31In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. 32Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht.
33In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: 34Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
35Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. 36Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.
37Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

„Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht“ (Lk 4,32)

Als mein geliebtester Jesus an diesem Morgen kam, sagte ich zu Ihm: „Mein geliebter Jesus, ich glaube, dass alles, was ich schreibe, Ungereimtheiten sind.“
Und Jesus: „Mein Wort ist nicht nur Wahrheit, sondern auch Licht, und wenn Licht in einen dunklen Raum dringt, was bewirkt es?
Es zerstreut die Finsternis und enthüllt die darin befindlichen Gegenstände, ob sie hässlich oder schön sind, ob hier Ordnung oder Unordnung herrscht; und je nachdem, was man vorfindet, beurteilt man die Person, die das Zimmer bewohnt.
Nun, das menschliche Leben ist der dunkle Raum, und wenn das Licht der Wahrheit eine Seele erleuchtet, zerstreut es die Finsternis, d.h., lässt sie das Wahre vom Falschen, das Zeitliche vom Ewigen unterscheiden; so jagt sie die Laster von sich und richtet in sich die Ordnung der Tugenden auf.
Da mein Licht heilig ist – es ist meine Gottheit Selbst – kann es nichts anderes mitteilen als Heiligkeit und Ordnung.
So fühlt die Seele, wie aus ihr das Licht der Geduld, der Demut, der Nächstenliebe und anderes hervorgeht. Wenn mein Wort diese Zeichen in dir hervorbringt, warum hast du Angst?“
Danach ließ Jesus mich hören, wie Er seinen Vater für mich bat, indem Er sagte: „Heiliger Vater, ich bitte Dich für diese Seele – gib, dass sie unseren Heiligs-ten Willen vollkommen in allen Dingen erfüllt.
Gewähre, o anbetungswürdiger Vater, dass ihre Handlungen so gleichförmig mit den meinen sind, dass man sie nicht voneinander unterscheiden kann, und Ich somit in ihr vollbringen kann, was Ich geplant habe.“
Aber wer kann die Stärke schildern, die ich durch dieses Gebet Jesu in mich einfließen fühlte? Ich empfand meine Seele mit solcher Kraft bekleidet, dass ich, um den Heiligsten Willen Gottes zu erfüllen, ich mir nichts daraus gemacht hätte, tausend Martyrien zu leiden, wenn es Ihm so gefallen hätte.
Dank sei stets dem Herrn, der so viel Barmherzigkeit an dieser armen Sünderin erzeigt. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 18. August 1899)

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… Als ich nun schrieb, dachte ich mir: „Vor dem Schreiben erscheinen mir gewisse kleine Dinge, die Jesus mir sagt, von ganz geringer Bedeutung, und deshalb scheint es mir nicht nötig, sie zu Papier zu bringen.
Doch während des Schreibens ändern sich die Art und die Szene, wie Jesus sie in meinem Inneren ordnet, und sie scheinen mir zwar klein in der Erscheinungsform, doch von großer Wichtigkeit in der Substanz.
Da die Fakten so liegen, welche Rechenschaft werden jene Gott geben [müssen], die Autorität über mich hatten und haben, wann immer sie mir nicht im Gehorsam auferlegt haben zu schreiben? Wie viele Dinge habe ich unterlassen, wenn ich keinen Befehl dazu erhielt!“
Da bewegte sich Jesus in meinem Inneren und sprach: „Tochter, sicher werden sie Mir Rechenschaft ablegen müssen.
Wenn sie glauben, dass Ich es bin, wird die Rechenschaft sehr streng sein, denn zu glauben, dass Ich es bin, und auch ein einziges Wort von Mir nicht zu berücksichtigen, ist so, als wollten sie ein Meer von Gütern zum Wohl der Menschen unterdrücken, denn mein Wort geht immer von der Kraft der schöpferischen Macht aus.
In der Tat, Ich sprach ein FIAT bei der Schöpfung aus und breitete einen mit unzähligen Millionen von Sternen übersäten Himmel aus, ein weiteres FIAT und formte die Sonne.
Ich sprach nicht zwanzig Worte, um so viele Dinge in der Schöpfung zu bilden, sondern ein einziges FIAT genügte mir. Nun enthält mein Wort noch immer seine schöpferische Macht, und sie können nicht wissen, ob mein Wort darauf ausgerichtet ist, einen Himmel, einen Stern, ein Meer, oder eine Sonne für die Seelen zu bilden.
Wenn sie darauf keine Rücksicht nehmen und meine Worte den Menschen nicht zeigen, drängen sie schließlich diesen Himmel, diese Sonne, die Sterne und das Meer, die den Geschöpfen so viel Gutes tun könnten, in Mich selbst zurück.
Den Schaden, der daraus entsteht, wird man demjenigen zur Last legen, der sich darüber keine Rechenschaft gegeben und mein Wort in Mir abgewürgt hat.
Wenn sie aber nicht glauben [dass Ich hier spreche], ist es noch schlimmer, weil sie so blind sind, dass sie keine Augen haben, um die Sonne meines Wortes zu sehen, und die Ungläubigkeit bringt sie zur Verstocktheit und Herzenshärte.
Der Glaube jedoch erweicht das Herz und disponiert es dazu, sich der Gnade zu unterwerfen und verleiht ihm die Einsicht für das Verständnis meiner Wahrheiten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 9. Februar 1927)

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… „Meine Tochter, sei unbesorgt, Ich werde ihr wachsamer Wächter sein, weil sie Mich allzu viel kosten. Sie kosten Mich meinen Willen, der in diese Schriften als primäres Leben eingeht. Ich könnte sie Testament der Liebe nennen, das mein Wille den Menschen schenkt.
Er schenkt Sich Selbst und lädt die Menschen zum Leben in seinem Erbe ein, aber auf solch flehentliche, anziehende und liebende Weise, dass nur Herzen aus Stein nicht zum Mitleid bewegt und nicht das Verlangen nach einer so großen Wohltat empfinden würden.
Diese Schriften sind also voller göttlicher Leben, die man nicht zerstören kann. Würde es jemand versuchen, so gliche er einem, der den Himmel zerstören wollte, der aber dann von allen Seiten empört über ihn herfallen und ihn unter seinem blauen Firmament vernichten würde.
Der Himmel würde auf seinem Platz bleiben, aber alle Übel würden sich über den ergießen, der ihn zerstören wollte. Oder wenn jemand die Sonne vernichten wollte, so würde diese ihn auslachen und ihn versengen.
Ein anderer möchte vielleicht die Wasser des Meeres zunichtemachen – und würde vom Meer ertränkt. Allzu viel bräuchte es, um das anzutasten, was Ich dich über meinen Willen niederschreiben ließ, was Ich eine Neue lebendige und sprechende Schöpfung nennen könnte, und dies wird die letzte Zurschaustellung meiner Liebe gegen die Menschheit sein.
Ja, du sollst wissen, dass Ich bei jedem Wort, das Ich dich über mein Fiat schreiben ließ, meine Liebe zu dir und jenen, die das lesen werden, verdopple, damit sie von meiner Liebe gleichsam einbalsamiert bleiben.
Wenn du also schreibst, gibst du Mir Gelegenheit, dich noch mehr zu lieben, und Ich sehe den großen Nutzen, den diese Schriften stiften werden. Ich vernehme in jedem meiner Worte das vibrierende Leben der Menschen, die den Schatz meiner Worte erkennen und das Leben meines Willens in sich heranbilden werden. Deshalb wird das Interesse ganz Meinerseits sein, und du stelle alles Mir anheim.
Wisse, dass diese Schriften aus dem Mittelpunkt der großen Sonne meines Willens hervorgegangen sind, deren Strahlen voll mit den Wahrheiten sind, die aus diesem Zentrum entströmt sind und alle Zeiten, alle Jahrhunderte und alle Generationen umfassen. Dieser große Lichtstrahlenkranz erfüllt Himmel und Erde, klopft mit seinem Licht an alle Herzen.
Dieses Licht bittet flehentlich darum, dass sie das vibrierende Leben meines Fiat annehmen, [dessen Wahrheiten] unsere Vatergüte sich herabgelassen hat, von ihrem Mittelpunkt aus in eindringlicher, anziehender, liebenswürdiger Weise zu diktieren, voller Milde und mit so großer Liebe, dass es unglaublich scheint und sogar die Engel staunen lässt.
Jedes Wort könnte man ein Wunder der Liebe nennen – eines größer als das andere. Diese Schriften antasten zu wollen bedeutet daher, Mich Selbst angreifen zu wollen, den Mittelpunkt meiner Liebe und meine liebenden Kunstgriffe, mit denen Ich die Geschöpfe liebe.
Aber Ich werde Mich zu verteidigen, und den zu verwirren wissen, der im mindesten auch nur ein einziges Wort von dem missbilligen wollte, was über meinen Göttlichen Willen geschrieben steht.
Höre Mich also weiter an, eine Tochter, und wolle weder meine Liebe behindern, noch meine Arme binden, indem du das in mein Inneres zurückdrängst, was du noch weiter schreiben sollst. Zuviel kosten Mich diese Schriften, sie kosten Mich soviel, wie Ich Mir Selbst koste.
Darum werde Ich große Sorgfalt aufwenden, damit auch nicht ein einziges Wort verloren geht.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 20. Juni 1938)

„Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?“ (Lk 4,34)

… „Gaben wir ihm den heiligsten Namen Jesus, wie es der Engel wollte; beim Aussprechen dieses heiligsten Namens empfanden wir solche Freude und solches Glück, dass unser Schmerz versüßt wurde, auch deshalb, weil jeder, der nur will, in diesem Namen Balsam für seine Schmerzen, Schutz in der Gefahr, Sieg in den Versuchungen, eine Hand, um nicht in Sünde zu fallen und das Heilmittel für alle seine Übel finden würde.
Dieser heiligste Name Jesus lässt die Hölle erzittern, wird von den Engeln verehrt, klingt süß in den Ohren des Himmlischen Vaters; vor diesem Namen verneigen sich alle und beten ihn an.
Es ist ein mächtiger Name, ein heiliger Name, ein großer Name; wer ihn mit Glauben anruft, wird seine Wunder und das wundertätige Geheimnis der Kräfte dieses heiligsten Namens erfahren.
Meine Tochter, ich rate dir, diesen Namen Jesus immer auszusprechen, wenn du siehst, dass dein menschlicher Wille, schwach, unentschlossen und schwankend gegenüber dem Göttlichen Willen ist; der Name Jesus wird ihn im Göttlichen Willen wieder festigen; wenn du bedrückt bist, rufe Jesus; wenn du arbeitest, rufe Jesus; wenn du einschläfst, bewahre diesen heiligen Namen auf deinen Lippen und beim Erwachen sei dein erstes Wort Jesus; rufe ihn immer an; es ist ein Name, der Meere von Gnaden enthält, die aber nur denen zuteilwerden, die ihn anrufen und ihn lieben.“ (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: Zweite Betrachtung)

„Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er…“ (Lk 4,36)

Ich war weiter in meinem gewöhnlichen Zustand, da kam der gebenedeite Jesus für eine kleine Weile; Er war zu sehen als Regent und Herrscher über alles, wie Er mit der Königskrone auf seinem Haupt und dem Zepter des Befehles in seiner Hand regierte. Als ich Ihn so erblickte, sprach Er zu mir – zwar auf Latein – doch ich wiederhole, was ich verstanden habe:
„Meine Tochter, Ich bin der Herrscher der Könige und der Herr der Herren. Mir allein gebührt dieses Recht der Gerechtigkeit, das die Geschöpfe Mir schulden. Erweist Mir das Geschöpf dieses Recht nicht, so verkennt es Mich als Schöpfer und Herrn über alles.“
Während Er dies sagte, schien Er die Welt in seine Hand zu nehmen und auf den Kopf zu stellen, damit sich die Geschöpfe seiner Regierung und Herrschaft unterwerfen. Gleichzeitig konnte ich auch sehen, wie der Herr meine Seele regierte und beherrschte, und zwar mit solcher Meisterhaftigkeit, dass ich mich ganz in Ihn versenkt fühlte.
Von Ihm kam die Herrschaft über meinen Geist, meine Neigungen, meine Wünsche, sodass sich zwischen mir und Ihm viele elektrische Leitungen erstreckten, durch die Er alles lenkte und beherrschte. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 5. August 1904)

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… „Alles ist möglich, wenn Wir es nur wollen. Mit derselben Leichtigkeit tun Wir die kleinen wie die großen Dinge, denn alle Kraft und Macht ist in unserem Akt, nicht in dem Gut, das der Akt unserer Macht empfängt.
In der Tat, als Ich auf Erden war, strömte in all meinen Akten meine Macht, daher wurde die Berührung meiner Hände, die Herrschaft meiner Stimme usw. machtvoll…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 2. April 1932)