Wer im Göttlichen Willen lebt, hat in allem das Vorrecht.

… „Meine Tochter, wer in meinem Willen lebt, hat das Vorrecht über alles und über alle Akte der Geschöpfe. Er hat vor dem Schöpfer seinen ersten Akt in der Liebe.
Wenn also die anderen Geschöpfe lieben, ist die Seele, die in meinem Willen lebt, die Erste in der Liebe, die anderen kommen je nach der Intensität ihrer Liebe an zweiter Stelle, andere an dritter Stelle, wieder andere an vierter….
Wenn die anderen Geschöpfe Mich anbeten, Mich verherrlichen, Mich bitten, ist die in meinem Willen lebende Seele an erster Stelle, um Mich anzubeten, zu verherrlichen und zu bitten.
Dies ist ganz natürlich, denn mein Wille ist Leben und erster Akt aller Geschöpfe. Wer daher in Ihm lebt, befindet sich in seinem ersten Akt und ist der Erste über allen Geschöpfen vor Gott, beim Vollbringen all ihrer Akte, und aller Akte, die sie nicht tun.
So besitzt die Herrin des Himmels, die ihrem Willen nie Leben gab, sondern ihr Leben ganz in meinem [Willen] führte, die Vorherrschaft als ein Recht.
So ist Sie die Erste, die Uns liebt, Uns verherrlicht, Uns bittet. Wenn Wir sehen, dass die anderen Geschöpfe Uns lieben, ist es hinter der Liebe der Himmelskönigin.
Wenn sie Uns verherrlichen und bitten, ist es hinter der Glorie und den Gebeten jener, die das Vorrecht und daher die Herrschaft über alles hat.
Wie schön ist es, Sie zu sehen, wie Sie, wenn die Geschöpfe Uns lieben, nie ihren ersten Platz in der Liebe aufgibt!
Ja mehr noch, während Sie sich selbst als ersten Akt setzt, lässt Sie ihr Liebesmeer um die Majestät herum fließen, sodass die anderen Geschöpfe mit ihren kleinen Tropfen von Liebe hinter dem Liebesmeer der himmlischen Mutter zurückbleiben, und so ist es mit allen anderen Akten.
Ach, meine Tochter, das Leben in meinem Willen ist ein einziges Wort, doch ein Wort, das so viel wiegt wie die ganze Ewigkeit – es ist ein Wort, das alles und alle umfängt!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 21. November 1926)