13In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. 14Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
15Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. 16So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

„Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt 5, 13)

… „Weißt du, was die Akte des Geschöpfes ohne die Fülle unseres Willens sind? Sie sind wie die Speisen ohne Würze und ohne Substanz, die, anstatt köstlich zu sein, dem menschlichen Gaumen nicht schmecken, und so missfallen sie auch dem Gaumen Gottes.
Sie sind wie jene unreifen Früchte, die weder Süßigkeit noch Aroma enthalten, wie Blumen ohne Duft, wie Vasen, wohl voll, aber mit alten, zerbrechlichen und zerlumpten Dingen.
All das könnte einem strikten Bedürfnis des Menschen dienen und auch einem Schatten, einer Nuance der Herrlichkeit Gottes, doch nicht zur Seligkeit und dem vollständigen Wohlbefinden des Geschöpfes, und zur Fülle der Herrlichkeit Gottes.
Mit welchem Wohlgefallen isst man hingegen eine gut gewürzte und gehaltvolle Speise! Wie stärkt sie die ganze Person! Allein der Duft der Gewürze regt den Appetit an und die Lust, sie zu essen.
So würzte Adam, ehe er sündigte, mit der Substanz unseres Willens alle seine Akte und regte so den Appetit unserer Liebe an, alle seine Akte als die Uns wohlgefälligste Speise anzunehmen, und Wir gaben ihm als Vergeltung die köstliche Speise unseres Willens.
Doch nach der Sünde verlor der Ärmste den direkten Verbindungsdraht mit seinem Schöpfer, in ihm herrschte nicht mehr die reine Liebe, sondern sie wurde geteilt von der Furcht, von der Angst, und da er nicht mehr die absolute Herrschaft des Höchsten Willens besaß, hatten seine früheren Akte nach dem Sündenfall nicht mehr denselben Wert…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 28. Januar 1926)

„Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5, 14)

… „Meine Tochter, mein Mittelpunkt auf Erden ist die Seele, die meinen Willen tut. Siehst du, die Sonne über der Erde breitet ihr Licht überallhin aus, aber sie bewahrt ihr eigenes Zentrum. Ich bin im Himmel das Leben jedes einzelnen meiner Seligen, aber Ich habe dort [dennoch] meinen Mittelpunkt, meinen Thron.
So befinde Ich Mich auch überall auf der Erde, aber mein Zentrum, der Ort, wo Ich meinen Thron errichte, um zu herrschen, meine Charismen, meine Wonnen, meine Triumphe, und mein eigenes pochendes Herz, Ich ganz Selbst – dies befindet sich, wie im Mittelpunkt selbst, in der Seele, die meinen Heiligsten Willen tut.
So sehr ist diese Seele mit Mir eins geworden, dass sie unzertrennlich von Mir wird, und meine ganze Weisheit und Macht kann keine Mittel finden, um sich im Geringsten von ihr zu trennen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 10. April 1914)

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… „Meine Tochter, wer in meinem Willen lebt, der trinkt das Licht. Und wie das Licht so beschaffen ist, dass wenn einer es sieht und genießt, es zugleich die anderen sehen und genießen können, so ist es auch mit meinem Willen, der sich der Seele wie Licht schenkt und sie ganz erfüllt.
Er vervielfältigt ihr ganzes Inneres und bringt jedem geschöpflichen Gedanken Licht, Er bilokiert ihr Wort und bringt den Worten der anderen Licht, Er bilokiert ihre Werke und Schritte und bringt denen der anderen Licht.
Das Licht besitzt die Eigenschaft der wahren und vollkommenen Bilokation: während es eines ist, hat es die Kraft, sich für jeden, der es genießen und sehen will, zu vervielfältigen. Ist die Sonne nicht eine? Und doch, wie viele sehen sie und erfreuen sich ihrer!
Umso mehr hat die Sonne meines Willens, von der die Seele trinkt und sich ganz mit ihrem Licht anfüllt, die Kraft, sich mit jedem Akt, Wort, Schritt, usw. zu vervielfältigen, während sie nur eine bleib: Dies macht den Zauber ihres Göttlichen Lichtes aus.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 12. Juni 1927)

„So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Mt 5, 16)

Ich fuhr in meinem gewohnten Zustand fort, da ließ sich mein anbetungswürdiger Jesus innerhalb eines unermesslichen Lichtes erblicken, und ich schwamm in diesem Licht, sodass ich es in meinen Ohren, Augen, im Mund, in allem fließen fühlte, und Jesus sprach zu mir:
„Meine Tochter, wenn die Seele, die meinen Willen tut, arbeitet, wird ihre Arbeit zu Licht; wenn sie spricht, denkt, wünscht, geht, usw., verwandeln sich ihre Worte, Gedanken, Wünsche und Schritte alle in Licht, aber Licht, das von meiner [ewigen] Sonne bezogen wird.
Mein Wille zieht also den, der mein Wollen tut, mit solcher Kraft an, dass Er ihn stets um jenes Licht kreisen lässt, und indem er kreist, nimmt er noch mehr Licht auf, das ihn wie hingerissen in Mir hält.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 5. April 1914)

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… „Meine Tochter, das Gute ist keinem Tod unterworfen, und wenn das Leben des Guten erscheint, stellt es sich zur Verteidigung aller Geschöpfe auf. Wenn die gewillten Seelen dieses Gute annehmen, dann sind sie nicht nur geschützt, sondern nehmen das Leben dieses Guten auf, und das Gute erscheint und bildet so viele weitere Leben, wie Seelen es aufnehmen.
Für die Nicht-Disponierten bleibt es stets zu ihrer Verteidigung und wartet, dass sie sich disponieren. Die in meinem Willen verrichteten Akte erlangen den Samen des Lichtes.
Und wie das Licht – obwohl es [nur] eines ist – die Eigenschaft besitzt, jedem Auge Licht zu spenden, das die Wohltat des Lichtes wünscht, um es sich anzueignen – so sind auch die kleinsten, in meinem Göttlichen Willen getanen Akte: wie Er unermesslich ist und alle einhüllt, so wird der kleinste Akt zum Licht und zur Verteidigung für alle.
Nicht nur das, sondern [dies]er [Akt] vergilt seinem Schöpfer mit der Liebe, Ehre und Anbetung, die Er zu Recht von den Geschöpfen erwartet und fordert. Die in meinem Willen verrichteten Akte haben immer etwas Wunderbares an sich und sagen aus sich selbst: ‘Wir sind für alle ein Schutz und wachen zwischen Himmel und Erde, um die Geschöpfe zu verteidigen.
Wir sind mit unserem Licht, Licht für jeden Geist und verteidigen unseren Schöpfer, indem wir mit unseren immerwährenden Akten die Beleidigungen wiedergutmachen, die sich von der Erde erheben.’
Zudem ist das Gute immer gut. Glaubst du, dass die Menschen schon alles, was Ich auf Erden tat, genommen haben? Mitnichten; wie viel bleibt noch davon übrig! Trotzdem kann man nicht behaupten, dass es nicht etwas Gutes wäre. Jahrhunderte über Jahrhunderte werden vergehen, und es wird die Zeit kommen, da alles Gute, das Ich tat, mitten unter den Menschen lebendig sein wird.
Was heute nicht genommen wird, können andere Geschöpfe morgen und in anderen Epochen aufnehmen. Daher wird das wahre Leben des Guten nicht überdrüssig zu warten, und die Akte in meinem Willen sprechen triumphierend: ‘Wir sind dem Tod nicht unterworfen, deshalb wird mit Sicherheit die Zeit kommen, da wir unsere Früchte bringen, die so viele weitere Leben erscheinen lassen werden, die uns ähnlich sind.’
Glaubst du, dass deine Akte in unserem Göttlichen Fiat nutzlos sein werden, weil man keinerlei Auswirkung sieht? Überhaupt nicht. Heute scheint es so, doch warte die Zeit ab, dann wird das große Gut sichtbar, das aus ihnen hervorgehen wird.
Fahre deshalb fort und weiche nicht zurück. Du musst nämlich wissen, dass allein die lange Dauer des Guten der sicherste Beweis ist, der Gott und die Seele des Zustandes versichert, in dem sie sich befindet.
Anhaltende Geduld in den Leiden und schmerzvollen Begegnungen des Lebens, ein Gebet, das unermüdlich wiederholt wird, Treue, Beständigkeit und Gleichmaß im Handeln unter allen Umständen: dies bildet ein ausreichendes, vom Blut des eigenen Herzens bewässertes Erdreich, wo Gott sich von allen Akten der Seele gerufen fühlt, die Ihm ebenso oft garantieren, dass Er seine größten Pläne vollenden kann.
Und die Seele selbst spürt in der langanhaltenden Dauer ihrer Akte die Herrschaft über sich selbst und die Sicherheit, dass sie nicht wanken wird. Das Gute eines [einzigen] Tages sagt noch nichts aus. Heute ein Ja und morgen ein Nein zum Guten zeugt von Schwäche und Unbeständigkeit – lauter Früchte des menschlichen Willens.
Etwas Gutes, das unbeständig ist, besagt, dass dieses Gut, diese Tugend nicht im Besitz der Seele ist. Und da das Gute nicht in ihrer Macht ist, verkehrt sich das Gute in Böses und Tugend in Laster.
Du siehst also: damit die Seele sicher sein kann, dass sie ein Gut oder eine Tugend besitzt, muss sie in sich selbst das Leben dieser Tugend wahrnehmen und sich mit eiserner Beständigkeit, Jahr für Jahr und ihr ganzes Leben lang in diesem Guten üben.
Dann kann sich Gott sicher fühlen, ihr seine Gaben zu schenken und große Dinge in der Beständigkeit des Geschöpfs zu wirken. So handelte Ich an der Himmelskönigin: Ich wünschte die lange Dauer eines Lebens von fünfzehn Jahren, das rein, heilig und ganz im Göttlichen Willen gelebt war, um vom Himmel auf die Erde in ihren jungfräulichen Schoß herabzusteigen.
Ich hätte es früher tun können, doch Ich wollte es nicht. Ich wünschte zuvor ihre Akte als Garantie und ihr anhaltend heiliges Leben – um ihr gleichsam das Recht zu verleihen, meine Mutter zu sein, und damit meine unendliche Weisheit ein Argument habe, dass sie in Ihr unerhörte Wunder gewirkt hat.
Ist das etwa nicht der Grund für die lange Dauer deiner Leiden, weil Ich deiner sicher sein sollte, nicht in Worten, sondern in Taten? War das etwa nicht der Grund für meine so zahlreichen Besuche und die vielen Wahrheiten, die Ich dir in der langen Dauer deines geopferten Lebens mitteilte?
Ich kann behaupten, dass Ich mich aus der Mitte deines Brandopfers heraus zeigte und zu dir sprach. Und wenn Ich dich sagen höre: ‘Ist es möglich, mein Jesus, dass meine Verbannung so lange dauert? Warum hast Du kein Mitleid mit mir?’, weißt du, was Ich dir antworte?
‘Ach, meine Tochter weiß nicht viel über das Mysterium eines lang andauernden Opfers – je länger es dauert, umso größer sind unsere Pläne, die Wir vollenden müssen. Vertraue dich also Mir an und lass Mich handeln.‘“(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 27. Mai 1931)