VI. Station: Veronika reicht Jesus das Schweisstuch
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich, denn durch Dein Heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.
Was kann das Schweisstuch anderes sein als unser Leben? Gott „verwirklicht“ Sich in, und durch unser Leben. Gott beginnt in uns lebendig zu werden, wenn wir Ihn nur lebendig sein lassen. Die „kleine Liebe“ ist das Entscheidende. Wer aufrichtig in Gott verliebt ist, in dem wird Gott lebendig sein. Die lebendige Liebe wird den Menschen unaufhörlich lebendig machen. Der Mensch wird in seinem ganz unscheinbaren, nichtssagenden Elend, grösstes Glück, höchste Zufriedenheit, und vollkommene Erfüllung erfahren. Der Mensch wird leben, was die Welt nicht wahrhaben will. Wir müssen Gott unser Leben hinhalten, damit Er Sein Antlitz in unser Leben einprägen kann. Das Antlitz Gottes findet Sich in unserem alltäglichen, kleinen Leben wieder. Gott ist in uns. Er ist mit uns. Das ist viel wahrer und konkreter, als wir es jetzt auch nur zu erahnen vermögen.
• Vater Unser …
• Gegrüsset seist du Maria …
• Ehre sei dem Vater …
• Maria, Mutter und Miterlöserin des ganzen Menschengeschlechtes, bitte für uns.
