Freitag der 30. Woche im Jahreskreis (Lk 14,1-6)
1Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. 2Da stand auf einmal ein Mann vor ihm, der an Wassersucht litt.
3Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht? 4Sie schwiegen. Da berührte er den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen.
5Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat? 6Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.
„Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau“ (Lk 14,1)
… „Ich bin deine Hilfe, was fürchtest du? Erinnerst du dich nicht, dass auch Ich durch alle Arten von Menschen zu leiden hatte? Manche hatten diese Meinung über mich, einige eine andere.
Die heiligsten Werke, die Ich vollbrachte, wurden von ihnen als schlecht, böse verurteilt, sodass sie sogar sagten, Ich sei besessen und so sahen sie Mich mit scheelen Blicken an. Sie behielten Mich nur ungern in ihrer Mitte und überlegten untereinander, wie sie Mich so bald als möglich umbringen könnten, denn meine Gegenwart war ihnen unerträglich geworden.
Willst du also nicht, dass Ich dich Mir ähnlich mache, indem Ich dich von Seiten der Geschöpfe leiden lasse?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)
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… „Da sie weder unsere Geheimnisse kennen, noch unsere unbegreiflichen Wege verstehen können, die Wir in die menschliche Natur hineingelegt haben, urteilen sie schließlich auf ihre Weise und können sich nicht erklären, was Wir im Geschöpf wirken, während sich der Mensch doch vor dem Unbegreiflichen beugen muss.
Wer also unseren Willen nicht besitzt, der bringt all unsere Akte in Unordnung, die Wir ab aeterno im Geschöpf geordnet haben. So verunstaltet er sich und bildet den Raum, der leer ist an unseren Göttlichen Akten, die Wir im menschlichen Geschöpf gebildet und geordnet haben.
Wir liebten Uns selbst in ihm, sowie die Reihe der aus unserer reinen Liebe geformten Akte. Und als Wir den Menschen in der Zeit ins Dasein riefen, wollten Wir ihn an dem, was Wir getan hatten, mitwirken lassen.
Doch damit er diese Fähigkeit besitze, brauchte der Mensch unseren Willen, der ihm seine Göttliche Eigenschaft (Tugend) verlieh und ihn in der Zeit das tun ließ, was Wir ohne den Menschen, in der Ewigkeit, getan hatten.
Und es ist auch kein Wunder, dass, wenn das Göttliche Sein den Menschen in der Ewigkeit geformt hat, derselbe Göttliche Willen dies in der Zeit bestätigte und wiederholte, d.h. sein schöpferisches Werk im Geschöpf fortsetzte.
Doch wie könnte der Mensch ohne meinen Göttlichen Willen sich je erheben, diesen Akten angleichen, mit ihnen vereinigen und ihnen ähnlichsehen, die Wir mit so viel Liebe in ihm gebildet und geordnet haben?
So tut der menschliche Wille nichts anderes, als unsere schönsten Werke in Unordnung zu bringen, unsere Liebe zu zerbrechen, unsere Werke leer zu machen – die jedoch in Uns verbleiben, da Wir nichts von dem verlieren, was Wir getan haben.
Alles Übel fällt auf das arme Geschöpf zurück, das den Abgrund des Gottleeren Raumes empfindet: seine Werke sind ohne Kraft und Licht, seine Schritte schwankend, sein Geist ist verwirrt.
So ist der Mensch ohne meinen Willen wie eine gehaltlose Speise, ein gelähmter Körper, ein unbebautes Erdreich, ein Baum ohne Frucht, wie eine Blume, die schlechten Geruch verbreitet.
O, wenn unsere Gottheit weinen könnte, dann würden Wir über jene Seele bittere Tränen vergießen, die sich nicht von unserem Willen beherrschen lässt!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 18. Dezember 1933)
„Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht?“ (Lk 14, 3)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus in ganz leidendem Zustand erblicken und sprach zu mir:
„Meine Tochter, sie wollen nicht verstehen, dass alles darauf ankommt, sich Mir ganz hinzugeben und in allem und immer meinen Willen zu tun.
Wenn Ich dies erreicht habe, dränge Ich selbst die Seelen, indem Ich zu jeder von ihnen sage: „Mein Kind, nimm diese Freude, diesen Komfort, diese Erleichterung, diese Erquickung an; der Unterschied besteht darin: bevor sie sich ganz Mir hingibt und in allem und stets meinen Willen tut, gestattete sie sich jene erlaubten Befriedigungen, und dies waren menschliche Dinge; nachher hingegen sind es göttliche.
Und da diese Dinge Mir gehören, empfinde Ich keine Eifersucht mehr und sage Mir: „Wenn sie sich dieses erlaubte Vergnügen nimmt, so tut sie es, weil Ich es will. Wenn sie mit Personen zu tun hat, wenn sie sich erlaubterweise unterhält, usw. so deshalb, weil Ich es will.
Wenn Ich es nicht wollte, wäre sie bereit, alles aufzugeben“. Daher stelle Ich ihr die Dinge zur Verfügung, denn alles, was sie tut, ist Wirkung meines Willens, nicht mehr des ihren.
Sag Mir, meine Tochter, was hat dir gefehlt, seitdem du dich ganz Mir hingegeben hast? Ich habe dir meine Wonnen, Freuden und Mich selbst ganz geschenkt zu deinem Glück, und zwar in der übernatürlichen Ordnung.
Nicht einmal in der natürlichen Ordnung habe Ich es dir an etwas fehlen lassen: Beichtväter, Kommunionen und alles andere.
Im Gegenteil, da du nur nach Mir verlangtest, wolltest du die Beichtväter nicht so häufig, aber Ich habe dir darin kein Gehör geschenkt, da Ich will, dass alle, die sich um Meinetwillen aller Dinge entäußern wollen, Überfluss an allem haben.
Tochter, welchen Kummer fühle Ich im Herzen, wenn Ich sehe, dass die Seelen dies nicht verstehen wollen, auch jene, die als die besten gelten!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 20. März 1912)
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… „Du musst wissen, als Ich auf die Erde kam, wollte Ich die alten Gesetze abschaffen und andere vervollkommnen.
Doch obwohl Ich sie abschaffte, nahm Ich Mich nicht davon aus, jene Gesetze zu beobachten, sondern Ich beobachtete sie auf vollkommenere Weise als die anderen.
Doch da Ich in Mir das alte und das neue [Gesetz] vereinigen sollte, wollte Ich sie beobachten, um den alten Gesetzen ihre Erfüllung zu geben und ihnen das Siegel der Abschaffung aufzuprägen.
Ich wollte dem neuen Gesetz den Anfang geben, für dessen Einsetzung Ich auf die Erde kam – ein Gesetz der Gnade und der Liebe – wodurch Ich alle Opfer in Mir einschloss, da Ich der wahre und einzige Geopferte sein sollte.
So waren alle anderen Opfer nicht mehr notwendig, denn da Ich Mensch und Gott war, war dies mehr als ausreichend, um für alle Genüge zu tun.
Nun, meine geliebte Tochter, da Ich aus dir ein vollkommeneres Abbild von Mir machen und eine so edle und göttliche Heiligkeit begründen möchte, nämlich das „FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden“, so will Ich in dir alle Seelenzustände konzentrieren, die es bisher auf dem Weg der Heiligkeit gegeben hat, und [im Maß,] wie du diese [aszetischen Praktiken dieser Seelenzustände] erleidest und zugleich deine Akte in meinem Willen tust, verleihe Ich ihnen die Erfüllung, die Krone, Ich verschönere sie und drücke mein Siegel darauf.
Alles muss in meinem Willen vollendet werden, und wo die anderen Heiligkeiten aufhören, hat die Heiligkeit meines Willens, da sie edel und göttlich ist, ihren Anfang und hält alle anderen Heiligkeiten als ihren Fußschemel.
Lass Mich deshalb machen, lass Mich mein Leben und das, was Ich mit so viel Liebe bei der Erlösung gewirkt habe, wiederholen.
Nun will Ich es mit noch größerer Liebe in dir wiederholen, um [in dir] den Anfang der Gabe des Lebens in meinem Willen zu begründen, sodass seine Gesetze bekannt werden; doch wünsche Ich, dass dein Wille mit dem Meinen vereint und in Ihn versenkt sei.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 8. November 1923)

Sibeaster, Public domain, via Wikimedia Commons