Samstag der 22. Woche im Jahreskreis (Lk 6,1-5)
1Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. 2Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten!
3Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – 4wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen dürfen, und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab?
5Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
„Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten!“ (Lk 6,2)
… Dann verabgründete ich mich in das Ewige Göttliche Wollen, indem ich mich an die Spitze aller stellte, um als Erste von allen der göttlichen Majestät alle geschöpflichen Akte, die Erwiderung für alles und die Liebe der Geschöpfe bringen zu können.
Doch währenddessen kam mir der Gedanke: „Wie ist es möglich, dass ich mich an die Spitze aller stellen kann, während ich nach so vielen Generationen geboren wurde?
Ich könnte mich höchstens in die Mitte stellen, zwischen die vergangenen und die zukünftigen Generationen, die noch kommen werden, vielmehr sollte ich mich wegen meiner Unwürdigkeit an den letzten Platz, und hinter alle stellen.”
Mein liebenswürdiger Jesus, der sich in meinem Inneren bewegte, sprach zu mir: „Meine Tochter, die ganze Schöpfung wurde erschaffen, damit alle meinen Willen erfüllen sollten. Das Leben der Geschöpfe sollte in meinem Willen fließen, wie das Blut in den Adern fließt.
Sie sollten als meine wahren Kinder in Ihm leben, und nichts von all dem, was Mir gehörte, sollte fremd für sie sein. Ich sollte ihr zärtlicher und liebevoller Vater sein, und sie meine geliebten und liebenden Kinder…
… So werden, meine Tochter, nur jene, die in sich den Zweck der Schöpfung unversehrt bewahrt haben, meine wahren rechtmäßigen Kinder sein.
Indem sie meinen Willen tun, haben sie in sich das reine Blut ihres Himmlischen Vaters bewahrt, welches ihnen alle Züge der Ähnlichkeit mit Ihm verliehen hat, an denen man sie ganz leicht als unsere rechtmäßigen Kinder erkennen wird können.
Unser Wille wird sie edel, rein und frisch bewahren, und voller Liebe für Den, Der sie erschaffen hat. Und als unsere Kinder, die immer in unserem Willen geblieben sind und dem ihren nie ein Leben zugestanden haben, werden sie gleichsam die Ersten von Uns Erschaffenen sein, die Uns den Ruhm und die Ehre des Zweckes, wofür alle Dinge erschaffen wurden, darbringen werden.
Daher kann die Welt nicht zu Ende gehen: Wir erwarten die Generationen unserer Kinder, die in unserem Willen leben und Uns dadurch die Glorie unserer Werke darbringen werden. Mein Wille allein wird ihr Leben sein.
Den Göttlichen Willen zu tun, wird für sie ganz natürlich sein – spontan, ohne Anstrengung, so natürlich wie der Herzschlag, der Atem, der Blutkreislauf; so werden sie meinen Willen nicht als Gesetz haben – denn Gesetze sind für die Rebellen – sondern als Leben, als Ehre, als Anfang und Ende.
Daher, meine Tochter, möge dir allein mein Wille am Herzen liegen, und mache dir über nichts anderes Gedanken, wenn du willst, dass dein Jesus den Zweck der ganzen Schöpfung in dir vollendet und in dir einschließt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 2. März 1924)
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… „Meine Tochter, alles, was Ich dir über meinen Willen mitgeteilt habe, waren Gaben, die Ich dir gemacht habe. Die Kenntnis genügt nicht, wenn man nicht das Gut besitzt, welches diese Kenntnis selbst enthält.
Wenn dies nicht so wäre, würde sie dich unglücklich machen, denn ein Gut zu kennen und es nicht zu besitzen, ist immer ein Schmerz. Umso mehr, als Ich keine halben Sachen zu tun verstehe, sondern [nur] ganze und vollständige.
So disponiere Ich zuerst die Seele, vergrößere ihre Fassungskraft und teile ihr dann die Kenntnis mit, zusammen mit dem Gut, das diese enthält.
Da die Erkenntnisse über meinen Willen göttlich sind, wird die [menschliche] Natur mit der Ähnlichkeit mit der Göttlichen Natur ausgestattet, und mehr als eine Tochter wartet sie nicht auf den Befehl, sondern fühlt sich geehrt, das zu tun, was der Vater will, ohne dass es ihr angeordnet wird.
Die Gesetze und Befehle sind für Diener, Sklaven und Rebellen. Im Reich des Höchsten FIAT wird es weder Diener geben, noch Sklaven, noch Rebellen, sondern der Wille wird einer sein, der Wille Gottes und des Geschöpfes, und deshalb wird das Leben eines sein.
Dies ist auch der Grund, weshalb Ich dir so viel über meinen Willen mitteile, um großzügig meine Gaben zu spenden, nicht nur für dich, sondern für jene, die in meinem Reich leben sollen, damit es ihnen an nichts fehlt und sie nichts benötigen, sondern in sich selbst die Quelle der Güter besitzen.
Ich würde nicht als der große, mächtige, reiche und großmütige Gott, der Ich bin, wirken, wenn Ich bei der Bildung des Reiches meines Willens, jene, die in Ihm leben sollen, nicht mit den Vorrechten und Eigenschaften ausstatten würde, welche mein Wille selbst besitzt.
Du sollst vielmehr wissen: wie alle Dinge aus dem einzigen Akt Gottes hervorgegangen sind, so muss auch alles in diesen einen Akt zurückkehren, der keine Abfolge von Akten hat. Und nur jener kann in diesen einzigen Akt zurückkehren, der alles verlässt, um nur von meinem Willen zu leben.
Alles nämlich, was die Seele, die in Ihm lebt, tut, verwandelt sich in Licht, und so werden ihre Akte wie natürlich einverleibt und hineinversetzt in das ewige Licht der Sonne meines Willens und werden in der Folge ein einziger Akt mit dem einzigen Akt von Ihm.
Bei dem hingegen, der außerhalb von Ihm wirkt, sieht man kein Licht, sondern jede [der] Materie[alien], die sein Wirken enthält, und somit können seine Akte nicht dem Licht des einen Aktes Gottes einverleibt werden Man wird daher sofort sehen, dass es nicht das Unsere ist und nicht Uns gehört, somit wird alles, was nicht kraft des Göttlichen FIAT getan wird, von Gott nicht anerkannt werden.
Angenommen, du möchtest Licht und Finsternis vereinigen, Kupfer und Gold, Steine und Erde. Würde man nicht ganz deutlich das Licht von der Finsternis unterscheiden, das Kupfer vom Gold, die Steine von der Erde, weil sie Materie sind, die eben voneinander verschieden sind?
Wenn man jedoch Licht mit Licht, Finsternis mit Finsternis, Gold mit Gold vereinigen würde, könntest du das frühere Licht nicht vom späteren, die erste Finsternis nicht von der zweiten, die frühere und die spätere Goldmenge weder unterscheiden noch trennen.
So ist es bei meinem Willen: Was Er selbst im Geschöpf tut, ist Licht. Es ist also kein Wunder, dass dies dem einen Akt des ewigen Lichtes einverleibt wird.
Deshalb könnte Ich in diesen so stürmischen Zeiten des schwindelerregenden Laufes im Bösen den Menschen keine größere Gnade geben, als ihnen die Kenntnis der großen Gabe des Reiches des Höchsten FIAT zu schenken.
Zur Bestätigung dessen bereite Ich es in dir mit vielen Kenntnissen und Gaben vor, damit nichts für den Triumph meines Willens fehle. Gib daher acht auf die Schatzkammer dieses Reiches, die Ich in dir bilde.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 9. September 1926)
„Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“ (Lk 6,5)
Ich bin in den Armen meines anbetungswürdigen Göttlichen Wollens, wenn auch versenkt in den Schmerz der Beraubung meines gebenedeiten Jesus; die Stunden sind wie Jahrhunderte ohne Ihn. Welche Pein, welch ununterbrochener Tod, ohne Mitleid und Erbarmen! Er bestraft mich gerechterweise, weil ich zu undankbar war und zu wenig entsprochen habe.
Doch ach, meine Liebe, verbirg meine Armseligkeiten in deinen Wunden, bedecke mich mit deinem Blut! Meine Leiden vereinige ich mit den Deinen, damit sie gemeinsam um Mitleid und Vergebung für dieses arme Geschöpf rufen, doch ohne Dich kann ich nicht mehr.
Während ich meinen Schmerz ergoss, beehrte mich mein guter Jesus, der wegen meines langen Martyriums zum Mitleid bewegt war, mit einem Besuch, flüchtig wie ein Blitz, der entschwindet, und sagte zu mir:
„Mut, meine gesegnete Tochter, beunruhige dich nicht. Mein Wille gibt alles in deine Macht, sodass du sagen kannst: ‚Alles gehört mir.‘ Meine Leiden, meine Wunden, mein Blut, alles ist dein, so brauchst du sie nicht von Mir zu erbitten, sondern [nur] zu ergreifen, um dich ihrer für deine Bedürfnisse zu bedienen.
Das ist so wahr, dass die Seele, in der mein Göttlicher Wille regiert, keine Gesetze braucht, sondern in sich selbst die Natur in göttliches Gesetz umgewandelt fühlt.
Wie sie in ihrer Natur die Kraft der Atmung und des Herzschlags spürt, so fühlt sie die Kraft des Gesetzes als das Wesentliche ihres Lebens. Da mein Gesetz ein Gesetz der Liebe, Heiligkeit und Ordnung ist, fühlt sie in sich selbst die Natur der Liebe, Heiligkeit und Ordnung.
Wo mein Wille regiert, ist seine Liebe so groß, dass er die Güter, die Er der Seele geben will, in Natur umwandelt, damit sie deren Besitzerin sein kann.
Niemand kann sie der Seele nehmen, und Ich selbst mache Mich zum Behüter der Gaben, die Ich dieser Seele als Natur gewährt habe.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 14. Mai 1935)

