XII. Station   Jesus stirbt am Kreuz

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Das Göttliche Wort ist Mensch geworden, um den Menschen mit Gott zu versöhnen. Jesus Christus hat die menschliche Natur angenommen, ohne Seine Gottheit abzulegen. Ganz Mensch und ganz Gott heisst, dass Jesus zwei Willen hat – den menschlichen Willen, weil Er ganz Mensch ist – den Willen Gottes, weil Er ganz Gott ist. Jesus hat Seinen menschlichen Willen ganz offen gelassen, und mit ihm ganz und nur den Willen des Vaters gewollt. Er hat Seinem menschlichen Willen nicht einen einzigen Augenblick lang Leben gegeben. So hat Sich Jesus Christus Selbst zum Neuen Adam gemacht. In Seiner Heiligsten Menschheit hat Er die beiden Willen wieder miteinander versöhnt. Adam hatte durch sein Eigenwollen nämlich die Verschmelzung der beiden Willen zerstört, durch den Verlust der Gabe des Göttlichen Willens.

Deshalb konnte der Mensch bis zum Kommen des Messias, des Sohnes Gottes, des Menschgewordenen Wortes Gottes, in der Fülle nicht mehr eins sein mit Gott. Jesus Christus hat Sich zum Erstgeborenen der Neuen Schöpfung Gottes gemacht, damit alle durch Ihn, aus Ihm, in Ihm, und mit Ihm, das werden und sein können was Gott will.

Vater Unser …