{"id":73908,"date":"2025-11-04T20:00:13","date_gmt":"2025-11-04T19:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/mittwoch-der-31-woche-im-jahreskreis-lk-1425-33-2\/"},"modified":"2025-11-05T16:06:58","modified_gmt":"2025-11-05T15:06:58","slug":"mittwoch-der-31-woche-im-jahreskreis-lk-1425-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/mittwoch-der-31-woche-im-jahreskreis-lk-1425-33\/","title":{"rendered":"Mittwoch der 31. Woche im Jahreskreis (Lk 14,25-33)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">25In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: 26Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Br\u00fcder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein J\u00fcnger sein.<br \/>\n27Wer nicht sein Kreuz tr\u00e4gt und mir nachfolgt, der kann nicht mein J\u00fcnger sein. 28Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel f\u00fcr das ganze Vorhaben ausreichen?<br \/>\n29Sonst k\u00f6nnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, w\u00fcrden ihn verspotten 30und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende f\u00fchren.<br \/>\n31Oder wenn ein K\u00f6nig gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und \u00fcberlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anr\u00fcckt? 32Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. 33Darum kann keiner von euch mein J\u00fcnger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #008000;\">\u201eWenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Br\u00fcder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein J\u00fcnger sein\u201c (Lk 14, 26)<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich sehr zu k\u00e4mpfen hatte, lie\u00df sich der gebenedeite Jesus in meinem Inneren sehen und sagte: \u201eGehen Wir nachschauen, ob Mich die Gesch\u00f6pfe lieben?\u201c<br \/>\nUnd ich: \u201eSicher werden sie Dich lieben, da Du das liebenswerteste Wesen bist; wer w\u00e4re so verwegen, Dich nicht zu lieben?\u201c Und Er: \u201eGehen Wir, dann wirst du sehen, was sie tun.\u201c So machten Wir Uns auf, und als Wir an einem Ort mit vielen Menschen ankamen, streckte Er seinen Kopf aus meinem Inneren und sprach jene Worte, die Pilatus gesprochen hatte, als er Ihn dem Volk zeigte: \u201aEcco Homo\u2019 (\u201aHier ist der Mensch\u2019). Ich verstand, dass diese Worte bedeuten, dass sie gefragt wurden, ob sie den Herrn als ihren K\u00f6nig wollten, und Er die Herrschaft in ihren Herzen, ihrem Geist und ihren Werken habe. Und sie antworteten: \u201eNehmt Ihn weg, wir wollen Ihn nicht, vielmehr, kreuzigt Ihn, damit jede Erinnerung an Ihn zerst\u00f6rt werde.\u201c O, wie oft wiederholten sich diese Szenen!<br \/>\nSo sagte der Herr zu jedem: \u201eEcce Homo\u201c. Da erhob sich ein Gemurmel und eine Verwirrung. Manche sagten: \u201eIch will Ihn nicht als meinen K\u00f6nig, ich m\u00f6chte Reicht\u00fcmer\u201c, andere wollten Vergn\u00fcgen, Ehre, W\u00fcrden und viele andere Dinge. Mit Schauder h\u00f6rte ich ihre Stimmen, und der Herr sagte zu mir: \u201eHast du gesehen, wie niemand Mich will? Und doch ist dies noch nichts; wenden Wir Uns dem religi\u00f6sen Stand zu und schauen Wir, ob sie Mich wollen.\u201c Da befand ich mich unter Priestern, Bisch\u00f6fen, gottgeweihten Frauen und Frommen, und mit klangvoller Stimme wiederholte Jesus: \u201eEcce Homo!\u201c.<br \/>\nUnd jene sagten: \u201eWir lieben Ihn, doch wir wollen auch unsere Bequemlichkeit\u201c, andere: \u201eWir wollen Ihn, doch zusammen mit unseren Interessen\u201c, wieder andere antworteten: \u201eWir lieben Ihn, doch zugleich mit Wertsch\u00e4tzung und Ehre; was tut ein Gottgeweihter ohne Wertsch\u00e4tzung?\u201c Andere erwiderten: \u201eWir wollen Ihn, doch zusammen mit einigen Befriedigungen durch die Gesch\u00f6pfe; wie kann man allein leben, und ohne dass uns jemand Befriedigung verschafft?\u201c Manche gingen soweit, dass sie zumindest im Sakrament der Beichte eine Befriedigung wollten, doch allein wollte Ihn fast niemand haben, und es fehlte auch nicht einer, der sich um Jesus Christus \u00fcberhaupt nicht k\u00fcmmerte.<br \/>\nDa sprach Er ganz betr\u00fcbt zu mir: \u201eMeine Tochter, ziehen Wir Uns zur\u00fcck; hast du gesehen, wie niemand Mich will oder h\u00f6chstens zusammen mit etwas, das ihm gef\u00e4llt? Ich bin damit nicht zufrieden, denn wahre Herrschaft ist es, wenn man alleine regiert.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 4; 6. M\u00e4rz 1903)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Morgen kam der gebenedeite Jesus nicht, und ich befand mich au\u00dferhalb meines K\u00f6rpers und ging auf der Suche nach meinem h\u00f6chsten und einzigen Gut immer wieder umher. Da ich Ihn nicht fand, f\u00fchlte sich meine Seele jeden Augenblick wie zum Sterben. Doch was meine Qual noch steigerte, war das Empfinden, dass ich zu sterben glaubte und doch nicht starb, denn wenn ich sterben k\u00f6nnte, h\u00e4tte ich mein Ziel erreicht, immer im Mittelpunkt, in Gott, zu sein.<br \/>\nO Trennung, wie bitter und leidvoll bist du, keine Pein ist mit dir vergleichbar! O Beraubung Gottes, du zehrst auf, durchbohrst, bist ein zweischneidiges Schwert, das an einer Seite schneidet und an der anderen brennt; der Schmerz, den du zuf\u00fcgst, ist unermesslich, wie Gott unermesslich ist!<br \/>\nW\u00e4hrend ich umherwanderte, fand ich mich im Fegefeuer, und mein Kummer und meine Tr\u00e4nen schienen die Leiden dieser armen Seelen, die ihres Lebens, d.h. Gottes beraubt sind, noch zu steigern. Unter ihnen schienen mehrere Priester zu sein, und einer von ihnen schien mehr zu leiden als die anderen. Dieser sprach zu mir:<br \/>\n\u201eMeine schweren Leiden kommen daher, dass ich im Leben sehr an famili\u00e4ren Interessen hing, an irdischen Dingen und manch eine Anh\u00e4nglichkeit an gewisse Personen hatte. Das verursacht dem Priester einen solch gro\u00dfen Schaden, dass sich ein Panzer aus schmutzbedecktem Eisen bildet, der ihn wie ein Gewand umh\u00fcllt, und nur das Feuer des Fegefeuers und das Feuer der Beraubung Gottes k\u00f6nnen diesen Panzer vernichten, wobei im Vergleich zur Beraubung Gottes das erste Feuer verschwindet. O, wie sehr leide ich! Meine Leiden sind unaussprechlich. Bete, bete f\u00fcr mich.\u201c<br \/>\nIch f\u00fchlte mich noch mehr gemartert und befand mich in meinem K\u00f6rper. Sp\u00e4ter sah ich kurz den Schatten des gebenedeiten Jesus, und Er sprach zu mir: \u201eMeine Tochter, was suchtest du? F\u00fcr dich gibt es keine anderen Erleichterungen und Hilfen als Mich allein.\u201c<br \/>\nEr verschwand wie ein Lichtstrahl, und ich blieb zur\u00fcck und sagte: \u201eAch, Er selbst sagt mir, dass Er allein alles f\u00fcr mich ist! Und doch hat Er den Mut, mich allein zu lassen und Seiner beraubt.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 6; 30. Juli 1904)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach dachte ich an den Kummer, als meine schmerzhafte, im Herzen durchbohrte Mutter sich von Jesus trennte und ihn tot im Grab zur\u00fccklie\u00df, und ich dachte mir: \u201eWie ist es m\u00f6glich, dass Sie so viel Kraft hatte, Ihn zu verlassen?<br \/>\nEs stimmt zwar, dass Er tot war, doch war es immerhin der Leib Jesu. Wieso wurde Sie nicht eher von ihrer Mutterliebe verzehrt, als dass Sie einen einzigen Schritt weg von jenem verstorbenen Leib tun konnte?<br \/>\nWelcher Heroismus, welche St\u00e4rke!\u201c Da bewegte sich mein s\u00fc\u00dfer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: \u201eMeine Tochter, willst du wissen, wieso meine Mutter die Kraft hatte, Mich zu verlassen?<br \/>\nDas ganze Geheimnis der Kraft lag in meinem Willen, der in Ihr herrschte. Sie lebte im G\u00f6ttlichen, nicht im menschlichen Willen, darum besa\u00df Sie unermessliche Kraft.<br \/>\nWisse vielmehr, als meine durchbohrte Mutter Mich im Grab zur\u00fccklie\u00df, hielt mein Wille Sie in zwei unermesslichen Meeren versenkt: das eine war das des Schmerzes, und das andere, ausgedehntere, das der Freude und Seligkeiten.<br \/>\nW\u00e4hrend das des Schmerzes Ihr alle Martyrien bereitete, verlieh Ihr das der Freuden, alle Wonnen, und ihre einzigartige, sch\u00f6ne Seele folgte Mir in die Vorh\u00f6lle und wohnte dem Fest bei, das Mir alle Patriarchen, Propheten, ihr Vater, ihre Mutter und unser lieber heiliger Joseph bereiteten.<br \/>\nDie Vorh\u00f6lle wurde durch meine Anwesenheit zum Paradies, und Ich konnte nicht anders als Jene, die in meinen Leiden unzertrennlich von Mir war, an diesem ersten Fest der Gesch\u00f6pfe teilhaben zu lassen.<br \/>\nIhre Freude war so gro\u00df, dass sie die Kraft hatte, sich von meinem Leib zu trennen, sich zur\u00fcckzuziehen und die Vollendung meiner Auferstehung als Vollendung der Erl\u00f6sung zu erwarten.<br \/>\nDie Freude st\u00fctzte sie im Schmerz, und der Schmerz st\u00fctzte sie in der Freude. Wer meinen Willen besitzt, dem kann es weder an Kraft noch an Macht noch an Freude fehlen, sondern er hat alles zu seiner Verf\u00fcgung. Erf\u00e4hrst du das nicht an dir selbst, wenn du Meiner beraubt bist, und du dich verzehrt f\u00fchlst?<br \/>\nDas Licht des G\u00f6ttlichen FIAT bildet in dir sein Meer der Gl\u00fcckseligkeit und gibt dir das Leben.\u201c (aus \u201eDas Buch des Himmels\u201c; Vorl\u00e4ufiger deutscher Text, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia &#8211; DI Irmengard Haslinger &#8211; F\u00fcr den privaten Gebrauch &#8211; Band 21; 16. April 1927)<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-73908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-willst-du-wirklich-im-goettlichen-willen-leben-dann-werden-wir-jeden-tag-einen-schritt-machen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73908"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73908\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.daslebenimgoettlichenwillen.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}