XII. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich, denn durch Dein Heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst.

Wie unscheinbar, nichtssagend, und klein war doch das Kreuz Jesu, war doch der Gekreuzigte! Ein ganz unschuldiger Mensch stirbt scheinbar sinnlos an einem Kreuz. Am Kreuz vollzieht sich das Göttliche Opfer in aller Stille. Es gibt nur dieses eine göttlich – menschliche Opfer Jesu Christi. Gott ist die Liebe. Die Liebe ist unendlich. Gott ist unendlich. Das Göttliche Opfer der Liebe ist unendlich und wirkt unendlich. Menschlich gesehen ist es scheinbar unscheinbar nichts, und doch hat die Wahrheit alles bewirkt: unsere Erlösung! Jesus Christus hat unser Leben erlöst.

Er hat uns an Sich gezogen, Er, der von der Erde erhöht ist, der Gekreuzigte. Er hat unser Leben erhoben. Der Erlöser hat uns zur Würde der Miterlöser erhoben. Er hat unser ganz kleines, unscheinbares, nichtiges Elend, unser Nichts, unseren „Lebensschmerz“, wertvoll gemacht. Jeder kleine Akt der Liebe in unserem Leben ist wertvoll für Ihn. Deshalb sagt Er uns am Kreuz: „Mich dürstet.“ Es sind unsere kleinen Taten der Liebe, die in der Liebe zur grössten Liebe werden. Die Heiligkeit verwirklicht sich in unserem Leben, deshalb könnten wir sie auch „Alltagsheiligkeit“ nennen. Maria, unsere Mutter, die Miterlöserin, steht mit uns unter dem Kreuz. Wir stehen mit unserem „Lebenskreuz“ unter dem Kreuz Gottes. Wir übergeben alles ihr, denn Maria wird uns zum „Neuen Leben“ führen, das sich in uns zu verwirklichen beginnen wird, wenn wir beginnen, ihr Leben zu leben.

• Vater Unser …
• Gegrüsset seist du Maria …
• Ehre sei dem Vater …
• Maria, Mutter und Miterlöserin des ganzen Menschengeschlechtes, bitte für uns.