12. Sonntag im Jahreskreis – A – (Mt 10,26-33)
26In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. 27Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
28Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. 29Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
30Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. 31Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
32Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. 33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.
„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann“ (Mt 10,28)
… „Meine liebste Tochter, wisse, dass ich dich sehr liebe; vertraue deiner Mama und sei sicher, dass du den Sieg über deinen Willen erringen wirst. Wenn du mir treu bist, werde ich alle Verpflichtungen für dich übernehmen, ich werde dir wahre Mutter sein. Höre also, wie ich beim Allerhöchsten für dich eintrat.
Ich tat nichts anderes, als mich auf die Knie meines Himmlischen Vaters zu setzen, ich war klein, noch nicht geboren; der Göttliche Wille, dessen Leben ich besaß, ermöglichten mir meine Besuche bei meinem Schöpfer.
Alle Türen und Wege standen mir offen, auch hatte ich weder Angst noch Furcht …: Nur der menschliche Wille erzeugt Furcht, Angst, Misstrauen, und entfernt die arme Kreatur von dem, der sie so sehr liebt und der von seinen Kindern umgeben sein will.
Wenn die Kreatur Furcht hat und sich ängstigt und nicht wie eine Tochter mit dem Vater als Schöpfer umgehen kann, ist das ein Zeichen, dass der Göttliche Wille nicht in ihr regiert; deshalb ist sie die Gefolterte und Gemarterte des menschlichen Willens.
Tue also nie deinen Willen, um dich von dir selbst nicht foltern und martern zu lassen; das ist das schrecklichste Martyrium, da es ohne Beistand und ohne Kraft ist.“ (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: 8. Tag)
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Dann brachte mich Jesus aus mir selbst heraus, und ließ mich das große Übel der menschlichen Generationen sehen. Er nahm seine Rede wieder auf und fügte hinzu: „Meine Tochter, sieh, welch großes Übel der menschliche Wille hervorgebracht hat.
Die Menschen sind so blind geworden, dass sie erbitterte Kriege und Revolutionen vorbereiten. Dann wird es nicht nur Europa sein, sondern andere Rassen, die sich zusammentun werden.
Der Kreis wird ausgedehnter sein, andere Teile der Welt werden darin involviert sein. Welches Übel richtet der menschliche Wille an! Er macht blind, er macht elend und macht sie zu Mördern ihrer selbst!
Doch Ich werde Mich dessen für meine höchsten Pläne bedienen, und die Zusammenführung so vieler Rassen wird dazu nützen, um die Mitteilung der Wahrheiten zu erleichtern, damit sie sich bereit machen für das Reich des Höchsten FIAT.
So sind die bereits geschehenen Züchtigungen nichts anders als Vorspiele derer, die kommen werden. Wie viele weitere Städte werden zerstört, wie viele Menschen unter den Ruinen verschüttet werden, wie viele Orte werden begraben und in den Abgrund versinken. Die Elemente werden die Verteidigung ihres Schöpfers übernehmen. Meine Gerechtigkeit kann nicht mehr.
Mein Wille will triumphieren und würde gerne auf dem Weg der Liebe triumphieren, um sein Reich zu errichten, doch der Mensch will dieser Liebe nicht entgegenkommen, deshalb ist es notwendig, von der Gerechtigkeit Gebrauch zu machen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 16. November 1926)
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… Danach fragte ich mich: „Doch welchen Schaden richtet die Seele an, wenn sie ihren eigenen menschlichen Willen tut?“ Und Jesus erwiderte: „Meine Tochter, das Übel ist groß. Mein Wille ist Licht, und der menschliche ist Finsternis.
Der Meine ist Heiligkeit und der menschliche Wille ist Sünde, Meiner ist Schönheit und enthält jedes Gut, der menschliche ist Hässlichkeit und enthält jedes Übel.
So lässt die Seele mit dem Nicht-Tun meines Willens das Licht sterben, ertötet die Heiligkeit, die Schönheit und alles Gute. Mit dem Tun ihres eigenen Willens lässt sie die Finsternis geboren werden, lässt die Sünde, die Hässlichkeit und alle Übel aufleben.
Und doch scheint es für die Menschen wie [ein unbedeutendes] Nichts zu sein, den eigenen Willen zu tun, während sie sich [in Wirklichkeit] in einen Abgrund der Übel stürzen, der sie zum Absturz bringt.
Scheint es dir trivial, dass mein Wille, während Er ihnen sein Licht, seine Heiligkeit, Schönheit und alle seine Güter bringt – und zwar nur, weil Er die Geschöpfe liebt – die Beleidigung erfährt, in ihnen sein Licht, seine Heiligkeit, Schönheit und all seine Güter sterben zu sehen?
Meine Menschheit empfand diesen Tod so sehr, den der menschliche Wille dem Licht und der Heiligkeit seines Willens in ihnen bereitete, dass man sagen kann, dass Ich einen wahren Tod fühlte.
Ich empfand nämlich die Qual und Last eines Todes eines unendlichen Lichtes und einer unendlichen Heiligkeit, welche das Geschöpf in sich zu zerstören gewagt hatte.
Meine Menschheit stöhnte und fühlte sich von so vielen Toden zermalmt, wie oft sie es gewagt hatten, das Licht und die Heiligkeit meines Göttlichen Willens in sich zu töten.
Welches Unglück wäre es für die Natur, wenn die Menschen das Licht der Sonne vernichten würden, den reinigenden Wind, die Luft, die sie atmen! Es würde ein solches Chaos herrschen, dass alle Geschöpfe sterben müssten.
Und doch ist das Licht meines Willens mehr als eine Sonne für die Seelen, mehr als der Wind, der reinigt, mehr als die Luft zum Atmen.
So kannst du aus der Unordnung, die folgen würde, wenn sie das Sonnenlicht, den Wind und die Luft vernichten würden, begreifen, welches Übel es ist, wenn man meinen anbetungswürdigen Willen nicht tut, den Akt des primären Lebens und das Zentrum aller Geschöpfe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 22. April 1928)
„Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen“ (Mt 10,30-31)
Ich war weiterhin in meinem gewöhnlichen Zustand, da sah ich den gebenedeiten Jesus nur kurz; Er sprach zu mir: „Meine Tochter, wer viel Angst hat, zeigt damit, dass er stark auf sich selbst vertraut, denn da er nichts als Schwächen und Armseligkeiten in sich wahrnimmt, fürchtet er sich natürlich und aus gerechtem Grund.
Wenn jemand aber nichts fürchtet, ist es ein Zeichen, dass er auf Gott vertraut, denn durch sein Gottvertrauen lösen sich seine Armseligkeiten und Schwächen in Gott auf, und da er sich mit dem Göttlichen Wesen bekleidet sieht, ist es nicht mehr er selbst, der wirkt, sondern Gott in ihm.
Was sollte er also noch fürchten? Deshalb reproduziert das wahre Vertrauen das Göttliche Leben in der Seele.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 3. Januar 1907)
„Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen” (Mt 10, 32)
… Während ich mit dir dieselben Sühneakte vornehme, bemerke ich, wie ein neuer Schmerz dein zartfühlendes Herz betrübt, ein Schmerz, wie du ihn bisher nicht erfahren hast.
Sag mir doch, mein Jesus, warum dieser Schmerz? Lass mich an allem, was dich bedrückt, teilnehmen. Und Jesus spricht: „Mein Kind, willst du es wissen? Ich höre die Stimme des Petrus, der sagt, er kenne mich nicht. Er schwört, schwört falsch und sagt sich los von mir.
Wie, Petrus, du kennst mich nicht? Denkst du nicht daran, wie viel Gutes ich dir erwiesen habe? Wenn die anderen mich sterben lassen an äußeren Qualen, lässt du mich sterben an Seelenschmerz.
Wie übel hast du gehandelt, mir erst von ferne zu folgen und dich dabei der Gefahr auszusetzen zu fallen!“ Mein verleugnetes Gut! Wie rasch folgen doch die Beleidigungen vonseiten jener, die dir am teuersten sind!
Jeden Schlag meines Herzens möchte ich in den deinen übergehen lassen, um die bittere Qual zu mildern, die du erduldest. Dieser mein Herzschlag schwört dir Treue und Liebe und wiederholt tausend- und abertausend Mal mit einem Schwur, dass er dich kennt.
Doch dein Herz beruhigt sich noch nicht, und du schaust dich nach Petrus um. Bei deinem liebevollen, von Tränen des Schmerzes über seine Verleugnung umflorten Blick geht Petrus in sich und entfernt sich weinend.
Nachdem du ihn in Sicherheit weißt, beruhigst du dich und sühnst die Vergehen der dir geweihten Seelen, besonders jener, die sich freiwillig den Gelegenheiten zur Sünde aussetzen und dabei kläglich zu Fall kommen. (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“; Stunde von 3 bis 4 Uhr: Jesus vor dem Gerichtshof des Kaiphas)


