27In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. 28Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 29Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. 30Ich und der Vater sind eins.

„Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir“ (Joh 10,27)

„Ich bin all das Schöne, das geliebt zu werden verdient; sieh, wenn du nicht diese kleine Welt, die dich umgibt, entfernst, d.h. die Gedanken an die Geschöpfe und Vorstellungen, kann Ich nicht ungehindert in dein Herz eintreten.
Dieses Gemurmel in deinem Geist ist ein Hindernis, Meine Stimme klarer zu hören, Meine Gnaden auszugießen und dich wahrhaft in Mich verliebt zu machen. Versprich Mir, dass du ganz Mir gehören willst, und Ich selbst werde Hand ans Werk legen.
Du hast recht, dass du [aus dir selbst] nichts tun kannst. Aber fürchte dich nicht, Ich werde alles tun; gib Mir deinen Willen – das genügt Mir.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1; (16))

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Ich war weiterhin in meinem gewohnten Zustand und folgte dem Göttlichen Willen in der Schöpfung. Als ich Ihm von einem geschaffenen Ding zum anderen nachfolgte, rief ich mein süßes Leben, den teuren Jesus, dass Er komme, um gemeinsam mit mir den Akten seines Willens in allen geschaffenen Dingen zu folgen.
Da ich Ihn nicht sah, empfand ich seine Beraubung wie einen durchbohrenden Dorn und sagte voll Schmerz zu Ihm: „Mein Jesus, ich weiß nicht, was ich tun soll, um Dich wiederzufinden.
Ich lasse Dich von deiner Gerechtigkeit im Meer rufen, von deiner Macht aus seinen tosenden Wellen, und Du hörst mich nicht. Ich lasse Dich von deinem Licht in der Sonne rufen, von der Intensität ihrer Glut, die deine Liebe symbolisiert, und Du kommst nicht.
Ich lasse Dich von der Unermesslichkeit des Himmels rufen, von all deinen Werken am weiten Himmelsgewölbe, und es scheint kein Thema zu sein. Sag mir wenigstens, wie ich Dich wiederfinden soll. Wenn ich Dich nicht inmitten deiner Werke finde, in deinem eigenen Willen, die deine Grenzen sind, wo könnte ich mein Leben finden?“
Als ich meinen Schmerz ausgoss, bewegte Er sich in meinem Inneren und sprach zu mir: „Wie schön ist meine Tochter, wie schön ist es, ihre Kleinheit wie verloren in meinem Willen zu sehen, wie sie Mich inmitten meiner Werke sucht und Mich nicht findet!“ Und ich: „Mein Jesus, Du lässt mich sterben. Sag mir, wo verbirgst Du dich?”
Und Jesus: „Ich verberge Mich in dir. Wenn du nämlich die Stimme einer Person hörst, sagst du, dass sie schon in deiner Nähe ist, weil du ihre Stimme vernimmst. Nun, mein Wille ist das Echo meiner Stimme.
Wenn du in Ihm bist und einen Rundgang durch alle Werke meines FIAT machst, bist du bereits im Widerhall meiner Stimme, und da Ich in Ihm bin, bin Ich dir nahe oder [sogar schon] in deinem Inneren.
Mit meinem FIAT verleihe Ich dir die Gabe, deinen Rundgang soweit auszudehnen, wie weit meine Stimme reicht und wohin sich mein FIAT ausbreitet.” Ich sagte ganz überrascht: „Meine Liebe, so macht sich also deine Stimme so lang und breit, da es keinen Ort gibt, wo sich dein Wille nicht befindet.”
Jesus erwiderte: „Sicherlich, meine Tochter. Es gibt keinen Willen noch eine Stimme, wenn da nicht die Person [dahinter] ist, die sie aussendet. Da sich also mein Wille überall befindet, gibt es keinen Ort, wohin meine Stimme nicht reicht, die allen Dingen mein FIAT bringt.
Wenn du dich also in meinem Willen mitten unter seinen Werken befindest, kannst du mehr als sicher sein, dass dein Jesus mit dir ist.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 21. März 1927)

„Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen“ (Joh 10, 28)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, zeigte sich Jesus, wie Er viele kleine Lämmchen in seinen Armen hielt: einige lehnten an seiner Brust, andere an den Schultern, andere eng an seinem Hals, einige waren rechts oder links von seinen Armen, und einige reckten das Köpfchen aus seinem Herzen heraus; doch die Füße all dieser Lämmchen waren im Herzen Unseres Herrn, und die Nahrung, die Er ihnen gab, war sein Atem.
Alle hatten ihren Mund zum Mund meines süßen Jesus hin gewendet, um seinen Atem als Speise zu empfangen. Es war wirklich schön zu sehen, wie Jesus höchste Freude daran fand, ganz vertieft, sie zu nähren und sich gemeinsam mit ihnen zu vergnügen; sie schienen wie ebenso viele Geburten, die aus seinem Heiligsten Herzen hervorgegangen sind. Dann wandte Er sich zu mir und sprach:
„Meine Tochter, diese Lämmchen, die du in meinen Armen siehst, sind die Kinder meines Willens, rechtmäßige Nachkommen [wörtl.: Geburten] meines Höchsten Wollens. Sie werden aus meinem Herzen hervorgehen, doch bleiben die Füße in der Mitte meines Herzens, damit sie nichts von der Erde aufnehmen und sich um nichts kümmern als um Mich allein.
Schau sie an, wie schön sie sind, wie rein sie heranwachsen, genährt und gespeist nur von meinem Atem; sie werden die Herrlichkeit, die Krone meiner Schöpfung sein.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 6. November 1922)

„Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30)

… „Meine Tochter, die Einheit unseres Dreifaltigen Willens ist so groß, dass der Wille der einen [Person] nicht von dem der anderen unterschieden werden kann.
Es ist diese Einheit der Willen, welche die ganze Vollkommenheit der Drei Göttlichen Personen ausmacht; denn da Wir gleich im Willen sind, bringt diese Unsere Gleichheit die Einheit hervor an Heiligkeit, Weisheit, Schönheit, Macht, Liebe und an allem Übrigen, was zu Unserem Wesen gehört.
So spiegeln Wir Uns, der Eine im Anderen, und unser Glück in diesem EinanderAnsehen ist derart, dass es Uns vollkommene Seligkeit bringt. So wird jeder von Uns im Anderen widergespiegelt, und jeder gießt in den Anderen alle Eigenschaften Unseres Wesens, wie viele unermessliche Meere von verschiedenen Freuden.
Wenn zwischen Uns irgendeine Unähnlichkeit bestünde, so wäre Unser Wesen weder vollkommen noch könnte es völlige Seligkeit genießen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 8.2.1915)

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Ich meditiere weiter über die Leiden meines leidenschaftlich liebenden Jesus, und als ich seinen letzten Atemzug betrachtete, vernahm ich in der Tiefe meines Herzens: ‚Vater, in deine Hände empfehle Ich meinen Geist.’
Dies war die erhabenste Lehre für mich, die volle Hingabe in seine Vaterarme, und es rief mein ganzes Wesen in seine Hände zurück. Als mein Geist in so vielen Erwägungen versunken war, besuchte Jesus, der Schmerzensmann, meine kleine Seele und sagte zu mir:
„Meine gesegnete Tochter, mein Leben hier unten endete, wie es begonnen hatte. Vom ersten Augenblick meiner Empfängnis an war dies mein fortgesetzter Akt, dass Ich Mich sozusagen in jedem Augenblick in die Hände meines Himmlischen Vaters begab: dies war die schönste Huldigung seitens seines Sohnes, die tiefste Anbetung, das heroischste und vollständigste Opfer, die intensivste Liebe, die Ich Ihm als sein Sohn erwies.
Meine volle Hingabe in seine Hände verlieh meiner Menschheit eine kräftige und gebieterische Stimme, die alles verlangte. Und Ich erlangte alles, was Ich wünschte, da mein Himmlischer Vater seinem Sohn, der sich ganz seinen Armen überlassen hatte, nichts verweigern konnte.
Meine Hingabe in jedem Augenblick war Ihm der wohlgefälligste Akt, sodass Ich den letzten Atemzug meines Lebens mit den Worten krönen wollte: ‚Vater, in deine Hände empfehle Ich meinen Geist.’ Die Hingabe ist die größte Tugend und verpflichtet Gott, sich um den zu kümmern, der sich seinen Armen hingegeben hat.
Die Hingabe spricht zu Gott: ‚Ich will nichts von mir selbst wissen, dieses mein Leben gehört Dir, nicht mir, und Deines gehört mir.’
Wenn du daher alles erlangen und Mich in Wahrheit lieben willst, lebe ganz hingegeben in meinen Armen und lass Mich das Echo meiner Worte in jedem Augenblick hören: ‚In deine Hände gebe ich mich ganz hin‘, dann werde Ich dich wie meine teuerste Tochter in meinen Armen tragen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 23. April 1933)

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Mein armer Geist geht weiterhin im Göttlichen Willen umher. Wie glücklich ist Er, wenn Er sieht, wie seine kleine Neugeborene auf die Suche nach seinen Akten geht, um sie kennenzulernen, zu küssen, anzubeten, sich anzueignen und Ihm zu sagen: ‚Wie sehr hast Du mich geliebt!’ Ich hielt beim Akt inne, als das WORT auf die Erde herabstieg und bemitleidete Ihn, als ich Ihn alleine sah. Da überraschte mich sanfter Jesus und sprach mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit zu mir:
„Meine liebste Tochter, du irrst dich. Einsam war Ich seitens der menschlichen Undankbarkeit, doch von der Seite Gottes und unserer Werke begleiteten Mich alle und ließen Mich nie allein.
Vielmehr musst du wissen, dass der Vater und der Heilige Geist zugleich mit Mir herabstiegen; während Ich mit ihnen im Himmel verblieb, stiegen Sie mit Mir auf die Erde herab.
Wir sind unzertrennlich und können Uns, selbst wenn Wir wollten, nicht voneinander trennen, sondern höchstens bilokieren, sodass Wir, während Wir unseren Thron im Himmel haben, unseren Thron auf der Erde errichten, aber trennen können Wir uns nie.
Es war höchstens so, dass das WORT den aktiven Teil übernahm, dennoch wirkten der Vater und der Heilige Geist immer mit. Vielmehr bewegten sich im Akt, als Ich vom Himmel herabstieg, alle, um Mir Geleit zu geben und die Mir geschuldeten Ehren zu erweisen.
Der Himmel mit all seinen Sternen geleitete Mich, sie gaben meiner Unwandelbarkeit und endlosen Liebe die Ehre. Die Sonne machte Mir den Hof und gab Mir die Ehre für mein ewiges Licht.
O, wie treffend pries sie Mich mit der Mannigfaltigkeit ihrer Wirkungen! Ich kann sagen, dass sie Mir mit ihrem Licht und ihrer Glut eine Wiege machte und in ihrer stummen Sprache zu Mir sprach: ‚Du bist das Licht, und ich ehre Dich, ich bete Dich an, ich liebe Dich mit demselben Licht, mit dem Du mich erschaffen hast.’
Alle umringten Mich, der Wind, das Meer, das kleine Vöglein, alle und alles, um Mir die Liebe und Ehre darzubringen, mit der Ich sie erschaffen hatte. Sie priesen meine Herrschaft, besangen meine Unermesslichkeit und unendlichen Freuden.
Die geschaffenen Dinge feierten Mich festlich, und wenn Ich weinte, weinten auch sie, da mein in ihnen wohnender Wille ihnen alles, was Ich tat, bewusstmachte; o, wie fühlten sie sich geehrt, das zu tun, was ihr Schöpfer tat!
Dann hatte Ich das Gefolge der Engel, die Mich nie allein ließen. Und da alle Zeiten Mein sind, hatte Ich das Gefolge meines großen Volkes, das in meinem Willen leben würde.
Mein Wille brachte es Mir auf seinen Armen, und Ich fühlte es in meinem Herzen schlagen und spürte es in meinem Blut und meinen Schritten. Und bloß, weil Ich Mich von diesem Volk umgeben sah und mit meinem eigenen Willen geliebt wurde, fühlte Ich Mich für das Herabsteigen vom Himmel auf die Erde gleichsam entschädigt.
Dies war meine erste Absicht: das Reich meines Willens mitten unter meinen Kindern neu zu ordnen. Niemals hätte Ich die Welt erschaffen, wenn Ich nicht Söhne haben sollte, die Mir ähnlich sind und die in meinem eigenen Willen leben.
Er hätte sich sonst in der Situation einer armen unfruchtbaren Frau (Mutter) befunden, die kein Kind bekommen und daher keine eigene Familie gründen kann. Mein Wille aber hat die Macht, zu zeugen und seine lange Nachkommenschaft zu bilden, um sich seine göttliche Familie zu gründen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 25. Dezember 1938)