2. SONNTAG IN DER WEIHNACHTSZEIT (Joh 1,1-18)
1Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2Im Anfang war es bei Gott. 3Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
4In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. 6Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
7Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. 8Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. 9Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
10Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. 11Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, 13die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
14Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. 15Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
16Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. 17Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. 18Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Joh 1, 1)
„Höre mich an: Im Schoß meines Himmlischen Vaters war ich völlig glücklich; es gab kein Gut, das ich nicht besaß: Freude, Glückseligkeit, alles stand zu meiner Verfügung; die Engel beteten mich ehrfürchtig an und hingen an meinen Lippen.
Ach, das Übermaß meiner Liebe, könnte ich sagen, ließ mich mein Los ändern, schränkte mich in dieses dunkle Gefängnis ein, beraubte mich all meiner Freuden und Glückseligkeiten, um mich mit allen Unglückseligkeiten der Kreaturen zu bekleiden; und all das, um den Austausch zu vollziehen, um ihnen mein Glück, meine Freuden und meine ewige Glückseligkeit zu schenken.
Aber das wäre nichts gewesen, hätte ich nicht in ihnen eine überaus große Undankbarkeit und verstockte Untreue vorgefunden. O, wie war meine ewige Liebe betroffen von so viel Undankbarkeit und weinte wegen der Verstocktheit und Untreue des Menschen!
Die Undankbarkeit war der schmerzvollste Dorn, der mir das Herz durchbohrte, von meiner Empfängnis an bis zum letzten Augenblick meines Lebens. Schaue: Mein kleines Herz ist verwundet und aus ihm quillt Blut hervor; welche Pein, welche Qual empfinde ich!
Meine Tochter, sei nicht undankbar gegen mich; die Undankbarkeit ist das härteste Leid für deinen Jesus; es bedeutet, mir die Türen vor dem Angesicht zuzuschlagen, um mich vor Kälte erstarren zu lassen!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Weihnachtsnovene)
„In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfass“ (Joh 1, 4+5)
… „Meine Tochter, bleibe nicht in dir, in deinem Willen, sondern tritt ein in Mich und in meinen Willen. Ich bin unermesslich, und nur wer unendlich ist, kann die Akte, sooft er will, vervielfältigen; wer in der Höhe ist, kann der Niederung Licht spenden; siehst du nicht die Sonne? Da sie in der Höhe weilt, ist sie Licht für jedes Auge, ja jeder Mensch kann die Sonne zu seiner Verfügung haben, wie wenn sie ganz ihm gehörte.
Die Pflanzen, die Bäume, die Flüsse, die Meere hingegen, die unten am Boden sind, stehen nicht allen zur Verfügung, sie können nicht wie hinsichtlich der Sonne sagen: ‚Wenn ich will, mache ich mir alles zu eigen, obwohl auch die anderen es genießen können.‘ Dennoch empfangen alle Dinge am Boden die Wohltat der Sonne, jener das Licht, dieser die Wärme, die Fruchtbarkeit und die Farbe.
Nun, Ich bin das ewige Licht, Ich stehe am höchsten Punkt, und je mehr Ich in der Höhe bin, desto mehr befinde Ich Mich überall und auch tiefer unten; und somit bin Ich das Leben aller, als wäre Ich allein für jeden einzelnen da. Wenn du also allen Gutes tun willst, tritt in meine Unermesslichkeit ein, lebe in der Höhe, losgeschält von allem und auch von dir selbst.
Sonst wäre Erdreich rund um dich, und dann könntest du eine Pflanze sein, ein Baum, aber niemals eine Sonne, und anstatt zu geben, müsstest du empfangen, und das Gute, das du tun wirst, wäre so eng begrenzt, dass man es zählen könnte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 16. Juli 1918)
„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. … Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,10+12)
Ich fühlte mich wie im Ewigen Wollen versenkt, und mein stets liebenswürdiger Jesus zog mich an sich, brachte mich aus meinem Leib heraus und zeigte mir Himmel und Erde; während Er mich schauen ließ, sprach Er zu mir: „Siehst du, geliebte Tochter unseres Höchsten Willens?
Dieses ganze Gefüge des Universums, der Himmel, die Sonne, die Meere und alles Übrige wurde von Uns erschaffen, um daraus ein Geschenk zu machen – doch weißt du, für wen? Für jene, die unseren Willen tun würden. Alles wurde ihnen als unseren rechtmäßigen Kindern geschenkt.
Dies taten Wir zur Zierde unserer Werke, indem Wir sie weder bei Fremden noch unrechtmäßigen Kindern deponierten, noch sie ihnen zum Geschenk machten, da jene die großen Güter, die darin enthalten sind, weder verstanden, noch die Größe und Heiligkeit unserer Werke geschätzt, sondern sie vergeudet und verachtet hätten – Wir beschenkten indessen unsere rechtmäßigen Kinder damit.
Da in jedem geschaffenen Ding eine bestimmte Liebe und ein besonderes Gut für den enthalten ist, an den diese Gabe gerichtet ist, so hätte unser Wille, der in unseren Kindern wohnt und ihr Leben darstellt, sie diese ganze, je unterschiedliche Liebe, die in allem Geschaffenen gegenwärtig ist, und alle Besonderheiten der Güter verstehen lassen.
So hätten Uns unsere Kinder für jede besondere Liebe und für alle Güter, die ihnen geschenkt wurden, Herrlichkeit und Ehre als Vergeltung dargebracht.
Unser Wille, der sie mit einem einzigen FIAT geschaffen hatte und alle ihre Geheimnisse kannte – und der in unseren rechtmäßigen Kindern wohnt – hätte mit einem weiteren FIAT unsere Geheimnisse enthüllt, die in allen geschaffenen Dingen enthalten sind und hätte bewirkt, dass sie Uns Liebe mit Liebe erwidern; es bestünde eine gegenseitige Harmonie und Kommunikation zwischen ihnen und Uns.
Und obwohl es scheint, dass jene, die unseren Willen nicht tun, sich dennoch an den Gütern erfreuen und an ihnen teilhaben, genießen sie diese Gaben – da sie ihnen nicht gehören – [bloß] wie eine indirekte Folge, als Usurpatoren und unrechtmäßige Kinder.
Mehr noch, da mein Wille nicht in ihnen wohnt, begreifen sie nichts oder sehr wenig von meiner Liebe, welche die ganze Schöpfung ihnen zuträgt und von den großen Gütern, die in ihr ist.
Ja, viele wissen nicht einmal, wer diese vielen Dinge erschaffen hat – es sind wahrlich Fremde, die Mich, während sie von den Dingen leben, die Mir gehören, nicht einmal erkennen wollen. So wurde dieses große Geschenk des ganzen Universums von meinem Vater im Himmel meiner Menschheit, als wahrem rechtmäßigem Sohn, übergeben, die Ihm alles vergalt: Gabe für Gabe, Liebe für Liebe.
Danach kam meine Himmlische Mutter, die es so gut verstand, ihrem Schöpfer zu vergelten, und dann kamen die Kinder meines Willens, die Er als seine eigenen Kinder legitimieren musste.
Deshalb jauchzt die ganze Schöpfung vor Freude, feiert ein Fest und lächelt, wenn Ich dich aus deinem Leib heraustreten lasse; zusammen mit Mir erkennt sie die legitime Tochter des Höchsten Willens an, ihre wahre Besitzerin.
Alle gschaffenen Dinge würden sich gerne in deinen Schoß begeben und dich umringen, nicht nur um dich zu feiern, sondern um geschätzt, verteidigt und als Gaben ihres Schöpfers angesehen zu werden, und alle wetteifern darin, dir die besondere Liebe und die Gabe zu schenken, die jedes geschaffene Ding enthält:
Einige möchten dir die Gabe der Schönheit deines Schöpfers geben und die Liebe, die das Schöne enthält, einige die Gabe der Macht, und die Liebe, welche die Macht enthält, einige die Gabe der Weisheit, der Güte, der Heiligkeit, des Lichtes, der Reinheit und die besonderen Arten der Liebe, welche die Weisheit, die Güte, die Heiligkeit, das Licht, die Reinheit usw. enthalten.
So überwältigt mein Wille alle Hindernisse zwischen der Seele und Gott, Er setzt die Seele in Einklang mit Himmel und Erde, enthüllt ihr alle Geheimnisse, die in der ganzen Schöpfung enthalten sind und macht sie zur Schatzwalterin aller Güter Gottes.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 25. Mai 1923)
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… „Meine Tochter, für den, der meinen Willen tut, ist immer Weihnachten. Wenn die Seele in meinen Willen eintritt, werde Ich in ihrem Akt empfangen, wenn sie ihren Akt vollbringt, entfalte Ich mein Leben, wenn sie ihn vollendet, ist für Mich Auferstehung, und die Seele bleibt in Mir empfangen, führt ihr Leben in dem Meinen und steht in meinen eigenen Akten wieder auf.
Du siehst also, dass das Weihnachtsfest für jene ist, die sich einmal im Jahr vorbereiten, sich in meine Gnade stellen und daher in sich etwas Neues von meiner Geburt in sich fühlen.
Doch für den, der meinen Willen tut, ist immer Weihnachten: Ich werde in jedem seiner Akte wiedergeboren. Möchtest du also, dass Ich in dir [nur] einmal im Jahr geboren werde? Nein, nein!
Für den, der meinen Willen tut [und in Ihm lebt], müssen meine Geburt, mein Leben, mein Tod und meine Auferstehung ein ständiger, ununterbrochener Akt sein; wo wären sonst der Unterschied und die unermessliche Entfernung von den anderen Arten der Heiligkeit?” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 26. Dezember 1923)
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… “Meine geliebte Tochter, wer in meinem Willen lebt, war stets untrennbar von seinem Schöpfer und war schon seit Ewigkeit bei Uns.
Unser Göttlicher Wille brachte Uns diese Seele auf seinem Arm in unseren Schoß, damit Wir sie lieben, geleiten und Uns an ihr erfreuen mögen. Seit damals schon fühlten Wir ihre lebendige Liebe in Uns, die Uns zur kreativen Arbeit mit unseren Schöpferhänden rief, damit Wir aus ihr eines unserer schönsten Abbilder machen sollten.
O, wie freuten Wir Uns, eine Seele in unserem Willen zu finden, in der Wir unsere Kreativität entfalten konnten! Du sollst nun wissen, dass diese Seelen, die in meinem Fiat leben oder leben werden, unzertrennlich von Uns sind, und als Ich, das Ewige Wort, im Übermaß meiner Liebe vom Himmel auf die Erde niederstieg, stiegen sie zusammen mit Mir nieder.
Angeführt von der Himmelskönigin, bildeten sie mein Volk, mein loyales Heer, meinen lebendigen Königspalast, in dem Ich der wahre König dieser Kinder meines Göttlichen Willens war.
Ohne den Hofstaat meines Volkes, ohne Königreich, wo Ich mit meinen Gesetzen der Liebe herrschen konnte, wäre Ich nie vom Himmel herabgestiegen. Für Uns sind alle Jahrhunderte wie ein einziger Punkt, in dem alles Uns gehört, alles finden Wir wie im Akt.
Daher stieg Ich vom Himmel nieder, als Herrscher und König meiner Kinder. Ich sah, wie sie Mich umgaben und liebten, wie Wir selber zu lieben verstehen, und meine Liebe war so groß, dass Ich sie zusammen mit Mir empfangen werden ließ.
Ich konnte unmöglich ohne sie sein und hätte es nicht geduldet, meine liebenden Kinder nicht vorzufinden. So teilten sie das Leben gemeinsam mit Mir im Schoß meiner Erhabenen Mutter, wurden zusammen mit Mir wiedergeboren, weinten und taten alles zugleich mit Mir.
Wir gingen, arbeiteten, beteten, litten miteinander, und Ich kann sagen, dass sie auch auf dem Kreuz bei Mir waren, um zu sterben und zum neuen Leben aufzuerstehen, das Ich gekommen war, den Menschengeschlechtern zu bringen.
Das Reich unseres Willens ist also schon festgesetzt, Wir wissen ihre Anzahl und kennen alle mit Namen. Unser Wille zeigt sie Uns schon, pulsierend und brennend vor Liebe. O, wie lieben Wir sie und sehnen die Zeit herbei, da Wir sie in unserem Willen auf Erden erscheinen lassen!
Die Kinder meines Willens werden also meine Empfängnis und Geburt, meine Schritte, Leiden und Tränen in ihrer Macht haben, und sie werden so oft empfangen und wiedergeboren werden, wie oft sie es wollen.
Sie werden meine Schritte und meine Leiden in den ihren fühlen, weil sich in meinem Willen mein Leben und meine Geburt wiederholen und in jedem Augenblick erneuern. Sie können es für sich selbst nehmen oder den anderen geben. Ich werde das tun, was sie wollen, da Ich weiß, dass sie niemals etwas tun, was Ich nicht will.
Diese unsere Kinder, wiedergeboren, aufgezogen, gebildet, ernährt von unserem Willen, werden der wahre Ruhm unserer Schöpfung sein, die unser Schöpfungswerk krönen und in jedes geschaffene Ding das Siegel ihrer Liebe zu Dem einprägen werden, der alles für sie getan und sie so sehr geliebt hat.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 6. Mai 1938)
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1, 14)
Ich war weiter in meinem gewöhnlichen Zustand, da kam Jesus, nachdem ich mich sehr abgemüht hatte. Sobald ich Ihn sah, sprach ich: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Und der gebenedeite Jesus fügte hinzu:
„Das Wort nahm Fleisch an, doch blieb es nicht Fleisch – Es blieb, was Es war. Und wie ‚Verbum’ ‚Wort’ bedeutet, und es nichts gibt, das einflussreicher ist als das Wort, so bedeutet ‚Das WORT (Verbum)’ Manifestation, Kommunikation, Vereinigung des Göttlichen mit dem menschlichen.
Wenn also das WORT nicht Fleisch angenommen hätte, dann hätte es keinen [Mittel]Weg gegeben, um Gott und Mensch zu vereinen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 25. Oktober 1904)
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Ich… bat Jesus, dass Er mir die Gnade verleihe, seinen Heiligsten Willen zu erfüllen. Da trat mein geliebter Jesus, als wollte Er mich trösten, aus meinem Inneren heraus, drückte mich fest an sein heiligstes Herz und goss mir neue Kraft ein.
In diesem Augenblick öffnete sich der Himmel und ich hörte, dass alle im Chor sprachen: „Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto“ (Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Hl. Geist) – und ich weiß nicht wie, mir fiel es zu, zu antworten: „Sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum, amen.“
Doch wer kann sagen, was geschah? Im Wort „Patri“ konnte man die schöpferische Kraft sehen, die überall strömte, alles bewahrte, allem Leben gab, nur der Hauch von Ihm genügte, alles, was Er erschaffen hatte, unversehrt, schön und immer neu zu bewahren.
Im Wort „Filio” sah man alle Werke des Wortes erneuert, geordnet und alles im Akt, den Himmel und die Erde zu erfüllen, um sich zum Wohle der Geschöpfe zu schenken. Im Wort „Spiritui Sancto” sah man, wie alle Dinge mit einer sprechenden, wirkenden und belebenden Liebe erfüllt wurden.
Doch wer kann alles sagen? Mein armer Geist fühlte sich in die ewigen Wonnen versenkt, und mein anbetungswürdiger Jesus, Der mich zu mir selbst zurückrufen wollte, sprach zu mir:
„Meine Tochter, weiß du, warum dir der zweite Teil des ‘Ehre sei dem Vater’ zugefallen ist? Da in dir mein Wille ist, gebührte es dir, die Erde zum Himmel zu bringen, um im Namen aller, gemeinsam mit dem himmlischen Hof, jene Ehre zu darzubringen, die kein Ende haben wird, für alle Ewigkeit.
Die ewigen Dinge, die nie ein Ende haben, befinden sich nur in meinem Willen, und wer Ihn besitzt, befindet sich in Kommunikation mit dem Himmel und nimmt an allem teil, was sie in den himmlischen Regionen tun und befindet sich wie im gemeinsamen Akt mit den Himmelsbewohnern.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 2. März 1926)
„Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade“ (Joh 1,16)
… Danach entschwand mir der liebenswürdige Jesus, und ich fühlte mich wie versenkt in seinen Willen. Ich fühlte meine arme Niedrigkeit im Kontakt mit der göttlichen Größe, Höhe und Unermesslichkeit; meine Armseligkeit berührt von den göttlichen Reichtümern; meine Hässlichkeit reichte an die ewige Schönheit; so lebte ich in seinem Willen im Widerschein Gottes, und während ich alles von Ihm empfing, fand ich alles und brachte die ganze Schöpfung gleichsam in meinem Schoß zu Füßen der ewigen Majestät.
Mir schien, dass ich in seinem Willen nichts anderes tat, als zum Himmel aufzusteigen und auf die Erde herabzusteigen, um von neuem aufzusteigen und Ihm alle Generationen zu bringen, Ihn für alle zu lieben und von allen wieder lieben zu lassen.
Als ich das tat, zeigte sich mein Jesus von neuem und sprach zu mir: „Meine Tochter, wie schön und köstlich ist es, das Geschöpf in unserem Willen leben zu sehen; es lebt in unserem Widerschein und absorbiert dabei in sich die Ähnlichkeit mit seinem Schöpfer: die Seele wird stets schöner, reicher und so groß, dass sie alle ergreifen und Uns alles bringen kann, und sie schöpft so viel Liebe von Uns, dass sie Uns für alle lieben kann; Wir finden alles in ihr, unsere ganze Liebe, die Wir bei der Schöpfung aufwandten, unsere Genugtuung, unsere Freude und die Vergeltung für unsere Werke.
Unsere Liebe zur Seele, die in unserem Willen lebt, ist so groß und gewaltig, dass das, was Wir von aus Natur sind, die Seele kraft unseres Willens wird. Alles gießen Wir in sie aus, nicht eine Faser lassen Wir aus, die Wir nicht mit dem füllen würden, was Uns gehört.
Wir erfüllen sie so sehr, bis sie nach außen überfließt und göttliche Flüsse und Meere um sich herum schafft; in diese Meere steigen Wir herab, um Uns zu unterhalten, Wir bewundern mit Liebe unsere Werke und fühlen Uns gänzlich verherrlicht.
Meine Tochter, lebe daher im reinsten Licht meines Willens, wenn du willst, dass dein Jesus von neuem dieses Wort wiederhole, das Er bei der Erschaffung des Menschen aussprach: ‘Kraft unseres Willens lasset Uns diese Seele schaffen nach unserem Abbild und Gleichnis.‘“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 13. März 1924)
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… „Meine Tochter, unser Göttliches Sein ist reinstes Licht, Licht, das alles enthält, alles ausfüllt, alles sieht, alles wirkt. Licht, bei dem niemand unsere Grenzen, seine Höhe und Tiefe ausmachen kann.
Das Geschöpf verliert sich in unserem Licht, da es kein Ufer und keinen Hafen findet, um das Licht zu verlassen. Wenn das Geschöpf dieses unser Licht aufnimmt, dann kaum ein paar Tropfen, mit denen es sich bis zum Überfließen total mit Licht anfüllt.
Unser Licht nimmt jedoch nicht ab, wenn das Geschöpf etwas von Uns genommen hat, sondern wird augenblicklich durch die wiedererstehende Kraft unseres Lichts ersetzt. So ist unser höchstes Sein immer auf demselben Niveau und in vollkommenem Gleichgewicht.
Wenn Wir Seelen finden, die von Uns empfangen wollen, können Wir geben, so viel Wir wollen, ohne etwas zu verlieren. Ja, vielmehr begeben Wir uns an die Arbeit, wenn Wir eine Seele finden, die von Uns etwas erhalten möchte.
Du musst nämlich wissen, dass in unserem Inneren absolute Ruhe herrscht: Wir haben weder etwas zu tun, noch etwas wegzunehmen noch hinzuzufügen. Unsere Glückseligkeit ist voll und vollständig, unsere Freuden sind stets neu, unser einziger Wille, der in Uns handelt, verschafft Uns die vollkommene Ruhe der Glückseligkeiten unseres Göttlichen Wesens, das weder Anfang noch Ende hat.
So enthält dieser Abgrund des Lichts, den du siehst, einen Abgrund von Freude, Macht, Schönheit, Liebe und so vielem anderen. Und während Wir uns in unseren göttlichen Eigenschaften beseligen, ruhen Wir in ihnen aus, da man erst dann von wahrer und absoluter Ruhe reden kann, wenn nichts fehlt und nichts hinzuzufügen ist.
Außerhalb unserer Gottheit jedoch beginnt unsere Arbeit, und zwar in den Geschöpfen. Unsere eigenen göttlichen Eigenschaften, die Uns in unserem Inneren ausruhen lassen, bereiten Uns außerhalb von Uns selbst Arbeit; und Wir lassen jetzt unseren Willen zum Wohle der Geschöpfe arbeiten.
Dieses Göttliche Fiat, das Wir bei der Schöpfung wirken ließen, aus dem alle Dinge hervorgingen, hört nie mit seiner Arbeit auf und ist unaufhörlich tätig: Es ist tätig, um alles zu bewahren, Es ist tätig, weil Es erkannt werden und herrschen möchte, Es ist tätig, indem Es weitere Seelen ins Dasein ruft und in ihnen seine wunderbaren Pläne ausführt, um seine Arbeit zu entfalten und Gelegenheit zu haben, immer arbeiten zu können; Es ist tätig, indem Es die Seelen [der Sterbenden] in den Schoß der Ewigkeit zurückzieht.
Unser Göttlicher Wille ist sozusagen „Hans Dampf in allen Gassen“, der nie mit seiner ständigen Arbeit zurückhält – sogar zum Wohle derer, die Ihn nicht erkennen. Es arbeitet unsere Liebe, es arbeitet unsere Barmherzigkeit, unsere Macht.
Selbst unsere Gerechtigkeit ist zum Wohl der Menschen tätig, sonst wäre unser Höchstes Sein nicht ausgewogen und vollkommen, sondern litte an Schwächen, wenn unsere Gerechtigkeit [dann] beiseitegestellt würde, wenn ein [berechtigter] Grund vorhanden wäre, dass sie züchtigend eingreift.
Du siehst daher, unsere Arbeit sind die Geschöpfe, denn da Wir sie aus dem Inneren unserer Liebesglut hervorgebracht haben, bringt Uns unsere Liebe zum Wirken, um sie stets und immer zu lieben. Würde nämlich unsere Arbeit aufhören, so würde auch die Liebe enden und die Schöpfung sich im Nichts auflösen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 6. März 1931)


