5. Sonntag in der Osterzeit – A (Joh 14,1-12)
1In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! 2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
3Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 4Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
5Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? 6Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
7Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
9Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? 10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
11Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! 12Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin“ (Joh 14,2+3)
… „Meine Tochter, das Reich meines Willens ist schon ganz [vor]bereit[et] in meiner Menschheit, und Ich bin bereit, es hervorzubringen, um Es den Menschen zu schenken.
Man kann sagen, Ich habe die Fundamente gelegt und die Bauwerke errichtet. Es gibt unzählige Räume, und alle sind sie geschmückt und beleuchtet – nicht mit kleinen Lichtern – sondern mit so vielen Sonnen, als Ich Wahrheiten über mein Göttliches FIAT mitgeteilt habe.
Es fehlen jetzt nur mehr jene, die es bewohnen. Es wird Platz und Räume für alle geben, denn es ist weiträumiger als die ganze Welt. Mit dem Reich meines Willens wird alles in der Schöpfung erneuert, und die Dinge werden zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückkehren.
Daher sind viele Geißeln nötig, die auch geschehen werden, damit die Göttliche Gerechtigkeit mit all meinen Eigenschaften ins Gleichgewicht kommt, und sich ausgleichend, das Reich meines Willens in seinem Frieden und seiner Glückseligkeit belässt.
Wundere dich daher nicht, wenn einem so großen Gut, das Ich vorbereite und schenken möchte, viele Geißeln vorausgehen. Es ist meine Gerechtigkeit, die ihre Rechte einfordert, damit sie, solcherart ausgewogen, Frieden mit den Geschöpfen schließe, ohne sie noch zu belästigen.
Umso mehr, als die Kinder des Reiches meines Göttlichen FIAT sie nicht mehr beleidigen werden; meine Göttliche Gerechtigkeit wird sich für sie ganz in Liebe und Erbarmen verwandeln.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 30. August 1928)
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… “Wisse, dass mein Wille der war, der Er ist und sein wird, Er hat sich in nichts verändert; doch je nach dem, was Er von sich offenbart, macht Er die Vielfalt seiner Farben, Wirkungen und Werte bekannt, die Er enthält.
Und Er gibt sich nicht nur zu erkennen, sondern verleiht der Seele die Vielfalt seiner Farben, Wirkungen und Werte; welchen Nutzen hätte es sonst, sie bekannt zu machen?
Mein Wille handelte wie ein großer Herr, der einen seiner ausgedehnten und prächtigsten Paläste zeigen wollte: den ersten wies Er den Weg zu seinem Palast, den zweiten das Tor, den dritten die Treppe, den vierten die ersten Zimmer, und den letzten tat er alle Zimmer auf, machte sie zu Besitzern und verlieh ihnen alle Güter, die es im Palast gibt.
Die ersten nun nahmen die Güter, die auf dem Weg lagen, die zweiten die Güter, die es am Tor gibt, die denen vom Weg überlegen sind; die dritten nahmen jene der Treppe, die vierten jene der ersten Zimmer, wo mehr Schätze gibt und die in größerer Sicherheit sind; die letzten die Güter des gesamten Palastes.
So handelte mein Wille: Er musste den Weg, das Tor, die Treppe, die ersten Zimmer bekannt machen, damit der Mensch in die ganze Unermesslichkeit meines Willens voranschreiten und die großen Güter sehen könne, die es hier gibt, und wie die Seele, die in all diesen Gütern wirkt, die mein Wille enthält, die Vielfalt seiner Farben, seiner Unermesslichkeit, Heiligkeit und Macht erwirbt, und all dies, was Ich gewirkt habe.
Wenn Ich etwas bekannt mache, dann gebe und präge Ich der Seele diese göttliche Eigenschaft ein, die Ich bekannt mache. Wenn du wüsstest, unter welch mächtigen Gnadenwellen du dich befindest, wenn Ich fortfahre, dir weitere Wirkungen meines Willens bekannt zu machen, und wie Ich als geschickter Maler mit den lebhaftesten Farben in deiner Seele die Wirkungen und verschiedenen Werte male, die Ich dir kundtue, so würdest du unter meinen Wellen zermalmt werden.
Doch da Ich Mitleid mit deiner Schwäche habe, stütze Ich dich, und während Ich dich aufrecht halte, präge Ich gleichzeitig tiefer in dich ein, was Ich dir sage, denn wenn Ich spreche, handle Ich.
Sei daher aufmerksam und treu.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 6. November 1922)
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Ich fühlte mich ganz versenkt in den Göttlichen Willen. Eine Menge Gedanken kam mir in den Sinn, doch stets über das Fiat selbst, weil man in Ihm an nichts anderes denken kann.
Sein süßer Zauber, sein alles erfüllendes Licht und seine vielen Wahrheiten stellen sich wie ein eindrucksvolles Heer um die Seele und halten alles fern, was nicht zu Ihm gehört.
Die glückliche Seele, die im Göttlichen Willen ist, befindet sich in einer Himmelsatmosphäre, in voller Seligkeit und im vollen Frieden der Heiligen. Ihr einziger Wunsch ist, dass alle einen so liebenswürdigen und heiligen Willen kennenlernen und seine Seligkeit genießen mögen.
Ich fragte mich aber, wie es geschehen mag, dass die Menschen im Göttlichen Willen leben können, um sein heiliges Reich aufzubauen. Da überraschte mich mein geliebter Jesus und sagte zu mir: „Meine Tochter, wie klein bist du!
Man sieht, dass sich deine Kleinheit nicht in die Macht, Unermesslichkeit, Güte und Großzügigkeit deines Schöpfers erheben kann und du unsere Größe und Freigebigkeit nach deiner Kleinheit bemisst.
Arme Kleine, du verlierst dich in unseren endlosen Gütern und weißt unseren göttlichen und unendlich großen Vorgehensweisen nicht die richtige Bedeutung beizumessen.
Menschlich gesprochen ist das Leben in meinem Willen und die Errichtung seines Reiches unter ihnen für den von Übeln umgebenen Menschen zwar so, als wollte er mit seinem Finger den Himmel anrühren, was unmöglich ist: doch was für die Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.
Du musst wissen, dass das Leben in unserem Willen eine Gabe ist, die unsere Großzügigkeit den Menschen schenken möchte, und mit dieser Gabe wird er sich verwandelt fühlen: von einem Armen wird er zu einem Reichen, von einem Schwachen zu einem Starken, vom Unwissendem zu einem Gebildeten; aus einem Sklaven niedriger Leidenschaften wird er zu einem süßen und freiwilligen Gefangenen eines ganz heiligen Willens, der ihn nicht gefangen hält, sondern zum König über sich selbst, über die göttlichen Güter und alle geschaffenen Dinge macht.
Er gleicht einem armen Mann, der armselige Lumpen trägt, in einer Hütte ohne Türen wohnt und daher Dieben und Feinden ausgesetzt ist. Er hat auch nicht genug Brot, um seinen Hunger zu stillen und muss darum betteln.
Würde ihm nun ein König eine Million schenken, dann wäre das Los des Armen verwandelt, und er würde nicht länger als armer Bettler erscheinen, sondern als Herr und Besitzer von Palästen und Villen.
Er kleidet sich würdig, hat überreich zu essen und kann sogar anderen helfen. Was änderte das Los jenes Armen? Die geschenkte Million! Wenn nun schnödes Geld das Los eines armen Unglücklichen abändern kann, um wie viel mehr dann die große Gabe unseres Willens, die Wir den Menschengeschlechtern schenken!
Diese wird ihr trauriges Los verwandeln, ausgenommen jene, die freiwillig in ihrem Unglück bleiben wollen; umso mehr, als diese Gabe dem Menschen schon beim Ursprung seiner Erschaffung verliehen wurde, und er sie undankbar zurückwies, indem er seinen eigenen Willen tat und sich dem Unseren entzog.
Wer sich nun disponiert, unseren Willen zu tun, bereitet den würdigen und edlen Platz, um diese große und unendliche Gabe zu verwahren. Die Wahrheiten über unser Fiat werden ihm helfen und ihn auf überraschende Weise auf den Empfang dieser Gabe vorbereiten.
Und was die Menschen bis heute nicht bekamen, können sie morgen erhalten. So werde Ich wie ein König handeln, der eine Familie mit verwandtschaftlichen Banden in seine Königsfamilie aufnehmen möchte.
Zu diesem Zweck nimmt er zuerst ein Mitglied dieser Familie in seinen Palast auf, zieht diese Person groß, speist zusammen mit ihr, gewöhnt sie an seine edlen Manieren, vertraut ihr seine Geheimnisse an; und um sie seiner würdig zu machen, lässt er sie von seinem Willen leben; damit er ihrer noch sicherer sein kann und sie sich nicht [wieder] zu ihrer unadeligen Familie degradiert, gibt er die Gabe seines Willens in ihre Gewalt; was der König nicht tun kann, kann Ich jedoch tun: Ich bilokiere meinen Willen und schenke Ihn den Menschen.
Der König hat seine Augen fest auf sie gerichtet und ist ständig dabei, sie immer schöner zu machen. Er kleidet sie mit kostbaren und schönen Gewändern, sodass er sich in sie verliebt – bis er nicht mehr anders kann und sie mit dem dauerhaften Band der Ehe an sich bindet, sodass beide einander zur Gabe werden.
Damit haben beide Seiten Anspruch auf Regentschaft, und diese Familie erwirbt die Bande der Verwandtschaft mit dem König. Aus Liebe zu jener [einen], die sich ihm hingab, und der er sich hinschenkte, beruft der König jene Familie zum Leben in seinem Palast und verleiht ihr dieselbe Gabe wie der, die er so liebt.
So taten Wir: zunächst beriefen Wir eine aus der Menschheitsfamilie zum Leben im Palast unseres Willens, der Wir schrittweise die Wahrheiten über Ihn und seine verborgensten Geheimnisse schenkten; dabei empfanden Wir Wohlgefallen und verspürten unbeschreibliche Freuden, und es war Uns lieb und teuer, die Seele in unserem Willen leben zu lassen.
Unsere Liebe drängte Uns, ja tat Uns Gewalt an, ihr die Gabe unseres allmächtigen Fiat zu schenken – zumal sie Uns ja schon ihren Willen geschenkt hatte. Er war also schon in unserer Macht, und unser Göttlicher Wille konnte in der Seele sicher und auf seinem Ehrenplatz sein.
Nachdem Wir nun einem Mitglied dieser Menschheitsfamilie die Gabe unseres Fiat gegeben haben, erwirbt sie das Band und den rechtmäßigen Anspruch auf diese Gabe.
Wir tun nämlich nie für eine Person allein Werke und schenken Gaben, sondern Wir spenden stets nur auf universelle Weise Werke und Gaben aus. So wird diese Gabe für alle bereitstehen, wenn sie diese nur wünschen und sich für sie disponieren.
Das Leben in meinem Willen ist also weder Besitz des Geschöpfs, noch liegt es in seiner Macht, sondern ist eine Gabe – und Ich gebe sie, wann Ich will, wem Ich will und zu welcher Zeit Ich will. Sie ist eine Himmelsgabe, ein Geschenk unserer großen Hochherzigkeit und unauslöschlichen Liebe.
Durch diese Gabe wird sich nun die Menschheitsfamilie so innig mit ihrem Schöpfer verbunden fühlen, dass sie sich nicht mehr ferne von Ihm, sondern so nahe empfinden wird, als wäre sie aus seiner eigenen Familie und wohnte mit Ihm in seinem eigenen Palast.
Mit dieser Gabe werden sich die Menschen so reich fühlen, dass sie die Armseligkeiten, Schwächen und rebellischen Leidenschaften nicht mehr spüren, sondern alles [in ihnen] wird Stärke, Friede und überreiche Gnade sein.
In Anerkennung dieser Gabe werden sie sprechen: ‘Im Hause meines himmlischen Vaters fehlt mir nichts. Alles steht mir stets kraft der empfangenen Gabe zur Verfügung.’
Die Gaben, die Wir schenken, geben Wir stets kraft unserer großen Liebe und aus höchster Großzügigkeit. Wäre dies nicht so, oder wollten Wir darauf achten, ob die Seele sie verdient oder nicht, und ob sie Opfer gebracht hat, dann wäre es kein Geschenk mehr, sondern eine Belohnung.
So würde unsere Gabe zum Recht der Seele werden und zu ihrem Sklaven, während Wir und unsere Gaben niemandes Sklaven sind. In der Tat, bevor der Mensch erschaffen wurde, machten Wir schon Himmel, Sonne, Wind, Meer, die blühende Erde und alles Übrige, um dies alles dem Menschen zu schenken.
Was hatte er getan, um so große und unverlierbare Geschenke zu verdienen? Nichts. Und bei seiner Erschaffung beschenkten Wir ihn mit der großen Gabe, die alle anderen übertraf, mit unserem allmächtigen Fiat.
Obwohl er sie abwies, gaben Wir es dennoch nicht auf, sie ihm weiterhin zu geben, nein, aber Wir halten sie in Reserve, um seinen Kindern eben jene Gabe zu schenken, die ihr [Stamm]Vater Uns zurückgewiesen hatte.
Wir schenken diese Gabe im Übermaß unserer Liebe, die so groß ist, dass sie [diese Gabe] weder in Rechnung zu stellen weiß noch dies in Betracht zieht; während die Belohnung, welche eine Seele für gute Werke und Opfer erhält, im angemessenen Maß und je nach Verdienst der Seele gegeben wird. Mit der Gabe ist es nicht so.
Wer dies anzweifelt, gibt daher zu erkennen, dass er sich weder mit unserem Göttlichen Wesen noch mit unserer Großzügigkeit auskennt, noch begreift, wie weit unsere Liebe gehen kann.
Nichtsdestotrotz wünschen Wir die Entsprechung der Seele, ihren Dank und ihre kleine Liebe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 30. April 1932)
„Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr”(Jn 14, 4)
… „Meine Tochter, alle Zeiten sind in meinen Händen, Ich gebe, wem Ich will, und Ich gebrauche, wen Ich will. Ich hätte sehr wohl die Seligkeit auf die Erde bringen können, die mein Wille enthält, doch Ich fand keinen menschlichen Willen, der ein ständiges Leben in dem Meinigen hätte führen wollen, um die Bande der Schöpfung wieder zu verknüpfen und Mir alle Akte des ersten Menschen zurückzugeben, wie wenn er sie alle, mit meinem Höchsten Willen besiegelt, vollbracht hätte, und so die verlorene Seligkeit [wieder] ins Spiel zu bringen.
Es stimmt, dass Ich meine teure Mutter hatte, doch sie sollte gemeinsam mit Mir an der Erlösung mitwirken. Der Mensch war zudem ein Sklave, von seinen eigenen Sünden gefangen, krank, mit den abstoßendsten Wunden bedeckt, und Ich kam als liebender Vater, um mein Blut zu seiner Rettung zu vergießen, als Arzt, um ihn zu heilen, als Lehrmeister, um ihm den Weg – den Ausweg – aufzuzeigen, damit er nicht in die Hölle stürze.
Der arme Kranke, wie hätte er sich in den ewigen Aufschwüngen meines Willens ausbreiten können, wenn er nicht einmal gehen konnte? Hätte Ich ihm die Seligkeit schenken wollen, die mein Wille enthält, so wäre es so, als gäbe man sie den Toten, und lasse sie mit Füßen treten.
Er war nicht bereit für den Empfang einer solchen Wohltat, und daher wollte Ich das Gebet lehren, um ihn vorzubereiten; Ich begnügte Mich damit, auf künftige Zeitalter zu warten und viele Jahrhunderte vergehen zu lassen, um das Leben in meinem Willen bekannt zu machen und den Anfang für diese Seligkeit zu setzen.”
Und ich: „Meine Liebe, wenn durch deine Erlösung nicht alle gerettet werden, wie kann dann dein Wille allen diese Seligkeit verleihen?”
Und Jesus: „Der Mensch wird immer frei sein, Ich werde ihm nie die bei seiner Erschaffung verliehenen Rechte wegnehmen. Es ist bloß so, dass Ich bei der Erlösung kam, um viele Wege, Pfade und Abkürzungen zu eröffnen, um dem Menschen die Rettung und Heiligung zu erleichtern, während Ich mit meinem Willen den königlichen und direkten Weg auftun möchte, der zur Heiligkeit der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer führt und die wahre Seligkeit enthält.
Dennoch werden sie stets frei sein, auf dem königlichen Weg, oder auf den kleinen Pfaden oder außerhalb von alldem zu gehen. Es wird jedoch in der Welt etwas geben, was heute noch nicht ist: die Glückseligkeit des Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden…“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 25. April 1923)
„Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater“ (Joh 14,12)
… „Meine Tochter, meine Menschheit verbirgt sich in dir, und Ich gebe meinem Göttlichen Willen ein weites Handlungsfeld, damit Er frei wirke und sein Reich bilde. Früher gab es eine freie Zeit, wo meine Menschheit ihr Handlungsfeld in dir hatte.
Darum war sie immer mit dir und bei dir, und mein Göttlicher Wille hieß Mich so handeln, damit Er dich bereite, das vom grenzenlosen FIAT weiter ausgedehnte Handlungsfeld zu empfangen, und Ich muss Ihn handeln lassen. Umso mehr, als Er mich nicht daran hindert, bei dir zu sein, da Wir unzertrennlich sind.
Ich bin in dir und erfreue Mich daran, deine Seele wie ein kleines Vögelchen mit dem Lichtfaden meines Willens zu binden und erlaube dir den Flug in seine Unermesslichkeit, indem Ich dich in seine unzähligen Akte hineinwerfe, während Ich den Faden, der dich gebunden hält, in meinen Händen halte.
Wenn du dann weggehst und unter seinen Akten umherwanderst, verlierst du Mich aus den Augen, während Ich darauf warte, dass du allen Akten meines Göttlichen Willens folgst, um den Faden in dich hineinzuziehen.
Du bist früher nicht all seinen Akten gefolgt, sondern folgtest dem kleinen Kreis der Akte meiner Menschheit, der gering ist im Vergleich zu den Akten meines Göttlichen Willens. So ließ dich jeder deiner Akte, deiner Leiden, deinem Jesus begegnen.
Ich war ganz darauf bedacht, dich meine Menschheit nachbilden zu lassen, daher musste Ich mit dem Pinsel in der Hand dastehen, um in dir mein Abbild zu formen, die Leinwand deiner Seele dafür zu disponieren, die lebhaften, ins Licht meines FIAT eingetauchten Farben anzunehmen.
Was also zuvor nötig war, ist jetzt nicht mehr notwendig. Das heißt aber nicht, dass Ich nicht bei dir bin. Wir leben zusammen im Schatten eines Lichtes eines ewigen Willens.
Sein Licht ist so stark, dass es Uns in den Schatten stellt und Uns gegenseitig [aus den Augen] verlieren lässt, sodass, wenn das Licht abnähme, Ich dich sehen würde und du Mich sehen würdest, und Wir Uns finden würden, als wären Wir nie getrennt worden.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 21. August 1927)
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… „Meine Tochter, mein Wille ist Ordnung, und Er richtet in der Seele, in der Er herrscht, seine Göttliche Ordnung auf. Kraft dieser Ordnung fühlt die Seele die Ordnung in ihren Gedanken, Worten, Werken und Schritten – alles ist Harmonie.
Dieser Göttliche Wille hält die Ordnung in allen Werken aufrecht, die aus dem Höchsten Wesen hervorgegangen sind, auf eine Art, dass sie so miteinander verbunden sind, dass sie unzertrennlich sind.
Wenngleich jedes Werk seine bestimmte Aufgabe hat, ist aber die Einheit kraft dieser Ordnung so stark, dass das eine ohne das andere weder leben, noch handeln könnte, umso mehr, als einer der Wille ist, Der sie bewegt und ihnen das Leben gibt.
Daher fühlt die Seele kraft des FIAT in sich die Ordnung ihres Schöpfers und ist so eng mit Ihm verbunden und vereint, dass sie sich unzertrennlich und verschmolzen mit ihrem Schöpfer fühlt.
So fühlt sie sich selbst als Himmel in der Ordnung ihrer Handlungen, Worte, Gedanken und Schritte. Sie fühlt die Sterne fließen, die ihren schönen Himmel zieren.
Sie fühlt sich als Sonne und möchte geschwind allen Licht geben, sie fühlt sich als Erde und genießt die schönen Blumen und die schönen Szenen ihres Gnadenmeeres, das in ihrer Seele strömt.
Und sie möchte diese bezaubernden Szenen und ihre schönen blühenden Wiesen gerne herzeigen, damit alle das große Gut der Herrschaft meines Göttlichen Willens aufnehmen und genießen können.
So ist das wahre Kennzeichen für die Herrschaft meines FIAT in der Seele, dies, dass man keine unstimmigen und ungeordneten Dinge sieht, sondern höchste Harmonie und vollkommene Ordnung.
Denn alles, was sie tut, hat seinen Anfang in Dem, Der sie erschaffen hat, und sie tut nichts anderes, als der Ordnung und den Werken ihres Schöpfers zu folgen.”
Dann setzte Er seine Rede fort: „Daher, meine Tochter, ist Mir das Leben jener Seele, die meinen anbetungswürdigen Willen in sich leben lässt, so kostbar, teuer und von einer so seltenen Schönheit, dass man unmöglich etwas Ähnliches finden kann.
Ich sehe nichts anderes aus ihr hervortreten als unsere Werke. Wenn es zu unserer Glorie und für unsere unauslöschliche Liebe nötig wäre, würde sie Uns einen neuen Himmel und die ganze Schöpfung zugleich bilden.
Indem sie in den Werken der Erlösung und Heiligung fließt, würde sie Uns neue [Werke der] Erlösung und Heiligung darbringen. In der Tat, jener Göttliche Wille, der all dies in Uns Selbst getan hat, kann es [auch] in der Seele tun, wo Er herrscht und regiert.
Wie Er alle unsere Werke aus dem Nichts gerufen hat, so kann Er diese Werke aus dem Nichts dieses Geschöpfs rufen, nicht nur, indem Er alle unsere Werke wiederholt, sondern Er kann noch Überraschenderes hinzufügen.
Da Wir – unser Höchstes Wesen wissen, dass dieses Geschöpf Uns kraft unseres FIAT alles geben kann, fühlen Wir Uns verherrlicht und geliebt, so als täte die Seele all dies in Wirklichkeit für Uns, weil Wir in ihr nicht nur das in Betracht ziehen, was sie für Uns tut, sondern auch, was sie für Uns tun kann.
Du siehst also, welche Kostbarkeit sie in sich einschließt, wie alle ihre Akte hervorstechen. Ihre Schattierungen der Schönheit entzücken Uns und bieten unserem Göttlichen Blick die köstlichsten Szenen dar, sodass Wir in unserer Emphase der Liebe gezwungen sind, auszurufen: „O Unser Wille, wie wunderbar, bewundernswert, liebenswert und erfreulich bist Du im Geschöpf, wo Du regierst!
Dieses ist deine Hülle, in der Du Dich verbirgst und Uns die schönsten und erfreulichsten Szenen bereitest, die Wir genießen.“ So kann man dieses Geschöpf das glücklichste nennen, das sogar die Aufmerksamkeit seines Gottes erregt, sodass Er sich festlich seiner eigenen Werke erfreut.
Diese Seele kann sogar sagen: „Kraft eures Willens besitze ich alles, bringe ich Euch alles und wünsche nichts [mehr], denn was Euch gehört, das ist mein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 12. August 1928)


