21In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. 22Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
23In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: 24Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
25Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! 26Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
27Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. 28Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

„Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten“ (Mk 1,22)

… (155) Diese sind also die zwei Arten, auf welche es mir schien, dass meine Seele aus dem Körper austritt, und in diesen zwei Arten, in denen die Seele herausgeht, spricht Gott zu mir.
Diese Art des Sprechens nennt Er Selbst „intellektuelles Sprechen“, und ich will mich bemühen, es zu erklären: nachdem die Seele aus dem Leib herausgegangen ist und sich vor Jesus befindet, benötigt sie keine Worte, um zu verstehen, was der Herr ihr sagen will, noch muss die Seele sprechen, um sich selbst verständlich zu machen, sondern wie gut verstehen wir uns doch durch den Intellekt, wenn wir zusammen sind!
Von einem Licht, das von Jesus her in meinen Intellekt kommt, fühle ich alles in mich eingeprägt, was Jesus mir verständlich machen will. Diese Art ist sehr hoch und erhaben, sodass die menschliche Natur kaum fähig ist, dies mit Worten zu erklären, sie kann kaum eine Idee davon wiedergeben.
Diese Art, wie Jesus sich verständlich macht, ist äußerst schnell – in einem einzigen Augenblick begreift man viele erhabene Dinge, mehr als durch das Lesen ganzer Bücher.
O, was für ein genialer Lehrer Jesus ist – in einem einfachen Augenblick lehrt Er so viele Dinge, während es ganze Jahre für jemand anderen braucht, wenn es ihm überhaupt gelingt, denn die irdischen Lehrer haben nicht die Macht, den Willen ihrer Schüler anzuziehen oder die Wissenschaft in ihren Geist ohne Mühe und Plage einflößen zu können.
Nicht so mit Jesus: Seine Süßigkeit, die Lieblichkeit seiner Bewegungen, die Sanftheit seiner Rede sind so groß – und dann ist Er so schön, dass sich die Seele, sobald sie Ihn sieht, so stark hingezogen fühlt, dass die Geschwindigkeit, mit der sie Jesus nacheilt, zuweilen so groß ist, dass sie, beinahe ohne zu merken, sich in ihren Geliebten umgewandelt findet, und die Seele ihr irdisches Wesen nicht mehr erkennen kann, so sehr ist sie eins geworden mit dem Göttlichen Sein.
Wer kann wiedergeben, was die Seele in diesem Zustand empfindet? Jesus selber wäre nötig, oder eine Seele, die vollkommen vom Leib getrennt ist, denn indem sich die Seele wieder von der Mauer ihres Leibes umgeben findet, und das Licht verliert, das sie vorher umflossen hat und versenkt hielt, geht viel verloren und die Seele bleibt im Dunkeln. Versucht sie also, etwas zu sagen, so kann sie es nur grob tun.
Um eine Vorstellung davon zu geben, stelle man sich einen Blindgeborenen vor, dem es niemals gegeben war, zu sehen, was im ganzen Universum enthalten ist, und der wenige Minuten lang die Gabe hätte, die Augen dem Licht zu öffnen und er alles sehen könnte, was die Welt enthält – die Sonne, den Himmel, das Meer, die vielen Städte, die vielen Maschinen, die Vielfalt der Blumen und die vielen andere Dinge, die es in der Welt gibt, und der, nach diesen wenigen Minuten des Lichtes, wieder in die vorige Blindheit zurückkehrt.
Könnte er nun alles, was er gesehen hat, genau beschreiben? Er kann nur einen groben Umriss geben und ein paar verworrene Dinge sagen. Nun, etwas ähnliches geschieht, wenn die Seele sich losgelöst findet, und dann in den Leib zurückkehrt.
Ich weiß nicht, ob ich Unsinn sage, aber wie dem armen Blinden nichts anderes bliebe als die Traurigkeit, das Sehvermögen verloren zu haben, so lebt die Seele stöhnend und in einem beinahe gewaltsamen Zustand, denn die Seele fühlt sich immer zum höchsten Gut gedrängt. So stark ist die Anziehung, dass Jesus in ihr verbleibt, sodass sie gerne immer zu ihrem Gott hingezogen bleiben möchte.
Aber das kann nicht sein, daher lebt sie als wäre sie im Fegefeuer. Ich füge hinzu, dass die Seele in diesem Zustand nichts eigenes [von ihr selbst] besitzt – alles ist Wirken des Herrn… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)

„Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet“ (Mk 1, 27)

… „Meine Tochter, wenn du das wiederholst, was Ich dich gelehrt habe, so fühle Ich Mich von meiner eigenen Liebe verwundet. Als Ich es dich lehrte, verwundete Ich dich mit meiner ewigen Liebe; wenn du es Mir wiederholst, verwundest du Mich, und auch deine bloße Erinnerung an meine Worte und Lehren sind Wunden, die du Mir zufügst.
Wenn du Mich liebhast, verwunde Mich immer.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 15. Dezember 1919)

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… „Meine Tochter, mein Leben hier unten war sehr kurz, und den größten Teil davon verbrachte Ich im Verborgenen. Doch obwohl es sehr kurz war, meine Menschheit aber von einem Göttlichen Willen beseelt war, wie viele Wohltaten vollbrachte Ich nicht?
Die ganze Kirche hängt von meinem Leben ab, sie trinkt bis zur Sättigung an der Quelle meiner Lehre. Jedes meiner Worte ist eine Quelle, die alle Christen nährt, jedes meiner Beispiele ist mehr als die Sonne, die erleuchtet und wärmt, befruchtet und die größten Arten von Heiligkeit heranreifen lässt, sodass alle Heiligen, alle Guten, all ihre Leiden und ihr Heroismus im Vergleich zu meinem sehr kurzen Leben, wie kleinen Flämmchen angesichts der großen Sonne wären.
Da in Mir der Göttliche Wille regierte, dienten alle Leiden, die Demütigungen, die Verlegenheit, die Widersprüche, die Anklagen, welche Mir die Feinde im Laufe meines Lebens und meiner Passion bereiteten, zu ihrer Schmach und zu ihrer eigenen größeren Verwirrung, denn da in Mir ein Göttlicher Wille war, glich Ich der Sonne: wenn sich die Wolken am unteren Teil der Atmosphäre ausbreiten, scheinen sie der Sonne Schande zu bereiten, indem sie die Erdoberfläche verfinstern und für einen Augenblick das lebhafte Sonnenlicht verdunkeln.
Doch die Sonne lacht über die Wolken, da deren Leben in der Luft nicht von Dauer und ihre Existenz flüchtig ist. Es reicht ein leichter Wind, um sie zu vertreiben, und die Sonne triumphiert stets mit ihrer Lichtfülle, die die ganze Erde beherrscht und erfüllt.
So war es auch bei Mir: Alles, was meine Feinde mir antaten und auch mein Tod selbst, waren wie viele Wolken, die meine Menschheit bedeckten, doch die Sonne meiner Gottheit konnten sie nicht antasten. Kaum wehte der Wind der Macht meines Göttlichen Willens, so verschwanden die Wolken, und Ich erstand, mehr als die Sonne, herrlich und triumphierend, und meine Feinde waren noch beschämter als zuvor.
Meine Tochter, in der Seele, wo mein Wille in seiner ganzen Fülle regiert, sind die Minuten des Lebens wie Jahrhunderte, und Jahrhunderte der Fülle an allen Gütern. Wo Er aber nicht regiert, sind die Jahrhunderte des Lebens kaum Minuten an Gütern, die sie enthalten.
Wenn die Seele, in der mein Wille regiert, je Demütigungen, Widersprüche und Leiden erträgt, so sind diese wie Wolken, die der Wind des Göttlichen FIAT mit ihrer Schande über jene entlädt, die es gewagt haben, den Träger meines Ewigen Willens anzutasten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 16. April 1927)

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… „Meine Tochter, du dankst Mir, dass Ich dich das niederschreiben ließ, was meinen Willen betrifft, diese ganz himmlische Lehre, welche die Kraft hat, sein pochendes und ganz himmlisches Leben dem mitzuteilen, der diese Schriften lesen wird.
Mein Wille pulsiert inmitten der Geschöpfe, doch Er lebt wie unterdrückt vom menschlichen Willen. Diese Schriften werden seinen Herzschlag so stark fühlen lassen, dass Er den menschlichen Willen gleichsam ersticken und seinen ersten Platz des Lebens einnehmen wird, der Ihm zusteht, weil mein Wille der Herzschlag und das Leben der ganzen Schöpfung ist.
Darum besitzen diese Schriften unermesslichen Wert, den Wert eines Göttlichen Willens. Wenn es Schriften aus Gold wären, würde dieses Gold bei weitem vom großen Wert übertroffen, den sie in sich selbst enthalten.
Diese Schriften sind Sonnen, die mit Buchstaben aus strahlendstem Licht in die vier Wände des Himmlischen Vaterlandes eingeprägt sind und die schönste Zierde dieser Mauern der Ewigen Stadt bilden, wo alle Seligen beim Lesen der Buchstaben des Höchsten Willens entzückt und erstaunt sind.
So könnte Ich in diesen Zeiten keine größere Gnade schenken, als die Buchstaben des Himmlischen Vaterlandes durch dich allen Geschöpfen zu übermitteln, die das Leben des Himmels in ihre Mitte bringen werden.
Nun, wie du Mir dankst, danke Ich dir, dass du dich zur Verfügung gestellt hast, meine Belehrungen zu empfangen und das Opfer zu bringen, unter meinem Diktat zu schreiben.
Es war mein Göttlicher Wille, Der während deines Schreibens die lebendige Kraft seines feurigen, ewigen und lebensspendenden Herzschlags strömen ließ, den Ich in deine Buchstaben einprägte.
Wenn du sie daher wieder liest, nimmst du die ganz himmlische Erneuerung wahr, die in diesen eingeprägt ist. Es wird also recht schwierig sein, dass jene, die diese Schriften lesen werden, dieses pochende Leben meines Willens nicht fühlen und sich nicht von der Kraft seines belebenden Herzschlags aus der Lethargie aufrütteln lassen, in der sie sich befinden!
Diese Schriften über mein Höchstes FIAT werden mit der Kraft seines Lichtes den menschlichen Willen überstrahlen und Balsam für die menschlichen Wunden sein. Sie werden Opium für alles Irdische sein: die Leidenschaften werden fühlen, wie sie absterben, und aus ihrem Tod wird das Leben des Himmels unter den Menschen wieder auferstehen.
Sie werden die wahren Himmelsheere bilden, die, während sie den menschlichen Willen und alle von ihm hervorgerufenen Übel belagern, den Frieden, die verlorene Glückseligkeit, das Leben meines Willens unter den Menschen wiedererstehen lassen.
Diese Belagerung wird niemandem Schaden zufügen, denn es ist mein Wille, den menschlichen Willen in den Belagerungszustand zu versetzen, damit er die armen Geschöpfe nicht mehr tyrannisiere, sondern sie im Reich meines Willens frei lässt.
Daher habe Ich so sehr darauf bestanden und bestehe darauf, dass du schreibst. Ich habe dich am Kreuz gehalten, dich geopfert. Das war notwendig, [denn] es ging um das Wichtigste, es war der Widerhall des Himmels, das Leben von hier oben, das Ich auf Erden bilden will.
Daher wiederhole Ich dir beständig: „Sei aufmerksam, unterlasse nichts, und dein Flug in meinem Willen sei andauernd“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 29. Januar 1928)