FEST DARSTELLUNG DES HERRN – LICHTMESS (Lk 2,22-40)
22Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, 23gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.
24Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. 25In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. 26Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.
27Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, 28nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: 29Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
30Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 31das du vor allen Völkern bereitet hast, 32ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
33Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. 34Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
35Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. 36Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; 37nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
38In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. 39Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
40Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.
„Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen“ (Lk 2, 22)
Die Seele zu ihrer himmlischen Mutter
Heilige Mama, hier bin ich, um dich zum Tempel zu begleiten, wo du das größte Opfer bringen wirst, das Leben des Göttlichen Kindes jedem Menschen preiszugeben, damit sie es sich aneignen, um sich zu retten und sich zu heiligen.
Aber welch ein Schmerz, viele gebrauchen ihn, um ihn zu beleidigen und um verloren zu gehen!
Liebe Mama, lege deinen kleinen Jesus in mein Herz, und ich verspreche dir und gelobe, ihn immer zu lieben und ihn wie das Leben meines armen Herzens zu schätzen.
Lektion der Himmelskönigin
Liebste Tochter, ich bin so froh, dass du in meiner Nähe bist! Mein mütterliches Herz möchte dir meine Liebe und mein Geheimnis anvertrauen.
Gib Acht auf meine Lehren und höre mich an: schon seit vierzig Tagen befinden wir uns in dieser Grotte zu Betlehem, der ersten Wohnung meines Sohnes hier auf Erden; aber wie viele Wunder sah diese Grotte!
Das Göttliche Kind war in ungestümer Liebesglut vom Himmel auf die Erde herabgestiegen und sehnte sich brennend danach, dieser Liebe freien Lauf zu lassen, sodass jeder Atemzug, jeder Herzschlag, jede Bewegung ein Ausgießen seiner Liebe war; jede Träne, jedes Wimmern und jeder Seufzer waren Ergüsse der Liebe.
Auch als er vor Kälte erstarrt war, waren seine blau gefrorenen und bebenden Lippen alles Ergüsse und Erleichterungen für seine große Liebe und er suchte ständig nach seiner Mutter, um in ihrem Herzen die Liebe zu hinterlegen, die er nicht mehr in sich behalten konnte, und ich wurde überwältigt von seiner Liebe.
Mein Herz wurde ständig verwundet, und ich fühlte und empfand den Herzschlag meines teuren Kleinen, seine Atemzüge, seine Bewegungen, sein Weinen, Seufzen und Wimmern in meinem mütterlichen Herzen mit und war überflutet von den Flammen seiner Liebe.
Die Beschneidung hatte mir schon tiefe Wunden zugefügt, wo er mir soviel Liebe eingoss, dass ich mich als Königin und Mutter der Liebe fühlte.
Ich war hingerissen und entzückt, dass mein süßer Jesus bei allen seinen Schmerzen, bei jeder Träne und jeder Bewegung seine Mutter suchte und nach ihr verlangte als lieben Zufluchtsort für seine Handlungen und sein Leben.
Wer könnte dir schildern, meine Tochter, was in diesen vierzig Tagen zwischen mir und dem Jesuskind geschah?
Wir waren in seinen Akten, in seinen Tränen, in seinen Leiden, in seiner Liebe gemeinsam verschmolzen, und was er tat, das tat auch ich.
Nach diesen vierzig Tagen wollte das teure Jesuskind, mehr denn je von Liebe entflammt, dem Gesetz gehorchen und im Tempel dargestellt werden, um sich für das Heil aller aufzuopfern.
Es war der Göttliche Wille, der uns zu diesem großen Opfer aufrief, und wir gehorchten bereitwillig.
Meine Tochter, wenn das Höchste Fiat im Geschöpf die Bereitschaft vorfindet, seinen Willen zu erfüllen, dann stellt es dem Geschöpf seine göttliche Macht, seine Heiligkeit, seine schöpferische Kraft zur Verfügung, um diesen Akt, dieses Opfer für alle und für jeden zu vermehren; es verleiht diesem Opfer einen unendlichen Wert, mit dem man für alle bezahlen und Genugtuung leisten kann.
Es war zum ersten Mal, dass ich und der heilige Josef gemeinsam mit dem Jesuskind hinausgingen.
Wir hüllten es sorgfältig ein, um es gegen die Kälte des Winters zu schützen. Nachdem wir dem Herrn für die großen Geheimnisse gedankt hatten, die sich an diesem heiligen. Ort erfüllt hatten, brachen wir nach Jerusalem auf.
Die ganze Schöpfung erkannte ihren Schöpfer an, und alle geschaffenen Dinge fühlten sich geehrt, dass er in ihrer Mitte weilte, und begleiteten uns festlich entlang des Weges.
Im Tempel angekommen, warfen wir uns nieder und beteten die Höchste Majestät an, und dann legten wir das Kind in die Arme des Priesters Simeon, der ihn dem Ewigen Vater zum Heil aller aufopferte; während dieser Aufopferung erkannte Simeon, von Gott erleuchtet, dass das Kind das Göttliche Wort war und unter großem freudigen Jubel betete er das Jesuskind an und dankte ihm, und nach der Opferhandlung wandte er sich prophetisch an mich und sagte mir alle meine Leiden voraus.
O, wie schmerzvoll ließ das Höchste Fiat die Ankündigung der verhängnisvollen Tragödie aller Leiden, die mein Sohn zu erdulden haben werde, an mein mütterliches Herz dringen. Jedes Wort war wie ein scharfes Schwert, das mich durchbohrte.
Aber am meisten wurde mein Herz verwundet, als ich hörte, dass dieses Göttliche Kind nicht nur zur Rettung, sondern auch zum Untergang vieler gesetzt und zum Zeichen des Widerspruchs werde! Welches Leid!
Welcher Schmerz! Wenn der Göttliche Wille mir nicht beigestanden wäre, wäre ich auf der Stelle vor lauter Schmerz gestorben.
So aber verlieh er mir das Leben, damit ich von nun an beginne, in mir das Reich der Schmerzen im Reich des Göttlichen Willens selbst zu bilden; sodass ich zu meinem Recht als Mutter, das ich über alle hatte, auch das Recht als Mutter und Königin aller Schmerzen dazu erwarb.
O ja, mit meinen eigenen Schmerzen verdiente ich das Geld, um die Schulden meiner Kinder, auch der undankbaren Kinder zu bezahlen.
Du musst wissen, meine Tochter, dass ich infolge des Lichtes des Göttlichen Willens, der in mir regierte, schon all die Leiden kannte, die mich treffen sollten, weit mehr als die vom heiligen Propheten mir angekündigten; er prophezeite mir die Schmerzen, die mich vom Äußeren her treffen würden, aber von den inneren Leiden, die für mich noch qualvoller wären, und von den inneren Leiden zwischen mir und meinem Sohn, sagte er mir kein Wort.
Als sie mir jedoch bei diesem so feierlichen Akt der Aufopferung meines Sohnes wieder vor Augen gestellt wurden, fühlte ich mein Herz dermaßen durchbohrt, dass es blutete und sich neue Adern des Schmerzes und tiefe Wunden in meiner Seele auftaten.
Höre jetzt deiner Mama zu. In deinen Leiden und schmerzhaften Begegnungen, die auch dir nicht fehlen, wenn du erkennst, dass der Göttliche Wille irgendein Opfer von dir verlangt, sei bereit, verliere nicht den Mut, sondern wiederhole sofort das kostbare und süße FIAT, jenes „Was du willst, das will auch ich“ und lasse mit heroischer Liebe den Göttlichen Willen seinen königlichen Thron mitten in deinen Leiden aufschlagen, damit er sie dir in Münzen von unendlichem Wert umwandle, mit denen du deine Schulden und auch die deiner Brüder und Schwestern abzahlen kannst, um sie aus der Sklaverei des menschlichen Willens zu erlösen und als freie Söhne und Töchter in das Reich des Göttlichen Fiat zu führen.
Der Göttliche Wille schätzt und belohnt so sehr das Opfer, das er vom Geschöpf gefordert hat, dass er ihm seine göttlichen Rechte abtritt und es zur Königin des Opfers über all das Gute einsetzt, das für die Geschöpfe daraus entsteht… (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: Vierte Betrachtung:)
„Gemäß dem Gesetz des Herrn…“ (Lk 2, 23)
Jesu Beraubungen dauern an, Er erscheint höchstens wie ein flüchtiger Blitz, und während man glaubt, es wird hell, bleibt man in noch mehr Dunkelheit als zuvor.
Nun, inmitten dieser Bitterkeit seiner Beraubung, zeigte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren, wie Er ganz mit Schreiben beschäftigt war – nicht mit einer Feder, sondern mit seinem Finger, der Lichtstrahlen aussandte; dieses Licht diente Ihm als Feder, um auf dem Grund meiner Seele zu schreiben.
Ich wollte Ihm alles Mögliche über meine arme Seele erzählen, doch Er legte seinen Finger an die Lippen und deutete mir zu schweigen, da Er nicht abgelenkt werden wollte.
Als Er dann fertig war, sagte Er zu mir: „Tochter meines Höchsten Wollens, Ich schreibe in deine Seele das Gesetz meines Willens und das Gute, das Er bringt.
Zuerst möchte Ich es in deine Seele einschreiben, und dann werde Ich es dir nach und nach erklären.”
Und ich: „Mein Jesus, ich möchte Dir über den Zustand meiner Seele berichten – o, wie schlecht fühle ich mich! Sag mir, warum verlässt Du mich? Was soll ich tun, um Dich nicht zu verlieren?”
Und Jesus: „Betrübe dich nicht, meine Tochter. Du musst wissen, als Ich auf die Erde kam, wollte Ich die alten Gesetze abschaffen und andere vervollkommnen.
Doch obwohl Ich sie abschaffte, nahm Ich Mich nicht davon aus, jene Gesetze zu beobachten, sondern Ich beobachtete sie auf vollkommenere Weise als die anderen.
Doch da Ich in Mir das alte und das neue [Gesetz] vereinigen sollte, wollte Ich sie beobachten, um den alten Gesetzen ihre Erfüllung zu geben und ihnen das Siegel der Abschaffung aufzuprägen.
Ich wollte dem neuen Gesetz den Anfang geben, für dessen Einsetzung Ich auf die Erde kam – ein Gesetz der Gnade und der Liebe – wodurch Ich alle Opfer in Mir einschloss, da Ich der wahre und einzige Geopferte sein sollte.
So waren alle anderen Opfer nicht mehr notwendig, denn da Ich Mensch und Gott war, war dies mehr als ausreichend, um für alle Genüge zu tun.
Nun, meine geliebte Tochter, da Ich aus dir ein vollkommeneres Abbild von Mir machen und eine so edle und göttliche Heiligkeit begründen möchte, nämlich das „FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden“, so will Ich in dir alle Seelenzustände konzentrieren, die es bisher auf dem Weg der Heiligkeit gegeben hat, und [im Maß,] wie du diese [aszetischen Praktiken dieser Seelenzustände] erleidest und zugleich deine Akte in meinem Willen tust, verleihe Ich ihnen die Erfüllung, die Krone, Ich verschönere sie und drücke mein Siegel darauf.
Alles muss in meinem Willen vollendet werden, und wo die anderen Heiligkeiten aufhören, hat die Heiligkeit meines Willens, da sie edel und göttlich ist, ihren Anfang und hält alle anderen Heiligkeiten als ihren Fußschemel.
Lass Mich deshalb machen, lass Mich mein Leben und das, was Ich mit so viel Liebe bei der Erlösung gewirkt habe, wiederholen.
Nun will Ich es mit noch größerer Liebe in dir wiederholen, um [in dir] den Anfang der Gabe des Lebens in meinem Willen zu begründen, sodass seine Gesetze bekannt werden; doch wünsche Ich, dass dein Wille mit dem Meinen vereint und in Ihn versenkt sei.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 8. November 1923)
„Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet…“ (Lk 2, 30-32)
Da begab ich mich ins Gebet, und bald legte Er sein Ohr an das meine und ließ mich die Machenschaften der Völker und den Waffenlärm hören, bald zeigte Er mir verschiedene Völkerrassen, die sich miteinander vereint hatten: einige waren bereit, einen Krieg zu beginnen, und andere bereiteten sich darauf vor.
So drückte ich mich fest an Jesus und sprach zu Ihm: „Besänftige Dich, meine Liebe, besänftige Dich.
Siehst Du nicht, wie viel Verwirrung und Aufruhr unter den Völkern herrscht? Wenn das die Vorbereitung ist, was wird bei der Ausführung sein?”
Und Jesus: „Ach, meine Tochter, sie selbst wollen es! Die Niedertracht des Menschen will ins Maßlose steigen, und jeder möchte den anderen in den Abgrund zerren, doch die Vereinigung von verschiedenen Rassen wird später zu meiner Ehre gereichen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 16. Januar 1923)
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… „Meine Tochter, sieh, welch großes Übel der menschliche Wille hervorgebracht hat. Die Menschen sind so blind geworden, dass sie erbitterte Kriege und Revolutionen vorbereiten.
Dann wird es nicht nur Europa sein, sondern andere Rassen, die sich zusammentun werden.
Der Kreis wird ausgedehnter sein, andere Teile der Welt werden darin involviert sein. Welches Übel richtet der menschliche Wille an! Er macht blind, er macht elend und macht sie zu Mördern ihrer selbst!
Doch Ich werde Mich dessen für meine höchsten Pläne bedienen, und die Zusammenführung so vieler Rassen wird dazu nützen, um die Mitteilung der Wahrheiten zu erleichtern, damit sie sich bereit machen für das Reich des Höchsten FIAT…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 16. November 1926)
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Man sah alle Rassen kämpfen und konnte erkennen, wie alle sich auf weitere Kriege vorbereiteten. Da sagte Jesus ganz betrübt zu mir: „Meine Tochter, du weißt nicht, wie mein glühendes Herz den Geschöpfen voller Liebe entgegeneilen möchte, aber sobald es zu ihnen hinläuft, weisen sie es zurück und begegnen Mir mit den brutalsten Beleidigungen und schauderhaftesten Vortäuschungen.
Da sich meine Liebe also verfolgt sieht, tritt meine Gerechtigkeit auf und verteidigt meine Liebe. Sie schlägt jene mit Geißeln, die Mich verfolgen und entlarvt die Vortäuschungen, die sie nicht nur Mir, sondern die sich die Nationen untereinander zufügen.
Indem sie nämlich einander betrügen, zeigen sie, dass sie sich grimmig hassen anstatt sich zu lieben.
Dieses Jahrhundert könnte man das Jahrhundert der schlimmsten Täuschungen nennen, und zwar bei allen Ständen: so werden sie nie miteinander übereinkommen.
Während sie sich scheinbar einigen, hecken sie in Wirklichkeit neue Kriege aus. Die Vortäuschung hat nie wirklich etwas Gutes bewirkt, weder in der zivilen noch in der kirchlichen Ordnung, höchstens einige vergängliche Schatten davon.
Nun sind sie dabei, den mit Worten und nicht mit Taten gepriesenen Frieden in Kriegsvorbereitungen zu verwandeln.
Wie du schon siehst, haben sich viele Menschenrassen zum Kampf zusammengetan, unter diesem oder jenem Vorwand, und noch andere werden sich zusammenschließen.
Doch Ich werde Mich der Vereinigung jener verschiedenen Menschen bedienen, denn damit das Reich meines Göttlichen Willens komme, muss die Vereinigung aller Rassen durch einen weiteren, noch viel ausgedehnteren Krieg als den letzten kommen, in dem Italien finanziell so stark belastet war.
Mit der Vereinigung dieser Rassen werden sich die Völker kennenlernen, und nach dem Krieg wird es leichter sein, das Reich meines Willens auszubreiten.
Ertrage daher geduldig meine Abwesenheit und die Leere, die meine Gerechtigkeit als Verteidigung meiner verfolgten Liebe schaffen möchte.
Du bete und opfere alles auf, damit das Reich meines FIAT bald kommt.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 21; 31. März 1927)
„Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird“ (Lk 2, 34)
Ich fühlte mich wegen der Beraubung meines süßen Jesus in großer Bitterkeit. Alles schien mir zu Ende, ich hatte fast keine Hoffnung mehr, dass Er zu seiner kleinen und armen Verbannten zurückkehrt.
Mein Herz brach vor Schmerz beim Gedanken, dass ich Den nicht mehr sehen sollte, der das Leben zusammen mit mir gelebt hatte, und mein eigenes Leben ausmachte. Und nun war mein Leben verschwunden und getrennt von mir!
Mein Jesus, wie grausam tötest Du mich! Ohne Dich erleide ich Höllenqualen, da ich, während ich sterbe, zu leben gezwungen bin!
Als ich nun in diesem so schmerzvollen Zustand war, bewegte sich mein stets liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren, streckte einen Arm heraus und drückte mich [an Sich], um mir das Leben zurückzugeben, und sagte zu mir: „Meine Tochter, mein Wille wollte Gerechtigkeit an dir ausüben.
Dies war notwendig, um deine Treue zu prüfen, denn bei all meinen Werken wirken alle meine Eigenschaften mit.
Wenn die Generationen alles sehen werden, was Ich in dich ausgegossen habe, werden sie sich erstaunt fragen: „Wie sollte sie das auch nicht alles tun, nachdem ihr Jesus so viel geschenkt hat?“
Meine Gerechtigkeit wird ihnen die Prüfungen zeigen, denen Ich dich unterzogen habe und ihnen sagen: „Ich ließ sie durch das Feuer meiner Gerechtigkeit gehen und befand sie für treu, deshalb setzte meine Liebe ihren Lauf fort.“
Du sollst vielmehr wissen, dass meine Liebe die erste war, die Gerechtigkeit an dir übte: wie vielen Prüfungen habe Ich dich nicht unterzogen, um deiner Liebe sicher zu sein?
Das zweite war das Kreuz, das strenge Gerechtigkeit an dir übte, bis zu dem Punkt, dass mein Wille, angezogen von meiner Liebe und meinem Kreuz, in dich hinabsteigen und dich in Sich leben lassen wollte.
Doch auch mein Wille wollte meiner Liebe, meinem Kreuz nicht unterlegen sein, und um deiner sicher zu sein, zog Er sich eifersüchtig zurück und übte Gerechtigkeit an dir aus, um zu sehen, ob du die Flüge in meinem Wollen ohne Mich fortsetzt.“
Als ich dies hörte, sagte ich: „Ach, wie konnte ich sie ohne Dich fortsetzen? Mir fehlte das Licht, und wenn ich anfing, kam ich nicht ans Ende, denn es fehlte mir der Eine, der mir alles gegenwärtig machte und mich im Namen aller handeln ließ, indem Er mich alle Beziehungen zwischen dem Schöpfer und der ganzen Schöpfung verbinden ließ.
Mein Geist schwamm im leeren Raum, ohne jemanden zu sehen. Wie hätte ich diese Flüge machen können?“
Und Jesus: „Dein Beginnen war das Tun, und der Schmerz, es nicht vollenden zu können, war das Vollbringen. Deshalb braucht es Mut und Treue.
Mit einer kleinen Prüfung wird man immer gewisser und sicherer. Und überdies, wenn nicht einmal meiner Königin Mutter diese Prüfungen erspart blieben, würdest du ausgenommen werden wollen?“
Nach einiger Zeit kehrte Er von neuem zurück und ließ sich in mir, in der Mitte eines Kreises sehen, und Er forderte die Seelen auf, dort hinaufzusteigen und auf diesem Kreis zu gehen.
Ich stieg hinauf, um niemals mehr von ihm herabzusteigen, und mein liebenswürdiger Jesus sagte zu mir: „Meine Tochter, dieser Kreis ist mein Ewiger Wille, der das große Rad der Ewigkeit umschließt.
Alles innerhalb dieses Kreises ist nichts anderes als das, was meine Menschheit im Göttlichen Willen tat, um zu erflehen, dass mein Wille wie im Himmel so auf Erden erfüllt werde.
Alles ist bereit und erledigt, es müssen nur mehr die Türen aufgetan und mein Wille bekanntgemacht werden, damit der Mensch Ihn in Besitz nehme.
Als Ich zur Erlösung des Menschen auf die Erde kam, hieß es von Mir, dass Ich zum Heil und zum Verderben vieler gesetzt sei.
Dasselbe wird auch jetzt gesagt werden: dieser mein Wille wird entweder [zum Anlass] von großer Heiligkeit – da mein Wille von absoluter Heiligkeit ist – oder zum Fall für viele sein.
Siehst, während man sich auf diesem Kreis dreht, muss man in ihn hineinsehen, und nie hinaus, denn innen ist das Licht, die Kenntnis, meine Kraft und meine Akte als Hilfe, anziehendes Lockmittel und Leben, damit die Seele das Leben meines Willens in sich aufnehmen kann.
Außerhalb davon gibt es all das nicht; dort werden die Seelen die Finsternis finden und in den Abgrund stürzen.
Sei deshalb aufmerksam, halte deinen Blick stets auf meinen Willen geheftet, und dir wird die Fülle der Gnade des Lebens in meinem Willen zuteil.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 21. September 1923)
„Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lk 2, 35)
… „Nun wisse, bei der Bildung des Reiches der Erlösung war jene, die sich am meisten im Leiden auszeichnete, meine Mutter.
Scheinbar litt Sie keine Schmerzen, wie sie die anderen Geschöpfe erfuhren – außer meinem Tod, den doch alle kennen, und der für ihr Mutterherz mehr als der schmerzlichste Tod ein tödlicher und qualvoller Schlag war.
Und doch war es so, dass, da Sie die Einheit des Lichtes meines Willens besaß, dieses Licht ihrem durchbohrten Herzen nicht nur die sieben Schwerter brachte, wie es die Kirche darstellt, sondern alle Schwerter, Lanzen und Stiche aller Sünden und die Leiden aller Seelen, die auf qualvolle Art ihr mütterliches Herz marterten.
Doch dies ist nichts, dieses Licht führte Ihr alle meine Leiden zu, meine Demütigungen, Qualen, Dornen, Nägel, die innersten Leiden meines Herzens.
Das Herz meiner Mutter war eine wahre Sonne: während man in der Sonne nur Licht sieht, enthält dieses Licht alle Güter und Wirkungen, welche die Erde empfängt und besitzt.
So kann man sagen, dass die Erde in die Sonne eingeschlossen ist. So war es bei der erhabenen Königin. Man sah nur ihre Person, doch das Licht meines Höchsten Willens schloss in Ihr alle möglichen und vorstellbaren Leiden ein, und je verborgener und unbekannter diese Leiden waren, umso kostbarer und mächtiger waren sie über das Herz Gottes, um den ersehnten Erlöser zu erflehen.
Effektiver als das Sonnenlicht stiegen sie in die Herzen der Menschen hinab, um sie zu erobern und im Reich der Erlösung zu binden.
So kennt die Kirche von den Leiden der Himmlischen Herrin so wenig, sozusagen nur die sichtbaren Leiden, und spricht deshalb von sieben Schwertern.
Doch wenn sie wüsste, dass ihr Mutterherz der Zuflucht- und Verwahrungsort aller Leiden war – und das Licht meines Willens trug Ihr alle zu und ersparte Ihr nichts – dann hätte sie nicht von sieben Schwertern, sondern von Millionen von Schwertern gesprochen.
Umso mehr da nur Gott die Intensität des Schmerzes kannte, weil es innere Leiden waren. So wurde Sie zu Recht zur Königin der Märtyrer und aller Schmerzen.
Die Menschen können den äußeren Leiden Gewicht und Wert verleihen, doch den inneren verstehen sie nicht den rechten Preis beizumessen.
Nun, um in meiner Mutter zuerst das Reich meines Willens und dann das der Erlösung zu errichten, waren so viele Leiden nicht nötig, denn da Sie keine Sünde hatte, war das Erbe der Leiden nicht für Sie, sondern ihr Erbe war das Reich meines Willens.
Doch um den Geschöpfen das Reich der Erlösung zu geben, musste Sie sich so vielen Leiden unterwerfen.
So reiften die Früchte der Erlösung im Reich meines Willens heran, das in meinem und im Besitz meiner Mutter war.
Es gibt nichts Schönes, Gutes und Nützliches, das nicht aus meinem Willen hervorgeht.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 11. Juli 1926)

