1Jesus ging mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. 2Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.
3Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharisäer, und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. 4Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? 5Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der Verräter, stand bei ihnen.
6Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden. 7Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. 8Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen!
9So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. 10Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus. 11Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat – soll ich ihn nicht trinken?
12Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn 13und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hohepriester war.
14Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt. 15Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes.
16Petrus aber blieb draußen am Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus; er sprach mit der Pförtnerin und führte Petrus hinein.
17Da sagte die Pförtnerin zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? Er antwortete: Nein. 18Die Diener und die Knechte hatten sich ein Kohlenfeuer angezündet und standen dabei, um sich zu wärmen; denn es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.
19Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. 20Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im Geheimen gesprochen. 21Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe.
22Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester? 23Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich?
24Danach schickte ihn Hannas gefesselt zum Hohenpriester Kajaphas. 25Simon Petrus aber stand am Feuer und wärmte sich. Sie sagten zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen Jüngern? Er leugnete und sagte: Nein. 26Einer von den Dienern des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen? 27Wieder leugnete Petrus, und gleich darauf krähte ein Hahn.
28Von Kajaphas brachten sie Jesus zum Prätorium; es war früh am Morgen. Sie selbst gingen nicht in das Gebäude hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Paschalamm essen zu können. 29Deshalb kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte: Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen?
30Sie antworteten ihm: Wenn er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert. 31Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn doch, und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden antworteten ihm: Uns ist es nicht gestattet, jemand hinzurichten. 32So sollte sich das Wort Jesu erfüllen, mit dem er angedeutet hatte, auf welche Weise er sterben werde.
33Pilatus ging wieder in das Prätorium hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: Bist du der König der Juden? 34Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
35Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan? 36Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.
38Pilatus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit? Nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen. 39Ihr seid gewohnt, dass ich euch am Paschafest einen Gefangenen freilasse. Wollt ihr also, dass ich euch den König der Juden freilasse? 40Da schrien sie wieder: Nicht diesen, sondern Barabbas! Barabbas aber war ein Straßenräuber.
1Darauf ließ Pilatus Jesus geißeln. 2Die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten Mantel um. 3Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, König der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht.
4Pilatus ging wieder hinaus und sagte zu ihnen: Seht, ich bringe ihn zu euch heraus; ihr sollt wissen, dass ich keinen Grund finde, ihn zu verurteilen. 5Jesus kam heraus; er trug die Dornenkrone und den purpurroten Mantel. Pilatus sagte zu ihnen: Seht, da ist der Mensch!
6Als die Hohenpriester und ihre Diener ihn sahen, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn, und kreuzigt ihn! Denn ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen.
7Die Juden entgegneten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat. 8Als Pilatus das hörte, wurde er noch ängstlicher. 9Er ging wieder in das Prätorium hinein und fragte Jesus: Woher stammst du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. 10Da sagte Pilatus zu ihm: Du sprichst nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?
11Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre; darum liegt größere Schuld bei dem, der mich dir ausgeliefert hat. 12Daraufhin wollte Pilatus ihn freilassen, aber die Juden schrien: Wenn du ihn freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich als König ausgibt, lehnt sich gegen den Kaiser auf.
13Auf diese Worte hin ließ Pilatus Jesus herausführen, und er setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platz, der Lithostrotos, auf hebräisch Gabbata, heißt. 14Es war am Rüsttag des Paschafestes, ungefähr um die sechste Stunde. Pilatus sagte zu den Juden: Da ist euer König!
15Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn! Pilatus aber sagte zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König außer dem Kaiser. 16Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie übernahmen Jesus. 17Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt. 18Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus.
19Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. 20Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst.
21Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. 22Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.
23Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.
24Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.
25Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
28Danach, als Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet. 29Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. 30Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.
31Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag. 32Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war.
33Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 34sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. 35Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt.
36Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. 37Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben. 38Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab.
39Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. 40Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.
41An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. 42Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.
37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

„Jesus ging mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein“ (Joh 18, 1)

Ich sage dir Dank, mein süßer Jesus, dass du dich gewürdigt hast, mich wenigstens für eine Stunde in deiner Gesellschaft zuzulassen und deiner entsetzlichen Todesangst im Ölgarten beizuwohnen.
Ach, welch kläglichen Trost kannst du an mir haben! Allein deine unendliche Liebe und die überschwängliche Güte deines mitleidvollen Herzens lassen dich auch in meiner geringen Anteilnahme Erquickung finden.
O niemals wird meinem Geist der Anblick deiner anbetungswürdigen Person entschwinden, die zittert, niedergeschlagen, gebrochen, bis in den Staub gedemütigt und ganz mit Blutschweiß übergossen ist in der Finsternis des Gartens Gethsemane.
O Jesus, freudig verzichte ich auf die trügerischen Dinge der Erde. Ich will nur dich allein, meinen von Leid niedergebeugten und betrübten Heiland.
Vom Ölberg bis zum Kalvarienberg will ich dir immer treue Gesellschaft leisten. Jesus, lass mich ergriffen und mit dir von einem Richterstuhl zum andern geschleppt werden.
Lass mich teilnehmen an den Schmähungen, Beschimpfungen und Backenstreichen, mit denen deine Feinde dich überhäufen werden. Nimm mich mit dir von Kaiphas zu Pilatus, von Pilatus zu Herodes, von Herodes wieder zurück zu Pilatus.
Fessle mich mit dir an die Geißelsäule und lass mich einen Teil deiner Streiche empfinden. Gib mir auch einige Dornen deiner Krone, dass sie mein Haupt verwunden. Lass mich mit dir zum Kreuzestod verurteilt werden, du als Opfer der Liebe für mich und ich als Opfer der Sühne für meine Sünden.
Lass mich teilnehmen an der Kreuztragung des Simon von Zyrene bis auf den Kalvarienberg, dort mit dir ans Kreuz genagelt werden, mit dir den Todeskampf erleiden und dann sterben.
Schmerzhafte Mutter, die du mein Vorbild warst in der Teilnahme an der Todesangst Jesu im Ölgarten, verhilf mir dazu, dass ich mit dir an dasselbe Kreuz geheftet werde, das für Jesus bereitsteht.
Lehre mich auch, ihm gebührende Genugtuung darzubieten mit den Verdiensten seines eigenen Leidens und Sterbens am Kreuze. Amen. (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Gebet der Danksagung nach jeder Heiligen Stunde am Ölberg)

„Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König?… Was ist Wahrheit?“ (Joh 18,37+38)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, folgte ich den Stunden der Passion meines süßen Jesus, besonders, als Er Pilatus vorgeführt wurde, der Ihn nach seinem Reich fragte.
Und mein stets liebenswürdiger Jesus sagte zu mir:
„Meine Tochter, es war das erste Mal in meinem irdischen Leben, dass Ich es mit einer heidnischen Autorität zu tun hatte, die Mich fragte, was mein Reich sei, und Ich erwiderte ihm, dass mein Reich nicht von dieser Welt ist; wenn es von dieser Welt wäre, würden tausende Legionen von Engeln Mich verteidigen.
Doch damit öffnete Ich den Heiden mein Reich und teile ihnen meine himmlischen Lehren mit, sodass Pilatus Mich fragte: „Wie, du bist ein König?“ Und Ich antwortete ihm sofort: „Ich bin ein König, und Ich bin in die Welt gekommen, um die Wahrheit zu lehren.“
Damit wollte Ich Mir den Weg in seinen Geist bahnen, um Mich zu erkennen zu geben, sodass er berührt wurde und Mich fragte: „Was ist Wahrheit?“ Doch er wartete nicht auf meine Antwort, und Ich hatte nicht die Gelegenheit, Mich selbst verständlich zu machen.
Ich hätte zu ihm gesagt: „Die Wahrheit bin Ich, alles in Mir ist Wahrheit: Wahrheit ist meine Geduld inmitten so vieler Beleidigungen; Wahrheit ist mein sanfter Blick unter so vielen Verspottungen, Verleumdungen, Schmähungen; Wahrheit ist mein liebenswürdiges und anziehendes Benehmen inmitten so vieler Feinde, die Mich hassen, während Ich sie liebe, und die, während sie Mir den Tod bereiten wollen, Ich umarmen und ihnen das Leben geben möchte; Wahrheit sind meine Worte voller Würde und himmlischer Weisheit; alles in Mir ist Wahrheit.
Die Wahrheit ist majestätischer als die Sonne, die, so viel man auch auf ihr herumtrampeln will, umso schöner und leuchtender aufgeht, dass sie sogar ihre eigenen Feinde beschämt und sie vor ihren Füßen selbst zu Boden wirft.“
Pilatus fragte Mich mit aufrichtigem Herzen, und Ich war bereit, ihm zu antworten, Herodes hingegen fragte Mich mit Bosheit und aus Neugier, und Ich antwortete ihm nicht.
Denen also, die die heiligen Dinge mit Aufrichtigkeit wissen wollen, enthülle Ich sogar noch mehr, als sie wissen wollen; wer sie indessen mit Bosheit und aus Neugier kennen will, dem verberge Ich Mich, und während sie Spott mit Mir treiben wollen, verwirre Ich sie und mache Mich über sie lustig.
Doch da meine Person die Wahrheit in sich trug, tat sie auch vor Herodes ihren Dienst: mein Schweigen angesichts der stürmischen Fragen des Herodes, mein bescheidener Blick, die Haltung meiner Person, voller Sanftheit, Würde und Adel, waren alles Wahrheiten, und wirksame Wahrheiten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 1. Juni 1922)

„Darauf ließ Pilatus Jesus geißeln“ (Joh 19,1)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein süßer Jesus entkleidet sehen, zitternd vor Kälte, und sagte zu mir:
„Meine Tochter, bedecke Mich und wärme Mich, denn Mir ist kalt. Siehst du, das Geschöpf hat sich durch die Sünde aller Güter entblößt, und Ich wollte ihm ein noch schöneres Kleid machen, das Ich mit meinen Werken wob, mit meinem Blut benetzte und mit meinen Wunden zierte.
Doch wie groß ist mein Schmerz, wenn Ich sehe, dass die Seele dieses so schöne Kleid zurückweist und sich damit zufriedengibt, nackt zu bleiben! Und Ich fühle Mich entblößt in ihnen und empfinde ihre Kälte: bekleide Mich deshalb, denn Ich brauche es.”
Und ich: „Wie kann ich Dich bekleiden? Ich habe nichts.”
Und Er: „Sicher wirst du Mich kleiden können, du hast meinen ganzen Willen in deiner Macht, nimm Ihn in dich auf und lasse Ihn aus dir heraus, und du wirst Mir das schönste Kleid bereiten, ein Kleid vom Himmel, und göttlich.
O, wie wird es Mich wärmen! Ich werde dich mit dem Gewand meines Willens kleiden, damit Wir mit einer einzigen Uniform bekleidet sein können. Deshalb will ich sie von dir, um sie dir mit Recht zu geben: wenn du Mich bekleidest, ist es gerecht, dass Ich dich bekleide, um dir zu vergelten, was du für Mich getan hast.
Das ganze Übel im Menschen besteht darin, dass er den Keim meines Willens verloren hat, deshalb tut er nichts anderes, als sich mit den größten Vergehen zu bedecken, die ihn herabsetzen und ihn als Toren handeln lassen. O, wie viele Torheiten sind sie daran, zu begehen!
Eine gerechte Strafe, denn sie wollen ihr eigenes Ich zu ihrem Gott haben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 24. September 1922)

„Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, König der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht“ (Joh 19,3)

Als ich mich nach meinem anbetungswürdigen Jesus sehnte, kam Er in dem Aussehen, das Er hatte, als seine Feinde Ihn ohrfeigten, sein Gesicht mit Spucke bedeckten und Ihm die Augen verbanden.
Mit bewundernswerter Geduld erlitt Er alles; mehr noch, Er schien sie nicht einmal zu beachten, so sehr war Er auf sein Inneres gerichtet, um auf die Frucht zu sehen, welche diese Leiden hervorbringen würden. Ich bewunderte alles mit Staunen, und Jesus sagte mir:
„Meine Tochter, in meinem Tun und Leiden sah Ich nie nach außen, sondern stets nach innen; und da Ich die Frucht erblickte, wollte Ich, was immer es war, nicht nur leiden, sondern alles mit Sehnsucht und Begierde leiden.
Ganz im Gegensatz dazu sieht der Mensch, wenn er Gutes tut, nicht auf das Innere der Arbeit, und da er ihre Frucht nicht sieht, wird es ihm schnell langweilig, alles wird ihm lästig, und oft vernachlässigt er das Gutestun.
Wenn er leidet, verliert er leicht die Geduld; und wenn er Böses tut, tut er dies, da er nicht auf das Innere des Bösen schaut, mit Leichtigkeit.“
Dann fügte Er hinzu: „Die Geschöpfe wollen sich nicht überzeugen lassen, dass das Leben von verschiedenen Umständen begleitet wird, bald von Leiden, bald von Trost.
Doch sogar die Pflanzen und Blumen geben ihnen ein Beispiel davon, da sie Winden, Schnee, Hagel und Hitze unterworfen sind.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 9. November 1902)

„Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre…“ (Joh 19, 11)

Als ich diesen Morgen ganz bedrückt und leidend war, umso mehr wegen der Beraubung meines süßen Jesus, sah ich Ihn nach langem Warten nur kurz, und Er sagte mir:
„Meine Tochter, die wahre Art zu leiden ist es, nicht auf den zu schauen, von dem das Leiden kommt, oder woran jemand leidet, sondern auf das Gute, das aus diesen Leiden werden soll.
Das war die Art, wie Ich litt. Ich schaute weder auf die Henker, noch auf das Leiden, sondern auf das Gute, das Ich durch mein Leiden erreichen wollte, selbst für jene, die Mir das Leiden zufügten.
Und auf das Gute schauend, das den Menschen daraus erwachsen würde, schätzte Ich alles andere gering und setzte unerschrocken den Lauf meines Leidens fort.
Meine Tochter, dies ist der einfachste und gewinnbringendste Weg um zu leiden – nicht nur mit Geduld, sondern mit unbesiegtem und mutigem Herzen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 19. März 1901)

„Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur so genannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn“ (Jhn 19, 16-18)

… Dann sah ich meinen geliebten Jesus, leidend wie bei seiner Passion, und sprach zu Ihm: „Herr, empfandest Du keinen Überdruss an so vielen verschiedenen Leiden?“
Er antwortete: „Nein, sondern ein Leiden entflammte das Herz noch mehr, weiteres zu leiden – das ist die Göttliche Art zu leiden. Nicht nur das, sondern im Leiden und Wirken blickt man dabei auf nichts anderes als auf die Frucht, die man daraus empfängt.
Ich sah, wie durch meine Wunden und mein Blut die Nationen gerettet wurden und die Wohltat, die den Geschöpfen daraus zukommen würde, und mein Herz fühlte statt Überdruss, Freude und den brennenden Wunsch, noch mehr zu leiden.
So ist dies das Zeichen, ob die eigenen Leiden Teilnahme an meinen Leiden sind: Wenn das Leiden mit der Freude verbunden ist, noch mehr zu leiden, und [das Zeichen,] ob man für Mich arbeitet, wenn man nicht auf das sieht, was man tut, sondern auf die Herrlichkeit, die man Gott erweist und die Frucht, die Er daraus empfängt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 5; 19. März 1903)

„Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!…“ (Joh 19,26+27)

… „Meine gute Tochter, der Mangel an Liebe seitens der Seelen lässt Mich bitterlich weinen. Wenn Ich Mich nicht geliebt sehe, fühle Ich Mich verwundet, und mein Schmerz ist so groß, dass Ich in Schluchzen ausbreche.
Meine Liebe fließt über jede einzelne Seele, bedeckt und verbirgt sie, und Ich mache Mich zum Leben der Liebe für sie. Die Seelen aber sind undankbar und schenken Mir nicht einmal ein ‚Ich liebe Dich’. Wie sollte Ich da nicht weinen? Liebe Mich daher, wenn du meine Tränen stillen willst.
Nun, meine Tochter, höre Mir zu und leih Mir dein Ohr: Ich will dir eine große Überraschung unserer Liebe verraten und möchte, dass dir nichts entgeht. Ich will dir zeigen, wie weit die Mütterlichkeit meiner Himmlischen Mutter ging, was Sie tat und wie viel es Sie kostete und immer noch kostet.
Wisse, dass die große Königin an Mir nicht nur als Mutter handelte, indem Sie Mich empfing, zur Welt brachte, mit ihrer Milch nährte und Mir alle mögliche Fürsorge angedeihen ließ, die meine Kindheit benötigte.
Das genügte weder ihrer mütterlichen Liebe, noch meiner Liebe als Sohn.
Daher strömte ihre mütterliche Liebe in meinem Geist, und wenn Mich betrübliche Gedanken quälten, dehnte Sie ihre Mutterschaft in jeden meiner Gedanken aus, verbarg sie in ihrer Liebe und küsste sie, so dass Ich meinen Geist unter ihren mütterlichen Flügeln geborgen fühlte, die Mich nie allein ließen.
Jeden meiner Gedanken behielt meine Mutter, die Mich liebte und Mir all ihre mütterliche Fürsorge erwies. Ihre Mutterschaft erstreckte sich auf all meine Atemzüge und Herzschläge; wenn mein Atem und mein Herzschlag von Liebe und Schmerz erstickt waren, eilte Sie als wahre Mutter herbei, damit Ich nicht von der Liebe verzehrt würde und um mein durchbohrtes Herz mit Balsam zu salben.
Wenn Ich schaute, wenn Ich sprach, arbeitete, ging – dann eilte Sie, um meine Blicke, Worte, Werke und Schritte in ihre Mutterliebe aufzunehmen, umkleidete sie mit ihrer mütterlichen Liebe, verbarg sie in ihrem Herzen und handelte als Mutter an Mir.
Selbst in der Speise, die Sie Mir bereitete, ließ Sie ihre mütterliche Liebe fließen, sodass Ich beim Essen ihre liebende Mütterlichkeit wahrnahm. Und was soll Ich dir darüber erzählen, wie viel Mütterlichkeit Sie in meinen Leiden erzeigte? Es gab weder einen Schmerz noch einen Blutstropfen, den Ich vergoss, in denen Ich nicht meine teure Mutter spürte.
Nachdem Sie als Mutter an Mir gehandelt hatte, nahm Sie meine Leiden und mein Blut und barg alles in ihrem Mutterherzen, um sie zu lieben und ihre Mutterschaft fortzusetzen.
Wer kann dir schildern, wie sehr Sie Mich liebte und wie sehr Ich Sie liebte? Meine Liebe war so groß, dass Ich in allem, was Ich tat, nicht sein konnte, ohne ihre Mutterschaft gemeinsam mit Mir zu fühlen; Ich kann sagen, dass Sie eilte, um Mich niemals allein zu lassen, nicht einmal in meinen Atemzügen, und Ich rief Sie. Ihre Mutterschaft war für Mich ein Bedürfnis, eine Erleichterung, eine Stütze für mein Leben hier unten.
Vernimm nun, meine Tochter, eine weitere Überraschung der Liebe deines Jesus und unserer himmlischen Mutter. Da in allem, was sich zwischen Mir und meiner Mutter abspielte, die Liebe kein Hindernis fand, strömte die Liebe der einen [Person] in der Liebe der anderen, um ein einziges Leben zu bilden.
Wollte Ich dies nun mit den Menschen tun, würde Ich so viele Hindernisse, Zurückweisungen und Undankbarkeit finden! Aber meine Liebe lässt sich [trotzdem] nie aufhalten.
Du sollst dies wissen: wie meine unzertrennliche Mama ihre Mutterschaft inner- und außerhalb meiner Menschheit ausbreitete, so setzte Ich Sie auch zur Mutter eines jeden Gedankens, Atemzuges, Herzschlags, Wortes der Seelen ein; Ich bestätigte Sie darin und ließ ihre Mutterschaft sich in all ihren Werken, Schritten und Leiden erstrecken.
Ihre Mutterschaft wirkt sich überall aus: sind die Seelen in Gefahr, in Sünden zu fallen, eilt Sie herbei und bedeckt sie mit ihrer Mütterlichkeit, damit sie nicht fallen. Wenn sie gefallen sind, überlässt Sie ihnen ihre Mutterschaft als Hilfe und Verteidigung, damit sie sich wieder erheben.
Ihre Mutterschaft eilt und erstreckt sich auf die Seelen, die gut und heilig sein wollen; und als fände Sie ihren Jesus in ihnen, übt Sie ihr Mutteramt an ihrem Intellekt aus, lenkt ihre Worte, bedeckt und verbirgt sie in ihrer Mutterliebe, um ebenso viele weitere Jesus groß zu ziehen.
Ihre Mutterschaft zeigt sich an den Betten der Sterbenden. Indem Sie von den Ihr von Mir verliehenen Rechten der Autorität als Mutter Gebrauch macht, sagt Sie mit einem so zärtlichen Ton, dass Ich Ihr nichts abschlagen kann, zu Mir: ‚Mein Sohn, Ich bin Mutter, und dies sind meine Kinder. Ich muss sie retten.
Wenn Du Mir das nicht gewährst, wird meine Mutterschaft dadurch untergraben, kompromittiert.’ Während Sie das sagt, bedeckt Sie sie mit ihrer Liebe und verbirgt sie in ihrer Mütterlichkeit, um sie in Sicherheit zu bringen.
Meine Liebe war so groß, dass Ich zu Ihr sprach: ‚Meine Mutter, Ich will, dass Du die Mutter aller seiest. Was Du an Mir getan hast, wirst Du an allen Geschöpfen tun. Deine Mutterschaft möge sich auf all ihre Akte erstrecken, sodass Ich alle in deiner mütterlichen Liebe bedeckt und verborgen sehe.’
Meine Mutter willigte ein und wurde nicht nur als Mutter aller bestätigt, sondern darin, dass Sie einen jeden menschlichen Akt mit ihrer Mutterliebe umkleiden sollte. Das war eine der größten Gnaden, die Ich allen Menschengeschlechtern erwies.
Doch wie viele Schmerzen werden meiner Mutter zugefügt! Sie gehen so weit, ihre Mutterschaft nicht annehmen zu wollen und sie zu verkennen. Daher betet der ganze Himmel und erwartet voll Sehnsucht, dass der Göttliche Wille bekanntwerde und herrsche.
Dann wird die große Königin an den Kindern meines Willens das tun, was Sie an ihrem Jesus tat, und ihre Mutterschaft wird in ihren Kindern lebendig sein.
Ich werde meinen eigenen Platz in ihrem Mutterherzen dem überlassen, der in meinem Willen lebt. Sie wird diese Seelen für Mich aufziehen, ihre Schritte lenken und sie in ihrer Mutterschaft und Heiligkeit verbergen.
Man wird in allen Akten jener Seelen ihre Mutterliebe und Heiligkeit eingeprägt sehen. Sie werden ihre wahren Kinder sein, die Mir in allem ähnlich sind.
O, wie sehr wünschte Ich, dass alle dies wüssten: wer in meinem Willen leben möchte, hat eine Königin und eine mächtige Mutter, die ersetzen wird, was den Seelen fehlt und sie auf ihrem mütterlichen Schoß großziehen wird.
In allem, was sie tun, wird Sie bei ihnen sein, um ihre Akte nach den Ihren zu modellieren, sodass man erkennen wird, dass es Kinder sind, die von der Mutterliebe meiner Mama aufgezogen, behütet und erzogen worden sind!
Diese Kinder werden ihr Glück, ihre Herrlichkeit und Ehre ausmachen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 28. Dezember 1938)

„Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf“ (Jn 19, 30)

Ich setzte meinen Rundgang im Göttlichen FIAT fort und dachte mir: „Wozu dienen diese ständigen Wiederholungen, immer wieder um das Reich des Göttlichen Willens zu bitten, und die Wiederholung der Rundgänge in Ihm, um Ihn um das Kommen seines Reiches anzuflehen, damit Er unter den Menschen herrsche?“
Da bewegte sich mein geliebter Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir: „Meine Tochter, wenn man einen Kauf tätigen will, macht man Anzahlungen. Je mehr angezahlt wird, umso sicherer wird der Kauf, und umso weniger bleibt zu bezahlen, wenn man zu den letzten Schritten des definitiven Geschäfts kommt.
Da du nun das Reich meines Willens wünschst, musst du Anzahlungen machen: wann immer du in Ihm einen Rundgang machst und immer wieder um sein Reich bittest und deine Akte im Namen aller zu diesem Zweck tust, so viele weitere Anzahlungen machst du, um den Erwerb des Reiches meines Göttlichen FIAT abzusichern.
Da es das Reich meines Göttlichen Willens ist, das du erwerben möchtest, musst du deine Akte in eben diesem Göttlichen Willen tun. Deine Akte müssen den Wert von Münzen erwerben, die von meinem Göttlichen Willen geprägt sind; sonst wäre es keine gültige Währung, die für seinen Erwerb in Umlauf wäre, sondern wie eine Währung außerhalb des Reiches.
Wer deshalb den Göttlichen Willen erwerben möchte, muss Akte als Anzahlung geben, die in Ihm getan werden. Dann wird Er sich würdigen, sie mit dem Wert seines FIAT zu prägen, auf eine Art, dass die Seele die nötigen Anzahlungen für seinen Erwerb geben kann.
Das ist es also, wozu deine Rundgänge in meinem FIAT dienen, die Akte, die du in ihm tust, die wiederholten Bitten um das Kommen seines Reiches. All dies sind notwendige Dinge und werden für seinen großen Erwerb gebraucht. Tat Ich dies nicht Selbst bei der Erlösung?
Ich musste die Anzahlung meiner Akte vor meinem Himmlischen Vater tätigen. Ich musste für alle zahlen, um das Reich der Erlösung zu erlangen, und erst als Ich die ganze Zahlung erbrachte, wurde Mir von der Gottheit mit Unterzeichnung bestätigt, dass das Reich Mein war.
Mach daher weiter deine Anzahlungen, wenn du die Unterschrift haben willst, dass das Reich meines FIAT dir gehört.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 4. Juli 1928)