Hl. Timotheus und Titus, Bischöfe, Gedenktag (Lk 10,1-9)
1In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. 2Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
3Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 4Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
5Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! 6Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
7Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 9Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
„Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Lk 10,2)
… „Meine Tochter, Ich musste zuerst offenbaren, was meine Menschheit im Äußeren tat und litt, um die Seelen bereiten zu können, das zu erkennen, was meine Gottheit im Inneren wirkte. Das Geschöpf ist unfähig, mein ganzes Wirken zugleich zu verstehen, daher offenbare Ich Mich nach und nach.
Später werden deinem Ring der Verbindung mit Mir die anderen Ringe der Geschöpfe hinzugefügt werden, und Ich werde eine Schar von Seelen besitzen, die in meinem Willen leben und alle Akte der Geschöpfe wiederherstellen werden; und Ich werde die Ehre erhalten, dass so viele versparte Akte, die nur von Mir getan wurden, auch von den Geschöpfen verrichtet werden.
Diese Seelen werden aus allen Schichten kommen: Jungfrauen, Priester, Weltleute, je nach ihrer Aufgabe. Sie werden nicht mehr auf menschliche Weise wirken, sondern in meinen Willen eindringend, werden sich ihre Akte auf ganz göttliche Weise für alle vervielfältigen, und Ich werde seitens der Geschöpfe die göttliche Ehre erhalten für so viele Sakramente, die in bloß menschlicher Weise empfangen und gespendet, für wieder andere, die profaniert, für andere, die von Eigennutz beschmutzt wurden; die Verherrlichung für so viele gute Werke, die Mir mehr zur Unehre als zur Ehre gereichen.
Wie sehr Ich diese Zeit herbeisehne! Und du bete und ersehne sie zusammen mit Mir und trenne deinen Ring der Verbindung nicht von dem meinen, sondern beginne damit, als Erste.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 29. Januar 1919)
„Geht!…“ (Lk 10, 3)
… „Wie nun meine Liebe in der Schöpfung stark überquoll, so ist [auch] mein Wille entschlossen, dass sein Reich unter den Menschen lebendig werde. Daher will Er mit ganzem Prachtaufwand, ohne auf ihre Verdienste zu sehen, mit unübertroffener Großherzigkeit von neuem sein Reich gewähren.
Er wünscht nur, dass die Geschöpfe Ihn und seine Güter erkennen, damit sie, wenn sie diese kennen, das Reich der Heiligkeit, des Lichtes und der Glückseligkeit ersehnen und herbeiwünschen.
Wie ein Wille es zurückgewiesen hatte, so soll ein anderer [Wille] es herbeirufen, es ersehnen, es drängen, zu kommen und mitten unter den Geschöpfen zu herrschen.
Daher die Notwendigkeit Ihn kennenzulernen: Wenn man ein Gut nicht erkennt, wird es weder gewünscht noch geliebt. So werden diese Wahrheiten über Ihn die Boten, die Vorboten sein, die mein Reich ankündigen.
Die Kenntnisse über mein FIAT werden sich einmal als Sonnen zeigen, dann wieder als Donner, bald als Lichtblitze, bald wie heftige Windstöße sein, welche die Aufmerksamkeit der Gelehrten und der Unwissenden, der Guten und auch der Schlechten, auf sich lenken werden.
Sie werden wie Blitze in ihre Herzen fallen und sie mit unwiderstehlicher Kraft überwältigen, damit sie aus den Schätzen der erworbenen Kenntnisse wieder auferstehen.
Sie werden die wahre Erneuerung der Welt darstellen, werden alle Haltungen annehmen, um die Geschöpfe anzulocken und zu besiegen.
Bald werden sie als Friedenstifter auftreten, die von den Geschöpfen einen Kuss wollen, damit sie ihnen den ihren geben, auf dass sie die ganze Vergangenheit vergessen und sich nur daran erinnern, einander zu lieben und sich gegenseitig zu beglücken; bald werden sie wie siegessichere Krieger sein, um ihre Eroberung in denen abzusichern, die diese Wahrheiten kennen; bald werde sie wie unaufhörliche Gebete sein, die erst dann zu flehen aufhören, wenn die Menschen, besiegt von den Kenntnissen meines Göttlichen Willens bekennen werden:
„Du hast gesiegt, wir sind schon eine Beute deines Reiches“; schließlich werden sie wie ein herrschender König sein, der Liebe ausstrahlt, sodass sie ihre Stirne beugen werden, um sich beherrschen zu lassen…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 30. Oktober 1927)
„Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ (Lk 10, 5)
Meine Hingabe an den Göttlichen Willen dauert an. Mein armer Geist, der wegen der für mich allzu schmerzhaften Vorfälle im Leben bedrückt war, sucht seine Zuflucht im Mittelpunkt des Fiat, wo ich mich zu neuem Leben wiedergeboren fühle, verjüngt, wiederhergestellt von meinen leidvollen Phasen; doch sobald ich mich aus seinem Zentrum entferne, steigt meine Beklemmung wieder so stark an, dass ich die gerechten Mahnungen meines geliebten Jesus vernehme, der mir schließlich sagt:
„Meine Tochter, bedenke, dass ich mit einer Seele, die nicht friedvoll ist, nichts anzufangen weiß. Es ist der Friede, der mein himmlischer Aufenthaltsort ist. Der Friede ist die Glocke, die mit vibrierendem und lieblichem Klang meinen Willen zur Herrschaft einlädt.
Der Friede besitzt so machtvolle Stimmen, dass er den ganzen Himmel ruft und ihn aufmerksam bei den schönen Eroberungen des Wirkens des Göttlichen Willens in der Seele zusehen lässt. Der Friede schlägt die angstvollen Stürme in die Flucht und zaubert das himmlische Lächeln der Heiligen [auf das Angesicht der Seele], den schönsten Reiz eines nie endenden Frühlings. Bereite Mir daher nicht den Schmerz, dich nicht im Frieden zu sehen.“
So suchte ich, so viel als möglich in den Göttlichen Willen einzutauchen, um mich selbst nicht mehr zu fühlen, und seinen Akten, sowohl in der Schöpfung wie in der Erlösung, nachzufolgen. Mein geliebter Jesus erfüllte meinen Verstand und sprach voller Liebe mit seiner schöpferischen Stimme zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, verlass dich selbst und komm in meinen Willen. Wir fühlen das äußerste Bedürfnis, kundzutun, wie weit unsere Liebe für die Seele geht, die in Ihm lebt. Unsere Liebe ist so groß, dass Wir sehnsüchtig darauf warten, dass sie sich mit unseren Werken vereinige, identifiziere, um ihr das Recht [über diese Werke] zu geben, als wären es die ihren.
Da unsere Schöpfermacht stets im Akt und am Wirken ist, beschenken Wir sie, wenn sie sich mit Uns identifiziert, mit unseren Werken, als wollten Wir diese erneuern, und sagen zu ihr: ‚Das sind deine Werke, tu mit ihnen, was du willst. Mit unseren Werken in deiner Macht kannst du Uns lieben, so viel du willst, kannst du Uns unendlich verherrlichen, kannst du Gutes tun, wem immer du willst.
Du bekommst das Recht nicht nur über unsere Werke, sondern über Den, Der alles geschaffen hat, und Wir erhalten das Recht über dich, die du Uns schon gehörst.’ Wie süß sind diese rechtmäßigen Ansprüche der menschlichen Begrenztheit in unserem Göttlichen Sein!
Es sind sanfte und liebevolle Ketten, die Uns mit noch intensiverer und stärkerer Liebe unser Schöpfungswerk lieben lassen, und mit eindringlicher Liebe wiederholen Wir: ‚Wie schön ist sie[, die Seele]!
Sie gehört Uns, ganz Uns, und Wir gehören ganz ihr. Es bleibt nichts anderes, als einander zu lieben; Wir werden sie mit ewiger Liebe lieben, und sie wird Uns mit ewiger Liebe lieben.’“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 6. Mai 1937)
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… „Meine Tochter, was ist das? Ich sehe in dir einen Gemütszustand, einen Schatten, die dich Mir unähnlich machen und den Fluss der Seligkeit unterbrechen, der fast immer zwischen Mir und dir existiert hat.
Alles ist Friede in Mir, deshalb ertrage Ich in dir nicht einen Schatten, der deine Seele überschatten könnte. Der Friede ist der Frühling der Seele, alle Tugenden blühen, wachsen und lächeln wie die Pflanzen und Blumen unter den Strahlen der Frühlingssonne, die die ganze Natur bereit machen, damit alle ihre je eigenen Früchte hervorbringen.
Gäbe es nicht den Frühling, der mit seinem bezaubernden Lächeln die Steifheit der Kälte von den Pflanzen abschüttelt, und die Erde wie mit einem Blütenmantel bedeckt, der alle mit seinem süßen Zauber zur Bewunderung ruft, wäre die Erde schauderbar, und die Pflanzen würden austrocknen.
So ist der Friede das Lächeln Gottes, das jede Trägheit von der Seele schüttelt, wie ein himmlischer Frühling von der Seele die Kälte der Leidenschaften, Schwächen, Gedankenlosigkeiten, usw. abschüttelt, und mit seinem Lächeln mehr als bei einer blühenden Wiese alle Blumen erblühen und alle Pflanzen wachsen lässt, unter denen der himmlische Gärtner freudig spazieren geht und deren Früchte er pflückt, um aus ihnen seine Speise zu bereiten. So ist die friedvolle Seele mein Garten, in dem Ich Mich erhole und Mich vergnüge.
Der Friede ist Licht, und alles, was die Seele denkt, spricht, arbeitet, ist Licht, das sie aussendet, und der Feind kann sich nicht nähern, weil er sich von diesem Licht getroffen, verwundet und geblendet fühlt. Und um nicht blind zu bleiben, ist er gezwungen, davor zu fliehen.
Der Friede ist Herrschaft, nicht nur über sich selbst, sondern auch über die anderen: so sind sie angesichts einer friedvollen Seele besiegt oder verwirrt und gedemütigt und lassen sich daher entweder beherrschen und bleiben Freunde, oder sie gehen verwirrt davon, weil sie die Würde, Unerschütterlichkeit und Sanftheit einer Seele nicht ertragen können, die den Frieden besitzt.
Auch die Entartetsten nehmen die Macht wahr, die er enthält. Deshalb rühme Ich Mich so sehr, dass Ich Gott des Friedens, Fürst des Friedens heiße, und es gibt keinen Frieden ohne Mich: nur Ich besitze ihn und schenke ihn meinen Kindern, als meinen rechtmäßigen Nachkommen, die mit Mir verbunden bleiben, als Erben aller meiner Güter.
Die Welt und die Geschöpfe haben diesen Frieden nicht, und was man nicht besitzt, kann man nicht geben. Sie können höchstens einen scheinbaren Frieden geben, der sie innerlich quält, einen falschen Frieden, der einen giftigen Schluck in sich enthält, und dieses Gift schläfert die Gewissensbisse ein und führt die Seele zur Herrschaft des Lasters.
Deshalb bin der wahre Friede Ich, und Ich möchte dich mit meinem Frieden überschatten, damit du nie beunruhigt seist und der Schatten meines Friedens wie ein blendendes Licht von dir alles oder jeden fernhalten möge, was deinen Frieden trüben könnte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 18. Dezember 1921)
„Sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe“ (Lk 10,9)
… „Meine Tochter, jedes Wort, Werk und Opfer, das in meinem Willen, und um das Göttliche Reich zu erlangen, dargebracht wird, sind ebenso viele Botschafter, die sich eilig ins Himmlische Vaterland aufmachen.
Sie bringen das Göttliche Rundschreiben und lassen es allen Heiligen zukommen, den Engeln, der Höchsten Königin und dem Schöpfer Selbst. Dabei übertragen sie jedem die Aufgabe, die verschiedenen Dinge vorzubereiten, die für ein so heiliges Reich nötig sind, damit alles mit Zierde, Würde und Göttlichem Adel geschehe.
Dann machen sich alle Bewohner der Himmelsheimat mit diesem Himmlischen Rundschreiben in ihren Händen ans Werk, ihre Aufgabe zu erfüllen, alles ihnen Anvertraute vorzubereiten.
So stellt das Rundschreiben auf der Erde das Echo des Himmlischen Rundschreibens dar, und Himmel und Erde sind in Bewegung und befassen sich mit dem einzigen Zweck des Reiches meines Göttlichen Willens: Die Erde nimmt sich all dessen an, was in der natürlichen Ordnung notwendig ist, der Himmlische Hof sorgt für alles, was die übernatürliche Ordnung betrifft.
Himmel und Erde scheinen sich die Hand zu reichen und wettzueifern, wer sich mehr beeilt, ein so Heiliges Reich vorzubereiten. Wenn du wüsstest, welchen Wert ein in meinem Willen getaner Akt hat, wie er es versteht, Himmel und Erde zu bewegen, sich überall den Weg zu öffnen vermag!
Er setzt sich mit allen in Verbindung und erlangt alles, was alle Akte zusammen nicht erlangt haben – und so viele Jahrhunderte lang! Sie sind nicht eine Sonne, sondern so viele Sonnen, wie Akte getan werden, und bilden den leuchtenden und strahlenden Tag des Reiches meines Willens auf Erden.
Die in Ihm vollbrachten Akte sind Ansporn für das Höchste Wesen, sind Magneten, die Gott anziehen, sanfte Ketten, die Ihn fesseln, sie sind „Entzückungen“, wo das Geschöpf die Macht hat, seinen Schöpfer in Ekstase hinzureißen; und Dieser, wie in einem süßen Schlaf in Ekstase hingerissen, in die Ihn sein geliebtes Geschöpf versetzt hat, gewährt das, was Er seit so vielen Jahrhunderten geben wollte.
Doch Er hat [bisher noch] nicht jene gefunden, die Ihn mit Seiner eigenen Göttlichen Kraft in diese Ekstase versetzt und Ihm somit das Reich seines Göttlichen Willens entrissen hätte.
Wenn sich aber das Geschöpf in meinem FIAT bewegt und seinen Akt bildet, fühlt sich Gott hingerissen; in seinem süßen Schlummer fühlt Er sich entwaffnet und überwunden, und das Geschöpf bleibt Sieger über seinen Schöpfer.
Mit diesen Vorbereitungen ist es wie bei einem Bräutigam, der für seine Hochzeit sein Haus vorbereitet, das Schlafzimmer und alle nötigen Gegenstände, damit nichts fehlt.
Dann geht er an die Kleidung für die Hochzeit, Einladungen werden getätigt, all das lässt den Bräutigam Entscheidungen treffen, das auszuführen, was er selbst wollte. Doch wenn nichts vorbereitet wird, lässt der Bräutigam die Zeit verstreichen und entscheidet sich nie.
Er fühlt sich selbst in Verlegenheit und sagt sich: „Ich soll heiraten und habe kein Haus, ich habe kein Bett, wo ich schlafe, keine Kleider, um als Bräutigam zu erscheinen, welche Figur werde ich abgeben?“ So nimmt er, gleichsam genötigt, Abstand vom Gedanken, zu heiraten.
Daher sind diese Vorbereitungen, die Akte in meinem Willen, diese Rundschreiben – gleichsam die Antriebe, die meinen Willen bewegen, zu kommen und unter den Menschen zu herrschen.
Meine Wahrheiten [über meinen Willen] sind wie der Bräutigam, der kommt um sich mit den Seelen mit neuen Banden zu vermählen, wie sie aus unseren schöpferischen Händen hervorgegangen sind.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 20. Mai 1928)


