41In jener Zeit murrten die Juden gegen Jesus, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. 42Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?
43Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! 44Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
45Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. 46Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.
47Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. 48Ich bin das Brot des Lebens. 49Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

„Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein“ (Joh 6,45)

Es ging weiter so, indem mein stets liebenswürdiger Jesus sich kurz vernehmen ließ und zu mir sagte:
„Meine Tochter, wie missfällt es Mir, die Seele in sich selbst zusammengekauert zu sehen, wie sie aus sich allein heraus wirken will, da Ich doch in ihrer Nähe bin und sie betrachte; und wenn Ich oft sehe, dass sie unfähig ist, das, was sie tut, gut zu tun, warte Ich darauf, dass sie Mich ruft und Mir sagt: ‚Ich will dies und jenes tun, und weiß nicht wie. Komme Du, damit Wir es zusammen machen, dann werde ich alles gut machen.’
Zum Beispiel: ‚Ich will lieben, komm, um gemeinsam mit mir zu lieben; ich will beten, komme, damit wir gemeinsam beten; ich will dieses Opfer bringen, komme Du, um mir deine Kraft zu verleihen, da ich mich schwach fühle.’, und so ist es mit allem Übrigen: Ich würde Mich gerne, mit dem höchsten Vergnügen, zu allem anbieten.
Ich bin wie ein Lehrer, der einem seiner Schüler das Thema vorgegeben hat, und der nun bei ihm ist, um zu sehen, was sein Schüler tut, und dieser weiß nicht recht, wie er es anstellen soll, wird verdrießlich, müht sich ab, beunruhigt sich und weint vielleicht sogar, aber er sagt nicht: ‚Lehrer, unterweise mich hier bei dieser Aufgabe.’
Welche Demütigung für den Lehrer, sich vom Schüler wie ein Nichts behandelt zu sehen! In dieser Lage bin Ich.“ Dann fügte Er hinzu: „Man sagt: der Mensch denkt und Gott lenkt (wörtlich: der Mensch schlägt vor, Gott disponiert).
Sobald die Seele sich vornimmt, etwas Gutes zu tun, heilig zu sein, disponiere Ich sofort um sie herum alles Nötige: Licht, Gnaden, Erkenntnis Gottes, Losschälung. Und wenn Ich damit meinen Zweck nicht erreiche, dann lasse Ich ihr auf dem Wege von Abtötungen nichts fehlen, um ihr zu geben, was sie sich vorgenommen hat.
Doch, ach! Wie viele entfliehen Mir gewaltsam mitten aus dieser Arbeit, die meine Liebe um sie herum gewoben hat! Wenige sind es, die standhalten und Mir erlauben, meine Arbeit zu vollenden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 20. August 1912)

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Ich kehre stets in die Arme des Göttlichen Willens zurück. Mir scheint, dass Er meine ständige Gesellschaft wünscht, um mir sein kontinuierliches Leben zu schenken, und ich sehne mich danach, es zu empfangen.
Ohne Ihn würde mir der Boden unter den Füßen und mein Herzschlag fehlen, und Ich hätte schrecklichen Hunger, den nichts anderes stillen könnte. O Göttlicher Wille, leben Wir doch zusammen, wenn Du mich glücklich machen und in mir das Glück deines eigenen Lebens finden willst!
Als sich mein Geist also im Fiat verlor, kam mein geliebter Jesus auf einen kurzen Besuch bei mir vorbei und sprach zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, Ich könnte es eine Fieberfantasie, ein Delirium, eine göttliche Leidenschaft meines Willens nennen, dass Er zusammen mit dem Geschöpf leben will, das Ihm den eigenen Willen überlässt, und Er die menschliche Begrenztheit besitze. Doch weißt du, warum? Du musst wissen, dass mein Göttlicher Wille der Seele stets einen neuen Akt geben möchte.
Wenn sie jedoch kein gemeinsames Leben mit Ihm führt und nicht gewohnt ist, ihre Akte zusammen mit meinem Willen zu vollbringen, damit sie nur ein einziger seien, kann ihr mein Wille diesen [neuen Akt] nicht geben: denn erstens wäre sie nicht würdig, ihn zu empfangen, und zweitens würde sie den Wert dieser großen Gabe nicht verstehen und könnte ihn nicht als eigenes Leben in sich absorbieren.
Lebt sie aber mit meinem Göttlichen Willen zusammen, so erwirbt sie neues Leben, göttliche Handlungsweisen, himmlische Wissenschaft und kann das Tiefgründigste durchdringen; kurzum, da mein Fiat der Lehrer aller Lehrer ist, schafft Er die höchste Wissenschaft und gibt die Dinge so zu erkennen, wie sie in Wirklichkeit sind, und nicht verhüllt.
So möchte Er, wenn Er mit der Seele zusammenlebt, diese nicht in Unwissenheit lassen. Vielmehr belehrt Er sie, macht ihr Überraschungen und erzählt ihr die Geschichte Gottes, wodurch die Seele umgewandelt und befähigt wird, seinen neuen Akt zu empfangen, den ihr mein Wille zu geben wünscht.
Die Seele erwirbt in jedem Akt, den sie zusammen mit Ihm tut, ein neues Vorrecht der Ähnlichkeit mit Gott. Sie wird im Zusammenleben mit meinem Willen veredelt und verschönert und wird zudem in unseren kreativen Händen wie eine passende Leinwand für den Maler.
Je schöner und zarter die Leinwand ist, desto schöner wird das Bild, das er auf diese Leinwand malen will. Seine Pinselstriche und Farben scheinen auf einer hauchdünnen Leinwand noch kunstvoller und trefflicher zu werden und lassen die Farben noch lebendiger erscheinen.
So wird die Leinwand zu einem Bild, das lebendig wirkt und so wertvoll wird, dass es von vielen bewundert wird. Nun ist mein Wille noch mehr als ein göttlicher Maler und wird nie müde, neue Schönheit, Heiligkeit und neue Wissenschaft zu schaffen.
Er wartet darauf, dass die Seele einen Akt gemeinsam mit Ihm tut, um sie zu bereichern und sich noch mehr erkennen zu lassen. Mit Hilfe seiner göttlichen Pinselstriche möchte Er die Seele zu solcher Höhe und seltenen Schönheit erheben, dass sie von vielen Geschlechtern bewundert wird und alle sie seligpreisen.
Wer immer sie anschauen kann, wird sich glücklich fühlen. Alle neuen Akte, welche die Seele von Gott [deswegen] empfangen hat, weil sie in meinem Willen gewirkt hat, werden sie loben und rühmen und sie als das schönste Werk meines Fiat präsentieren.
Das Verlangen meines Fiat, sich zum gemeinsamen Leben mit der Seele herabzulassen, dieses sein göttliches Delirium zeigen an, dass Er große und seiner Schöpfermacht würdige Dinge an ihr tun will. Daher ist das Zusammenleben mit meinem Fiat das größte Glück und sollte der Traum, die ungestüme Leidenschaft und Bestrebung aller sein.“
Danach hörte ich in und außerhalb von mir das Meer des Göttlichen Fiat rauschen. O, wie süß und lieblich ist sein Gemurmel! Es spricht murmelnd, liebkost murmelnd sein geliebtes Geschöpf, murmelt und küsst es, nimmt es in seine Arme und spricht zu ihm: ‚Ich liebe dich und möchte Liebe von dir’.
Es gibt nichts Schöneres und Willkommeneres für die Seele, als das ‚Ich liebe dich’ von einem so heiligen Willen, der im Gegenzug die kleine Liebe des Geschöpfs erbittet. Ich hörte dieses göttliche Gemurmel als Leben in meinem ganzen Sein fließen, und mein guter Jesus fügte hinzu:
„Meine Tochter, willst du wissen, was es heißt, meinen Göttlichen Willen zu tun und in Ihm zu leben? Es bedeutet, dass die Seele weiß, wo sie sich befindet, mit Wem sie es zu tun hat, was sie bekommen kann und die empfangenen Gaben nicht vergisst: all dies sind Zeichen, dass die Seele in meinem Göttlichen Willen lebt.
Wenn sie nämlich behauptet, in Ihm zu leben und nicht weiß, wo sie ist, und den göttlichen Königspalast nicht kennt, der ihre Wohnstätte ist, so hieße das, dass sie meinen Willen nicht schätzt; denn Dinge, Personen oder Orte schätzt man nur, wenn man sie kennt.
Wenn die Seele sagt, ‚Ich lebe im Göttlichen Willen’ und Ihn nicht kennt, wäre dies absurd; und wenn sie Ihn nicht kennt, ist es keine Realität, sondern eine Redensart, während doch das erste, das mein Wille tut, dies ist, dass Er sich enthüllt und der Seele, die mit Ihm zusammenleben möchte, zu erkennen gibt.
Wenn die Seele also erkennt, wo sie sich befindet, erkennt sie, dass sie es mit einem so heiligen Willen zu tun hat, der alles [von ihr] wünscht, um ihr alles zu geben.
So geht sie daran, seine Heiligkeit und sein Licht aufzunehmen und beginnt, von den Gütern jenes Willens zu leben, mit Dem sie zusammenwohnt. Da sie Ihn nämlich jetzt kennt, ist ihr nicht mehr danach zumute, in ihren menschlichen Willen hinabzusteigen, zumal ihr dieser ja auch nicht mehr gehört.
Mit dieser Kenntnis erwirbt die Seele das Gehör, um auf Ihn zu hören, die Stimme, die von Ihm spricht, den Geist, der Ihn begreift, das Vertrauen auf göttliche Weise, sodass sie um alles bitten und alles erhalten kann.
In der Tat, sie ignoriert die Güter nicht, die sie besitzt, sondern ist ganz darauf bedacht, sie zu behüten und dankt Dem, der sich so tief zum Leben mit ihr herabgelassen hat.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 13. August 1933)

„Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh 6,48)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ Jesus sich erblicken, wie Er viele kleine Lämmchen in seinen Armen hielt: einige lehnten an seiner Brust, andere an den Schultern, andere eng an seinem Hals, einige waren rechts oder links von seinen Armen, und einige reckten das Köpfchen aus seinem Herzen heraus; doch die Füße all dieser Lämmchen waren im Herzen Unseres Herrn, und die Nahrung, die Er ihnen gab, war sein Atem.
Alle hatten ihren Mund zum Mund meines süßen Jesus hin gewendet, um seinen Atem als Speise zu empfangen. Es war wirklich schön zu sehen, wie Jesus höchste Freude daran fand, ganz vertieft, sie zu nähren und sich gemeinsam mit ihnen zu vergnügen; sie schienen wie ebenso viele Geburten, die aus seinem Heiligsten Herzen hervorgegangen sind. Dann wandte Er sich zu mir und sprach:
„Meine Tochter, diese Lämmchen, die du in meinen Armen siehst, sind die Kinder meines Willens, rechtmäßige Nachkommen meines Höchsten Wollens. Sie werden aus meinem Herzen hervorgehen, doch bleiben die Füße in der Mitte meines Herzens, damit sie nichts von der Erde aufnehmen und sich um nichts kümmern als um Mich allein.
Schau sie an, wie schön sie sind, wie rein sie heranwachsen, genährt und gespeist nur von meinem Atem; sie werden die Herrlichkeit, die Krone meiner Schöpfung sein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 6. November 1922)

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Meine Hingabe ist im Göttlichen Wollen, Das mich wie ein mächtiger Magnet an sich zieht, um mir Schluck für Schluck sein Leben, sein Licht, seine wunderbaren, bewundernswerten und anbetungswürdigen Kenntnisse zu reichen.
So verlor sich mein armer Geist in Ihm, und mein süßer Jesus bewegte sich in meinem Inneren und sagte zu mir: “Meine Tochter, die ersten, die meinen Göttlichen Willen tun und in Ihm leben werden, werden wie der Sauerteig für sein Reich sein.
Die vielen Wahrheiten, die Ich dir über mein Göttliches FIAT offenbarte, werden wie das Mehl für das Brot sein. Das Mehl vermengt sich mit der Hefe und wird durchsäuert – so viel Mehl, wie man dazu gibt.
Doch das Mehl genügt nicht, es braucht auch noch den Sauerteig und das Wasser, um das wahre Brot herzustellen, das die Menschengeschlechter nähren soll.
So ist Mir der Sauerteig der Wenigen nötig, die in meinem Göttlichen Willen leben, wie auch die zahlreichen Wahrheiten über Ihn. Diese werden wie eine Menge [von] Licht für die Bereitstellung aller nötigen Güter nützlich sein, um all jene nähren und glücklich machen zu können, die im Reich meines Göttlichen Willens leben wollen.
Mache dir also keine Sorgen, wenn du allein bist und es nur wenige sind, die zum Teil über meinen Göttlichen Willen Bescheid wissen, solange nur die kleine Portion Sauerteig zusammen mit seinen Kenntnissen gebildet wird.
Das Übrige wird von selbst kommen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 4. April 1929)

„So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben“ (Joh 6, 50)

… „Meine Tochter, das [begrenzte] Geschöpf kann seiner Natur nach, wenn es um ein großes Gut, ein grenzenloses Licht geht, nicht alles zugleich empfangen, sondern muss dies schluckweise aufnehmen.
Indem es die erste Portion schluckt, wartet es darauf, den nächsten Schluck zu tun. Würde es alles zugleich aufnehmen wollen, dann würde das arme Geschöpf gleichsam ersticken und wäre gezwungen, das wieder herauszuwürgen, was es nicht behalten kann.
Es müsste darauf warten, dass es zuerst das Wenige, das es eingenommen hat, verdaut hat, damit es wie Blut in seinen Adern fließen und sein lebenspendender Saft sich in seiner ganzen Person verteilen kann. Sodann ist es bereit, einen weiteren Schluck zu tun.
War das nicht die Ordnung, die Ich mit dir einhielt, indem Ich dir nach und nach das Wissen über mein ewiges FIAT mitteilte, angefangen von den ersten Unterweisungen, dann die zweiten, die dritten usw.?
Als du die erste gekaut und geschluckt hattest, und sie wie Blut in deiner Seele floss, bereitete Ich dir die zweite Lektion vor, und mein Wille bildete die ersten Akte des Lebens in dir.
Ich feierte festlich den Ruhm meines Willens und verwirklichte den Zweck der Schöpfung. Ich wartete sehnsüchtig darauf, dir weitere, noch erhabenere Lektionen erteilen zu können, dass Ich dich so erfüllte, dass du selbst nicht wusstest, woher du nehmen solltest, um sie wiedergeben zu können.
So werde Ich es beim Aufbau des Reiches meines Göttlichen Willens machen. Ich werde bei den ersten Lehren beginnen, die Ich dir gegeben habe. Daher wünsche Ich, dass man [schon jetzt] beginnt, sie kennenzulernen, damit sie ihren Weg gehen, die Seelen bereiten und disponieren.
Sodann werden sich diese [Seelen] nach und nach [immer mehr] danach sehnen, weitere Lektionen anzuhören, angesichts der großen Wohltaten, welche sie von der ersten empfangen haben.
Deswegen habe Ich so lange Lehren über meinen Willen vorbereitet, da Er die primäre Bestimmung einschließt, weshalb der Mensch und alle Dinge erschaffen wurden.
Das Leben des Menschen soll sich in Ihm entfalten; denn ohne Ihn ist es, als hätte der Mensch kein wahres Leben, sondern ein Leben, das ihm gleichsam fremd ist, daher ist es voller Gefahren, Traurigkeit und Armseligkeit.
Der Mensch ist arm ohne das Leben meines Willens, und es wäre besser für ihn, wenn er nicht geboren wäre! Doch zu seinem höchsten Unglück hat er nicht einmal Kenntnis von seinem wahren Leben.
Bis jetzt hat ihm nämlich noch niemand das wahre Brot der Wahrheiten meines Willens gereicht, um das reine Blut zu bilden, und sein wahres Leben im Geschöpf wachsen lassen zu können.
Sie haben ihm ein mangelhaftes, medizinisch behandeltes Brot gebrochen, das zwar sein Sterben verhinderte, aber ihn dennoch nicht gesund, kräftig und stark von einer Göttlichen Kraft heranwachsen ließ, wie das Brot meines Willens wachsen lässt.
Mein Wille ist Leben und hat die Kraft, Sein [eigenes] Leben zu geben, Er ist Licht und verbannt die Finsternis. Er ist unermesslich und umgibt den Menschen von allen Seiten, um ihm Stärke, Seligkeit, Heiligkeit zu verleihen, auf eine Art, dass alles um ihn herum in Sicherheit ist.
Ach, du weißt nicht, welche Schätze an Gnade diese Kenntnisse verbergen, und welchen Nutzen sie den Menschen bringen werden! Daher liegt dir nichts daran, dass sie ihren Weg beginnen, um den Anfang für die Errichtung des Reiches meines Willens zu machen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 6. April 1928)
6. April 1928)

„Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt“ (Joh 6, 51)

Als ich die Kommunion empfangen hatte, hielt ich meinen süßen Jesus eng an mein Herz gedrückt und sagte: „Mein Leben, wie gerne möchte ich tun, was Du selbst getan hast, als Du Dich im Sakrament empfingst, damit du in Mir dein eigenes Wohlgefallen, deine eigenen Gebete und Sühneleistungen finden könnest!“ Und mein stets liebenswürdiger Jesus sprach zu mir:
„Meine Tochter, in diesem kleinen Umkreis der Hostie schließe Ich alles ein, und deshalb wollte Ich Mich selbst im Sakrament empfangen, um vollständige Akte zu vollbringen, die den Vater auf würdige Weise dafür verherrlichten, dass die Geschöpfe einen Gott empfangen durften; und Ich schenkte den Seelen die vollständige Frucht meines sakramentalen Lebens, sonst wäre diese Frucht unvollständig geblieben, sowohl für die Ehre des Vaters als auch zum Wohl der Geschöpfe.
Daher befinden sich in jeder Hostie meine Gebete, die Danksagungen und alles Übrige, das nötig ist, um meinen Vater zu verherrlichen, und was das Geschöpf für Mich tun sollte. Wenn das Geschöpf also darin versagt, so setze Ich in jeder Hostie mein Werk fort, als würde Ich Mich für jede Seele noch einmal selbst empfangen.
Also muss sich die Seele in Mich umwandeln, mit Mir ganz eins werden und sich mein Leben zu eigen machen, meine Gebete, meine Liebesseufzer, meine Leiden und feurigen Herzschläge, mit denen Ich sie entzünden möchte, aber Ich finde niemanden, der sich meinen Flammen als Beute überlässt. Und Ich werde in dieser Hostie wieder geboren, lebe, sterbe und verzehre Mich, aber finde niemand, der sich für Mich verzehrt.
Und wenn die Seele das wiederholt, was Ich tue, fühle Ich [mein Leben] wiederholt, als hätte Ich Mich selbst ein weiteres Mal empfangen, und Ich finde darin vollkommene Ehre, göttliches Wohlgefallen, Ergüsse der Liebe, die Mir ebenbürtig sind, und Ich schenke der Seele die Gnade, in meinem eigenen Verzehrt-Werden aufgezehrt zu werden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 24. Februar 1917)

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Jesus, Freund und Wonne meines Herzens! Ich sehe, dass deine Liebe ihren Lauf nimmt, dich mit sich fortreißt. Du erhebst dich und näherst dich sehnsüchtig dem Tisch, wo bereits Brot und Wein zur Wandlung bereitstehen.
Deine göttlichen Züge nehmen einen Ausdruck an, so zart, so liebevoll, wie man ihn nie gesehen hat. Deine Augen strahlen heller als die Sonne, dein Angesicht rötet sich und wird glänzend, deine Lippen umspielt himmlische Freude, dein ganzes äußeres Wesen nimmt die Hoheit des Schöpfers an.
Ich sehe dich, meine Liebe, wie verklärt. Deine Gottheit durchschimmert die Hülle deiner Menschheit. Dein Anblick, wie man ihn nie wahrgenommen hat, zieht die Aufmerksamkeit aller auf dich. Die Apostel sind von süßem Entzücken erfasst und wagen kaum zu atmen.
Deine gütige Mutter findet sich im Geiste bei deiner Tafelrunde ein, um die Wunder deiner Liebe zu schauen. Die Engel steigen vom Himmel herab. Es ist, als ob sie sich gegenseitig fragten: „Was ist doch das? Ist das nicht das Übermaß, der Wahnsinn der Liebe?
Ein Gott erschafft nicht einen neuen Himmel oder eine neue Erde, aber er gibt sich selbst ein neues Dasein, indem er die vergängliche Materie von ein wenig Brot und Wein in den Leib und das Blut seiner Menschheit verwandelt.“
O unersättliche Liebe! Da alle Jünger um dich geschart sind, sehe ich, wie du das Brot in deine heiligen Hände nimmst und dem Vater darbringst. Ich vernehme deine süße Stimme, die spricht: „Heiliger Vater, Dank sei dir gesagt, weil du immer deinen Sohn erhörst. Heiliger Vater, wirke du mit mir.
Einst hast du mich vom Himmel auf die Erde gesandt, Mensch zu werden im Schoß einer Jungfrau, um unsere Kinder zu retten. Nun gestatte mir, dass das „Wort“ in jeder Hostie Fleisch wird, um die Rettung der Menschenkinder fortzusetzen und das Leben einer jeden Seele zu sein. Siehe, Vater, nur wenige Stunden sind mir noch beschieden.
Wie könnte ich so herzlos sein, meine Kinder allein und als Waisen zurückzulassen! Zahlreich sind ihre Feinde, zahlreich ihre Leidenschaften, dicht die Finsternisse ihres Geistes, groß die Schwäche ihres Herzens, denen sie unterworfen sind. Wer wird ihnen zu Hilfe kommen?
O ich bitte dich, lass mich in jeder Hostie zurückbleiben, um meinen Kindern das Leben zu erhalten, ihnen Licht, Kraft und Stärke zu sein. Wohin kommen sie sonst? Wer wird ihr Führer sein? Die Werke unserer Hände sind ewig, meiner Liebe kann ich nicht widerstehen, ich kann und will meine Kinder nicht alleinlassen.“
Der Vater wird gerührt von deinen liebeentflammten Worten und steigt vom Himmel herab. Nun sind auf dem Altartisch der Vater und der Hl. Geist mit dir, mein Jesus! Jetzt sprichst du mit klarer und eindrucksvoller Stimme die Wandlungsworte.
Ohne dich selbst zu entäußern, machst du dich in jedem Brot und Wein auf sakramentale Weise gegenwärtig. Mein Jesus! Die Himmel neigen sich herab und bringen dir einen Akt der Anbetung in dem neuen Zustand tiefster Erniedrigung dar.
Nun ist deine Liebe zufriedengestellt. Ich sehe bis zum Ende der Zeiten auf dem Altar alle konsekrierten Hostien. Aber so viele Hostien sind mit dem Kranz deiner schmerzvollen Passion umwunden, weil so viele Menschen das Übermaß deiner Liebe nur mit dem Übermaß von Undankbarkeit, ja grauenhafter Verbrechen lohnen.
Jesus, Herz meines Herzens! Ich möchte immer bei dir sein in jedem Tabernakel, in jedem Speisekelch, in jeder hl. Hostie, um dir meine Akte der Sühne darbieten zu können für alle Beleidigungen, die dir im Sakramente der Liebe zugefügt werden… (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Stunde von 20 bis 21 Uhr: Das eucharistische Mahl)