Montag der 3. Woche im Jahreskreis (Mk 3,22-30)
22In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 23Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?
24Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. 25Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.
26Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. 27Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
28Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; 29wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
30Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.
„In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus“ (Mk 3,22)
Als ich diesen Morgen in meinem gewohnten Zustand war, kam mein anbetungswürdiger Jesus, und im selben Augenblick sah ich den Beichtvater. Jesus zeigte sich ein wenig unzufrieden mit ihm, denn es schien, dass der Beichtvater jeden überzeugen wollte, dass meine Situation ein Werk Gottes war, und quasi andere Priester überzeugen wollte, indem er ihnen etwas von meinem Inneren zeigte. Jesus wandte sich dem Beichtvater zu und sagte zu ihm:
„Das ist unmöglich. Sogar Ich erfuhr Widerspruch, und von Leuten, die unter den Vornehmsten waren, auch von Priestern und anderen Würdenträgern. Sie kritisierten meine heiligen Werke und sagten schließlich, Ich sei vom Teufel besessen. Aber Ich erlaube diese Widersprüche, sogar von geweihten Personen, damit die Wahrheit zu ihrer Zeit noch mehr aufstrahlt.
Wenn du dich mit zwei oder drei Priestern unter den besten und heiligsten beraten willst, und auch den gebildetsten, um Erleuchtung zu erhalten, und auch, um zu tun, was Ich in den Angelegenheiten, die den Rat zum Guten und zum Gebet betreffen, wünsche – das erlaube Ich. Aber das Übrige – nein, nein. Es wäre so, als wollte man meine Werke vergeuden und Spott mit ihnen treiben – was Mir sehr missfällt.“
Dann sagte Er zu mir: „Was Ich von dir will, ist ein aufrechtes und einfaches Tun, kümmere dich nicht um das Für und Wider der Geschöpfe; lasse sie denken, was sie wollen, ohne im Geringsten beunruhigt zu sein, denn in der Gunst aller stehen zu wollen heißt, von der Nachahmung meines Lebens abzuweichen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2; 31. Mai 1899)
„Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben“ (Mk 3, 24)
Da der gebenedeite Jesus diesen Morgen nicht kam, versuchte der Teufel, seine Gestalt anzunehmen und sich sehen zu lassen, doch da ich nicht die gewohnten Wirkungen empfand, begann ich zu zweifeln und bezeichnete mich mit dem Kreuz – zuerst mich, dann ihn; und als sich der Teufel bezeichnet sah, zitterte er.
Sofort wies ich ihn zurück, ohne ihn nur anzublicken. Kurz danach kam mein lieber Jesus, und aus Angst, dass es noch einmal der böse Geist sei, versuchte ich ihn zu verjagen und rief die Hilfe Jesu und der Königin Mama an. Doch um mir zu versichern, dass es nicht der Teufel sei, sagte Er mir:
„Meine Tochter, um sicher zu sein, ob Ich es bin oder nicht, muss deine Aufmerksamkeit auf die inneren Wirkungen gerichtet sein, ob sie sich zur Tugend oder zum Laster hin bewegen; denn da meine Natur Tugend ist, mache ich meine Kinder zu Erben von nichts anderem als der Tugend.
Du kannst das auch im Bezug auf die fleischliche menschliche Natur verstehen: wenn irgendeine Wunde entsteht, so verfault das Fleisch, und man kann sagen, dass es nicht länger Fleisch ist; so würde, wenn meine Natur den geringsten Schatten eines Laters in sich behielte, sie aufhören, der Gott zu sein, der sie ist – was niemals geschehen kann.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 3; 4. November 1899)
„Wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung“ (Mk 3, 29)
Der Göttliche Wille ist stets dabei, mit seinem süßen Zauber sein göttliches Leben in meiner Seele zu weben. Er lässt es heranwachsen, bearbeitet und nährt es, bedeckt es mit seinen Flügeln aus Licht und verbirgt es, damit kein Windhauch ihm schaden und das Wachstum seines Lebens in meiner Seele behindern kann.
O, wenn der Göttliche Wille mich nicht zärtlicher als eine liebende Mutter in meinen allzu schmerzvollen Lebensumständen in seinen Armen hielte und mit seinem Licht bedeckte, wüsste ich nicht, was ich täte!
Aber sein Licht beruhigt und stärkt mich, und so mache ich weiter. O anbetungswürdiger Wille, wie dankbar sollte ich Dir für eine so große Wohltat sein. So opfere ich Dir als angemessenen Dank die Unendlichkeit deines eigenen Willens auf.
Als sich mein Geist ganz in sein Licht getaucht fühlte, machte mein geliebter Jesus wieder einen kurzen Besuch bei meiner Seele und sagte zu mir: „Meine gesegnete Tochter, wie schön ist es, die Seele unter den Lichtflügeln meines Willens heranwachsen zu sehen!
Eingehüllt in sein Licht, sieht, hört und berührt sie nichts anderes als das Licht ihrer Mutter, das sie einhüllt. Wenn die Menschen sie verwunden, schlagen und betrüben, spürt sie, wie sie noch tiefer [in meinen Willen] eindringt und sich noch inniger in seine Lichtarme schmiegt.
Sie reagiert mit einem lichtvollen Lächeln auf alle, die sie betrüben und verwunden wollen, macht sich über sie lustig und beschämt somit ihre menschliche Niedertracht. O, Macht meines wirkenden Willens!
Er entkommt allem, triumphiert über alles und errichtet mit seinem Licht den Thron seiner unvergänglichen Glorie in der Seele, die Ihn frei wirken lässt. Wisse, dass seine Macht so groß ist, dass Er aus allen Jahrhunderten ein einziges macht, seine Herrschaft sich überall hin ausdehnt und Er aus allen Akten einen einzigen macht.
Die Jahrhunderte verschwinden angesichts seiner Macht, und alle guten Akte der Menschen sind nichts als ebenso viele Atome, die zusammen einen einzigen Akt bilden. Diese Atome anerkennen seine Macht, und stellen, zu seinen Füßen niedergeworfen, die Verherrlichung und Anbetung seines Höchsten Willens durch die Menschengeschlechter dar.
Ein Sinnbild dafür ist die Sonne, die nichts anderes als eine große Menge Lichtatome ist, die zusammen die Sonne bilden, welche der ganzen Erde Licht spendet. Jene Atome sind jedoch mit einer göttlichen Macht bewehrt, und jedes enthält eine wunderbare Macht.
So teilen sie bei der bloßen Berührung der Erde und der Vegetation wunderbare Güter und Wirkungen mit, um in jeder Pflanze und Blume deren eigenes Leben heranzubilden.
In gleicher Weise schließen auch die geschöpflichen Akte, obwohl sie [nur] Atome sind, die wunderbare Macht meines Willens ein und bringen daher wunderbare Wirkungen hervor.
Du musst wissen, wenn sich die Seele disponiert, einen Akt in meinem Willen zu tun, dann festigt Er ihre Schlagkraft und macht es ihr einfacher. Er schafft in ihr einen leeren Platz, bildet die göttliche Natur im menschlichen Willen heran und bahnt sich gleichsam siegreich seinen Weg in den Willen der Seele.
Er geht unentwegt voran, um erst dann anzuhalten, wenn der menschliche Wille seinen Schritt behindert und Schranken aufrichtet, indem er nicht meinen Willen, sondern den eigenen tut.
Welch ein Verbrechen, meinem Willen den Weg und die Durchfahrt im Willen der Seele zu blockieren: Ich schuf ja die Menschen gerade dazu, um Mir so viele Wege in den menschlichen Willen zu schaffen, damit Ich meinen ständigen Weg und somit meinen wirkenden Akt in ihnen besitze!
Wer meinen Weg blockiert, der würde Mir gleichsam die Fortsetzung meiner Schöpfung behindern und meine Schritte und Hände binden wollen, damit Ich nicht aktiv sei.
Meinen Willen nicht zu tun, scheint unbedeutend zu sein, und doch ist es das größte Verbrechen, das vor der Göttlichen Majestät nach Rache an den armen Geschöpfen schreit; besonders wenn die Seele weiß, dass mein Wille ein bestimmtes Werk oder Opfer verlangt; es nicht zu tun, hieße, die Wahrheit bestreiten, sie ableugnen zu wollen – dies ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist und schreit bei Gott um Rache.
Meinen Willen zu kennen und Ihn nicht zu tun, verschließt den Himmel, bricht die Beziehungen mit Gott ab und heißt, das Eigentumsrecht Gottes nicht anzuerkennen; jedes Geschöpf muss nämlich dieses anerkennen und sich den Wünschen meines Willens unterwerfen, selbst um den Preis des eigenen Lebens.
Sei daher aufmerksam, bete meinen Willen und mein Walten über dir an, wenn du deinen Jesus glücklich machen willst.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 16. Oktober 1932)
„Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen“ (Mk 3,30)
… Ein anderes Mal, als ich befürchtete, mein Zustand könnte das Werk des Teufels sein, erinnere ich mich an jene Worte des guten Jesus an mich:
„Meine Tochter, der Teufel kann auch über die Tugend sprechen, doch während er über die Tugend spricht, sät er im Inneren der Seele Widerstreben und Hass gegen die Tugend selbst, sodass sich die Seele in Widersprüchen und ohne Kraft zum Gutestun befindet.
Wenn hingegen Ich spreche, ist mein Wort voller Leben, da Ich die Wahrheit bin; es ist nicht unfruchtbar, sondern fruchtbar, sodass Ich, während Ich spreche, die Liebe zur Tugend in die Seele eingieße und die Tugend selbst in der Seele hervorbringe, denn die Wahrheit ist Kraft, sie ist Licht, sie ist Stütze und eine zweite Natur für die Seele, die sich von der Wahrheit leiten lässt.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 7; 9. Mai 1907)
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Ich hatte eine überaus bittere Zeit verbracht wegen der Beraubung meines gebenedeiten Jesus. Er ließ sich höchstens wie ein Schatten oder ein Blitz sehen, und manchmal schienen auch die Blitze zu entfliehen.
Ein Gedanke trübte meinen Geist: „Wie grausam hat Er mich verlassen! Jesus ist so gut, …; ach, vielleicht war es gar nicht Er, der gekommen war, seine Güte hätte mir das nicht angetan. Wer weiß, ob es nicht der Dämon oder meine Fantasie war, oder irgendwelche Träume“.
Der innerste Bereich meiner Seele jedoch wollte davon nichts wissen, sondern im Frieden bleiben; alles schien ihr lästig zu fallen, sie drang immer tiefer in den Willen Gottes ein, verbarg sich in Ihm und fiel in seinem Heiligen Willen in einen tiefen Schlaf, wo nichts sie aufwecken konnte.
Der gute Jesus scheint meine Seele so sehr in seinen Willen einzuschließen, dass Er sie nicht einmal die Türe finden lässt, wo sie anklopfen und vorbringen könnte, dass Jesus sie verlassen hat, und so schläft sie und bleibt in Frieden.
Da er keine Antwort erhält, sagt sich der Geist: „Sollte ich allein mich ärgern? Auch ich will mich beruhigen und den Willen Gottes tun. Es komme, was immer kommen mag – solange nur sein Heiliger Wille geschehe“. Dies ist also mein jetziger Zustand.
An diesem Morgen nun dachte ich über das oben Geschriebene nach, und der gute Jesus sagte zu mir: „Meine Tochter, wären dies Fantasien, Träume, Dämonen, so hätten sie nicht die Macht, dich am Glorienschein des Friedens erfreuen zu lassen – und nicht nur einen Tag, sondern gut 25 Jahre lang.
Niemand hätte bewirken können, dass du in deinem Inneren und Äußeren jene Aura des lieblichen Friedens atmest, außer Jenem, der ganz Friede ist; und wenn ein Hauch von Beunruhigung Ihn überraschen könnte, würde Er aufhören, Gott zu sein, seine Majestät wäre getrübt, seine Größe kleiner geworden, seine Macht geschwächt, kurz, sein gesamtes Göttliches Wesen hätte eine Erschütterung erfahren.
Der, der dich besitzt und Den du besitzt, steht über dir und bewacht dich ununterbrochen gegen jeden Hauch einer Störung; denk daran, dass Ich dich bei meinem Kommen stets zurechtwies, wenn in dir ein Hauch von Beunruhigung war, und dass Mir nichts so sehr missfiel, als wenn Ich dich nicht im Frieden sah; und dass Ich erst dann wieder von dir entschwand, als Ich dich wieder ganz im Frieden sah.
Die Fantasie, ein Traum und noch weniger der Dämon, haben diese Tugend nicht und können sie noch weniger an andere weitergeben; beruhige dich daher und sei Mir nicht undankbar.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 9; 14. Juli 1909)



