XI. Station Jesus wird ans Kreuz genagelt
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.
Gott hat für den zukünftigen Menschen zwei „Lebenstufen“ vorgesehen. Der Mensch ist frei auf die zweite Stufe weiterzugehen. In der Zukunft wird der Mensch mindestens Stufe eins leben. Das ist die Heiligkeit, die gelebten Tugenden. Im Leben des Menschen geht es eigentlich nur um sie. Deshalb führt der Allmächtige Schöpfer des Menschen, das Leben Seines geliebten Geschöpfes so, dass dieser in den jeweiligen, von Gott gefügten Situationen, die Tugenden lebt. Bei Gott geht es nicht um äusseren Erfolg und menschliches Gelingen. Gott will Heiligkeit, weil Er heilig ist.
Die zweite Lebensstufe, die dem Menschen offen steht, ist die „Vergöttlichung“. Für diese Stufe zwei, muss der Mensch seinen Willen uneingeschränkt für den Göttlichen Willen offen lassen, da dieser sonst nicht mit ihm verschmelzen kann. Der Mensch muss also mit seinem ganzen Willen Gott wollen. Das ist äusserst schmerzhaft, wie eine Kreuzigung, denn in allem gilt: „Nicht mein Wille geschehe, sondern Dein Wille, mein Gott, Vater und Schöpfer!“
Vater Unser …
