bild der Heiligkeit seines Sch\u00f6pfers einschlie\u00dft.<br \/>\nSei daher aufmerksam, tritt all deine Rechte dem H\u00f6chsten Willen ab, und Ich werde in dir immer mehr die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen heranbilden.\u201d (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 17; 25. Juli 1924)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich machte meiner Gewohnheit entsprechend \u00fcberall einen Rundgang, um dem G\u00f6ttlichen Willen in der ganzen Sch\u00f6pfung nachzufolgen; und mein s\u00fc\u00dfer Jesus, Der sich in meinem Inneren bewegte, sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, wie \u00fcberraschend ist das Wirken der Seele in meinem Willen!<br \/>\nWie das FIAT das Gleichgewicht in der ganzen Sch\u00f6pfung erh\u00e4lt, so bildet die Seele als Widerhall meines Gleichgewichtes \u2013 das Gleichgewicht in allen Gesch\u00f6pfen und breitet darin das Reich meines Willens aus.<br \/>\nSie ist wie das Licht, das aus der H\u00f6he herabsteigt, und indem es sich in allen festmacht, in allen das Reich der Liebe meines Willens, der Anbetung, der Herrlichkeit und von allem ausbreitet, was Er besitzt.<br \/>\nDoch w\u00e4hrend sie wie Licht herabsteigt, um sich nichts entgehen zu lassen, steigt sie wie Licht auf und bringt ihrem Sch\u00f6pfer das Gleichgewicht aller Akte der Sch\u00f6pfung, aller Zeiten und aller Herzen dar.<br \/>\nMit dem Gleichgewicht aller menschlichen Akte, in welche die Seele den Akt des G\u00f6ttlichen Willens hat eintreten lassen, entleert es [dieses Gleichgewicht] seitens der Seele alle menschlichen Akte und l\u00e4sst den G\u00f6ttlichen Willen als ersten Akt flie\u00dfen.<br \/>\nDer G\u00f6ttliche Wille breitet in ihnen sein Reich aus, weil es eine Seele gibt, die es sich zu Herzen genommen hat, dass es keinen menschlichen Akt gebe[n solle], an den der G\u00f6ttliche Wille nicht sein Licht anheften wolle, damit das [ungeordnet] Menschliche niedergeworfen und nur der G\u00f6ttliche Wille in allen Dingen wieder erscheinen m\u00f6ge.<br \/>\nDaher, meine Tochter, lasse Ich dich gleichsam alles mit eigenen H\u00e4nden greifen. Ich will, dass du dich zu allen und in allen ausdehnst, damit du das Reich meines Willens ausbreitest.<br \/>\nIch w\u00fcnsche, dass in allem mein Wille \u2013 wie das Licht \u2013 flie\u00dft, der obwohl alles umh\u00fcllend, \u00fcber allen bleibt, und alles zu meinem Willen wird. Man k\u00f6nnte jedoch sagen, wenn jemand vor diesem Licht flieht, ist es so, als fl\u00f6he er vor dem Sonnenlicht.<br \/>\nF\u00fcr die Sonne bedeutet dies nichts, denn da sie das Gleichgewicht des Lichtes besitzt, enth\u00e4lt sie ihren Akt des Lichts f\u00fcr alle und f\u00fcr alles.<br \/>\nSo bewahrt die Sonne, w\u00e4hrend sie allen Licht gibt, das Gleichgewicht der Herrlichkeit aller Akte des Lichtes f\u00fcr ihren Sch\u00f6pfer und steht also in der vollkommenen Ordnung. Wer jedoch vor dem Licht flieht, tritt aus der Ordnung heraus.<br \/>\nSo besitzt die Seele, die die Einheit des Lichtes des H\u00f6chsten FIAT besitzt, alle Akte des Lichtes des G\u00f6ttlichen Willens und kann daher den menschlichen Akten ihren Akt des Lichtes des G\u00f6ttlichen Willens geben, damit sie ihrerseits sein g\u00f6ttliches Reich \u00fcberallhin ausbreite.<br \/>\nWenn die Gesch\u00f6pfe davor fliehen, bedeutet das nichts, das Licht meines Willens breitet sich von selbst aus. Und Ich sehe in meiner Auserw\u00e4hlten, dass mein Reich sich seinen Weg bahnt, sich ausbreitet und festigt.<br \/>\nDeshalb will Ich deine Akte in meinem Willen \u00fcber jedem Gedanken der Gesch\u00f6pfe sehen, in jedem Wort, Herzschlag, Schritt und Werk, in allem. Einstweilen denken Wir daran, unser Reich aufzurichten.<br \/>\nWenn es gebildet ist, werden Wir Uns um die k\u00fcmmern, die fliehen und um die, die im Netz des Lichtes meines Willens bleiben.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 20; 9. Januar 1927)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2026 Ich meditierte also weiter \u00fcber den G\u00f6ttlichen Willen und gab mich ganz seinen g\u00f6ttlichen Armen hin, und mein geliebter Jesus f\u00fcgte hinzu: \u201eGute Tochter, du musst wissen, dass mein G\u00f6ttlicher Wille in sich alles besitzt und einschlie\u00dft, alle Freuden und Sch\u00f6nheiten.<br \/>\nAus Ihm geht alles hervor. Ohne etwas zu verlieren, schlie\u00dft Er alles in sich ein und tr\u00e4gt sozusagen alle und alles in seinem unermesslich gro\u00dfen Licht-Scho\u00df.<br \/>\nSo leben alle in Ihm, jedoch mit diesem Unterschied: die Seele, die mit ihrem ganzen Willen in Ihm leben m\u00f6chte und sich seiner Herrschaft unterwirft, lebt als Tochter.<br \/>\nAls Tochter wird sie zur Erbin der Freuden, Sch\u00f6nheiten und G\u00fcter ihrer Mutter eingesetzt, sodass diese g\u00f6ttliche Mutter ganz bestrebt ist, ihre Tochter sch\u00f6n zu machen, zu bereichern und zu erfreuen.<br \/>\nWer hingegen vom menschlichen Willen leben m\u00f6chte und sich nicht der Herrschaft des G\u00f6ttlichen unterwirft, lebt zwar in diesem Heiligen Willen \u2013 aber nicht als Tochter, sondern als Fremde.<br \/>\nAlle Freuden verwandeln sich f\u00fcr sie in Bitterkeit, die Reicht\u00fcmer in Armut, die Sch\u00f6nheit in H\u00e4sslichkeit. Als Fremde lebt sie n\u00e4mlich gleichsam abgesondert von den G\u00fctern meines G\u00f6ttlichen Willens und verdient zu Recht, dass sie nichts Gutes besitzt.<br \/>\nIhr menschlicher Wille, der sie unterjocht, gibt ihr das, was er besitzt: Leidenschaften, Schw\u00e4chen, Armseligkeiten.<br \/>\nNichts entgeht meinem G\u00f6ttlichen Willen, nicht einmal die H\u00f6lle: da die Seelen in der H\u00f6lle Ihn im Leben nicht liebten, sondern als von Ihm getrennte Glieder lebten \u2013 aber stets in Ihm, nicht au\u00dferhalb von Ihm \u2013 dann verwandeln sich in diesen d\u00fcsteren Kerkern Freuden, Gl\u00fcck und Seligkeiten meines G\u00f6ttlichen Willens in Leiden und ewige Qualen.<br \/>\nDarum ist das Leben in meinem Willen nichts Neues, wie manche glauben. Alle leben in Ihm, Gute und Schlechte, neu kann man nur die Art zu leben nennen, wo man Ihn als kontinuierlichen Akt des Lebens erkennt und Ihm die Herrschaft in allen seinen Akten gibt.<br \/>\nIn der Tat, das Leben in Ihm ist die Heiligkeit eines jeden Augenblicks, welche die Seele empf\u00e4ngt. Sie w\u00e4chst sozusagen st\u00e4ndig in der Heiligkeit, aber es ist eine von meinem Willen gespeiste Heiligkeit, die zusammen mit Ihm gewachsen ist.<br \/>\nSo nimmt die Seele meinen Willen als Leben wahr, mehr als ihr eigenes Leben. Wer aber nicht in Ihm lebt, erkennt Ihn, obwohl er in Ihm ist, nicht in jedem seiner Akte, und lebt so, als w\u00e4re er fern von Ihm und w\u00fcrde nicht den kontinuierlichen Akt seines Lebens empfangen \u2013 wenngleich er Ihn doch empf\u00e4ngt.<br \/>\nAuf diese Weise wird nicht die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen herangebildet, sondern h\u00f6chstens eine Heiligkeit, je nach den Umst\u00e4nden.<br \/>\nSo erinnern sich die Menschen an meinen G\u00f6ttlichen Willen, wenn sie Not, Leid oder Kreuz bedr\u00fcckt, und man h\u00f6rt sie ausrufen: \u2018Es geschehe der Wille Gottes.\u2019<br \/>\nWo ist aber mein Wille in ihrem restlichen Leben? War Er nicht schon bei ihnen und wirkte in all ihren Akten mit? Er war da, doch sie erkannten Ihn nicht.<br \/>\nEr gleicht einer Mutter, die in ihrem Palast lebt und viele Kinder zur Welt gebracht hat. Einige von ihnen bleiben stets bei der Mutter, die ihnen edle Manieren beibringt, sie mit k\u00f6stlichen und guten Speisen n\u00e4hrt, mit anst\u00e4ndiger Kleidung versorgt, ihnen ihre Geheimnisse anvertraut und sie zu Erben ihrer G\u00fcter macht.<br \/>\nMan kann sagen, die Mutter lebt in den Kindern, und die Kinder in der Mutter. Sie begl\u00fccken einander und lieben sich mit unzertrennlicher Liebe.<br \/>\nDie anderen Kinder leben [zwar auch] im Palast der Mutter, sind aber nicht immer bei ihr, sondern leben gerne in Zimmern, die weit weg von der Mutter sind.<br \/>\nSo lernen sie nicht ihre edlen Manieren und sind nicht angemessen gekleidet. Die Speisen, die sie einnehmen, schaden ihnen mehr als sie n\u00fctzen; und wenn sie manchmal zur Mutter gehen, dann nicht aus Liebe, sondern aus einer Not heraus.<br \/>\nSo ist ein gro\u00dfer Unterschied zwischen diesen und jenen Kindern, trotzdem leben die einen wie die anderen im Palast der Mutter. So ist es: alle leben in meinem Willen, doch nur wer in Ihm leben will, lebt in Ihm wie jene Kinder bei ihrer Mutter.<br \/>\nAlle anderen kennen Ihn nicht einmal, obwohl sie in Ihm leben; wieder andere leben als Fremde, und andere kennen Ihn, um Ihn zu beleidigen.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia \u2013 DI Irmengard Haslinger \u2013 F\u00fcr den privaten Gebrauch \u2013 Band 30; 20. M\u00e4rz 1932)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":94697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-70995","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70995"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70995\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}