I. STATION
Jesus wird zum Tod verurteilt
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.
„Mein Wille geschehe“, schreit Dein geliebtes Geschöpf, der Mensch. „Kreuzige ihn, damit mein Wollen lebe!“ Der Mensch hat sich auf den Richterstuhl gesetzt, der allein Dir, seinem Gott, Schöpfer und Herrn zusteht. Vertauschte Rollen! Und immer noch und wieder – Dein Mensch will Dein Wollen nicht. Er verurteilt das Leben, Dich und Deinen Göttlichen Willen zum Tode. Dabei nimmt er nicht wahr, dass er nur sich selbst dem Tod, dem Leid und der Finsternis ausliefert.
Du kamst, um Deinen Menschen zu erlösen, indem Du ihm das Leben im Göttlichen Willen zurückgebracht hast. Du bist Gott, und machst Dich zu einem Menschen, damit der Mensch wieder ganz göttlich sein könne, ohne Gott zu sein. Das „Kreuzige ihn“ ist die Rebellion, die im Menschen ist, wenn er Deinen Willen nicht hat und nicht will. Du Selbst hast gesagt: „Jetzt hat die Finsternis die Macht.“ (Lukas 22, 53) Wo das Leben in Deinem Göttlichen Willen ist, da aber ist Freiheit und Licht.
Im Heiligen Geist schenke ich Dir meinen Willen, mein Jesus, auf dass das Reich Deines Göttlichen Willens kommen, und sich das Paradies in den Seelen und auf Erden verwirklichen möge.
Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Maria, Gottesmutter und Jungfrau,
drück‘ die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.
