14In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. 15Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. 16So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, 17reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: 18Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 19und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. 20Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. 22aAlle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen.

„Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen“ (Lk 4, 15)

… “Meine Tochter, unser Höchstes Wesen ist eine unerschöpfliche Ader, Wir können weder je ausgeschöpft werden, noch sagen: „Wir haben genug gegeben [und geben jetzt nichts mehr]“. Denn wie viel Wir auch geben, haben Wir immer noch etwas zu geben, und während Wir eine Wohltat schenken, erscheint schon eine andere, die sich auf den Weg zu den Geschöpfen macht, um sich zu schenken.
Doch wie unerschöpflich Wir auch sind – so geben Wir unsere Güter und Gnaden oder teilen unsere Wahrheiten dennoch nicht einer Seele mit, die nicht disponiert ist. Wir geben nicht, wenn sie Uns nicht aufmerksam zuhört, um unsere erhabenen Lehren zu lernen und ihr Leben nach unseren Lehren zu modellieren, sodass Wir unsere Lehren in diese Seele eingeschrieben und sie mit unseren Gaben bereichert erkennen.
Wenn Wir das nicht [in der Seele] sehen können, spenden Wir ihr weder unsere Gaben, noch dringt unsere Stimme an ihr Gehör. Wenn sie überhaupt etwas vernimmt, ist es wie eine Stimme aus der Ferne, sodass sie nicht deutlich verstehen kann, was Wir ihr sagen möchten.
Daher wird unsere unerschöpfliche Ader von der mangelnden Disposition der Seele aufgehalten. Doch weißt du, wer der Seele die richtige (wahre) Disposition verleiht?
Unser Göttlicher Wille! Er macht sie von allem leer, ordnet sie neu und disponiert sie auf wunderbare Weise, sodass unsere unerschöpfliche Ader ohne Unterlass gibt und sie ständig seine erhabenen Lehren hören lässt.
Lass dich also stets von meinem Göttlichen Fiat beherrschen, dann wird unsere unerschöpfliche Ader nie aufhören, sich über dich zu ergießen. So werden Wir die Freude haben, neue Gnaden, neue Gaben und noch nie zuvor gehörte Lehren aus unserem Göttlichen Wesen hervorzubringen.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 3. August 1929)

„Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze…“… (Lk 4, 18)

Ich befinde mich weiterhin in meinem gewohnten Zustand, und wenn mein geliebter Jesus kommt, ruft Er mich fast immer in seinen Willen, um Sühne zu leisten und für die Akte der Geschöpfe auf göttliche Art Ersatz zu leisten. Als Er nun kam, sprach Er zu mir:
„Meine Tochter, welcher Gestank strömt von der Erde aus, Ich finde keinen Platz für Mich, und der Gestank veranlasst Mich zu fliehen; du jedoch kannst für Mich etwas wohlriechende Luft erzeugen, und weißt du wie? Indem du alles, was du tust, in meinem Willen tust.
Indem du deine Handlungen verrichtest, wirst du eine göttliche Atmosphäre schaffen, und Ich werde kommen, sie einzuatmen und werde einen Ort auf der Erde für Mich finden; und da mein Wille überall zirkuliert, werde Ich die Atmosphäre, die du Mir schaffst, an allen Orten wahrnehmen und sie wird die schlechte Luft vertreiben, die Mir die Erde bereitet.“
Wenig später kehrte Er wieder zurück und fügte hinzu: „Meine Tochter, welche Finsternis! Die Finsternis ist so groß, dass die Erde wie mit einem schwarzen Mantel bedeckt scheint, so dass die Menschen nichts mehr sehen, entweder sind sie blind geworden oder haben kein Licht mehr, um zu sehen; Ich will nicht nur eine göttliche Atmosphäre für Mich, sondern auch Licht; setze daher deine Akte in meinem Willen fort, damit du nicht nur die Luft, sondern auch das Licht für deinen Jesus hervorbringst; du wirst meine Widerspiegelung sein, mein Abglanz, die Spiegelung meiner Liebe und meines eigenen Lichtes.
Ja mehr noch, sage Ich dir: wie du deine Akte in meinem Willen verrichtest, so wirst du nicht nur Tabernakel errichten, sondern – in dem Maß, wie du die Gedanken, Wünsche, Worte, Sühneleistungen, Liebesakte [in meinem Willen] bildest – werden ebenso viele Hostien auch aus dir hervorkommen, weil sie von meinem Willen konsekriert sein werden.
Welch freies Betätigungsfeld wird meine Liebe finden! Ich werde in allem einen freien Wirkungsbereich haben, keine Hindernisse mehr, Ich werde so viele Tabernakel haben, wie Ich will. Es werden unzählbare Hostien sein, in jedem Augenblick werden Wir miteinander kommunizieren, und auch Ich werde rufen: „Freiheit, Freiheit, kommt alle in meinen Willen und genießt die wahre Freiheit.“
Außerhalb meines Willens, auf wie viele Hindernisse stößt die Seele da nicht? Aber in meinem Willen ist sie frei, Ich lasse sie frei, Mich zu lieben, wie sie will, ja Ich sage ihr sogar noch: „Lasse deine menschlichen Lumpen zurück, nimm, was göttlich ist, Ich bin nicht geizig noch eifersüchtig auf meine Güter, Ich möchte, dass du alles nimmst; liebe Mich unermesslich, nimm, nimm meine ganze Liebe, mach dir meine Macht zu eigen, meine Schönheit, mache sie dir zu eigen.
Je mehr du nimmst, umso zufriedener ist dein Jesus.“ Die Erde stellt Mir wenige Tabernakel zur Verfügung, die Anzahl der Hostien ist gleichsam abgezählt, und überdies, die Sakrilegien, die Unehrerbietigkeiten, die sie Mir antun! O! Wie ist meine Liebe beleidigt und eingeschränkt!
In meinem Willen hingegen gibt es kein Hindernis, nicht den Schatten einer Beleidigung, und das Geschöpf schenkt Mir Liebe, göttliche Sühneleistungen und vollkommene Erwiderung und leistet gemeinsam mit Mir Ersatz für alle Übel der Menschheitsfamilie.
Sei aufmerksam und bewege dich nicht von dem Punkt weg, wohin Ich dich rufe und wo Ich dich haben will.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 27.2.1919)

„Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“ (Lk 4,21)

… „Dreimal hat die Höchste Gottheit beschlossen, ‘ad extra’ (nach außen) zu wirken; das erste Mal war es in der Schöpfung, und dies geschah ohne Vermittlung eines Geschöpfes, da noch keines ins Dasein getreten war; das zweite Mal war es bei der Erlösung, und dabei kam eine Frau zum Einsatz, die heiligste, die schönste, welche meine himmlische Mutter war: Sie war der Kanal, das Instrument, dessen Ich Mich zur Vollbringung des Erlösungswerkes bediente; das dritte Mal ist es bei der Erfüllung meines Willens, der „wie im Himmel so auf Erden geschehen möge“, d.h., dass das Geschöpf in der Heiligkeit und Macht unseres Willens lebe und wirke; dieses Werk [der Heiligung] ist untrennbar von der Schöpfung und der Erlösung, wie die Heiligste Dreifaltigkeit unzertrennlich ist.
Wir können auch nicht sagen, dass Wir das Werk der Schöpfung abgeschlossen haben, wenn unser Wille, wie von Uns festgesetzt, im Menschen nicht mit derselben Freiheit, Heiligkeit und Macht handelt und lebt, wie Er in Uns wirkt und lebt.
Vielmehr ist dies der schönste und strahlendste Punkt, der Höhepunkt, und das Siegel der Vollendung auf die Werke der Schöpfung und Erlösung. Dies sind die Ratschlüsse Gottes, und sie müssen ihre volle Erfüllung finden. Um diesen Ratschluss auszuführen, wollen Wir Uns einer anderen Frau bedienen, die du bist.
Die Frau war die Anstiftung und Ursache, weshalb der Mensch in sein Unglück stürzte, und Wir wollen Uns einer Frau bedienen, um die Ordnung wiederaufzurichten, den Menschen aus seinem Unglück herauszuführen und seine Würde, seine Ehre und die wahre Ähnlichkeit mit Uns in ihm wiederherzustellen, die Er besaß, als er von Uns geschaffen wurde.
Sei daher aufmerksam und nimm die Dinge nicht auf die leichte Schulter, da es sich nicht um irgendetwas handelt, sondern um göttliche Ratschlüsse, und darum, Uns die Gelegenheit zu geben, dass Wir die Werke der Schöpfung und Erlösung vollenden.
Wir vertrauten meine Mutter dem heiligen Johannes an, damit sie in ihm und von ihm ausgehend in der Kirche, die Schätze, Gnaden und alle meine Lehren – das sind alle Gesetze, Vorschriften und Lehren, die die Kirche besitzen sollte – hinterlege, die Ich im Lauf meines Lebens in ihr – als sie Mir anvertraut war und Ich als Priester an ihr handelte – wie in einem Heiligtum hinterlegt hatte.
Und treu wie meine Mutter war, und eifersüchtig, dass auch nicht ein Wort von Mir verloren ginge, hinterlegte sie alles in meinem treuen Jünger Johannes. Deshalb hat meine Mutter den Primat über die ganze Kirche.
Ebenso habe Ich an dir gehandelt: Da das „FIAT VOLUNTAS TUA” der ganzen Kirche dienen soll, habe Ich dich einem meiner Priester anvertraut, damit du in ihm alles hinterlegst, was Ich dir über meinen Willen offenbare – die Güter, die in Ihm sind, wie der Mensch in Ihn eintreten soll, und wie die Güte des Vaters eine neue Ära der Gnade eröffnen möchte, indem Er seine Güter, die Er im Himmel besitzt, mit den Menschen gemeinschaftlich teilt und ihre verlorene Glückseligkeit wiederherstellt.
Sei deshalb aufmerksam, und sei Mir treu.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 11. Juli 1923)