7In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
9Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? 10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
11Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! 12Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
13Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. 14Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

„Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke“ (Joh 14, 10)

Nachdem Er sich verspätete, kam Jesus nur kurz wie ein Lichtblitz. Ich wurde mit diesem Licht innen und außen erfüllt, doch kann ich nicht auszudrücken, was meine Seele in diesem Licht verstand und erfuhr.
Ich werde nur sagen, dass der gebenedeite Jesus nachher zu mir sprach: „Meine Tochter, es sind nicht die Werke, die den Verdienst des Menschen ausmachen, sondern es ist allein der Gehorsam, der alle Verdienste begründet, als eine Frucht des Göttlichen Willens.
So war alles, was Ich im Lauf meines Lebens tat und litt, eine Frucht des Willens des Vaters; deswegen sind meine Verdienste unzählige, da alle von einem Göttlichen Gehorsam begründet wurden.
Ich sehe also nicht so sehr auf die Vielzahl und Größe der Werke, sondern auf die Verbindung, die sie entweder direkt mit dem Gehorsam gegen Gott haben oder indirekt mit dem Gehorsam gegen die Person, die Mich vertritt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 9. August 1904)

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… „Ich wollte mit so vielen Leiden die Sünden des Menschen sühnen, und indem Ich nie meinen Willen tat, sondern immer den der Gottheit, auch in den kleinsten Dingen wie dem Atmen, Schauen, Sprechen usw.
Meine Menschheit bewegte sich nicht, noch hatte sie Leben, wenn sie nicht vom Willen meines Vaters beseelt war. Ich wäre lieber tausend Mal gestorben, als einen Atemzug ohne seinen Willen zu tun.
Damit verknüpfte Ich den menschlichen Willen von neuem mit dem Göttlichen, und in meiner einzigen Person, da Ich wahrer Mensch und auch wahrer Gott war, gab Ich meinem Vater die ganze Herrlichkeit und die Rechte zurück, die Ihm gebührten.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 26. November 1921)

„Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater“ (Joh 14,12)

… „Meine Tochter, mein Wille ist Ordnung, und Er richtet in der Seele, in der Er herrscht, seine Göttliche Ordnung auf. Kraft dieser Ordnung fühlt die Seele die Ordnung in ihren Gedanken, Worten, Werken und Schritten – alles ist Harmonie.
Dieser Göttliche Wille hält die Ordnung in allen Werken aufrecht, die aus dem Höchsten Wesen hervorgegangen sind, auf eine Art, dass sie so miteinander verbunden sind, dass sie unzertrennlich sind.
Wenngleich jedes Werk seine bestimmte Aufgabe hat, ist aber die Einheit kraft dieser Ordnung so stark, dass das eine ohne das andere weder leben, noch handeln könnte, umso mehr, als einer der Wille ist, Der sie bewegt und ihnen das Leben gibt.
Daher fühlt die Seele kraft des FIAT in sich die Ordnung ihres Schöpfers und ist so eng mit Ihm verbunden und vereint, dass sie sich unzertrennlich und verschmolzen mit ihrem Schöpfer fühlt.
So fühlt sie sich selbst als Himmel in der Ordnung ihrer Handlungen, Worte, Gedanken und Schritte. Sie fühlt die Sterne fließen, die ihren schönen Himmel zieren.
Sie fühlt sich als Sonne und möchte geschwind allen Licht geben, sie fühlt sich als Erde und genießt die schönen Blumen und die schönen Szenen ihres Gnadenmeeres, das in ihrer Seele strömt.
Und sie möchte diese bezaubernden Szenen und ihre schönen blühenden Wiesen gerne herzeigen, damit alle das große Gut der Herrschaft meines Göttlichen Willens aufnehmen und genießen können.
So ist das wahre Kennzeichen für die Herrschaft meines FIAT in der Seele, dies, dass man keine unstimmigen und ungeordneten Dinge sieht, sondern höchste Harmonie und vollkommene Ordnung.
Denn alles, was sie tut, hat seinen Anfang in Dem, Der sie erschaffen hat, und sie tut nichts anderes, als der Ordnung und den Werken ihres Schöpfers zu folgen.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 12. August 1928)

„Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird“ (Joh 14, 13)

… „Meine Tochter, wenn die Seele in meinem Willen betet, widmen alle Dinge und alle geschaffenen Wesen ihr Aufmerksamkeit, geben alles andere auf und bringen alles zum Schweigen.
Während alle konzentriert den im Göttlichen Willen getanen Akt bewundern, folgen sie alle zusammen dem Gebet. Die Macht des Gebetes ruft alles [herbei], gebietet allem und wirkt auf alle ein, auf eine Art, dass alle dabei mitwirken, was immer dieser Akt vollbringt.
Würde man alle anderen Gebete zusammen, mit einem einfachen, in meinem Willen verrichteten Gebet vergleichen, so übertrifft dieses eine alle anderen, da es einen Göttlichen Willen, eine unermessliche Macht und einen unabsehbaren Wert besitzt.
Ich selbst fühle Mich von einem solchen Gebet erfüllt: Ich fühle seine Macht, und da Ich es als das Gebet meines eigenen Willens erkenne, wird es eins mit Mir.
Wenn sie also die Gnaden nicht mittels des in meinem Willen verrichteten Gebetes, eines universellen und göttlichen Gebetes, erlangen, wenn die Gerechtigkeit Gottes nicht besänftigt wird und die Geißeln weiterhin auf die Erde regnen, bedeutet dies, dass dies der Wille Gottes ist, Der, anstatt diese [erbetenen] Gnaden herabsteigen zu lassen, die Wirkungen des Gebetes in die Seelen herabsteigen lässt.
Und wenn man damit nicht viel erlangt, werden sie mit anderen Gebeten, die nicht in meinem Willen gebetet werden, noch weniger erreichen, die weder göttliche Macht noch universelle Kraft besitzen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 16. Juli 1927)