HOCHFEST ALLERHEILIGEN (Mt 5,1-12a)
1In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2Dann begann er zu reden und lehrte sie. 3Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
4Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. 5Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. 6Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
7Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. 8Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. 9Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. 10Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
11Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. 12aFreut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
„Selig…“ (Mt 5, 1-12)
… „Meine Tochter, die Seligen im Himmel geben Mir wegen der vollkommenen Vereinigung ihres Willens mit dem Meinen so viel Herrlichkeit, da ihr Leben eine Reproduktion meines Willens ist; zwischen ihnen und Mir ist eine solche Harmonie, dass ihr Atem, ihre Bewegungen, Freuden und alles, was ihre Seligkeit ausmacht, die Wirkung meines Willens ist.
Ich erkläre dir jedoch, dass eine Seele, die noch im Pilgerstand und mit meinem Willen so verbunden ist, dass sie sich nie von Ihm löst, ein Leben des Himmels führt, und Ich von ihr dieselbe Herrlichkeit, ja sogar größeres Wohlgefallen und Freude empfange; denn was die Seligen tun, das tun sie ohne Opfer und in Freuden, während die Pilgerseelen es unter Opfern und Leiden tun.
Und wo immer das Opfer ist, da finde Ich größeres Wohlgefallen und mehr Freude. Und die Seligen selbst, die ja in meinem Willen leben, nehmen Anteil an meinem Wohlgefallen an der Pilgerseele, da die pilgernde Seele, die in meinem Willen lebt, ein einziges Leben mit ihnen bildet.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 9. Mai 1907)
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Ich hatte kommuniziert und sagte zu meinem anbetungswürdigen Jesus: „Ich bin jetzt ganz eng mit Dir vereint, ja sogar mit Dir identifiziert; wenn Wir schon eine Einheit sind, dann lasse ich mein Wesen in Dir und nehme das Deine.
So lasse ich Dir also meinen Verstand und nehme den Deinen, ich lasse Dir meine Augen, meinen Mund, mein Herz, meine Hände und meine Schritte. O, wie glücklich bin ich von nun an!
Ich werde mit deinem Geist denken, mit deinen Augen schauen, mit deinem Mund sprechen, ich werde Dich mit deinem Herzen lieben, mit deinen Händen arbeiten, mit deinen Füßen gehen, und wenn mir etwas kommt, werde ich sagen: „Ich habe mein Wesen in Jesus zurückgelassen und habe das Seine genommen, geht zu Jesus, Er wird für mich antworten.“
O, wie glücklich fühle ich mich! Ach ja, auch deine Glückseligkeit nehme ich, Jesus, nicht wahr? Aber, mein Leben und all mein Gut, Du beseligst den ganzen Himmel mit deiner Glückseligkeit, ich aber beglücke niemanden, wenn ich deine Glückseligkeit nehme“.
Da sprach Jesus zu mir: „Meine Tochter, auch du kannst die anderen selig machen, wenn du mein ganzes Wesen nimmst, zusammen mit meiner Glückseligkeit. Warum hat mein Wesen die Eigenschaft, selig zu machen?
Weil alles Harmonie in Mir ist, eine Tugend harmoniert mit der anderen: die Gerechtigkeit mit der Barmherzigkeit, die Heiligkeit mit der Schönheit, die Weisheit mit der Stärke, die Unermesslichkeit mit der Tiefe und Höhe, und so weiter mit allem Übrigen.
Alles ist Harmonie in Mir, nichts hat einen Missklang; diese Harmonien machen Mich selbst selig, und Ich beselige alle, die sich Mir nähern.
Wenn nun du mein Wesen nimmst, dann achte darauf, dass alle Tugenden miteinander harmonieren; diese Harmonie wird alle, die sich dir nähern, beseligen, denn wenn sie in dir die Güte, Milde, Geduld, Nächstenliebe und das Gleichmaß in allem bemerken, werden sich alle in deiner Nähe glüclich fühlen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 9; 4. November 1909)
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Weiterhin in meinem gewohnten Zustand, fühlte ich mich im Höchsten Wollen meines süßen Jesus versenkt. Mir schien, dass jeder meiner im Göttlichen Willen getanen kleinen Akte, neue Freuden aus der Göttlichen Majestät hervorgehen ließ, und mein stets liebenswürdiger Jesus sagte zu mir:
„Meine Tochter, Ich besitze solche Freuden, Glückseligkeiten und Wonnen, dass Ich in jedem Augenblick stets neue Freuden und Seligkeiten geben könnte.
Jedes Mal also, wenn die Seele in meinem Willen wirkt, gibt sie Mir das Feld frei, um neue Seligkeiten und neue Freuden hervorzubringen, die Ich besitze; und da mein Wollen unermesslich ist und alle und alles einnimmt, so fließen diese Freuden, wenn sie heraustreten, über die Seele, die in meinem Willen wirkt, als erste Ursache des Hervorbringens meiner Seligkeiten, und sodann kreisen sie in allen, im Himmel und auf der Erde.
Wie oft du also in meinem Wollen agierst, so viele Seligkeiten und Freuden mehr lässt Du Mich hervorbringen, und Ich empfinde die Freude, an den Wonnen teilzunehmen, die Ich besitze.
Mein Wille möchte das freisetzen (geben), was Er besitzt, doch Er hält Ausschau nach dem, der Ihm die Gelegenheit dazu gibt, wer disponiert ist, Ihn zu empfangen, und einen kleinen Platz in seiner Seele bereitet, wo Er diese meine neuen Freuden hinlegen kann.
Indem die Seele nun meinen Willen tun will, öffnet sie die Tür meines Wollens, und indem sie sich selbst von ihrem Wollen entleert, bereitet sie Mir einen kleinen Platz, wo Ich meine Güter ablegen kann, und wenn sie in meinen Willen eintritt, um zu wirken, gibt sie Mir die Gelegenheit, aus Mir neue Seligkeiten hervorgehen zu lassen.
Daher warte Ich mit Sehnsucht darauf, dass die Seele kommt, um in meinem ewigen Wollen zu wirken, um aus Mir eine neue Freude entströmen zu lassen, und zu erkennen zu geben, dass Ich jener Gott bin, der niemals versiegt und der stets dem etwas zu geben hat, der meinen Willen tut.“ aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 19. Juni 1922)
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… „Meine Tochter, die Ewigkeit ist ein unermesslicher Kreis, der weder Anfang noch Ende kennt. In diesem Kreis ist Gott, ohne Anfang und ohne Ende, und besitzt dort unendliche Glückseligkeit, Wonnen, Freuden, Reichtümer, Schönheit usw.
Bei jeder göttlichen Bewegung, die nie endet, bringt Er aus diesem Kreis der Ewigkeit neue Wonnen, neue Schönheiten, neue Seligkeiten usw. hervor, doch dieses Neue ist ein ununterbrochener Akt, obwohl der eine nicht dem anderen gleicht; untereinander verschieden, sind unsere Freuden stets neu, und die eine gleicht nicht der anderen.
Unsere Wonnen sind so groß und so zahlreich, dass, während Wir Uns an einer erfreuen, Uns schon wieder eine andere überrascht – und sie hören nie auf. Sie sind ewig, unermesslich wie Wir selbst es sind; und was ewig ist, hat die Kraft, stets Neues hervorzubringen.
Etwas Altes, Wiederholtes existiert nicht in dem, was ewig ist. Doch weißt du, wer im Himmel in größerem Maße an diesem Neuen teilnimmt, das sich nie erschöpft?
Jener, der auf Erden mehr Gutes getan hat. Dieses Gute wird wie der Keim sein, welcher der Seele die Kenntnis unserer Seligkeit, Freude, Schönheit, Liebe, Güte usw. bringt.
Je nach dem Guten, das sie auf Erden getan hat, und das in gewisser Harmonie mit unseren verschiedenen Seligkeiten steht, kommt sie Uns näher und füllt sich in großen Zügen mit diesen Seligkeiten an, deren Same die Seele enthält, bis sie schließlich nach außen überfließen.
Die Seele wird an allem, was der Kreis der Ewigkeit enthält, teilhaben und je nach den auf Erden erworbenen Samen angefüllt werden. Es wird sein wie einer, der Musik, oder eine bestimmte Arbeit oder Wissenschaft gelernt hat.
Wenn musiziert wird, hören viele zu und genießen die Musik, doch wer versteht sie? Wer fühlt all jene Noten der Freude oder des Schmerzes in den Verstand eindringen und ins Herz hinabsteigen?
Wer fühlt sich wie erfüllt und sieht die Szenen gleichsam lebendig werden, welche jene Musik ausdrückt? Wer sie studiert und sich bemüht hat, sie zu erlernen.
Die anderen genießen sie, doch verstehen sie nicht; ihre Freude liegt in der Wahrnehmung ihres Gehörs, doch ihr ganzes Inneres bleibt leer.
So ist es auch mit einem, der Wissenschaften studiert hat; wer hat mehr davon: einer, der studiert und seine Intelligenz über den Büchern und so vielen Dingen der Wissenschaft verbraucht hat, oder einer, der sie nur angeschaut hat?
Sicher kann einer, der studiert hat, gerechte Gewinne machen und bestimmte Posten besetzen; der andere kann sich nur am bloßen Anblick erfreuen, wenn er Dinge sieht, die die Wissenschaft betreffen. So ist es mit allem anderen.
Wenn dies auf der Erde so ist, dann umso mehr im Himmel, wo die Gerechtigkeit mit der Waage der Liebe jeden kleinen guten Akt des Menschen abwiegt und ihn mit endloser Seligkeit, Freude und Schönheit belohnt.
Was wird nun mit der Seele sein, die in meinem Willen gelebt hat, wo alle ihre Akte mit einem ewigen und göttlichen Samen verbleiben?
Der Kreis der Ewigkeit wird sich so sehr über sie ergießen, dass das ganze Himmlische Jerusalem darüber erstaunt sein und neue Feste feiern und neue Herrlichkeit empfangen wird.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 2. Februar 1924)
„Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 5, 3)
Ich sagte zu meinem stets liebenswürdigen Jesus: ‚Meine einzige Befürchtung ist die, dass Du mich verlassen könntest und Dich von mir zurückziehst.’ Und Jesus: „Meine Tochter, Ich kann dich nicht verlassen, denn du denkst nicht über dich nach, noch sorgst du dich um deinetwegen.
Die Reflexionen, die persönlichen Sorgen, auch im Guten, sind für den, der Mich wahrhaft liebt, wie zahlreiche Leerräume, die er für die Liebe bildet, deshalb erfüllt mein Leben nicht die ganze Seele.
Ich bin wie beiseitegestellt, in eine Ecke, und die Seelen geben Mir Gelegenheit, meine kleinen Rückzieher zu machen. Doch alle, die nicht über die eigenen Sorgen nachgrübeln und nur daran denken, Mich zu lieben, sorgen sich um Mich, und Ich erfülle sie ganz.
Es gibt keine Stelle in ihrem Leben, wo sie nicht das Meine finden, und wenn Ich meine kleinen Rückzüge machen wollte, würde Ich Mich selbst zerstören, was niemals der Fall sein kann.
Meine Tochter, wenn die Seelen das Übel der Selbst-Reflexionen kennen würden! Sie beugen und erniedrigen die Seele, lassen sie den Blick auf sich selbst gerichtet halten, und je mehr sie sich betrachten, umso menschlicher werden sie, je mehr sie reflektieren, umso mehr fühlen sie die Armseligkeiten und werden noch armseliger.
Wenn die Seele aber nur an Mich denkt, Mich liebt und sich ganz Mir hingibt, wird sie aufgerichtet, und indem sie fest nur auf Mich blickt, steigt sie höher und wächst. Je mehr die Seelen Mich betrachten, umso göttlicher werden sie, je mehr sie über Mich nachdenken, umso reicher, stärker und mutiger fühlen sie sich.“
Dann fügte Er hinzu: „Meine Tochter, die Seelen, die mit meinem Wollen vereint sind und Mir erlauben, mein Leben in ihnen zu führen und nur daran denken, Mich zu lieben, sind mit Mir vereint wie die Strahlen mit der Sonne. Wer bildet die Strahlen?
Wer gibt ihnen das Leben? Die Sonne; wenn die Sonne nicht fähig wäre, Strahlen zu bilden, so könnte sie weder ihr Licht noch ihre Wärme ausbreiten. So helfen die Strahlen der Sonne, ihren Lauf zu machen, und verschönern sie noch mehr.
So ist es auch bei Mir: allein durch diese Strahlen, die eine Einheit mit Mir bilden, breite Ich Mich über alle Gebiete aus und spende Licht, Gnade, Wärme, und Ich fühle Mich schöner, als wenn Ich diese Strahlen nicht hätte.
Nun, man könnte einen Sonnenstrahl fragen, wie viele Wege er absolviert hat, wie viel Licht und wie viel Wärme er gespendet hat. Wenn er Vernunft besäße, würde er antworten: ‚Ich will mich nicht damit aufhalten, die Sonne weiß es und das genügt.
Nur, wenn sie [noch] mehr Land besäße, dem Licht und Wärme zu spenden ist, würde ich sie geben, denn die Sonne, die Mir Leben verleiht, kann überall hin gelangen.’
Und wenn der Strahl reflektieren wollte, sich zu dem zurück wenden, was er getan hat, würde er sich in seinem Lauf verirren und dunkel werden. So sind die Seelen, die Mich lieben: sie sind meine lebenden Strahlen, sie reflektieren nicht darüber, was sie tun.
Ihr ganzes Bestreben liegt darin, in der göttlichen Sonne zu bleiben. Wollten sie Überlegungen anstellen, würde es ihnen ergehen wie dem Sonnenstrahl: sie würden viel verlieren.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 2. September 1912)
„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8)
Dann setzte ich meine „Ich liebe Dich” im Göttlichen Fiat fort und fragte mich: ‘Doch ist meine Liebe rein?’
Und mein geliebter Jesus fügte hinzu: „Meine Tochter, um Mir eine reine Liebe geben zu können, sagt dir ein Blick in dein Inneres alles: Wenn dein Herz nur für meine Liebe schlägt, sie wünscht und ersehnt, wenn deine Hände nur aus Liebe zu Mir arbeiten, deine Füße nur aus Liebe gehen, wenn dein Wille allein meine Liebe will, wenn dein Intellekt stets bestrebt ist, Mich zu lieben – weißt du, was dein ‘Ich liebe Dich’ in Worten dann tut?
Es sammelt die ganze Gesamtheit (den Komplex) der Liebe in deinem Inneren, macht aus ihr eine einzige Liebe und bereitet daraus einen Akt der reinen und vollendeten Liebe für deinen Jesus. So bewirkt dein gesprochener Liebesakt nichts anderes, als die Größe (Ausdehnung) der Liebe anzuzeigen, die du in dir hast.
Doch wenn im Inneren nicht alles Liebe ist, fehlt die reine Quelle von innen, und es kann somit weder reine noch vollendete Liebe sein.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 16. März 1931)
„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“ (Mt 5,9)
Da ich mich bekümmert fühlte, war ich gerade drauf und dran, von den giftigen Wellen der Beunruhigung überrascht zu werden. Mein liebenswürdiger Jesus lief sofort herbei, um zu verhindern, dass die Unruhe in mich eindringe, und mich tadelnd sprach Er zu mir:
„Tochter, was tust du? So groß und stark ist die Liebe und das Interesse, das Ich daran habe, die Seele im Frieden zu bewahren, dass Ich gezwungen bin, Wunder zu vollbringen, um sie im Frieden zu halten; und wer diese Seelen beunruhigt, der würde sich Mir gleichsam entgegenstellen und dieses ganz aus Liebe bestehende Wunder verhindern. So empfehle Ich dir also, in allem ausgeglichen zu sein.
Mein Wesen ist in allem in völligem Gleichgewicht; Böses sehe und höre Ich, Bitterkeiten fehlen Mir nicht, und dennoch gerate Ich nie aus dem Gleichgewicht; mein Friede ist immerwährend, meine Gedanken sind friedvoll, meine Worte sind honigsüß von Frieden, mein Herzschlag ist nicht ungestüm, auch inmitten unermesslicher Freuden und endloser Bitterkeiten.
Selbst das Wirken meiner Hände im Akt der Züchtigung, strömt auf die Erde nieder, eingehüllt in Wogen des Friedens. Wenn du dich also nicht in Frieden bewahrst, so fühle Ich Mich, der Ich in deinem Herzen weile, entehrt und meine Handlungsweise und die deine sind nicht mehr im Einklang; so würde Ich Mich in dir behindert fühlen, meine Handlungsweise in dir zu entfalten, und du würdest Mich daher unglücklich machen.
Nur die friedvollen Seelen sind die Stäbe, wo Ich Mich aufstütze, und wenn die vielen Missetaten Mir die Züchtigungen aus den Händen entreißen, tue Ich, da Ich Mich auf jene Stützen stütze, stets weniger als Ich tun sollte.
Ach, wenn – was nie geschehen möge – Mir diese Stützen fehlten, würde Ich alles zugrunde richten!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 18. Mai 1914)
„… Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5,12)
Nachdem ich die hl. Kommunion empfangen hatte, fühlte ich, dass ich außerhalb meines Körpers war, und ich sah eine Person, die von verschiedenen Kreuzen stark belastet war, und der gebenedeite Jesus sagte:
„Sag ihr, dass sie immer dann, wenn sie sich als Zielscheibe von Verfolgungen, Nadelstichen und Leiden fühlt, daran denken soll, dass Ich bei ihr gegenwärtig bin, und dass sie das, was sie leidet, gebrauchen kann, um meine Wunden zu heilen und zu behandeln.
So werden ihre Leiden dazu dienen, bald meine Seite zu behandeln, bald mein Haupt, bald meine Hände und Füße, die wegen der schweren Beleidigungen, welche die Geschöpfe Mir zufügen, allzu sehr schmerzen und verschärft leiden.
Dies ist eine große Ehre, die Ich ihr erweise, dass Ich selbst ihr die Medizin für die Behandlung meiner Wunden reiche, zugleich mit dem Verdienst der Nächstenliebe, dass sie Mich verarztet hat.“
Als Er dies sagte, sah ich viele Seelen im Reinigungsort, die ganz erstaunt waren über das Gehörte und sprachen: „Glücklich seid ihr, die ihr so viele erhabene Lehren erhaltet, dass ihr das Verdienst erwerben könnt, einen Gott zu heilen, was an Verdienst alle anderen Verdienste übertrifft, und eure Herrlichkeit wird sich von den anderen unterscheiden, wie der Himmel von der Erde.
O wenn man uns nur dies gelehrt hätte, dass unsere Leiden dazu dienen können, einen Gott zu verarzten! Wie viele Reichtümer hätten wir erworben, deren wir jetzt beraubt sind!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 2. Oktober 1906)

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