Wer das Reich des Göttlichen Willens besitzt, wirkt auf eine universelle Art und wird die universelle Herrlichkeit besitzen.

Ich machte meiner Gewohnheit entsprechend meine üblichen Akte im Höchsten Wollen, d.h. Schöpfung, Erlösung und alles und alle zu umfangen, um meinem Schöpfer die Vergeltung der Liebe und Herrlichkeit, die alle Ihm schulden, zurückgeben zu können.
Da bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, die kleine Tochter meines Willens muss sich nicht nur um die Verteidigung der universellen Rechte ihres Schöpfers sorgen und Ihm die Liebe und Herrlichkeit vergelten, die alle Ihm schulden, als wären sie alle nur ein einziger, sodass Er alles in ihr finden muss (Unser Wille umhüllt nämlich alles und alle, und wer in Ihm lebt, besitzt die universellen Arten und Weisen, weshalb er Uns alles geben und für alles Wiedergutmachung leisten kann), sondern als unsere Tochter muss sie [auch] die Rechte der Höchsten Königin verteidigen.
Sie wirkte auf universelle Art und besaß daher eine Liebe, eine Herrlichkeit, ein Gebet, eine Wiedergutmachung, einen Schmerz für ihren Schöpfer und für alle und für jedes Geschöpf.
Sie ließ sich keinen Akt entgehen, den die Menschen ihrem Schöpfer schuldeten, und indem Sie alle in ihr Mutterherz einschloss, liebte Sie alle und jeden auf universelle Art.
So fanden Wir in Ihr unsere ganze Herrlichkeit. Sie verweigerte Uns nichts – nicht nur das, was Wir direkt von ihr erwarteten, dass Sie Uns gebe, sondern Sie gab Uns das, was die anderen Geschöpfe Uns abschlugen.
Um als großmütige und liebendste Mutter zu handeln, die sich leidenschaftlich für ihre eigenen Kinder hingibt, brachte Sie sie alle in ihrem schmerzvollen Herzen hervor.
Jede Faser davon war ein durchbohrender Schmerz, in dem Sie jedem ihrer Kinder das Leben geben sollte, bis hin zu dem tödlichen Schlag des Todes ihres Gott-Sohnes.
Der Schmerz über diesen Tod drückte das Siegel der Wiederherstellung des Lebens auf die neuen Kinder dieser schmerzhaften Mutter.
Nun, eine Jungfrau-Königin, die Uns so sehr geliebt und alle unsere Rechte verteidigt hat, eine so zärtliche Mutter, die für alle Liebe und Schmerzen empfand, verdient, dass unsere kleine Neugeborene unseres Höchsten Willens, Sie im Namen aller liebt, Ihr für alles vergilt, und – all Ihre [Mariens] Akte in unserem Willen umschließend – ihren [Luisas] Akt vereint auf den Ihren legt.
Denn Sie [Maria] ist untrennbar von Uns, Ihre Herrlichkeit ist die Unsere, und Unsere ist die Ihre, umso mehr, als unser Wille alles zum Gemeingut macht.”
Als ich dies hörte, war ich ein wenig verwirrt, und da ich das, was Jesus mir gesagt hatte, nicht zu tun verstand, bat ich Ihn, dass Er mich dazu befähige, und Jesus nahm seine Rede wieder auf und sprach zu mir:
„Meine Tochter, mein Wille enthält alles, und Er bewahrt alle seine Akte gleichsam voller Eifersucht, als wären sie ein einziger.
So bewahrt Er alle Akte der Höchsten Königin, als ob sie alle sein wären, denn Sie tat alles in Ihm. Daher wird mein Wille selbst, sie dir gegenwärtig machen.
Wisse nun, wer allen Gutes getan und alle geliebt hat, und auf universelle Art für Gott und für alle gewirkt hat, der erhält die Rechte über alles und über alle, und dies aus Gerechtigkeit.
Das Wirken auf universelle Art ist eine göttliche Handlungsweise, und meine Himmlische Mutter konnte auf diese Art ihres Schöpfers wirken, da Sie das Reich unseres Willens besaß.
Da Sie in unserem Höchsten Willen gewirkt hat, besitzt Sie die Rechte der Besitztümer, die Sie in unserem Reich gebildet hat. Wer sonst könnte Ihr vergelten, wenn nicht einer, der im selben Reich lebt?
Denn nur in diesem Reich gibt es das universelle Wirken, die Liebe, die alle liebt, die alles umfasst und der nichts entgeht.
Wisse dies: wer das Reich meines Willens auf Erden besitzt, der hat das Recht auf die universelle Herrlichkeit im Himmel, und dies auf natürliche und einfache Weise.
Mein Wille umfasst alles und hüllt alle ein, daher gehen von der Seele, die Ihn besitzt, alle Güter aus, vereint mit der Herrlichkeit, welche diese Güter besitzen.
Während von ihr die universelle Herrlichkeit ausgeht, empfängt sie diese. Scheint es dir unbedeutend zu sein, die universelle Herrlichkeit in der Himmlischen Heimat zu besitzen?
Sei also aufmerksam, das Reich des Höchsten Willens ist überaus reich, hier entspringen Münzen. Deshalb erwarten alle etwas von dir, auch meine Mutter möchte die Vergeltung für die universelle Liebe, die Sie für alle Geschlechter hatte.
Und dir wird als Vergeltung im Himmlischen Vaterland die universelle Herrlichkeit zustehen, das ausschließliche Erbe jener, die das Reich meines Willens auf Erden besessen haben.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 26. Juni 1926)