Fest des Hl. Benedikt von Nursia, Schutzpatron Europas (Mt 19,27-29)

27In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? 28Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
29Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

„Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“ (Mt 19, 27)

Ich setze rein aus Gehorsam fort. Mein stets liebenswürdiger Jesus scheint weiterhin über das Leben in seinem Heiligsten Willen sprechen zu wollen; wenn Er über seinen Heiligsten Willen spricht, so scheint Er alles zu vergessen und lässt auch mich alles vergessen; die Seele findet dann kein anderes Bedürfnis, kein anderes Gut, als in seinem Willen zu leben.
Nachdem ich also den Text vom 20. November über seinen Willen niedergeschrieben hatte, war mein sanfter Jesus mit mir unzufrieden und sprach zu mir:
„Meine Tochter, du hast nicht alles ausgesagt; Ich will, dass du nichts zu schreiben unterlässt, wenn Ich zu dir von meinem Willen spreche. Auch die kleinsten Dinge werden alle zum Wohl der Nachkommenden dienen.
Bei jeder Heiligkeit hat es stets Heilige gegeben, die den Anfang einer bestimmten Art von Heiligkeit gesetzt haben; so gab es den Heiligen, der die Heiligkeit der Büßenden begründete, einen anderen, der die Heiligkeit des Gehorsams begann, wieder einen anderen der Demut, und so weiter mit allen übrigen Heiligkeiten.
Nun will Ich, dass du es bist, die die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen beginnt. Meine Tochter, alle anderen Heiligkeiten sind nicht frei von Zeitverlust und persönlichen Interessen, wie z.B. eine Seele, die in allem nach dem Gehorsam lebt, viel Zeit verliert; das ständige Reden lenkt sie von Mir ab, und sie verwechselt die Tugend mit Mir.
Wenn sie keine Gelegenheit hat, alle Befehle des Gehorsams entgegenzunehmen, lebt sie in Unruhe. Eine andere Seele wieder ist Versuchungen unterworfen – o, wieviel Zeitverlust! Sie wird nie müde, alle ihre Prüfungen zu erzählen und verwechselt die Tugend des Leidens mit Mir; und sehr oft gehen diese Arten von Heiligkeit zugrunde.
Aber die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ist frei von persönlichen Interessen und Zeitverlust, es besteht keine Gefahr, dass die Seelen Mich mit der Tugend verwechseln, da Ich selbst das Leben in meinem Willen bin.
Dies war die Heiligkeit meiner Menschheit auf Erden, und deswegen tat Ich alles und für alle, ohne Schatten des Eigennutzes. Gerade der Eigennutz nimmt den Stempel der göttlichen Heiligkeit weg, daher kann diese Seele nie eine Sonne sein, höchstens, wie schön sie auch sei, ein Stern.
Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen; in diesen so traurigen Zeiten braucht die Menschheit diese Sonnen, die sie erwärmen, erleuchten und fruchtbar machen; die Selbstlosigkeit dieser irdischen Engel, die ganz für das Wohl der anderen da sind, ohne Schatten des Eigenen, wird in den Herzen der anderen den Weg auftun, meine Gnade zu empfangen.
Und außerdem gibt es wenige Kirchen, viele werden zerstört werden, oft finde Ich keine Priester, die Mich konsekrieren, ein anderes Mal lassen sie zu, dass unwürdige Seelen Mich empfangen und würdige Seelen Mich nicht empfangen; wieder andere können Mich nicht empfangen; so ist meine Liebe gleichsam behindert.
Deswegen will Ich die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen bilden, für diese werde Ich keine Priester brauchen, die Mich konsekrieren, noch Kirchen, noch Tabernakel, noch Hostien, sondern sie werden alles zugleich sein, Priester, Kirchen, Tabernakel, Hostien.
Meine Liebe wird freier sein: jedes Mal, wenn Ich Mich konsekrieren will, werde Ich es in jedem Augenblick tun können, bei Tag und bei Nacht, an welchem Ort sie sich auch immer befinden. O, meine Liebe wird sich vollständig ergießen können!
Ach, meine Tochter, die gegenwärtige Generation verdiente es, ganz vernichtet zu werden, und wenn Ich zulasse, dass einige wenige übrigbleiben, so deshalb, um jene Sonnen der Heiligkeit des Lebens in meinem Willen zu bilden, die nach meinem Beispiel Mir für alles eine Entschädigung leisten werden, was Mir die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Generationen schulden.
Dann wird Mir die Erde wahre Glorie erweisen, und mein „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ wird seine Erfüllung und Erhörung finden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 27. November 1917)

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… „Ach, meine Tochter, die wahre Glückseligkeit bringt mein Wille mit sich, nur Er schließt alle Schätze in der Seele ein, und indem Er sich selbst zur Krone um die Seele macht, setzt Er sie zur Königin der wahren Glückseligkeit ein. Nur diese Seelen werden die Königinnen meines Thrones sein, weil sie aus meinem Willen hervorgehen.
Es ist wohl wahr, dass jene Leute nicht glücklich waren, dass viele Mich sahen, aber Mich nicht erkannten, weil mein Wille in ihnen nicht seinen Wohnsitz als Mittelpunkt des Lebens hatte; daher verblieben sie, obwohl sie Mich sahen, unglücklich, und nur jene, die die Gnade erhielten, in ihren Herzen den Keim meines Willens zu empfangen, disponierten sich für die Gnade, Mich als Auferstandenen zu sehen.
Nun, das Wunder meiner Erlösung war die Auferstehung, die – mehr als eine glänzende Sonne – meine Menschheit krönte und auch meine kleinsten Akte mit einem Glanz und solchem Wunder erstrahlen ließ, dass Himmel und Erde staunten; die Auferstehung wird Anfang, Fundament und Erfüllung aller Güter, sowie die Krone und Glorie aller Seligen sein.
Meine Auferstehung ist die wahre Sonne, die in würdiger Weise meine Menschheit verherrlicht, sie ist die Sonne der katholischen Religion und die wahre Ehre jedes Christen; ohne Auferstehung wäre es wie ein Himmel ohne Sonne, ohne Wärme und Leben.
Nun, meine Auferstehung ist das Symbol der Seelen, die die Heiligkeit in meinem Willen bilden werden; die Heiligen der vergangenen Jahrhunderte sind Symbol meiner Menschheit; obwohl sie ergeben waren, hatten sie keine beständige Handlungsweise in meinem Willen, empfingen also nicht die Prägung der Sonne meiner Auferstehung, sondern die Prägung der Werke meiner Menschheit vor der Auferstehung; es werden daher viele sein, gleichsam als Sterne werden sie einen schönen Schmuck am Himmel meiner Menschheit bilden; aber die Heiligen des Lebens in meinem Willen, die meine auferstandene Menschheit symbolisieren, werden wenige sein.
In der Tat sahen viele Menschenmassen und Unmengen von Leuten meine Menschheit, bevor Ich starb, aber meine auferstandene Menschheit sahen wenige, nur die Glaubenden, und die am besten disponiert waren, und Ich könnte sagten, nur jene, die den Keim meines Willens in sich enthielten; denn ansonsten hätte ihnen die notwendige Sicht gefehlt, um meine glorreiche und auferstandene Menschheit schauen zu können, und somit Zuschauer meines Aufstiegs zum Himmel zu sein.
Meine Auferstehung nun versinnbildlicht die Heiligen, die in meinem Willen leben. Dies zurecht, weil jeder Akt, jedes Wort, jeder Schritt, usw., der in meinem Willen vollbracht wird, eine göttliche Auferstehung ist, die die Seele empfängt, eine Prägung der Glorie, die ihr aufgedrückt wird.
Es ist ein Herausgehen aus sich selbst, um in die Gottheit einzutreten, wo sie sich in der glänzenden Sonne meines Willens verbirgt und dort liebt, wirkt und denkt.
Wen sollte es wundern, wenn die Seele gänzlich auferstanden und eins geworden mit der Sonne meiner Glorie bleibt und für Mich meine auferstandene Menschheit symbolisiert?
Aber wenige sind es, die sich dazu disponieren, weil die Seelen, selbst in der Heiligkeit, etwas als ihr eigenes Gut wollen. Die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen hingegen hat nichts, gar nichts eigenes, sondern sie ist ganz von Gott, und damit sich die Seelen dafür disponieren, sich von den eigenen Gütern loszuschälen, braucht es zu viel; daher werden diese Seelen nicht zahlreich sein.
Du bist nicht bei der Anzahl der vielen, sondern der wenigen; sei deswegen stets aufmerksam auf den Anruf und auf deinen beständigen Flug.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 15. April 1919)

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Ich beklagte mich bei meinem süßen Jesus über meinen armen Zustand und dass ich ein unnützes Wesen geblieben bin, das nichts Gutes tut, wozu ist also mein Leben gut? Und mein liebenswürdiger Jesus sprach zu mir: „Meine Tochter, den Nutzen deines Lebens, den kenne Ich, und es steht dir nicht zu, ihn zu erforschen.
Wisse jedoch, dass allein wenn du dich alle Tage und oftmals am Tag in Mich versenkst, dies dazu dient, das Gleichgewicht aller Sühneleistungen aufrecht zu erhalten; denn nur wer in Mich eintritt und von Mir den Ursprung von allem, was er tut, entnimmt, kann die Wiedergutmachungen für jeden und für alles ausbalancieren und die Verherrlichung des Vaters von Seiten der Geschöpfe ins Gleichgewicht bringen, denn da in Mir ein ewiger Ursprung, ein ewiger Wille ist, konnte Ich alles ausgleichen: Genugtuung, Sühneleistung und vollkommene Verherrlichung des Himmlischen Vaters von Seiten aller.
Sobald du also in Mich eintrittst, erneuerst du das Gleichgewicht aller Sühneleistungen und der Glorie der ewigen Majestät. Und dies scheint dir wenig? Spürst du nicht selbst, dass du nicht anders kannst und dass Ich dich nicht eher verlasse, bevor Ich nicht sehe, wie du dich mit allen meinen einzelnen Teilen vereinigst, damit Ich von dir das Gleichgewicht aller Sühneleistungen erhalte, indem du an die Stelle der ganzen Menschheitsfamilie trittst? Suche, soweit es an dir liegt, Mir für alle Sühne zu leisten.
Wenn du wüsstest, welche Wohltat die Welt empfängt, wenn eine Seele ohne den Schatten des persönlichen Eigennutzes, sondern allein aus Liebe zu Mir, sich zwischen Himmel und Erde erhebt und – mit Mir vereint – die Sühneleistungen aller ins Gleichgewicht bringt!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 3. September 1919)

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Mein süßer Jesus zieht mich mit seiner hinreißenden Kraft stets in seinen anbetungswürdigen Willen hinein, damit ich seine vielfältigen Werke durcheile. Es scheint, dass sie mich erwarten, um mir noch zusätzlich etwas zu dem schon geschenkten zu geben, und ich bin von so viel göttlicher Güte und Großmut überrascht. Damit ich mit noch größerer Liebe und Sehnsucht den Akten des Göttlichen Willens folge, sagte der geliebte Jesus zu mir:
„Gesegnete Tochter meines Willens, wann immer du dich in Ihm erhebst, um dich und deine Akte mit jedem Akt zu vereinigen, den Er [in meiner Menschheit] getan hat, erhebt sich der Göttliche Akt und gibt dir einen [höheren] Grad der Gnade, der Liebe, der Heiligkeit, einen [größeren] Grad göttlichen Lebens und göttlicher Herrlichkeit.
Diese miteinander vereinten Grade bilden die notwendige Substanz, um mein göttliche Leben in der Seele zu bilden. Einer bildet den Herzschlag, jener den Atem, der eine das Wort, der andere das Auge, jener die Schönheit, und dieser die Heiligkeit Gottes in der Tiefe der Seele.
Unsere Akte erheben sich, wenn sich die Seele nähert, um ihr zu geben, was sie besitzen. Sehnsüchtig warten sie auf die Seele, bereit sich zu erheben und sich auf göttliche Weise in die Seele zu ergießen, um sich in der Seele zu hinterlegen (zu verwahren) und die Akte in ihr zu wiederholen.
Wer sich also mit den Akten unseres Willens vereint, ermöglicht Uns zu arbeiten – doch um was zu tun? Um mit unserer Arbeit unser Leben in der Seele heranzubilden. Wisse, dass sich die Seele, wenn sie sich in unseren Göttlichen Willen erhebt, alles verlässt und in ihr Nichts zurückkehrt.
Dieses Nichts anerkennt seinen Schöpfer, und der Schöpfer anerkennt das Nichts, so wie es ans Licht (ins Dasein) trat – nicht das mit Dingen vollgeräumte Nichts, die nicht zu Ihm gehören, nein! Und da Er das ‚Nichts‘ vorfindet, füllt er es mit dem ‚Alles‘.
Dies also bedeutet das Leben in meinem Willen: sich selbst von allem leer zu machen und mit äußerster Leichtigkeit in den Schoß des Himmlischen Vaters zu fliegen, damit dieses Nichts das Leben seines Schöpfers empfange.
Darüber hinaus ist unser Wille unser Leben und unsere Nahrung, und da Wir keine materielle Speise brauchen, reicht Er Uns die Speise seiner heiligen Werke. Da das Geschöpf eines unserer Werke ist, wollen Wir in ihm unseren Willen als Leben finden, so dass nicht nur das Geschöpf, sondern alle seine Werke Uns als Speise dienen und Wir ihm im Austausch dafür die Nahrung unserer Werke schenken.
Diese gegenseitige Ernährung mit den gleichen Speisen bildet das Einvernehmen (Harmonie, Übereinkunft) zwischen Gott und dem Geschöpf. Diese Harmonie bringt Friede, Gütermitteilung und Unzertrennlichkeit hervor.
Es scheint, dass im Geschöpf der göttliche Hauch atmet, und der Hauch des Geschöpfs in Gott, der sie so innig vereint, als wäre der Hauch des einen eins mit dem des anderen.
So kommt es zu einer Übereinkunft der Willen, der Liebe und der Werke. Wir nehmen wahr, wie dieser Hauch, den Wir bei der Erschaffung des Menschen hervorbrachten, und den er unterbrach, als er den eigenen Willen tat, von neuem im Menschen geboren wird.
Unser Wille hat die Eigenschaft und die Aufgabe, im Menschen das wiederherzustellen, was er mit der Sünde verloren hat, und ihn neu zu ordnen – so wie er aus unseren Schöpferhänden hervorging.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 10. Februar 1932)