1Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; 2Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias.

3Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. 4So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!

5Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. 6Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

„Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias“ (Lk 3,2)

… „Meine Tochter, jede Prophetie, die Ich meinen Propheten bezüglich meines Kommens auf die Erde machte, war wie ein Vorvertrag mit den Geschöpfen, in ihre Mitte zu kommen. Die Propheten, die sie mitteilten, bereiteten die Völker darauf vor, ein solches Gut zu ersehnen und zu wollen.

Indem sie diese Prophezeiungen erhielten, empfingen sie die Anzahlung des Vorvertrages, und in dem Maß, da Ich [immer genaueres über] Zeit und Ort meiner Geburt mitteilte, vermehrte Ich die Anzahlung für den Vorvertrag. So gehe Ich auch beim Reich meines Willens vor.

Jede Mitteilung an dich über mein Göttliches FIAT ist ein Vorvertrag, den Ich mache, jede Kenntnis von Ihm ist eine weitere Anzahlung, die Ich hinzufüge. Wenn Ich meine Vorverträge mache, so ist dies ein Zeichen, dass das Reich meines Willens kommen wird – genauso wie das Reich der Erlösung kam.

Meine Worte sind Leben, die Ich aus Mir hervorgehen lasse, und das Leben muss seine Wohnstätte haben und seine Wirkungen hervorbringen. Glaubst du, dass eine Mitteilung mehr oder weniger unbedeutend ist? Es ist ein weiterer Vorvertrag, den ein Gott macht, und unsere Vorverträge können nicht verloren gehen. Je mehr Vorverträge Wir machen, umso näher ist die Zeit, unsere Vorverträge zu verwirklichen und sie alle in Sicherheit zu bringen.

Daher verlange Ich von dir höchste Aufmerksamkeit, und dass du dir nichts entgehen lässt, sonst würdest du dir einen Göttlichen Vorvertrag entgehen lassen, was [ernste] Folgen hätte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 18. Dezember 1927)

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… „Kleine Tochter meines Willens, du lässt dich zu sehr niederdrücken, und das gefällt Mir nicht. Wenn du inmitten meiner vielen Güter traurig bist, zeigt dies, dass du mehr auf dich selbst schaust als auf die Güter, die dein Jesus dir gegeben hat. Daraus erkennt man, dass du die Geschenke und Güter deines Jesus noch nicht gut verstanden hast. Du musst wissen, dass jedes meiner Worte ein Geschenk ist, und daher ein großes Gut einschließt.

Mein Wort hat nämlich die schöpferische, kommunikative und heranbildende Kraft, und sobald es von Uns ausgesprochen wird, bildet es einen neuen Schatz, den Wir der Seele schenken. Du siehst also: wie viele Worte Ich zu dir sprach und wie viele Wahrheiten Ich dich erkennen ließ, so viele Güter schenkte Ich dir. Diese Gaben schließen göttliche Güter ein, die alle voneinander verschieden sind.

Alles kommt darauf an, dass von Uns das Wort ausgeht, in dem das Gut gebildet wird, das Wir aus Uns hervorströmen lassen wollen. Wenn dieses Gut hervorgegangen ist, wird es mit Gewissheit unter den Menschen lebendig werden, da diese Gaben von unserer schöpferischen Macht belebt und gebildet, und im Inneren unseres eigenen Wortes bewahrt wurden, um das Gut sicherzustellen, das Wir geben wollen. Unser Wort wird Himmel und Erde bewegen, um die Frucht des Guten zu spenden, die es besitzt.

Nun, meine Tochter, sollst du weitere überraschende Wirkungen unserer Worte kennenlernen. Angenommen, Ich spreche zu dir über meine Heiligkeit; dieses mein Wort enthält die Gabe der göttlichen Heiligkeit, die Ich der Seele geben möchte – stets soweit es für ein Geschöpf möglich ist. Spreche Ich von der göttlichen Güte, so schließt mein Wort die Gabe der Güte ein.

Spreche Ich vom Göttlichen Willen, enthält es die Gabe unseres Willens. Kurzum, was unser Wort an Schönem, Gutem, Großem, Heiligem aussagt – diese Gabe enthält es. Vernimm nun eine Facette unserer liebenden Kunstgriffe – es ist so, als gäben Wir Uns nie damit zufrieden, stets neue Erfindungen der Liebe zu machen, die Wir den Menschen geben können.

Wenn also unser Wort „Heiligkeit“ besagt, ist es, weil Wir die Gabe unserer göttlichen Heiligkeit geben wollen, damit die Seele unserer Heiligkeit gleichkomme und mit Uns wetteifern kann. Wie groß ist unsere Freude, wenn Wir unsere göttliche Heiligkeit in der Seele wirken sehen und Wir sie sagen hören: ‘Ich fühle die Heiligkeit meines Schöpfers in mich eingeprägt.

O, wie glücklich bin ich, Ihn mit seiner eigenen Heiligkeit lieben zu können!’ O, dann gerät unsere Liebe gleichsam in den Wahn und ergießt sich so überschwänglich über die Seele, dass Wir bis zum Übermaß gehen. Wenn nun unser Wort ‚Güte‘, oder ‚Göttlicher Wille‘ besagt, heißt dies, dass Wir die Gabe unserer Güte und des Göttlichen Willens schenken möchten, damit die Seele unserer Güte und unserem Willen gleichkommen und dem Wettstreit mit ihrem Höchsten Wesen standhalten kann.

Du kannst unser Glück nicht begreifen, die Seele mit unseren eigenen göttlichen Eigenschaften beschenkt zu sehen, deren Träger unser Wort ist. Nun, es ist unsere Angewohnheit, unser Wort an eine Seele zu richten. Die Fruchtbarkeit, Macht und Lichtfülle des Wortes aber sind so groß, dass es wie die Sonne, die Wir mit einem Wort schufen, mit einem Lichtstrahl alle erleuchtet und das dem Licht innewohnende Gute spendet.

Warum also bekümmerst du dich dann, wenn du siehst, dass dein Jesus dir mittels seines Wortes Gabe um Gabe schenkt? Diese Gaben werden nicht nur in dir lebendig sein, sondern auch in vielen anderen Seelen, da sie die generierende Kraft besitzen: sie geben und zeugen, um neuerlich zu geben und zu zeugen. Unsere Worte sind eine Frucht unseres Schoßes, daher sind es unsere Söhne und tragen als Söhne das Gute, das in ihrem Vater gezeugt wurde.

Statt traurig zu sein, denke eher an die neuen Überraschungen, die dir dein Jesus mit seinen göttlichen Worten bereiten möchte, um dich für den Empfang einer so großen Wohltat zu disponieren.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 24. Juli 1932)

„Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“ (Lk 3,6)

Ich fühlte mich voller Zweifel und vernichtet wegen all dem, was mein Jesus über seinen Göttlichen Willen sagt und dachte mir: „Wie ist es möglich, dass Er so viele Jahrhunderte vergehen hat lassen, ohne diese Wunder des Göttlichen Willens bekannt zu machen, und dass Er nicht unter so vielen Heiligen einen gewählt hatte, der dieser ganz Göttlichen Heiligkeit den Beginn geben sollte? Es hat doch die Apostel gegeben, so viele andere große Heilige, die die ganze Welt in Staunen versetzten.”

Während ich nun darüber nachdachte, kam Er, und ohne mir Zeit zu lassen, unterbrach Er meine Gedanken und sagte zu mir: „Die kleine Tochter meines Wollens will sich nicht überzeugen, warum zweifelst du noch daran?” „Weil ich mich als schlecht erkenne, und je mehr Du sagst, umso mehr fühle ich mich vernichtet.”

Und Jesus: „Das ist es, was Ich will: deine Vernichtung. Und je mehr Ich zu dir von meinem Willen spreche, erschafft mein Wort, da es schöpferisch ist, meinen Willen in dem deinen, und der deine bleibt angesichts der Macht des Meinigen vernichtet und aufgelöst, deshalb deine Vernichtung.

Wisse, dass dein Wille sich in Meinem auflösen muss, wie der Schnee unter den Strahlen einer brennenden Sonne zunichte wird. Nun, du musst wissen, je größer das Werk ist, das Ich tun will, umso mehr Vorbereitungen sind nötig. Wie viele Prophezeiungen, wie viele Vorbereitungen, wie viele Jahrhunderte sind nicht meiner Erlösung vorausgegangen?

Wie viele Symbole und Zeichen haben nicht die Empfängnis meiner Himmlischen Mutter vorweggenommen? Nach vollbrachter Erlösung nun musste Ich den Menschen in den Gütern der Erlösung festigen, und dafür wählte Ich die Apostel aus als Bestärker der Früchte der Erlösung, die mit den Sakramenten den verlorenen Menschen aufsuchen und ihn in Sicherheit bringen sollten.

Deshalb ist die Erlösung Rettung, es bedeutet, den Menschen vor jedem Abgrund zu retten. Aus diesem Grund habe Ich dir ein anderes Mal gesagt, dass es etwas Größeres als selbst die Erlösung ist, die Seele in meinem Willen leben zu lassen: Denn sich zu retten, indem man ein mittelmäßiges Leben führt, bald fällt und bald wieder aufsteht, ist nicht so schwierig, und dies hat meine Erlösung erfleht, denn Ich wollte den Menschen um jeden Preis retten.

Dies habe Ich meinen Aposteln als Schatzwaltern der Erlösungsfrüchte anvertraut. Da Ich also noch das Geringere tun musste, bewahrte Ich das Größere für später auf, und behielt Mir andere Epochen vor zur Vollendung meiner hohen Pläne.

Nun, das Leben in meinem Willen ist nicht nur Rettung, sondern es ist Heiligkeit, die sich über alle anderen Arten von Heiligkeit erheben muss, welche den Stempel der Heiligkeit ihres Schöpfers tragen muss. Deshalb mussten zuerst die geringeren Heiligkeiten einander folgen, wie ein Gefolge, Träger, Boten und Vorbereiter dieser Heiligkeit, die ganz göttlich ist.

Und wie Ich bei der Erlösung meine unvergleichliche Mutter als Verbindungsglied mit Mir erwählte, von dem alle Früchte der Erlösung herabsteigen sollten, so wählte Ich dich als Verbindungsring, aus dem die Heiligkeit des Lebens in meinem Willen ihren Anfang nehmen sollte.

Und da sie aus meinem Willen hervorgegangen ist, um Mir die vollständige Glorie des Zweckes zu bringen, für den der Mensch erschaffen wurde, muss er auf demselben Weg meines Willens zurückkehren, um zu seinem Schöpfer heimzukehren. Was wunderst du dich also? Das sind seit Ewigkeit festgesetzte Dinge, und niemand wird es zuwege bringen, dass Ich davon abrücke.

Und da diese Angelegenheit groß ist – es geht um die Errichtung meines Reiches in der Seele auch auf Erden – ging Ich vor wie ein König, der ein Reich in Besitz nehmen soll: Er geht nicht als Erster hin, sondern lässt zuerst seinen Königspalast vorbereiten, dann schickt er seine Soldaten, um das Reich zu bereiten und die Völker als seine Untertanen zu disponieren.

Dann folgen die Ehrengarden und die Minister, und der Letzte ist der König: das ist ehrenvoll für einen König. So tat Ich es: Ich ließ meinen Palast bereiten, welcher die Kirche ist; die Soldaten waren die Heiligen, um Mich bei den Völkern bekannt zu machen; dann folgten die Heiligen, die Wunder säten, als meine vertrautesten Minister; und nun komme Ich als König, um zu herrschen, deshalb musste Ich eine Seele auswählen, wo Ich meine erste Wohnstätte errichten sollte, und dieses Reich meines Willens gründen.

Lass Mich deshalb herrschen und gib Mir volle Freiheit.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 3. Dezember 1921)