11Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen 13und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
14Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah: Während sie hingingen, wurden sie rein. 15Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. 16Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter.
17Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? 18Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? 19Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet.

„Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun?“ (Lk 17,17)

Ich war weiter in meinem üblichen Zustand, da sah ich meinen gebenedeiten Jesus nur kurz, wie Er fast daran war, die Menschen zu züchtigen. Als ich Ihn bat, sich zu besänftigen, sagte Er zu mir:
„Meine Tochter, die menschliche Undankbarkeit ist erschreckend. Nicht nur die Sakramente, die Gnade, die Erleuchtungen, die Hilfen, die Ich dem Menschen gebe, sondern auch seine eigenen natürlichen Gaben, die Ich ihm verliehen habe, sind alles wie Lichter, die dem Menschen dazu dienen, um ihn auf den Weg des Guten zu stellen, damit er sein eigenes Glück findet.
Doch der Mensch verwandelt all das in Finsternis und sucht sein eigenes Verderben. Und während er sein Verderben sucht, behauptet er, dass er sein eigenes Glück sucht. In dieser Situation ist der Mensch.
Kann es eine größere Blindheit und Undankbarkeit geben als diese? Tochter, der einzige Trost und die einzige Freude, die das Geschöpf Mir in diesen Zeiten geben kann, sind diese, wenn es sich freiwillig für Mich opfert, denn da mein Opfer für sie ganz freiwillig war, fühle Ich Mich dort, wo Ich den Willen finde, sich für Mich zu opfern, gleichsam für das belohnt, was Ich für sie tat.
Wenn du Mich daher trösten und Mir Freude machen willst, dann opfere dich freiwillig für Mich.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 27. September 1904)

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… Nach diesen Worten verschwand Er, doch wenig später kehrte Er zurück, in jenem Akt seiner Passion, als Er gerade mit Schmach, mit Schande, mit Spucke besudelt wurde, und ich sagte zu Ihm:
„Herr, lehre mich, was ich tun kann, um diese Schmach von Dir zu nehmen und Dir die Ehre, das Lob und die Anbetung zurückzuerstatten.“
Er erwiderte: „Meine Tochter, um meinen Thron herum ist ein leerer Raum, und dieser leere Raum muss mit jener Herrlichkeit erfüllt werden, welche die Schöpfung Mir schuldet.
Wer Mich also von den anderen Geschöpfen verachtet sieht und Mich ehrt, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen, bewirkt, dass aus diesem leeren Raum wieder Ehre für Mich hervorgeht. Wenn er sieht, dass Ich nicht geliebt werde und er Mich liebt, lässt er die Liebe für Mich wiederaufleben.
Wenn er sieht, dass Ich die Geschöpfe mit Wohltaten überhäufe, während sie undankbar sind und Mir nicht einmal danken, er aber Mir dankt, als wären diese Wohltaten ihm erwiesen worden und sich dafür bei Mir erkenntlich zeigt, dann lässt er für Mich die Blume der Dankbarkeit und Danksagung in diesem Leerraum wieder aufkeimen; und so ist es auch mit allem Übrigen, das die Schöpfung Mir schuldet, Mir aber mit schwarzer Undankbarkeit verweigert.
Da nun all dies ein Ausfluss der Liebe der Seele ist, die Mir nicht nur das gibt, was sie Mir ihrer selbst wegen schuldet – und was von ihr überströmt, das tut sie für Mich im Namen der anderen – und da die Herrlichkeit und diese Blumen, mit denen sie diesen leeren Raum um meinen Thron füllt, die Frucht der Liebe sind, so erhalten diese Blumen eine noch schönere und Mir wohlgefälligere Nuance.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 22. Dezember 1903)

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… „Meine Tochter, unter so vielen Wunden, die mein Herz enthält, sind drei davon, die Mir Todesqualen und einen solch heftigen Schmerz zufügen, dass sie alle anderen Wunden zusammen übertreffen, und dies sind die Leiden meiner liebenden Seelen.
Wenn Ich eine Seele, die ganz mein ist, um meinetwegen leiden sehe, gefoltert, unterdrückt, bereit, auch den schmerzhaftesten Tod für Mich zu leiden, dann empfinde Ich ihre Leiden, als wären es die meinen, und vielleicht noch mehr.
Ach, die Liebe weiß tiefe Wunden aufzureißen, sodass sie die anderen Leiden nicht fühlen lässt. In diese erste Wunde tritt als erste meine teure Mutter ein.
O, wie doch ihr wegen meiner Schmerzen durchbohrtes Herz in das meine überströmte, und Ich fühlte lebhaft alle dessen Durchbohrungen; und als Ich sie wegen meines Todes sterbend und doch nicht sterben sah, fühlte Ich in meinem Herzen die Qual und Grausamkeit ihres Martyriums und Ich empfand die Schmerzen meines Todes, die das Herz meiner lieben Mutter fühlte, und mein Herz starb zugleich.
So übertrafen also alle meine Leiden zusammen mit den Leiden meiner Mutter, alles…
… Die zweite tödliche Wunde in meinem Herzen ist die Undankbarkeit; das Geschöpf verschließt mit seiner Undankbarkeit mein Herz, ja, es dreht den Schlüssel selbst zweimal um, und mein Herz schwillt an, weil Es Gnaden und Liebe ausgießen möchte, und nicht kann, weil die Seele Mir das Herz versperrt hat und es durch seine Undankbarkeit besiegelt hat, und Ich werde fast wahnsinnig, Ich schmachte ohne Hoffnung, dass diese Wunde verheile, weil die Undankbarkeit die Wunde immer mehr verschlimmert und Mir dadurch Todesschmerzen bereitet.
Die dritte Wunde ist die Verstocktheit. Welch tödliche Wunde für mein Herz! Die Verhärtung vernichtet alle Wohltaten, die Ich den Geschöpfen erwiesen habe; sie ist die Unterschrift der Erklärung, die das Geschöpf setzt, Mich nicht mehr zu kennen, Mir nicht mehr zu gehören, sie ist der Schlüssel zur Hölle, in die sich die Seele hinabstürzt, und mein Herz fühlt den Riss, Es wird in Stücke gerissen und Ich fühle, wie eines von diesen Stücken weggerissen wird.
Welch tödliche Wunde ist die Verstocktheit! Meine Tochter, tritt ein in mein Herz und nimm an diesen meinen Wunden teil, bemitleide mein gequältes Herz, leiden und beten Wir zusammen.“
Ich trat in sein Herz ein: wie schmerzhaft war es, aber schön, mit Jesus zu leiden und zu beten! (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 27.1.1919)

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… Ja, Jesus, dir tausend und abertausend Mal Dank! Ich lobe dich, ich preise dich für alles, was du getan und gelitten hast für mich und alle Menschen. Dank und Preis für jeden Tropfen Blut, für jede Träne, für jeden Atemzug, für jeden Herzschlag, für jedes Wort und jeden Blick, für jede Bitterkeit und Beleidigung, die du ertragen hast.
Mache doch, o Jesus, dass mein ganzes Wesen unablässig eine Flut von Danksagungen und Lobpreisungen dir entgegenwallen lässt, um eine Flut von Gnaden und Segnungen auf mich und alle Menschen herabzuziehen… (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Danksagung)