29In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. 30Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
31Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo. 32Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.

„… Sie fordert ein Zeichen“ (Lk 11,29)

Ich schreibe nur, um zu gehorchen, ansonsten wäre ich nicht nütze, auch nur ein einziges Wort zu schreiben; und nur die Furcht, dass ich meinen süßen Jesus betrüben könnte, wenn ich es nicht täte, gibt mir Eifer und Kraft.
Nun fährt Er fort, über sein Heiligstes Wollen zu sprechen, und bei seinem Kommen sagte Er zu mir: „Meine Tochter, die Heiligkeit in meinem Wollen ist noch nicht bekannt, dies ist der Grund für die Verwunderung auf ihrer Seite, denn wenn ein Ding bekannt ist, hört das Staunen auf.
Alle Arten von Heiligkeit werden symbolisiert durch etwas, was in der Schöpfung verstreut ist: Es gibt die Heiligkeit, die durch die Berge symbolisiert wird, andere von Bäumen, von Pflanzen, von kleinen Blumen, von Sternen, und viele andere Gleichnisse.
All diese Heiligkeiten haben ihr begrenztes und individuelles Gute, haben ihren Ursprung wie auch das Ende, sie können nicht alles umfassen und allen Gutes tun, wie dies ein Baum und eine Blume nicht kann.
Nun, es ist die Sonne, die die Heiligkeit meines Wollens symbolisiert. Die Sonne war immer und wird immer sein, und obwohl sie einen Anfang darin hatte, die Welt zu erleuchten, ist sie Licht, das aus meinem ewigen Licht hervorging, sodass man sagen kann, dass sie keinen Anfang hat.
Die Sonne tut allen Gutes, breitet sich mit ihrem Licht über alle aus und macht bei niemandem eine Ausnahme. Mit ihrer Majestät und ihrer Herrschaft regiert sie über alles und gibt allem Leben, auch der kleinsten Blume, doch still, ohne Lärm und fast unbeachtet.
O, wenn eine Pflanze etwas Geringes täte, einen Schatten dessen, was die Sonne tut, wenn sie einer anderen Pflanze Wärme gäbe, würden alle „Wunder!” rufen, alle wollten sie sehen und würden mit Staunen darüber sprechen.
Die Sonne, die allem Leben und Wärme gibt, und die das ständige Wunder ist, von ihr spricht niemand, niemand wundert sich, und das kommt daher, weil der Mensch die Augen stets am Boden und bei den irdischen Dingen hat, nie in der Höhe und bei den himmlischen Dingen.
Nun, die Heiligkeit in meinem Wollen, die von der Sonne symbolisiert wird, wird aus dem Mittelpunkt meiner Heiligkeit hervorgehen. Sie wird ein Strahl sein, geboren aus meiner Heiligkeit, die keinen Anfang hat.
So existierten diese Seelen in meiner Heiligkeit, existieren und werden existieren; sie waren gemeinsam mit Mir in dem Guten, das Ich tat. Sie sind nie aus dem Strahl hinausgetreten, in dem Ich sie zum Licht geboren hatte.
Da sie sich nie von meinem Willen getrennt haben, erfreute Ich Mich mit ihnen und tue es noch immer. Meine Einheit mit ihnen ist andauernd; Ich sehe sie über allem schweben.
Die menschlichen Stützen existieren nicht für sie, so wie sich die Sonne an keinem Punkt anlehnt: sie lebt wie isoliert in der Höhe, doch mit ihrem Licht schließt sie alles in sich ein. So sind diese Seelen: Sie leben in der Höhe wie die Sonne, doch ihr Licht steigt in den tiefsten Grund hinab, dehnt sich über alle aus.
Ich käme Mir vor, als würde Ich sie betrügen, wenn Ich sie zur Seite stellte und sie nicht das tun ließe, was Ich tue; deshalb gibt es keine Wohltat, die nicht von ihnen herabsteigt. In dieser Heiligkeit sehe Ich meine Schatten, meine Abbilder über die ganze Erde hinweg fliegen, in der Luft, am Himmel.
Und deshalb liebe Ich die Welt und werde sie lieben, denn Ich warte darauf, dass meine Heiligkeit das Echo auf der Erde habe, dass meine Strahlen zum Licht heraustreten und Mir die vollständige Herrlichkeit geben, indem sie Mir die Liebe und Ehre wiederherstellen, die die anderen Mir nicht erwiesen haben.
Doch wie die Sonne werden sie die Unbeachtetsten sein, ohne irgendeinen Lärm. Und wenn jemand sie ansehen will, wird meine Eifersucht so groß sein, dass er Gefahr laufen wird, zu erblinden und gezwungen sein wird, den Blick zu senken, um die Sicht wiederzuerlangen. Siehst du, wie schön die Heiligkeit in meinem Willen ist?
Es ist die Heiligkeit, die sich deinem Schöpfer am meisten nähert, deshalb wird sie die Vorherrschaft über alle anderen Arten von Heiligkeit haben, sie wird in sich all die anderen Heiligkeiten zusammen einschließen und das Leben all der anderen Heiligkeiten sein.
Welche Gnade für dich, sie zu kennen! Die Erste zu sein, wie ein Sonnenstrahl, der aus der Mitte meiner Heiligkeit hervorgeht, ohne sich jemals zu trennen! Eine größere Gnade könnte Ich dir nicht geben, ein außergewöhnlicheres Wunder könnte Ich nicht an dir wirken.
Sei aufmerksam, meine Tochter, mein Strahl, denn jedes Mal, wenn du in mein Wollen eintrittst und wirkst, ist es so, als ob die Sonne auf Glasscheiben trifft: so viele Sonnen bilden sich im Glas. So wiederholst du daher mein Leben viele Male, vervielfältigst es und gibst meiner Liebe neues Leben.”
Dann dachte ich mir: „In diesem heiligen Willen kann man keine Wunder oder außergewöhnliche Dinge sehen, auf die die Geschöpfe so aus sind, und um die halbe Welt reisen würden, um eines davon zu haben.
Im Gegenteil, alles geschieht zwischen der Seele und Gott, und wenn die Geschöpfe Gutes empfangen, wissen sie nicht, woher es gekommen ist. Diese Seelen, die im Göttlichen Willen leben, sind wahrhaft wie die Sonne, auf die niemand hinweist, während sie allen Leben und Wärme gibt.”
Nun, während ich darüber nachdachte, kehrte mein Jesus zurück und fügte mit einer imposanten Erscheinung hinzu: „Welche Wunder, welche Wunder! Ist es etwa nicht das größte Wunder, meinen Willen zu tun? Mein Wille ist ewig und es ist ein ewiges Wunder, das nie aufhört, es ist ein Wunder eines jeden Augenblicks, dass der menschliche Wille eine ständige Verbindung mit dem Göttlichen Willen hat.
Das Auferwecken der Toten, den Blinden die Sehkraft zu geben und anderes sind keine ewigen Dinge, sie sind der Vergänglichkeit unterworfen, daher können sie sich Schatten der Wunder nennen, flüchtige Wunder, verglichen mit dem großen und dauernden Wunder, in meinem Willen zu leben.
Du schenke solchen Wundern keine Aufmerksamkeit; Ich weiß, wann sie angebracht und nötig sind.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 12. November 1921)

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… „Meine Tochter, die ganze Welt ist drunter und drüber, und alle erwarten Veränderungen, Frieden und Neues. Die Menschen kommen bei Konferenzen zusammen und wundern sich, dass sie zu keinen Entschlüssen und ernsthaften Entscheidungen imstande sind, sodass kein wahrer Friede geschaffen wird und sich alles in Worten auflöst, ohne Ergebnis. Sie hoffen, dass weitere Konferenzen zu seriösen Entscheidungen führen können, aber sie warten vergebens. Und inzwischen sind alle in dieser Erwartung in Angst: einige bereiten neue Kriege vor, einige erhoffen neue Eroberungen. Doch dadurch verarmen die Völker und werden ihrer Lebensgrundlage beraubt, und während sie warten, der gegenwärtigen traurigen Ära müde, die sie dunkel und blutig einhüllt, warten und hoffen sie auf eine neue Ära des Friedens und des Lichtes. Die Welt befindet sich genau an demselben Punkt, wie zu der Zeit, als Ich auf die Erde kommen sollte: alle waren in Erwartung eines großen Ereignisses, einer neuen Ära, wie es tatsächlich geschah. So ist es auch jetzt, wo das große Ereignis, die neue Ära kommen soll, in welcher der Wille Gottes auf Erden wie im Himmel geschehen soll. Alle sind in Erwartung einer neuen Ära, überdrüssig der jetzigen, ohne zu wissen, was dieses Neue, diese Veränderung sein mag, wie sie es auch nicht wussten, als Ich auf die Erde kam.
Diese Erwartung ist ein sicheres Zeichen, dass die Stunde nahe ist, doch das sicherste Zeichen ist, dass Ich jetzt offenbare, was Ich tun will, und dass Ich Mich an eine Seele wende – wie Ich Mich an meine Mutter wandte, als Ich vom Himmel auf die Erde herabstieg – und dieser Seele meinen Willen und die Güter und Wirkungen mitteile, die Er enthält, um die ganze Menschheit damit zu beschenken.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 14. Juli 1923)

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Ich dachte mir: „Der gute Jesus sagt so viel Wunderbares über seinen Willen, und dass es nichts Größeres, Höheres, Heiligeres als die Seele gibt, die Er zum Leben in seinem Wollen beruft.
Wenn es so wäre, wer weiß, wie viele wunderbare, großartige Dinge, auch nach außen hin, ich tun sollte; jedoch ist hier nichts Faszinierendes, Beeindruckendes, im Gegenteil, ich fühle mich als die Niedrigste und Unbedeutendste, die nichts Gutes tut – doch die Heiligen – wie viel Gutes haben sie nicht getan? Großartige Dinge, Wunder…! Und doch sagt Er, dass das Leben in seinem Willen alle Heiligen hinter sich lässt.”
Nun, während mir diese und andere Gedanken durch den Kopf gingen, bewegte sich mein Jesus in meinem Inneren und sprach mit seinem gewohnten Licht zu mir:
„Meine Tochter, eine individuelle Heiligkeit, d.h. eine Heiligkeit für eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort, zeigt mehr an äußerlich Wunderbarem, um die Personen dieser Orte und Zeiten anzuziehen, damit sie die Gnade und Wohltaten empfangen, welche diese Heiligkeit enthält.
Die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen hingegen ist keine individuelle Heiligkeit, die darauf angewiesen wäre, bestimmten Orten, bestimmten Leuten und bestimmten Zeiten Gutes zu erweisen, sondern es ist eine Heiligkeit, die allen Menschen aller Zeiten und aller Orte Nutzen bringen soll.
Es ist eine Heiligkeit, die in der Ewigen Sonne meines Willens untertaucht, die alle überflutet, die Licht ohne Worte ist, und Feuer ohne Holz, ohne zu knistern, ohne Rauch; trotzdem hört diese Heiligkeit nicht auf, die majestätischste, schönste und fruchtbarste zu sein. Ihr reinstes Licht, ihre intensivste Wärme, dessen wahres Abbild die Sonne ist, die unseren Horizont erleuchtet, scheint auf alle, doch ohne Lärm.
Die Sonne ist Licht, aber hat keine Worte, sie spricht zu niemandem über das Gute, das sie tut, die Samen, die sie befruchtet, das Leben, das sie allen Pflanzen gibt, und wie sie mit ihrer Wärme die infizierte Luft reinigt und das vernichtet, was der ganzen Menschheit schaden kann; so schweigsam ist sie, dass die Menschen ihr, obwohl sie sie bei sich haben, keine Aufmerksamkeit schenken.
Doch trotzdem hört sie nicht auf, majestätisch und schön zu sein und weiterhin allen Gutes zu tun. Würde die Sonne fehlen, dann würden alle dies beklagen, da das größte Wunder der Fruchtbarkeit und der Bewahrung der ganzen Natur fehlen würde.
Die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ist großartiger als die Sonne. Eine Seele, die aufrichtig und ganz in meinem Willen geordnet ist, ist gewaltiger als ein Schlachtheer.
Ihre Intelligenz ist geordnet und mit meiner ewigen Intelligenz verbunden. Ihre Herzschläge, Gefühle, Wünsche sind mit ewigen Banden geordnet, daher sind ihre Gedanken, ihr Wille und ihr ganzes Inneres, Heere von Botschaftern, die von ihr ausgehen, die Himmel und Erde erfüllen, es sind sprechende Stimmen, sind Waffen, die alle verteidigen, vor allem ihren Gott.
Sie bringen allen Gutes, sie sind die wahre himmlische und göttliche Miliz, welche die Höchste Majestät ganz geordnet in sich selbst bewahrt, stets bereit für alle Ihre Befehle.
Und dann ist da das Beispiel meiner Mutter – die wahre Heiligkeit des Lebens in meinem Willen. Ihr Inneres war ganz untergetaucht in der Ewigen Sonne des Höchsten Willens; da sie die Königin der Heiligkeit der Heiligen sein sollte, und Mutter und Trägerin meines Lebens, und daher aller Güter, zu allen, war sie wie verborgen in allen und brachte ihnen das Gute, ohne sich zu erkennen zu geben.
Mehr als die schweigsame Sonne brachte sie das Licht ohne Worte, das Feuer ohne Aufsehen, das Gute, ohne sich loben zu lassen. Es gab kein Gut, das nicht von ihr ausging, kein Wunder, das nicht von ihr entsprang. In meinem Willen lebend, lebte sie verborgen in allen, und sie war und ist Ursprung der Güter aller.
Sie war so hingerissen in Gott, so gefestigt und geordnet im Göttlichen Willen, dass ihr ganzes Inneres im Meer des Ewigen Wollens schwamm; sie wusste Bescheid um das gesamte Innere aller Geschöpfe und legte ihr Inneres hinein, um sie vor Gott neu zu ordnen.
Gerade das Innere des Menschen bedurfte der Wiederherstellung, der Neuordnung, mehr als das Äußere, und da sie das Größere tun sollte, schien es, als lasse sie das Geringere aus, während sie der Ursprung des äußeren und des inneren Guten war.
Und doch schien sie nach außen keine großen und sensationellen Werke zu tun. Sie ging unbeachteter als die Sonne und verborgen in der Wolke des Lichtes des Göttlichen Willens vorüber, so dass selbst die Heiligen von dem ihren gaben und scheinbar wunderbarere Dinge vollbrachten als meine Mutter selbst.
Und doch, was sind die größten Heiligen vor meiner Himmlischen Mama? Kaum wie kleine Sterne im Vergleich zur großen Sonne, und wenn sie beleuchtet werden, ist die Sonne die Ursache. Doch obwohl sie keine sensationellen Dinge tat, hörte sie nicht auf, auch sichtbar majestätisch und schön zu sein.
Sie schwebte kaum über die Erde und war ganz auf jenen Ewigen Willen ausgerichtet, den sie mit solcher Liebe und Gewalt faszinierte und entzückte, um Ihn vom Himmel auf die Erde zu bringen, und den die menschliche Familie so brutal in den Himmel oben verbannt hatte.
Mit ihrem ganz im Göttlichen Wollen geordneten Inneren, ließ sie der Zeit keine Zeit: wenn sie dachte, wenn ihr Herz klopfte, wenn sie atmete, was sie auch tat – alles war wie bezaubernde Fesseln, um das Ewige Wort auf die Erde herabzuziehen; und tatsächlich siegte sie und bewirkte das größte Wunder, das niemand anderer tun kann.
Dies ist deine Aufgabe, meine Tochter: Mich zu bezaubern und Mich so sehr mit deinem Inneren, das ganz im Höchsten Wollen neu geordnet ist, zu fesseln, um Es vom Himmel auf die Erde zu holen, damit Es bekannt werde und Leben habe, wie im Himmel so auf Erden.
Über alles andere sollst du dir keine Gedanken machen. Wer das Größere tun soll, braucht das Geringere nicht zu tun, sondern es wird anderen der Raum gegeben, damit sie das Geringere tun – und so alle Arbeit haben.
Ich weiß, was notwendig ist: die Zeit, der Ort, die Personen, und wann Ich meine größten Werke bekannt machen soll – auch mit äußeren Wundern. Du aber, setze stets den Aufschwung in meinem Willen fort und fülle Himmel und Erde aus, um Mich derart zu bezaubern, dass Ich nicht umhinkann, das größte Wunder zu wirken – dass mein Wille unter den Menschen herrsche.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 20. August 1923)

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Nachdem ich dem Beichtvater das oben geschriebene mitgeteilt hatte, meinte er, dass er nicht davon überzeugt sei. Wenn es wahr sei, müsste an diesem Morgen die Welt verändert aussehen, wenigstens zum Teil. So blieb ich im Zweifel, und wollte beinahe nichts mehr schreiben und nichts mehr sagen. Als mein liebenswürdiger Jesus kam, gab ich mich seinen Armen hin und schüttete Ihm mein ganzes Herz aus; ich sagte Ihm, was der Beichtvater dachte, und dass sie, um zu glauben, gerne großartige Dinge, Wunder usw. sehen möchten. Mein geliebter Jesus drückte mich an sich, als wollte Er mit seiner Berührung die Zweifel zerstreuen, die mich bedrängten, und sprach zu mir:
„Mut, meine Tochter, lasse dich nicht niederdrücken. Wenn es nicht notwendig wäre, dass du schreibst, hätte Ich dich nicht zu diesem Opfer verpflichtet. Du musst wissen, dass jede Wirkung, alles Gute, jeder Wert, welche Ich dir über meinen Willen offenbare und alles, was die Seele, die in Ihm lebt, tun kann, ebenso viele Geschmäcker, Lockmittel, Magneten, Speisen, Harmonien, Düfte und Lichter sind; so enthält jede Wirkung, die Ich dir mitteile, ihre bestimmte Eigenschaft. Wenn du also nicht all das Gute kundtust, das es in meinem Willen gibt, und wohin die Seele gelangen kann, die in Ihm lebt – so würdest du verantwortlich sein, dass ein Anreiz fehlt, der sie anlockt, ein Geschmack, der sie anzieht, ein Magnet, der sie an sich zieht, eine Speise, die sie sättigt; so würde die vollkommene Harmonie fehlen, der Genuss der Wohlgerüche, das Licht, das den Weg weist…… Da sie also nicht alle möglichen Güter fänden, d.h. sie nicht kennen würden, so hätten sie nicht diese große Sehnsucht, sich über alle anderen Dinge zu erheben, um ihr Leben in meinem Willen zu führen.
Beunruhige dich zudem nicht über das, was dir gesagt wurde. Auch meine Mama enthielt meinen Willen als ihr Leben, und doch nahm die Welt ihren Lauf im Bösen, und man sah keine [äußere] Veränderung, nicht einmal ein äußeres Wunder war an ihr zu sehen; und doch, was sie auf dieser Welt hier unten nicht tat, das bewirkte sie im Himmel mit ihrem Schöpfer. Durch ihr beständiges Leben im Göttlichen Willen bereitete sie einen Platz in sich, um das WORT auf die Erde zu ziehen, änderte das Los des Menschengeschlechts und wirkte das größte Wunder, das kein anderer getan hat und nie tun wird können: das einzigartige Wunder, den Himmel auf die Erde zu bringen. Wer das Größte tun soll, der muss das Geringere nicht tun. Und doch, wer wusste schon davon, was meine Mama tat? Oder was sie mit dem Ewigen tat, um das große Wunder der Herabkunft des Wortes unter die Menschen zu erlangen? Man wusste nur, dass sie die Ursache dafür war, wenige bei meiner Empfängnis, viele, als man Mich auf dem Kreuz verscheiden sah.
Meine Tochter, je größer das Gute ist, das Ich an der Seele tun will – und dieses Gute soll zum Wohle der Menschengeschlechter herabsteigen und Mich vollkommen verherrlichen – umso mehr ziehe Ich sie an Mich und lasse dieses Gute zwischen Mir und der Seele heranreifen und reif werden. Ich sondere sie von allen ab, mache, dass sie [bei den Menschen] unbekannt ist, und wenn mein Wille wünscht, dass sie sich einem anderen nähert, bedarf es meiner ganzen Macht, damit sie sich diesem Opfer unterwirft. Lass deshalb deinen Jesus handeln und beruhige dich.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 22. März 1924)

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„Meine gesegnete Tochter, mein Wille ist Ordnung, und das Zeichen für seine Herrschaft in der Seele ist die vollkommene Ordnung, die den Frieden hervorbringt. So ist der Friede der Sohn der Ordnung, die Ordnung ist die direkte Tochter, gezeugt von meinem Fiat.
Doch du kennst das großes Gut [noch] nicht, das die Ordnung hervorbringt: sie verleiht dem Geschöpf die Herrschaft und macht es zum Herrscher über sich selbst und über alle geschaffenen Dinge.
Da ihre Herrschaft göttlich ist, weil von meinem Willen gezeugt, herrscht sie über meinen eigenen Willen und über alle. Doch das ist noch nicht alles. Die Tugend der Ordnung ist bewundernswert.
Die Seele[, in der die Ordnung regiert] verbindet sich mit allen, schenkt sich allen, und mit ihren friedlichen und beherrschenden Wellen nimmt sie und macht sich die Kraft der Schöpfung, die der Heiligen im Himmel zu Eigen, ja eignet sich sogar die Kraft Gottes selbst an.
Ihre geordneten und friedvollen [Handlungs-]Weisen sind so durchdringend und überzeugend, dass alle sie handeln lassen, zumal sie sich allen geschenkt und nichts für sich zurückbehalten hat.
So ist es gerecht, dass alle sich dieser Seele schenken. Deshalb spürt sie in sich den Frieden, die Freude, die Glückseligkeit der Himmlischen Heimat. Alle fühlen sich vereinigt und mit untrennbarer Einheit verbunden, denn was mein Wille eint, ist keiner Trennung unterworfen.
Daher bringt die wahre Ordnung die Einheit und Übereinstimmung mit allen. Die Seele hat einen Platz in allen, und alle werden einen kleinen Platz in ihr finden, die sie mit derselben Liebe lieben wird, mit der ihr Schöpfer selbst sie [alle] liebt.
Dies sind die Wunder, die mein allmächtiges Fiat zu tun vermag. Wo Es regiert, kann Es nicht anders, als Werke zu vollbringen, die Ihm ähnlich sind, und die in der Seele die Wirkungen hervorbringen, die sein Leben selbst ausmachen, sodass niemand etwas daran aussetzen kann.
Und Ich muss sagen können: ‚Niemand soll sie antasten‘; es wird sie auch niemand antasten können, da dies mein Wille ist. Wenn es jemand wagen sollte, werde Ich Mich zu verteidigen wissen.
Meine Liebe wird sich für ihn in Feuer der Gerechtigkeit verwandeln und Ich werde ihn bis in den Staub demütigen. Gib daher acht, dass alles in dir Ordnung und Friede sei.
Bemerkst du etwas Gegenteiliges, dann sei wachsam und bitte und dränge Mich, dass Ich mit meiner Herrschaft alles bezwinge, was nicht Ordnung und immerwährender Friede ist.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 23. Mai 1937)